neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

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tarkomed
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon tarkomed » Di 31. Mär 2020, 16:03

Auch mal etwas Positives:
https://www.hessenschau.de/panorama/fra ... t-100.html
Darauf haben viele gewartet: Frankfurter Forscher haben einen Test zur schnelleren und großflächigeren Analyse von Corona-Tests entwickelt. Der Clou dabei ist ein "Mini-Pool".
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Schnitter » Di 31. Mär 2020, 16:22

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Mar 2020, 15:25)

Wenn ich das lese wird mir schlecht. Ich zolle Christian Drosten meinen Respekt und Anerkennung und bin für die regelmäßigen NDR-Postcasts sehr dankbar.

https://www.deutschlandfunk.de/covid-19 ... id=1116032

https://www.focus.de/gesundheit/coronav ... 31217.html

Hier Postcast Nr. 24 vom 30.03. in dem sich Drosten über die Angriffe gegen ihn beklagt:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/24- ... us166.html


Das ist in den USA noch schlimmer.

Dr. Fauci ist dort einer regelrechten Hasskampagne von gestörten Trump Anhängern ausgesetzt weil er es gewagt hat sich bei einer unwahren Behauptung Trumps sich beschämt ins Gesicht zu fassen (Facepalm). Dort kursieren die verrücktesten Verschwörungstheorien. Und Trump unternimmt dagegen genau NICHTS.

Dass diese Leute sich das überhaupt noch geben ist schon höchst ehrenwert.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Europa2050 » Di 31. Mär 2020, 16:35

Schnitter hat geschrieben:(31 Mar 2020, 16:22)

Das ist in den USA noch schlimmer.

Dr. Fauci ist dort einer regelrechten Hasskampagne von gestörten Trump Anhängern ausgesetzt weil er es gewagt hat sich bei einer unwahren Behauptung Trumps sich beschämt ins Gesicht zu fassen (Facepalm). Dort kursieren die verrücktesten Verschwörungstheorien. Und Trump unternimmt dagegen genau NICHTS.

Dass diese Leute sich das überhaupt noch geben ist schon höchst ehrenwert.


Die Umgangsformen in den USA sind nach drei Jahren Trump komplett zerstört.

Da sind wir schon noch anderswo. Und auch in Bezug auf Corona und den Ansätzen/Modellen hört man zumeist fachlich harte, aber in der Umgangsform gesittete Diskussionen und Respekt vor den Wissenschaftlern und handelnden Politikern.

Ausnahmen gibt es natürlich auch immer ...
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Raskolnikof » Di 31. Mär 2020, 16:48

Europa2050 hat geschrieben:(31 Mar 2020, 16:35)

Die Umgangsformen in den USA sind nach drei Jahren Trump komplett zerstört.

Da sind wir schon noch anderswo. Und auch in Bezug auf Corona und den Ansätzen/Modellen hört man zumeist fachlich harte, aber in der Umgangsform gesittete Diskussionen und Respekt vor den Wissenschaftlern und handelnden Politikern.

Ausnahmen gibt es natürlich auch immer ...

... in Internetforen z.B.... dieses natürlich ausgenommen. ;)
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Iwan der Liebe » Di 31. Mär 2020, 16:56

Es sieht so aus, als sei der exponentielle Anstieg an Neuerkrankungen gestoppt. Das gilt auf jeden Fall für Italien, aber auch in Deutschland sieht es eher positiv aus.

Ich finde die Berichterstattung in den Medien nicht in Ordnung. Manche gefallen sich darin, Panik zu schüren. Natürlich steigt die Zahl der Corona-Toten weiterhin. Aber ständig Särge zu zeigen und die Bevölkerung darüber zu "informieren", dass es Millionen Tote geben könnte, ist schon extrem einseitig. Man berichtet grundsätzlich negativ. Auch wenn der Höhepunkt der Neuinfektionen/Tag erreicht sein wird, so werden wir wohl darüber informiert werden, dass sich trotzdem noch Personen mit dem Virus infizieren oder gar daran sterben.

