Soll man wirklich Kinder kriegen?

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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Fuerst_48 » Di 4. Okt 2016, 10:13

Umetarek hat geschrieben:(28 Sep 2016, 20:08)

Ab und an bin ich deiner Meinung, allerdings ist mir die Gemeinschaft in diesem Fall erstmal egal, aus was für Gründen soll man Kinder sonst bekommen? Leichtsinn und Egoismus! :thumbup:

Ein Hoch auf Leichtsinn und Egoismus! :)

Als junger Mensch ist man zumeist euphorisch und blickt mit Optimismus in die Zukunft. Das sind Kinder etwas, das zur Beziehung (EHE) dazugehört. Je älter man wird, desto eher stellen sich Fragen ein, in welche Zukunft gehen wir, das Problembewußtsein wird anders, negative Gedanken kommen hinzu.
Stichwort : Ich möchte nicht mehr 20 oder 25 sein...
Die Sicht auf die Welt ändert sich einfach.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Umetarek » Di 4. Okt 2016, 15:54

Fuerst_48 hat geschrieben:(04 Oct 2016, 10:13)

Als junger Mensch ist man zumeist euphorisch und blickt mit Optimismus in die Zukunft. Das sind Kinder etwas, das zur Beziehung (EHE) dazugehört. Je älter man wird, desto eher stellen sich Fragen ein, in welche Zukunft gehen wir, das Problembewußtsein wird anders, negative Gedanken kommen hinzu.
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:D Bei mir wars andersrum...

Eigentlich wollte ich keine Kinder in diese Welt setzen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aber ich glaube, sie sind ganz zufrieden damit, dass sie auf der Welt sind!
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Fuerst_48 » Di 4. Okt 2016, 16:03

Umetarek hat geschrieben:(04 Oct 2016, 15:54)

:D Bei mir wars andersrum...

Eigentlich wollte ich keine Kinder in diese Welt setzen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aber ich glaube, sie sind ganz zufrieden damit, dass sie auf der Welt sind!

Klar, mein Beispiel war verallgemeinert. Und wenn du es sagst, wird es seine Gründe haben. Ohne Kinder kann man sich das Dasein kaum vorstellen.
Gut, dass es so ist.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Provokateur » Di 4. Okt 2016, 18:34

Ich stelle mir manchmal die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, Kinder mit Personen zu zeugen, mit denen man eindeutig nicht zusammen sein will.

Damit erspart man den Kindern das Trauma einer Trennung. Man kann sich mit jemandem zusammentun, dessen Anlagen und Wertvorstellungen bestens zu den eigenen passen, ohne sich irgendwann genervt von der Person abzuwenden. Und: Es wäre alles geklärt. Man leistet seinen Anteil zum Fortbestand der Rentenkassen und Erwerbstätigkeit in Europa, ohne sich emotional an die Mutter/den Vater des eigenen Nachwuchses zu binden.

Man müsste nicht einmal Sex haben dafür, so weit ist die Medizin ja. Ein Japaner hat das in Thailand schon vorgemacht...unter zweifelhaften Vorzeichen und übertrieben, aber die Idee an sich gefällt.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 07884.html
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Zahnderschreit » Fr 7. Okt 2016, 10:28

Die ganzen Bemerkungen zu Karl Nutzlos, Kindergeld und Ausbildung, deutschen Paaren, Ausländern und Flüchtlingen haben mit der Eingangsfrage eigentlich überhaupt nichts zu tun.

Auf einer der vorderen Seiten habe ich folgendes gesehen:
becksham hat geschrieben:(26 Jul 2016, 14:35)
Ich habe allerdings auch noch nie Menschen getroffen, die der Meinung sind, sie seien lieber nicht geboren worden. Das gibt es sicherlich, das würde ich aber eher als Krankheitsbild bei Depressionen o. Ä. ansehen.

