Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 12. Apr 2021, 16:17

Keoma hat geschrieben:(12 Apr 2021, 15:58)
Deutsch konnte ich schon als Kind.


Na ja.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Mo 12. Apr 2021, 16:49

Chajm hat geschrieben:(12 Apr 2021, 15:11)

Der Film wurde schon 2015 so eingestuft:
Pädagogisch unverantwortlich: Diese Filme sollten Sie Ihren Kindern NICHT zeigen
"Forrest Gump (1994)

© Paramount Pictures

Es gilt als erwiesen, dass die amerikanische Filmproduktion „Forrest Gump“ aus dem Jahre 1994 ein verzerrtes Gesellschafts- und Weltbild wiedergibt und vor allem junge Zuschauer in deren sozialer Orientierung massiv negativ beeinflussen kann. Als Gründe dafür benennt das Gremium die Tatsache, dass die Titelfigur trotz mangelnder Kompetenzen ohne Schwierigkeiten durchs Leben geht und sie somit sogar teils menschenverachtende Situationen wie etwa kriegerische Handlungen unbeschadet und ohne einen methodischen Konsens überstehen. Gravierend kommt hinzu, dass vor allem Kinder in der Hinsicht beeinflusst werden, dass unreflektiertes und unüberlegtes Handeln nur belohnt werden kann. Aus diesem Grunde hält das Gremium die Indizierung von „Forrest Gump“ für dringend notwendig.
https://www.moviebreak.de/features/unse ... ung?item=3


Was ist das nur für eine Ignoranz und Blödheit dieser Leute, die so etwas entscheiden? Dann sollen wohl Kinder nicht lernen, was Satire ist, was Überspitzung und Verfremdung in der Kunst/Filmkunst? Kinder ab 12 Jahren in etwa können sowas durchaus begreifen... Unfassbar. Ohne Forrest Gump wäre die Filmwelt um einiges ärmer.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Mo 12. Apr 2021, 17:01

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 09:52)

Hi hi ... kennst du Juristen- oder Beamtendeutsch :D


:D :D :D (schön, wie der selber über den Schwachsinn lachen muss :thumbup: )
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Mo 12. Apr 2021, 17:04

firlefanz11 hat geschrieben:(12 Apr 2021, 10:10)

Aber wenn ich doch schon per Geburt Rassist bin? Wie kann ich dann KEIN Rassist sein? :?


Hab ich nicht behauptet, dass jemand per Geburt Rassist sei. Rassist wird man erst im Laufe seiner Sozialisation. Das Elternhaus spielt eine große Rolle, Freundeskreis etcpp.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Selina » Mo 12. Apr 2021, 17:05

DarkLightbringer hat geschrieben:(12 Apr 2021, 10:01)

Im 18. Jahrhundert setzte sich eine galante Hofsprache durch, die vom Volk jedoch nicht gesprochen wurde. Adelsnation und Volksnation waren zwei verschiedene Konzepte.

In Indien gibt es (mind.) einen Bundesstaat, in dem die einfache Landbevölkerung keine der beiden Amtssprachen versteht.

Und Sahra Wagenknecht meint quasi, die "Lifestyle-Linken" würden sich um Skurrilitäten und Marotten kümmern, verlören aber die Arbeiter aus den Augen.


Was meint sie mit "Skurrilitäten und Marotten"?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon odiug » Mo 12. Apr 2021, 17:22

Selina hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:01)

:D :D :D (schön, wie der selber über den Schwachsinn lachen muss :thumbup: )

Es gibt ein Video, wo die ganze Rede zu sehen ist, das ich leiden nicht fand.
Weil der Bundesrat hält das doch eine Weile aufrecht, bevor er zu grinsen anfängt und sich nicht mehr halten kann :D
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Mo 12. Apr 2021, 17:27

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 14:13)

Schön für dich :p
Nur ich kapituliere nicht vor deiner Argumentation, sondern vor der Abstinenz eines Arguments.

