12,5 mio. Arme in Deutschland

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Realist2014
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Mär 2015, 21:32

SIRENE » Di 10. Mär 2015, 21:24 hat geschrieben:Solange Du dich mit der Materie nur mit dem Wissen beschäftigst, das Du d'rauf hast, wird das nichts, Realist2014!

Was zwischen Beteiligten geschieht und gerecht gestaltet werden sollte, ist ja nicht nur der Lohn! Damit der kommen darf, muss was geleistet werden ... Und wenn (sich) so viele Menschen was leisten, ohne zu wissen, dass es bei einem gerechten Geben und Nehmen nur um gemeinsame Zufriedenheit geht, die weitere Zufriedenheit ermöglicht, kann das nur immerwieder wenige überzufrieden und viele unzufrieden machen. Denn diesen Menschen fehlt ja auch das Know How, das ihnen helfen würde zu verhindern, was Gerechtigkeit immerwieder so schwierig oder gar unmöglich macht.

Und was mit Gesellschaften los ist,
in denen es an allen Ecken und Kanten
zu Balanceverletzungen kommt, sehen wir
in der ganzen Welt mit sehr unterschiedlichen,
sehr belastenden, kaum noch korrigierbaren Ergebnissen.



tja

ICH habe halt "Wissen drauf"

andere bemühen immer "Sprüche" - wenn ihnen die Argumente ausgehen.....

was ist nun- sind die Gehaltsunterschiede zwischen Piloten und Flugbegleitern nun "gerecht" - oder nicht?

denn "geben" ist da der Part der Airline - und Piloten und Flugbegleiter sitzen BEIDE auf der Gehalts-NEHMER Seite...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 10. Mär 2015, 23:58

Realist2014 » Fr 6. Mär 2015, 11:26 hat geschrieben:

was hat das jetzt mit der vor angeführten Ungerechtigkeit bei der Grundsicherung im Alter zu tun?



Eine ganze Menge! Wessen Rente so gering ist, dass er Anspruch auf Grundsicherung hat, der tut sich mit "riestern" absolut keinen Gefallen, wohl aber den Versicherungskonzernen und auch dem Staat, denn das eingezahlte Geld ist für ihn verloren, da es gegen gerechnet wird.
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 11. Mär 2015, 08:06

Orwellhatterecht » Di 10. Mär 2015, 23:58 hat geschrieben:

Eine ganze Menge! Wessen Rente so gering ist, dass er Anspruch auf Grundsicherung hat, der tut sich mit "riestern" absolut keinen Gefallen, wohl aber den Versicherungskonzernen und auch dem Staat, denn das eingezahlte Geld ist für ihn verloren, da es gegen gerechnet wird.