Ich weiß nicht, ob ich solche Menschen in meinem persönlichen Umfeld kenne. Es kann aber auch sein, dass derjenige das auch einfach für sich behält. Wenn ich meinen Eltern sagen würde, dass ich am liebsten nie geboren worden wäre, würde sie das vermutlich ziemlich unglücklich machen. Gewonnen habe ich dadurch nichts, und ändern kann ich es auch nicht. [Bevor wieder irgendwer antwortet, ohne nachzudenken: Nein, Selbstmord macht einen nicht ungeboren.]
... Das Allerbeste ist für dich gänzlich unerreichbar: nicht geboren zu sein, nicht zu sein, nichts zu sein. (Klick) ...
Für mich ist das DER entscheidende Punkt, warum ich keine Kinder haben möchte, da ich (aus meiner Sicht) völlig fahrlässig meinem Kind ebenso ein ungewolltes Leben zumuten könnte. Und da das nichtgeborene Kind auch nicht sagen kann, dass es lieber geboren worden wäre, ist für mich die logische Schlussfolgerung: Für jeden wäre es besser, nie geboren zu werden. Ganz ohne Depression. Sterben tut es sowieso.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Alana4 » Fr 7. Okt 2016, 10:41

Zahnderschreit hat geschrieben:...... ist für mich die logische Schlussfolgerung: Für jeden wäre es besser, nie geboren zu werden. Ganz ohne Depression. Sterben tut es sowieso.


Das ist weitab davon, eine "logische Schlussfolgerung" zu sein. Es ist schlicht wirr.

Du meinst also ernsthaft, für JEDEN wäre es besser, nicht geboren werden? Gehst du vielleicht noch weiter und behauptest, es wäre für jeden besser, nicht geboren worden zu sein? Bloß, weil du vielleicht keine Freude am Leben hast, nimmst du an, jeder Lebende habe Depressionen?
Zuletzt geändert von Alana4 am Fr 7. Okt 2016, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon epona » Fr 7. Okt 2016, 10:49

Alana4 hat geschrieben:(07 Oct 2016, 10:41)

Das ist weitab davon, eine "logische Schlussfolgerung" zu sein. Es ist schlich wirr.

Du meinst also ernsthaft, für JEDEN wäre es besser, nicht geboren werden? Gehst du vielleicht noch weiter und behauptest, es wäre für jeden besser, nicht geboren worden zu sein? Bloß, weil du vielleicht keine Freude am Leben hast, nimmst du an, jeder Lebende habe Depressionen?


Nun, die steigende Anzahl der vernachlässigten, misshandelten Kinder in Deutschland werden sicher nicht viel Freude an ihrem teilweise extrem kurzen Leben (gehabt) haben.

Meine Schlussfolgerung lautet noch immer, sehr gut über Kinderwunsch und Konsequenzen nachdenken. Insbesondere Verantwortung erkennen und übernehmen.
Wer tatsächlich der Ansicht ist "Ich entscheide", die Gesellschaft muss zahlen, soll dankbar sein, der/die haben nicht ausreichend nachgedacht.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Alana4 » Fr 7. Okt 2016, 11:30

epona hat geschrieben:(07 Oct 2016, 10:49)

Nun, die steigende Anzahl der vernachlässigten, misshandelten Kinder in Deutschland werden sicher nicht viel Freude an ihrem teilweise extrem kurzen Leben (gehabt) haben.

Ja, solche Ausnahmen gibt es. Aber um ein Vielfaches weniger als noch vor wenigen Jahrzehnten, als "Dresche" zum Erziehungsalltag gehörte. Und noch früher sind Kinder noch sehr viel unsanfter behandelt worden. Die Mehrheit der Kinder heute erlebt kein Leid- im Gegenteil, es ging Kindern kaum je so gut wie heute und hier.
Und weil einige Kinder (hier) in schlechten Verhältnissen leben, unfähige Eltern haben........sollen nun besser alle auf Kinder verzichten?


Meine Schlussfolgerung lautet noch immer, sehr gut über Kinderwunsch und Konsequenzen nachdenken.

Super Vorschlag! Was meinst du? Die meisten Eltern denken eher NICHT nach?

Insbesondere Verantwortung erkennen und übernehmen.

Ach- und das tun die meisten nicht, oder wie?

