neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Mär 2020, 20:32

Adam Smith hat geschrieben:(25 Mar 2020, 20:11)

Wobei es einigen in Schweden blutiger ernst ist dagegen vozugehen. So etwas gab es in Südkorea nicht.
Entscheidend ist ja wohl wie die schwedische Regierung handelt, und die geht den Weg den sie favorisieren. Keine Panik, keine gravierenden Einschränkungen für die Bevölkerung. Ist alles nur eine Kopfsache.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Adam Smith » Mi 25. Mär 2020, 20:34

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 20:32)

Entscheidend ist ja wohl wie die schwedische Regierung handelt, und die geht den Weg den sie favorisieren. Keine Panik, keine gravierenden Einschränkungen für die Bevölkerung. Ist alles nur eine Kopfsache.


Nur gibt es halt eine Gruppe die jetzt was anderes im Kopf hat. Nämlich Panik. Da müsste dann überprüft werden was die so anstellt.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Mär 2020, 20:44

Adam Smith hat geschrieben:(25 Mar 2020, 20:34)

Nur gibt es halt eine Gruppe die jetzt was anderes im Kopf hat. Nämlich Panik. Da müsste dann überprüft werden was die so anstellt.
Dann ist Schweden wohl nicht geeignet ihre These zu belegen. Ich habe die Vermutung es gibt kein einziges Land das ihre These belegen könnte.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Adam Smith » Mi 25. Mär 2020, 20:51

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 20:44)

Dann ist Schweden wohl nicht geeignet ihre These zu belegen. Ich habe die Vermutung es gibt kein einziges Land das ihre These belegen könnte.


Südkorea habe ich doch als Beispiel gebracht.

https://amp-welt-de.cdn.ampproject.org/ ... ttung.html

Oder Japan.


Der Kontrast zu den menschenleeren Städten in Österreich könnte kaum größer sein: Unter den Kirschbäumen in Alleen und Parks saßen am Wochenende viele Japanerinnen und Japaner zum gemeinsamen Essen und Trinken. "Hanami, die Blütenschau, ist die wichtigste Sache im Jahr", freute sich ein Familienvater im Ueno-Park der Hauptstadt. Die Virengefahr halten viele für gebannt. Denn zwei Monate nach dem Ausbruch weist die Inselnation lediglich zehn Cluster mit 41 Toten und 1.012 Infizierten auf, jeden Tag kommen nur wenige Dutzend dazu.

Eigentlich müssten die Zahlen viel höher sein. Japan ist sehr dicht besiedelt, hat den weltweit höchsten Seniorenanteil und einen regen Austausch mit China. Zudem ergriff die Regierung nur zahme Gegenmaßnahmen. Schulen wurden zwei Wochen vor den Ferien geschlossen, alle Veranstaltungen wurden abgesagt. Aber Geschäfte und Restaurants blieben offen, nur relativ wenige sattelten auf Telearbeit um.


https://www-derstandard-de.cdn.ampproje ... -schach-zu

Schweden könnte es auch schaffen, wenn die Panikfraktion kontrolliert wird.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon BenJohn » Mi 25. Mär 2020, 20:52

Adam Smith hat geschrieben:(25 Mar 2020, 20:51)


Schweden könnte es auch schaffen, wenn die Panikfraktion kontrolliert wird.


Es geht dabei nicht um Panik oder nicht Panik. Es hat zig Gründe warum es ein Land schwer erwischt und andere Länder nicht.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sören74 » Mi 25. Mär 2020, 21:08

Adam Smith hat geschrieben:(25 Mar 2020, 20:51)

Oder Japan.



https://www-derstandard-de.cdn.ampproje ... -schach-zu

Schweden könnte es auch schaffen, wenn die Panikfraktion kontrolliert wird.