Jetzt kommt es darauf an, nicht zu früh zum normalen Leben zurückzukehren. Mit etwas Geduld könnte der Spuk in knapp 2 Monaten zu Ende sein.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon NicMan » Di 31. Mär 2020, 16:59

Iwan der Liebe hat geschrieben:(31 Mar 2020, 16:56)

Es sieht so aus, als sei der exponentielle Anstieg an Neuerkrankungen gestoppt. Das gilt auf jeden Fall für Italien, aber auch in Deutschland sieht es eher positiv aus.

Ich finde die Berichterstattung in den Medien nicht in Ordnung. Manche gefallen sich darin, Panik zu schüren. Natürlich steigt die Zahl der Corona-Toten weiterhin. Aber ständig Särge zu zeigen und die Bevölkerung darüber zu "informieren", dass es Millionen Tote geben könnte, ist schon extrem einseitig. Man berichtet grundsätzlich negativ. Auch wenn der Höhepunkt der Neuinfektionen/Tag erreicht sein wird, so werden wir wohl darüber informiert werden, dass sich trotzdem noch Personen mit dem Virus infizieren oder gar daran sterben.

Jetzt kommt es darauf an, nicht zu früh zum normalen Leben zurückzukehren. Mit etwas Geduld könnte der Spuk in knapp 2 Monaten zu Ende sein.


Was die Berichterstattung von manchen Medien angeht, kennt man oft kein Maß. Erst wird alles wochenlang, entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse, als harmlose Grippe runtergespielt, jetzt tut man so, als gäbe es keine möglichen Lösungen gegen die (realistischen) worst-case-szenarien, wie z.B in Südkorea.

Wir brauchen mehr seriösen Wissenschaftsjournalismus.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Zahnderschreit » Di 31. Mär 2020, 16:59

Adam Smith hat geschrieben:(30 Mar 2020, 19:43)

Es ist halt möglich mit offenen Restaurants und Veranstaltungen erfolgreich zu sein. Das ist halt so.

Aber daraus kann man doch nicht folgern, dass geschlossene Restaurant schlecht sind. :?: Auch wenn du hartnäckig den Anschein erweckst, dass du doch diese Schlussfolgerung ziehst.

Adam Smith hat geschrieben:(31 Mar 2020, 05:54)
Im extremen Panikland geht es nicht gut. Ganz anders sieht es in Südkorea aus. Wir liegen in der Mitte.

Was soll eigentlich immer dieser Kampfbegriff Panik? :?


NicMan hat geschrieben:(30 Mar 2020, 20:45)
Ich glaube mittlerweile, er ist ein hervorragender Satiriker und hält uns bewusst zum Narren. Hat ordentlich Potenzial für einen eigenen Restaurant-Thread in der Weinstube.

Ich hätte ein anderes Wort gewählt, aber Satiriker klingt höflicher. :)
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Corella » Di 31. Mär 2020, 17:04

Iwan der Liebe hat geschrieben:(31 Mar 2020, 16:56)

Es sieht so aus, als sei der exponentielle Anstieg an Neuerkrankungen gestoppt. Das gilt auf jeden Fall für Italien, aber auch in Deutschland sieht es eher positiv aus.

Ich finde die Berichterstattung in den Medien nicht in Ordnung. Manche gefallen sich darin, Panik zu schüren. Natürlich steigt die Zahl der Corona-Toten weiterhin. Aber ständig Särge zu zeigen und die Bevölkerung darüber zu "informieren", dass es Millionen Tote geben könnte, ist schon extrem einseitig. Man berichtet grundsätzlich negativ. Auch wenn der Höhepunkt der Neuinfektionen/Tag erreicht sein wird, so werden wir wohl darüber informiert werden, dass sich trotzdem noch Personen mit dem Virus infizieren oder gar daran sterben.

Jetzt kommt es darauf an, nicht zu früh zum normalen Leben zurückzukehren. Mit etwas Geduld könnte der Spuk in knapp 2 Monaten zu Ende sein.


Also, mal etwas dreist für diejenigen, mit etwas Hintergrund stellvertreten: wir schöpfen frische Hoffnung, warten aber auch auf weitere Validierung und: das was im Thread nebenan Cat reinverlinkt hat, der "dance" entlang der möglichst Null angenäherten Kurve ist weder trivial noch ohne Maßnahmen zu halten. Aber auch die Mittel, den Tanz zu wuppen, wachsen mit dem Zeitgewinn. Ausnahmezustand währt in irgendeiner Weise noch lang.

Ähm, ja, wenn ich Dein post nochmal lese: Zustimmung.
Zuletzt geändert von Corella am Di 31. Mär 2020, 17:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sören74 » Di 31. Mär 2020, 17:05

NicMan hat geschrieben:(31 Mar 2020, 15:29)
Als Statistiker kann ich aktuell gut nachfühlen, wie sich Virologen, oder, in einem anderen Kontext, Klimawissenschaftler fühlen müssen.


Yepp. Das findet dort schon seit Jahren statt.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sören74 » Di 31. Mär 2020, 17:13

Iwan der Liebe hat geschrieben:(31 Mar 2020, 16:56)

Aber ständig Särge zu zeigen und die Bevölkerung darüber zu "informieren", dass es Millionen Tote geben könnte, ist schon extrem einseitig. Man berichtet grundsätzlich negativ.


Die könnte es auch geben, wenn man nichts tut. Konstruktive positive Nachrichten würde ich aber trotzdem begrüßen. :)
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Corella » Di 31. Mär 2020, 17:19

Vongole hat geschrieben:(31 Mar 2020, 16:02)

Ich bin mir nicht sicher, ob Drosten die Öffentlichkeit gesucht hat oder sie ihn. Außerdem gehört er dem Beraterteam der Bundesregierung an, darin könnte er eine gewissen Verpflichtung sehen.


Ursprünglich war unter einer Professur mal ein Amt zu verstehen, mit welchem jemand ausgewiesen wird, der/die sich bekennen kann. Eine/n Professor/In kann man zur jeweiligen Disziplin fragen, soll Stellung nehmen. In der immer stärker ausprägenden Fachwelt, ist es etwas zum Ideal geworden. Es gibt grundsätzlich aus der Professorenwelt die wunderlichsten Stellungnahmen, genauso wie feige Ausflüchte sich genau darauf lieber nicht einzulassen.

Prof. Drosten sehe ich da als Vorbild und er sagt selbst, er mache das, weil auf auf genau Corona ausgesprochen ausgelegt sei. Bei aller Sympathie muss ich zugeben, dass auch er der Verführung, instrumentalisierend das eine oder andere zu lancieren, auch nicht immer ganz frei ist. Ich verzeihe ihm das herzlich, anbetrachst der langen Ökonomisierung der Wissenschaft. Harald Lesch wird da deutlicher. Thema für die Nachlese, nächstes Jahr.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Raskolnikof » Di 31. Mär 2020, 18:25

Iwan der Liebe hat geschrieben:(31 Mar 2020, 16:56)

Mit etwas Geduld könnte der Spuk in knapp 2 Monaten zu Ende sein.

Mit welchem der international anerkannten und vernetzt forschenden Virologen teilst du diese Meinung?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Orbiter1 » Di 31. Mär 2020, 18:38

Der atomangetriebene US-Flugzeugträger Theodore Roosevelt ankert vor Guam und hat die Pe… ähmm den Coronavirus an Bord. Über 100 Matrosen der 4.000 Mann starken Besatzung haben sich bereits infiziert. Der Kapitän bittet um Hilfe. https://www.sfchronicle.com/bayarea/art ... 167883.php
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Raskolnikof » Di 31. Mär 2020, 18:47

Corella hat geschrieben:(31 Mar 2020, 17:19)

Ursprünglich war unter einer Professur mal ein Amt zu verstehen, mit welchem jemand ausgewiesen wird, der/die sich bekennen kann. Eine/n Professor/In kann man zur jeweiligen Disziplin fragen, soll Stellung nehmen. In der immer stärker ausprägenden Fachwelt, ist es etwas zum Ideal geworden. Es gibt grundsätzlich aus der Professorenwelt die wunderlichsten Stellungnahmen, genauso wie feige Ausflüchte sich genau darauf lieber nicht einzulassen.

Prof. Drosten sehe ich da als Vorbild und er sagt selbst, er mache das, weil auf auf genau Corona ausgesprochen ausgelegt sei. Bei aller Sympathie muss ich zugeben, dass auch er der Verführung, instrumentalisierend das eine oder andere zu lancieren, auch nicht immer ganz frei ist. Ich verzeihe ihm das herzlich, anbetrachst der langen Ökonomisierung der Wissenschaft. Harald Lesch wird da deutlicher. Thema für die Nachlese, nächstes Jahr.

