12,5 mio. Arme in Deutschland

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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 20:22

Odin1506 » Do 12. Mär 2015, 20:12 hat geschrieben:
Ausser Rechtsanwälte, Politiker und Beamte.



auch Rechtsanwälte zahlen als Arbeitnehmer in die RV......

als Selbständige natürlich NICHT

und WAS würde sich ändern- wenn die Bezüge der Beamten UM die RV-Beiträge erhöht werden würde - um diese Erhöhung dann in die RV zu zahlen?

das ist doch staatliche linke Tasche / rechte Tasche
Zuletzt geändert von Realist2014 am Do 12. Mär 2015, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Bielefeld09 » Do 12. Mär 2015, 21:14

Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 20:22 hat geschrieben:

auch Rechtsanwälte zahlen als Arbeitnehmer in die RV......

als Selbständige natürlich NICHT

und WAS würde sich ändern- wenn die Bezüge der Beamten UM die RV-Beiträge erhöht werden würde - um diese Erhöhung dann in die RV zu zahlen?

das ist doch staatliche linke Tasche / rechte Tasche

Nee, die Lastenverteilung würde deutlicher werden.
Wer, wenn nicht der Staat zahlt zukünftig die Pensionen der Beamten?
Wenn der Staat diese zahlt, dann sind wir das doch als Steuerzahler in Zukunft.
Rentner und Pensionäre könnten zukünftig nicht mehr gegeneinander ausgespielt werden.
Und der Brocken der Altersversorgung ( Lastenverteilung ) würde deutlicher werden.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 21:17

Bielefeld09 » Do 12. Mär 2015, 21:14 hat geschrieben:Nee, die Lastenverteilung würde deutlicher werden.
Wer, wenn nicht der Staat zahlt zukünftig die Pensionen der Beamten?
Wenn der Staat diese zahlt, dann sind wir das doch als Steuerzahler in Zukunft.
Rentner und Pensionäre könnten zukünftig nicht mehr gegeneinander ausgespielt werden.
Und der Brocken der Altersversorgung ( Lastenverteilung ) würde deutlicher werden.


warum?

der "Brocken" ist doch transparent

und die notwendigen Anpassungen werden dynamisch mittels den Dämpfungsfaktoren in der Rentenformel berücksichtigt

auch bei den Beamten
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Bielefeld09 » Do 12. Mär 2015, 21:46

Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 21:17 hat geschrieben:
warum?

der "Brocken" ist doch transparent

und die notwendigen Anpassungen werden dynamisch mittels den Dämpfungsfaktoren in der Rentenformel berücksichtigt

auch bei den Beamten

Die notwendigen Anpassungen bedeuten nichts anderes als Rentensenkungen und sorgen für noch mehr Armut.
Bei der Logik reden wir von noch mehr armen Menschen in Deutschland.
Davor warnen doch die Sozialverbände.
Das wiederum bedeutet noch mehr Menschen in der Grundsicherung im Alter
und damit eine noch höhere Steuerbelastung.
Der "Brocken" wird also weiter wachsen, es sei denn, die Gemeinschaft überlegt sich neue Konzepte.
Die Kosten kommen, so oder so.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 22:03

Bielefeld09 » Do 12. Mär 2015, 21:46 hat geschrieben:Die notwendigen Anpassungen bedeuten nichts anderes als Rentensenkungen und sorgen für noch mehr Armut.
Bei der Logik reden wir von noch mehr armen Menschen in Deutschland.
Davor warnen doch die Sozialverbände.
Das wiederum bedeutet noch mehr Menschen in der Grundsicherung im Alter
und damit eine noch höhere Steuerbelastung.
Der "Brocken" wird also weiter wachsen, es sei denn, die Gemeinschaft überlegt sich neue Konzepte.
Die Kosten kommen, so oder so.



logisch

das ist Mathematik- aufgrund der steigenden Rentenbezugszeiten

WARUM ignorierst du diesen WICHTIGSTEN Fakt?
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Bielefeld09 » Do 12. Mär 2015, 22:33

Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 22:03 hat geschrieben:

logisch

das ist Mathematik- aufgrund der steigenden Rentenbezugszeiten

WARUM ignorierst du diesen WICHTIGSTEN Fakt?

