Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 19059
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Apr 2021, 10:10

PeterK hat geschrieben:(21 Apr 2021, 19:44)

Das scheint - wenn man sich ein bisschen mit der Epigenetik/Epigenomik beschäftigt - zumindest nicht mehr ganz so sicher zu sein wie mancher glaubt.

Die Sache ist nur die, dass bei unserer biologischen Programmierung nicht nur Gene eine Rolle spielen, sondern auch Hormone - insbesondere die Sexualhormone Testosteron und Östrogen.
Und je nachdem welches Sexualhormon bei der pränatalen Entwicklung die "Hauptrolle" spielt, um so stärker ausgprägt sind geschlechtsspezifische Verhaltensunterschiede. Selbstverständlich immer im Durchschnitt.
Mit solchen Faktoren beschäftigen sich u.a. Evolutionspsychologen und sie sprechen in diesem Zusammenhang von biologischer Bedingtheit. Ein sehr interessantes Buch hat die Evolutionspsychologin Prof. Doris Bischof-Köhler zu diesem Thema geschrieben - es heißt "Von Natur aus anders."
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 50519
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 22. Apr 2021, 10:24

Auf den Punkt gebracht: https://i.imgur.com/EtTsFHZ.jpg
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Diffamierer der Linken.
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 16169
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Do 22. Apr 2021, 10:54

Interessante Rezension zum Bischof-Köhler-Buch. Da wird alles angeschnitten, was auch hier besprochen wird:

https://literaturkritik.de/id/5545
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
firlefanz11
Beiträge: 9290
Registriert: Mo 10. Sep 2012, 13:18

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon firlefanz11 » Do 22. Apr 2021, 10:56

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Apr 2021, 07:00)
Deine Story mag wahr sein.....ich glaube sie so nicht.

Ich schon...
Und NOCH schlimmer wärs vermutlich gewesen wenn der alleinerziehnde Vadder statt nem Sohn ne Tochter gehabt hätte...
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?
Uffhausen
Beiträge: 1154
Registriert: Mi 14. Dez 2016, 22:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Uffhausen » Do 22. Apr 2021, 11:01

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Apr 2021, 07:00)
Deine Story mag wahr sein.....ich glaube sie so nicht.

Meine "Story" habe ich hier ja auch nur grob gefasst. Kann verstehen, wenn man sie so nicht glaubt - würde ich vielleicht auch nicht an deiner Statt. Es gibt ja auch noch etliche Details zu berücksichtigen, aber ich habe keine Lust, deswegen einen Roman zu schreiben.

Ich (und mein älterer Bruder) waren im Grunde auch nie "angepasst", weil mein Vater es nicht war. Er ist nicht nur selbstständiger, sondern auch eigensinniger Natur. Das hat man uns ansehen können und im Umgang mit uns auch verdeutlicht bekommen.

Die Nachbarschaft hat sich über uns nicht nur deswegen die Mäuler zerissen. Kleiner Auszug:

- Wie kann es sein, dass ein Ingenieur arbeitslos ist, aber Eigentümer einer Mehrzimmerwohnung sein kann, während jene, die in Lohn und Brot stehen, sich Wohnungseigentum niemals leisten könnten? Da stimmt doch was nicht!

- Wie kann es sein, dass da einer, der angeblich Ingenieur ist und somit viel Geld verdient hat, sich mit einen ausgedienten, rostig-klapprigen Citroen zufrieden gibt, statt mit einem hochklassigen Neuwagen? Geschmack- und würdelos!

- Wie kann es sein, dass der Vater einen unübersehbaren Wohlstandsbauch hat, seine beiden Jungs aber klapperdürr sind? Der Alte frisst bestimmt alles selber! Die armen Kinder!