Japans Erfolge werden noch angezweifelt, allerdings denke ich, dass man schon längst Zustände wie in Italien oder USA erreicht haben müsste, wenn der Virus sich dort ungehindert vermehren könnte. Also muss es schon irgendwie damit zu tun haben, was Japan macht. Allerdings denke ich nicht, dass das mit Kontrolle der "Panikfraktion" zu tun hat. An erster Stelle ist einfach die japanische Vorsicht unter den Menschen zu tun. Man gibt sich generell nicht die Hand, wäscht sich häufig die Hände und man hat in den letzten Wochen häufiger Mundschutz getragen, was auch dazu führte, dass die gewöhnliche Grippe stark zurück ging.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 25. Mär 2020, 22:15

watisdatdenn? hat geschrieben:(17 Mar 2020, 16:06)
Dann sind die schon mal immunisiert.
Warum lässt man nicht einfach die Bevölkerung 60+ für 2 Monate in Quarantäne und sich den Rest der Bevölkerung immunisieren?

Das würde auch gut funktionieren und wäre deutlich wirtschaftsfreundlicher.

Endlich scheint diese Idee auch in den Köpfen der Politiker anzukommen (lesen die hier mit?):
https://www.welt.de/politik/deutschland ... ch-an.html

Das wäre endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung!!
Das entspricht tatsächlich ziemlich genau meiner Forderung:
Noch vor einer Woche schien ein solcher Gedanke unerhört. Egal, wen man nach dieser Ungleichbehandlung fragte – ob Politiker von CDU, CSU oder SPD, Linkspartei oder Grünen –, die Idee wurde verworfen unter dem Hinweis: Man müsse alle gleich behandeln. Inzwischen hat sich das etwas geändert. Unter vorgehaltener Hand halten immer mehr ein solches Vorgehen für denkbar. Am Mittwoch kündigte nun Kanzleramtschef Helge Braun gar bereits an, die aktuellen Restriktionen später als Erstes für junge und gesunde Menschen zu lockern. „Die nächste Phase lautet natürlich: Junge Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, dürfen wieder mehr auf die Straße“, sagte Braun in einem Fragevideo auf der Studenten-App Jodel.

Damit spricht Braun offen aus, worüber hinter den Kulissen bereits intensiv diskutiert wird. „Man könnte die Gesellschaft mit einem Teil wieder hochfahren und würde die Risikogruppen bitten, drinzubleiben“


Das ist wirklich... Erstaunlich vernünftig!
Ich bin baff.. Das habe ich jetzt nicht erwartet, bin aber positiv überrascht!
Es gibt wohl doch noch Menschen (sogar in der Politik!) die rational mitzudenken in der Lage sind :)
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Adam Smith » Mi 25. Mär 2020, 22:33

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:15)


Das ist wirklich... Erstaunlich vernünftig!
Ich bin baff.. Das habe ich jetzt nicht erwartet, bin aber positiv überrascht!
Es gibt wohl doch noch Menschen (sogar in der Politik!) die rational mitzudenken in der Lage sind :)


Sollte die Anzahl der Neuinfektionen in den nächsten zurückgehen, könnte ich mir vorstellen, dass dieses auch gemacht wird.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Skeptiker » Mi 25. Mär 2020, 22:34

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:15)

Endlich scheint diese Idee auch in den Köpfen der Politiker anzukommen (lesen die hier mit?):
https://www.welt.de/politik/deutschland ... ch-an.html

Das wäre endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung!!
Das entspricht tatsächlich ziemlich genau meiner Forderung:

Das ist wirklich... Erstaunlich vernünftig!
Ich bin baff.. Das habe ich jetzt nicht erwartet, bin aber positiv überrascht!
Es gibt wohl doch noch Menschen (sogar in der Politik!) die rational mitzudenken in der Lage sind :)

Ja, das is der richtige Weg. Man muss sich auf die Risikogruppen konzentrieren und die restliche Gesellschaft wieder Handlungsunfähig machen.

Natürlich werden dann erst auch viele junge Leute schwere Verläufe haben, es ist ja nicht jedes Risiko vorab bekannt. Dennoch muss es neben einer funktionierenden Gesellschaft auch den Aufbau eines Herdenschutzes geben, sodass die Risikogruppen zeitnah keiner Bedrohung ausgesetzt sind.