Prinzipiell gebe ich dir Recht. Jemand der privat vorsorgt sollte immer mehr haben, als jemand der das nicht tut, insofern ist eine komplette Anrechnung einer privaten Vorsorge auf die Grundsicherung nicht "gerecht".
Nichtsdestotrotz geht diese Anmerkung an der eigentlichen Problematik vorbei. Privat vorzusorgen ist eine Frage der Einstellung, die eng damit verbunden ist ob selber für seinen Lebensunterhalt aufkommen will oder die Verantwortung darüber der Allgemeinheit übertragen will. Und diese Entscheidung muss man einmal treffen und zwar am Anfang seines Berufslebens. Damit beginnt nämlich die Vorsorge fürs Alter. Und die kann unterschiedlich ausfallen. Das kann Riester sein, eine Immobilie, eine Lebensversicherung oder Vermögensbildung mit Unternehmensanteilen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Es ist für jeden was dabei.
Wenn man nun am Anfang seines Berufslebens steht, dann weiß man noch nicht wie sich das weitere Berufsleben entwickelt. Es kann gut laufen und es kann schlecht laufen. Wahrscheinlich ist aber für die meisten, dass es sich innerhalb einer normalen Bandbreite entwickelt. In dieser normalen Bandbreite ist auch klar, dass man ohne irgendeine eigene Vorsorge im Alter Einschränkungen im Lebensstandard machen muss. Das ist nicht erst seit gestern klar, sondern schon seit mindestens 30 Jahren. Im Prinzip war es auch immer schon so, nur hat sich die Situation verschlechtert.
Und wer sein Berufsleben lang konsequent irgendwie vorsorgt, wird eben in den meisten Fällen genau diese Absenkung des Lebensstandards vermeiden können und auch Alter die Früchte seiner Arbeit genießen können.
Beschweren tun sich heute in erster Linie diejenigen, die im letzten Drittel ihres Berufslebens feststellen, dass sie nicht privat vorgesorgt haben und damit konfrontiert werden, dass in nicht allzu ferner Zukunft eine Einschränkung ihres Lebensstandards droht, weil sie halt zwei drittel ihres Berufslebens lieber konsumiert haben als vorgesorgt.
Dann tauchen solche Gedankenspiele wie die deinen auf, meistens gepaart mit der Erkenntnis, dass es zu spät ist noch was daran zu ändern oder wie dämlich das Sozialsystem doch gestaltet ist.
Das ist aber kontraproduktiv, denn die Entscheidung im Alter seinen Lebensstandard nicht reduzieren zu müssen wird am Anfang des Berufslebens getroffen.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 09:12

Orwellhatterecht » Di 10. Mär 2015, 23:58 hat geschrieben:

Eine ganze Menge! Wessen Rente so gering ist, dass er Anspruch auf Grundsicherung hat, der tut sich mit "riestern" absolut keinen Gefallen, wohl aber den Versicherungskonzernen und auch dem Staat, denn das eingezahlte Geld ist für ihn verloren, da es gegen gerechnet wird.



das wird nicht "gegengerechnet"- die Grundsicherung ist wie ALG II ein "Aufstockungs-System"

wobei ich auch der Meinung bin, das der Mechanismus dahingehend geändert werden sollte, daß derjenige, der mehr eigenes Einkommen hat ( Rente, Riester) - am Ende auch etwas mehr INSGESAMT haben sollte. Also eine prozentuale "Freistellung" der eigenen Einkünfte
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 11. Mär 2015, 11:41

Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 09:12 hat geschrieben:

das wird nicht "gegengerechnet"- die Grundsicherung ist wie ALG II ein "Aufstockungs-System"

wobei ich auch der Meinung bin, das der Mechanismus dahingehend geändert werden sollte, daß derjenige, der mehr eigenes Einkommen hat ( Rente, Riester) - am Ende auch etwas mehr INSGESAMT haben sollte. Also eine prozentuale "Freistellung" der eigenen Einkünfte



Das sieht die deutsche Rentenversicherung aber ganz anders, nämlich so, wie von mir angegeben!

http://www.deutsche-rentenversicherung. ... hnung.html
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Elvis Domestos » Mi 11. Mär 2015, 17:47

Nach einer Umfrage des Hamburger Magazins „Stern“ aus dem Jahr 2012 halten mittlerweile 72 Prozent der Deutschen das Rentensystem für ungerecht, unter Arbeitern lag der Wert sogar bei bedrückenden 86 Prozent. Das größte Vertrauen genießt die staatliche Altersvorsorge noch in den Augen von Beamten, nur 44 Prozent dieses Berufsstandes sieht das Rentensystem als ungerecht an. Uff, dass Problem an der Geschicht, die Beamtenpensionen werden ab 2030 die meisten Haushalte der Länder sprengen und man braucht schon viel kaufmännische Fantasie um die Finanzierung zu sichern.
Die Subventionierung der Riesterrente wiederum wird nach Angaben der Bundesregierung den Bundeshaushalt am Ende jährlich bis zu 13 Mrd. Euro kosten. Dies ent- spricht dem gegenwärtigen Aufkommen eines Beitragspunktes zur gesetzlichen Rentenversicherung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Es ist daher dringend notwendig zu überprüfen, ob der mit der Einführung der Riesterrente verbundene Paradigmenwechsel in der Alters- sicherungspolitik für die Mehrheit der Bevölkerung überhaupt nennenswerte Vorteile bringt! Ebenso sollte sich die Finanzierung der Pensionen einer genauen Prüfung unterziehen, beide Systeme, Rente und Pension scheinen gleichermaßen eines zu fördern, zukünftige Altersarmut in Massen; Rentner auf Grundsicherungsniveau und Beamtenpensionen die schlichtweg nicht finanzierbar sind!
Wie könnte man nun die Anzahl der zukünftigen Armen reduzieren?
Wie?
Sorry, ich bin kein Mathematiker, aber mir scheint, wir sollten uns von der Agenda verabschieden, umso schneller, umso besser! Beamte sollten weiter Privilegien haben, aber in das Rentenkassensystem miteinbezogen werden, ebenso Selbstständige die genug verdienen!
Hier sehe ich auch eine neue Chance für die SPD um wieder mehr Stimmen zu bekommen, Sozialpolitik jenseits der Agenda! Weg von Schröder, hin zu????
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 17:51

Elvis Domestos » Mi 11. Mär 2015, 17:47 hat geschrieben:Nach einer Umfrage des Hamburger Magazins „Stern“ aus dem Jahr 2012 halten mittlerweile 72 Prozent der Deutschen das Rentensystem für ungerecht, unter Arbeitern lag der Wert sogar bei bedrückenden 86 Prozent. Das größte Vertrauen genießt die staatliche Altersvorsorge noch in den Augen von Beamten, nur 44 Prozent dieses Berufsstandes sieht das Rentensystem als ungerecht an. Uff, dass Problem an der Geschicht, die Beamtenpensionen werden ab 2030 die meisten Haushalte der Länder sprengen und man braucht schon viel kaufmännische Fantasie um die Finanzierung zu sichern.
Die Subventionierung der Riesterrente wiederum wird nach Angaben der Bundesregierung den Bundeshaushalt am Ende jährlich bis zu 13 Mrd. Euro kosten. Dies ent- spricht dem gegenwärtigen Aufkommen eines Beitragspunktes zur gesetzlichen Rentenversicherung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Es ist daher dringend notwendig zu überprüfen, ob der mit der Einführung der Riesterrente verbundene Paradigmenwechsel in der Alters- sicherungspolitik für die Mehrheit der Bevölkerung überhaupt nennenswerte Vorteile bringt! Ebenso sollte sich die Finanzierung der Pensionen einer genauen Prüfung unterziehen, beide Systeme, Rente und Pension scheinen gleichermaßen eines zu fördern, zukünftige Altersarmut in Massen; Rentner auf Grundsicherungsniveau und Beamtenpensionen die schlichtweg nicht finanzierbar sind!
Wie könnte man nun die Anzahl der zukünftigen Armen reduzieren?
Wie?
Sorry, ich bin kein Mathematiker, aber mir scheint, wir sollten uns von der Agenda verabschieden, umso schneller, umso besser! Beamte sollten weiter Privilegien haben, aber in das Rentenkassensystem miteinbezogen werden, ebenso Selbstständige die genug verdienen!
Hier sehe ich auch eine neue Chance für die SPD um wieder mehr Stimmen zu bekommen, Sozialpolitik jenseits der Agenda! Weg von Schröder, hin zu????



WAS hat die "Agenda" mit dem Rentensystem zu tun?

zusätzliches "Einbeziehen" ergibt zusätzliche Rentenansprüche der Einbezogenen - daher keinerlei Lösungsansatz

ansonsten sorgen zig Millionen Bürger ja ZUSÄTZLICH vor- daher wird es auch in Zukunft keinerlei "Altersarmut der Massen" geben.

das ist einfach UNSINN
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Odin1506 » Mi 11. Mär 2015, 17:58

Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 17:51 hat geschrieben:

WAS hat die "Agenda" mit dem Rentensystem zu tun?

zusätzliches "Einbeziehen" ergibt zusätzliche Rentenansprüche der Einbezogenen - daher keinerlei Lösungsansatz

ansonsten sorgen zig Millionen Bürger ja ZUSÄTZLICH vor- daher wird es auch in Zukunft keinerlei "Altersarmut der Massen" geben.

das ist einfach UNSINN



Durch die Agenda2010 ist nun mal der Niedriglohnsektor (der nun mal der grösste in Europa ist) ausgebaut worden. D.h. dass die Menschen, die in dem Niedriglohnsektor arbeiten, auch in den "Genuss" der Grundsicherung im Alter kommen.
Aber ich denke mal, das dich das wenig interessiert.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 18:15

Odin1506 » Mi 11. Mär 2015, 17:58 hat geschrieben:

Durch die Agenda2010 ist nun mal der Niedriglohnsektor (der nun mal der grösste in Europa ist) ausgebaut worden. D.h. dass die Menschen, die in dem Niedriglohnsektor arbeiten, auch in den "Genuss" der Grundsicherung im Alter kommen.
Aber ich denke mal, das dich das wenig interessiert.


dieser "Ausbau" hat dazu geführt- das vorher Arbeitslose wieder "in Arbeit" gekommen sind.

und in "Europa" sind diese Personen immer noch arbeitslos- wie man an den Arbeitslosenzahlen im Vergleich sehen kann

und wer im Niedriglohnsektor arbeitet erwirbt auf jeden Fall MEHR Rentenpunkte als wenn er ALG II bezieht...

wobei der Anteil der Vollzeit-Arbeitenden mit einen STUNDENLOHN von unterhalb des "Niedriglohns" in D kaum höher ist als im Jahr 2000...
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 11. Mär 2015, 18:56

Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 17:51 hat geschrieben:

WAS hat die "Agenda" mit dem Rentensystem zu tun?

zusätzliches "Einbeziehen" ergibt zusätzliche Rentenansprüche der Einbezogenen - daher keinerlei Lösungsansatz

ansonsten sorgen zig Millionen Bürger ja ZUSÄTZLICH vor- daher wird es auch in Zukunft keinerlei "Altersarmut der Massen" geben.

das ist einfach UNSINN



Die Agenda hat sowohl direkt als auch indirekt mit dem Rentensystem zu tun. Zum einen geht es da um die Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors, der bewirkt hat, dass sich die Rente im letzten Jahrzehnt von der Erhöhung der Löhne spürbar abgekoppelt hat. 15 Millionen Arbeitnehmer sind in den letzten 10 Jahren schon in den "Genuss" von HartzIV gekommen, für AlgII Empfänger wird seit einigen Jahren kein Cent mehr in die RV eingezahlt, zuvor gab es wenigstens für diesen Personenkreis noch einen Mindestbeitrag. Da wäre andererseits das 2 stellige Millionenheer der Niedrigstverdiener, die dank der Agenda in Billigstlohnjobs gepresst wurden und so nur noch unwesentliche Beiträge zur RV erbringen. Du siehst, auch etwas zunächst so aussieht, als hätte es nichts damit zu tun, so erweist es sich bei näherem Hinsehen dennoch als beeinflussend !
Schon heute sind daher 499.000 Rentner (Stand 2013, Steigerung allein gegenüber 2012 6,75 %, 2014 dürften es gegenüber 2013 abermals mehr sein) auf Grundsicherung angewiesen mit stark steigender Tendenz !
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 11. Mär 2015, 19:01

Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 18:15 hat geschrieben:
dieser "Ausbau" hat dazu geführt- das vorher Arbeitslose wieder "in Arbeit" gekommen sind.

und in "Europa" sind diese Personen immer noch arbeitslos- wie man an den Arbeitslosenzahlen im Vergleich sehen kann

und wer im Niedriglohnsektor arbeitet erwirbt auf jeden Fall MEHR Rentenpunkte als wenn er ALG II bezieht...

wobei der Anteil der Vollzeit-Arbeitenden mit einen STUNDENLOHN von unterhalb des "Niedriglohns" in D kaum höher ist als im Jahr 2000...



