Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

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schokoschendrezki
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 10. Apr 2021, 13:48

Billie Holiday hat geschrieben:(10 Apr 2021, 12:44)

Überlass doch den Menschen selbst, ob und in welcher Gruppe sie sich wohlfühlen. Dein reines Erdenbürgerdasein ist mir viel zu überkandidelt, ich fühle mich in verschiedenen Gruppen ganz wohl und will mich garnicht befreien (lassen).

Das sei dir unbenommen. Und ist allgemein eigentlich jedermanns Sache.

Ich will mich nur nicht dafür verantworten müssen, dass ich Jazz-, Blues, Gipsy- oder Klezmer-Musik spiele. Dass ich mich als weißer alter Mann dafür zu schämen habe.
Ich habe nie in meinem Leben irgendein Volk oder Kollektiv geliebt ... ich liebe in der Tat nur meine Freunde und bin zu aller anderen Liebe völlig unfähig (Hannah Arendt)
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Tom Bombadil
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 10. Apr 2021, 13:50

Billie Holiday hat geschrieben:(10 Apr 2021, 12:55)

Keine Gruppe Protestler fragt vorher um Erlaubnis, ob sich denn eine Mehrheit findet.

Zwischen Protest und Gewaltausübung liegen aber Welten.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 10. Apr 2021, 19:33

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Apr 2021, 13:48)

Das sei dir unbenommen. Und ist allgemein eigentlich jedermanns Sache.

Ich will mich nur nicht dafür verantworten müssen, dass ich Jazz-, Blues, Gipsy- oder Klezmer-Musik spiele. Dass ich mich als weißer alter Mann dafür zu schämen habe.


Mach dich nicht lächerlich, kein Mensch verlangt von dir Rechtfertigung für die Musik, die du spielst. Und wenn doch einer sich empört, hast du selbst Schuld, wenn du nicht schallend lachst. Dass du deine Musik spielst, liegt natürlich in deiner Verantwortung. Daraus abzuleiten, du müßtest dich entschuldigen - alberner Quatschkram.

Wenn du der Meinung bist, du müßtest dich für etwas schämen, worauf du keinen Einfluß hattest - bitte sehr.
Ich schäme mich für nichts, es sei denn, ich habe einen Fehler selbst zu verantworten.

Meine Fresse, worin man doch alles ein Problem sehen kann. In meinen Augen 1.-Welt-Luxus-Probleme von Leuten, denen es zu gut geht.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 10. Apr 2021, 19:37

Keoma hat geschrieben:(10 Apr 2021, 13:39)

Das nächste Mal, wenn ich bei einem fetten Bonzenauto vorbeigehe, mache ich einen Kratzer in die Tür.
Damit protestiere ich gleichzeitig gegen den Kapitalismus und den Klimawandel.


Das tun diese Typen sowieso. Fette Bonzenautos sind aber sehr gut versichert, der Besitzer hat meist nur ein müdes Lächeln für den deutlich gezeigten Neid und die Mißgunst übrig. Der kriegt einen fetten Leihwagen, während sein Wagen in der Werkstatt ist.

Aber dass ich nicht von Privatbesitz sprach, sondern von Statuen zum Gedenken an fragwürdige Personen, ist dir klar. :)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Keoma » Sa 10. Apr 2021, 20:35

Billie Holiday hat geschrieben:(10 Apr 2021, 19:37)

Das tun diese Typen sowieso. Fette Bonzenautos sind aber sehr gut versichert, der Besitzer hat meist nur ein müdes Lächeln für den deutlich gezeigten Neid und die Mißgunst übrig. Der kriegt einen fetten Leihwagen, während sein Wagen in der Werkstatt ist.

Aber dass ich nicht von Privatbesitz sprach, sondern von Statuen zum Gedenken an fragwürdige Personen, ist dir klar. :)

Die Statuen gehören zwar quasi der Allgemeinheit, aber trotzdem hat ein Einzelner kein Recht darauf.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 10. Apr 2021, 20:50

Keoma hat geschrieben:(10 Apr 2021, 20:35)

Die Statuen gehören zwar quasi der Allgemeinheit, aber trotzdem hat ein Einzelner kein Recht darauf.


Nein, hat auch keiner. Aber bei einer Protestaktion wird nicht nach den Eigentumsverhältnissen gefragt.
Da müssen dann Gerichte den Fall bewerten.
Einen Sklavenhalter vom Sockel zu stoßen könnte ja mit Bewährung geahndet werden. Andere Straftaten mit Geldstrafen, das Zerkratzen von teuren Autos z.B.
Ich selbst würde eher einen Antrag stellen auf Austausch von Statuen gegen menschenfreundlichere Persönlichkeiten. Andere gehen halt mit Gewalt vor.
Ich bin für Schutz von Leib, Leben und Gesundheit der Menschen und ihr Eigentum, bin aber bei der einen oder anderen Sockelschubserei an Gegenständen eher leidenschaftslos.
Man muß nicht jeder Persönlichkeit gedenken, aber vielleicht ist die eine oder andere in einem Dokumentationszentrum besser aufgehoben, mit erklärenden Schautafeln. Sklaverei ist eine Beleidigung der Menschheit.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Elmar Brok » Sa 10. Apr 2021, 23:14

Skeptiker hat geschrieben:(09 Apr 2021, 21:08)

Da bin ich bei dir. Sehr gerne kann kann man auch positive Seiten benennen.

Ich denke allerdings, dass sich die Wokies dieses Image selber zuzuschreiben haben. Da müssen die an ihrer Wachsamkeit halt arbeiten. Aber es diskreditiert nunmal jeden Antirassismus, wenn man ihn rassistisch umsetzt. Und ich halte das für keinen unwichtigen Teilaspekt der Woke-Bewegung, sondern leider für einen zentralen.

Ja, natürlich. Zumindest die radikalen Wokies haben sich das selbst zuzuschreiben. Auf Wokies mit legitimen Methoden lässt sich das nicht übertragen. Aber das ist ja auch irgendwo ein klassisches Problem jeder Bewegung/jedes Protests/jeder Revolution. Ich finde nicht, dass jeder Antirassismus durch bestimmte rassistische Antirassismus-Maßnahmen, diskreditiert wird. Überhaupt nicht. Solche Ereignisse werden natürlich von Rassisten genutzt, um sämtlichen Antirassismus zu diskreditieren. Aber rein logisch gesehen wird Antirassismus dadurch nicht diskreditiert. Steht ja in keinerlei Zusammenhang.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Tom Bombadil » So 11. Apr 2021, 10:03

Billie Holiday hat geschrieben:(10 Apr 2021, 20:50)

Andere gehen halt mit Gewalt vor.

Das ist mir zu lapidar. In einer demokratisch organisierten Gesellschaft erwarte ich, dass man sich an die demokratischen Spielregeln hält, gerade bei solchen Dingen würde direkte Demokratie Sinn machen, hier dann eine Abstimmung der Bürger Bristols, ob die Statue weg soll oder nicht. Das Schicksal der Sklavenhalterstatue ist mir komplett egal, man hätte sie auch im Fluss liegen lassen können, aber sowas sind halt Präzedenzfalle, die ungeahndet zur Wiederholung einladen und dann betrifft es eben auch irgendwann mal Denkmäler, die das nicht "verdient" haben.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Apr 2021, 10:38

„Meiner Meinung nach ist das totalitär“
https://www.welt.de/kultur/plus22995854 ... itaer.html

Die Autorin Judith Sevinç Basad wehrt sich gegen Denk- und Sprachverbote und gegen eine intellektuelle Elite.

Interviews: https://www.swr.de/swr1/bw/swr1leute/ju ... d-102.html

Ihr Verlag hat den Untertitel trotzdem gegendert. ;)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » So 11. Apr 2021, 10:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Apr 2021, 10:03)

Das ist mir zu lapidar. In einer demokratisch organisierten Gesellschaft erwarte ich, dass man sich an die demokratischen Spielregeln hält, gerade bei solchen Dingen würde direkte Demokratie Sinn machen, hier dann eine Abstimmung der Bürger Bristols, ob die Statue weg soll oder nicht. Das Schicksal der Sklavenhalterstatue ist mir komplett egal, man hätte sie auch im Fluss liegen lassen können, aber sowas sind halt Präzedenzfalle, die ungeahndet zur Wiederholung einladen und dann betrifft es eben auch irgendwann mal Denkmäler, die das nicht "verdient" haben.


