Linke Argumentation/Agitation

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Skeptiker
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Skeptiker » Do 21. Mär 2019, 21:13

Ich habe heute erlebt wie man schnell mal Leute für eine Demo für ein Thema einfängt und es dann während der Demo zu einer anderen Aussage verfälscht.

Wir wurden bei der Arbeit schon mit Flugblättern begrüßt, die ankündigten, dass man in der Mittagszeit eine Demo gegen Rassismus abhalten wolle. Thema: "Für Respekt, Solidarität und Demokratie - statt Ausgrenzung und Rassismus"
In der Beschreibung liest man folgendes:
In Deutschland und Europa hat es in den letzten Jahren bedenkliche Entwicklungen in der Gesellschaft gegeben, die sich durch verstärkte Fremdenfeindlichkeit, Hetze gegen Andersdenkende und Übergriffe gegen Menschen mit anderer Hautfarbe oder Gesinnung gezeigt haben.

Gegen diese Entwicklung möchten sich immer mehr Menschen wenden.

Auch in unserem Betrieb arbeiten seit Jahrzehnten Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Sprache, Religion und Kultur erfolgreich zusammen. Der Betrieb macht uns alle zu Kolleginnen und Kollegen. Im Betrieb haben wir gelernt: Rassismus und Spaltung schaden uns allen.

Der Betriebsrat ruft gemeinsam mit der Standortleitung dazu auf, entschieden allen menschenfeindlichen, rassistischen und anti-demokratischen Umtrieben entgegen zu treten.


Klar, da will man ja nicht so sein. Zwar habe ich keine Erfahrung mit Rassismus in unserer Firma, aber sollte es das geben, dann kann man die 15min gerne opfern sich dagegen aufzustellen.

Soweit so gut, wir stehen also da, und dann wird ein großes Banner entrollt mit den Umrissen einer flüchtenden Familie mit Koffern und dem Satz "Humans Welcome". Dann wurden auch schon Fotos der "demonstrierenden" Menschengruppe gemacht und das wars.

Äh, sorry, aber das war was anderes. Eine Zustimmung zur Flüchtlingspolitik ist nicht GLEICHBEDEUTEND mit Anti-Rassismus. Im Flyer ist nicht ein einziges Wort der Bezugnahme auf Flüchtlingspolitik wiederzufinden, obwohl natürlich auch zu ahnen war - das sehen wir ja auch im Forum immer wieder - das bestimmte Leute das nicht auseinanderdividiert bekommen.

Nun, das war dann also meine letzte Demo gegen Rassismus und für Toleranz. In meinen Augen hat diese Vorgehensweise auch sämtliche ähnlich gelagerte Kundgebungen entwertet, zumindest, wenn sie nach gleichem Muster abliefen.

Ist das eigentlich ein typisch "linkes" Beispiel für Manipulation und Übergriffigkeit, oder gibt es soetwas im rechten Spektrum ebenfalls?
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Bielefeld09
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Bielefeld09 » Do 21. Mär 2019, 22:30

Skeptiker hat geschrieben:(21 Mar 2019, 21:13)

Ich habe heute erlebt wie man schnell mal Leute für eine Demo für ein Thema einfängt und es dann während der Demo zu einer anderen Aussage verfälscht.

Wir wurden bei der Arbeit schon mit Flugblättern begrüßt, die ankündigten, dass man in der Mittagszeit eine Demo gegen Rassismus abhalten wolle. Thema: "Für Respekt, Solidarität und Demokratie - statt Ausgrenzung und Rassismus"
In der Beschreibung liest man folgendes:


Klar, da will man ja nicht so sein. Zwar habe ich keine Erfahrung mit Rassismus in unserer Firma, aber sollte es das geben, dann kann man die 15min gerne opfern sich dagegen aufzustellen.

Soweit so gut, wir stehen also da, und dann wird ein großes Banner entrollt mit den Umrissen einer flüchtenden Familie mit Koffern und dem Satz "Humans Welcome". Dann wurden auch schon Fotos der "demonstrierenden" Menschengruppe gemacht und das wars.

Äh, sorry, aber das war was anderes. Eine Zustimmung zur Flüchtlingspolitik ist nicht GLEICHBEDEUTEND mit Anti-Rassismus. Im Flyer ist nicht ein einziges Wort der Bezugnahme auf Flüchtlingspolitik wiederzufinden, obwohl natürlich auch zu ahnen war - das sehen wir ja auch im Forum immer wieder - das bestimmte Leute das nicht auseinanderdividiert bekommen.

Nun, das war dann also meine letzte Demo gegen Rassismus und für Toleranz. In meinen Augen hat diese Vorgehensweise auch sämtliche ähnlich gelagerte Kundgebungen entwertet, zumindest, wenn sie nach gleichem Muster abliefen.

Ist das eigentlich ein typisch "linkes" Beispiel für Manipulation und Übergriffigkeit, oder gibt es soetwas im rechten Spektrum ebenfalls?

Drehen wir das doch mal im Ganzen um.
Die Flüchtlinge sind 2015 angekommen und nun sucht ein Land nach Lösungen.
Mittlerweile sind über eine Million Flüchtlinge in Arbeit.
Kann es nicht sein,
das Sie ein Problem haben?
Mag sein und welche rassistischen Probleme hätten sie gerne?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon space » Mi 27. Mär 2019, 12:40

Immer wieder amüsant, wenn Leute meinen, völlig originell und natürlich verallgemeinernd irgendwelche exklusiv Linken Argumentationsmuster zu entlarven, es sich aber hauptsächlich um eigene Projektionen selbiger handelt und letztlich nur der Selbstvergewisserung dient.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Wolverine » Mi 27. Mär 2019, 13:05

space hat geschrieben:(27 Mar 2019, 12:40)

Immer wieder amüsant, wenn Leute meinen, völlig originell und natürlich verallgemeinernd irgendwelche exklusiv Linken Argumentationsmuster zu entlarven, es sich aber hauptsächlich um eigene Projektionen selbiger handelt und letztlich nur der Selbstvergewisserung dient.


Der Eingangsbeitrag ist gut aber die dort aufgeführten Techniken sind auf alle politische Strömungen anwendbar. Das ist nicht typisch links. Hier bezeichnen sich Leute als mittig und sind so links, dass sie an der rechten Ecke wieder rauskommen. Allerdings kann man den Titel so lassen, denn er entlarvt auch linke Argumentation. Linke Argumentation richtet sich gegen alles, was wirtschaftlich sinnvoll ist, gegen alles nationale (was auch falsch ist, hat aber mit der Identität zu tun) gegen alles was Freude macht, gegen alles was den Menschen im Fokus hat und nicht das Kollektiv, gegen alles kapitalistische usw...… Letztendlich ist das was es dann wirklich abstoßend macht die gnadenlose Überzeugung alles richtig zu machen und alle Kritiker in den Dreck zu werfen und als Nazi zu bezeichnen. Linke vergessen immer wieder gerne, dass auch ihre Vorstellungen von "Gerechtigkeit" einige Mio. Tote zur Folge hatten und in der Art von Regierungsform dem System der Nazis nicht unähnlich war, vgl. Inhaftierung kritischer Journalisten, Unterdrückung, Wegnahme von Privilegien bei erwiesener Untreue dem Staat gegenüber ……. man könnte so vieles aufzählen, was kritikwürdig wäre, aber dafür ist hier kein Platz. Mich stört am allermeisten die Rechthaberei bestimmter linker Agitatoren hier im Forum, die sich vor allem in der Hilflosigkeit ausdrückt, wenn man bei Argumentationsarmut den anderen einfach als Nazi bezeichnet, um lästigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Das dokumentiert lediglich die eigene Hilflosigkeit, nicht die der anderen.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon space » Mi 27. Mär 2019, 13:20

Wolverine hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:05)

Der Eingangsbeitrag ist gut aber die dort aufgeführten Techniken sind auf alle politische Strömungen anwendbar. Das ist nicht typisch links. Hier bezeichnen sich Leute als mittig und sind so links, dass sie an der rechten Ecke wieder rauskommen. Allerdings kann man den Titel so lassen, denn er entlarvt auch linke Argumentation. Linke Argumentation richtet sich gegen alles, was wirtschaftlich sinnvoll ist, gegen alles nationale (was auch falsch ist, hat aber mit der Identität zu tun) gegen alles was Freude macht, gegen alles was den Menschen im Fokus hat und nicht das Kollektiv, gegen alles kapitalistische usw...… Letztendlich ist das was es dann wirklich abstoßend macht die gnadenlose Überzeugung alles richtig zu machen und alle Kritiker in den Dreck zu werfen und als Nazi zu bezeichnen. Linke vergessen immer wieder gerne, dass auch ihre Vorstellungen von "Gerechtigkeit" einige Mio. Tote zur Folge hatten und in der Art von Regierungsform dem System der Nazis nicht unähnlich war, vgl. Inhaftierung kritischer Journalisten, Unterdrückung, Wegnahme von Privilegien bei erwiesener Untreue dem Staat gegenüber ……. man könnte so vieles aufzählen, was kritikwürdig wäre, aber dafür ist hier kein Platz. Mich stört am allermeisten die Rechthaberei bestimmter linker Agitatoren hier im Forum, die sich vor allem in der Hilflosigkeit ausdrückt, wenn man bei Argumentationsarmut den anderen einfach als Nazi bezeichnet, um lästigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Das dokumentiert lediglich die eigene Hilflosigkeit, nicht die der anderen.


ich kenn dieses Forum noch nicht gut, aber es ist auf den ersten Blick weniger hegemoniell rechts als andere, die sich Politikforum und -foren schimpfen. Meiner Erfahrung nach sind viele, die sich als mittig, neutral, vernünftig usw bezeichnen so rechts, dass garantiert nicht links wieder rauskommen und so überzeugt von ihren lachhaft simplen Positionen, dass sie mangelnde Argumente mit gewinnendem Zynismus oder peinlich bemühter Ironie wettmachen. Ansonsten richten sich rechte (und bei der Definition bin ich wie alle Linken natürlich sehr großzügig) Argumentationen gegen alles was gut und richtig ist. Und 'Nazi' als Totschlagargument zu monieren und gleichzeitig "Linke [..] Vorstellungen von Gerechtigkeit" als Stalinismus zu bezeichnen, ist so wunderschön vielsagend.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Wolverine » Mi 27. Mär 2019, 13:29

space hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:20)

ich kenn dieses Forum noch nicht gut, aber es ist auf den ersten Blick weniger hegemoniell rechts als andere, die sich Politikforum und -foren schimpfen. Meiner Erfahrung nach sind viele, die sich als mittig, neutral, vernünftig usw bezeichnen so rechts, dass garantiert nicht links wieder rauskommen und so überzeugt von ihren lachhaft simplen Positionen, dass sie mangelnde Argumente mit gewinnendem Zynismus oder peinlich bemühter Ironie wettmachen. Ansonsten richten sich rechte (und bei der Definition bin ich wie alle Linken natürlich sehr großzügig) Argumentationen gegen alles was gut und richtig ist. Und 'Nazi' als Totschlagargument zu monieren und gleichzeitig "Linke [..] Vorstellungen von Gerechtigkeit" als Stalinismus zu bezeichnen, ist so wunderschön vielsagend.


Nun, alles Nazi, außer Mama...……..benutzen in diesem Forum die Vertreter der linken Ideologien. Das dokumentiert aber ihre eigene Hilflosigkeit. Wer sachlicher Argumentation mit dieser Floskel ausweicht, der entlarvt sich selbst als unfähig. Nicht jeder Kritiker der Flüchtlingspolitik ist ein Nazi. So einfach machen es sich aber einige Linke und dokumentieren damit lediglich die eigene Hilflosigkeit. Nicht alle Flüchtlinge sind höflich und lieb. Darunter gibt es Mörder, Vergewaltiger, Räuber und alles andere im menschlichen Spektrum auch. Wer aber alle Flüchtlinge als ein göttliches Geschenk verkaufen will, der sollte mal einen Arzt aufsuchen.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon space » Mi 27. Mär 2019, 13:34

Wolverine hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:29)

Nun, alles Nazi, außer Mama...……..benutzen in diesem Forum die Vertreter der linken Ideologien. Das dokumentiert aber ihre eigene Hilflosigkeit. Wer sachlicher Argumentation mit dieser Floskel ausweicht, der entlarvt sich selbst als unfähig. Nicht jeder Kritiker der Flüchtlingspolitik ist ein Nazi. So einfach machen es sich aber einige Linke und dokumentieren damit lediglich die eigene Hilflosigkeit. Nicht alle Flüchtlinge sind höflich und lieb. Darunter gibt es Mörder, Vergewaltiger, Räuber und alles andere im menschlichen Spektrum auch. Wer aber alle Flüchtlinge als ein göttliches Geschenk verkaufen will, der sollte mal einen Arzt aufsuchen.


Und nicht jeder Kritiker der Flüchtlingspolitik ist kein Nazi. Anderen affektiv vorzuwerfen, sie würden einen selbst als Nazi bezeichnen, macht das auch nicht unbedingt wahrer und spricht im besten Fall nur für eigene Schwierigkeiten rechts nicht mit Nazi gleichzusetzen, aber dafür kann ich ja zum Beispiel nichts.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Wolverine » Mi 27. Mär 2019, 13:40

space hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:34)

Und nicht jeder Kritiker der Flüchtlingspolitik ist kein Nazi. Anderen affektiv vorzuwerfen, sie würden einen selbst als Nazi bezeichnen, macht das auch nicht unbedingt wahrer und spricht im besten Fall nur für eigene Schwierigkeiten rechts nicht mit Nazi gleichzusetzen, aber dafür kann ich ja zum Beispiel nichts.


Ich bin automatisch rechts bei den linken hier, aber mich interessiert das nicht. Es wurde schon behauptet, dass ich aktiv Werbung für die AfD machen würde. Da verlangte ich einen Nachweis und Ruhe war. Mehr braucht es nicht. Man muss die linken Genossen festnageln, dann entlarvt man sie. Ich habe keine Schwierigkeiten. Ich habe klare Vorstellungen von politischen und gesellschaftlichen Sachverhalten und die äußere ich auch. Und dann kommt es. Eigene Meinung ist bei linken hier nicht erwünscht. Wer nicht mit dem Mainstream läuft ist automatisch Nazi. Das ist billig und hilflos.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon space » Mi 27. Mär 2019, 13:50

Wolverine hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:40)

Ich bin automatisch rechts bei den linken hier, aber mich interessiert das nicht. Es wurde schon behauptet, dass ich aktiv Werbung für die AfD machen würde. Da verlangte ich einen Nachweis und Ruhe war. Mehr braucht es nicht. Man muss die linken Genossen festnageln, dann entlarvt man sie. Ich habe keine Schwierigkeiten. Ich habe klare Vorstellungen von politischen und gesellschaftlichen Sachverhalten und die äußere ich auch. Und dann kommt es. Eigene Meinung ist bei linken hier nicht erwünscht. Wer nicht mit dem Mainstream läuft ist automatisch Nazi. Das ist billig und hilflos.


Wie gesagt, zu den persönlichen Befindlichkeiten der User hier kann ich noch nicht viel sagen. Im Internet haben grundsätzlich (fast) alle ein dünnes Fell - soviel ist mir bekannt.
Gleichzeitig ist mir jemand lieber der zu seinen politischen Überzeugungen steht als so herumzulavieren. Wenn jemand z.B eine rechte Meinung vertritt, werde ich das mitunter auch so nennen.
Meiner Erfahrung nach haben viele größte Probleme damit, Meinungen als solche zu sehen und nicht zu verallgemeinern. Wenn jemand eine Meinung vertritt, die einem Argumentationsmuster folgt, das am äußersten rechten Rand angesiedelt ist, bedeutet das nicht automatisch, dass diese Person ein gefestigtes Weltbild in diese Richtung hat, gleichzeitig ist es häufig unmöglich, diese Meinung angemessen zu kritisieren, weil dieses die anscheinend hochfragile politische Identität des Gegenübers angreift. Das führt dazu dass das, was in bestimmten Kreisen als 'Nazikeule' bezeichnet wird, häufig eher einer 'Nazikeulekeule' gleicht.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Wolverine » Mi 27. Mär 2019, 13:54

space hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:50)

Wie gesagt, zu den persönlichen Befindlichkeiten der User hier kann ich noch nicht viel sagen. Im Internet haben grundsätzlich (fast) alle ein dünnes Fell - soviel ist mir bekannt.
Gleichzeitig ist mir jemand lieber der zu seinen politischen Überzeugungen steht als so herumzulavieren. Wenn jemand z.B eine rechte Meinung vertritt, werde ich das mitunter auch so nennen.
Meiner Erfahrung nach haben viele größte Probleme damit, Meinungen als solche zu sehen und nicht zu verallgemeinern. Wenn jemand eine Meinung vertritt, die einem Argumentationsmuster folgt, das am äußersten rechten Rand angesiedelt ist, bedeutet das nicht automatisch, dass diese Person ein gefestigtes Weltbild in diese Richtung hat, gleichzeitig ist es häufig unmöglich, diese Meinung angemessen zu kritisieren, weil dieses die anscheinend hochfragile politische Identität des Gegenübers angreift. Das führt dazu dass das, was in bestimmten Kreisen als 'Nazikeule' bezeichnet wird, häufig eher einer 'Nazikeulekeule' gleicht.


Nun, ich stehe zu meinen Äußerungen und ich ändere meine Ansichten auch nicht. Dass ich deshalb als Nazi bezeichnet werde oder aber als AfD-Fanboy stört mich insofern nicht, da es der Gegenseite an Nachweisen dafür mangelt. Mich als Nazi oder Fanboy zu bezeichnen fällt nämlich auf diese Gruppe zurück, da sie den Nachweis nicht erbringen können. Das lässt mich ruhig bleiben. :)
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Selina » Mi 27. Mär 2019, 13:54

space hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:20)

ich kenn dieses Forum noch nicht gut, aber es ist auf den ersten Blick weniger hegemoniell rechts als andere, die sich Politikforum und -foren schimpfen. Meiner Erfahrung nach sind viele, die sich als mittig, neutral, vernünftig usw bezeichnen so rechts, dass garantiert nicht links wieder rauskommen und so überzeugt von ihren lachhaft simplen Positionen, dass sie mangelnde Argumente mit gewinnendem Zynismus oder peinlich bemühter Ironie wettmachen. Ansonsten richten sich rechte (und bei der Definition bin ich wie alle Linken natürlich sehr großzügig) Argumentationen gegen alles was gut und richtig ist. Und 'Nazi' als Totschlagargument zu monieren und gleichzeitig "Linke [..] Vorstellungen von Gerechtigkeit" als Stalinismus zu bezeichnen, ist so wunderschön vielsagend.


Genauso ist es. Da pochen paar auf das Mittig-Sein, während der braune Saft nur so rausträufelt aus dem Braten. Diese Gleichsetzung von Links und Rechts in vielen Diskussionen entpuppt sich dann meistens doch als ziemlich weit rechts stehend. Da wird die Neue Rechte so dermaßen verharmlost und verteidigt dauernd als "gar nicht so schlimm" und "demokratisch gewählt" und dergleichen mehr, dass es schon nicht mehr schön ist. Nur schön durchschaubar. Dieses "aber die anderen sagen doch auch"... kommt erfahrungsgemäß meistens von rechts. Und was das Nazi-Wort anbelangt, das wird hier gar nicht so oft benutzt. Ich sage generell nur "Nazi" zu jemandem, der auch einer ist :D
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Keoma » Mi 27. Mär 2019, 13:59

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:54)

Genauso ist es. Da pochen paar auf das Mittig-Sein, während der braune Saft nur so rausträufelt aus dem Braten. Diese Gleichsetzung von Links und Rechts in vielen Diskussionen entpuppt sich dann meistens doch als ziemlich weit rechts stehend. Da wird die Neue Rechte generell so dermaßen verharmlost und verteidigt dauernd als "gar nicht so schlimm" und "demokratisch gewählt" und dergleichen mehr, dass es schon nicht mehr schön ist. Vor allem so schön durchschaubar. Dieses "aber die anderen sagen doch auch"... kommt erfahrungsgemäß meistens von rechts.


So wie übrigens bei einigen Teilnehmern alles von rechts kommt, was nicht mit ihrer naiven Meinung entspricht.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Selina » Mi 27. Mär 2019, 14:03

Keoma hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:59)

So wie übrigens bei einigen Teilnehmern alles von rechts kommt, was nicht mit ihrer naiven Meinung entspricht.


Felix qui potuit rerum cognoscere causas. Vergil.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Keoma » Mi 27. Mär 2019, 14:04

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 14:03)

Felix qui potuit rerum cognoscere causas. Vergil.


Danke, mit dem alten Vergil hättest du aber nicht gleich kommen müssen.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Liegestuhl » Mi 27. Mär 2019, 14:06

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:54)
Da pochen paar auf das Mittig-Sein, während der braune Saft nur so rausträufelt aus dem Braten. Diese Gleichsetzung von Links und Rechts in vielen Diskussionen entpuppt sich dann meistens doch als ziemlich weit rechts stehend. Da wird die Neue Rechte so dermaßen verharmlost und verteidigt dauernd als "gar nicht so schlimm" und "demokratisch gewählt" und dergleichen mehr, dass es schon nicht mehr schön ist.


Wenn das ein Beispiel für linke Argumentation sein sollte, dann ist es gelungen.
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Wolverine » Mi 27. Mär 2019, 14:08

Liegestuhl hat geschrieben:(27 Mar 2019, 14:06)

Wenn das ein Beispiel für linke Argumentation sein sollte, dann ist es gelungen.


Du hast es auf den Punkt gebracht. Dann muss ich nicht mehr antworten. :D
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Selina » Mi 27. Mär 2019, 14:18

Liegestuhl hat geschrieben:(27 Mar 2019, 14:06)

Wenn das ein Beispiel für linke Argumentation sein sollte, dann ist es gelungen.


Ja nich? :D Aber bitte komplettes Zitat bringen in diesem Fall. So lang ist es ja nicht ;)

viewtopic.php?f=20&t=65846&p=4431980#p4431954
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Wolverine » Mi 27. Mär 2019, 14:34

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 14:18)

Ja nich? :D Aber bitte komplettes Zitat bringen in diesem Fall. So lang ist es ja nicht ;)

viewtopic.php?f=20&t=65846&p=4431980#p4431954


Glaubst Du allen Ernstes Du hättest hier einen Sieg eingefahren?
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Wolverine » Mi 27. Mär 2019, 14:39

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 13:54)

Genauso ist es. Da pochen paar auf das Mittig-Sein, während der braune Saft nur so rausträufelt aus dem Braten. Diese Gleichsetzung von Links und Rechts in vielen Diskussionen entpuppt sich dann meistens doch als ziemlich weit rechts stehend. Da wird die Neue Rechte so dermaßen verharmlost und verteidigt dauernd als "gar nicht so schlimm" und "demokratisch gewählt" und dergleichen mehr, dass es schon nicht mehr schön ist. Nur schön durchschaubar. Dieses "aber die anderen sagen doch auch"... kommt erfahrungsgemäß meistens von rechts. Und was das Nazi-Wort anbelangt, das wird hier gar nicht so oft benutzt. Ich sage generell nur "Nazi" zu jemandem, der auch einer ist :D


Problematisch bei Deiner Argumentation ist allerdings, dass Du nur von Vermutungen ausgehen kannst. In meinem Fall darf ich Dich immer noch als Lügnerin bezeichnen, da du z.B. über mich Behauptungen aufgestellt hast, die du nicht nachweisen konntest. Nur mal so am Rande als Beispiel dafür, wie sehr deine "Argumentation", dass alles mittige sich dann doch als rechts entpuppt auf tönernen Füßen steht. In meinem Fall ist es so, dass Du diese Behauptung nicht nachweisen kannst. Du kannst noch nicht mal einen einzigen Beitrag bringen, der mich als tatsächlichen Nazi entlarvt und trotzdem tust du es. Deshalb nenne ich dich eine Lügnerin. :)
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Re: Linke Argumentation/Agitation

Beitragvon Liegestuhl » Mi 27. Mär 2019, 14:58

Selina hat geschrieben:(27 Mar 2019, 14:18)

Ja nich? :D Aber bitte komplettes Zitat bringen in diesem Fall. So lang ist es ja nicht ;)


Ich habe exakt das zitiert, was ich als exemplarisch linke Argumentation ansehe.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.

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