Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

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Cobra9
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Mai 2019, 09:50

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 May 2019, 06:52)

Was sind diese "normalen Grenzen"?

Bei Eva Herman war diese Grenze privat ein Buch über Familie und Demographie zu schreiben und darin die Rolle der Frau als Mutter hervorzuheben.

Es ist ja nicht so, als ob sie in der Tagesschau verkündet hätte, dass die deutschen aussterben!

Bei meiner schriftstellerischen Verwandten zur Nazizeit war damals die Grenze mit Juden zu arbeiten und damals tabu-behaftete Themen wie Abtreibungen zu thematisieren. Das reichte um auf die Liste der unerwünschten Schriftsteller zu kommen.
Ich sehe keinen großen Unterschied zu Frau Herman..

Das sind mit Verlaub keine normalen Grenzen!

Es ist ja schön dass es in deiner Firma entspannt gehandhabt wird (wobei ich nicht glaube dass du schon mal privat in der Öffentlichkeit Tabuthemen offen angesprochen hast.. Wer sich nicht rührt spürt natürlich seine Ketten /Grenzen nicht..).
Es gibt Firmen, da ist das anders.

Bei "Flüchtlinge sind genau die Arbeitnehmer die wir brauchen"-Daimler z.B. hat sich unter anderem aus dieser Angst heraus eine eigene Gewerkschaft gegründet, das "Zentrum Automobil"

In meiner Firma ist es nicht besser, wobei ich das nicht mit Sicherheit sagen kann, da ich zu der Migrationspolitik öffentlich (in der Arbeit sowieso. Da muss ich arbeiten) die Klappe halte.
Ich rühre mich also nicht, denn ich sehe die Ketten der anderen..


Wir sind ein Multikultiteam das zusammen gewachsen ist, da ist es schwer eine normale Grenze zu ziehen.
In unserem Reihen gibt's sogar einen relativ rechts orientierten Reichsbürger.

Der hat's mit Sicherheit nicht einfach. Aber Er ist als Mensch nicht verkehrt unbedingt. Bringt sich ins Team rin, erledigt seinen Job und geht mit Kollegen akzeptabel um. Es gibt wenn man ein Bierchen nach Feierabend trinkt schon mal Differenzen, aber es funktioniert.
Was Er dann privat daheim treibt ist nicht mein Problem.
Allerdings achtet Er darauf das Er nicht öffentlich negativ auffällt.

Wr arbeiten für einen internationalen Konzern. Der hat Spielregeln. Die muss auch Ich einhalten
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 25. Mai 2019, 09:52

Misterfritz hat geschrieben:(25 May 2019, 09:21)
Ein Buch zu schreiben, ist erstmal privat. Das aber zu veröffentlichen und zu verkaufen, ist dann eben nicht mehr privat.

Also hatten die Nazis mit ihrer Liste der unerwünschten Schriftsteller, dem Verbrennen von Büchern und Restriktionen gegen unerwünschte Autoren von der Methode gar nicht so unrecht? Es hat nur die falschen getroffen?

Jetzt hat es mit Eva Herman eine richtige Autorin getroffen, darum ist die ähnliche Methode heute gut?
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Misterfritz
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Misterfritz » Sa 25. Mai 2019, 09:59

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 May 2019, 09:52)

Also hatten die Nazis mit ihrer Liste der unerwünschten Schriftsteller, dem Verbrennen von Büchern und Restriktionen gegen unerwünschte Autoren von der Methode gar nicht so unrecht? Es hat nur die falschen getroffen?

Jetzt hat es mit Eva Herman eine richtige Autorin getroffen, darum ist die ähnliche Methode heute gut?
Wow,
das ist mal ein Vergleich!
Hermans Buch wurde weder verboten noch verbrannt. Der Autorin wurde nicht verboten zu schreiben, sie wurde weder verhaftet noch sonstwie vom Staat sanktioniert.
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 25. Mai 2019, 10:01

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 09:50)
Allerdings achtet Er darauf das Er nicht öffentlich negativ auffällt.