Sorry, aber erstes versuche ich zu verstehn.
Ich glaube, du sagst, aufgrund der Veränderung in den Rentenbezugszeiten und der Rentenberechnungen,
kommt es zu höheren Kosten für alle davon betroffenen Kassen.
Aber das ist doch bekannt.
Die Frage ist doch, wie ein Land gegenwärtige Armut trägt und zukünftige Armut verhindert.
Wo ignoniere ich denn wichtige Fakten?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 08:02

Bielefeld09 » Do 12. Mär 2015, 22:33 hat geschrieben:Sorry, aber erstes versuche ich zu verstehn.
Ich glaube, du sagst, aufgrund der Veränderung in den Rentenbezugszeiten und der Rentenberechnungen,
kommt es zu höheren Kosten für alle davon betroffenen Kassen.
Aber das ist doch bekannt.
Die Frage ist doch, wie ein Land gegenwärtige Armut trägt und zukünftige Armut verhindert.
Wo ignoniere ich denn wichtige Fakten?


die Lösungen sind doch da

nennt sich Grundsicherung im Alter

wer MEHR haben will- der muss durch ARBEIT / selber erwirtschaften während seines Erwerbslebens dafür sorgen, daß er genügend eigene Rentenansprüche und /oder durch zusätzliche eigene Vorsorge bzw. betriebliche Altersvorsorge genügend eigene Mittel im Alter hat.

diese Fakten sind seit Jahrzehnten bekannt.

für manche halt schwer zu akzeptieren - nur ist das aber so und wird auch so bleiben.
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Odin1506 » Fr 13. Mär 2015, 17:01

Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 08:02 hat geschrieben:
die Lösungen sind doch da

nennt sich Grundsicherung im Alter


wer MEHR haben will- der muss durch ARBEIT / selber erwirtschaften während seines Erwerbslebens dafür sorgen, daß er genügend eigene Rentenansprüche und /oder durch zusätzliche eigene Vorsorge bzw. betriebliche Altersvorsorge genügend eigene Mittel im Alter hat.

diese Fakten sind seit Jahrzehnten bekannt.

für manche halt schwer zu akzeptieren - nur ist das aber so und wird auch so bleiben.


Das ist keine Lösung für die Altersarmut. Aber das verstehst du nicht.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon jack000 » Fr 13. Mär 2015, 18:33

Bei der Rente geht es darum wohin die Reise geht. Das Rentenniveau wird auf 44% des vorherigen Nettoeinkommens sinken. Diese 44% müssen aber noch versteuert werden und man muss noch Krankenversicherungsbeiträge zahlen.
=> Insgesamt eine düstere Prognose
Natürlich hört sich das "gut" an, wenn "nur" 15% von der Grundsicherung im Alter betroffen sein werden, aber man ist ja davon bereits nicht betroffen wenn man nur 800€ Rente hat. D.h. müsste man zuvor ca. 1900€/Monat netto gehabt haben und deutlich mehr als 15% der Beschäftigten in Deutschland haben weniger als das.
Gründe dafür sind z.B. vorhandenes Eigentum oder zusammenleben mit einem anderen Rentner, da die Grundrente ähnliche wie Hartz4 berechnet wird.

Wenn ich meinen Rentenbescheid 2014 anschaue, dann stehen dort 20€ weniger berechnete Rente (Wenn ich mit 67 Jahren in Rente gehe) als auf dem Bescheid 2013.