Dazu kam bspw. noch, dass mein älterer Bruder sich zu jenen Zeiten in einer extremen pubertären Rebellenphase befand (welche durch den Tod unserer Mutter wohl noch verstärkt wurde) - er wusch sich nicht mehr die Haare, ließ sie wild wachsen, lief insgesamt immer gothicartiger rum, beschallte die Nachbarschaft mit seiner Hardrock-Mucke, vernachlässigte die Schule, schleppte Mädels ab, schlug sich die Nächte um die Ohren, gründete eine Kellerband, prügelte sich mit Möchtegern-Nazis rum... mein Vater ließ ihn, aber hatte alles immer im Blick. Am Ende waren die Ängste vor dem "Schrecken der Nachbarschaft" eben doch nur eine (intensive) Phase. Abschließend standen nur erzürnte Lehrer und Nachbarn mit Wortfindungsstörungen zu Protokoll. Ärger mit dem Gesetz hatte mein Bruder nie, er nahm auch nie Drogen usw. Seine laute Mucke und das Rauchen in seinem Zimmer sorgten immer wieder mal für Stress mit unserem Vater. Das war's.

Und ich war halt ein neugieriges, unbekümmertes (deswegen für die Nachbarn "freches") Bürschle. Ich habe mich bspw. auf's Fahrad gesetzt und Ort und Gegend erkundet. Ich bin nicht wie die anderen Kinder auf Geheiß der Mütter in unmittelbarer Rufweite geblieben. Ich habe gemacht, was ich mit zutraute und habe gesagt, was ich dachte. Vielmals ganz allein, eben, weil man in der Regel gleichaltrigen Nachbarskindern den Umgang mit mir verbot. Und wenn sich doch einer traute, mit mir auf Tour zugehen und erwischt wurde, war das Drama und die Schimpfe natürlich riesengroß. Nur nicht bei mir.
Ich kann mich lebhaft daran erinnern, dass die Nachbarsmütter mir immer wieder, wenn ich sie zuvor freundlich grüßte, eine verächtliches "Geh' zum Papa!" entgegneten (zu verstehen als "Geh' zum Teufel!"). Nur bei dem Omis in der Nachbarschaft war ich sehr beliebt: Sie schickten mich zum Wegbringen ihres Altpapiers oder sonstigem und ich verdiente mir damit die eine Tafel Schokolade oder die andere Mark. Es ging mir sehr gut, ich hatte trotzallem eine schöne Kindheit. Aber halt keine übliche, sondern eine besondere.

Ausschlaggebend war auch, dass mein Vater, mein Bruder und ich familiär ganz allein dastanden - wir hatten keine Verwandschaft im Ort, weder in der Region = durch die Krankhiet meiner Mutter zogen wir Ende der 80er an den westlichen Rand des Schwarzwaldes, gebürtig/beheimatet sind wir jedoch in der Grenzregion von BaWü & Bayern. Wir sprechen demnach auch einen ganz anderen Dialekt, als die Hiesigen, waren demnach wohl gleichwertig wie Ausländer.
Das Viertel, wo wir nach dem Tod meiner Mutter hinzogen, war generationenübergreifend durchzogen; die Nachbarskinder hatten nur wenige Meter bis zu Großeltern, Tanten, Onkel usw. Und wir waren konfessionslos, ungläubig - in einer erzkatholisch geprägten Wohngegend.
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 20601
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 11:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Do 22. Apr 2021, 11:19

Aaaahh....erzkatholische Gegend. Na dann.

Ich komme aus dem protestantischen Norden, wo die Mehrheit eh ungläubig/atheistisch ist und mit Kirche deutlich weniger am Hut hat.
Hier kenne ich es eher, dass man den alleinerziehenden Vater bewundert, wie er das alles schafft. Natürlich gibt es Klatsch und Tratsch, aber bestimmt nicht über Alleinerziehende.
Bin schon dankbar, in einer Gegend zu leben, wo Kirchen nicht allzuviel Einfluss auf das Leben der Menschen haben.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 20601
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 11:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Do 22. Apr 2021, 11:29

firlefanz11 hat geschrieben:(22 Apr 2021, 10:56)

Ich schon...
Und NOCH schlimmer wärs vermutlich gewesen wenn der alleinerziehnde Vadder statt nem Sohn ne Tochter gehabt hätte...


Ok, ich vermute da unterschiedliche Beobachtungen im Alltag abhängig vom Bundesland.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Uffhausen
Beiträge: 1154
Registriert: Mi 14. Dez 2016, 22:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Uffhausen » Do 22. Apr 2021, 12:03

Billie Holiday hat geschrieben:(22 Apr 2021, 11:19)
Aaaahh....erzkatholische Gegend. Na dann.