Harald Lesch ist Physiker nicht Virologie ist nicht seine Profession darf da auch deutlicher sein. Hast du dir den NDR Podcast mit Christian Drosten Nr. 24 angehört?

https://mediandr-a.akamaihd.net/progres ... 4-0800.mp3
und zum Nachlesen:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/24- ... us166.html

Da erklärt Drosten, warum er nicht "deutlicher" wird. Er erklärt recht gut verständlich und nachvollziehbar. Dass einigen Menschen speziell aus der Wirtschaft seine Forschungsergebnisse vorn und hinten nicht passen und die Politik auf Ihn hört (aber nicht nur auf ihn) oder besser aus seinen Forschungsergebnissen Schlüsse zieht und entsprechend handelt kann ich durchaus nachvollziehen. Da wird dann versucht, den Mann in den Dreck zu ziehen und dies sogar von der Presse. Wenn Christian Drosten nun tatsächlich sich den Medien nicht mehr zu Interviews zur Verfügung stellen will (er erwägt das wegen der momentanen Hetzkampagnen) kann ich das durchaus verstehen. Als vielbeschäftigter Forscher dessen Wissen und Forschungsdrang gerade jetzt gebraucht wird muss er sich für seine Informationsarbeit nicht entschuldigen und beleidigen lassen. Dafür ist die Zeit zu kostbar.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Orbiter1 » Di 31. Mär 2020, 18:51

Ab jetzt gibt es auch wieder steigende Zahlen aus China. Dort wurde mal wieder die Zählweise geändert.

"Nach zunehmender Kritik hat China angekündigt, die Zählweise seiner Corona-Infizierten zu ändern. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, stehen derzeit 1541 Menschen unter Beobachtung, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber keine Symptome zeigen.

Ab Mittwoch sollen demnach asymptomatische Fälle auch in der täglichen Statistik der Neuinfektionen aufgeführt werden. Bislang hatte China nachweislich Infizierte, die aber keine Symptome der Covid-19 genannten Krankheit zeigen, nicht bei den neu nachgewiesenen Ansteckungen mitgerechnet." Quote: https://www.tagesspiegel.de/wissen/coro ... 60996.html

Die Änderung der Zählweise macht auch Sinn.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon NicMan » Di 31. Mär 2020, 18:53

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Mar 2020, 18:47)

Harald Lesch ist Physiker nicht Virologie ist nicht seine Profession darf da auch deutlicher sein. Hast du dir den NDR Podcast mit Christian Drosten Nr. 24 angehört?

https://mediandr-a.akamaihd.net/progres ... 4-0800.mp3
und zum Nachlesen:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/24- ... us166.html

Da erklärt Drosten, warum er nicht "deutlicher" wird. Er erklärt recht gut verständlich und nachvollziehbar. Dass einigen Menschen speziell aus der Wirtschaft seine Forschungsergebnisse vorn und hinten nicht passen und die Politik auf Ihn hört (aber nicht nur auf ihn) oder besser aus seinen Forschungsergebnissen Schlüsse zieht und entsprechend handelt kann ich durchaus nachvollziehen. Da wird dann versucht, den Mann in den Dreck zu ziehen und dies sogar von der Presse. Wenn Christian Drosten nun tatsächlich sich den Medien nicht mehr zu Interviews zur Verfügung stellen will (er erwägt das wegen der momentanen Hetzkampagnen) kann ich das durchaus verstehen. Als vielbeschäftigter Forscher dessen Wissen und Forschungsdrang gerade jetzt gebraucht wird muss er sich für seine Informationsarbeit nicht entschuldigen und beleidigen lassen. Dafür ist die Zeit zu kostbar.


Mir ist aufgefallen, dass unter den Verschwörungstheoretikern grade eine richtige "Anti-Drosten Bewegung entsteht". Mittlerweile kann man bei YouTube und Twitter massenhaft hetzerische und anti-wissenschaftliche Kommentare gegen Drosten lesen. Er sei Teil einer Verschwörung und änhlicher Unsinn. Viele berufen sich auf den Quark von Wodark oder Sucharit Bhakdi, weil sie keine Ahnung von wissenschaftlichem Arbeiten haben und ein Feindbild brauchen.

