Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Moderator: Moderatoren Forum 7

Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 26818
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Adam Smith » Di 3. Dez 2019, 06:42

MoOderSo hat geschrieben:(03 Dec 2019, 01:57)

Deine Helden sollten wir uns unbedingt als Vorbild nehmen. :)


China ist schon jetzt der mit Abstand grösste Markt für Elektroautos.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 15237
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Dieter Winter » Di 3. Dez 2019, 08:27

Schnitter hat geschrieben:(03 Dec 2019, 00:11)

Das ist natürlich nicht wahr.

Die Technologien für die Lösung existieren. Unabhängigkeit von Paria Staaten kommt als benefit dazu.

Die Entwicklung ist rasant. Ich glaube nicht dass es bis 2050 dauert bis wir zumindest in Europa zu 80 % den Energiebedarf auf renewables umgestellt haben.


Und Du glaubst, dass sich die Schwellen- und Entwicklungsländer diese Technologien leisten können/wollen?
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 15237
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Dieter Winter » Di 3. Dez 2019, 08:28

Adam Smith hat geschrieben:(03 Dec 2019, 06:42)

China ist schon jetzt der mit Abstand grösste Markt für Elektroautos.


China ist der größte Markt für jedes Produkt. Die Masse macht's.
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 15237
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Dieter Winter » Di 3. Dez 2019, 08:30

Ein Terraner hat geschrieben:(03 Dec 2019, 00:17)

Das ist immer noch kein Argument nicht in eine andere Richtung zu lenken, eher im Gegenteil.


Ich habe so meine Zweifel, dass die betreffenden Betreiber am deutschen Wesen genesen wollen.
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
Benutzeravatar
Dieter Winter
Beiträge: 15237
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 22:08

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Dieter Winter » Di 3. Dez 2019, 08:30

Schnitter hat geschrieben:(03 Dec 2019, 00:14)

China hat ein Problem damit wie es seine Arbeitskräfte aus der Kohleindustrie unterbringen soll.

Das ändert nichts daran dass China die Energiewende mit Hochdruck vorantreibt.


Indem neue KKW gebaut werden? :?:

Oder meinst Du mit Energiewende den Bau von 80 AKW?

https://www.n-tv.de/wirtschaft/China-wi ... 98431.html
Never approach a bull from the front, a horse from the rear, or an idiot from any direction.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14112
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon schokoschendrezki » Di 3. Dez 2019, 08:37

Ein Terraner hat geschrieben:(02 Dec 2019, 21:32)

Nein, wir sollten die Wirtschaft fördern, aber die richtige, Solar, Wind. Wirtschaftszweige in denen wir Technologisch sehr weit vorne waren und die entsprechend sabotiert und ruiniert wurden um die Kohle zu schützen.
Wie sieht die Wirtschaft bei den neuen Speichertechnologien aus? Wahrscheinlich ähnlich wie die Wasserstoff Förderung, ach ja das haben wir ja auch verbockt. Da ist jetzt Korea Weltführer.

Konsumverzichtverzicht durch Technologie ist glaube ich ziemlicher Selbstbetrug. Man will dasselbe nur weiter betreiben. Nur anders. Nur "besser".

Die ganze Thematik wird (u.a. wegen des aktuellen Klimakonferenz in Madrid) aktuell viel diskutiert. Hier und hier hier zum Beispiel. Meist wird die Quadratur des Kreises gesucht, indem man Ressourcenverbrauchseinschränlung predigt, ohne die beiden bösen V-Wörter (Verzicht und Verbot) zu verwenden. Dass einfach so Wachstumsbeschränkung eine Marktwirtschaft ins Straucheln bringt und womöglich tausende von Arbeitsplätzen gefährdet, hat man auch noch zu berücksichtigen. Man sucht verträgliche Übergangsmodelle hin zu einer klimaneutraleren Wirtschaft.

Ein Modell zumindest gibt es ja: Die Großsstadt. Es hat den Vorteil, dass es ohne diese V-Wörter auskommt. Denn der Trend hin zum Großstadtleben ist ohnehin da. Ganz ohne Verzicht und Verbot. Wenn - ja, wenn - städteplanerisch auch tatsächlich der AUsstieg aus der autogerechten Stadt konsequent betrieben wird. Der Ressourcenverbrauch in einer Großsstadt ist pro Kopf zumindest potenziell erheblich besser reduzierbar als in der Fläche. Meiner Ansicht nach muss man dazu von Seiten der entsprechenden Parteien vor allem die politische Argumentation vom Kopf auf die Füße stellen: Die Zurückdrängung des motorisisierten Individualverkehrs in den Ballungszentren ist kein Verzichts- sondern ein durch und durch hedonistisches Programm. Ein Programm des Lebensgenusses für Lebensgenießer. Insbesondere die Grünen sollten im eigenen Interesse weg von dieser Verzichts- und Verbotsrhetorik kommen. Ich bin mir sicher: Ein großer Teil der Autodummköpfe rennt einfach einem neuen Lebensstilmodell hinterher, wenn sich zeigt, dass soziales Prestige auch anders als durch teure Autos erlangbar ist. Nur muss eben dieser Lebensstil nicht als traurige Verzichtswelt sondern als das dargestellt werden, was es ist: Lebensfreude und Lebensgenuss. Durch mehr menschliche Kontakte. Durch soetwas wie die (WIeder)entdeckung der Langsamkeit.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 11275
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Ein Terraner » Di 3. Dez 2019, 09:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Dec 2019, 08:37)

Konsumverzichtverzicht durch Technologie ist glaube ich ziemlicher Selbstbetrug. Man will dasselbe nur weiter betreiben. Nur anders. Nur "besser".


Und wo ist der Betrug ? Das es keinen Unterschied macht welche Technologie gefördert wird ?
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14112
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon schokoschendrezki » Di 3. Dez 2019, 09:22

Ein Terraner hat geschrieben:(03 Dec 2019, 09:08)

Und wo ist der Betrug ? Das es keinen Unterschied macht welche Technologie gefördert wird ?

Es macht schon einen Unterschied. Aber E-Mobilität - zum Beispiel - ist eben kein Versprechen von der Sorte "nun wird alles gut". Auch ein elektrogetriebenes Fahrzeug ist als umgeschnallte Laufhilfe von hunderten Kilo Metall für einen oder wenige Einzelne derselbe absurde Blödsinn wie ein Individual-Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Das eine schließt das andere nicht aus. Aber zunächst einmal nutzen hundert Leute in einem Regionalzug Ressourcen so aus, wie es auch mit dem besten Elektroantrieb niemals möglich sein dürfte.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 11275
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Ein Terraner » Di 3. Dez 2019, 09:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Dec 2019, 09:22)

Es macht schon einen Unterschied. Aber E-Mobilität - zum Beispiel - ist eben kein Versprechen von der Sorte "nun wird alles gut". Auch ein elektrogetriebenes Fahrzeug ist als umgeschnallte Laufhilfe von hunderten Kilo Metall für einen oder wenige Einzelne derselbe absurde Blödsinn wie ein Individual-Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Das eine schließt das andere nicht aus. Aber zunächst einmal nutzen hundert Leute in einem Regionalzug Ressourcen so aus, wie es auch mit dem besten Elektroantrieb niemals möglich sein dürfte.

Aber sicher, nur schön langsam könntest du mal eine andere Platte auflegen. Beim Verkehr ist aktuell nichts zu gewinnen es gibt größere Baustellen die momentan wichtiger wären.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 26877
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon H2O » Di 3. Dez 2019, 09:33

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(03 Dec 2019, 01:21)

Klar kannst der chinesische Vater einem Parteimann energisch die Meinung sagen, wenn er dafuer schlimmstenfalls im Gulag landet und im besten Fall er seine social credit verliert und nicht im Schnellzug reisen darf und seine berufliche Karriere im Smog versinkt.

Du erinnerst dich noch an Kruppschen Husten! Gibt es wohl nicht mehr in Deutschland. Ist das nicht eine gute Sache und ein Zeichen dafuer wie gut die Luftqualitaet 2019 in deutschen Landen ist?


Na ja, unser Jüngster ist inzwischen über 50. Da verliert sich diese Neigung zu Kruppschem Husten, in unserem Fall Pseudo-Krupp. Da müßte ich in der Notaufnahme unseres großen Krankenhauses nachfragen. Mit anderen Worten: Ich weiß nicht, ob es dieses Krankheitsbild noch gibt!
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 17468
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 16:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Schwaben

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 3. Dez 2019, 09:41

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Dec 2019, 08:37)

Dass einfach so Wachstumsbeschränkung eine Marktwirtschaft ins Straucheln bringt und womöglich tausende von Arbeitsplätzen gefährdet, hat man auch noch zu berücksichtigen. Man sucht verträgliche Übergangsmodelle hin zu einer klimaneutraleren Wirtschaft.



Da möchte ich nochmal einhaken, da es wohl hier auch ein Missverständnis in der Verwendung der Begrifflichkeiten gibt. Eine Marktwirtschaft braucht per Se kein Wachstum. Darum geht es in einer Marktwirtschaft nicht. Vereinfacht ausgedrückt geht es in einer Marktwirtschaft nur darum wie knappe Güter (Ressourcen) verteilt werden. Es geht also rein um Ressourcenallokation. Und die ist in einer Marktwirtschaft eben dezentral, findet also im Verhandlungsprozess der einzelnen Akteure am Markt statt. Der Preis ist hier der wesentliche Parameter. Im Preis findet sich die Knappheit des Gutes wieder. Gemeint ist natürlich immer der ökonomische Begriff der Knappheit. Der Gegenentwurf zur Marktwirtschaft ist die Planwirtschaft oder besser (weil weniger missverständlich) die Zentralverwaltungswirtschaft. Hier findet die Ressourcenallokation eben zentral statt. Nicht die Akteure am Markt sondern irgendwer oder irgendwas regelt die Verteilung der Ressourcen. In der Regel bedient sich die Zentralverwaltungswirtschaft auch des Preises als Hilfsmittel. Dieser spiegelt aber nicht zwangsläufig die Knappheit eines Gutes wider.
Es gibt nur das eine oder andere. Mir ist keine weitere Möglichkeit bekannt. Das schließt natürlich nicht aus, dass wir in realen System immer mehr oder weniger stark beide Ausprägungen vorfinden.

Wachstum hingegen hingegen ist notwendig, wenn wir eine Wohlstandszuwachs (im materiellen Sinne) wollen. Auch das ist eine relativ einfache Sache. Ohne Wachstum steigt der Wohlstand nicht. Das gilt unabhängig davon, wie die Ressourcenallokation erfolgt, also sowohl in der Marktwirtschaft als auch in de Zentralverwaltungswirtschaft.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 11275
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Ein Terraner » Di 3. Dez 2019, 09:59

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(03 Dec 2019, 09:41)

Da möchte ich nochmal einhaken, da es wohl hier auch ein Missverständnis in der Verwendung der Begrifflichkeiten gibt. Eine Marktwirtschaft braucht per Se kein Wachstum. Darum geht es in einer Marktwirtschaft nicht. Vereinfacht ausgedrückt geht es in einer Marktwirtschaft nur darum wie knappe Güter (Ressourcen) verteilt werden. Es geht also rein um Ressourcenallokation. Und die ist in einer Marktwirtschaft eben dezentral, findet also im Verhandlungsprozess der einzelnen Akteure am Markt statt. Der Preis ist hier der wesentliche Parameter. Im Preis findet sich die Knappheit des Gutes wieder. Gemeint ist natürlich immer der ökonomische Begriff der Knappheit. Der Gegenentwurf zur Marktwirtschaft ist die Planwirtschaft oder besser (weil weniger missverständlich) die Zentralverwaltungswirtschaft. Hier findet die Ressourcenallokation eben zentral statt. Nicht die Akteure am Markt sondern irgendwer oder irgendwas regelt die Verteilung der Ressourcen. In der Regel bedient sich die Zentralverwaltungswirtschaft auch des Preises als Hilfsmittel. Dieser spiegelt aber nicht zwangsläufig die Knappheit eines Gutes wider.
Es gibt nur das eine oder andere. Mir ist keine weitere Möglichkeit bekannt. Das schließt natürlich nicht aus, dass wir in realen System immer mehr oder weniger stark beide Ausprägungen vorfinden.

Wachstum hingegen hingegen ist notwendig, wenn wir eine Wohlstandszuwachs (im materiellen Sinne) wollen. Auch das ist eine relativ einfache Sache. Ohne Wachstum steigt der Wohlstand nicht. Das gilt unabhängig davon, wie die Ressourcenallokation erfolgt, also sowohl in der Marktwirtschaft als auch in de Zentralverwaltungswirtschaft.


Die 100.000 Arbeitsplätze aus Solar und Wind haben die Marktwirschaft auch nicht interessiert, nur die 12.000 Stellen in der Kohle sind von existentieller Bedeutung. :?
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14112
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon schokoschendrezki » Di 3. Dez 2019, 09:59

Ein Terraner hat geschrieben:(03 Dec 2019, 09:27)

Aber sicher, nur schön langsam könntest du mal eine andere Platte auflegen. Beim Verkehr ist aktuell nichts zu gewinnen es gibt größere Baustellen die momentan wichtiger wären.

Natürlich ist da sogar sehr viel zu holen! Zitat aus einem aktuellen Beitrag:

Wer als Verbraucher seine Klimabilanz deutlich verbessern will, sollte sich nicht im Klein-Klein verlieren. Natürlich ergibt es Sinn, auf Erdbeeren außerhalb der Saison zu verzichten oder auf den Plastikstrohhalm beim Trinken. Aber das sind Verhaltensänderungen, mit denen wir unsere persönliche Klimabilanz nur geringfügig aufpolieren.

Mit den großen Hebeln kennt sich Tilman Santarius aus, Professor für sozial-ökologische Transformation an der Technischen Universität Berlin.
„Das sind die drei Hebel: Wohnen, wie wohne ich? Auf welcher Fläche, mit welcher Heizung, in welcher Bausubstanz, also Stichwort Dämmung und so weiter.“ Auf das Wohnen entfallen laut Umweltbundesamt im Schnitt 36 Prozent der CO2-Emissionen privater Verbraucher in Deutschland.
Der zweite Hebel ist natürlich die Mobilität. Das ist wahrscheinlich sogar der Hebel, der am schwersten umzulegen ist.“ Mit einem Anteil von 26,6 Prozent. „Und der dritte Hebel ist dann der Konsum."
https://www.deutschlandfunk.de/klima-und-konsum-die-macht-und-ohnmacht-der-verbraucher.724.de.html?dram:article_id=464360

Es sind nicht alles Nullsummenspiele. Aber es gibt zu viele davon. Leichtere Fahrzeuge, weniger Verbrauch auf der einen Seite. Unglaublich energieintensive Aluminiumproduktion auf der anderen Seite ist für mich so ein typisches Beispiel für ein Nullsummenspiel.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14112
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon schokoschendrezki » Di 3. Dez 2019, 10:03

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(03 Dec 2019, 09:41)

Da möchte ich nochmal einhaken, da es wohl hier auch ein Missverständnis in der Verwendung der Begrifflichkeiten gibt. Eine Marktwirtschaft braucht per Se kein Wachstum.
Nein. Gut. Nicht die Marktwirtschaft kommt ins Straucheln. Sondern die Sozialversprechungen. Das soziale Gefüge geht verloren oder wird brüchig, wenn sehr viele Arbeitsplätze verloren gehen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 11275
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Ein Terraner » Di 3. Dez 2019, 10:20

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Dec 2019, 09:59)

Natürlich ist da sogar sehr viel zu holen! Zitat aus einem aktuellen Beitrag:

https://www.deutschlandfunk.de/klima-und-konsum-die-macht-und-ohnmacht-der-verbraucher.724.de.html?dram:article_id=464360

Es sind nicht alles Nullsummenspiele. Aber es gibt zu viele davon. Leichtere Fahrzeuge, weniger Verbrauch auf der einen Seite. Unglaublich energieintensive Aluminiumproduktion auf der anderen Seite ist für mich so ein typisches Beispiel für ein Nullsummenspiel.


Nein gibt es nicht und es ist ein Kampf gegen Windmühlen so lange die Infrastruktur nicht umgebaut wird. Es müssen erstmal die Großprojekte richtig laufen, aber solange weiterhin alles sabotiert wird ist es auch sinnlos das Pferd von hinten aufzäumen.

Die Anbindung an die Güterzugtrasse quer durch Europa, die in unseren Nachbarländern nächstes Jahr fertig wird, plant Deutschland wenn alles gut läuft für 2038. Hast du das Diaster beim Gotthard Tunnel mitkommen? Deutschland bekommt nichts mehr auf die Reihe was komplizierter ist als ein Parkplatz.

https://www.deutschlandfunk.de/widersta ... _id=458569
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 41243
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Tom Bombadil » Di 3. Dez 2019, 10:24

Schnitter hat geschrieben:(03 Dec 2019, 01:18)

Ich brauch nichts zu "glauben", ich weiß.

Warum fördert China dann den Bau von Kohlekraftwerken in Asien und Afrika?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Politics
Beiträge: 516
Registriert: So 20. Okt 2019, 11:08

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Politics » Di 3. Dez 2019, 10:25

Hier wird erklärt wie die CO2 Steuer über Umwege letztlich doch eingeführt wird. Der Junge ist wohl noch ein Teenager, bringt die Thematik aber beeindruckend rüber.

https://www.youtube.com/watch?time_cont ... =emb_title
"Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst."

Voltair
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19757
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Teeernte » Di 3. Dez 2019, 10:32

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Dec 2019, 08:37)

Konsumverzichtverzicht durch Technologie ist glaube ich ziemlicher Selbstbetrug. Man will dasselbe nur weiter betreiben. Nur anders. Nur "besser".
Ich bin mir sicher: Ein großer Teil der Autodummköpfe rennt einfach einem neuen Lebensstilmodell hinterher, wenn sich zeigt, dass soziales Prestige auch anders als durch teure Autos erlangbar ist. Nur muss eben dieser Lebensstil nicht als traurige Verzichtswelt sondern als das dargestellt werden, was es ist: Lebensfreude und Lebensgenuss. Durch mehr menschliche Kontakte. Durch soetwas wie die (WIeder)entdeckung der Langsamkeit.


Wenn ich gesehen werden wollte - hätt ich ein Kabrio gekauft !

So aber geht die Garage automatisch auf - das mattschwarze etwas (Klar ohne Chrom und ohne sichtbaren Auspuff) mit dunklen Scheiben ...gemischter Nummer - und unsichtbaren PS -

PRESTIGE ?? ...raucht mann® im Osten in der Pfeife... https://www.ebay.de/itm/192047008894

...>> Du stirbst auch wenn du nett bist!
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 11275
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Ein Terraner » Di 3. Dez 2019, 10:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Dec 2019, 10:24)

Warum fördert China dann den Bau von Kohlekraftwerken in Asien und Afrika?

Weil sie kurzfristig Strom brauchen?
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 41243
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Psychologie der Klimaleugner und Skeptiker

Beitragvon Tom Bombadil » Di 3. Dez 2019, 10:39

Ein Terraner hat geschrieben:(03 Dec 2019, 10:34)

Weil sie kurzfristig Strom brauchen?

Und das geht nicht mit Windrädern, PV-Anlagen oder Gaskraftwerken?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

Zurück zu „7. Wissenschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste