Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon BlueMonday » Mo 11. Nov 2019, 14:22

H2O hat geschrieben:(06 Nov 2019, 00:04)

Mir gehen solche Schlußfolgerungen ziemlich auf die Nerven! Für mich stellt sich die Frage, wer sich denn angesichts der allseits anerkannten Bedrohung überhaupt in Bewegung setzen soll, wenn nicht wenigstens einer... zu Ihrem Leidwesen also "wir"... sich endlich auf den Weg macht. Das Gute Beispiel eben, das Sie an anderer Stelle als Hybris gegeißelt hatten.


Ja, jeder noch so kleiner Beitrag zählt. Bspw. sollte man aufhören Totholz zu verbrennen. Und eine Raumtemperatur im Winter von 16, höchstens 17 Grad sind schon mehr als ausreichend.
But who would build the roads?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 11. Nov 2019, 15:29

Dark Angel hat geschrieben:(11 Nov 2019, 13:39)

Energie kann man nicht wenden, die kann man nur umwandeln ==> Energieerhaltungssatz!
Energieträger haben unterschiedliche Energiedichte und damit einen unterschiedlichen Wirkungsgrad bei der Umwandlung einer Energieform in eine andere.
Bei Wind- und PV-Anlangen liegt dieser Wirkungsgrad gegenwärtig bei 20%, bei einem Kohlekraftwerk bei 40%, einer installierten Leistung bei Wind- und PV-Anlagen von ca. 40% stehen nutzbare Energien (eingespeiste) im einstelligen Prozentbereich gegenüber.
Und Du schwadronierst von "gutem Beispiel" - diesem Beispiel werden "andere" ganz bestimmt NICHT folgen.
Ich empfehle mal die Romane "Blackout" und/oder "Rattentanz" zu lesen!


Warum soll ich dieses merkwürdige Dozieren ernst nehmen? Auf dem Weg zu CO2-neutralen Energien fällt mir nicht Besseres ein. Wenn Sie DAZU einen Beitrag lieferten, dann wäre das ganz wunderbar.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 11. Nov 2019, 15:35

BlueMonday hat geschrieben:(11 Nov 2019, 14:22)

Ja, jeder noch so kleiner Beitrag zählt. Bspw. sollte man aufhören Totholz zu verbrennen. Und eine Raumtemperatur im Winter von 16, höchstens 17 Grad sind schon mehr als ausreichend.


Nun ja, es gibt doch in Finnland auch Eishotels mit Renntierfellen im Angebot... ich vermute einmal, daß die Eskimos noch kühlere Behausungen haben. Und überlebten damit seit Jahrhunderten. Ich möchte diesen Kasteiungen ausweichen; ab etwa 18 °C wird's mir zu ungemütlich... jedenfalls für einen bewegungsarmen Aufenthalt im Hause.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Nov 2019, 15:38

H2O hat geschrieben:(11 Nov 2019, 15:29)

Warum soll ich dieses merkwürdige Dozieren ernst nehmen? Auf dem Weg zu CO2-neutralen Energien fällt mir nicht Besseres ein. Wenn Sie DAZU einen Beitrag lieferten, dann wäre das ganz wunderbar.

Dumm ist allerdings, dass weder Windkraft noch PV CO2-neutral sind.
Das sind sie zwar im Betrieb, aber nicht in der Herstellung der Anlagenteile. Bei der Herstellung der Anlagen fällt sehr viel CO2 an - die ist nämlich sehr energieintensiv. Wird gerne ignoriert.
Zu alldem kommt noch eine enorme Umweltbelastung und -zerstörung bei der Gewinnung der Rohstoffe hinzu.
Wird auch gerne ignoriert.
Wer von CO2-neutraler Energiegewinnung redet, muss auch die Emmission bei der Herstellung und Gewinnung der Rohstoffe berücksichtigen und die damit verbundene Umweltbelastung und -zerstörung.
Alles andere ist nur eine Verlagerung der Emmission und damit Heuchelei.

Wer CO2-neutrale Energiegewinnung will, muss Kernkraft akzeptieren, die IST CO2-neutral.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Nov 2019, 15:42

H2O hat geschrieben:(11 Nov 2019, 15:35)

Nun ja, es gibt doch in Finnland auch Eishotels mit Renntierfellen im Angebot... ich vermute einmal, daß die Eskimos noch kühlere Behausungen haben. Und überlebten damit seit Jahrhunderten. Ich möchte diesen Kasteiungen ausweichen; ab etwa 18 °C wird's mir zu ungemütlich... jedenfalls für einen bewegungsarmen Aufenthalt im Hause.

Tja, wer "A" sagt und die so genannte "Energiewende" schönredet, der muss auch "B" sagen und sich in Verzicht üben.
Warme Decken und dicker Pullover sollen da hilfreich sein, sagen die Grünen.
Strom und Heizung werden ohnehin bald unbezahlbar, wenn es nach denen geht.
Vorwärts - zurück in die Höhlen, aber ohne Feuer! :x :s
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 11. Nov 2019, 16:04

Dark Angel hat geschrieben:(11 Nov 2019, 15:38)

Dumm ist allerdings, dass weder Windkraft noch PV CO2-neutral sind.
Das sind sie zwar im Betrieb, aber nicht in der Herstellung der Anlagenteile. Bei der Herstellung der Anlagen fällt sehr viel CO2 an - die ist nämlich sehr energieintensiv. Wird gerne ignoriert.
Zu alldem kommt noch eine enorme Umweltbelastung und -zerstörung bei der Gewinnung der Rohstoffe hinzu.
Wird auch gerne ignoriert.
Wer von CO2-neutraler Energiegewinnung redet, muss auch die Emmission bei der Herstellung und Gewinnung der Rohstoffe berücksichtigen und die damit verbundene Umweltbelastung und -zerstörung.
Alles andere ist nur eine Verlagerung der Emmission und damit Heuchelei.

Wer CO2-neutrale Energiegewinnung will, muss Kernkraft akzeptieren, die IST CO2-neutral.


Letzteres sind Ansichten, die im Lande nur eine hartnäckige Minderheit gern weiter verbreitet. Das Thema ist durch; Endlager noch immer nicht gefunden und die Gefahr eines GAUs ist eben nicht gleich Null... und danach rollen die Umzugswagen. Nein, mit mir geht da gar nichts.

Und über Ihre Botschaften darüber diskutieren wir hier seit Jahren an mehreren Stellen. Auch das Thema ist durch. Wir werden den Weg zu den erneuerbaren Energien beharrlich weiter gehen. Dazu gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens von Links bis fast Rechts, und das sind nicht durchweg dumme Leute.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 11. Nov 2019, 16:10

Dark Angel hat geschrieben:(11 Nov 2019, 15:42)

Tja, wer "A" sagt und die so genannte "Energiewende" schönredet, der muss auch "B" sagen und sich in Verzicht üben.
Warme Decken und dicker Pullover sollen da hilfreich sein, sagen die Grünen.
Strom und Heizung werden ohnehin bald unbezahlbar, wenn es nach denen geht.
Vorwärts - zurück in die Höhlen, aber ohne Feuer! :x :s

Das, so meine ich, wäre doch ein hübscher Beitrag für die Weinstube. Aber im Ernst, aus meiner Sicht gibt es Abstufungen zwischen Kasteiung und Luxusleben. Dazu gehört dann aber auch eine Prise Vernunft.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Nov 2019, 17:09

H2O hat geschrieben:(11 Nov 2019, 16:04)

Letzteres sind Ansichten, die im Lande nur eine hartnäckige Minderheit gern weiter verbreitet. Das Thema ist durch; Endlager noch immer nicht gefunden und die Gefahr eines GAUs ist eben nicht gleich Null... und danach rollen die Umzugswagen. Nein, mit mir geht da gar nichts.

Inzwischen gibt es technische Lösungen - die übrigens in Deutschland entwickelt wurden, nur dank der Grünen nicht genutzt werden können/dürfen - bei der die verbrauchten Brennstäbe/Brennelemente genutzt werden, heißt die Endlager nutzbar sind und damit als "Rohstofflager" dienen. Die Reststrahlung, die bei dieser Technologie bleibt, macht aufwändige Endlager überflüssig.
Die Gefahr eines GAUs wird niemals - bei KEINER Technologie "gleich Null" sein. Das ist illusorisch!
Die USA, China und Russland sind im Begriff diese Technologie zu nutzen, entsprechende Kraftwerke sind in Planung bzw im Bau.
Aber Deutschlnd setzt auf "Windmühlen".

H2O hat geschrieben:(11 Nov 2019, 16:04)Und über Ihre Botschaften darüber diskutieren wir hier seit Jahren an mehreren Stellen. Auch das Thema ist durch. Wir werden den Weg zu den erneuerbaren Energien beharrlich weiter gehen. Dazu gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens von Links bis fast Rechts, und das sind nicht durchweg dumme Leute.

Nein, das Thema ist NICHT durch!
Das liegt spätestens nach dem ersten flächendeckenden Blackout, der bei Kohle- und Kernkraftausstieg nicht lange auf sich warten lässt, wieder auf dem Tisch.
Leitende Mitarbeiter der Energieversorger und Netzbetreiber sprechen heute schon davon, dass es an ein Wunder grenzt, dass es noch nicht zum Blackout gekommen ist, bei der Vielzahl der täglichen Eingriffe und Regulierungen, die sie vornehmen müssen, um die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten.

Nein - es gibt KEINEN "breiten gesellschaftlichen Konsens". Das ist ein Trugschluss!
Und Nein, wir werden "den Weg zu den erneuerbaren Energien" NICHT "beharrlich weiter gehen", weil Windkraft und PV NICHT grundlastfähig sind und KEINE Speichermöglichkeiten vorhanden sind.

Doch, es hat etwas mit Dummheit zu tun, was in Deutschland in Sachen Energieversorgung/Energiesicherheit praktiziert wird.
Siehe hier, Physik lässt sich nicht austricksen!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 11. Nov 2019, 17:27

Dark Angel hat geschrieben:(11 Nov 2019, 17:09)

Inzwischen gibt es technische Lösungen - die übrigens in Deutschland entwickelt wurden, nur dank der Grünen nicht genutzt werden können/dürfen - bei der die verbrauchten Brennstäbe/Brennelemente genutzt werden, heißt die Endlager nutzbar sind und damit als "Rohstofflager" dienen. Die Reststrahlung, die bei dieser Technologie bleibt, macht aufwändige Endlager überflüssig.
Die Gefahr eines GAUs wird niemals - bei KEINER Technologie "gleich Null" sein. Das ist illusorisch!
Die USA, China und Russland sind im Begriff diese Technologie zu nutzen, entsprechende Kraftwerke sind in Planung bzw im Bau.
Aber Deutschlnd setzt auf "Windmühlen".


Nein, das Thema ist NICHT durch!
Das liegt spätestens nach dem ersten flächendeckenden Blackout, der bei Kohle- und Kernkraftausstieg nicht lange auf sich warten lässt, wieder auf dem Tisch.
Leitende Mitarbeiter der Energieversorger und Netzbetreiber sprechen heute schon davon, dass es an ein Wunder grenzt, dass es noch nicht zum Blackout gekommen ist, bei der Vielzahl der täglichen Eingriffe und Regulierungen, die sie vornehmen müssen, um die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten.

Nein - es gibt KEINEN "breiten gesellschaftlichen Konsens". Das ist ein Trugschluss!
Und Nein, wir werden "den Weg zu den erneuerbaren Energien" NICHT "beharrlich weiter gehen", weil Windkraft und PV NICHT grundlastfähig sind und KEINE Speichermöglichkeiten vorhanden sind.

Doch, es hat etwas mit Dummheit zu tun, was in Deutschland in Sachen Energieversorgung/Energiesicherheit praktiziert wird.
Siehe hier, Physik lässt sich nicht austricksen!


Wir gehen diesen Weg, weil er nur vernünftig ist. Mit Blabla ist da nichts zu machen. Wir wollen den strahlenden Müll nicht mehr, wie auch immer er sich verkleidet. Ich habe gar nichts gegen Forschung, die zur Beseitigung der strahlenden Abfälle auf Nimmerwiedersehen führen. Das wäre ja nur dumm! Und der GAU eines AKWs hat doch andere Folgen für unsere Gesellschaft als der eines Windrads oder eines Solardachs. Ich kann so etwas einsehen.

Ich kann auch demütig hinnehmen, daß nahezu jede unserer Lebensäußerungen dazu führt, daß die Natur gestört wird. Wir leben darin und davon. Auf das Ausmaß der Störung kommt es an. Und da habe ich ein gutes Gefühl für die erneuerbaren Energien im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen.

Die Energiewende wird Schritt für Schritt durchgeführt, mit Verbesserungsschritten, wenn die wirtschaftlich sinnvoll sind. Sie wird begleitet von gestandenen Wissenschaftlern, die offenbar ihr Geschäft verstehen. Die werden auch voller Interesse gegenläufige Veröffentlichungen zur Kenntnis nehmen und ihr Tun damit abgleichen. Die umgekehrte Richtung kann aber auch nicht schaden.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Nov 2019, 18:04

H2O hat geschrieben:(11 Nov 2019, 17:27)

Wir gehen diesen Weg, weil er nur vernünftig ist. Mit Blabla ist da nichts zu machen. Wir wollen den strahlenden Müll nicht mehr, wie auch immer er sich verkleidet. Ich habe gar nichts gegen Forschung, die zur Beseitigung der strahlenden Abfälle auf Nimmerwiedersehen führen. Das wäre ja nur dumm! Und der GAU eines AKWs hat doch andere Folgen für unsere Gesellschaft als der eines Windrads oder eines Solardachs. Ich kann so etwas einsehen.

Ich kann auch demütig hinnehmen, daß nahezu jede unserer Lebensäußerungen dazu führt, daß die Natur gestört wird. Wir leben darin und davon. Auf das Ausmaß der Störung kommt es an. Und da habe ich ein gutes Gefühl für die erneuerbaren Energien im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen.

Die Energiewende wird Schritt für Schritt durchgeführt, mit Verbesserungsschritten, wenn die wirtschaftlich sinnvoll sind. Sie wird begleitet von gestandenen Wissenschaftlern, die offenbar ihr Geschäft verstehen. Die werden auch voller Interesse gegenläufige Veröffentlichungen zur Kenntnis nehmen und ihr Tun damit abgleichen. Die umgekehrte Richtung kann aber auch nicht schaden.

Auch durch ständiges Wiederholen wird aus einer einer kurzsichtigen, dummen Energiepolitik keine vernünftige Energiepolitik!
Die deutsche Energiepolitik ist und bleibt verfehlt, ist nichts weiter als Geldschneiderei zugunsten einer Technik-Lobby.die aus den roten Zahlen nicht raus kommt, die mit Steuergeldern subventioniert werden muss und subventioniert wird.
Ein Unternehmen, dass sich dem Wettbewerb auf dem Markt stellen muss, hätte schon längst Insolvenz anmelden müssen - nicht so Windkraft- und PV-Anlagenbetreiber. Die arbeiten nicht kostendeckend, sie schlagen sich mit Steuergeldern die Taschen voll. Und der dumme Michel lässt sich das gefallen.

NEIN - ich nehme NICHT demütig hin, dass die Umwelt, die Landschaft und die Natur sinnlos zerstört wird. Ich wende mich dagegen - erst recht, wenn es sich um eine sinnbefreite Energiepolitik handelt.
Selbst wenn jeder Baum gefällt und jedes Fleckchen freie Fläche mit WKA und PVA zugepflastert wird, wird Deutschland, im Gegensatz zu unseren Nachbarstaaten, seine Klimaziele NICHT schaffen. Unsere Nachbarstaaten schaffen ihre Ziele bereits heute schon und zwar OHNE den Irrsinn, den Deutschland betreibt.
Schon mal darüber nachgedacht, warum das so ist?
Nein - die anderen Staaten werden Deutschland NICHT folgen, so dumm sind die nicht.

Die Energiewende wirtschaftlich sinnvoll? So sinnvoll, dass ein WKA-Hersteller in 2020 3000 Arbeitsplätze abbauen will, hinzu kommen noch Tausende Arbeitsplätze aus der Kohleindustrie und Alternativen sind keine in Sicht - dank der Melonenpartei! :mad:
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Schnitter » Mo 11. Nov 2019, 18:16

Dark Angel hat geschrieben:(11 Nov 2019, 17:09)
Und Nein, wir werden "den Weg zu den erneuerbaren Energien" NICHT "beharrlich weiter gehen", weil Windkraft und PV NICHT grundlastfähig sind und KEINE Speichermöglichkeiten vorhanden sind.


Sobald P2X im Großmaßstab vorhanden ist hat sich das Problem erledigt.

An Olkiluoto / Hinkley Point und Flamanville arbeitet man bereits seit > 10 Jahren und da kam noch nicht 1 kW raus. MIlliardengräber sondergleichen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 11. Nov 2019, 18:29

H2O hat geschrieben:(11 Nov 2019, 12:29)

Da sind wir nun einmal völlig unterschiedlicher Meinung.

Tja, das sind wir wohl, deswegen machen deine Widerworte auch keinen Sinn :p Naja, wendet ihr mal schön, ich hoffe nur, dass die europ. Nachbarn von Blackouts verschont bleiben.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Nov 2019, 18:36

Schnitter hat geschrieben:(11 Nov 2019, 18:16)

Sobald P2X im Großmaßstab vorhanden ist hat sich das Problem erledigt.

An Olkiluoto / Hinkley Point und Flamanville arbeitet man bereits seit > 10 Jahren und da kam noch nicht 1 kW raus. MIlliardengräber sondergleichen.

Nein, nicht sobald, sondern WENN P2X im Großmaßstab vorhanden ist.
Davon ist aber weit und breit, bis auf verschiedene Konzepte und ein paar Pilotanlagen nix zu sehen.
Und auch dann ist PTX keine wirkliche Alternative, weil der Wirkungsgrad zu niedrig ist - bei Rückverstromung liegt der Wirkungsgrad bei 30%, darüber hinaus gibt es hohe Effizienzverluste durch ungenutzte Abwärme und last but not least ist diese Technologie extrem teuer.
Dann bleibt da immer noch die Dunkelflaute, in der keine "erneuerbaren Energien" für die Gaserzeugung eingesetzt werden können.

Tja, in absehbarer Zeit - die nächsten 10 bis 20 Jahre wird das wohl nix.
Und wie sichern wir bis dahin unserenEnergiebedarf?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 11. Nov 2019, 20:02

Dark Angel hat geschrieben:(11 Nov 2019, 18:04)

Auch durch ständiges Wiederholen wird aus einer einer kurzsichtigen, dummen Energiepolitik keine vernünftige Energiepolitik!
Die deutsche Energiepolitik ist und bleibt verfehlt, ist nichts weiter als Geldschneiderei zugunsten einer Technik-Lobby.die aus den roten Zahlen nicht raus kommt, die mit Steuergeldern subventioniert werden muss und subventioniert wird.
Ein Unternehmen, dass sich dem Wettbewerb auf dem Markt stellen muss, hätte schon längst Insolvenz anmelden müssen - nicht so Windkraft- und PV-Anlagenbetreiber. Die arbeiten nicht kostendeckend, sie schlagen sich mit Steuergeldern die Taschen voll. Und der dumme Michel lässt sich das gefallen.

NEIN - ich nehme NICHT demütig hin, dass die Umwelt, die Landschaft und die Natur sinnlos zerstört wird. Ich wende mich dagegen - erst recht, wenn es sich um eine sinnbefreite Energiepolitik handelt.
Selbst wenn jeder Baum gefällt und jedes Fleckchen freie Fläche mit WKA und PVA zugepflastert wird, wird Deutschland, im Gegensatz zu unseren Nachbarstaaten, seine Klimaziele NICHT schaffen. Unsere Nachbarstaaten schaffen ihre Ziele bereits heute schon und zwar OHNE den Irrsinn, den Deutschland betreibt.
Schon mal darüber nachgedacht, warum das so ist?
Nein - die anderen Staaten werden Deutschland NICHT folgen, so dumm sind die nicht.

Die Energiewende wirtschaftlich sinnvoll? So sinnvoll, dass ein WKA-Hersteller in 2020 3000 Arbeitsplätze abbauen will, hinzu kommen noch Tausende Arbeitsplätze aus der Kohleindustrie und Alternativen sind keine in Sicht - dank der Melonenpartei! :mad:


Was Sie hier erzählen, das ist durch Meinungsfreiheit gedeckt. Aber ich muß mich dieser Meinung doch nicht anschließen! Wenn die Energiewende dann endlich so läuft, wie das sein soll, dann hat sich das Thema doch abschließend erledigt.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Nov 2019, 21:14

H2O hat geschrieben:(11 Nov 2019, 20:02)

Was Sie hier erzählen, das ist durch Meinungsfreiheit gedeckt. Aber ich muß mich dieser Meinung doch nicht anschließen! Wenn die Energiewende dann endlich so läuft, wie das sein soll, dann hat sich das Thema doch abschließend erledigt.

Darauf kann ich nur noch mit einem Sprichwort antworten:
"Hoffen und harren hielt schon manchen zum Narren!"

Wenn endlich, irgendwann, eventuell, nichts dazwischen kommt ...
Was ich hier erzähle ist nicht nur Meinungsfreiheit, sondern zum (großen) Teil durch Fakten gedeckt.
Die Fakten verschwinden allerdings nicht, wenn man sich Augen und Ohren zuhält und gebetsmühlenartig von einer "erfolgreichen Energiewende" phantasiert.
Naja irgendwie kann man das schon, wenn man in Polen hockt und sicher mit Kohlestrom versorgt wird, weil die Polen nicht so dämlich sind ...
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Mo 11. Nov 2019, 21:24

Dark Angel hat geschrieben:(11 Nov 2019, 21:14)

Darauf kann ich nur noch mit einem Sprichwort antworten:
"Hoffen und harren hielt schon manchen zum Narren!"

Wenn endlich, irgendwann, eventuell, nichts dazwischen kommt ...
Was ich hier erzähle ist nicht nur Meinungsfreiheit, sondern zum (großen) Teil durch Fakten gedeckt.
Die Fakten verschwinden allerdings nicht, wenn man sich Augen und Ohren zuhält und gebetsmühlenartig von einer "erfolgreichen Energiewende" phantasiert.
Naja irgendwie kann man das schon, wenn man in Polen hockt und sicher mit Kohlestrom versorgt wird, weil die Polen nicht so dämlich sind ...


Sie sind immer sehr bestimmt in Ihrem Urteil. Aber ich lehne diese Form der Auseinandersetzung ab. So ist das nun einmal.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 13. Nov 2019, 10:29

Dark Angel hat geschrieben:(11 Nov 2019, 18:36)
Tja, in absehbarer Zeit - die nächsten 10 bis 20 Jahre wird das wohl nix.
Und wie sichern wir bis dahin unserenEnergiebedarf?

Indem wir ihn senken.

Man spricht ständig von Elektromobilität, energieeffizienterem motorisierten Individualverkehr. Und berückksichtigt dabei auch durchaus die Art und Weise der für den Antrieb benötigten Primärenergie. Aber bereits die ungeheueren Strommengen, die für die sehr energieaufwändige Herstellung von leichtem ALuminium aus Bauxiterz für Karosserieteile benötigt werden, fallen unter den Tisch. Immer nach dem Motto: Mach nur besser genauso falsch weiter wie bisher. Statt einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel anzustreben. Ein Bedarf sei angeblich etwas gegebenes und nicht auch etwas veränderbares.

Was ich insbesondere nicht verstehe, ist die Mentaität in Australien. Auch wenn dort eine Umstellung auf co2-neutrale Energie vielleicht schneller stattfinden wird als anderswo. Es brennt. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Aber irgendwie auf "weniger" statt nur "genauso und mehr aber effizienter" kommt irgendwie keiner. Oder hab' ich das falsch verstanden. Gehört AUstralien nicht zu den höchsten Prokopfverbrauchern der Welt?
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 13. Nov 2019, 10:40

Das idiotischste, was mir in meinem Alltag an sinnloser Energieverschwendung begegnet, ist ein Wäschetrockner. Das ist sozusagen die Atombombe.

Fast noch idiotischer ist das Abschalten eines Geschirrspülers, um den Strom für die KOntroll-Leds zu sparen. Ohne ihn auszuräumen. Und ich schalte das Ding wieder ein, weil ich denke, der ist voll. :rolleyes: Ich kann nicht extra immer nachsehen, ob das Geschirr nun schmutzig ist oder nicht.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 13. Nov 2019, 10:51

schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Nov 2019, 10:29)



Was ich insbesondere nicht verstehe, ist die Mentaität in Australien. Auch wenn dort eine Umstellung auf co2-neutrale Energie vielleicht schneller stattfinden wird als anderswo. Es brennt. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Aber irgendwie auf "weniger" statt nur "genauso und mehr aber effizienter" kommt irgendwie keiner. Oder hab' ich das falsch verstanden. Gehört AUstralien nicht zu den höchsten Prokopfverbrauchern der Welt?


Du verstehst offensichtlich vieles nicht. Aber das ist keine Kritik.

Pro Kopf CO2 Ausstoss ist irrefuehrend und lediglich eine politische Konzession fuer die groessten CO2 Schleudern dieser Welt. China, die US und Indien deren Gesamtausstoss fast 50% der weltweiten Emissionen ausmachen. Australien's Gesamtemission an CO2 ist unter ferner liefen!

Australien ist ein she trockener Kontinent. Klimatische Extreme gehoeren seit jeher zum Alltag! Die ersten Menschen die diesen Kontinent betraten, die Aboriginee, benutzten Brandrodung im grossen Stil und trugen dazu bei den Kontinent zu entwalden. VieleTierspezies starben ausbevor je ein weisser Mann diesen Kontinent betrat.

Feuer und Fluten gehoeren zum Lebensrytmus auf diesem Kontinent.

Da wohl beruehmtes Gedicht ueber Australien von Doroty Meckallar besagt:

I love a sunburnt country,
A land of sweeping plains,
Of ragged mountain ranges,
Of droughts and flooding rains.
I love her far horizons,
I love her jewel-sea,
Her beauty and her terror
The wide brown land for me!

Nichtsdestoweniger ist die derzeitige Situation offensichtlich mit Klimawandel verbunden. Aber selbst wenn wir umgehend total carbon neutral wuerden, wuerde es absolut nichts an der Situation aendern. Solange 3 bis 4 laender 50% der Emissionen verursachen laufen unsere Anstrengungen im Sand.

Unser Ziel ist fuer 2019 ist 23.5% renewable energy. Was viele Leute vergessen sind die grossen Entfernungen hier und die damit verbundenen Infrastrukturprobleme.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Keoma » Mi 13. Nov 2019, 10:56

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Nov 2019, 10:51)

Du verstehst offensichtlich vieles nicht. Aber das ist keine Kritik.

Pro Kopf CO2 Ausstoss ist irrefuehrend und lediglich eine politische Konzession fuer die groessten CO2 Schleudern dieser Welt. China, die US und Indien deren Gesamtausstoss fast 50% der weltweiten Emissionen ausmachen. Australien's Gesamtemission an CO2 ist unter ferner liefen!

Australien ist ein she trockener Kontinent. Klimatische Extreme gehoeren seit jeher zum Alltag! Die ersten Menschen die diesen Kontinent betraten, die Aboriginee, benutzten Brandrodung im grossen Stil und trugen dazu bei den Kontinent zu entwalden. VieleTierspezies starben ausbevor je ein weisser Mann diesen Kontinent betrat.

Feuer und Fluten gehoeren zum Lebensrytmus auf diesem Kontinent.

Da wohl beruehmtes Gedicht ueber Australien von Doroty Meckallar besagt:

I love a sunburnt country,
A land of sweeping plains,
Of ragged mountain ranges,
Of droughts and flooding rains.
I love her far horizons,
I love her jewel-sea,
Her beauty and her terror
The wide brown land for me!

Nichtsdestoweniger ist die derzeitige Situation offensichtlich mit Klimawandel verbunden. Aber selbst wenn wir umgehend total carbon neutral wuerden, wuerde es absolut nichts an der Situation aendern. Solange 3 bis 4 laender 50% der Emissionen verursachen laufen unsere Anstrengungen im Sand.

Unser Ziel ist fuer 2019 ist 23.5% renewable energy. Was viele Leute vergessen sind die grossen Entfernungen hier und die damit verbundenen Infrastrukturprobleme.


Mehr öffentlicher Verkehr in Australien würde alle Klimaprobleme lösen.
Aber die Kängurus fliegen lieber oder fahren fette Geländeautos.
Wie unverantwortlich.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
Daniel Patrick Moynihan

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