Es war schon eine zutiefst menschliche Verachtung die uns entgegenschlug, weil wir nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprachen. Und nichts religiöses dahinter, bzw. höchstens in seltenen Einzelfällen. Fand ich halt erwähnenswert.

Mittlerweile hat sich das geändert - andere Zeiten, andere Menschen. Ich wohne immer noch in diesem Viertel, weil ich für den Fall der Fälle in der Nähe meines Vaters sein will. Nun gehören wir zu den "alten Hasen", aber es brächte uns nichts, weil es immer mehr Anonymität die Nachbarschaftlichkeit ablöst. Früher hat Jeder Jeden näher gekannt, heute weiß man nicht mal mehr die Namen oder die Hausnummern voneinander.

Die alten , vorherrschenden Familienbanden sind entweder ausgestorben oder ausgezogen. Spielende Nachbarskinder sieht man im Grunde gar nicht mehr - sie lernen sich auch nie wirklich kennen, weil sie von kleinauf in Ganztageseinrichtungen abgeschoben werden. Es ziehen immer mehr Menschen ins Viertel, die wie Deutsche leben möchten, aber keinesfalls Deutsche werden wollen = und bleiben dafür tunlichst unter Ihresgleichen; entsprechend undurchdringlich das Sprachengewirr.

Traurige, enttäuschende Entwicklung der Gesellschaft. :|
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 16169
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Do 22. Apr 2021, 12:24

Uffhausen hat geschrieben:(22 Apr 2021, 12:03)

Es war schon eine zutiefst menschliche Verachtung die uns entgegenschlug, weil wir nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprachen. Und nichts religiöses dahinter, bzw. höchstens in seltenen Einzelfällen. Fand ich halt erwähnenswert.

Mittlerweile hat sich das geändert - andere Zeiten, andere Menschen. Ich wohne immer noch in diesem Viertel, weil ich für den Fall der Fälle in der Nähe meines Vaters sein will. Nun gehören wir zu den "alten Hasen", aber es brächte uns nichts, weil es immer mehr Anonymität die Nachbarschaftlichkeit ablöst. Früher hat Jeder Jeden näher gekannt, heute weiß man nicht mal mehr die Namen oder die Hausnummern voneinander.

Die alten , vorherrschenden Familienbanden sind entweder ausgestorben oder ausgezogen. Spielende Nachbarskinder sieht man im Grunde gar nicht mehr - sie lernen sich auch nie wirklich kennen, weil sie von kleinauf in Ganztageseinrichtungen abgeschoben werden. Es ziehen immer mehr Menschen ins Viertel, die wie Deutsche leben möchten, aber keinesfalls Deutsche werden wollen = und bleiben dafür tunlichst unter Ihresgleichen; entsprechend undurchdringlich das Sprachengewirr.

Traurige, enttäuschende Entwicklung der Gesellschaft. :|


Sehr interessante und emotionale Geschichte deiner Kindheit und Jugend. Vieles kommt mir ziemlich bekannt vor auf gewisse Weise. Allerdings finde ich dieses inhumane kleinbürgerliche und ausgrenzende Spießertum, das du zusammen mit deiner Familie erleben musstest, wesentlich schlimmer als die paar "woken" Leute.

Was ich aber überhaupt nicht verstehe (ich meine das gar nicht nur auf deine Geschichte bezogen), ist, wieso sich Menschen mit Ausgrenzungserfahrungen dann im späteren Leben nicht mit anderen Ausgegrenzten solidarisieren. Da behandeln sich Ausgegrenzte untereinander auch nochmal ausgrenzend. Schon komisch.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 20601
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 11:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Do 22. Apr 2021, 12:39

Selina hat geschrieben:(22 Apr 2021, 12:24)

Sehr interessante und emotionale Geschichte deiner Kindheit und Jugend. Vieles kommt mir ziemlich bekannt vor auf gewisse Weise. Allerdings finde ich dieses inhumane kleinbürgerliche und ausgrenzende Spießertum, das du zusammen mit deiner Familie erleben musstest, wesentlich schlimmer als die paar "woken" Leute.

Was ich aber überhaupt nicht verstehe (ich meine das gar nicht nur auf deine Geschichte bezogen), ist, wieso sich Menschen mit Ausgrenzungserfahrungen dann im späteren Leben nicht mit anderen Ausgegrenzten solidarisieren. Da behandeln sich Ausgegrenzte untereinander auch nochmal ausgrenzend. Schon komisch.

Ja, in einigen Gegenden/Straßen wird nur türkisch oder arabisch gesprochen und damit jeder deutschsprachige Bürger ausgegrenzt. Meintest du sowas in der Art?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Uffhausen
Beiträge: 1154
Registriert: Mi 14. Dez 2016, 22:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Uffhausen » Do 22. Apr 2021, 13:27

Selina hat geschrieben:(22 Apr 2021, 12:24)
Allerdings finde ich dieses inhumane kleinbürgerliche und ausgrenzende Spießertum, das du zusammen mit deiner Familie erleben musstest, wesentlich schlimmer als die paar "woken" Leute.

Es liegen in mehrerlei Hinsicht Welten dazwischen, Selina - früher hat man sich seine gegenseitige Verachtung füreinander vielleicht noch persönlich ins Gesicht gesagt. Heute macht man dagegen wegen Kinkerlitzchen gleich ein virtuelles Fass auf = verstehst du, wie ich meine?

Was meinst du, wie wäre es mir und meiner Familie ergangen, hätten damals schon heutige Zustände (Social Media) geherrscht? Albene Gerüchte wären zu unumstößlichen Tatsachen geworden = aber die WAHRHEIT wäre auf der Strecke geblieben!

Was ich aber überhaupt nicht verstehe (ich meine das gar nicht nur auf deine Geschichte bezogen), ist, wieso sich Menschen mit Ausgrenzungserfahrungen dann im späteren Leben nicht mit anderen Ausgegrenzten solidarisieren. Da behandeln sich Ausgegrenzte untereinander auch nochmal ausgrenzend. Schon komisch.

Eine sehr gute und wichtige Frage - dazu könnte ich auch einiges selbst erlebtes und beobachtetes erzählen.

Ich kann nur dazu raten, jeden Menschen als genau das zu betrachten, was er tatsächlich ist: Ein MENSCH. Das erklärt im Grunde ALLES. Wenn man Menschen eben nur kategorisiert (Ausländer, Homosexuelle, Rassisten, Schwarze, Reiche, Linke, Gläubige undsoweiterundsofort) kann man Menschen nur entsprechend dieses Teil ihrer Persönlichkeit verstehen, aber eben niemals gänzlich.
Selina, vielleicht erinnerst du dich, ich dir schon mehrmals empfohlen, dich mit jenen, die du z. B. hier kritisierst oder verurteilst auch mal näher zu beschäftigen. Meiner Meinung nach versuchst du Menschen dahingehend zu verstehen, in dem du sie eben kategorisierst: Der sagt das, dann ist er so. Die sagt nicht jenes, dann ist sie dieses.

So (kategorisierend) habe ich eine zeitlang auch mal versucht, Menschen zu verstehen und Umstände zu beurteilen (und es überkommt mich immer wieder - weil das menschlich ist und ich kann als Mensch nun mal nicht aus meiner Haut). Aber irgendwann habe ich das Zuhören und Nachfragen für mich entdeckt - natürlich setzt das ein entsprechend ebenso offenes Gegenüber voraus. Wieso, weshalb, warum - das ist nicht nur ein Refrain des Titelsongs einer Kindersendung = das ist vielmehr der Schlüssel zur Erkenntnis. Wenn kleine Kinder eben in eine "Warum?"-Phase geraten, dann ist ein verdammt gutes Zeichen bzgl. ihrer sozialen Entwicklung. Wenn man das kategorisiert, dann sind jene Kinder eben nur noch "Nervenbomber".