Wer im Niedriglohnsektor arbeitet, erwirbt tatsächlich "mehr Rentenpunkte", denn ALG II Bezieher bekommen für die Zeit von H4 Bezug seit Jahren gar nichts mehr und tragen so dazu bei, dass sich die Altersarmut schon bald explosionsartig vervielfältigen wird. Lt. Deutscher Rentenversicherung betrug 2014 die Durchschnittsrente 750 €, die niedrigsten Pension dagegen 1452 €, da dürfte sich in Zukunft einiges zusammen brauen !
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 19:05

Orwellhatterecht » Mi 11. Mär 2015, 18:56 hat geschrieben:

Die Agenda hat sowohl direkt als auch indirekt mit dem Rentensystem zu tun. Zum einen geht es da um die Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors, der bewirkt hat, dass sich die Rente im letzten Jahrzehnt von der Erhöhung der Löhne spürbar abgekoppelt hat. 15 Millionen Arbeitnehmer sind in den letzten 10 Jahren schon in den "Genuss" von HartzIV gekommen, für AlgII Empfänger wird seit einigen Jahren kein Cent mehr in die RV eingezahlt, zuvor gab es wenigstens für diesen Personenkreis noch einen Mindestbeitrag. Da wäre andererseits das 2 stellige Millionenheer der Niedrigstverdiener, die dank der Agenda in Billigstlohnjobs gepresst wurden und so nur noch unwesentliche Beiträge zur RV erbringen. Du siehst, auch etwas zunächst so aussieht, als hätte es nichts damit zu tun, so erweist es sich bei näherem Hinsehen dennoch als beeinflussend !
Schon heute sind daher 499.000 Rentner (Stand 2013, Steigerung allein gegenüber 2012 6,75 %, 2014 dürften es gegenüber 2013 abermals mehr sein) auf Grundsicherung angewiesen mit stark steigender Tendenz !


nichts miteinander vermischen

Logischerweise MUSS die immer länger werdende Rentenbezugszeit sich in der Höhe der monatlichen Rente wiederfinden.

Löhne müssen erwirtschaftet werden- und da sind nun einmal diese "Niedrigstverdiener" bei Unternehmen beschäftigt- wo auch der "Unternehmerlohn" nicht besonders üppig ist- weil die KUNDen eben Geiz ist geil frönen

das für die Zeiten für ALG II Bezug KEINE Rentenansprüche entstehen- das logisch und stringent leistungsgerecht im Vergleich zu denen, die ihre Beiträge SELBER erwirtschaften

der Prozentsatz der Rentner in Grundsicherung ( knapp 3%) ist keinesfalls höher als die Bezieher von Existenzsicherung in anderen Altersgruppen. Und diese Grundsicherung im Alter ist ja geschaffen worden- um TATSÄCHLICHE Armut im Alter zu verhindern...

wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft- da spiegelt die Höhe der Rente die ökonomische Leistung während des Arbeitslebens als Arbeitnehmer
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon hallelujah » Mi 11. Mär 2015, 19:09

Orwellhatterecht hat geschrieben:. Lt. Deutscher Rentenversicherung betrug 2014 die Durchschnittsrente 750 €,




Dann lies den Rentenbericht mal genau und erkläre mal, wie sich diese Durchschnittsrente zusammensetzt.
Es sind nämlich viele dabei, die unter 400 Euro Rente bekommen, weil nicht sehr lange im Angestelltenverhältnis. Die Kluft zwischen DurchschnittsRENTE und DurchschnittsEINKOMMEN im Rentenalter ist nämlich erheblich...
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 19:13

Orwellhatterecht » Mi 11. Mär 2015, 19:01 hat geschrieben:

Wer im Niedriglohnsektor arbeitet, erwirbt tatsächlich "mehr Rentenpunkte", denn ALG II Bezieher bekommen für die Zeit von H4 Bezug seit Jahren gar nichts mehr und tragen so dazu bei, dass sich die Altersarmut schon bald explosionsartig vervielfältigen wird. Lt. Deutscher Rentenversicherung betrug 2014 die Durchschnittsrente 750 €, die niedrigsten Pension dagegen 1452 €, da dürfte sich in Zukunft einiges zusammen brauen !



die Hochrechnungen gehen von 15% in der Grundsicherung im Alter in 30 Jahren aus- ob man das nun als "explosionsartig" bezeichnen kann...

länger leben und somit länger Rente beziehen muss man schon SELBER finanzieren- das ist seit 30 Jahren bekannt...

Pensionen mit Renten zu vergleichen ist ein schwieriges Thema- da bei die Bildungslevel und damit die Einkommenslevel im Durchschnitt ja nicht gleich sind...
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 12. Mär 2015, 10:57

Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 19:13 hat geschrieben:

die Hochrechnungen gehen von 15% in der Grundsicherung im Alter in 30 Jahren aus- ob man das nun als "explosionsartig" bezeichnen kann...

länger leben und somit länger Rente beziehen muss man schon SELBER finanzieren- das ist seit 30 Jahren bekannt...

Pensionen mit Renten zu vergleichen ist ein schwieriges Thema- da bei die Bildungslevel und damit die Einkommenslevel im Durchschnitt ja nicht gleich sind...



Gern wird dabei vergessen, dass die heute schon 12,5 Millionen Niedrigstlohnbeschäftigten und die HartzIV Empfänger fast nichts bzw. gar nichts mehr zum Umlagesystem RV beitragen. Stattdessen wird alles auf den Demographiefaktor begrenzt. Die längere Lebenserwartung betrifft wohl vor allem jene Menschen, die gemeinhin als "Besserverdienende" tituliert werden, die "Malocher" dagegen wesentlich weniger.

http://www.sueddeutsche.de/politik/lebe ... r-1.895420
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 12. Mär 2015, 11:01

Realist2014 » Mi 11. Mär 2015, 19:05 hat geschrieben:
nichts miteinander vermischen

Logischerweise MUSS die immer länger werdende Rentenbezugszeit sich in der Höhe der monatlichen Rente wiederfinden.

Löhne müssen erwirtschaftet werden- und da sind nun einmal diese "Niedrigstverdiener" bei Unternehmen beschäftigt- wo auch der "Unternehmerlohn" nicht besonders üppig ist- weil die KUNDen eben Geiz ist geil frönen

das für die Zeiten für ALG II Bezug KEINE Rentenansprüche entstehen- das logisch und stringent leistungsgerecht im Vergleich zu denen, die ihre Beiträge SELBER erwirtschaften

der Prozentsatz der Rentner in Grundsicherung ( knapp 3%) ist keinesfalls höher als die Bezieher von Existenzsicherung in anderen Altersgruppen. Und diese Grundsicherung im Alter ist ja geschaffen worden- um TATSÄCHLICHE Armut im Alter zu verhindern...

wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft- da spiegelt die Höhe der Rente die ökonomische Leistung während des Arbeitslebens als Arbeitnehmer



Auch bei Dir bleibt völlig unberücksichtigt, dass bereits heute dank Niedrigstlohn und 450 € Job bereits 12,5 Millionen Arbeitsfähige davon ausgeschlossen sind, nennenswert zum Umlagesystem beizutragen, stattdessen wird lediglich der Demographiefaktor hervorgehoben in eine Höhe, die ihm gar nicht zusteht. Der SPD Sozialexperte Prof. Karl Lauterbach weist ausserdem nach, dass es die Besserverdienenden sind, die von diesem derzeit bestehenden Rentensystem profitieren, die "Malocher" dagegen zumeist vorzeitig und somit "sozialverträglich" ableben.