Wer tatsächlich der Ansicht ist "Ich entscheide", die Gesellschaft muss zahlen,......

was soll das heißen? alle, die Kinder haben, bewegen sich in dem gleichen Raum- hierzulande. Auch du dürftest für deine Kinder Kindergeld kassiert haben.
Was unterscheidet dich also von anderen? Ich "kassiere" selbstverständlich auch Kindergeld, bzw. profitiere vom Kinderfreibetrag. Und? Heißt das nun, der Staat finanziert meine Kinder? Nun, die deinen hat er schließlich auch finanziert.

.....der/die haben nicht ausreichend nachgedacht

Ach so....Woher hast du denn eigentlich deine Erkenntnisse?

Du hast deine Kinder selbstverständlich wohlbedacht zur Welt gebracht, alles einkalkuliert, alles voraus gesehen- ja, dann freilich bist du toll, sind deine Kinder wohlgeraten und toll und somit willkommen.
Chantale, Schulabrecherin aus Köln-Porz freilich, die mit 19 das zweite Kind bekommt, hat sicher nicht nachgedacht- die ist verantwortungslos, dumm, nur auf Staatskohle aus......und deren Kinder sind selbstverständlich schlecht, unwillkommen- jedenfalls muss man denen das ständig unter die Nase reiben. Insbesondere Chantales Kinder sollen merken, dass sie Nullen sind, Kinder einer verantwortungslosen Mutter, chancenlos, durchgefüttert von zum Beispiel der Superfrau epona!
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon epona » Fr 7. Okt 2016, 12:08

Alana4 hat geschrieben:(07 Oct 2016, 11:30)

Chantale, Schulabrecherin aus Köln-Porz freilich, die mit 19 das zweite Kind bekommt, hat sicher nicht nachgedacht- die ist verantwortungslos, dumm, nur auf Staatskohle aus......und deren Kinder sind selbstverständlich schlecht, unwillkommen- jedenfalls muss man denen das ständig unter die Nase reiben. Insbesondere Chantales Kinder sollen merken, dass sie Nullen sind, Kinder einer verantwortungslosen Mutter, chancenlos, durchgefüttert von zum Beispiel der Superfrau epona!


Leider ist die Zahl der Inobhutnahmen steigend.
Es geht nicht um Chantale und Max Doofi, es geht um deren Kinder.
Die haben bestimmt nicht viel Lebensfreude.
Diese Mißhandlungen/Vernachlässigungen mit Rückblick auf Prügelerlaubnis ect. zu relativieren ist bedenklich.

Weißt du, dass man auf Kindergeld rechtlich nicht verzichten darf? :rolleyes:
Grundsätzlich bin gegen eine weitere Erhöhung von KG und PRO Ausbau qualitativ hochwertiger Kitas, Schulen, Ganztagsschulen sowie betreuter Freizeitangebote und individueller Förderung.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 7. Okt 2016, 12:28

Zahnderschreit hat geschrieben:(07 Oct 2016, 10:28)

Die ganzen Bemerkungen zu Karl Nutzlos, Kindergeld und Ausbildung, deutschen Paaren, Ausländern und Flüchtlingen haben mit der Eingangsfrage eigentlich überhaupt nichts zu tun.

Auf einer der vorderen Seiten habe ich folgendes gesehen:

Ich weiß nicht, ob ich solche Menschen in meinem persönlichen Umfeld kenne. Es kann aber auch sein, dass derjenige das auch einfach für sich behält. Wenn ich meinen Eltern sagen würde, dass ich am liebsten nie geboren worden wäre, würde sie das vermutlich ziemlich unglücklich machen. Gewonnen habe ich dadurch nichts, und ändern kann ich es auch nicht. [Bevor wieder irgendwer antwortet, ohne nachzudenken: Nein, Selbstmord macht einen nicht ungeboren.]
... Das Allerbeste ist für dich gänzlich unerreichbar: nicht geboren zu sein, nicht zu sein, nichts zu sein. (Klick) ...
Für mich ist das DER entscheidende Punkt, warum ich keine Kinder haben möchte, da ich (aus meiner Sicht) völlig fahrlässig meinem Kind ebenso ein ungewolltes Leben zumuten könnte. Und da das nichtgeborene Kind auch nicht sagen kann, dass es lieber geboren worden wäre, ist für mich die logische Schlussfolgerung: Für jeden wäre es besser, nie geboren zu werden. Ganz ohne Depression. Sterben tut es sowieso.