Ich sehe da auch kein Problem mit dem Gleichheitsgrundsatz, weil die Unterscheidung zwischen Risikogruppe und Nichtrisikogruppe sich am Problem orientiert, und nicht an willkürlichen Maßstäben. Das ist ja über den Seuchenschutz klar begründbar.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 25. Mär 2020, 22:39

Adam Smith hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:33)
Sollte die Anzahl der Neuinfektionen in den nächsten zurückgehen, könnte ich mir vorstellen, dass dieses auch gemacht wird.

Das würde ich auch so begrüßen!

Das wäre gut für die Wirtschaft (deutlich besser als die derzeitigen Maßnahmen), würde die Risikogruppe weiter schützen und würde die HerdenImmunität schnell herstellen, welche dann auch die Quarantäne-Zeit der Risikogruppen deutlich verkürzt!

Hat eigentlich nur Vorteile, ich verstehe auch nicht warum es so viele Vorbehalte dagegen gibt.

Bisher hab ich als "Argumente" dagegen nur gehört:
"wenn ich eingesperrt werde, dann du auch!"
"Junge Menschen sind auch vom Virus betroffen" (aber eben in deutlich geringerer Anzahl! Das ist ja der Scherz!!)
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Adam Smith » Mi 25. Mär 2020, 22:43

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:39)

Bisher hab ich als "Argumente" dagegen nur gehört:
"wenn ich eingesperrt werde, dann du auch!"
"Junge Menschen sind auch vom Virus betroffen" (aber eben in deutlich geringerer Anzahl! Das ist ja der Scherz!!)


Das Argument dagegen ist, dass die Anzahl der Infizierten dann stark zunehmen soll. Dieses müsste natürlich beobachtet werden.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sören74 » Mi 25. Mär 2020, 22:51

Skeptiker hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:34)

Ja, das is der richtige Weg. Man muss sich auf die Risikogruppen konzentrieren und die restliche Gesellschaft wieder Handlungsunfähig machen.

Natürlich werden dann erst auch viele junge Leute schwere Verläufe haben, es ist ja nicht jedes Risiko vorab bekannt. Dennoch muss es neben einer funktionierenden Gesellschaft auch den Aufbau eines Herdenschutzes geben, sodass die Risikogruppen zeitnah keiner Bedrohung ausgesetzt sind.

Ich sehe da auch kein Problem mit dem Gleichheitsgrundsatz, weil die Unterscheidung zwischen Risikogruppe und Nichtrisikogruppe sich am Problem orientiert, und nicht an willkürlichen Maßstäben. Das ist ja über den Seuchenschutz klar begründbar.


Ich halte da vieles noch für ziemlich undurchdacht. Zum einen, die Vorstellung, man könnte einen Herdenschutz durch Infektionen gezielt aufbauen, halte ich für illusorisch. Wie will man das bewerkstelligen? Diese Ideen hat man verständlicherweise schnell verworfen.

Aber gut, denken wir mal weiter, welchen Menschen will man genau weiterhin auferlegen, dass sie nicht rausdürfen? Soll das nach Alter gehen? Oder nach Vorerkrankungen? Und wie will man gerade letzteres bei einer Kontrolle prüfen? Gut, ältere Menschen werden nicht zur Arbeit fahren. Aber sie müssen weiterhin zum Arzt (häufiger als Junge) und sie müssen auch einkaufen. Und manche müssen auch gepflegt werden. Wie will man da alte Menschen wirklich schützen, wenn jüngere Ärzte und Ärztinnen und Pfleger und Pflegerinnen sich fleißig draußen anstecken? Was passieren kann, hat man im Altenheim in Würzburg mit 9 Todesfällen gesehen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon BenJohn » Mi 25. Mär 2020, 22:58

Sören74 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:51)


Aber gut, denken wir mal weiter, welchen Menschen will man genau weiterhin auferlegen, dass sie nicht rausdürfen? Soll das nach Alter gehen? Oder nach Vorerkrankungen? Und wie will man gerade letzteres bei einer Kontrolle prüfen? .


Das lässt man die Menschen einfach selbst entscheiden. Wer alt und/oder krank ist, der wird versorgt, falls er es wünscht. Wenn nicht, dann kennt die Person die Risiken.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 25. Mär 2020, 23:01

Sören74 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:51)
Aber gut, denken wir mal weiter, welchen Menschen will man genau weiterhin auferlegen, dass sie nicht rausdürfen? Soll das nach Alter gehen? Oder nach Vorerkrankungen?

Aus meiner Sicht sollte das kein Zwang sein, sondern ein dringender Appell an alle Menschen ab 60 Jahren (mit hochdringlichen Appell an alle 70+)!
Die alten Leute müssen verstehen, dass sie mit ihrem Leben spielen, wenn sie während der Ansteckungsphase (2 Monate) vor die Tür gehen!
Ich schimpfe viel über die Medien, aber ich war letzte Woche beeindruckt wie schnell diese eine Verhaltensänderung bewirken können!

Ich halte das also für absolut machbar!

Natürlich muss die Versorgung der alten Leute weiter sichergestellt werden.
-> Nahrungsmittel vor die Haustür und bereits immunisierte Ärzte zur Behandlung zuhause (natürlich nur in dringenden Fällen).

Dann hätten wir es nach 2 Monaten überstanden und unsere Wirtschaft vielleicht sogar noch nicht komplett in den Graben gefahren...
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sören74 » Mi 25. Mär 2020, 23:05

BenJohn hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:58)

Das lässt man die Menschen einfach selbst entscheiden. Wer alt und/oder krank ist, der wird versorgt, falls er es wünscht. Wenn nicht, dann kennt die Person die Risiken.


Das sehe ich eigentlich ganz genauso. Wenn die Ausgangsbeschränkungen gelockert werden oder ganz fallen, wird jeder ältere Mensch erstmal selbst überlegen, wieviel Kontakt er zulässt. Kritisch wird es dann, wenn er das gar nicht mehr selbst bestimmen kann, weil er oder sie im Alten- oder Pflegeheim lebt.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Skeptiker » Mi 25. Mär 2020, 23:15

Sören74 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 22:51)
Ich halte da vieles noch für ziemlich undurchdacht. Zum einen, die Vorstellung, man könnte einen Herdenschutz durch Infektionen gezielt aufbauen, halte ich für illusorisch. Wie will man das bewerkstelligen? Diese Ideen hat man verständlicherweise schnell verworfen.

Niemand will Menschen "gezielt" infizieren, aber es ist nunmal Tatsache, dass bei mehr Kontakt die Infektionsrate steigt. Konzentriert man diese Durchseuchung auf den Teil der Gesellschaft, der ein geringeres Risiko für schwere Verläufe hat, dann sollte es - was natürlich zu klären wäre - zu keiner Überlastung des Gesundheitssystems kommen.
Die Idee ist nicht grundsätzlich verworfen worden, nur mal hat die "Notbremse" gezogen um Zeit zu gewinnen. Kaum jemand sollte aber davon ausgehen, dass dieser Zustand für mehr als 2 Monate so haltbar ist. Dann muss das Leben - wie auch immer - weitergehen. Genau DAFÜR werden nun Konzepte gesucht, und da dürfte ein besonderer Schutz von Risikopatienten eine wichtige Rolle spielen.
Aber gut, denken wir mal weiter, welchen Menschen will man genau weiterhin auferlegen, dass sie nicht rausdürfen? Soll das nach Alter gehen? Oder nach Vorerkrankungen? Und wie will man gerade letzteres bei einer Kontrolle prüfen?

Das ist die falsche Perspektive. Ich denke es wird nicht darum gehen irgendjemandem besondere Auflagen zu geben, es wird eher so sein, den Risikopatienten besonderen Schutz zu geben. Das erlebe ich z.B. aktuell bei meinen Kollegen in GB. Einer von denen ist als solcher eingestuft und er begibt ich in ein Schutzprogramm für Risikopatienten.
Diese Leute bekämen also besondere Rechte nicht arbeiten zu müssen und besonders untergebracht/geschützt zu werden. Natürlich kann man auch entscheiden sich selber nicht einzuschränken, aber das beinhaltet natürlich, dass man ein unnötig hohes Risiko für die eigene Gesundheit in Kauf nimmt. Ist in dem Fall aber eine freie Entscheidung.
Gut, ältere Menschen werden nicht zur Arbeit fahren. Aber sie müssen weiterhin zum Arzt (häufiger als Junge) und sie müssen auch einkaufen. Und manche müssen auch gepflegt werden. Wie will man da alte Menschen wirklich schützen, wenn jüngere Ärzte und Ärztinnen und Pfleger und Pflegerinnen sich fleißig draußen anstecken? Was passieren kann, hat man im Altenheim in Würzburg mit 9 Todesfällen gesehen.

Natürlich ist es ein großes Risiko für Altenheime oder auch zuhause versorgte ältere Leute. Dennoch kann man sich schützen. Es wird gelegentlich ein Heim infiziert werden, dann müssen diese Leute intensivmedizinisch versorgt werden können. Das ist aber nichts anderes, als wenn die ganze Gesellschaft in Quarantäne gestellt wird. Auch da ist der Virus noch unterwegs und wird ältere Leute treffen.
Wie lange denkst Du denn, dass ältere Leute sich vor der Gesellschaft in Schutz begeben sollen? Diese ist ja erst wieder sicher, wenn Herdenschutz aufgebaut wurde. Allgemein sagt man also, dass die Durchseuchung so schnell wie möglich passieren soll, nur eben unter Berücksichtigung der Intensivkapazitäten, möglichst unter Umgehung von Risikogruppen. Genau das wäre der Ansatz, und er würde den Rest der Gesellschaft auch am wenigsten belasten. Mein Eindruck ist langsam, dass manche meinen man würde nur zum Spaß arbeiten. Dass aber die Gesellschaft unmöglich über ein Jahr stillstehen kann, das scheinen manche nicht wahrhaben zu wollen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon BenJohn » Mi 25. Mär 2020, 23:23

Sören74 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 23:05)

Das sehe ich eigentlich ganz genauso. Wenn die Ausgangsbeschränkungen gelockert werden oder ganz fallen, wird jeder ältere Mensch erstmal selbst überlegen, wieviel Kontakt er zulässt. Kritisch wird es dann, wenn er das gar nicht mehr selbst bestimmen kann, weil er oder sie im Alten- oder Pflegeheim lebt.


Über Alten- und Pflegeheime muss man gesondert entscheiden. Da wird sich schon eine Regelung finden.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sören74 » Mi 25. Mär 2020, 23:25

Skeptiker hat geschrieben:(25 Mar 2020, 23:15)

Niemand will Menschen "gezielt" infizieren, aber es ist nunmal Tatsache, dass bei mehr Kontakt die Infektionsrate steigt. Konzentriert man diese Durchseuchung auf den Teil der Gesellschaft, der ein geringeres Risiko für schwere Verläufe hat, dann sollte es - was natürlich zu klären wäre - zu keiner Überlastung des Gesundheitssystems kommen.


Das Problem ist nur, je mehr jüngere Menschen sich infizieren, umso mehr sind auch wieder die älteren Menschen gefährdet. Der beste Schutz für ältere Menschen wäre ja eigentlich, wenn es generell kaum noch Neuinfizierte gibt.

Skeptiker hat geschrieben:Die Idee ist nicht grundsätzlich verworfen worden, nur mal hat die "Notbremse" gezogen um Zeit zu gewinnen. Kaum jemand sollte aber davon ausgehen, dass dieser Zustand für mehr als 2 Monate so haltbar ist. Dann muss das Leben - wie auch immer - weitergehen. Genau DAFÜR werden nun Konzepte gesucht, und da dürfte ein besonderer Schutz von Risikopatienten eine wichtige Rolle spielen.


Ich sage das schon immer, dass wir eine Exit-Strategie brauchen. Nur kann die in meinen Augen nicht heißen, dass sich die jüngeren Menschen im viel höheren Maße anstecken sollen, als es schon jetzt geschehen ist.

