19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Moderator: Moderatoren Forum 8

Kleinlok
Beiträge: 147
Registriert: Di 18. Jul 2017, 11:49

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Kleinlok » Di 5. Mär 2019, 14:03

Uffhausen hat geschrieben:(03 Mar 2019, 14:44)

Ja, die Politik hat hier eine nicht zu unterschätzende Aufgabe - aber sie ist nicht ALLEIN Schuld an diesen Zuständen!



Lass bitte deine Nebelkerzen zu Hause!

a) Ich habe nirgends davon gesprochen, dass die Politik ALLEIN Schuld an diesen Zuständen wäre.
Also bitte lass solche Unterstellungen.

b) Dass die Politik hier eine nicht zu unterschätzende Aufgabe hat, sollte wohl jedem klar sein.
Du musst mich nicht über die Aufgaben von Politik aufklären.
Kläre lieber die Politik über deren Pflichten auf, die selbige sträflich vernachlässigt.

Uffhausen hat geschrieben:(03 Mar 2019, 14:44)
Siehe bspw. Fußball - woher kommt denn das viele Geld, über welches der internationale Fußball verfügt? Vielleicht, bzw. wahrscheinlich hat die Politik hier ihren gewissen Anteil daran - aber es entspricht auch den Tatsachen, dass die Menschen ihr Geld gerne und bereitwillig für den Fußball liegen lassen.


Was ist das denn mit Verlaub für ein (Scheiß)Beispiel?

Fußball ist zu einer rein marktwirtschaftlich kapitalistischen Spielwiese verkommen. Das finde ich dämlich, aber das juckt mich weniger, weil Fußball entgegen der Wichtigtuerei bzw. der Reigionsabhängigkeit der Fans eben nicht von zentraler Bedeutung für die Gesellschaft ist. Das heißt für mich, dass Menschen, die ihr Geld gerne und bereitwillig für den Fußball ausgeben ihrem Privatvergnügen frönen und wenn es ihnen das wirklich wert ist, dann ist das deren Sache. Was soll sich die Gesellschaft dagegen wehren, wenn dumme Fans sich abzocken lasse?

Gab es in den letzten Jahren etwa bspw. nennenswerte Demos gegen soziale Ungerechtigkeit? NEIN! Aber es gab zuhauf öffentlichkeitswirksame Demos gegen oder für Flüchtlinge, großteils inszeniert von politischen Lagern!


Das stimme ich dir zu, der deutsche Gartenzwerg lässt sich leider viel zu oft bieder und brav nackig machen und wehrt sich nicht.
Nur gegen noch Schwächere treten, das bringt dann ein paar Weicheier auf den Plan bzw. die AfD ins Parlament.

Ich persönlich finde, du hast recht - aber die Realität ist eine andere. Die Gesellschaft möchte sich ganz offensichtlich nicht Geld von jenen holen, die tatsächlich mehr als zuviel davon haben (ansonsten würde sich das bspw. in gravierend wirtschaftlichen Veränderungen zeigen!). Entsprechend reagiert die Politik - siehe internationaler Höhenflug rechter Parteien und nationalistischer/fremdenfeindlicher Ideologie Fazit: Dass die Politik falsch re(a)giert liegt darin begründet, dass die Gesellschaft sich falsch verhält..


Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft bzw. deren Mitglieder unisono so doof sind.
Da muss ich mich selber ergänzen:

Wenn ich schreibe, dass der deutsche Gartenzwerg sich leider viel zu oft bieder und brav nackig machen lässt und sich de facto nicht dagegen wehrt, dann liegt das auch vorwiegend an einem neoliberalen Umerziehungsprogramm, wo reiche und einflussreiche Kreise die Bevölkerung so zu manipulieren suchen, dass diese sich beliebig ausbeuten und von oben für dumm verkaufen lässt.

Dann gehe doch mal zu den Menschen, die ihren Frust über soziale Ungerechtigkeiten fälschlicherweise an den Flüchtlingen ablassen und rechte Politik wählen - und sag ihnen, das Problem ließe sich bspw. auch dadurch lösen, dass man u. a. den Fußball boykottiert (weil hier zig Millionen hin und her geschoben werden, die anderorts besser aufgehoben wären), das Internet meidet (weil es abartig ist, dass z. B. ein Marc Zuckerberg zum mehrfachen Millardär geworden ist, in dem er persönliche Daten verkauft) oder dass man statt im billigen Discounter lieber im teuren Fachhandel einkaufen sollte (weil Qualität eben ihren Preis haben muss).

Weiß du, was dann passiert? Diese Leute erzählen dir dann was vom Untergang der chistlich-abendländischen Kultur, vom undemokratischen und menschenfeindlichen Islam und zählen dir explizit die Vorfälle von Flüchtlingskriminalität auf. DARIN sehen diese Menschen das POLITISCHE Problem. Soziale Ungerechtigkeit interessiert sie nicht - das Thema wird wenn schon argumentativ missbraucht, um die (u.a. die merkelsche) Flüchtlingspolitik zu negativieren. Bspw. der arme deutsche Opi, der sein Leben lang für Deutschland gearbeitet hat und nun mit einer mickrigen Rente abgespeist wird, im Gegensatz zu dem muslimischen Flüchtling, dem wesentlich mehr Geld zukommt, ohne das er was dafür getan hat oder das er was dafür tun muss.


Du verkennst die eigentlichen Ursachen:

Es wäre genug für alle da (Motto von ATTAC), aber es ist für viele viel zu wenig da, weil wenige fast alles haben wollen.

Und die korrupte Dreckspolitik arbeitet für den Egoismus dieser Wenigen, lässt sich korrumpieren, bestechen und filzen, die Medien (die in Wirklichkeit wenigen Reichen gehören) mischen da munter mit und die Wirtschaft drückt viele Arbeitnehmer. Wer muckt bekommt den Job nicht oder fliegt. Im Kapitalismus, gerade der entarteten Form, die sich zusehends seit 1990 da vor unseren Augen ausbreitet, gelten Menschenrechte, Würde und Werte einen Dreck, sobald diese den Profitinteressen im Wege stehen und das ist zu inzwischen mehr als 97% der Fall. Die Politik agiert hier mit Ausnahme der Linken als Hure für dieses Profitstreben.
Uffhausen
Beiträge: 662
Registriert: Mi 14. Dez 2016, 22:33

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Uffhausen » Mi 6. Mär 2019, 00:08

Kleinlok hat geschrieben:(05 Mar 2019, 14:03)
Ich habe nirgends davon gesprochen, dass die Politik ALLEIN Schuld an diesen Zuständen wäre.
Also bitte lass solche Unterstellungen.

Ich habe dir nichts unterstellt - ich habe nur auf etwas hingewiesen. Und zwar deshalb, weil du ausnahmslos gegen die Politik schimpfst.

Kläre lieber die Politik über deren Pflichten auf, die selbige sträflich vernachlässigt.

Die Aufforderung gebe ich dir postwendend zurück - oder meinst du, es kommt bei der Politik an, wenn wir uns hier über sie unterhalten? ;)

Was soll sich die Gesellschaft dagegen wehren, wenn dumme Fans sich abzocken lasse?

Es geht um die Moral - bzw. um die Doppelmoral; wenn bspw. ein Bundeliga-Fußballer am Ende der Saison ein paar Millionen reicher ist, dann zuckt man mit den Schultern. Wenn dagegen ein Bankheini einen Millionenboni ausbezahlt bekommt, dann echauffiert man sich bis zum geht nicht mehr und urplötzlich fällt einem ein, dass es ja auch noch Menschen gibt, die arm sind und das Geld eher brauchen können. U.a. die Finanzbrache ist diesem Vergleich immerwährend ausgesetzt - warum nicht auch der Fußball?

Ich persönlich finde beides ungerecht. Egal ob Balltreter oder Bankfuzzi; deren Arbeitsleistung ist jeweils garantiert KEINE Millionen wert!

Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft bzw. deren Mitglieder unisono so doof sind.
Da muss ich mich selber ergänzen:

Wenn ich schreibe, dass der deutsche Gartenzwerg sich leider viel zu oft bieder und brav nackig machen lässt und sich de facto nicht dagegen wehrt, dann liegt das auch vorwiegend an einem neoliberalen Umerziehungsprogramm, wo reiche und einflussreiche Kreise die Bevölkerung so zu manipulieren suchen, dass diese sich beliebig ausbeuten und von oben für dumm verkaufen lässt.

Heißt also im Klartext, dass du doch findest, die Gesellschaft sei doof - schließlich unterstellst du ihr, dass sie auf Manipulation von oben hereinfällt... :s

Du verkennst die eigentlichen Ursachen

Nein, ganz bestimmt nicht. Ich war jahrelang Betriebsrat. Und in dieser Zeit habe allzugut lernen können, dass es viele Probleme gibt, viele Ursachen dafür und viele Lösungen dagegen. Nur: Die Lösungen will kaum jemand bis niemand ausführen, weil es VERANTWORTUNGSBEWUSSTSEIN bedingt!

Ich arbeite in der Altenpflege und als Betriebsrat in meiner Einrichtung kam man häufig auf mich zu und beklagte sich u. a. über die sich häufenden Überstunden - die Lösung dafür ist ganz einfach: Einfach keine Überstunden mehr machen! Im Arbeitsvertrag ist der jeweilige Arbeitsumfang jedes Einzelnen festgelegt, von Arbeitsnehmer und -geber unterschrieben und somit verbindlich und von beiden Seiten auch so einzuhalten! Ohne wenn und aber! "Ich kann doch nicht einfach NEIN sagen!"/"Ich will keinen Ärger bekommen!"/"Dann bin ich doch bei den Kollegen unten durch!" solchen und ähnlichen blühenden Blödsinn bekommst du dann zu hören; strikte Lösungsverweigerung! Und dabei habe ich lediglich das einfachste und logischste gefordert - bzw. vorgeschlagen. Simple Einhaltung von Arbeitsverträgen! Ganz offenbar ein Ding der absoluten Unmöglichkeit.
Wenn das ALLE Beschäftigten in der Pflege tun würden, hätte das bestimmt zur Folge, dass das Sozialsystem in Deutschland in Teilenoder komplett einstürzt - ist aber gar nicht schlimm, sondern sehr positiv - es würde nämlich die Politik ZWINGEN, sofortige Massnahmen zu ergreifen; unbürokratisch und ohne Parteigeplänkel. Aber da wir ja so weitermachen WOLLEN wie gehabt, weil wir uns vor Verantwortung (für sich selbst und füreinander) fürchten, kommt eben so ein politischer Dünnpfiff wie der vom Spahn raus, der 13000 Pflegefachkraft-Stellen finanzieren will, aber sich erst hinterher darüber Gedanken macht, wo er diese 13000 zusätzlichen Fachkräfte überhaupt herbekommen soll. In Deutschland findet er sie definitiv nicht. Der arme Mann - hätte ein Problem weniger, hätte er VORHER mal sein Hirn angestrengt! :rolleyes:

Und jetzt übertrage die Problematik in der Pflege mal auf die Gesamtgesellschaft und frage dich noch mal, WARUM unsere Politiker mit uns gemeinem Volk so leichtes Spiel haben, bzw. warum der Eindruck besteht, die Politik regiere zunehmend am tatsächlichen Bürgerwillen vorbei.

WIR ALLE MÜSSEN die Politik soweit kriegen, dass sie schnell und angemessen re(a)agiert; dass die die Ursachen der Probleme bekämpft. Wenn wir alle aber weiterhin nach dem Motto leben "Aber das geht doch nicht!" oder "Wie stehe ich dann da?" oder "Mir doch scheißegal, betrifft mich nicht persönlich!", dann brauchen wir uns auch nicht hinterher (!) darüber beschweren, dass die Politik an uns vorbeiregiert, sich von Wirtschaft und Industrie korrumpieren lässt oder nur noch Parteiinteressen als wichtig erachtet. ES REICHT NICHT, alle paar Jahre ein paar Kreuzchen zu machen! Wir müssen auch zwischen den Wahlen immerwährend VERANTWORTUNG übernehmen!
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Kleinlok
Beiträge: 147
Registriert: Di 18. Jul 2017, 11:49

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Kleinlok » Mi 13. Mär 2019, 16:29

Während Armut und damit auch Übervorteilung der Armen wachsen, versuchen reiche Scheißer mit ihrem vielen Geld den eigenen Sprösslingen den goldenen Löffel in die Wiege zu legen.

https://www.stern.de/wirtschaft/news/be ... ce=webpush

Die verlinkten Umstände betreffen zwar Amerika, wer aber glaubt, dass es bei uns besser wäre, dem ist nicht zu helfen.
Benutzeravatar
WildAquarius
Beiträge: 3
Registriert: Mi 13. Mär 2019, 20:56
Wohnort: Fröhnd

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon WildAquarius » Mi 13. Mär 2019, 23:05

Das Problem der Arm-Reich-Schere lässt sich in einer kapitalistischen Gesellschaft kaum politisch lösen. Hier geht es um Geld und da Geld in einem sogenannten Rechtsstaat die einzig zugelassene Waffe ist, sind die Reichen besser bewaffnet.
Dazu kommt, dass der Mensch in erster Linie egoistisch ist und dies jedenfalls ganz sicher wird sobald ihm die Umstände zu schaffen machen. Diese beiden Elemente führen dazu, dass die Schere immmer grösser wird.
Nun geht es für die Reichen nur darum die Armen möglichst so gut bei Laune zu halten, dass sie nicht zu Mitteln greifen, gegen welche auch das Geld keine Macht mehr hat. Dies ist Politik.

Mit den Erkenntnissen, dass es immer noch einen gibt dem es noch dreckiger geht kann der Gedanke geschürt werden, dass es doch gut sei.

Ich selbst zähle mich selbst auch nicht zu den sogenannt Armen. Doch das Arm sein kan auch philosophisch betrachtet werden. Auf meiner Indienreise habe ich entdeckt, dass es Bettler gab, welche reicher waren als ich ich. Nämlich reicher an Glückseligkeit. Dies ist das was den Reichen meistens fehlt. Und genau aufgrund dessen bleiben sie reich. Besitztum ist nicht nur etwas was Du besitzt, denn er besitzt auch Dich. Er ist Segen und Fluch zugleich.

Zurück zum eigentlichen Thema. Die fortschreitende Globalisierug führt dazu, dass es immer weniger, dafür immer imposantere Firmen gibt bis hin zu Monopolen. Der Prozess, der dazu führt ist der Preiszerfall für Produkte. Je reicher eine Firma ist desto besser kann sie den Preis drücken. Sei dies der Produktepreis oder sei dies der Lohn für die Mitarbeitenden. Dazu kommt dass ärmere Menschen dazu gezwungen werden billige Produkte zu kaufen, was diese Spirale weiter voran treibt.

Das wirklich schlimme an der Sache ist, dass nun immer mehr die Qualität der Produkte zu schwinden beginnt. Schleichend aber stetig. Früher waren dies Microsoft, welche ein Betriebssystem im Markt testen liessen. Die Autohersteller werden zu immensen Busse verdonnert wenn sie die Qualität nicht einhalten, Elektronik- und Software- Hersteller hingegen lässt man walten. Und diesem Gebilde sagt man dann Rechtsstaat :x

Doch immer ergeben sich ja Schuldige:
Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg und führen zum Lohndumping. Ein typisches Beispiel aus der rechten Ecke. Doch weit gefehlt aber sehr einfach zu erklären. Eine Alternative sehe ich hier keine :)
Die Autos produzieren soviel Dreck, dass uns der Atem vergeht. Ein weiterer Irrsinn welcher uns von den Reichen eingetrichtert wird. Uns wieso? Weil es von den eigentlichen Problemen ablenkt.
Ich bin zwar nicht der Meinung dass die Autos das Urproblem sind, doch erstaunt es dann wiederum wieso, wenn dies doch in der Politik und der Gesellschaft der vorherrschende Gedanke ist, wieso geschieht dann nichts wirklich?
Könnte es eventuell sein, dass da Geld im Speil ist?
Benutzeravatar
Kael
Beiträge: 1573
Registriert: Mo 24. Dez 2012, 17:59

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Kael » Mo 25. Mär 2019, 05:14

Grundrente ist keine Lösung
Förderung von Alleinerziehenden ist keine Lösung
Erhöhung anzurechnenden Zusatzverdienstes ist keine Lösung.
Staatliche Mietpreisbremse ist keine Lösung
Berufsausbildungen honorieren ist auch keine Lösung.

Was man benötigt sind Unternehmer die Arbeitsplätze schaffen und dafür ein vernünftiges Gehalt zahlen.
Kleinlok
Beiträge: 147
Registriert: Di 18. Jul 2017, 11:49

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Kleinlok » So 31. Mär 2019, 19:07

Kael hat geschrieben:(25 Mar 2019, 05:14)

Grundrente ist keine Lösung
Förderung von Alleinerziehenden ist keine Lösung
Erhöhung anzurechnenden Zusatzverdienstes ist keine Lösung.
Staatliche Mietpreisbremse ist keine Lösung
Berufsausbildungen honorieren ist auch keine Lösung.

Was man benötigt sind Unternehmer die Arbeitsplätze schaffen und dafür ein vernünftiges Gehalt zahlen.


Richtig, Ein stinkender Fisch wird nicht dadurch besser, wenn er in Parfüm gebadet wird. ;)
Alpha Centauri
Beiträge: 4903
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 10:49

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 5. Apr 2019, 11:17

Kleinlok hat geschrieben:(05 Mar 2019, 14:03)

Lass bitte deine Nebelkerzen zu Hause!

a) Ich habe nirgends davon gesprochen, dass die Politik ALLEIN Schuld an diesen Zuständen wäre.
Also bitte lass solche Unterstellungen.

b) Dass die Politik hier eine nicht zu unterschätzende Aufgabe hat, sollte wohl jedem klar sein.
Du musst mich nicht über die Aufgaben von Politik aufklären.
Kläre lieber die Politik über deren Pflichten auf, die selbige sträflich vernachlässigt.



Was ist das denn mit Verlaub für ein (Scheiß)Beispiel?

Fußball ist zu einer rein marktwirtschaftlich kapitalistischen Spielwiese verkommen. Das finde ich dämlich, aber das juckt mich weniger, weil Fußball entgegen der Wichtigtuerei bzw. der Reigionsabhängigkeit der Fans eben nicht von zentraler Bedeutung für die Gesellschaft ist. Das heißt für mich, dass Menschen, die ihr Geld gerne und bereitwillig für den Fußball ausgeben ihrem Privatvergnügen frönen und wenn es ihnen das wirklich wert ist, dann ist das deren Sache. Was soll sich die Gesellschaft dagegen wehren, wenn dumme Fans sich abzocken lasse?



Das stimme ich dir zu, der deutsche Gartenzwerg lässt sich leider viel zu oft bieder und brav nackig machen und wehrt sich nicht.
Nur gegen noch Schwächere treten, das bringt dann ein paar Weicheier auf den Plan bzw. die AfD ins Parlament.



Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft bzw. deren Mitglieder unisono so doof sind.
Da muss ich mich selber ergänzen:

Wenn ich schreibe, dass der deutsche Gartenzwerg sich leider viel zu oft bieder und brav nackig machen lässt und sich de facto nicht dagegen wehrt, dann liegt das auch vorwiegend an einem neoliberalen Umerziehungsprogramm, wo reiche und einflussreiche Kreise die Bevölkerung so zu manipulieren suchen, dass diese sich beliebig ausbeuten und von oben für dumm verkaufen lässt.



Du verkennst die eigentlichen Ursachen:

Es wäre genug für alle da (Motto von ATTAC), aber es ist für viele viel zu wenig da, weil wenige fast alles haben wollen.

Und die korrupte Dreckspolitik arbeitet für den Egoismus dieser Wenigen, lässt sich korrumpieren, bestechen und filzen, die Medien (die in Wirklichkeit wenigen Reichen gehören) mischen da munter mit und die Wirtschaft drückt viele Arbeitnehmer. Wer muckt bekommt den Job nicht oder fliegt. Im Kapitalismus, gerade der entarteten Form, die sich zusehends seit 1990 da vor unseren Augen ausbreitet, gelten Menschenrechte, Würde und Werte einen Dreck, sobald diese den Profitinteressen im Wege stehen und das ist zu inzwischen mehr als 97% der Fall. Die Politik agiert hier mit Ausnahme der Linken als Hure für dieses Profitstreben.


Das Problem ist nicht die Geldmenge sondern dessen Verteilung erst recht global betrachtet( 1% der Weltbevölkerung besitzen über 50% des globalen Vermögens) eine Art moderner Feudalismus im 21 Jahrhundert.
Kleinlok
Beiträge: 147
Registriert: Di 18. Jul 2017, 11:49

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Kleinlok » Fr 5. Apr 2019, 15:03

Alpha Centauri hat geschrieben:(05 Apr 2019, 11:17)

Das Problem ist nicht die Geldmenge sondern dessen Verteilung erst recht global betrachtet( 1% der Weltbevölkerung besitzen über 50% des globalen Vermögens) eine Art moderner Feudalismus im 21 Jahrhundert.


Richtig, das ist das zentrale Problem.
Alpha Centauri
Beiträge: 4903
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 10:49

Re: 19% der Bevölkerung (oder 15,5 Millionen) sind arm ... und andere wissenschaftliche Erkenntnisse

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 6. Apr 2019, 11:14

Dass müsste mal an gegangen werden doch Politiker werden da ihrer Verantwortung nicht gerecht

Zurück zu „8. Gesellschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast