Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

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Tom Bombadil
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 14. Sep 2021, 17:44

tarkomed hat geschrieben:(14 Sep 2021, 14:58)

Jetzt sehe ich erst, dass du meinen Text so interpretierst, dass ich behauptet hätte, die Rassentheorien der Europäer hätten auch zur Shoah geführt.

tarkomed hat geschrieben:(11 Sep 2021, 09:53)Wer hat denn den Rassismus erfunden zur Rechtfertigung seiner Untaten zu Lasten der von ihm Unterdrückten? Das waren doch wir Weiße, oder nicht? Von wem wurden diese ganzen menschenverachtenden Rassentheorien entwickelt? Von uns Weißen, oder nicht?
Waren nicht diese Rassentheorien die Grundlage für den Sklavenhandel und die jahrhundertelang andauernde Sklaverei in den Kolonien und in den USA? Waren sie nicht die Grundlage für die Auslöschung der indigenen Völker im amerikanischen Kontinent? Waren es nicht dieselben Theorien die Grundlange für die millionenfache Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa?

Irgendwie scheinst du ja einen übergeordneten Zusammenhang bei europäisch-weißen Rassentheorien zu sehen.

Gibt es noch Antworten auf diese Fragen:
Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Sep 2021, 09:09)

Hast du mal eine Quelle für diese gemeinsamen "Rassentheorien" der Europäer, die sowohl der Kolonisation der entdeckten Erdteile, dem Sklavenhandel und der Shoah als Rassismus-Basis diente? Und wie unterscheiden sich afrikanische, arabische und ostasiatische "Rassentheorien" - und davon abgeleitet deren Rassismus - von denen der Europäer?
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Selina
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Di 14. Sep 2021, 18:07

tarkomed hat geschrieben:(14 Sep 2021, 17:11)

Das Phantom Woke taucht im Bericht jedenfalls nirgendwo auf.
Dieser Wolffsohn scheint auch ein Problem mit der Pressefreiheit zu haben.
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 56114.html


Das wundert mich jetzt nicht so richtig. Welche Art von "Kontrolle" wünscht er sich denn? Wär mal interessant.
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tarkomed
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon tarkomed » Di 14. Sep 2021, 18:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Sep 2021, 09:09)

Hast du mal eine Quelle für diese gemeinsamen "Rassentheorien" der Europäer, die sowohl der Kolonisation der entdeckten Erdteile, dem Sklavenhandel und der Shoah als Rassismus-Basis diente? Und wie unterscheiden sich afrikanische, arabische und ostasiatische "Rassentheorien" - und davon abgeleitet deren Rassismus - von denen der Europäer?

Ich kenne keine arabischen, afrikanischen oder ostasiatischen Rassentheorie in der Form, dass sie andere Ethnien oder sonstige Gruppen als minderwertig bezeichneten, wie es in den europäischen Rassentheorien der Fall war. Was nicht heißen soll, dass dort kein Rassismus geherrscht hat oder bis heute herrscht. In Japan hat man an den europäischen Rassentheorien angeknüpft, wie es im von mir verlinkten Beitrag im BPB hieß und dann wurden beispielsweise die Koreaner als minderwertig angesehen. In Indien herrschte das Kastensystem und auch wenn es offiziell abgeschafft sein soll, herrscht es weiterhin. Das habe ich persönlich so wahrgenommen.

Ist das jetzt ein Versuch, uns sauber zu waschen, so nach dem Motto, andere sind auch nicht besser? Ich finde, wir waren schon schlimm genug und wir sollten dazu stehen, denn vergessenes oder relativiertes Übel kann sich wiederholen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 14. Sep 2021, 18:15

tarkomed hat geschrieben:(14 Sep 2021, 18:13)

Ist das jetzt ein Versuch, uns sauber zu waschen, so nach dem Motto, andere sind auch nicht besser?

Nein, das ist der Versuch, dich mit Fakten von deinem Unsinn abzubringen. Ist aber offensichtlich gescheitert.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Sep 2021, 18:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Sep 2021, 09:31)

Gibt es eigentlich Abstufungen in Sachen Rassismus?

Welcher Rassismus ist "schlimmer":
  • Der, der alle anderen Völker als minderwertig ansieht?
  • Der, der Anhänger anderer Religionen als minderwertig ansieht?
  • Der, der "rückständige" Völker als minderwertig ansieht?
  • Der, der Menschen mit anderer Hautfarbe als minderwertig ansieht?

Gibt es da eine wertende Reihenfolge? Ich persönlich finde das alles gleich ekelhaft.

Bei Rassismus gibt es keine Abstufungen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon X3Q » Di 14. Sep 2021, 22:02

tarkomed hat geschrieben:(14 Sep 2021, 18:13)
... Ich finde, wir waren schon schlimm genug und wir sollten dazu stehen, denn vergessenes oder relativiertes Übel kann sich wiederholen.

