Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

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lili
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon lili » Do 25. Jul 2019, 20:54

Das mit dem Klimawandel wird immer schlimmer. :( Es gab gerade ein Bericht das Spanien in den nächsten Jahren eine Art Wüste bekommt und Berlin soll wie Australien werden. Das dauert zwar noch eine Weile, aber das macht mir Angst. Ich halte die Hitze jetzt schon nicht aus.
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streicher
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon streicher » Do 25. Jul 2019, 21:08

lili hat geschrieben:(25 Jul 2019, 20:54)

Das mit dem Klimawandel wird immer schlimmer. :( Es gab gerade ein Bericht das Spanien in den nächsten Jahren eine Art Wüste bekommt und Berlin soll wie Australien werden. Das dauert zwar noch eine Weile, aber das macht mir Angst. Ich halte die Hitze jetzt schon nicht aus.
Ja, gerade in Spanien und Italien besteht die Gefahr der Wüstenbildung. Aber andere Projekte machen auch wieder Hoffnung, denn Wald wurde auch schon in Wüstengebieten aufgeforstet: Wälder in der Wüste.

Oder dieses Projekt: Wüste oder Paradies?

Oder in diesem Beitrag erwähnt - Kämpfer gegen die Desertifikation: Für den Kampf für ein besseres Leben
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon lili » Do 25. Jul 2019, 21:10

streicher hat geschrieben:(25 Jul 2019, 21:08)

Ja, gerade in Spanien und Italien besteht die Gefahr der Wüstenbildung. Aber andere Projekte machen auch wieder Hoffnung, denn Wald wurde auch schon in Wüstengebieten aufgeforstet: Wälder in der Wüste.

Oder dieses Projekt: Wüste oder Paradies?

Oder in diesem Beitrag erwähnt - Kämpfer gegen die Desertifikation: Für den Kampf für ein besseres Leben


Ich finde es nicht gut den Klimawandel zu verleugnen, für mich ist es schon der Beweis schlechthin.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Orbiter1 » Do 25. Jul 2019, 21:24

Senexx hat geschrieben:(25 Jul 2019, 20:49)

Jetzt sterben mal wieder die Wälder
Den Eindruck habe ich auch wenn ich mit der Drohne über die hiesigen Wälder fliege oder mit den Waldbauern spreche. Die bekommen ihr von Schädlingen befallenes Holz gar nicht mehr aus den Wäldern raus weil es dafür keine Kapazitäten mehr gibt. Da bin ich mal gespannt wie weit die mit der angestrebten Aufforstung kommen. Ich fürchte zumindest hierzulande nicht sehr weit. Vielleicht funktioniert das ja in Russland oder anderswo.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » Do 25. Jul 2019, 22:01

streicher hat geschrieben:(25 Jul 2019, 21:08)

Ja, gerade in Spanien und Italien besteht die Gefahr der Wüstenbildung. Aber andere Projekte machen auch wieder Hoffnung, denn Wald wurde auch schon in Wüstengebieten aufgeforstet: Wälder in der Wüste.

Oder dieses Projekt: Wüste oder Paradies?


Hauptsache die Wälder fackeln nicht vorher ab. :s
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Do 25. Jul 2019, 22:09

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2019, 21:24)

Den Eindruck habe ich auch wenn ich mit der Drohne über die hiesigen Wälder fliege oder mit den Waldbauern spreche. Die bekommen ihr von Schädlingen befallenes Holz gar nicht mehr aus den Wäldern raus weil es dafür keine Kapazitäten mehr gibt. Da bin ich mal gespannt wie weit die mit der angestrebten Aufforstung kommen. Ich fürchte zumindest hierzulande nicht sehr weit. Vielleicht funktioniert das ja in Russland oder anderswo.


Wir haben hier doch Gründe dargestellt, die eine Aufforstung auch unabhängig von der gewerblichen Waldwirtschaft dringend nahelegen. Wenn unsere Gesellschaft noch einen Funken Selbsterhaltungstrieb abrufen kann, dann sollte die Sache mit der Wiederaufforstung von Brachflächen und geschädigten Waldflächen recht bald in Gang kommen. Jahrhunderte abwarten, ob sich von allein etwas bessert, wird uns vom Ziel der Neuerschaffung von natürlichen Lebensgrundlagen immer weiter entfernen. Auch unsere Städte lassen sich zum Teil wieder entsiegeln und für kleine Biotope nutzen. Das Bewußtsein für die Notwendigkeit muß dafür allerdings erst noch entwickelt werden.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Orbiter1 » Do 25. Jul 2019, 22:24