Ich hab mich mißverständlich ausgedrückt. Andere gehen leider mit Gewalt vor. Ich finde das nicht gut. Wie ich sagte, ich würde vor Ort Anträge stellen, Kommunalpolitiker anschreiben....
Mit Gewalt Statuen zu zerstören sollte schon durch ein Gericht geahndet werden, wobei ich rein subjektiv es hier bei Bewährung belassen würde oder Geldstrafe oder sowas. Ein Sklavenhalter passt zum Gedenken nicht mehr. Ohne die Protestler stünde das Ding bis in alle Ewigkeit an seinem Platz.
In Anbetracht der Person überkommt mich keine große Empörung. Auch außerhalb linksextremer Gruppen gibt es Menschen, die Sklavenhaltern nicht gedenken wollen. ;)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » So 11. Apr 2021, 10:46

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Apr 2021, 10:38)

https://www.welt.de/kultur/plus22995854 ... itaer.html

Die Autorin Judith Sevinç Basad wehrt sich gegen Denk- und Sprachverbote und gegen eine intellektuelle Elite.

Interviews: https://www.swr.de/swr1/bw/swr1leute/ju ... d-102.html

Ihr Verlag hat den Untertitel trotzdem gegendert. ;)


Oh, eine weitere Neurechte und eine weitere Kerbe im Gürtel. :cool:
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon DarkLightbringer » So 11. Apr 2021, 10:52

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Apr 2021, 10:46)

Oh, eine weitere Neurechte und eine weitere Kerbe im Gürtel. :cool:

Erstens gibt es das gar nicht, worüber solche Autoren und Journalisten schreiben.
Und zweitens, wenn doch, dann sind diese Personen nicht richtig, die über sowas schreiben.
;)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Skeptiker » So 11. Apr 2021, 10:57

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Apr 2021, 10:52)

Erstens gibt es das gar nicht, worüber solche Autoren und Journalisten schreiben.
Und zweitens, wenn doch, dann sind diese Personen nicht richtig, die über sowas schreiben.
;)

Nicht zu vergessen diejenigen, die das ständig zitieren. Phöse Räächte :mad2:
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » So 11. Apr 2021, 11:02

Skeptiker hat geschrieben:(11 Apr 2021, 10:57)

Nicht zu vergessen diejenigen, die das ständig zitieren. Phöse Räächte :mad2:


Die echten Rechtsextremen haben es gut....sie werden in einer Riesengruppe unsichtbar. Da ja fast jeder nun Neurechts ist, wird die Gruppe Nazis immer größer, der einzelne kann sich gut verstecken. :thumbup:
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Dark Angel » So 11. Apr 2021, 11:43

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Apr 2021, 10:38)

https://www.welt.de/kultur/plus22995854 ... itaer.html

Die Autorin Judith Sevinç Basad wehrt sich gegen Denk- und Sprachverbote und gegen eine intellektuelle Elite.

Interviews: https://www.swr.de/swr1/bw/swr1leute/ju ... d-102.html

Ihr Verlag hat den Untertitel trotzdem gegendert. ;)

Bist mir zuvor gekommen!
Im gegebenen Zusammenhang ist dieser Abschnitt des Interviews sehr interessant:

"WELT: Sie schreiben, die Ideologie der Social Justice Warriors funktioniere wie eine Religion oder eine Verschwörungstheorie.

Basad: Ja, die rassistische Struktur, an die die Social Justice Warriors glauben, ist eigentlich wie eine Weltverschwörung. Man geht von der Annahme aus, dass der Kolonialismus als historisches Ereignis so tiefgreifend war, dass er alles beherrscht. Unsere Kultur, unsere Filme, die Art und Weise, wie Politik gemacht wird. Es wird meistens von unbewusstem Rassismus gesprochen, dem wir alle qua Hautfarbe aufsitzen.

Ich habe selbst einmal so ein Anti-Rassismus-Seminar besucht, wie sie momentan massenweise angeboten werden. Das Erste, was uns Weißen da gesagt wurde, war, dass wir alle Rassisten sind. Und dass wir nichts dagegen tun können, als uns in die Hände der Coaches zu begeben. Meiner Meinung nach ist das totalitär.

Hannah Arendt argumentiert, dass es totalitären Ideologien inhärent sei, in die tiefsten zwischenmenschlichen Sphären der Menschen einzugreifen und die Menschen auf diese Weise voneinander zu isolieren und sie in eine homogene Masse zu pressen. Die Aktivistin Robin DiAngelo – eine Koryphäe in der Rassismus-Forschung – behauptet zum Beispiel, dass man die Erbschuld des Kolonialismus nie loswerde, dass sie Weißen körperlich angeboren sei und Weiße quasi ihr ganzes Leben lang in Demut leben sollten."
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Skeptiker » So 11. Apr 2021, 12:06

Dark Angel hat geschrieben:(11 Apr 2021, 11:43)
Bist mir zuvor gekommen!
Im gegebenen Zusammenhang ist dieser Abschnitt des Interviews sehr interessant:
...

Der Abschnitt ist mir auch aufgefallen.

Wenn dem so ist, dann klingt das eher wie eine sektenartige Bewegung. Die sind grundsätzlich totalitär, weil da immer das Dogma im Raum steht, und niemand darf es antasten.

Allerdings muss man sich fragen, wie eine solche Bewegung derart mächtig wird, dass man ihr offenbar mit Sachargumenten nicht mehr beikommen kann. Da hat offensichtlich der "gute Wille" das "gute Argument" verdrängt. Im ersten Augenblick eine "Erlösung" für die so definierten Opfer, die Rechnung folgt. Man kann sich gar nicht vorstellen, wer sich alles als Opfer fühlen mag ... :rolleyes:
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Tom Bombadil » So 11. Apr 2021, 12:07

Dark Angel hat geschrieben:(11 Apr 2021, 11:43)

Die Aktivistin Robin DiAngelo – eine Koryphäe in der Rassismus-Forschung – behauptet zum Beispiel, dass man die Erbschuld des Kolonialismus nie loswerde, dass sie Weißen körperlich angeboren sei und Weiße quasi ihr ganzes Leben lang in Demut leben sollten."

Meine Fresse, wie komplett gaga diese Leute sind. Lebt diese "Aktivistin" denn auch demütig, zieht in Sack und Asche durch die Straßen und klagt sich selber lautstark als Rassistin an, hat Sie all ihre unrechtmäßigen "weißen" Besitztümer an PoC verschenkt und hat sie ihre Arbeitsstelle an einen PoC abgetreten? Kann das mal jemand überprüfen?
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Billie Holiday » So 11. Apr 2021, 12:10

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Apr 2021, 12:07)

Meine Fresse, wie komplett gaga diese Leute sind. Lebt diese "Aktivistin" denn auch demütig, zieht in Sack und Asche durch die Straßen und klagt sich selber lautstark als Rassistin an, hat Sie all ihre unrechtmäßigen "weißen" Besitztümer an PoC verschenkt und hat sie ihre Arbeitsstelle an einen PoC abgetreten? Kann das mal jemand überprüfen?


Verzichten PoC auf ausnahmslos alles, was Weiße erfunden/konstruiert/gebaut/geschrieben/komponiert haben?
Ich würde den Menschen nicht zuviel Konsequenz zutrauen.
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Tom Bombadil » So 11. Apr 2021, 12:17

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Apr 2021, 12:10)

Verzichten PoC auf ausnahmslos alles, was Weiße erfunden/konstruiert/gebaut/geschrieben/komponiert haben?

Ich vermute, dass nur wenige PoC auch Wookies sind ;)
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Re: Woke: Befreiung von Rassismus, oder identitärer Tugendterror?

Beitragvon Skeptiker » So 11. Apr 2021, 12:18

Billie Holiday hat geschrieben:(11 Apr 2021, 12:10)

Verzichten PoC auf ausnahmslos alles, was Weiße erfunden/konstruiert/gebaut/geschrieben/komponiert haben?
Ich würde den Menschen nicht zuviel Konsequenz zutrauen.

Du hast das noch nicht verstanden.

"Woke" baut nicht auf "Gleichberechtigung" auf. "Woke" ist das Gegenteil. Es bedeutet, das "Opfer" wird "geschützt", und der "Täter" wird "geläutert".

Niemand von denen würde auf dem Gedanken kommen, Weiße nach gleichen Methoden zu "schützen". Das sind ja die Täter. Da musst du weiterblättern, und schauen welche Regeln für die Täter gelten.

Das ist ungefähr die gleiche Vorstellung von Gleichberechtigung wie im konservativen Islam. Da gibt es ja auch Gleichberechtigung. Gemeint ist aber eher die Anzahl der Rechte, nicht der Inhalt. Letzterer ist natürlich streng nach Geschlecht(analog "Hautfarbe") getrennt.

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