Deswegen kann man doch benennen, wenn "Andere" auch scheiße waren? Ist dir bekannt, dass unter den ersten Sklavenbesitzern in Amerika auch Schwarze waren, die Weiße Sklaven hatten? Oder dass die meisten Sklaven im Roman "Onkel Toms Hütte" sogenannte "Quarters" waren? Die waren nur zu 25% Schwarz und zu 75% Weiß ...

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon lili » Di 14. Sep 2021, 23:09

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 15. Sep 2021, 01:00

tarkomed hat geschrieben:(14 Sep 2021, 18:13)

Ich kenne keine arabischen, afrikanischen oder ostasiatischen Rassentheorie in der Form, dass sie andere Ethnien oder sonstige Gruppen als minderwertig bezeichneten, wie es in den europäischen Rassentheorien der Fall war. Was nicht heißen soll, dass dort kein Rassismus geherrscht hat oder bis heute herrscht. In Japan hat man an den europäischen Rassentheorien angeknüpft, wie es im von mir verlinkten Beitrag im BPB hieß und dann wurden beispielsweise die Koreaner als minderwertig angesehen. In Indien herrschte das Kastensystem und auch wenn es offiziell abgeschafft sein soll, herrscht es weiterhin. Das habe ich persönlich so wahrgenommen.

Ist das jetzt ein Versuch, uns sauber zu waschen, so nach dem Motto, andere sind auch nicht besser? Ich finde, wir waren schon schlimm genug und wir sollten dazu stehen, denn vergessenes oder relativiertes Übel kann sich wiederholen.



:D :D :D

Einerseits behauptest du ernsthaft das Rassismus ein europaeisches Ding ist und dann bringst du gute Beispiele dafuer (Japan, Indien) die genau das Gegenteil aufzeigen! Nein es ist kein Versuch des Sauberwaschens sondern lediglich ein krampfhafter Versuch aufzuzeigen, das niemand so schlimm ist wie die Europaer, wenn es um Rassismus geht.

Japan hat nichts in Bezug auf Rassismus von den Europaern abgekupfert! Japaner betrachteten sich seit jeher als "Herrenrasse" nicht nur in Bezug auf Korea, sondern auch China, ja den ganzen Rest Asiens und auch ueberlegen gegenueber Europaern usw.

In anderen Teilen Suedostasiens, zB Thailand, werden Nicht Thais als Farang bezeichnet, eine an sich abwertende Bezeichnung fuer Menschen die nicht Thai sind. In Malaysia haben Menschen chinesischer und indischer Abstammung nicht die gleichen Buergerrechte wie Malays.

Die Araber waren und sind Sklavenhaendler! Frueher besorgten sie sich ihre Sklaven aus Afrika und betrieben munter Sklavenhandel mit den Plantagenbesitzern in den USA. Heute kommen die "Sklaven" mit dem Jumbo aus Indien, Pakistan, Bangladesh, Philipinen und muessen fuer Hungerloehne und ohne Rechte in den Golfstaaten und Saudi Arabia malochen.

In Afrika erwaehne ich nur Rwanda (Hutu und Tutsi). Massenmord! Suedafrika's ANC ist ganz klar eine rassistische Organisation! Ich habe vorab von meinen suedafrikanischen Freunden geschrieben, die nach Australien auswanderten weil ihre Haut fuer die ANC nicht schwarz genug war.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Mi 15. Sep 2021, 07:16

Noch nicht einmal in Sachen Rassismus ist der Weiße vorherrschend und einmalig. :(
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Mi 15. Sep 2021, 08:33

Ja klar, Rassismus existiert international. Das macht die eigenen deutschen Auswüchse und Brutalitäten jedoch nicht kleiner. Alles, was auf Relativierung hinausläuft, ist gefährlich.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Liegestuhl » Mi 15. Sep 2021, 08:38

Selina hat geschrieben:(15 Sep 2021, 08:33)

Ja klar, Rassismus existiert international. Das macht die eigenen deutschen Auswüchse und Brutalitäten jedoch nicht kleiner. Alles, was auf Relativierung hinausläuft, ist gefährlich.


Baust du gerade die nächsten Strohmänner?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Mi 15. Sep 2021, 08:46

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Sep 2021, 08:38)

Baust du gerade die nächsten Strohmänner?


Nein, das ist meine tiefste Überzeugung. Und zum Glück denken viele Menschen so.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Liegestuhl » Mi 15. Sep 2021, 08:49

Selina hat geschrieben:(15 Sep 2021, 08:46)

Nein, das ist meine tiefste Überzeugung. Und zum Glück denken viele Menschen so.


Es hat ja niemand behauptet, dass es Rassismus nicht auch hier in Deutschland geben würde.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 15. Sep 2021, 08:52

Selina hat geschrieben:(15 Sep 2021, 08:33)

Ja klar, Rassismus existiert international. Das macht die eigenen deutschen Auswüchse und Brutalitäten jedoch nicht kleiner. Alles, was auf Relativierung hinausläuft, ist gefährlich.


Der/die hier relativiert ist im Moment du.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon tarkomed » Mi 15. Sep 2021, 09:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Sep 2021, 18:15)

Nein, das ist der Versuch, dich mit Fakten von deinem Unsinn abzubringen. Ist aber offensichtlich gescheitert.

Dann leg mal los. Ich habe noch keine Fakten von dir gesehen; nur Fragen.
Du hast sogar einen Vorteil mir gegenüber: ich bin nicht ideologisch vorbelastet und lasse mich auch mithilfe von Fakten umstimmen… :D
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Mi 15. Sep 2021, 09:46

Selina hat geschrieben:(15 Sep 2021, 08:33)

Ja klar, Rassismus existiert international. Das macht die eigenen deutschen Auswüchse und Brutalitäten jedoch nicht kleiner. Alles, was auf Relativierung hinausläuft, ist gefährlich.

Du bist gerade diejenige, die relativiert!
Ich stelle mir gerade die Frage, wer wohl moralisch verwerflicher, menschenfeindlicher handelt - derjenige, der Menschen jagd und als Sklaven verkauft oder derjenige, der die Sklaven kauft und für sich arbeiten lässt.

Kann man da überhaupt eine Unterscheidung bzw Trennung vornehmen?

"Der Sklavenhandel war in Afrika längst etabliert, als die europäischen Kolonialmächte im späten 15. Jahrhundert auf den Plan traten. Die Islamisierung und neue Machtstrukturen hatten seit dem 7. Jahrhundert zu einem Anstieg des innerafrikanischen Menschenhandels geführt. ...
Damit sind zwei Missverständnisse verbunden: erstens die Vorstellung, der Großteil des Sklavenexports aus Afrika sei dem transatlantischen Dreieckshandel zwischen Europa, Westafrika und den Amerikas zuzuschreiben. Das ist mittlerweile widerlegt worden, ..."
Quelle


"Die Arabomuslime haben die schwarzen Völker Afrikas vom 7. bis zum 20. Jahrhundert überfallen. Fast 1.000 Jahre lang waren sie die einzige fremde Macht, die diesen grauenhaften Handel betrieb, und sie haben über zehn Millionen Afrikaner deportiert, bevor die Europäer auf der Bildfläche auftauchten. Insgesamt 17 Millionen Menschen wurden versklavt, von denen die meisten aufgrund von Massenkastrationen keine Nachkommen hinterließen. (…)

Obwohl man Leiden nur schwer gegeneinander aufrechnen kann und es kein Monopol auf Grausamkeit gibt, lässt sich mit Sicherheit sagen, dass der Sklavenhandel und die kriegerischen Expeditionen der Arabomuslime für Schwarzafrika über die Jahrhunderte gesehen weit verheerender waren als der transatlantische Sklavenhandel. ...
Während es im Westen Organisationen gab, die sich für die Abschaffung des transatlantischen und später des transsaharischen Sklavenhandels einsetzten, finden sich keine Spuren von ähnlichen Initiativen in der arabomuslimischen Welt – geschweige denn eine spätere Reue. Da die Sklaverei durch den Islam befürwortet und institutionalisiert wurde, wäre es für viele Muslime unfromm gewesen, diese Praxis in Frage zu stellen. Der Historiker Bernard Lewis schrieb einmal: ‚Die Sklaverei im Land des ­Islam bleibt ein finsteres und hochsensibles Thema. Ihre bloße Erwähnung wird oft als ein Zeichen feindseliger Absichten verstanden.‘ Diese Schande, die Afrika auferlegt wurde, haben arabische Intellektuelle noch immer nicht thematisiert. ...
Dieses selektive Schweigen über die Verbrechen an den Schwarzen und ihre Relativierung, um sich einzig auf den transatlantischen Sklavenhandel zu konzentrieren, zementiert die Erzählung von der vermeintlich ‚arabisch-afrikanischen Solidarität der Opfer‘ des westlichen Kolonialismus.“
Quelle


Ja, du relativierst gerade!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon tarkomed » Mi 15. Sep 2021, 10:04

X3Q hat geschrieben:(14 Sep 2021, 22:02)
Deswegen kann man doch benennen, wenn "Andere" auch scheiße waren?