Er hat ja in dem ein oder anderem Podcast auch erwähnt, dass diese Spinner ihn persönlich anschreiben und ihn nicht nur beschimpfen, sondern auch bedrohen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Adam Smith » Di 31. Mär 2020, 19:05

Die 30.000 Tote aus der Saison 1995/96 werden vermutlich deutlich übertroffen werden.

Influenza / Grippe
30 000 Tote - die kann's auch bei saisonaler Grippe geben


https://www.aerztezeitung.de/Medizin/30 ... 71174.html

Die starke Grippewelle in der Saison 2017/2018 hat in Deutschland die höchste Zahl an Todesfällen der vergangenen 30 Jahre gefordert. Durch die Influenza starben damals schätzungsweise 25.100 Menschen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin mitteilte. So eine hohe Zahl an Todesfällen ist demnach sehr selten, in anderen Jahren gab es nur einige hundert Fälle.


https://www.tagesschau.de/inland/grippe-129.html

Das Virus erreicht die Altenheime.

Auch in der Maternus-Seniorenwohnanlage in Köln-Rodenkirchen herrscht wegen der Corona-Krise derzeit der Ausnahmezustand. Zwei Bewohner, die an Covid-19 erkrankt waren, sind verstorben, bestätigte der Leiter des Gesundheitsamtes, Johannes Nießen.


https://www.express.de/news/panorama/co ... e-36491208
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Skeptiker » Di 31. Mär 2020, 19:13

Die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und die Universität Hamburg haben Szenarien für den Verlauf der Epidemie gemacht.

Hier ist darüber etwas zu finden:
https://www.focus.de/gesundheit/news/de ... 33555.html

Es gibt zwei Grundannahmen und darin drei Strategien. Die orange ohne Kontaktsperre (ggf. gemeint ist wohl KEINE Maßnahmen), grün die aktuelle Kontaktsperre endend nach Ostern, und schwarz eine verlängerte Kontaktsperre.

Wenn ich das richtig interpretiere, dann hätte die aktuelle Kontaktsperre, endend nach Ostern, kaum einen Effekt auf die Zahl der gleichzeitig Erkrankten. Man müsste schon die Maßnahmen viele Monate aufrechterhalten um einen nennenswerten Effekt zu haben.

Frage an die Runde hier: Lese ich das richtig, oder mache ich da einen Fehler?

Wenn ich keinen Fehler mache, dann wird klar, warum manche Staaten ohne Maßnahmen auskommen wollten. Es ginge dann darum entweder diverse Monate das Land zu lähmen um nur in einem günstigen Szenario deutliche Effekte auf die Anzahl der Erkrankten zu erhalten.

Lese ich etwas an diesen Verläufen falsch?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Brainiac » Di 31. Mär 2020, 19:32

Skeptiker hat geschrieben:(31 Mar 2020, 19:13)

Die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und die Universität Hamburg haben Szenarien für den Verlauf der Epidemie gemacht.

Hier ist darüber etwas zu finden:
https://www.focus.de/gesundheit/news/de ... 33555.html

Es gibt zwei Grundannahmen und darin drei Strategien. Die orange ohne Kontaktsperre (ggf. gemeint ist wohl KEINE Maßnahmen), grün die aktuelle Kontaktsperre endend nach Ostern, und schwarz eine verlängerte Kontaktsperre.

Wenn ich das richtig interpretiere, dann hätte die aktuelle Kontaktsperre, endend nach Ostern, kaum einen Effekt auf die Zahl der gleichzeitig Erkrankten. Man müsste schon die Maßnahmen viele Monate aufrechterhalten um einen nennenswerten Effekt zu haben.

Frage an die Runde hier: Lese ich das richtig, oder mache ich da einen Fehler?

Wenn ich keinen Fehler mache, dann wird klar, warum manche Staaten ohne Maßnahmen auskommen wollten. Es ginge dann darum entweder diverse Monate das Land zu lähmen um nur in einem günstigen Szenario deutliche Effekte auf die Anzahl der Erkrankten zu erhalten.

Lese ich etwas an diesen Verläufen falsch?

Wenn wir mal den Simulationen trauen, so werden dennoch im Szenario grün vs. orange mehrere Wochen Zeit gewonnen. In diesen Wochen ist man Gegenmitteln näher und kann das Gesundheitssystem besser vorbereiten. Der Peak der gleichzeitig Infizuerten mag gleich sein, der Peak der Toten ist es sicher nicht.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon NicMan » Di 31. Mär 2020, 19:35

Skeptiker hat geschrieben:(31 Mar 2020, 19:13)

Die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und die Universität Hamburg haben Szenarien für den Verlauf der Epidemie gemacht.

Hier ist darüber etwas zu finden:
https://www.focus.de/gesundheit/news/de ... 33555.html

Es gibt zwei Grundannahmen und darin drei Strategien. Die orange ohne Kontaktsperre (ggf. gemeint ist wohl KEINE Maßnahmen), grün die aktuelle Kontaktsperre endend nach Ostern, und schwarz eine verlängerte Kontaktsperre.

Wenn ich das richtig interpretiere, dann hätte die aktuelle Kontaktsperre, endend nach Ostern, kaum einen Effekt auf die Zahl der gleichzeitig Erkrankten. Man müsste schon die Maßnahmen viele Monate aufrechterhalten um einen nennenswerten Effekt zu haben.

Frage an die Runde hier: Lese ich das richtig, oder mache ich da einen Fehler?

Wenn ich keinen Fehler mache, dann wird klar, warum manche Staaten ohne Maßnahmen auskommen wollten. Es ginge dann darum entweder diverse Monate das Land zu lähmen um nur in einem günstigen Szenario deutliche Effekte auf die Anzahl der Erkrankten zu erhalten.

Lese ich etwas an diesen Verläufen falsch?


Hallo Skeptiker,

danke für deine Verlinkung eines mathematischen Modells. Ich kannte es noch nicht und freue mich, dass meine ehemalige Universität in Mainz daran beteiligt war. Neben der wissenschaftlichen Aufbereitung werden die Erkenntnisse anscheinend auch auf dem hauseigenen Blog aufbereitet, wo sie für Laien verständlich erklärt werden: https://www.macro.economics.uni-mainz.d ... ry/corona/

Dort schreiben sie zu der Graphik:

Dabei zeigt die rote Linie den Verlauf ohne jegliche Intervention, als hätte es Bund-Länder Beschlüsse nicht gegeben. Die grüne Linie zeigt den Verlauf unter Berücksichtigung aller bisher getroffener Maßnahmen (in der Abbildung vereinfacht "Kontaktsperre" genannt). Die Linie geht davon aus, dass die Maßnahmen nach Ostern aufgehoben werden. Dies würde allerdings wieder zu einem stärkeren Anstieg der Krankheitsfälle führen. Diese Zuwachsraten waren nach den Bund-Länder Maßnahmen gesunken. Der schwarze Verlauf zeigt den Effekt einer Kontaktsperre, die verlängert wird.

In allen Fällen wird die Epidemie mindestens bis Juni oder Juli dauern. Alle Maßnahmen zur Reduktion der weiteren Übertragung von CoV-2 erscheinen somit weiterhin wünschenswert.


Ich gehe davon aus, dass du das ganz richtig verstanden hast, bezüglich der Maßnahmen. Habe die Studie jetzt mal überflogen (das reicht natürlich nicht für eine seriöse und ausführliche wissenschaftliche Begutachtung) aber ja: Man sagt explizit, dass es einen optimalen Zeitpunkt gebe, um mit den Maßnahmen zu beginnen. Zu früh damit zu beginnen sei ein Problem, da dann zu wenige Menschen immun sind. Zu früh wieder aufzuhören ist ebenfalls ein Problem - es laufe dann nahezu auf ein änhliches Ergebnis hinaus, wie wenn man gar keine Maßnahmen getroffen hätte.

Diese Überlegungen mit einem "zu frühen" Beginn scheinen mir auch im Einklang mit anfänglichen Überlegungen der britischen Regierung. Auch dort wollte man ja keinesfalls zu früh mit den Maßnahmen beginnen.

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