Nein, du kapitulierst eben nicht vor der Abwesenheit eines Arguments, sondern weil du selbst keine Argumente hast. Du kannst nur schwarz oder weiß. So einfach funktioniert eine Auseinandersetzung mit Geschichte jedoch nicht, weil komplexe Kausalitäten und Korrelationen auch komplexer Erklärungen bedürfen, weil geschichtliche Ereignisse keine monokausalen Ursachen kennen und deshalb auch keine eindimensionalen Antworten.

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 14:13)Frag dich mal, warum es im Süden der USA mehr Statuen von Nathan Bedford Forrest gibt als von irgend wem sonst ?
Von wem diese Statuen wann errichtet wurden und zu welchen Zweck.

Diese Frage habe ich dir bereits beantwortet - nämlich aus dem gleichen Grund, wie es in der UdSSR so viele Lenin- und Stalinstatuen/-demkmäler gab und in Nazideutschland so viele Hitlerstatuen und so wenige von Thälmann, aus dem gleichen Grund warum es in der DDR von Marx-Denkmälern "wimmelte"

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 14:13)
Und hier anzudeuten, dass der Kolonialismus irgend einen transaktionalen Charakter gehabt hätte, ich geb euch Krankenhäuser, Schulen und die Eisenbahn im Austausch für Rohstoffe, ist in seiner Naivität beinahe schon lächerlich, auf jeden Fall aber als "Argument" einfach falsch.
Als besonders drastisches Beispiel kann man Leopold 2 von Belgien und seine private Kolonie im Belgisch Kongo anführen.

Hier deutet niemand etwas an - hier geht es um Tatsachen, Tatsachen, die DIR allerdings nicht gefallen werden, die DU leugnest.
Bei der Kolonisierung ging es eben NICHT in erster Linie um Optimierung der Ausbeutung oder rein ökonomische Beweggründe/Ziele, sondern um Missionierung (Verbreitung des Christentums) um Absatzmärkte für eigene Produkte, um Rohstoffquellen und die Produktion vor Ort.
Und genau dafür benötigt man gebildete Arbeitskräfte, benötigt man Menschen, die sich als Untertanen des Mutterlandes, mit dem Mutterland identifizieren und damit sie das tun, darf man nicht nur nehmen, man muss auch geben.
Das hat nicht das geringste mit Naivität zu tun, sondern mit knallhartem politischem Kalkül.
Deutscher Kolonialismus ist eben NICHT nur der Völkermord an Herero und Nami, sondern auch der Bau von Schulen und Krankenhäusern, die Vermittlung europäischer hygienischer Standards, ist die Standardisierung der Swahili-Sprachen zu einer Verwaltungssprache in den britischen Kolonien u.v.m.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Mo 12. Apr 2021, 17:35

Selina hat geschrieben:(12 Apr 2021, 16:49)

Was ist das nur für eine Ignoranz und Blödheit dieser Leute, die so etwas entscheiden? Dann sollen wohl Kinder nicht lernen, was Satire ist, was Überspitzung und Verfremdung in der Kunst/Filmkunst? Kinder ab 12 Jahren in etwa können sowas durchaus begreifen... Unfassbar. Ohne Forrest Gump wäre die Filmwelt um einiges ärmer.

Und wie sieht das mit Filmen wie "Dumbo" aus oder mit Romanen wie "Onkel Toms Hütte", "Tom Sawayer" oder Huckleberry Finn".
Die werden in den USA ebenfalls indiziert, weil so böse rassistisch - oder das Bürgerkriegsdrama "Fackeln im Sturm"?
Zählt das bei dir auch zu Ignoranz und Blödheit?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 12. Apr 2021, 17:43

franzmannzini hat geschrieben:(12 Apr 2021, 14:53)

Ein deutscher Liederabend:
https://www.t-online.de/unterhaltung/mu ... bend-.html

Wie sieht sie aus, die ungemütliche Ecke ?