http://www.sueddeutsche.de/politik/lebe ... r-1.895420
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon pikant » Do 12. Mär 2015, 11:29

Orwellhatterecht » Do 12. Mär 2015, 11:01 hat geschrieben:

Auch bei Dir bleibt völlig unberücksichtigt, dass bereits heute dank Niedrigstlohn und 450 € Job bereits 12,5 Millionen Arbeitsfähige davon ausgeschlossen sind, nennenswert zum Umlagesystem beizutragen, stattdessen wird lediglich der Demographiefaktor hervorgehoben in eine Höhe, die ihm gar nicht zusteht. Der SPD Sozialexperte Prof. Karl Lauterbach weist ausserdem nach, dass es die Besserverdienenden sind, die von diesem derzeit bestehenden Rentensystem profitieren, die "Malocher" dagegen zumeist vorzeitig und somit "sozialverträglich" ableben.

http://www.sueddeutsche.de/politik/lebe ... r-1.895420


ich habe schon vor Jahren gesagt, dass fuer viele im niedrigen Lohnbereich zukuenftig nur noch Grundrente bleibt.
je hoeher der Niedriglohnbereich ist, desto geringer wird die Rente ausfallen
Zudem zahlen ja nicht alle Gutverdienenden ins System ein und das verschaerft die Lage noch.
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 13:16

Orwellhatterecht » Do 12. Mär 2015, 11:01 hat geschrieben:

Auch bei Dir bleibt völlig unberücksichtigt, dass bereits heute dank Niedrigstlohn und 450 € Job bereits 12,5 Millionen Arbeitsfähige davon ausgeschlossen sind, nennenswert zum Umlagesystem beizutragen, stattdessen wird lediglich der Demographiefaktor hervorgehoben in eine Höhe, die ihm gar nicht zusteht. Der SPD Sozialexperte Prof. Karl Lauterbach weist ausserdem nach, dass es die Besserverdienenden sind, die von diesem derzeit bestehenden Rentensystem profitieren, die "Malocher" dagegen zumeist vorzeitig und somit "sozialverträglich" ableben.

http://www.sueddeutsche.de/politik/lebe ... r-1.895420


Intelligente Menschen sind meist "besserverdienend"

sie leben länger, weil sie dank ihrer Intelligenz GESÜNDER leben
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 13:19

pikant » Do 12. Mär 2015, 11:29 hat geschrieben:
ich habe schon vor Jahren gesagt, dass fuer viele im niedrigen Lohnbereich zukuenftig nur noch Grundrente bleibt.
je hoeher der Niedriglohnbereich ist, desto geringer wird die Rente ausfallen
Zudem zahlen ja nicht alle Gutverdienenden ins System ein und das verschaerft die Lage noch.



es gibt keine "Grundrente".

der Prozentsatz der AN in VOLLZEIT- die Stundenlöhne im "Niedriglohnbereich" haben- ist nur unwesentlich höher als im Jahr 2000

und es zahlen ALLE "Gutverdienenden" Arbeitnehmer BIS zur BBG in die RV

das ist schon seit 1958 so- und GENAU SO wird es auch bleiben
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Re: 12,5 mio. Arme in Deutschland

Beitragvon Odin1506 » Do 12. Mär 2015, 20:12

Realist2014 » Do 12. Mär 2015, 13:19 hat geschrieben:

es gibt keine "Grundrente".

der Prozentsatz der AN in VOLLZEIT- die Stundenlöhne im "Niedriglohnbereich" haben- ist nur unwesentlich höher als im Jahr 2000

und es zahlen ALLE "Gutverdienenden" Arbeitnehmer BIS zur BBG in die RV

das ist schon seit 1958 so- und GENAU SO wird es auch bleiben


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