Es steht jedem frei, diese Welt wieder zu verlassen, wenn er nicht in der Lage ist, zu erkennen, dass das Leben so viel Schönes, Entdeckenswertes bietet und trotz allem in einem Land wie Deutschland die meisten ihres eigenen Glückes Schmied sind. Sobald man sich selbst am Schopfe packt und die Verantwortung für sein Leben nicht der Gesellschaft aufbürdet, sondern diese selbst übernimmt, hat man plötzlich ziemlich viel um die Ohren und keine Zeit mehr, über Depressionen und dergleichen nachzudenken.
Man kann auch ohne Reichtümer seinem Kind ein gutes Leben bieten, Liebe und Zuwendung sind umsonst, auch wird niemand mit Gewalt davon abgehalten, an seiner Bildung und Berufsfähigkeit zu arbeiten. Obwohl es natürlich leichter und schöner ist, die Gesellschaft für sein eigenes unbefriedigendes Leben verantwortlich zu machen, als die Mühen auf sich zu nehmen, all die Hilfsangebote anzunehmen und sein Leben zu verändern.

Ich lebe sehr gern und bin meinen Eltern sehr dankbar. Ich hatte schon so viele tolle Momente in meinem Leben und werde auch zukünftig viel sehen und erleben, ich habe weder Zeit noch Lust, in der Ecke zu sitzen und zu jammern, wie schlecht die Welt doch ist. Nee, ist sie nicht. Meinen Kindern konnte ich sehr viel Optimismus mitgeben, die Fähigkeit, das Schöne und Positive zu sehen und sich vom Negativen nicht runterziehen zu lassen. Niemals hat eine der Töchter mir vorgeworfen, sie dürfe leben. Und das hat nichts mit finanziellen und materiellen Dingen zu tun. :cool:
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Provokateur » Fr 7. Okt 2016, 12:39

Das Seiende kann sich das Nicht-Sein nicht vorstellen, weil es nur das Sein kennt. Da es ist.

Das Nicht-Seiende kann nichts können. Allerdings gehe ich persönlich davon aus, dass auch potentielle Menschen Träger von Rechten sind. Unter anderem dem Recht, im Nicht-sein verbleiben zu dürfen, wenn das Leben mehr Leid verursachen würde als die Nicht-Existenz, die nichts verursacht.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 7. Okt 2016, 12:42

Provokateur hat geschrieben:(07 Oct 2016, 12:39)

Das Seiende kann sich das Nicht-Sein nicht vorstellen, weil es nur das Sein kennt. Da es ist.

Das Nicht-Seiende kann nichts können. Allerdings gehe ich persönlich davon aus, dass auch potentielle Menschen Träger von Rechten sind. Unter anderem dem Recht, im Nicht-sein verbleiben zu dürfen, wenn das Leben mehr Leid verursachen würde als die Nicht-Existenz, die nichts verursacht.


Wie kann etwas, das nicht da ist, für seine Rechte kämpfen?
Du meinst schwere Krankheiten, die man einem Kind ersparen könnte? Sehe ich auch so, aber sag das den Abtreibungs- und Verhütungsmittelgegnern.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Provokateur » Fr 7. Okt 2016, 12:47

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2016, 12:42)

Wie kann etwas, das nicht da ist, für seine Rechte kämpfen?


Kann es nicht, weil das Nicht-Seiende ja nicts können kann.

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2016, 12:42)

Du meinst schwere Krankheiten, die man einem Kind ersparen könnte? Sehe ich auch so, aber sag das den Abtreibungs- und Verhütungsmittelgegnern.


Unter anderem, ja.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon epona » Fr 7. Okt 2016, 16:41

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2016, 12:28)

Es steht jedem frei, diese Welt wieder zu verlassen, wenn er nicht in der Lage ist, zu erkennen, dass das Leben so viel Schönes, Entdeckenswertes bietet und trotz allem in einem Land wie Deutschland die meisten ihres eigenen Glückes Schmied sind. Sobald man sich selbst am Schopfe packt und die Verantwortung für sein Leben nicht der Gesellschaft aufbürdet, sondern diese selbst übernimmt, hat man plötzlich ziemlich viel um die Ohren und keine Zeit mehr, über Depressionen und dergleichen nachzudenken.


1)Schon mal was von der Diskussion um Sterbehilfe gehört und evtl. die Gründe verstanden?

2) Hausfrauen/Küchenpsychologie vom Gröbsten. :rolleyes: Viele sehr beschäftigte, erfolgreiche Menschen leiden/litten unter Depressionen.
Depressionen führen unbehandelt sehr häufig zu Suizid.

3) In dem hier verlinkten Artikel geht es um die grundsätzliche Frage des Sinns von Fortpflanzung.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 7. Okt 2016, 22:38

epona hat geschrieben:(07 Oct 2016, 16:41)

1)Schon mal was von der Diskussion um Sterbehilfe gehört und evtl. die Gründe verstanden?

2) Hausfrauen/Küchenpsychologie vom Gröbsten. :rolleyes: Viele sehr beschäftigte, erfolgreiche Menschen leiden/litten unter Depressionen.
Depressionen führen unbehandelt sehr häufig zu Suizid.

3) In dem hier verlinkten Artikel geht es um die grundsätzliche Frage des Sinns von Fortpflanzung.


Echte Depressionen gehören in Behandlung. Grundsätzlich sollte man wenigstens einmal versuchen, sich selbst am Schopfe zu packen und hochzuziehen.

Den Sinn muß jeder für sich selbst erkennen, oder willst ausgerechnet Du den Leuten sagen, bei wem es Sinn macht und bei wem nicht?
Was für eine Anmaßung, Du denkst doch auch, bei Dir hätte es Sinn gemacht, oder warum hast Du Kinder?
Zuletzt geändert von Billie Holiday am Sa 8. Okt 2016, 00:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 8. Okt 2016, 00:26

Provokateur hat geschrieben:(07 Oct 2016, 12:39)
Allerdings gehe ich persönlich davon aus, dass auch potentielle Menschen Träger von Rechten sind. Unter anderem dem Recht, im Nicht-sein verbleiben zu dürfen, wenn das Leben mehr Leid verursachen würde als die Nicht-Existenz, die nichts verursacht.

aber wie kann man vorab wissen, ob mehr leid verursacht wird als freude (mehr leid als nichtexistenz verursacht das leben immer)? das kann doch nur sinnvoll beantwortet werden, wenn das leben schon da ist, und auch dann nur subjektiv durch den lebenden selbst.
also sollte man von diesem standpunkt aus erstmal leben schenken und den dann lebenden selbst entscheiden lassen, ob er leben möchte, oder nicht..
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon epona » Sa 8. Okt 2016, 06:35

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2016, 22:38)

Echte Depressionen gehören in Behandlung. Grundsätzlich sollte man wenigstens einmal versuchen, sich selbst am Schopfe zu packen und hochzuziehen.

Den Sinn muß jeder für sich selbst erkennen, oder willst ausgerechnet Du den Leuten sagen, bei wem es Sinn macht und bei wem nicht?
Was für eine Anmaßung, Du denkst doch auch, bei Dir hätte es Sinn gemacht, oder warum hast Du Kinder?


Ich maße mir im Gegensatz zu dir nicht an zwischen echten? und eingebildeten? Depressionen zu unterscheiden.
Völlig neu ist mir außerdem der Zusammenhang Kinder gebären =====> Depressionen.

Hast du den Inhalt meines Beitrages überhaupt verstanden? :dead:
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Zahnderschreit » Mo 10. Okt 2016, 08:54

Alana4 hat geschrieben:(07 Oct 2016, 10:41)
Du meinst also ernsthaft, für JEDEN wäre es besser, nicht geboren werden? Gehst du vielleicht noch weiter und behauptest, es wäre für jeden besser, nicht geboren worden zu sein?

Ich erkenne in den beiden Fragen nicht so ganz den Unterschied, daher ist die Antwort in beiden Fällen gleich: Ja, natürlich.
Jeder, der nicht geboren wird, verpasst nichts, bedauert nichts, leidet nicht, stirbt nicht, ...
Dass das Leben auch [hoffentlich überwiegend] schön ist/sein kann, ist irrelevant, da der Nichtgeborene es nicht vermissen kann.