Na ja, wer "Schwarzbraun ist die Haselnuss, Schwarzbraun bin auch ich..." singt muss sich da aber auch nicht wirklich wundern... ;)

Der korrekte Terminus für die von ihm gewählten Werke ist 'deutsches Lied'.

NICHT 'deutsches Liedgut'?! :eek: :D
Zuletzt geändert von firlefanz11 am Mo 12. Apr 2021, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon odiug » Mo 12. Apr 2021, 17:43

Dark Angel hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:27)

Nein, du kapitulierst eben nicht vor der Abwesenheit eines Arguments, sondern weil du selbst keine Argumente hast. Du kannst nur schwarz oder weiß. So einfach funktioniert eine Auseinandersetzung mit Geschichte jedoch nicht, weil komplexe Kausalitäten und Korrelationen auch komplexer Erklärungen bedürfen, weil geschichtliche Ereignisse keine monokausalen Ursachen kennen und deshalb auch keine eindimensionalen Antworten.


Diese Frage habe ich dir bereits beantwortet - nämlich aus dem gleichen Grund, wie es in der UdSSR so viele Lenin- und Stalinstatuen/-demkmäler gab und in Nazideutschland so viele Hitlerstatuen und so wenige von Thälmann, aus dem gleichen Grund warum es in der DDR von Marx-Denkmälern "wimmelte"


Hier deutet niemand etwas an - hier geht es um Tatsachen, Tatsachen, die DIR allerdings nicht gefallen werden, die DU leugnest.
Bei der Kolonisierung ging es eben NICHT in erster Linie um Optimierung der Ausbeutung oder rein ökonomische Beweggründe/Ziele, sondern um Missionierung (Verbreitung des Christentums) um Absatzmärkte für eigene Produkte, um Rohstoffquellen und die Produktion vor Ort.
Und genau dafür benötigt man gebildete Arbeitskräfte, benötigt man Menschen, die sich als Untertanen des Mutterlandes, mit dem Mutterland identifizieren und damit sie das tun, darf man nicht nur nehmen, man muss auch geben.
Das hat nicht das geringste mit Naivität zu tun, sondern mit knallhartem politischem Kalkül.
Deutscher Kolonialismus ist eben NICHT nur der Völkermord an Herero und Nami, sondern auch der Bau von Schulen und Krankenhäusern, die Vermittlung europäischer hygienischer Standards, ist die Standardisierung der Swahili-Sprachen zu einer Verwaltungssprache in den britischen Kolonien u.v.m.

Lenin und Stalin Statuen wurden auch gestürzt.
Nur mal so neben bei ... man feierte das sogar bei uns und auch dort, wo sie fielen.
Und dein letztes Beispiel ist wirklich bezeichnend.
Die Standardisierung von Swahili zu einer Verwaltungssprache ... zu einer Verwaltungssprache für wen ... wessen Verwaltung meint man damit und was ist der Zweck dieser Verwaltung ?
Ach ja ... es ist eine britische Verwaltung ... na schau mal einer an.
Wir reden hier in einer Nebendiskussion wie sehr das Gendersternchen die Deutsche Sprache verhunzt, und ja, tut es, wobei das Beamtendeutsch, die das Gendersternchen ja betrifft schon verhunzt genug ist.
Und jetzt stell dir mal vor, ein paar afrikanische Kolonisatoren machen das mit den Deutschen Dialekten um ihre Kolonialverwaltung zu rationalisieren !

Und europäische Hygienestandards waren auch kein Selbstzweck oder eine Wohltat für die Bevölkerung.
Man brauchte die in den Bergbausiedlungen und Plantagen.
In Süd Amerika starben die indigenen Völker nur zwei Jahrhunderte vorher den Spaniern ja weg wie Fliegen ... das geht natürlich nicht, das wussten auch die Briten, Belgier, Franzosen und Deutsche ... wer soll den auf den Plantagen und Minen sonst arbeiten ?
Also brauchte man eine Lösung.
In einem gebe ich dir aber recht: die Wirtschaftlichkeit deutscher Kolonien war nicht sonderlich gut.
Eigentlich war das ein Verlustgeschäft für das Deutsche Reich.
Man kam zu spät und kriegte nur die Krümel vom großen Kuchen.
Die Ausnahme wäre vielleicht Deutsch West Afrika gewesen, das heutige Namibia.
Aber man besaß damals noch nicht die Technik, um deren Bodenschätze wirtschaftlich auszubeuten und dann war es halt weg nach dem verlorenen Krieg.
Zuletzt geändert von odiug am Mo 12. Apr 2021, 18:41, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 12. Apr 2021, 17:47

Billie Holiday hat geschrieben:(12 Apr 2021, 14:52)

Dafür reicht manchmal Doppel D :D


Da hast du Recht. Man merkt es mir nicht an, aber ich bin für diese Art Manipulation selber sehr empfänglich.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 12. Apr 2021, 17:50

firlefanz11 hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:43)

Na ja, wer "Schwarzbraun ist die Haselnuss, Schwarzbraun bin auch ich..." singt muss sich da aber auch nicht wirklich wundern... ;)


Wieso? Er bezeichnet sich doch selber als PoC.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 12. Apr 2021, 18:00

Liegestuhl hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:50)

Wieso? Er bezeichnet sich doch selber als PoC.

Und was heisst das? Pretty old Cock oder was? :?: :s
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 12. Apr 2021, 18:12

firlefanz11 hat geschrieben:(12 Apr 2021, 18:00)

Und was heisst das? Pretty old Cock oder was? :?: :s


Ja. Pretty old cock.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon tarkomed » Mo 12. Apr 2021, 18:52

Dark Angel hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:35)

Und wie sieht das mit Filmen wie "Dumbo" aus oder mit Romanen wie "Onkel Toms Hütte", "Tom Sawayer" oder Huckleberry Finn".
Die werden in den USA ebenfalls indiziert, weil so böse rassistisch - oder das Bürgerkriegsdrama "Fackeln im Sturm"?
Zählt das bei dir auch zu Ignoranz und Blödheit?

Die Amerikaner sind selbst schuld, dass sie über Jahrhunderte hinweg das Ausmaß des Rassismus in ihrem Land so sträflich ignoriert haben. Jetzt bleibt ihnen nur noch Aktionismus übrig.
Bei uns ist es zum Glück noch lange nicht so schlimm und wir haben keinen solchen Aktionismus nötig.
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Mo 12. Apr 2021, 18:58

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:43)

Lenin und Stalin Statuen wurden auch gestürzt.
Nur mal so neben bei ... man feierte das sogar bei uns und auch dort, wo sie fielen.

Dass dem Sturz dieser Statuen/Denkmäler ein Systemwechsel (Diktatur wurde durch Demokratie ersetzt) vorausging, blendest du beflissentlich aus.
Wann fand doch gleich ein Systemwechsel in den USA statt?

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:43)]Und dein letztes Beispiel ist wirklich bezeichnend.
Die Standardisierung von Swahili zu einer Verwaltungssprache ... zu einer Verwaltungssprache für wen ... wessen Verwaltung meint man damit und was ist der Zweck dieser Verwaltung ?

Und wieder beweist du deine Ahnungslosigkeit!
Swahili ist eine Kunstprache, die sich aus Elementen verschiedener Bantudialekte, aus arabischen, persischen, indischen und portugisischen Elementen entwickelt hat und in eine Vielzahl von Dialekten zerfallen ist.
Die Briten taten nicht mehr und nicht weniger, als diese Dialekte zu vereinheitlichen, eine Schriftsprache zu entwickeln, um damit die Verständigung der verschiedenen Stämme/Völker zu erleichtern. Und zwar zwischen den Weltkriegen.
Viele afrikanischen Stämme und Völker hatten/kannten keine Schrift.
Swahili ist heute Amtssprache in vielen afrikanischen Staaten, darunter Kenia und Uganda.
Achja und heute genießt Swahili als Sprache eine besondere Pflege durch das sprachwissenschaftliche Institut der Universität Daressalam.

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:43)Ach ja ... es ist eine britische Verwaltung ... na schau mal einer an.

Falsch! Als Verwaltungssprache der Clanverwaltungen, die der britischen Verwaltung unterstanden. In der britischen Verwaltung war englisch Amts- und Verwaltungssprache.
Sorry, aber wenn du so gar keine Ahnung hast, lass doch einfach die Finger von der Tastatur!

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:43)Und europäische Hygienestandards waren auch kein Selbstzweck oder eine Wohltat für die Bevölkerung.
Man brauchte die in den Bergbausiedlungen und Plantagen.
In Süd Amerika starben die indigenen Völker den Spaniern ja weg wie Fliegen ... das geht natürlich nicht, das wussten auch die Briten, Belgier, Franzosen und Deutsche ... wer soll den auf den Plantagen und Minen sonst arbeiten ?
Also brauchte man eine Lösung.

Sorry, aber dieses Geschreibsel ist an Ignoranz nun wirklich nicht mehr zu überbieten.
Merkst Du eigentlich, wie rassistisch du dich selber äußerst, wenn du befürwortest, dass die autochtone Bevölkerung Afrikas von gesellschaftlichem, zivilisatorischen und wissenschaftlich-technischen Fortschritt ausgeschlossen bleiben soll, merkst du eigentich wie rassistisch es de facto ist, sich ein Bild von "den edlen Wilden" zu erhalten, die man in einem Freiluftzoo beobachten kann.
Tja sowas passiert, wenn man vom rein gesinnungsethischen Standpunkt her, argumentiert, nur das zulässt, was sich "gut anfühlt", dabei jedoch die Ratio außen vorlässt und nicht über die Konsequenzen nachdenkt.

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2021, 17:43)In einem gebe ich dir aber recht: die Wirtschaftlichkeit deutscher Kolonien war nicht sonderlich gut.
Eigentlich war das ein Verlustgeschäft für das Deutsche Reich.
Man kam zu spät und kriegte nur die Krümel vom großen Kuchen.
Die Ausnahme wäre vielleicht Deutsch West Afrika gewesen, das heutige Namibia.
Aber man besaß damals noch nicht die Technik, um deren Bodenschätze wirtschaftlich auszubeuten und dann war es halt weg nach dem verlorenen Krieg.

Dumm nur, dass es gar nicht in erster Linie um Wirtschaftlichkeit ging, sondern um Land, darum für die wachsende deutsche Bevölkerung "Lebensraum" zu schaffen, um Absatzmärkte für die erstarkende deutsche Industrie zu schaffen und erst in zweiter Linie um Rohstoffe und Ressourcen.
Das Credo deutscher Kolonialpolitik war "am deutschen Wesen soll die Welt genesen" und das meinten die tatsächlich so ...
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » Mo 12. Apr 2021, 19:10

tarkomed hat geschrieben:(12 Apr 2021, 18:52)

Die Amerikaner sind selbst schuld, dass sie über Jahrhunderte hinweg das Ausmaß des Rassismus in ihrem Land so sträflich ignoriert haben. Jetzt bleibt ihnen nur noch Aktionismus übrig.
Bei uns ist es zum Glück noch lange nicht so schlimm und wir haben keinen solchen Aktionismus nötig.

Haben wir nicht?
Und was ist mit "Pippi Langstrumpf", dem "Zigeunerschnitzel" oder dem Mohrenkopf oder den "heiligen drei Königen", da war auch einer schwarz, aber Gesicht schwarz anmalen ist ein NoGo.
Ist das etwa kein Aktionismus?
Nur weil es bei uns NOCH keinen Aktionismus, wie in den USA gibt, bedeutet das noch lange nicht, dass nicht der Boden dafür längst bereitet wäre.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon PeterK » Mo 12. Apr 2021, 19:54

Dark Angel hat geschrieben:(12 Apr 2021, 13:23)
Nochmal: ist dir eigentlich schon mal aufgefallen, dass Plural IMMER im genuinen Femininum gebildet werden ...

Ich kann Dir nicht ganz folgen. Meinst Du das generische Femininum?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon PeterK » Mo 12. Apr 2021, 20:09

Dark Angel hat geschrieben:(12 Apr 2021, 19:10)
Nur weil es bei uns NOCH keinen Aktionismus, wie in den USA gibt, bedeutet das noch lange nicht, dass nicht der Boden dafür längst bereitet wäre.

Das ist Gemunkel auf AfD-Niveau.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon odiug » Mo 12. Apr 2021, 20:34

Dark Angel hat geschrieben:(12 Apr 2021, 18:58)

Dass dem Sturz dieser Statuen/Denkmäler ein Systemwechsel (Diktatur wurde durch Demokratie ersetzt) vorausging, blendest du beflissentlich aus.
Wann fand doch gleich ein Systemwechsel in den USA statt?


Und wieder beweist du deine Ahnungslosigkeit!
Swahili ist eine Kunstprache, die sich aus Elementen verschiedener Bantudialekte, aus arabischen, persischen, indischen und portugisischen Elementen entwickelt hat und in eine Vielzahl von Dialekten zerfallen ist.
Die Briten taten nicht mehr und nicht weniger, als diese Dialekte zu vereinheitlichen, eine Schriftsprache zu entwickeln, um damit die Verständigung der verschiedenen Stämme/Völker zu erleichtern. Und zwar zwischen den Weltkriegen.
Viele afrikanischen Stämme und Völker hatten/kannten keine Schrift.
Swahili ist heute Amtssprache in vielen afrikanischen Staaten, darunter Kenia und Uganda.
Achja und heute genießt Swahili als Sprache eine besondere Pflege durch das sprachwissenschaftliche Institut der Universität Daressalam.


Falsch! Als Verwaltungssprache der Clanverwaltungen, die der britischen Verwaltung unterstanden. In der britischen Verwaltung war englisch Amts- und Verwaltungssprache.
Sorry, aber wenn du so gar keine Ahnung hast, lass doch einfach die Finger von der Tastatur!


Sorry, aber dieses Geschreibsel ist an Ignoranz nun wirklich nicht mehr zu überbieten.
Merkst Du eigentlich, wie rassistisch du dich selber äußerst, wenn du befürwortest, dass die autochtone Bevölkerung Afrikas von gesellschaftlichem, zivilisatorischen und wissenschaftlich-technischen Fortschritt ausgeschlossen bleiben soll, merkst du eigentich wie rassistisch es de facto ist, sich ein Bild von "den edlen Wilden" zu erhalten, die man in einem Freiluftzoo beobachten kann.
Tja sowas passiert, wenn man vom rein gesinnungsethischen Standpunkt her, argumentiert, nur das zulässt, was sich "gut anfühlt", dabei jedoch die Ratio außen vorlässt und nicht über die Konsequenzen nachdenkt.


Dumm nur, dass es gar nicht in erster Linie um Wirtschaftlichkeit ging, sondern um Land, darum für die wachsende deutsche Bevölkerung "Lebensraum" zu schaffen, um Absatzmärkte für die erstarkende deutsche Industrie zu schaffen und erst in zweiter Linie um Rohstoffe und Ressourcen.
Das Credo deutscher Kolonialpolitik war "am deutschen Wesen soll die Welt genesen" und das meinten die tatsächlich so ...

Die Kolonisierung Afrikas Asiens Australiens und Amerikas als "teilhabe am zivilisatorischen Fortschritt" zu verkaufen, ist an Zynismus kaum mehr zu überbieten.

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