Wr arbeiten für einen internationalen Konzern. Der hat Spielregeln. Die muss auch Ich einhalten

Korrekt.
So schätze ich das auch ein. Bin zwar kein Reichsbürger, aber auch ich passe auf dass meine Meinung (bis auf Teil anonymisierter Form hier im forum) nicht öffentlich bekannt wird.

Angenommen dein Kollege macht einen erfolgreichen YouTube Kanal indem er seine politischen Überzeugen erklärt.
Er würde nur deswegen entlassen werden (offiziell werden dann natürlich andere Gründe gesucht).

Ich auch, wenn ich so etwas tun würde (auch internationaler Konzern). Darum tu ich es nicht (das wohl meiner Familie geht vor Politik).

Das muss man klar benennen und diese eingeschränkte Meinungsfreiheit kritisiere ich sehr stark!

Auch ist klar dass die Meinungsfreiheit nur in eine Richtung eingeschränkt wird.
In einer anderen Abteilung ist der Manager ein öffentlich aktiver und bekannter Gülen Anhänger. Das stört niemanden (mich auch nicht).

Wenn man aber öffentlich gegen Massenimmigration ist, wird man in so einem großen Unternehmen (mit eigener diversity Abteilung) sofort entlassen.
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am Sa 25. Mai 2019, 10:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 25. Mai 2019, 10:03

Misterfritz hat geschrieben:(25 May 2019, 09:59)
noch sonstwie vom Staat sanktioniert.

Sie wurde von dem zwangsfinanzierten öffentlich rechtlichen Rundfunk entlassen.

Der ör ist Teil des Staates.

Meine Verwandte zur Nazizeit wurde auch nicht verhaftet. Sie hatte auch "nur" ein partielles Schreibverbot. Sie wurde nicht entlassen, da selbstständig.

War das für dich also Ok?
Ist so etwas heute ok?
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Misterfritz » Sa 25. Mai 2019, 10:15

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 May 2019, 10:03)

Sie wurde von dem zwangsfinanzierten öffentlich rechtlichen Rundfunk entlassen.

Der ör ist Teil des Staates
Äääääh ...
Aber, vertrat sie nicht die Auffassung, dass Frauen zu Hause bei Herd und Kindern besser aufgehoben wären? Somit hat die ARD ihr ja einen gefallen getan - von der ganzen kostenlosen PR mal abgesehen :D
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 25. Mai 2019, 10:24

Misterfritz hat geschrieben:(25 May 2019, 10:15)
Somit hat die ARD ihr ja einen gefallen getan -

Meine verwandte zur Nazizeit mochte auch gerne lange Spaziergänge.

Das heißt sie hätte nach deiner Logik den Nazis für Ihr partielles Schreibverbot dankbar sein sollen, weil sie dadurch mehr Zeit für Spaziergänge hatte?

Ernsthaft?
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 25. Mai 2019, 11:05

Misterfritz hat geschrieben:(25 May 2019, 10:15)

Aber, vertrat sie nicht die Auffassung, dass Frauen zu Hause bei Herd und Kindern besser aufgehoben wären?

Man kann zu Hermanns Thesen stehen, wie man will, aber ich meine schon, dass man besonders ihre Aussagen (ich meine, die waren vor dem Buch?) sehr böse verdreht hat. Das Beispiel steht imho schon exemplarisch dafür, dass es deutlich schwieriger geworden ist, seine Meinung zu äußern, ohne dass es drastische Konsequenzen gibt. Sarrazin ist ein anderes Beispiel, was hatte sein Job bei der Bundesbank mit dem Buch zu tun? Nichts, er hat sich in seinem Job nichts zuschulden kommen lassen, trotzdem wurde er entlassen, dass er sehr weich gefallen ist, macht die Vorgehensweise nicht besser. Oder Maaßen, der sich erlaubt hat, Fakten auszusprechen und der deswegen seinen Job verloren hat. Ich finde so etwas schon ziemlich besorgniserregend.

Könnte man sich heute einen - früher steinewerfenden - AfD-Minister vorstellen, der sowas geschrieben hat: "Gewalt, die befreiende Gewalt des Volkes gegen die innere und/oder äußere Unterdrückung, dies ist der Urstoff, aus dem die modernen Demokratien ihre Legitimität bilden und mittels ihrer Traditionsbestände bewahren." Den Sturm der Entrüstung würde ich gerne sehen.
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Mai 2019, 12:27

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 May 2019, 08:53)

Anders gefragt :
Warum sollte ich an jemanden vermieten wollen der links ist?

Bisher war mir das egal, aber wenn ich genauso agieren würde wie manche Unternehmen oder der öffentlich rechtliche Rundfunk (tue ich nicht, weil mir Meinungsfreiheit [auch und gerade die gegenteilige Meinung!] wichtig ist) würde ich einfach nicht an politisch linke vermieten.

Fändest du das also gut und in Ordnung?
Ist das dann die Gesellschaft in der wir alle (egal welcher politischer Meinung) leben wollen?
Wo sind dann die Unterschiede bei der Meinungsfreiheit zur DDR-Zeit?


Zwingt Dich jemand zu vermieten an Personen wo Du nicht willst :?: Mir wäre das neu. Genauso muss kein Restaurant jeden Gast akzeptieren. Ich persönlich akzeptier es das es hier keinen Zwang gibt.

Es ist doch relativ selten das jemand wegen seiner privaten Meinung Diskriminierung erfährt. Da muss es schon sehr öffentlich sichtbar oder erkennbar sein
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 25. Mai 2019, 13:59

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 12:27)

Mir wäre das neu.

Niemand darf wegen seiner politischen Anschauungen diskriminiert werden, Art. 3 Abs. 3 GG. Genau das wird er aber, wenn der Vermieter nicht an Linke vermietet.
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Mai 2019, 16:37

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 May 2019, 13:59)

Niemand darf wegen seiner politischen Anschauungen diskriminiert werden, Art. 3 Abs. 3 GG. Genau das wird er aber, wenn der Vermieter nicht an Linke vermietet.


Und ein Vermieter erzählt das bei der Ablehnung ? Aber prinzipiell hast Du mit dem Gesetz recht
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon McKnee » Sa 25. Mai 2019, 16:46

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 16:37)

Und ein Vermieter erzählt das bei der Ablehnung ? Aber prinzipiell hast Du mit dem Gesetz recht


Nein, nicht wirklich. Als Vermieter suche ich mir meine Mieter aus und wenn ich nicht an Rechte vermiete, dann ist es mein gutes Recht das zu tun. Könnte ebensogut sein, dass ich nicht an Blonde vermiete
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Skeptiker » Sa 25. Mai 2019, 17:00

McKnee hat geschrieben:(25 May 2019, 16:46)
Nein, nicht wirklich. Als Vermieter suche ich mir meine Mieter aus und wenn ich nicht an Rechte vermiete, dann ist es mein gutes Recht das zu tun. Könnte ebensogut sein, dass ich nicht an Blonde vermiete

... solange ich dem potentiellen Mieter nicht sage, dass er AUFGRUND seiner politischen Überzeugung die Wohnung nicht bekommt. So blöd müsste man natürlich ersteinmal sein.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html

In der Praxis macht das natürlich keiner und es läuft auf das hinaus was Du schreibst. Ergebnis: Ist man öffentliche Person non grata, verliert man dieses Grundrecht sehr schnell.
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Misterfritz » Sa 25. Mai 2019, 17:03

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 16:37)

Und ein Vermieter erzählt das bei der Ablehnung ? Aber prinzipiell hast Du mit dem Gesetz recht
Wer wurde als potentieller Mieter schon nach mal nach seiner politischen Einstellung gefragt? Ich habe davon noch nie gehört.
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Vongole » Sa 25. Mai 2019, 17:05

Misterfritz hat geschrieben:(25 May 2019, 17:03)

Wer wurde als potentieller Mieter schon nach mal nach seiner politischen Einstellung gefragt? Ich habe davon noch nie gehört.