Alana4 hat geschrieben:(07 Oct 2016, 10:41)nimmst du an, jeder Lebende habe Depressionen?

Nein, davon gehe ich nicht aus.

epona hat geschrieben:(07 Oct 2016, 10:49)Meine Schlussfolgerung lautet noch immer, sehr gut über Kinderwunsch und Konsequenzen nachdenken.

Das wäre sehr vernünftig! (Egal, zu welchem Ergebnisse derjenige dann kommt.)
Abgesehen von Unfällen gibt es sicher genug Kinder, die es nur gibt, "weil man das halt so macht". (Spekulation von mir, ohne Fakten.)

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2016, 12:28)
Es steht jedem frei, diese Welt wieder zu verlassen, wenn er nicht in der Lage ist, zu erkennen, dass das Leben so viel Schönes, Entdeckenswertes bietet und trotz allem in einem Land wie Deutschland die meisten ihres eigenen Glückes Schmied sind.

Das stimmt natürlich. Abgesehen vom natürlichen Überlebenstrieb und eventueller religiöser Erziehung, die einem einen Selbstmord verbietet, weil einen der liebe Gott sonst (weiter) bestraft.
Ja, sogar wenn man denkt, das ganze Leben ist zu 100 % super, dann kann man sich natürlich auch umbringen. Ungeboren macht einen das aber trotzdem nicht.

Würdest du deinen Kindern sagen: "Wenn es dir nicht gefällt, bring dich um."?

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2016, 12:28)
hat man plötzlich ziemlich viel um die Ohren und keine Zeit mehr, über Depressionen und dergleichen nachzudenken.

Die Eltern dürften vor der Schwangerschaft schon gerne etwas über mögliche Folgen nachdenken.
Aber du meinst natürlich die schon geborenen Kinder. Ja, natürlich kann man versuchen, Gedanken über die Realität zu verdrängen.

Billie Holiday hat geschrieben:(07 Oct 2016, 12:28)
a) Niemals hat eine der Töchter mir vorgeworfen, sie dürfe leben. b) Und das hat nichts mit finanziellen und materiellen Dingen zu tun.

zu a) Das glaube ich dir und vor allem deiner Tochter einfach mal. Trotzdem könnte es (allgemein gesprochen) auch sein, dass ein Kind solch einen Punkt seinen Eltern auch einfach nur nicht erzählt.

zu b) Ja, eben! Mir geht es finanziell und auch gesundheitlich gut. Trotzdem würde ich nichts vermissen, wenn ich nie geboren worden wäre.

Du hast es selbst hier schon geschrieben:
Billie Holiday hat geschrieben:(16 Aug 2016, 07:27)
Wer nie geboren wurde, besitzt kein Wissen, um etwas zu bedauern oder zu vermissen.


watisdatdenn? hat geschrieben:(08 Oct 2016, 00:26)
aber wie kann man vorab wissen, ob mehr leid verursacht wird als freude (mehr leid als nichtexistenz verursacht das leben immer)? das kann doch nur sinnvoll beantwortet werden, wenn das leben schon da ist, und auch dann nur subjektiv durch den lebenden selbst.

Das ist ja das Problem. Warum also mit dem eigenen Kind Versuchskaninchen spielen?
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Re: Soll man wirklich Kinder kriegen?

Beitragvon Bengelbert » Sa 15. Okt 2016, 15:10

Solche Fragen können nur da gestellt werden, wo das Leben zugrunde geht. In Afrika oder Asien fragt niemand derartiges, dort werden Kinder in Massen produziert, so daß ein Bevölkerungsdruck entsteht, der sich schließlich als Massenmigration in die zivilisierten Länder entlädt. Genau das haben wir heute. Das Abendland wird geflutet von Massen unintegrierbarer und potentiell oder real feindselig gesinnter Fremder, die auch bei uns noch lange Zeit höhere Geburtenraten haben als wir Einheimischen. Wir bräuchten ca. 3 – 4 Kinder je Ehe, um diesen Trend irgendwie aufhalten zu können, doch davon sind wir weit entfernt, die Lage erscheint zunächst aussichtslos.

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