Was ist Faschismus?

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Dark Angel
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Dark Angel » Di 3. Dez 2019, 16:06

Diestel hat geschrieben:(03 Dec 2019, 15:36)

Faschismus ist rechts und Antifaschismus ist links angesiedelt. Antifaschisten sind auch keine modernen Faschisten. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, Faschisten als moderne Antifaschisten zu bezeichnen. und Antifaschismus -egal in welcher Ausprägung- ist allemal humaner und sympathischer als offener oder versteckter Faschismus.

Und wieder eine Propagandalüge!
Aufgrund charakteristischer Gemeinsamkeiten ist Faschismus KEIN rechtes Alleinstellungsmerkmal und Antifaschismus kein linkes.
Mit der pauschalen Behauptung, Faschismus sein (ausschließlich) rechts diffamierst und verleumdest Du alle rechten/konservativen Demokraten und leugnest gleichzeitig antidemokratische Tendenzen bei den Linken.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Bartleby » Di 3. Dez 2019, 16:07

Diestel hat geschrieben:(03 Dec 2019, 15:41)

Wo ist der Unterschied? Die einen machen es mit etwas mehr Tamtam, die anderen weniger.


Gibt's denn ein Beispiel einer bundesdeutschen Militärparade?
In der Einsamkeit frisst sich der Einsame selbst auf, in der Vielsamkeit fressen ihn die Vielen. Nun wähle.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Dark Angel » Di 3. Dez 2019, 16:08

Diestel hat geschrieben:(03 Dec 2019, 15:38)

Es wäre mir jetzt ganz neu, dass ausgerechnet Linke und Kommunisten das Militärische verherrlichen :D

Dir ist so manches neu. Liegt wohl daran, dass Du "schlaue Bücher" äke findest und über die selektive Lektüre von Wikipedia nicht hinaus kommst.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Fliege » Di 3. Dez 2019, 17:03

Troh.Klaus hat geschrieben:(03 Dec 2019, 14:17)
Es fehlt vielleicht auch nur ein griffiger "Ismus" für den kommunistischen Totalitarismus.

ist nicht "Kommunismus" der von dir gesuchte "Ismus"?
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Diestel » Di 3. Dez 2019, 17:05

Dark Angel hat geschrieben:(03 Dec 2019, 16:06)

Und wieder eine Propagandalüge!
Aufgrund charakteristischer Gemeinsamkeiten ist Faschismus KEIN rechtes Alleinstellungsmerkmal und Antifaschismus kein linkes.
Mit der pauschalen Behauptung, Faschismus sein (ausschließlich) rechts diffamierst und verleumdest Du alle rechten/konservativen Demokraten und leugnest gleichzeitig antidemokratische Tendenzen bei den Linken.

Du hast doch selbst die charakteristischen Tatbestandsmerkmale des Faschisten aufgezählt:

Orientierung auf eine Führungsperson
Nationalismus
Antikommunismus
Verherrlichung des Militärischen
Antidemokratie
Antipluralistische Einstellung
Gewalttätiger Wille zur Macht

Zumindest die ersten vier Punkte und damit die Mehrzahl der Merkmale treffen auf Linke und Kommunisten nicht zu.
Wenn sich ein Konservativer in der Aufzählung mehrheitlich wieder erkennt, ist das nicht mein Problem.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Selina » Di 3. Dez 2019, 17:07

Diestel hat geschrieben:(03 Dec 2019, 14:42)

Auch ein Wechsler hat seine Einstellung geändert. Zu sagen: „Ich bin links und wähle die AfD“ ist wenig glaubwürdig.


Ja, sicher änderten einige der linken "Wechsler" ihre Einstellung. Da hatte ich dich sicher beim ersten Mal missverstanden. Oft vertreten sie alle möglichen linken Ansichten, aber in Fragen Flucht und Asyl erzählen sie dasselbe Zeuchs wie die Neurechten.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Diestel » Di 3. Dez 2019, 17:09

Selina hat geschrieben:(03 Dec 2019, 17:07)

Ja, sicher änderten einige der linken "Wechsler" ihre Einstellung. Da hatte ich dich sicher beim ersten Mal missverstanden. Oft vertreten sie alle möglichen linken Ansichten, aber in Fragen Flucht und Asyl erzählen sie dasselbe Zeuchs wie die Neurechten.

Nach dem Motto: Soziale Wohltaten ja, aber nur für Deutsche ;)
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Dark Angel » Di 3. Dez 2019, 17:16

Diestel hat geschrieben:(03 Dec 2019, 17:05)

Du hast doch selbst die charakteristischen Tatbestandsmerkmale des Faschisten aufgezählt:

Orientierung auf eine Führungsperson
Nationalismus
Antikommunismus
Verherrlichung des Militärischen
Antidemokratie
Antipluralistische Einstellung
Gewalttätiger Wille zur Macht

Zumindest die ersten vier Punkte und damit die Mehrzahl der Merkmale treffen auf Linke und Kommunisten nicht zu.
Wenn sich ein Konservativer in der Aufzählung mehrheitlich wieder erkennt, ist das nicht mein Problem.

Nichtzutreffend ist lediglich ein Merkmal vollständig - nämlich Antikommunismus und ein Merkmal teilweise - nämlich Nationalismus, alle anderen Merkmale SIND für links genauso zutreffend wie für rechts.
Nochmal: man muss schon sehr mit Blindheit geschlagen und/oder ideologisch vernagelt sein, wenn man Führer- bzw Personenkult bei Linken/Kommunisten nicht sehen will, wenn man die Verherrlichung des Militärischen leugnet oder den gewaltsamen Willen zur Macht ==> Revolutionen.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon conscience » Di 3. Dez 2019, 17:19

Im jedem Faschismus gibts es durchaus sozialistische" Momente. Man denke hier an den antikapitalistischen Flügel innerhalb der NSDAP um die Gebrüder Strasser und den nationalen Syndikalismus italienischen Faschismus.

Kommunismus und Faschismus können allerdings immer auseinandergehalten werden, wenn man ihre ideologischen Ursprünge betrachtet. Faschisten und Nationalsozialisten werden sich nie positiv auf Karl Marx beziehen. Für den Kommunismus bleibt der Bezug auf den Marxismus-Leninismus bestimmend.
Zuletzt geändert von conscience am Di 3. Dez 2019, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Selina » Di 3. Dez 2019, 17:21

Antifaschismus in der Praxis gibt es selbstverständlich in fast allen politischen Richtungen, bürgerliche und konservative Menschen sind oftmals ebenso antifaschistisch unterwegs wie Linke. Ich rede jetzt nicht von Extremisten. Antifaschismus reicht von Rot und Rosa über Schwarz und Gelb bis Grün. Gott sei Dank ist das noch so. Und weil das so ist, sollte man sich auch nicht auseinanderdefinieren lassen auf diesem Themenfeld. Das ist quasi der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den meisten. Und auch wenn der Begriff "antifaschistisch" explizit nicht so im Grundgesetz vorkommt, so ist die Verfassung doch in einem antifaschistischen Grundgestus geschrieben worden.

Zitat:

Ein paar hundert Zuschauer verfolgen die Performance. Sie sind überrascht, wie poetisch und kraftvoll es klingt, wenn ein Chor das Grundgesetz in Szene setzt. Einer der Verantwortlichen ist Aljoscha Begrich, Dramaturg am Berliner Maxim-Gorki-Theater.

„Es geht schon darum, diese Sprache, die ja eigentlich eine sehr schöne Sprache ist, die sie 1948/49 entwickelt haben, also eine sehr bürgernahe, dialogoffene Sprache, in der dieses Grundgesetz verfasst wurde, neu zu hören, vor allem: Man kann sehr leicht unterscheiden, was sind alte Gesetze und was sind neue Ergänzungen. Alles, was eigentlich leicht verständlich, prägnant und knapp beschrieben ist, ist eben aus diesem antifaschistischen Grundgestus nach der Katastrophe der Demokratie und des Zweiten Weltkriegs sehr leicht zu verstehen. Und alles, was ein bisschen komplizierter und komplexer ist, sind dann eben späte Ergänzungen.“

...„Nie wieder!“ ist das zentrale Versprechen dieser Verfassung. Nie wieder sollte es möglich sein, in Deutschland die Demokratie abzuschaffen und ein totalitäres Regime zu errichten. Damals, auf den Schuttbergen des Zweiten Weltkriegs, war das Grundgesetz eine Kopfgeburt, eingefordert von den Besatzungsmächten. Heute, 70 Jahre später, wird dieses Grundgesetz gelebt und verehrt. Viele Menschen bezeichnen es als Glücksfall für Deutschland. Auch Heribert Prantl, Jurist, Journalist und Autor, zuletzt Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung...


https://www.deutschlandfunkkultur.de/70 ... _id=449203
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Bartleby » Di 3. Dez 2019, 17:41

Selina hat geschrieben:(03 Dec 2019, 17:07)

Ja, sicher änderten einige der linken "Wechsler" ihre Einstellung.


Nun, da warten wir ja noch auf eine Antwort zum "Fall" Elsässer und inwiefern es eine fundamentale Einstellungsänderung wäre, wenn man plötzlich noch zu den vielen Feinden einen weiteren entdeckt. Das sähe dann so aus, wenn man in die Geschichte blickt:

Orientierung auf eine Führungsperson
(Nationalismus)
Verherrlichung des Militärischen
Antidemokratie
Antipluralistische Einstellung
Gewalttätiger Wille zur Macht

Den Nationalismus kann man durch den klassenideologischen Internationalismus ersetzen, der ja "identitär" die Arbeiterklasse anstelle der nationalen Identität setzte. Und wie wichtig diese Quasi-Identität der Klasse war, zeigte sich in der chinesischen Kulturrevolution und bei Pol Pot. Der Anti-Intellektualismus wiegt hier den Nationalismus in den Folgen für die "nicht-klassenangehörigen Anderen" locker auf.

Aber wir werden ja sehen, was Ihre Mitstreiterin zum Elsässer sagt. Vielleicht wird die Frage der "Einstellung" dann etwas klarer.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon BlueMonday » Di 3. Dez 2019, 17:46

Mal zur geschichtlichen Auffrischung, was eine Militärparade ist: https://www.youtube.com/watch?v=WNMepc8l2ck

Und das waren ausgewiesene Antifaschisten hinter dem antifaschistischen Schutzwall, keine linken Träume und Schäume aus dem Westen. Das war der "real deal".
Die halbe Bevölkerung war militärisch oder paramilitärisch organisiert.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Selina » Di 3. Dez 2019, 18:04

Bartleby hat geschrieben:(03 Dec 2019, 17:41)

Nun, da warten wir ja noch auf eine Antwort zum "Fall" Elsässer und inwiefern es eine fundamentale Einstellungsänderung wäre, wenn man plötzlich noch zu den vielen Feinden einen weiteren entdeckt. Das sähe dann so aus, wenn man in die Geschichte blickt:

Orientierung auf eine Führungsperson
(Nationalismus)
Verherrlichung des Militärischen
Antidemokratie
Antipluralistische Einstellung
Gewalttätiger Wille zur Macht

Den Nationalismus kann man durch den klassenideologischen Internationalismus ersetzen, der ja "identitär" die Arbeiterklasse anstelle der nationalen Identität setzte. Und wie wichtig diese Quasi-Identität der Klasse war, zeigte sich in der chinesischen Kulturrevolution und bei Pol Pot. Der Anti-Intellektualismus wiegt hier den Nationalismus in den Folgen für die "nicht-klassenangehörigen Anderen" locker auf.

Aber wir werden ja sehen, was Ihre Mitstreiterin zum Elsässer sagt. Vielleicht wird die Frage der "Einstellung" dann etwas klarer.


Solche Erscheinungen wie Nationalismus und Internationalismus äußern sich für den Einzelnen immer konkret. Für die meisten Mitglieder des Internationalen Auschwitz Komitees, vor allem für die Gründungsmitglieder, war der Nationalismus deutscher Prägung lebensgefährlich, der Internationalismus dagegen lebensbewahrend und lebenserhaltend.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 3. Dez 2019, 18:20

Dark Angel hat geschrieben:(03 Dec 2019, 16:06)

Mit der pauschalen Behauptung, Faschismus sein (ausschließlich) rechts diffamierst und verleumdest Du alle rechten/konservativen Demokraten und leugnest gleichzeitig antidemokratische Tendenzen bei den Linken.

Das ist ja auch Sinn und Zweck der Übung. Und damit ist dann auch ein weiterer Strang erfolgreich geschreddert, irgendwelche tiefer schürfenden Erkenntnisse sind von diesen Usern aber sowieso nicht zu erwarten.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Ammianus » Di 3. Dez 2019, 18:20

BlueMonday hat geschrieben:(03 Dec 2019, 17:46)

Mal zur geschichtlichen Auffrischung, was eine Militärparade ist: https://www.youtube.com/watch?v=WNMepc8l2ck

Und das waren ausgewiesene Antifaschisten hinter dem antifaschistischen Schutzwall, keine linken Träume und Schäume aus dem Westen. Das war der "real deal".
Die halbe Bevölkerung war militärisch oder paramilitärisch organisiert.


Das ganze ist ja eigentlich OT und wäre überhaupt nicht der Diskussion wert, hätte hier nicht ein Einzelner entweder aus völliger Unkenntnis oder Verlogenheit gepaart mit absoluter Selbstüberschätzung derartigen Unsinn zu verbreiten versucht.
Wobei es natürlich interessant ist auf den überall vorhandenen Militarismus der DDR zurückzublicken. Man braucht sich da nur ein Mathematikbuch für die 1. Klasse und die darin vorkommenden Textaufgaben ansehen. Stichworte sind dann auch das "Manöver Schneeflocke", die GST mit ihrer Vormilitärischen Ausbildung, die für männliche Lehrlinge Pflicht war, das ständige Werben für einen längeren Dienst bei der NVA, die Erpressung von Abiturienten dazu um das gewünschte Studium zu bekommen usw.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon naddy » Di 3. Dez 2019, 18:22

Selina hat geschrieben:(03 Dec 2019, 17:21)

Zitat:

...Nie wieder sollte es möglich sein, in Deutschland die Demokratie abzuschaffen und ein totalitäres Regime zu errichten...


In der Tat ein sehr schönes Zitat.

Und was unterscheidet letztlich "Demokratien" von "totalitären Regimes"? Ich kann es dir sagen: In Demokratien darf man selbst die Demokratie in Frage stellen, in totalitären Regimes landet man dafür im Gulag, im Konzentrationslager oder bei Überweltlichen auch in der Hölle. Siehe aktuell die Uiguren in China.

Die eigene Überzeugung als ultimative Wahrheit zu betrachten, ist schon aus prinzipiellen Gründen ein Schuß in den Ofen, weil das die Möglichkeit der Falsifikation ausschließt. Das führt in der Praxis zu Diskursverweigerung und Kritikimmunisierung, ein eindeutiges Kennzeichen jeder faschistoiden Grundhaltung.
"Schont die Sockel wenn ihr die Denkmäler stürzt, sie werden noch gebraucht!" (Lec).
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Dark Angel » Di 3. Dez 2019, 18:33

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Dec 2019, 18:20)

Das ist ja auch Sinn und Zweck der Übung. Und damit ist dann auch ein weiterer Strang erfolgreich geschreddert, irgendwelche tiefer schürfenden Erkenntnisse sind von diesen Usern aber sowieso nicht zu erwarten.

Ja und es sind immer die Gleichen, die die Threads mit ihrem Geschwätz und ihrer Paranoia schreddern, weil sie zum eigentlichen Thema nichts zu sagen haben bzw weil das was gesagt und mit entsprechenden Quellen belegt wird, nicht in ihr Weltbild passt.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Dark Angel » Di 3. Dez 2019, 18:42

Selina hat geschrieben:(03 Dec 2019, 17:21)

Antifaschismus in der Praxis gibt es selbstverständlich in fast allen politischen Richtungen, bürgerliche und konservative Menschen sind oftmals ebenso antifaschistisch unterwegs wie Linke. Ich rede jetzt nicht von Extremisten. Antifaschismus reicht von Rot und Rosa über Schwarz und Gelb bis Grün. Gott sei Dank ist das noch so. Und weil das so ist, sollte man sich auch nicht auseinanderdefinieren lassen auf diesem Themenfeld. Das ist quasi der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den meisten. Und auch wenn der Begriff "antifaschistisch" explizit nicht so im Grundgesetz vorkommt, so ist die Verfassung doch in einem antifaschistischen Grundgestus geschrieben worden.

DIESES Themenfeld heißt Was ist Faschismus? und NICHT "was versteht Selina unter Antifaschismus", auch nicht Höcke und die AfD, auch nicht das Internationale Auschwitzkommitee und dessen Gründungsmitglieder.

Es geht IMMER NOCH darum, was Faschismus ist, wie und woran man ihn erkennt, weil nur so eine "Wiedergeburt" irgend einer Erscheinungsform von Faschismus verhindert werden kann.
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Bartleby » Di 3. Dez 2019, 18:44

Selina hat geschrieben:(03 Dec 2019, 18:04)

Solche Erscheinungen wie Nationalismus und Internationalismus äußern sich für den Einzelnen immer konkret. Für die meisten Mitglieder des Internationalen Auschwitz Komitees, vor allem für die Gründungsmitglieder, war der Nationalismus deutscher Prägung lebensgefährlich, der Internationalismus dagegen lebensbewahrend und lebenserhaltend.


Nun, das bestreitet auch niemand - für einen Mönch oder einen Lehrer, oft nur für einen Brillenträger, war es die falsche Klassenzugehörigkeit, die ihnen in den Killing Fields oder zuvor bei der Kulturrevolution das Leben kostete. Im übrigen darf daran erinnert werden, dass Stalin insbesondere die jüdische Intelligenz verfolgte. Und in Wiki dürfen Sie nachlesen:

Eine zweite Säuberungswelle setzte zu Beginn des Jahres 1948 ein. Sie war hauptsächlich gegen Juden gerichtet, die als „wurzellose Kosmopoliten“ denunziert wurden. Die Kampagne führte zunächst zur Auflösung des Jüdischen Antifaschistischen Komitees, erreichte ihren Höhepunkt in der so genannten Ärzteverschwörung und endete abrupt mit Stalins Tod im März 1953.


https://de.wikipedia.org/wiki/Stalinsche_S%C3%A4uberungen
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Re: Was ist Faschismus?

Beitragvon Brainiac » Di 3. Dez 2019, 18:55

Dark Angel hat geschrieben:(03 Dec 2019, 18:42)

DIESES Themenfeld heißt Was ist Faschismus? und NICHT "was versteht Selina unter Antifaschismus" [...]

Zur Information, Sie befinden sich hier in einem politischen Diskussionsforum.
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