H2O hat geschrieben:(25 Jul 2019, 22:09)

Wir haben hier doch Gründe dargestellt, die eine Aufforstung auch unabhängig von der gewerblichen Waldwirtschaft dringend nahelegen. Wenn unsere Gesellschaft noch einen Funken Selbsterhaltungstrieb abrufen kann, dann sollte die Sache mit der Wiederaufforstung von Brachflächen und geschädigten Waldflächen recht bald in Gang kommen.
Mit Bäumchen pflanzen ist es ja nicht getan, die müssen auch ein Menschenalter lang wachsen. Ob das unter den hiesigen Bedingungen überhaupt noch möglich ist weiß niemand, Zweifel kann man anmelden.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Sa 27. Jul 2019, 07:44

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Jul 2019, 22:24)

Mit Bäumchen pflanzen ist es ja nicht getan, die müssen auch ein Menschenalter lang wachsen. Ob das unter den hiesigen Bedingungen überhaupt noch möglich ist weiß niemand, Zweifel kann man anmelden.


Sollen wir nun, nachdem wir fürchten müssen, daß viele gut gemeinte Maßnahmen ihren Nutzen nicht entfalten werden, diese Maßnahmen entmutigt unterlassen? Was träte dann an deren Stelle?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Corella » Sa 27. Jul 2019, 13:57

H2O hat geschrieben:(27 Jul 2019, 07:44)

Sollen wir nun, nachdem wir fürchten müssen, daß viele gut gemeinte Maßnahmen ihren Nutzen nicht entfalten werden, diese Maßnahmen entmutigt unterlassen? Was träte dann an deren Stelle?


Weg von einer Wirtschaft "wachse oder kollabiere" und "weg von fossil" hat absolute Priorität.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Sa 27. Jul 2019, 14:49

Corella hat geschrieben:(27 Jul 2019, 13:57)

Weg von einer Wirtschaft "wachse oder kollabiere" und "weg von fossil" hat absolute Priorität.


Diese Notwendigkeit sehen wir doch schon seit sehr langer Zeit ein; dennoch müssen wir mit Plänen umgehen, die "weg von fossil" auf einen Übergangsbereich von 40 Jahren allein für die Stromerzeugung verteilen. Und das jetzt bei einigermaßen dramatischer Wiederholung von Hitzewellen in Mitteleuropa. Der beängstigende Punkt bleibt ja, daß es offenbar Schaltpunkte der Erderwärmung gibt, die die Menschheit leichtfertig hinter sich gelassen hat. Insofern ist die entmutigende Sicht auf die so gut gemeinte Aufforstung von Brachflächen schon zu verstehen. Werden diese Pflanzen überhaupt noch gedeihen können?
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Corella » Sa 27. Jul 2019, 21:13

H2O hat geschrieben:(27 Jul 2019, 14:49)

Diese Notwendigkeit sehen wir doch schon seit sehr langer Zeit ein; dennoch müssen wir mit Plänen umgehen, die "weg von fossil" auf einen Übergangsbereich von 40 Jahren allein für die Stromerzeugung verteilen. Und das jetzt bei einigermaßen dramatischer Wiederholung von Hitzewellen in Mitteleuropa. Der beängstigende Punkt bleibt ja, daß es offenbar Schaltpunkte der Erderwärmung gibt, die die Menschheit leichtfertig hinter sich gelassen hat. Insofern ist die entmutigende Sicht auf die so gut gemeinte Aufforstung von Brachflächen schon zu verstehen. Werden diese Pflanzen überhaupt noch gedeihen können?


Die Aufforstungmaßnahmen müssten ja maßgeblich in Russland, Südamerika, Afrika gemacht werden. Schon die konservative Australische Regierung würde nicht oder nicht rechtzeitig mitziehen. Entmutigende Utopien erwarten uns überall.
Trostworte fallen mir leider nicht viele ein. Trotzdem ein Versuch: die aktuelle, sehr beeindruckende Hitzewelle ist nicht nur direkt spürbare globale Erwärmung. Es ist Klimawandel im engeren Sinne. Neuartige Ausprägung von Großwetterlage (Omega-Lage) schafft das Wetter aus dem Süden in selten gekannter Dauer zu uns rüber.
Wir jammern auf hohem Niveau. Echter Leidensdruck wächst aber auch. Nach langer Zeit sinken neuerdings globale Erträge, Hunger nimmt wieder zu, die Warnungen vor Flüchtlingsmassen werden konkret. Nun ist wirklich Zeit, aus Schaden klug zu werden.
Wie vielfach eingebracht: ich verstehe Lobbyisten und Großteile der Ökonomen nicht. Wir haben uns jetzt lang genug von Möchtegern-kritisch-Hinterfragenden quälen lassen. Die Evidenzbasis ist überwältigend. Nun könnten wir endlich beharrlich beginnen, von den Kritikern und Verhinderern aller Lösungsvorschläge besseres als Problemleugnung einzufordern. So ein Werner Sinn etwa, mit seinem Wirtschaftsforum hat ja angefangen. Die Wirtschaftsweisen auch. Immernoch etwas gestelzt exklusiv gehaltene Klubs mit Etikette und recht armseligen Vorschlägen, aber da ist was in Bewegung.
Druck von der Straße kann helfen. Bürgerrechtsbewegungen u.ä. haben mitunter schon was erreicht. Wir könnten alle mal schaun, ob und wo wir unseren Arsch hoch kriegen und Greta unterstützen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Sa 27. Jul 2019, 21:43

Unser standhafter Daueropponent hatte ja schon den Ausdruck anerkannt, daß Einsicht zu wachsen beginnt, wenn bei uns schließlich der Kittel brennt. Also, etwas früher möchte ich dann doch ansetzen. Auch bei uns kann man aufforsten, kann "Paradiese aus Menschenhand" schaffen. Nicht nur zum nackten Überleben, sondern auch zur Förderung unserer Gemüter. Immerhin waren wir doch deren Schöpfer aus 2. Hand!

So, wie ich mich freuen kann und konnte, wenn ich ein Aquarium mit harmonischem Pflanzen- und Fischbesatz über Jahre pflegen konnte. Natürlich ist dort gar nichts, aber auf eigene Weise schön dann doch!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Corella » Sa 27. Jul 2019, 21:58

H2O hat geschrieben:(27 Jul 2019, 21:43)

Unser standhafter Daueropponent hatte ja schon den Ausdruck anerkannt, daß Einsicht zu wachsen beginnt, wenn bei uns schließlich der Kittel brennt. Also, etwas früher möchte ich dann doch ansetzen. Auch bei uns kann man aufforsten, kann "Paradiese aus Menschenhand" schaffen. Nicht nur zum nackten Überleben, sondern auch zur Förderung unserer Gemüter. Immerhin waren wir doch deren Schöpfer aus 2. Hand!

So, wie ich mich freuen kann und konnte, wenn ich ein Aquarium mit harmonischem Pflanzen- und Fischbesatz über Jahre pflegen konnte. Natürlich ist dort gar nichts, aber auf eigene Weise schön dann doch!


Da beneide ich Dich etwas! Berufsbedingt sehe ich in 80% + unserer "Wälder" bloß Forstäcker. Ich seh ja ein, dass wir Forstwirtschaft brauchen, aber die Qualität des Handwerklichen? Diese sogenannte naturnahe Waldwirtschaft? Grad wird ordentlich gestorben, in unseren Forstäckern. Wer vor 30 Jahren noch Fichten gepflanzt hat, soll meiner Meinung nach auf den unternehmerischen Risiken sitzen bleiben. Da muss Klöckner kein gutes Geld schlechtem hinterher werfen. Der Rest ist subtiler...
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon H2O » Sa 27. Jul 2019, 22:18

Corella hat geschrieben:(27 Jul 2019, 21:58)

Da beneide ich Dich etwas! Berufsbedingt sehe ich in 80% + unserer "Wälder" bloß Forstäcker. Ich seh ja ein, dass wir Forstwirtschaft brauchen, aber die Qualität des Handwerklichen? Diese sogenannte naturnahe Waldwirtschaft? Grad wird ordentlich gestorben, in unseren Forstäckern. Wer vor 30 Jahren noch Fichten gepflanzt hat, soll meiner Meinung nach auf den unternehmerischen Risiken sitzen bleiben. Da muss Klöckner kein gutes Geld schlechtem hinterher werfen. Der Rest ist subtiler...


Ja, da bin ich auf gleicher Wellenlänge; wen jemand oberschlau seinen Gewinn maximieren möchte, gegen alles andere Geunke, dann soll er durchaus auch mit seinem Vermögen dafür einstehen. Trotzdem kann ich mich über einen gelungenen Park, eine gewerbliche Teichwirtschaft freuen, wenn sie mit Verstand angelegt wurden und auch zur Freude aller irgendwie Beteiligten funktionieren. So erinnere ich mich fast 65 Jahre später an Wanderungen mit meinem Großvater durch den Hochwald im Soonwald zur Hirschbrunft. Um so mehr, als ich vor einigen Jahren auf einer Reise in die Vergangenheit erleben konnte, daß es diesen Hochwald immer noch gibt! Davon hätte ich systematisch gern viel mehr!
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 28. Jul 2019, 10:34

Stromkunden in Deutschland geben ca. 25 Mrd. € pro Jahr für die EEG-Unlage aus. Was passiert eigentlich mit diesem Geld? Wie viel davon wird in "Klimaschutz" investiert? Was macht der Bauer, der seine Scheunen und Ställe mit geförderten PV-Anklagen gepflastert und vllt. noch ein paar subventionierte Windräder auf seinem Land laufen hat, mit der Einspeisevergütung? Was machen die "big player" mit dem Geld? Man muss wohl davon ausgehen, dass der Bauer damit seinen Lebensunterhalt bestreitet, bei Kapitalgesellschaften landet das Geld bei den Anteilseignern. Klimaschutz? Fehlanzeige. Das EEG taugt nicht zum Klimaschutz, es ist ein pures Geldumverteilungssystem.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 28. Jul 2019, 10:39

Corella hat geschrieben:(27 Jul 2019, 21:13)

Wie vielfach eingebracht: ich verstehe Lobbyisten und Großteile der Ökonomen nicht.

Die denken nur noch quartalsweise und die dann anstehenden Veröffentlichungen, in denen mehr Umsatz und mehr Gewinn präsentiert werden muss, weil sonst der Aktienkurs fällt. Langfristiges, strategisches Denken und Nachhaltigkeit gibt es nicht mehr, es geht nur noch um den kurzfristigen "Erfolg". Deswegen werden die Produkte auch immer schlechter, damit schneller Ersatz gekauft wird.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » So 28. Jul 2019, 12:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Jul 2019, 10:34)

Man muss wohl davon ausgehen, dass der Bauer damit seinen Lebensunterhalt bestreitet, bei Kapitalgesellschaften landet das Geld bei den Anteilseignern. Klimaschutz? Fehlanzeige. Das EEG taugt nicht zum Klimaschutz, es ist ein pures Geldumverteilungssystem.


Naja, in einem kapitalistischen System muss man davon ausgehen, dass die Wirtschaftsakteure nichts umsonst machen werden. Das ist jetzt keine große Überraschung. Trotzdem hilft ihr Handeln CO2-Emissionen einzusparen.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 28. Jul 2019, 12:26

Sören74 hat geschrieben:(28 Jul 2019, 12:20)

Naja, in einem kapitalistischen System muss man davon ausgehen, dass die Wirtschaftsakteure nichts umsonst machen werden.


Nicht nur in einem kapitalistischen
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Tom Bombadil » So 28. Jul 2019, 16:41

Sören74 hat geschrieben:(28 Jul 2019, 12:20)

Naja, in einem kapitalistischen System muss man davon ausgehen, dass die Wirtschaftsakteure nichts umsonst machen werden.

Da stellt sich mir die Frage, warum man Klimaschutz "Wirtschaftsakteuren" überlassen sollte. Das hat gleich zwei Nachteile: wenn es sich nicht mehr lohnt, ist der Klimaschutz gestorben und der Klimaschutz wird teurer, als er eigentlich sein müsste, weil ja Gewinn damit gemacht werden muss. Es bleibt beim Umverteilungsmechanismus, "Klimaschutz" ist nur das Deckmäntelchen. Ginge es wirklich darum, würde man das Geld auch in entsprechende Maßnahmen stecken.
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Re: Lässt sich der Klimawandel überhaupt verlangsamen?

Beitragvon Sören74 » So 28. Jul 2019, 17:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Jul 2019, 16:41)

Da stellt sich mir die Frage, warum man Klimaschutz "Wirtschaftsakteuren" überlassen sollte. Das hat gleich zwei Nachteile: wenn es sich nicht mehr lohnt, ist der Klimaschutz gestorben und der Klimaschutz wird teurer, als er eigentlich sein müsste, weil ja Gewinn damit gemacht werden muss. Es bleibt beim Umverteilungsmechanismus, "Klimaschutz" ist nur das Deckmäntelchen.


Unseren jetzigen Wohlstand haben wir auch weitgehend unseren Wirtschaftsakteuren überlassen. Das Erreichen des Klimaschutzes kann man auch einen Preis zu ordnen, den wir bereit sind zu zahlen, ähnlich wie es uns erst, ein teures Gesundheitssystem zu unterhalten.

Tom Bombadil hat geschrieben:Ginge es wirklich darum, würde man das Geld auch in entsprechende Maßnahmen stecken.


In welche Maßnahmen?

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