Aber sicher doch. Wenn es einem guttut…
X3Q hat geschrieben:(14 Sep 2021, 22:02)
Ist dir bekannt, dass unter den ersten Sklavenbesitzern in Amerika auch Schwarze waren, die Weiße Sklaven hatten? Oder dass die meisten Sklaven im Roman "Onkel Toms Hütte" sogenannte "Quarters" waren? Die waren nur zu 25% Schwarz und zu 75% Weiß ...

--X

Diesen Roman habe ich als Jugendlicher gelesen und kann mich nicht an Details erinnern. Bilder waren auch keine dabei in der damaligen Ausgabe, sonst hätte ich vielleicht Unterschiede unter den Sklaven gesehen...
Aber, wenn man auf solche Details angewiesen ist, dann muss die Argumentationsnot ziemlich groß sein.
Relativiert das alles die politische Situation im damaligen Amerika? Es war nicht verboten, Sklaven zu halten und sie wie Sklaven zu behandeln.
Wenn es dich tröstet: im zaristischen Russland hat man die eigenen Leute ähnlich behandelt wie die Sklaven in den USA. Ich kann da den Roman "Die toten Seelen" von Gogol empfehlen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Liegestuhl » Mi 15. Sep 2021, 10:11

Warum ist eine kulturelle Aneignung rassistisch?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Stoner » Mi 15. Sep 2021, 10:15

Dark Angel hat geschrieben:(15 Sep 2021, 09:46)


Kann man da überhaupt eine Unterscheidung bzw Trennung vornehmen?


Quelle[/i]

Quelle[/i]



Danke für die Quellen!

Da können Sie eine ganze Bibliothek davon einstellen, gegen den Selbsthass mit seinem lauwarm schäumenden Subjektivismus und Emotionalismus und die daraus resultierende Unfähigkeit zur Objektivität, also zur Kenntnisnahme von Fakten, wird das nichts bewirken. Wenn gar nichts hilft, wird man Tidiane N’Diaye irgendwie mit "rechts" in Verbindung bringen, damit die eigene Wohlbefindlichkeitszone des Selbsthasses nicht gefährdet wird.
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit. (Mark Twain)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon tarkomed » Mi 15. Sep 2021, 10:18

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(15 Sep 2021, 01:00)

:D :D :D

Einerseits behauptest du ernsthaft das Rassismus ein europaeisches Ding ist und dann bringst du gute Beispiele dafuer (Japan, Indien) die genau das Gegenteil aufzeigen! Nein es ist kein Versuch des Sauberwaschens sondern lediglich ein krampfhafter Versuch aufzuzeigen, das niemand so schlimm ist wie die Europaer, wenn es um Rassismus geht.

Japan hat nichts in Bezug auf Rassismus von den Europaern abgekupfert! Japaner betrachteten sich seit jeher als "Herrenrasse" nicht nur in Bezug auf Korea, sondern auch China, ja den ganzen Rest Asiens und auch ueberlegen gegenueber Europaern usw.

In anderen Teilen Suedostasiens, zB Thailand, werden Nicht Thais als Farang bezeichnet, eine an sich abwertende Bezeichnung fuer Menschen die nicht Thai sind. In Malaysia haben Menschen chinesischer und indischer Abstammung nicht die gleichen Buergerrechte wie Malays.

Die Araber waren und sind Sklavenhaendler! Frueher besorgten sie sich ihre Sklaven aus Afrika und betrieben munter Sklavenhandel mit den Plantagenbesitzern in den USA. Heute kommen die "Sklaven" mit dem Jumbo aus Indien, Pakistan, Bangladesh, Philipinen und muessen fuer Hungerloehne und ohne Rechte in den Golfstaaten und Saudi Arabia malochen.

In Afrika erwaehne ich nur Rwanda (Hutu und Tutsi). Massenmord! Suedafrika's ANC ist ganz klar eine rassistische Organisation! Ich habe vorab von meinen suedafrikanischen Freunden geschrieben, die nach Australien auswanderten weil ihre Haut fuer die ANC nicht schwarz genug war.

Ich kann verstehen, dass meine Texte beim Transport bis ins ferne Australien ziemlich lädiert ankommen und deshalb verstehst du manches Falsch. Die Rassentheorien haben ihren Ursprung in Europa, das habe ich schon ein paarmal geschrieben. Kolonien hatten hauptsächlich die Europäer und dafür brauchten sie diese Theorien. Du lebst in einer ehemaligen Kolonie der Europäer.
Rassismus war also geltende Politik.
Dass es woanders auch Rassismus gegeben hat und weiterhin gibt, das habe ich nicht bestritten, aber er diente nicht als Rechtfertigung zur Kolonialisierung anderer Regionen.
Ich habe da was von BPB verlinkt, du brauchst es nur zu lesen. Ich hoffe, es kommt nicht auch verfälscht an, auf dem langen Weg...
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