Skeptiker hat geschrieben:Das ist die falsche Perspektive. Ich denke es wird nicht darum gehen irgendjemandem besondere Auflagen zu geben, es wird eher so sein, den Risikopatienten besonderen Schutz zu geben. Das erlebe ich z.B. aktuell bei meinen Kollegen in GB. Einer von denen ist als solcher eingestuft und er begibt ich in ein Schutzprogramm für Risikopatienten.


Gut. Dann muss man konkretisieren, wie dieses Schutzprogramm aussehen soll.

Skeptiker hat geschrieben:Allgemein sagt man also, dass die Durchseuchung so schnell wie möglich passieren soll


Sorry, aber wer aus der Politik oder Medizin vertritt denn diese Meinung?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon odiug » Mi 25. Mär 2020, 23:32

Sören74 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 23:25)

Das Problem ist nur, je mehr jüngere Menschen sich infizieren, umso mehr sind auch wieder die älteren Menschen gefährdet. Der beste Schutz für ältere Menschen wäre ja eigentlich, wenn es generell kaum noch Neuinfizierte gibt.



Ich sage das schon immer, dass wir eine Exit-Strategie brauchen. Nur kann die in meinen Augen nicht heißen, dass sich die jüngeren Menschen im viel höheren Maße anstecken sollen, als es schon jetzt geschehen ist.



Gut. Dann muss man konkretisieren, wie dieses Schutzprogramm aussehen soll.



Sorry, aber wer aus der Politik oder Medizin vertritt denn diese Meinung?

Also die Vorstellung, dass Jüngere von Covid 19 nicht, oder nur marginal betroffen werden, stimmt nicht.
https://www.deutschlandfunk.de/covid-19 ... id=1113513
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in Südostasien - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Skeptiker » Mi 25. Mär 2020, 23:40

Sören74 hat geschrieben:(25 Mar 2020, 23:25)
Das Problem ist nur, je mehr jüngere Menschen sich infizieren, umso mehr sind auch wieder die älteren Menschen gefährdet. Der beste Schutz für ältere Menschen wäre ja eigentlich, wenn es generell kaum noch Neuinfizierte gibt.

Was das beste ist, dass muss man an der Gesamtsituation bewerten. In der realen Welt gibt es nicht nur die Belange der Patienten. Wenn die Wirtschaft komplett abgewürgt wird, dann wirst Du das mit Suiziden verlieren, was du vorher durch Schutzmassnahmen bei Corona gewonnen hast.
Ich sage das schon immer, dass wir eine Exit-Strategie brauchen. Nur kann die in meinen Augen nicht heißen, dass sich die jüngeren Menschen im viel höheren Maße anstecken sollen, als es schon jetzt geschehen ist.

Wieso nicht? Es geht nicht um "im viel höheren Maße", sondern um "im natürlichen Maße". Idealerweise sollte man bei einer Seuche ohne Eingriffe in Gesellschaft und Wirtschaft auskommen. Nur die Überlastung des Gesundheitssystems zwingt uns in diesem Fall davon abzuweichen.
Gut. Dann muss man konkretisieren, wie dieses Schutzprogramm aussehen soll.

Das wird sicher kommen.
Sorry, aber wer aus der Politik oder Medizin vertritt denn diese Meinung?

Das sollte mW die gängige Lehrmeinung sein, weil je schneller der Herdenschutz eintritt umso schneller und besser sind alle Risikopatienten geschützt. Die "flatten the curve"-Strategie hat nicht das Ziel die Kurve "so flach wie möglich" zu machen, sondern in der Spitze sie unter die Kapazitätsgrenze zu bringen. Es ist gesellschaftlich nicht anstrebenswert eine Epidemie in der Dauer zu verlängern - es geht ausschließlich um die Genzen der Kapazität. Die Durchseuchung wird egal, in welchem Zeitraum, immer bei 60-70% der Bevölkerung enden. Und DASS es eine Durchseuchung gibt bis zum Herdenschutz, gilt mW als wissenschaftliche Tatsache.

Wer vertritt denn die Meinung die Epidemie "so lange wie möglich" zu strecken?

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