M.E. wird das mit der Rente noch für viele ein böses Erwachen geben!
DU30:
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 19:19

Odin1506 » Fr 13. Mär 2015, 17:01 hat geschrieben:
Das ist keine Lösung für die Altersarmut. Aber das verstehst du nicht.



doch

MEHR gibt es NICHT

PUNKT

denn die "Anderen"- denen DU gerne mehr abzwacken würdest- werden ja AUCH älter und brauchen ihr Geld/Kapital SELBER für IHREN angenehmen Lebensabend

für die Grundsicherungs-Rentner muss man sich vielleicht neue Wohnkonzepte überlegen

eine "teure" Wohnung alleine zu bewohnen ist NICHT für "Grundsicherungsrentner" möglich
Zuletzt geändert von Realist2014 am Fr 13. Mär 2015, 19:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 19:22

jack000 » Fr 13. Mär 2015, 18:33 hat geschrieben:Bei der Rente geht es darum wohin die Reise geht. Das Rentenniveau wird auf 44% des vorherigen Nettoeinkommens sinken. Diese 44% müssen aber noch versteuert werden und man muss noch Krankenversicherungsbeiträge zahlen.
=> Insgesamt eine düstere Prognose
Natürlich hört sich das "gut" an, wenn "nur" 15% von der Grundsicherung im Alter betroffen sein werden, aber man ist ja davon bereits nicht betroffen wenn man nur 800€ Rente hat. D.h. müsste man zuvor ca. 1900€/Monat netto gehabt haben und deutlich mehr als 15% der Beschäftigten in Deutschland haben weniger als das.
Gründe dafür sind z.B. vorhandenes Eigentum oder zusammenleben mit einem anderen Rentner, da die Grundrente ähnliche wie Hartz4 berechnet wird.

Wenn ich meinen Rentenbescheid 2014 anschaue, dann stehen dort 20€ weniger berechnete Rente (Wenn ich mit 67 Jahren in Rente gehe) als auf dem Bescheid 2013.

M.E. wird das mit der Rente noch für viele ein böses Erwachen geben!



das stimmt doch nicht

es wird nur DANN so weit sinken- wenn die Rentenbezugszeit WEITER steigt

und bei deinen obigen Zahlenbeispielen- von welchem Einzahlungs=Beitragszeitraum gehst du aus?

mit nur 35 Beitragsjahren dann 30 RENTEN-Jahre ?

ja- WAS soll da auch raus kommen?

DANN allerdings schon - logischerweise

denn dann muss der erworbene Rentenanspruch ja "länger reichen" als heute... ( alles natürlich statistisch)
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon jack000 » Fr 13. Mär 2015, 19:34

Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 19:22 hat geschrieben:

das stimmt doch nicht

es wird nur DANN so weit sinken- wenn die Rentenbezugszeit WEITER steigt

Sie wird auch weiter steigen

und bei deinen obigen Zahlenbeispielen- von welchem Einzahlungs=Beitragszeitraum gehst du aus?

mit nur 35 Beitragsjahren dann 30 RENTEN-Jahre ?

Eckrente halt
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 19:41

jack000 » Fr 13. Mär 2015, 19:34 hat geschrieben:Sie wird auch weiter steigen


Eckrente halt


das was einige sich hier vorstellen- KANN das Umlagesystem NICHT leisten

daher wird ja seit Jahrzehnten klar kommuniziert- das ZUSÄTZLICH vorgesorgt werden muss

wer Geringverdiener ist, das nicht KANN- oder nicht WILL- der bekommt halt dann Grundsicherung im Alter

einfache Sache
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon jack000 » Fr 13. Mär 2015, 19:50

Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 19:41 hat geschrieben:
das was einige sich hier vorstellen- KANN das Umlagesystem NICHT leisten

daher wird ja seit Jahrzehnten klar kommuniziert- das ZUSÄTZLICH vorgesorgt werden muss

wer Geringverdiener ist, das nicht KANN- oder nicht WILL- der bekommt halt dann Grundsicherung im Alter

einfache Sache

Und genau deswegen schrieb ich:
M.E. wird das mit der Rente noch für viele ein böses Erwachen geben!
DU30:
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 20:36

jack000 » Fr 13. Mär 2015, 19:50 hat geschrieben:Und genau deswegen schrieb ich:
M.E. wird das mit der Rente noch für viele ein böses Erwachen geben!


da gebe ich dir recht

und habe mit den Ignoranten der Realität KEIN bedauern
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 13. Mär 2015, 22:04

Odin1506 » Fr 13. Mär 2015, 17:01 hat geschrieben:
Das ist keine Lösung für die Altersarmut. Aber das verstehst du nicht.


Wer sein Leben lang arm ist, wird logischerweise höchstwahrscheinlich auch im Alter arm sein. Wer sein Leben lang nicht arm ist, muss zusätzlich vorsorgen, wenn er im Alter keine großen Einbußen im Lebensstandard haben will.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Elvis Domestos » Fr 13. Mär 2015, 22:40

Realist2014 » Fr 13. Mär 2015, 20:36 hat geschrieben:
da gebe ich dir recht

und habe mit den Ignoranten der Realität KEIN bedauern


Für dich sind also Altenpfleger aus Sachsen-Anhalt Ignoranten?

In meinen Augen sind deutsche Politiker die auf die Griechen zeigen, Verleumder der Realität, da diese momentan das gleiche machen was man den Griechen vorwirft, sie belasten die zukünftigen Bundes- und Landeshaushalte mit einer Lawine von Beamtenpensionen, die bei ausbleibenden Reformen den Finanzierungsrahmen sprengen wird! Es ist schlichtweg eine Politik der Previligierten die die Gesellschaft in Arme und Reiche aufteilen möchte und Wohlstand für alle ersetzt durch Tafeln und Grundsicherung auf Minimalflamme! Assige Neoliberale Politik, die es billigend in Kauf nimmt, dass Bürger nach einen langen Arbeitsleben kaum genügend Geld für die Miete haben werden! Nein, das ist nicht Deutschland!
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Sa 14. Mär 2015, 10:30

Elvis Domestos » Fr 13. Mär 2015, 22:40 hat geschrieben:
Für dich sind also Altenpfleger aus Sachsen-Anhalt Ignoranten?

In meinen Augen sind deutsche Politiker die auf die Griechen zeigen, Verleumder der Realität, da diese momentan das gleiche machen was man den Griechen vorwirft, sie belasten die zukünftigen Bundes- und Landeshaushalte mit einer Lawine von Beamtenpensionen, die bei ausbleibenden Reformen den Finanzierungsrahmen sprengen wird! Es ist schlichtweg eine Politik der Previligierten die die Gesellschaft in Arme und Reiche aufteilen möchte und Wohlstand für alle ersetzt durch Tafeln und Grundsicherung auf Minimalflamme! Assige Neoliberale Politik, die es billigend in Kauf nimmt, dass Bürger nach einen langen Arbeitsleben kaum genügend Geld für die Miete haben werden! Nein, das ist nicht Deutschland!



WIE kommst du auf diesen Unsinn?

wenn- dann liegt das Problem an den LÖHNEN - und NICHT an den sich daraus logischerweise geringen Rentenansprüchen.

Daher müsste an den Löhnen der Altenpfleger "verbessert" werden- nur DIESE Löhne müssen auch BEZAHLT werden können.

Daher die Frage an dich- WOHER sollen diese ZUSÄTZLICHEN Gelder für diese HÖHEREN Löhne kommen?

also WER soll das bezahlen?

und auch zu deiner anderen Darstellung kann ich nur wiederholen - jede rmuss im Endeffekt für die Finanzierung seines längeren Lebens SELBER sorgen

um es auf den Punkt zu bringen - wenn unsere Lebenserwartung noch SO KURZ wäre wie vor 30 Jahren- dann GÄBE es KEINE "relative Altersarmut"

"systemlogisch2 müsste das Erwerbsleben im Bezug auf das Renten-Umlagesystem bis 72 dauern...

das das nicht der Fall ist- wurde eben die Alternative gewählt - die NOTWENDIG war- die monatliche Rente im Bezug auf das "kalkulierte Nettoeinkommen" abzusenken.

das mag manchen nicht gefallen- das sind nun aber mal die Fakten
Elvis Domestos

Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Elvis Domestos » Sa 14. Mär 2015, 20:33

WIE kommst du auf diesen Unsinn?

wenn- dann liegt das Problem an den LÖHNEN - und NICHT an den sich daraus logischerweise geringen Rentenansprüchen.

Daher müsste an den Löhnen der Altenpfleger "verbessert" werden- nur DIESE Löhne müssen auch BEZAHLT werden können.

Daher die Frage an dich- WOHER sollen diese ZUSÄTZLICHEN Gelder für diese HÖHEREN Löhne kommen?

also WER soll das bezahlen?

und auch zu deiner anderen Darstellung kann ich nur wiederholen - jede rmuss im Endeffekt für die Finanzierung seines längeren Lebens SELBER sorgen

um es auf den Punkt zu bringen - wenn unsere Lebenserwartung noch SO KURZ wäre wie vor 30 Jahren- dann GÄBE es KEINE "relative Altersarmut"



"systemlogisch2 müsste das Erwerbsleben im Bezug auf das Renten-Umlagesystem bis 72 dauern...

das das nicht der Fall ist- wurde eben die Alternative gewählt - die NOTWENDIG war- die monatliche Rente im Bezug auf das "kalkulierte Nettoeinkommen" abzusenken.

das mag manchen nicht gefallen- das sind nun aber mal die Fakten



Ich will versuchen Ihnen meinen „Unsinn“ zu erläutern, ich gehe dabei davon aus, dass wir beide bei der Betrachtung der Sachlage gegebene Fakten anerkennen, wie zb die steigende Lebenswerwartung und das mögliche Finanzierungspotenzial!
In den kommenden 30 Jahren wird die Zahl der Pensionäre um ca. 60 Prozent von derzeit einer Million auf dann ca 1,6 Millionen steigen.
Arbeiter und Angestellte zollen der alternden Gesellschaft und der damit zunehmenden Anzahl der Rentner bereits jetzt Tribut, indem sie die Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus auf etwa 43 Prozent ab 2030 hinnehmen, während die Beamtenpensionen bei ca 70 % bleiben. Die monatliche Durchschnittsrente liegt momentan bei 1000 Euro, Tendenz weiter sinkend, die Durchschnittspension bei 2700 Euro, Tendenz steigend! Nebenbei erwähnt, ein Beamter hat nach fünfjähriger Amtszeit bereits einen Anspruch auf die Mindestpension von 1365 Euro im Monat, wogegen ein Standardrentner nach 45 Beitragsjahren in der gesetzlichen Rentenversicherung im Schnitt lediglich auf 1224 Euro kommt, was deutlich macht, dass man Pensionären ein anderes Anspruchsdenken gewährt. Somit ist festzuhalten, Pensionäre und Rentner stellen sich dem Problem der alternden Gesellschaft und der damit verbundenen Zunahme der zu finanzierenden „Ruheständler“ mit zweierlei Maß! Die Rentenfinanzierung rechnet tatsächlich mit dem „was ist und was finanzierbar wäre“ während die Versorgung der Beamten sich nach dem richtet was angeblich finanziert werden „muss“, ein Unterschied! Da die Versorgung der Beamten hauptsächlich aus den Steuerhaushalten finanziert werden, steigen die Belastungen der Haushalte zukünftig enorm an, nach IW-Berechnungen werden derzeit ca 34,6 Prozent der gesamten Steuereinnahmen für Personalausgaben genutzt – Tendenz stark steigend, womit entweder „Einsparungen“ oder „Steuererhöhungen unvermeidbar werden! Sie sehen, die eine Gruppe, eben den Rentnern, rechnet man notwendige Einschnitte in der gesetzlichen Rente mit ein, aber ohne dieses Prinzip auf die Pensionäre zu übertragen, denn Pensionären gewährt man es in Zukunft das die Kosten steigen! Der einen Gruppe gewährt man also ein begrenzten Verfügungsrahmen, den anderen einen fast unbegrenzten, ohne auf die Auswirkungen der zukünftigen Haushalte hinzuweisen, womit die Generationsgerechtigkeit und die Finanzierungsgerechtigkeit neue Maßstäbe bekommen, die mMn ungerecht und dem Anspruchsdenken unserer Gesellschaft nicht gerecht werden! Diese Ansicht der Problematik lässt sich mitnichten auf die Mathematik des demografischen Wandels beschränken und damit in der Alternativlosigkeit darstellen, sondern sie braucht eine neue Lösung der Finanzierung, von mir bezeichnet als große Rentenreform in der alle Beschäftigten in eine Kasse einzahlen, Pensionäre müssen dabei erheblich an Privilegien abgeben und das Grundsicherungsniveau sollte auf ein bedingungsloses Mindestmaß ansteigen! Sollte dieses nicht gelingen, dann wird zukünftig eine Spaltung der Gesellschaft in arm und reich unvermeidlich sein, die nur mit Fantasien neo-liberaler Denkmuster begründbar wäre und selbst dem konservativen Politiker nicht schmecken kann, der ja wert darauf legt, Systeme zu erhalten! Systemlogisch denken ist demnach engstirnig und nicht konservativ! (oder doch??) ;)
Ich bin nicht der Meinung, dass Pflegekräfte mehr verdienen sollten, von den erheblichen Unterschieden der unterbezahlte Kräfte in Sachsen-Anhalt einmal abgesehen, sondern ich halte es für notwendig, dass man ihre Arbeitsbedingungen verbessert, so dass sie auch 40 bis 45 Jahre in Vollzeit in ihren Job arbeiten können um ein Mindestmaß an Altersbezügen überhaupt erreichen zu können, man bedenke aber, dass der Beruf bereits nach 7 Jahren niedergelegt wird und dieses Aufgrund von Überforderung oder Krankheit durch Arbeit! Und wer hat für diese Missstände in der Pflege gesorgt, die Verwaltung, die Gruppe der Priviligierten, die herrschende Klasse! 40 % der Arbeitszeit sind Altenpflegekräfte Büropflegekräfte, wenn ich es durch die Brille der „soziologischer Herrschaftsformen“ betrachte, dann befindet sich die Altenpflege in der Diktatur der Bürokraten und nicht in einem Finanzierungsproblem! Ich bin mit Ihnen also weit auseinander wie man gute Mathematik betreibt, es geht mir nicht darum >> wer es Systemrelevant bezahlen muss<<, sondern es geht mir darum >> wer es mit welchem System bezahlen wird <<! Wir haben in dieser Frage keinen Konsens und ich halte fest, dass die Mehrheit der Bevölkerung auf meiner Seite ist und Sie eine Minderheitenmeinung vertreten, geprägt aus neoliberaler Engstirnigkeit und unangemessenen Anspruchsdenken! Natürlich sind Löhne in vielen Bereichen gesunken, bzw zu wenig angestiegen, natürlich steigt die Lebenserwartung, aber nur ein systemrelevanter Geist kann auf die neuen Anforderungen mit Alternativlosigkeit antworten, der linksliberale Geist aber öffnet sich für neue Systeme! Nur eine SPD, die sich von Schröderischen Denkmustern verabschiedet und erkennt, dass konservativ- neoliberale Integranten ihrem Imagedenken schaden, wird eine Bewegung notwendiger Reformen prägen können, man könnte es auch die Überwindung der bleiernden Konsensgesellschaft nennen! Es sind also nicht die Fakten die mir nicht schmecken, sondern ihre alternativlose Fantasie! Aber das soll uns nicht davon abhalten einen Dialog zu führen, ich meine gerade so wird’s „unterhaltend“. Die Wähler werden sich zukünftig einer Aufgabe bewusst werden müssen, sie selbst werden die Notwendigkeit einer großen Rentenreform den ideologischen Köpfen der SPD näher bringen müssen, kommt es dabei nicht zu einer „ politischen Vision der Reformen“, dann wird die SPD sterben und zum Steigbügelhalter anderer politischer Kräfte verkommen!
Zuletzt geändert von Elvis Domestos am Sa 14. Mär 2015, 21:00, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Marmorkater » Sa 14. Mär 2015, 21:59

Elvis Domestos » Sa 14. Mär 2015, 20:33 hat geschrieben:Ich will versuchen Ihnen meinen „Unsinn“ zu erläutern, ich gehe dabei davon aus, dass wir beide bei der Betrachtung der Sachlage gegebene Fakten anerkennen, wie zb die steigende Lebenswerwartung und das mögliche Finanzierungspotenzial!
...

Sehr schön :thumbup:

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