Bei dem, was man als Mieter heutzutage gefragt wird, könnte auch das dabei sein.
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 25. Mai 2019, 17:06

Misterfritz hat geschrieben:(25 May 2019, 17:03)

Wer wurde als potentieller Mieter schon nach mal nach seiner politischen Einstellung gefragt? Ich habe davon noch nie gehört.

Das ist natürlich konstruiert, aber vllt. reicht ja schon das Tragen eines T-Shirts mit einer Punkband oder mit Che Guevara drauf.
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon McKnee » Sa 25. Mai 2019, 17:07

Skeptiker hat geschrieben:(25 May 2019, 17:00)

... solange ich dem potentiellen Mieter nicht sage, dass er AUFGRUND seiner politischen Überzeugung die Wohnung nicht bekommt. So blöd müsste man natürlich ersteinmal sein.

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html

In der Praxis macht das natürlich keiner und es läuft auf das hinaus was Du schreibst. Ergebnis: Ist man öffentliche Person non grata, verliert man dieses Grundrecht sehr schnell.


Das Gurndgesetz entfalten keine unmittelbare Wirkung zwischen Privatpersonen. Nur zwischen ihnen und dem Staat. Diese Privat-Privat-Beziehung muss über Gesetze geregelt werden. Es darf kein Gesetz in Kraft treten, welches diese Entscheidung ausdrücklich vorsieht. Es kann aber Gesetze geben, die es nicht ausschließen, ohen dabei gegen die Verfassung - hier den Gleichheitsgrundsatz - zu verstoßen.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Mai 2019, 17:11

Misterfritz hat geschrieben:(25 May 2019, 17:03)

Wer wurde als potentieller Mieter schon nach mal nach seiner politischen Einstellung gefragt? Ich habe davon noch nie gehört.


Du wirst lachen. Bin vor kurzem auf der Suche nach einer Wohnung gewesen da gab's Fragen die rechtlich unzulässig waren. Unter anderem ob Ich bei der AFD bin :p

Für Personen die öffentlich bekannt sind oder nzr regional kann das zu Problemen führen.
Mittlerweile versuchen Vermieter die Not auszunutzen. Ich hab mich lieber in eine Genossenschaft eingekauft
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Mai 2019, 17:12

McKnee hat geschrieben:(25 May 2019, 16:46)

Nein, nicht wirklich. Als Vermieter suche ich mir meine Mieter aus und wenn ich nicht an Rechte vermiete, dann ist es mein gutes Recht das zu tun. Könnte ebensogut sein, dass ich nicht an Blonde vermiete


Seh Ich ähnlich. Wobei es natürlich grundsätzlich nicht gerade sozial tolerant ist
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Re: Bandbreite der gesellschaftlich akzeptierten Meinungsäußerung/-freiheit

Beitragvon imp » Sa 25. Mai 2019, 17:14

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 17:11)

Du wirst lachen. Bin vor kurzem auf der Suche nach einer Wohnung gewesen da gab's Fragen die rechtlich unzulässig waren. Unter anderem ob Ich bei der AFD bin :p

Für Personen die öffentlich bekannt sind oder nzr regional kann das zu Problemen führen.
Mittlerweile versuchen Vermieter die Not auszunutzen. Ich hab mich lieber in eine Genossenschaft eingekauft


Ich habe mal dienstlich eine Wohnung versucht zu mieten. Da kommen alle möglichen Fragen vom Makler oder Privatvermieter. Institutionelle sind meist eher desinteressiert. Ich würde die Frage nicht so ernst nehmen.
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