neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

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garfield336
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Do 17. Sep 2020, 09:14

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2020, 08:56)

Ich meine, daß dieser französische Umgang mit der Pandemie so ungefähr dem deutschen in der Anfangszeit der Pandemie entspricht. Damals richtete sich die höchste Aufmerksamkeit auf die mögliche Überlastung des Gesundheitssystems.

Wenn die französischen Fachleute im wesentlichen diesen Fall im Blick haben, dann wollen sie besonders schnell eine hohe Zahl Genesener erreichen. Derzeit bezahlt man diese Bestrebung ja auch nicht mit einer großen Zahl von Covid-19-Todesfällen.

Da schimmert ein wenig der Vorschlag des Prof. Streek durch.


Ich habe gerade mal auf die Webseite reingeschaut des französischen Gesundheitsministerium.

Die Zahl der Infektionen sinkt bereits wieder in den beiden zurZeit am stärksten betroffenen Regionen.. Bouche de Rhone hatte den Peak vor 2 Wochen. Paris geht es auch bereits wieder zurück.
Beide Gebiete mit einem R=0.8
Andere Regionen sind aber noch in einer "Wachstumsphase"
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Do 17. Sep 2020, 09:17

garfield336 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:08)

Den grösstem politischen Unterschied den es zurzeit gibt.
Frankreich verzichtet komplett auf Reisewarnungen.

Ebenso ist das Land komplett offen für internationale Touristen. Beschränkungen in diesem Bereich gibt es keine. (jedenfalls keine innereuropäischen)
Man darf also ruhig nach Paris fahren und dort das Leben geniesen. Ob Herrn Spahn das gefällt ist eine andere Geschichte ;)


Na ja, das ist eine etwas schwierige Geschichte, wenn zwei sehr unterschiedliche Vorgehensweisen sozusagen Seite an Seite durchgesetzt werden sollen. Die deutschen Seite will den Covir-19 aushungern, die französische Seite will ihn sich überfressen lassen.

Als Folge müßten sämtliche Frankreichreisende nach Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne gehen.

welches Verfahren nun das vernünftigere sein wird, das wird man schlicht durch die Zahl der Todesopfer bis zum (Impf-)Sieg über die Pandemie abmessen können.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Do 17. Sep 2020, 09:26

H2O hat geschrieben:(16 Sep 2020, 22:13)

Ich verstehe diese Meldung so, daß 310 von 400 Patienten bald wieder als genesen nach Hause geschickt werden. Die verbliebenen 70 Patienten kämpfen um ihr Leben, verweilen also vielleicht 3 Wochen in Intensivbehandlung. Frankreich braucht derzeit also 1500 Intensivplätze mit Beatmungsgerät landesweit.

Anhand dieser sehr groben Abschätzung läßt sich ausrechnen, wann das französische Gesundheitssystem hoffnungslos überfordert ist.

Nachtrag:
Ich spinne den Faden einmal weiter. Senexx spricht weiter oben von 10.000 Erstinfektionen täglich, die letztendlich zu 400 Einweisungen in ein Krankenhaus führen und davon 70 in eine Intensivstation. Dazu wären mit meinen Annahmen zur Verweildauer also etwa 1.500 Intensivbetten mit Beatmungsgerät erforderlich.

Damit könnte man überschlagen, bei welcher Zahl von Erstinfektionen Frankreich unbedingt Hilfe braucht. Regionale Ungleichgewichte spielen natürlich eine Rolle... es geht letztlich um eine grobe Abschätzung!


Die Belegung ist aber nur um die 10% derzeit.

Die Zahl steigt zu langsam damit es ein Problem werden kann.
Es kommt höchstens 1% pro Tag hinzu.... Mit dieser Geschwindigkeit braucht es 3Monate bis die 100 voll sind.
Zuletzt geändert von garfield336 am Do 17. Sep 2020, 09:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Do 17. Sep 2020, 09:29

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:17)

Na ja, das ist eine etwas schwierige Geschichte, wenn zwei sehr unterschiedliche Vorgehensweisen sozusagen Seite an Seite durchgesetzt werden sollen. Die deutschen Seite will den Covir-19 aushungern, die französische Seite will ihn sich überfressen lassen.

Als Folge müßten sämtliche Frankreichreisende nach Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne gehen.

welches Verfahren nun das vernünftigere sein wird, das wird man schlicht durch die Zahl der Todesopfer bis zum (Impf-)Sieg über die Pandemie abmessen können.


Ich halte Frankreichs Strategie für falsch. Erst ein Kompletter Lockdown mit Ausgangssperren für jeden und dann ein komplett alles öffnen.
Beides ist falsch. Der Mittelweg wäre gut gewesen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sybilla » Do 17. Sep 2020, 09:31

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2020, 08:25)

Mich verwirren die immer anderen Neu-Infektionszahlen, die in Nachrichten und Zeitungen veröffentlicht werden. Diese Zahlen können ja durchaus etwas mit Blitzlichtaufnahmen eingehender Meldungen und Redaktionsschluß zu tun haben. Aber sie verführen dazu, diese Meldungen nicht mehr zu beachten, weil sie von offiziellen Meldungen sehr abweichen.

Das RKI meldet in den t-online-Nachrichten 2.200 Neu-Angesteckte.
https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... eldet.html
Der Weser-Kurier liefert heute 1.901 Neu-Angesteckte... ich mag gar nicht nachprüfen, welche Meldungen andere Tageszeitungen ihren Lesern anbieten. Da sollte man der Zuverlässigkeit halber nur die Zahlen freigeben, die das RKI als "amtlich" mit Zeitstempel des Tages meldet.

Da macht es die Gazeta Wyborcza etwas klüger: Die online-Ausgabe bleibt so lange bei der letzten offiziellen Zahl (mit zugehörigem Datum), bis eine neue amtliche Zahl vorliegt, und auch die wird mit dem zugehörigen Datum versehen. So muß man sich heute früh noch mit den Zahlen von gestern begnügen.

Uns Hobby-Virologen wird es wahrlich nicht leicht gemacht! :D


Die 1.901 Neu-Angesteckte ist die Zahl von gestern 16.09,2020 um 0 Uhr. Die 2200 (+ 2.194) die Zahl von Heute Datenstand 17.09.2020 um 0 Uhr
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Do 17. Sep 2020, 09:33

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2020, 08:25)

Mich verwirren die immer anderen Neu-Infektionszahlen, die in Nachrichten und Zeitungen veröffentlicht werden. Diese Zahlen können ja durchaus etwas mit Blitzlichtaufnahmen eingehender Meldungen und Redaktionsschluß zu tun haben. Aber sie verführen dazu, diese Meldungen nicht mehr zu beachten, weil sie von offiziellen Meldungen sehr abweichen.

Das RKI meldet in den t-online-Nachrichten 2.200 Neu-Angesteckte.
https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... eldet.html
Der Weser-Kurier liefert heute 1.901 Neu-Angesteckte... ich mag gar nicht nachprüfen, welche Meldungen andere Tageszeitungen ihren Lesern anbieten. Da sollte man der Zuverlässigkeit halber nur die Zahlen freigeben, die das RKI als "amtlich" mit Zeitstempel des Tages meldet.

Da macht es die Gazeta Wyborcza etwas klüger: Die online-Ausgabe bleibt so lange bei der letzten offiziellen Zahl (mit zugehörigem Datum), bis eine neue amtliche Zahl vorliegt, und auch die wird mit dem zugehörigen Datum versehen. So muß man sich heute früh noch mit den Zahlen von gestern begnügen.

Uns Hobby-Virologen wird es wahrlich nicht leicht gemacht! :D


Das RKI sollte villeicht eine fixe Uhrzeit für die veröffentlichung festsetzen und dazwischen schweigen. Dann haben es auch die Medien einfacher.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sybilla » Do 17. Sep 2020, 09:35

garfield336 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:33)

Das RKI sollte villeicht eine fixe Uhrzeit für die veröffentlichung festsetzen und dazwischen schweigen. Dann haben es auch die Medien einfacher.


Diese Zeit ist festgelegt jeweils um 0 Uhr wird aktualisiert. Die Redaktionen sind nicht immer auf den aktuellen Stand.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Do 17. Sep 2020, 09:36

garfield336 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:26)

Die Belegung ist aber nur um die 10% derzeit.

Die Zahl steigt zu langsam damit es ein Problem werden kann.


Genau der Sachverhalt läßt die französischen Fachleute zur Zeit auch ruhig schlafen.

Dennoch, rein moralisch gesehen: Die Zahl der Covir-19-Todesopfer wird letzten Endes das Maß für den Erfolg im Kampf gegen die Pandemie sein. Oder irdischer: Der Zustand der Volkswirtschaft, wenn die Pandemie besiegt ist.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Do 17. Sep 2020, 09:47

garfield336 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:29)

Ich halte Frankreichs Strategie für falsch. Erst ein Kompletter Lockdown mit Ausgangssperren für jeden und dann ein komplett alles öffnen.
Beides ist falsch. Der Mittelweg wäre gut gewesen.


Da sind Sie zu sehr auf das Gesamtbild eingegangen. Wir alle, also auch Deutsche und Franzosen, haben zunächst ziemlich ratlos vor dem zähnefletschenden und menschenmordenden Drachen gestanden. Da war "Ausgangssperre" die einzige einleuchtende Maßnahme, um den Covir-19 ein zu dämmen.

Inzwischen haben unsere Ärzte Behandlungsverfahren entwickelt, die die Zahl der an Covir-19 versterbenden Menschen zu sehr seltenen Ausnahme machen. Da werden Leute mutiger, dem Virus auf andere Art den Schneid ab zu kaufen. Prof. Streek: "Risko eingehen und die Karre laufen lassen!" Die Furcht vor den Leichenbergen (siehe Emilia Romagna...) ist einiger Zuversicht gewichen, das es so dicke nicht mehr kommen wird.

Das kann sich als schrecklicher Irrtum erweisen, aber erst einmal richtet sich die Denke so aus. Ich versuche also, die französische Strategie zu verstehen, finde aber unser deutsches Vorgehen der Gefahrenlage angemessener.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Desconius » Do 17. Sep 2020, 09:48

H2O hat geschrieben:(16 Sep 2020, 23:30)

ok; glaube ich erst einmal. Bitte mit Ihren Worten kurz die entscheidenden Unterschiede mit Blick auf unser Thema Covir-19-Pandemie darstellen. Mir sind beide Gesundheitssysteme völlig fremd.

Zu Schweden gab es Meldungen, daß dort die "Wartezeiten" - nach erfolgten Einsparungen in den vorherigen Jahren - generell etwas länger sein sollen; Gleichbehandlung in einem anderen Sinne wird jedoch groß geschrieben, private Krankenversicherungen sind kaum ein Thema und prinzipiell wird das Gesundheitswesen vom Staat organisiert:
- https://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/ppg/aservice/newsletter/iPG-newsletter_archiv/iPG-NL-01-04/Gesundheitssystem_Schweden/index.html
- https://www.aerzteblatt.de/archiv/108268/Auslaendische-Gesundheitssysteme-Auf-in-den-hohen-Norden

Zu Weißrussland ist mir bekannt, daß zumindest im Jahr 2012 der Anzahl der Ärzte auf 10.000 Einwohner so hoch war, so daß Belarus weltweit hierbei den 3. Platz einnahm:
https://belarusfacts.by/upload/photos/grafiki_politika/de/2_10_de.jpg
Grafik von: https://belarusfacts.by/de/belarus/poli ... ealthcare/



In einem weiteren (dt.) Seniorenzentrum wurden direkt einige ältere Damen und Herren mittels PCR-Test-Resultaten nahezu grundlos geschockt:
"Eine dritte Testung habe nun die Abstrichergebnisse der zweiten Messung bestätigt. Danach wurden vier Bewohner – zwei Frauen und zwei Männer – des Seniorenzentrums positiv aus das Coronavirus getestet. Eine erste Testung vor drei Wochen hatte noch ganz andere Ergebnisse hervorgebracht. Danach waren 56 Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Die Bethel-Hauptgeschäftsführung hatte daraufhin eine zweite Testung veranlasst, die deutlich weniger Positivfälle erbrachte.

[...]

Irritationen waren in der Folge deshalb entstanden, weil das Gesundheitsamt des Landkreises an den Positivfällen festgehalten hatte – und bis heute tauchen sie in dieser Statistik auf. Für Bethel-Hauptgeschäftsführerin Helene Sleiers steht fest: „Die Ergebnisse der ersten Testung waren nicht valide.“ Für die dritte Testung hat sie nun die Abstriche in ein anderes Labor gesandt.
"
https://www.nq-online.de/lokales/bethel-gibt-entwarnung_50_111879999-16.html
(Hervorhebung von mir)

Vorangegangene Meldung:
"„Gegenüber des Landratsamtes hat das Labor weder Fehler eingeräumt noch die zuvor positiv getesteten Fälle nachträglich in negative Fälle korrigiert“, heißt es darin. Genau das aber hatte die Hauptgeschäftsführung des Bethel in einer Pressemitteilung behauptet, um in der Folge eine Lockerung der Quarantäne-Maßnahmen mit der Verlegung vermeintlich negativ gestesteter Heimbewohner zurück in ihre Wohngruppe anzukündigen.
[...]
Das Labor war am Freitag, 24. April, vom Seniorenzentrum Bethel in Trossingen mit der Untersuchung von Abstrichproben auf das Coronavirus Sars-CoV-2 beauftragt worden. Es beteuert, dass die Testergebnisse sowie alle Abläufe der Laboranalytik im Zusammenhang mit der Testung der Abstrichproben aus dem Seniorenzentrum Bethel intern analysiert und durch Wiederholungsmessungen überprüft wurden.
[...]
Rückendeckung erhält das Labor vom Gesundheitsamt: Die für Tests in Frage kommenden Labore seien alle zertifiziert und zugelassen.
"
https://www.nq-online.de/lokales/kreis-tuttlingen/chaos-um-coronaproben-aus-dem-seniorenzentrum-bethel_51_111875994-16-.html
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Sybilla » Do 17. Sep 2020, 09:51

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:36)

Genau der Sachverhalt läßt die französischen Fachleute zur Zeit auch ruhig schlafen.

Dennoch, rein moralisch gesehen: Die Zahl der Covir-19-Todesopfer wird letzten Endes das Maß für den Erfolg im Kampf gegen die Pandemie sein. Oder irdischer: Der Zustand der Volkswirtschaft, wenn die Pandemie besiegt ist.


Ruhig schlafen? In Bergamo wurden die Kliniken innerhalb von 12 Stunden überrannt, das gefährliche an diesem Virus ist, das keiner mit Sicherheit sagen kann wie die Lage in 10 Tagen ist. Menschen die sich heute infizieren werden frühestens in 7 Tagen in eine Klinik eingewiesen, die Zahl der Neu infizierten von Heute spiegelt aber die Situation vor 5 - 7 Tagen wieder.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Desconius » Do 17. Sep 2020, 09:58

Sören74 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 01:39)

Es gibt mehrere Gründe, warum diesmal die Zeitspanne deutlich kürzer ist.

Langzeitstudien werden nicht mehr in Jahren sondern in Monaten "gerechnet" ?

Gut, für (ältere) Fiebertote brauch es wirklich keine Langzeitstudien: die haut es wenige Stunden oder Tage nach der Impfung wg. erhöhter Temperatur um oder nicht; oder man füttert sie mit hinreichend fiebersenkenden Mitteln
und unterbindet so das eigentlich sinnige Fieber ?

"Eine Wirkung ist ohne Nebenwirkung nicht zu erzielen. Wenn mit Hilfe von Paracetamol oder Cyclooxigenasehemmern versucht wird, die Entstehung von Fieber und Schmerzen nach einer Impfung zu unterdrücken, ist eine eingeschränkte Immunantwort nicht auszuschließen."
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2010/01/21/impfversagen-durch-paracetamol-und-ass
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Do 17. Sep 2020, 09:59

Sie verfallen erneut in einen unerquicklichen Argumentationsstrang! Ärzte und Gesundheitsämter können auch nicht mehr erreichen, als die ärztliche Kunst zum Zeitpunkt des Geschehens leisten kann.

Wir sollten glücklich sein, daß sich unter dem Druck der Pandemie diese Methoden verbessern und sicherere Ergebnisse liefen. Den betroffenen Nichtinfizierten wurde allerhöchstens überflüssigerweise eine Isolationshaft auferlegt. Nicht schön, aber besser als in den andern Fällen alles frei vor sich hin laufen zu lassen.

Ich kann da weder die Fachleute noch die Ämter rügen. Sie wurden pflichtschuldigst tätig, haben sich in vielen Fällen geirrt und den Irrtum bereinigt. Und wie die Götter in Weiß sind die auch nicht aufgetreten. Was will man mehr?
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Adam Smith » Do 17. Sep 2020, 10:00

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:36)

Genau der Sachverhalt läßt die französischen Fachleute zur Zeit auch ruhig schlafen.

Dennoch, rein moralisch gesehen: Die Zahl der Covir-19-Todesopfer wird letzten Endes das Maß für den Erfolg im Kampf gegen die Pandemie sein. Oder irdischer: Der Zustand der Volkswirtschaft, wenn die Pandemie besiegt ist.


Das hängt auch davon ab wann es den Impfstoff geben wird. Je länger dieses dauert, desto besser steht Schweden dar.

In Israel gab es gestern 6.063 neue Fälle.

https://www.worldometers.info/coronavir ... ry/israel/

Bezogen auf die Einwohnerzahl von Deutschland wären das etwa 54.000 neue Fälle.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon H2O » Do 17. Sep 2020, 10:08

Sybilla hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:51)

Ruhig schlafen? In Bergamo wurden die Kliniken innerhalb von 12 Stunden überrannt, das gefährliche an diesem Virus ist, das keiner mit Sicherheit sagen kann wie die Lage in 10 Tagen ist. Menschen die sich heute infizieren werden frühestens in 7 Tagen in eine Klinik eingewiesen, die Zahl der Neu infizierten von Heute spiegelt aber die Situation vor 5 - 7 Tagen wieder.


Was soll dieses Hin- und Hergespringe wie ein Floh? Wir diskutieren hier die mögliche französische Denke und Sie flüchten nach Bergamo! Die französischen Fachleute verlassen sich offenbar auf ihre eigenen Erkenntnisse, die der Lage vor Ort angepaßt sind. Ob sie sich schrecklich geirrt haben, das können wir erst später sagen. Sie versteigen sich aber schon auf eine Vorhersage des Schrecklichen. Das kostet Sie aber nichts... während die französischen Fachleute ihren guten Ruf riskieren, weil sie glauben, die tödliche Wirkung des Covir-19 eindämmen zu können.

Lassen wir die Leute arbeiten!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Orbiter1 » Do 17. Sep 2020, 10:13

Der Druck weitere Lockerungen durchzuführen wächst. Heute ist die Kinobranche dran.

"Die Kinobranche, deren Besucherzahlen in der Corona-Pandemie stark gesunken sind, fordert für die Kinos "Abstandsregelungen mit Augenmaß". In einer Erklärung der AG Kino-Gilde Deutscher Filmkunsttheater heißt es: "Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films.

Derzeit müssen Kinobetreiber in den meisten Bundesländern noch einen Abstand von 1,50 Metern zwischen den Besuchern im Saal garantieren. Damit, so die AG Kino-Gilde, ist die Auslastung auf 25 bis 30 Prozent beschränkt. "Dies kommt praktisch einem Berufsverbot gleich", schreibt der Branchenverband, der schon länger neue Abstandsregeln fordert."
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Do 17. Sep 2020, 10:15

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:36)

Genau der Sachverhalt läßt die französischen Fachleute zur Zeit auch ruhig schlafen.

Dennoch, rein moralisch gesehen: Die Zahl der Covir-19-Todesopfer wird letzten Endes das Maß für den Erfolg im Kampf gegen die Pandemie sein. Oder irdischer: Der Zustand der Volkswirtschaft, wenn die Pandemie besiegt ist.


Man mus aber auch sagen, dass es eine sehr umfangreiche Maskenpflicht gibt.

Ich habe irgendwo gelesen, dass die geringe Sterblichkeit mit der Maskenpflicht zusammen hängen könnte.
Die Masken lassen nur einen geringen Teil der Viren durch und das hätte den Effekt einer Variolation. Die wenigen Viren würden reichten um eine Immunantwort auszulösen aber nicht um sehr krank zu werden.

Aber wie gesagt, das ist nur eine Theorie.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Do 17. Sep 2020, 10:16

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:13)

Der Druck weitere Lockerungen durchzuführen wächst. Heute ist die Kinobranche dran.

"Die Kinobranche, deren Besucherzahlen in der Corona-Pandemie stark gesunken sind, fordert für die Kinos "Abstandsregelungen mit Augenmaß". In einer Erklärung der AG Kino-Gilde Deutscher Filmkunsttheater heißt es: "Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films.

Derzeit müssen Kinobetreiber in den meisten Bundesländern noch einen Abstand von 1,50 Metern zwischen den Besuchern im Saal garantieren. Damit, so die AG Kino-Gilde, ist die Auslastung auf 25 bis 30 Prozent beschränkt. "Dies kommt praktisch einem Berufsverbot gleich", schreibt der Branchenverband, der schon länger neue Abstandsregeln fordert."


In Luxemburg dürfen Kinos normal öffnen. Es gilt allerdings Maskenpflicht für jeden!
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon Senexx » Do 17. Sep 2020, 10:19

H2O hat geschrieben:(17 Sep 2020, 08:25)

Mich verwirren die immer anderen Neu-Infektionszahlen, die in Nachrichten und Zeitungen veröffentlicht werden. Diese Zahlen können ja durchaus etwas mit Blitzlichtaufnahmen eingehender Meldungen und Redaktionsschluß zu tun haben. Aber sie verführen dazu, diese Meldungen nicht mehr zu beachten, weil sie von offiziellen Meldungen sehr abweichen.

Das RKI meldet in den t-online-Nachrichten 2.200 Neu-Angesteckte.


Diese Zahl ist "falsch". Das RKI meldet unterschiedliche Zahlen. Im Dashboard sind es 1255, im täglichen Lagebericht 2194.

Warum das so ist, könnten Sie selbst herausfinden.

Es zeigt aber: Das RKI ist ein wenig vertrauenswürdige Institution. Mit diesem Umgang mit Daten schafft es kein Vertrauen.
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Re: neues lebengefährliches Lungenvirus in China - Mensch zu Mensch Übertragung nicht auszuschließen

Beitragvon garfield336 » Do 17. Sep 2020, 10:20

Sybilla hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:51)

Ruhig schlafen? In Bergamo wurden die Kliniken innerhalb von 12 Stunden überrannt, das gefährliche an diesem Virus ist, das keiner mit Sicherheit sagen kann wie die Lage in 10 Tagen ist. Menschen die sich heute infizieren werden frühestens in 7 Tagen in eine Klinik eingewiesen, die Zahl der Neu infizierten von Heute spiegelt aber die Situation vor 5 - 7 Tagen wieder.


Der Peak der Krankenhausaufenthalte kommt immer 2 Wochen nach dem Peak der Neuinfektionen. Da hat man Erfahrungswerte.
Die Neuinfektionen lagen aber schon vor 2 Wochen ziemlich hoch.

Im stark "verseuchten Marseille" sind die Infektionen seit einer Woche sogar wieder gesunken. Nach der 2-Wochen Theorie müsste dann auch der Krankenstand nächste Woche wieder sinken.

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