Wir leben in einer zunehmend schnelllebigeren Zeit, wo uns immer weniger Möglichkeiten für Zuhören und Nachfragen gegeben ist - stattdessen ist "Urteil auf Knopfdruck" wortwörlich das Maß der Dinge. Wir liken/disliken unsere Kommunikation, bewerten uns mittels Sternvergabe und driften mehr und mehr in virtuelle Realitäten ab. Immer weiter, immer gradeaus - nur nicht nachdenken, nur nicht nachfragen, nur nicht zuhören = der Druck wird immer größer. Kein Wunder spaltetet sich die Gesellschaft, kein Wunder distanzieren sich die Gesellschaftsschichten voneinander, kein Wunder braucht es da nur einen kleinen Pups, und schon bricht ein neuer Shitstorm los. Und kein Wunder, dass wir in all der Eile, dem Stress und der Hektik nicht mehr lernen oder unser Gelerntes umsetzen können. Innehalten und sich mal umsehen, Fragen stellen, zuhören, sich Gedanken machen, sich austauschen - DAS könnte uns helfen = und eben nicht die x-te Handy-App, das millionste Youtube-Video, oder künstliche Intelligenz.
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Uffhausen
Beiträge: 1154
Registriert: Mi 14. Dez 2016, 22:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Uffhausen » Do 22. Apr 2021, 14:11

Selina hat geschrieben:(22 Apr 2021, 12:24)
Was ich aber überhaupt nicht verstehe (ich meine das gar nicht nur auf deine Geschichte bezogen), ist, wieso sich Menschen mit Ausgrenzungserfahrungen dann im späteren Leben nicht mit anderen Ausgegrenzten solidarisieren. Da behandeln sich Ausgegrenzte untereinander auch nochmal ausgrenzend. Schon komisch.

Was bringt denn diese Solidarität? Das klingt nur schön und sagt sich so leicht.

Das Problem befindet sich im Kopf des Ausgrenzenden - dieses gilt es zu verstehen = dann kann man drüber reden und vielleicht durch gemeinsames Nachdenken etwas bewirken.

Wenn du dich - aus welchen Gründen auch immer - mit einem Ausgegrenzten solidarisierst, ändert sich im Kopf des Ausgrenzenden kein bisschen was. Im Gegenteil: Er hat ein "Opfer" mehr, muss seinen etwaigen Hass sogar noch verstärken oder intensivieren.

Unüberdachte Gutmenschlichkeit kann böseste Folgen nach sich ziehen... hab' ich selbst erlebt.
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Benutzeravatar
odiug
Beiträge: 15769
Registriert: Di 25. Sep 2012, 07:44

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon odiug » Do 22. Apr 2021, 14:28

Selina hat geschrieben:(22 Apr 2021, 12:24)
...

Was ich aber überhaupt nicht verstehe ... , ist, wieso sich Menschen mit Ausgrenzungserfahrungen dann im späteren Leben nicht mit anderen Ausgegrenzten solidarisieren. Da behandeln sich Ausgegrenzte untereinander auch nochmal ausgrenzend. Schon komisch.

Weil sie es gelernt haben.
Warum schlagen Eltern ihre Kinder ?
Weil sie wahrscheinlich schon als Kind geschlagen wurden.
So einfach ist das oft.
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 19059
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 08:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Do 22. Apr 2021, 17:32

Selina hat geschrieben:(22 Apr 2021, 10:54)

Interessante Rezension zum Bischof-Köhler-Buch. Da wird alles angeschnitten, was auch hier besprochen wird:

https://literaturkritik.de/id/5545

War ja klar, dass du eine Rezension finden würdest, die das Buch verreißt, dumm nur, das der Rezensent ad hominem polemisiert, statt sich sachlich mit dem Inhalt des Buches auseinanderzusetzen, statt Bischof-Köhlers Köhlers Aussagen und Erkenntnisse fachlich zu widerlegen, statt zu sagen, wo sie bei der Auswertung von Studien falsch liegt.
Es SIND Erkenntnisse und KEINE Thesen, wie der Rezensent behauptet, weil diese Erkenntnisse von mehreren Wissenschaftlern unabhängig vorneinander gemacht und publiziert wurden. Erkenntnisse, die nachvollziehbar sind und die an und in der Realität überprüfbar sind. Die Tatsache, dass diese Erkenntnisse im Experiment wiederholbar sind und damit eine Forderung wissenschaftlicher Methodik und Arbeitsweise erfüllen, wertet der Rezensent als irrelevant ab und das obwohl die Genderforschung bisher keine einzige ihrer Theorien im Experiment bestätigen konnte. Das genaue Gegenteil ist der Fall - alle Hypothesen und Theorien, die Genderforschung bisher vorgelegt haben wurden durch die Überprüfung an und in der Realität widerlegt.

Der Rezensent kritisiert Bischof- Köhler in Bezug auf:

"So fragt es sich etwa, ob eine Theorie, die - wie die Autorin betont - durch ein Gegenbeispiel nicht widerlegt werden kann, dem weithin anerkannten Kriterium Karl Poppers entspricht, dem zufolge eine notwendige Bedingung von wissenschaftlichen Thesen ihre prinzipielle Falsifizierbarkeit ist. Um genau solch eine Theorie handelt es sich aber bei der Annahme einer geschlechtsspezifischen "Veranlagung", die zugesteht, dass es Einzelnen stets möglich ist, gegen diese "Disposition" zu handeln."

Dabei ignoriert er genz bewusst, dass Bischof-Köhler bei ihren Aussagen immer die Einschränkung "im Mittel" bzw "im Durchschnitt" hinzufügt und dahin gehen einschränkt, dass eine Handlung gegen diese Dispositionen nur in bestimmten Grenzen möglich ist.
Weiter lässt er völlig unerwähnt, dass wissenschaftliche Theorien/Hypothesen so lange Gültigkeit haben, BIS sie widerlegt sind.
Hypothesen/Theorien die auch nur in einem Aspekt widerlegt wurden, sind fallen zu lassen und/oder müssen modifiziert werden.
Genau dies passiert bei den Thesen der Genderforschung jedoch nicht, sie werden munter weiter widergekäut.

Nunja, wie soll ein Rezensent, der den Arbeitskreis Zukunft des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Philipps Universität Marburg, mitbegründet hat, also in der Genderforschung tief verwurzelt ist, auch akzeptieren, DASS es nunmal Geschlechtsunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die über die Anatomie hinaus gehen, dazu müsste man ja zur Kenntnis nehmen, dass 2% gentische Unterschiede zwischen Mann und Frau - also genauso viel wie zwischen Mensch und Schimpanse - eben auch zu Unterschieden im Ergebnis führen, genauso wie unterschiedliche Sexualhormone, die wichtige Abschnitte in der pränatalen Entwicklung steuern, auch zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in Verhaltensweisen und Verhaltensmustern führen.
Und NEIN - Schlaffis und Weicheier sind sexuell/erotisch NICHT attraktiver als energische, recht "dominante" Männer, gerade für emanzipierte Frauen nicht, die wollen einen Mann auf Augenhöhe, einen der notfalls auch mal "Paroli" bietet, statt den Schwanz einzuklemmen und winselnd der Frau jeden Wunsch von den Augen abliest.

Aber wie so viele seines Fachs, hat der Rezensent keinen Schimmer, wie emanzipierte Frauen ticken.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 16169
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Do 22. Apr 2021, 17:53

odiug hat geschrieben:(22 Apr 2021, 14:28)

Weil sie es gelernt haben.
Warum schlagen Eltern ihre Kinder ?
Weil sie wahrscheinlich schon als Kind geschlagen wurden.
So einfach ist das oft.


Ja. Aber im Falle des Users, der hier seine Geschichte ausführlich niederschrieb, geht es darum, dass er zusammen mit seiner Familie massiv ausgegrenzt worden ist von einer deutschen Spießergemeinschaft. Kannst du in seinem Bericht nachlesen. Und als er dann erwachsen war, fing er an, selbst auszugrenzen, zumindest verbal, siehe seine Schilderungen über immer mehr Ausländer in seinem Wohngebiet. Ich denke aber, jeder kann gegensteuern, wenn er sowas bei sich selbst feststellt. Das ist kein Automatismus, ausgegrenzt worden zu sein und es dann selbst auch zu tun.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Uffhausen
Beiträge: 1154
Registriert: Mi 14. Dez 2016, 22:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Uffhausen » Do 22. Apr 2021, 18:12

Selina hat geschrieben:(22 Apr 2021, 17:53)
Und als er dann erwachsen war, fing er an, selbst auszugrenzen, zumindest verbal, siehe seine Schilderungen über immer mehr Ausländer in seinem Wohngebiet.

Ach, so ist das gemeint!

Häää, wie kommst du jetzt drauf, ICH würde irgendjemand "ausgrenzen" - nur weil ich feststelle, dass immer mehr Ausländer in mein Viertel ziehen? Die reden nicht mit mir, ich rede nicht mit ihnen. Ist das für dich etwa schon (böswillig?) "ausgrenzen"? :?: Ich bitte um Erklärung, vielen Dank.
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 20601
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 11:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Do 22. Apr 2021, 18:15

Selina hat geschrieben:(22 Apr 2021, 17:53)

Ja. Aber im Falle des Users, der hier seine Geschichte ausführlich niederschrieb, geht es darum, dass er zusammen mit seiner Familie massiv ausgegrenzt worden ist von einer deutschen Spießergemeinschaft. Kannst du in seinem Bericht nachlesen. Und als er dann erwachsen war, fing er an, selbst auszugrenzen, zumindest verbal, siehe seine Schilderungen über immer mehr Ausländer in seinem Wohngebiet. Ich denke aber, jeder kann gegensteuern, wenn er sowas bei sich selbst feststellt. Das ist kein Automatismus, ausgegrenzt worden zu sein und es dann selbst auch zu tun.


Der user sprach von Ausländern, die lieber unter sich bleiben. Die Ausgrenzung ist erwünscht. Die wollen deine Aufmerksamkeit nicht. Das muß man auch mal akzeptieren. Die finden dich einfach nicht prickelnd und verstehen deine Sprache nicht.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 16169
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Do 22. Apr 2021, 18:20

Uffhausen hat geschrieben:(22 Apr 2021, 13:27)

Es liegen in mehrerlei Hinsicht Welten dazwischen, Selina - früher hat man sich seine gegenseitige Verachtung füreinander vielleicht noch persönlich ins Gesicht gesagt. Heute macht man dagegen wegen Kinkerlitzchen gleich ein virtuelles Fass auf = verstehst du, wie ich meine?

Was meinst du, wie wäre es mir und meiner Familie ergangen, hätten damals schon heutige Zustände (Social Media) geherrscht? Albene Gerüchte wären zu unumstößlichen Tatsachen geworden = aber die WAHRHEIT wäre auf der Strecke geblieben!


Eine sehr gute und wichtige Frage - dazu könnte ich auch einiges selbst erlebtes und beobachtetes erzählen.

Ich kann nur dazu raten, jeden Menschen als genau das zu betrachten, was er tatsächlich ist: Ein MENSCH. Das erklärt im Grunde ALLES. Wenn man Menschen eben nur kategorisiert (Ausländer, Homosexuelle, Rassisten, Schwarze, Reiche, Linke, Gläubige undsoweiterundsofort) kann man Menschen nur entsprechend dieses Teil ihrer Persönlichkeit verstehen, aber eben niemals gänzlich.
Selina, vielleicht erinnerst du dich, ich dir schon mehrmals empfohlen, dich mit jenen, die du z. B. hier kritisierst oder verurteilst auch mal näher zu beschäftigen. Meiner Meinung nach versuchst du Menschen dahingehend zu verstehen, in dem du sie eben kategorisierst: Der sagt das, dann ist er so. Die sagt nicht jenes, dann ist sie dieses.

So (kategorisierend) habe ich eine zeitlang auch mal versucht, Menschen zu verstehen und Umstände zu beurteilen (und es überkommt mich immer wieder - weil das menschlich ist und ich kann als Mensch nun mal nicht aus meiner Haut). Aber irgendwann habe ich das Zuhören und Nachfragen für mich entdeckt - natürlich setzt das ein entsprechend ebenso offenes Gegenüber voraus. Wieso, weshalb, warum - das ist nicht nur ein Refrain des Titelsongs einer Kindersendung = das ist vielmehr der Schlüssel zur Erkenntnis. Wenn kleine Kinder eben in eine "Warum?"-Phase geraten, dann ist ein verdammt gutes Zeichen bzgl. ihrer sozialen Entwicklung. Wenn man das kategorisiert, dann sind jene Kinder eben nur noch "Nervenbomber".

Wir leben in einer zunehmend schnelllebigeren Zeit, wo uns immer weniger Möglichkeiten für Zuhören und Nachfragen gegeben ist - stattdessen ist "Urteil auf Knopfdruck" wortwörlich das Maß der Dinge. Wir liken/disliken unsere Kommunikation, bewerten uns mittels Sternvergabe und driften mehr und mehr in virtuelle Realitäten ab. Immer weiter, immer gradeaus - nur nicht nachdenken, nur nicht nachfragen, nur nicht zuhören = der Druck wird immer größer. Kein Wunder spaltetet sich die Gesellschaft, kein Wunder distanzieren sich die Gesellschaftsschichten voneinander, kein Wunder braucht es da nur einen kleinen Pups, und schon bricht ein neuer Shitstorm los. Und kein Wunder, dass wir in all der Eile, dem Stress und der Hektik nicht mehr lernen oder unser Gelerntes umsetzen können. Innehalten und sich mal umsehen, Fragen stellen, zuhören, sich Gedanken machen, sich austauschen - DAS könnte uns helfen = und eben nicht die x-te Handy-App, das millionste Youtube-Video, oder künstliche Intelligenz.


Genau, jeder ist zuerst ein Mensch. Das heißt in meinem Falle, Eulen nach Athen tragen. Wenn hier jemand immer wieder sagt, wichtig ist nur, dass der andere ein Mensch ist, egal, welcher Herkunft, welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, welchen Glaubens und welcher sexuellen Orientierung, dann bin ja wohl ich das. Einziger Knackpunkt: Besonders viele Rassisten und Fremdenfeinde gibts halt bei der Neuen Rechten. Sagt man das, tönt es sofort: Kategorisierung, Schubladendenken. Nee, das ist einfach so. Fremdenfeinde und Rassisten gibts zwar vereinzelt auch bei Anhängern anderer politischen Richtungen, das ist mir bekannt, aber besonders viele halt bei der Neuen Rechten. Diese will sich natürlich nicht ständig den Spiegel vorhalten lassen. Das ist schon klar. Tut man das als Gesellschaft aber nicht, käme das einer Bankrotterklärung der Demokratie gleich.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 20601
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 11:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Do 22. Apr 2021, 18:25

Uffhausen hat geschrieben:(22 Apr 2021, 18:12)

Ach, so ist das gemeint!

Häää, wie kommst du jetzt drauf, ICH würde irgendjemand "ausgrenzen" - nur weil ich feststelle, dass immer mehr Ausländer in mein Viertel ziehen? Die reden nicht mit mir, ich rede nicht mit ihnen. Ist das für dich etwa schon (böswillig?) "ausgrenzen"? :?: Ich bitte um Erklärung, vielen Dank.


Dass die mit dir nicht reden, ist nicht Selinas Problem. Dass du nicht mit ihnen redest, das ist das Problem.
Du grenzt aus. Die anderen reagieren nur auf deine Ausgrenzung. Simpel und einfach. Der Ausländer ist immer lieb, aufgeschlossen, tolerant und weltoffen. Nur du als Rec.... äh...Deutscher, du machst Probleme.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 16169
Registriert: Do 29. Sep 2016, 15:33

Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Do 22. Apr 2021, 18:26

Uffhausen hat geschrieben:(22 Apr 2021, 18:12)

Ach, so ist das gemeint!

Häää, wie kommst du jetzt drauf, ICH würde irgendjemand "ausgrenzen" - nur weil ich feststelle, dass immer mehr Ausländer in mein Viertel ziehen? Die reden nicht mit mir, ich rede nicht mit ihnen. Ist das für dich etwa schon (böswillig?) "ausgrenzen"? :?: Ich bitte um Erklärung, vielen Dank.


Man könnte doch zumindest versuchen, aufeinander zuzugehen, statt sich permanent aus dem Weg zu gehen. Oder als Minimum: Vorurteile überdenken. Oder bist du schon mal attackiert und belästigt worden von ihnen? Das wäre dann ein wenig was anderes.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz

Zurück zu „8. Gesellschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste