38 Grad und seit Monaten kein Regen

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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Teeernte » Do 12. Sep 2019, 10:10

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 09:23)

Der große europäische Markt bietet dazu bessere Voraussetzungen als unser ehemals kleiner deutscher Markt allein. Darin sah ich vor 30 Jahren den großen Vorteil von US-amerikanischen Geräten... damals beispielsweise Hewlett-Packard und Wavetek und Texas Instruments. Dagegen konnten Rohde & Schwarz oder Wandel & Goltermann oder Telefunken nicht anstinken.


Erst wenn die letzte Solar-panelhersteller , die Letzte Windkraftbauer abgewickelt ist - wirst Du merken dass es so weit nicht her ist.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 12. Sep 2019, 11:07

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 09:23)

Der große europäische Markt bietet dazu bessere Voraussetzungen als unser ehemals kleiner deutscher Markt allein.

Mag sein, aber auch auf dem europäischen Markt muss man erstmal Kunden finden.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 12. Sep 2019, 11:09

Teeernte hat geschrieben:(12 Sep 2019, 10:10)

Erst wenn die letzte Solar-panelhersteller , die Letzte Windkraftbauer abgewickelt ist - wirst Du merken dass es so weit nicht her ist.


Das ist so nicht ganz wahr; wenn es um gute Wirkungsgrade geht, also > 20%, dann gibt es deutsche Produkte. Und wenn es um geniale In-Dach-Bauformen geht, dann suchen Sie einmal schön. Das ist eben keine Stapelware, sondern ein deutsches Qualitätserzeugnis! Da konnten noch keine Vespargelungsästheten den Ausbau bremsen. An dummen Ingenieuren mache ich diese verschlechterte Lage nicht fest.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 12. Sep 2019, 11:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:07)

Mag sein, aber auch auf dem europäischen Markt muss man erstmal Kunden finden.


Durch die Menge möglicher Abnehmer technisch neuer Erzeugnisse ist der Anbieter (Start-Up) auf jeden Fall im Vorteil.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Do 12. Sep 2019, 11:23

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 00:18)

Ich trage keine Verantwortung dafür, daß Sie unser bewährtes System politischer Beschlußfassungen nicht mögen. Ich kenne kein besseres Konzept für die Ausgestaltung eines freitlich-demokratischen Rechtsstaats. Mit einiger Sicherheit das beste, das wir je in Deutschland in Amt und Würden hatten.

Wie kommst du denn auf die Idee, dass ich die FDGO nicht mag?
Ganz im Gegenteil, ich bin sehr für deren Erhalt und genau DA liegt das Problem.
Unsere demokratisch gewählten Volksvertreter verabschieden sich mehr und mehr von demokratischen Prinzipien und setzen auf diktatorische.
Genau das machen die Ansichten der Grünen und Linken und auch die Sichtweise unserer Umweltministerin überdeutlich, wenn sie sinngemäß sagt, es bedürfe "eines Systems von Verboten und Anreizen".
Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun, dieses System kannten schon die "ollen Römer", nannte sich "divide et impera" und/oder "panem et circensis".

In einer Demokratie haben sich die Volksvertreter nach dem Souverän zu richten, zu seinem Wohle zu agieren, nicht anders herum.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 12. Sep 2019, 11:42

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:11)

Durch die Menge möglicher Abnehmer technisch neuer Erzeugnisse ist der Anbieter (Start-Up) auf jeden Fall im Vorteil.

Wenn es für das Erzeugnis aber keine Nachfrage gibt, ist der Vorteil obsolet.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 12. Sep 2019, 11:43

Dark Angel hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:23)

In einer Demokratie haben sich die Volksvertreter nach dem Souverän zu richten, zu seinem Wohle zu agieren, nicht anders herum.

Ach komm, der Staat weiß halt am allerbesten, was gut für den dummen August genannt Bürger ist ;)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 12. Sep 2019, 11:47

Dark Angel hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:23)

Wie kommst du denn auf die Idee, dass ich die FDGO nicht mag?
Ganz im Gegenteil, ich bin sehr für deren Erhalt und genau DA liegt das Problem.
Unsere demokratisch gewählten Volksvertreter verabschieden sich mehr und mehr von demokratischen Prinzipien und setzen auf diktatorische.
Genau das machen die Ansichten der Grünen und Linken und auch die Sichtweise unserer Umweltministerin überdeutlich, wenn sie sinngemäß sagt, es bedürfe "eines Systems von Verboten und Anreizen".
Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun, dieses System kannten schon die "ollen Römer", nannte sich "divide et impera" und/oder "panem et circensis".

In einer Demokratie haben sich die Volksvertreter nach dem Souverän zu richten, zu seinem Wohle zu agieren, nicht anders herum.


So ist ein Parlament aber nicht gedacht; dann könnte man auf das Parlament verzichten und mit Volksabstimmungen arbeiten. Ich halte das bei einer Wohnbevölkerung von 83 Mio Mitbürgern für unpraktisch. Ein Parlamentarier muß bestem Wissen und Gewissen folgen (im Idealfall ist das auch so). Damit wird das Wohl der Mitbürger bestimmt... möglichst nicht durch den, der am lautesten schreit. Der Wähler hat viele Möglichkeiten, schlechte Entscheidungen zu kippen. Der Rechtsweg steht uns offen; wir können Interessengruppen bilden und Beschlüsse anfechten. Wir können bei Kommunal-, Länder- und Bundeswahlen uns politisch genehme Abgeordnete wählen und uns sogar selbst zur Wahl stellen. Das ist alles ein wenig mühsam, aber das ist wohl auch gut so.

Ich lasse mir unser System der Beschlußfassung ganz sicher nicht schlecht reden, auch wenn es gelegentlich Mängel hat, die dann eben durch den Wähler abgestellt werden können.

Der Vorschlag einer Ministerin ist meist nicht deren eigener Gedanke, sondern der eines Heers von Fachleuten und sachkundigen Beratern. Ob aber daraus etwas wird, darüber entscheiden derzeit 709 Abgeordnete nach ausgiebiger Beratung. Und in ganz verzwickten Fällen dann auch noch Verfassungsgerichte.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 12. Sep 2019, 11:48

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:42)

Wenn es für das Erzeugnis aber keine Nachfrage gibt, ist der Vorteil obsolet.


Das überrascht mich jetzt aber! :)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Do 12. Sep 2019, 12:26

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:43)

Ach komm, der Staat weiß halt am allerbesten, was gut für den dummen August genannt Bürger ist ;)

Genau das ist ja das Problem, dass unsere Politiker, insbesondere Grüne, nix vom mündigen Bürger halten.
Sie behandeln ihre Wähler, wie kleine Kinder, denen gesagt werden muss, was sie wie zu tun haben. :s
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 12. Sep 2019, 12:40

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:48)

Das überrascht mich jetzt aber! :)

Mich überrascht es nicht, dass dich das überrascht :)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 12. Sep 2019, 12:41

Dark Angel hat geschrieben:(12 Sep 2019, 12:26)

Genau das ist ja das Problem, dass unsere Politiker, insbesondere Grüne, nix vom mündigen Bürger halten.
Sie behandeln ihre Wähler, wie kleine Kinder, denen gesagt werden muss, was sie wie zu tun haben. :s

Viele Leute wünschen sich das ja auch, nix gelernt aus der Geschichte, würde ich meinen.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Corella » Do 12. Sep 2019, 12:58

MoOderSo hat geschrieben:(12 Sep 2019, 00:09)

Eine Lunge nimmt Sauerstoff auf und gibt CO2 ab.
Jedes Kohlekraftwerk ist eine "Lunge".
Das sprachliche Bild ist schon mal Blödsinn.
Und auch sonst ist es Bullshit.
Der Regenwald an sich hat eine völlig neutrale CO2-Bilanz.
Der nimmt nicht mehr auf als er abgibt.
Selbst ein deutsches Torfmoor ist da effektiver.
Es gibt da allerdings im Regenwald eine Methode um Kohlenstoff längerfristig im Boden zu fixieren.
Nennt sich Terra preta und dafür braucht es Brandrodung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Terra_preta
:D


Korrekt ist, dass Rußniederschläge Senke sein können. Du musst nicht glauben, dass Klima"hysterikern" das neu wäre! Was Du unerwähnt lässt, oder Deine (tendenziösen?) Quellen: die aufgestellte Biomasse, die mit Regenwald verloren geht, ist dramatisch kleiner, als die ihrer Degradationsstadien oder Folgekulturen. Aber die eigentlichen Sorgen bezügl. Bolzonaro sind erstmal andere: Degradation es Kleinen Wasserkreislaufes (nach fachkundigen Experten nahe Kipppunkt) und Verlust eines Hot spots der Biodiversität. Gibt auf populärwissenschaftlichem Niveau recht gute Einführungen in Form neuerer Spektrumartikel.
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Do 12. Sep 2019, 13:58

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:47)

So ist ein Parlament aber nicht gedacht; dann könnte man auf das Parlament verzichten und mit Volksabstimmungen arbeiten.

Auch ein Parlament kann nicht machen was es will!

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:47)
Ich halte das bei einer Wohnbevölkerung von 83 Mio Mitbürgern für unpraktisch. Ein Parlamentarier muß bestem Wissen und Gewissen folgen (im Idealfall ist das auch so). Damit wird das Wohl der Mitbürger bestimmt... möglichst nicht durch den, der am lautesten schreit.

Ein Parlamentarier hat nicht seinem Gewissen zu folgen, sondern dem Willen seiner Wähler.
Und genau da liegt das Grundproblem - unsere Politiker sind Gesinnungsethiker, sind Polulisten, denen der Wählerwille am Arxxx vorbei geht. Es gibt keine Verantwortungs- und Handlungsethik mehr, unsere Politiker treffen ihre Entscheidungen nach "Bauchgefühl", was sich "gut anfühlt" - es geht nur noch um "gut meinen".
Nur "gut gemeint" ist das Gegenteil von "gut gemacht"


H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:47)
Der Wähler hat viele Möglichkeiten, schlechte Entscheidungen zu kippen. Der Rechtsweg steht uns offen; wir können Interessengruppen bilden und Beschlüsse anfechten. Wir können bei Kommunal-, Länder- und Bundeswahlen uns politisch genehme Abgeordnete wählen und uns sogar selbst zur Wahl stellen. Das ist alles ein wenig mühsam, aber das ist wohl auch gut so.

Und wenn das passiert, ist das Geschrei groß. Dann sind wieder die Wähler die Doofen, die nicht begreifen, dass es die Politiker nur "gut mit ihnen meinen"

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:47)
Ich lasse mir unser System der Beschlußfassung ganz sicher nicht schlecht reden, auch wenn es gelegentlich Mängel hat, die dann eben durch den Wähler abgestellt werden können.

Wer redet denn die Demokratie bzw demokratische Prinzipien schlecht? - NIEMAND!
Es geht darum, dass sich Parteien (insbesondere zwei Parteien) und Politiker immer weiter von diesen demokratischen Prinzipien entfernen und zunehmend totalitär und diktaturaffin agieren.

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:47)Der Vorschlag einer Ministerin ist meist nicht deren eigener Gedanke, sondern der eines Heers von Fachleuten und sachkundigen Beratern. Ob aber daraus etwas wird, darüber entscheiden derzeit 709 Abgeordnete nach ausgiebiger Beratung. Und in ganz verzwickten Fällen dann auch noch Verfassungsgerichte.

Sorry, aber so viel Naivität hätte ich dir in deinem Alter nicht zugetraut!
Was Frau Schulze da vom Stapel gelassen hat, ist auf ihrem "eigenen Mist gewachsen", da hat KEIN Fachmann beraten - nicht ein einziger. Ganz im Gegenteil!
Inzwischen schlagen Gewerkschaften, Mieterbund und Bauindustrie Alarm, dass die Vorstellungen der Umweltministerin, insbesondere für Eigenheimbesitzer und Vermieter nicht bezahlbar sind. Ca. 80% des Wohnungsbestandes in Deutschland müssten saniert werden, um den Vorstellungen von Frau Schulze gerecht zu werden - und das in den nächsten 10 Jahren.
Von wegen "ein Heer von Fachleuten und sachkundigen Beratern" - guxstu hier!
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 12. Sep 2019, 14:06

Dark Angel hat geschrieben:(12 Sep 2019, 11:23)

Wie kommst du denn auf die Idee, dass ich die FDGO nicht mag?
Ganz im Gegenteil, ich bin sehr für deren Erhalt und genau DA liegt das Problem.
Unsere demokratisch gewählten Volksvertreter verabschieden sich mehr und mehr von demokratischen Prinzipien und setzen auf diktatorische.
Genau das machen die Ansichten der Grünen und Linken und auch die Sichtweise unserer Umweltministerin überdeutlich, wenn sie sinngemäß sagt, es bedürfe "eines Systems von Verboten und Anreizen".
Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun, dieses System kannten schon die "ollen Römer", nannte sich "divide et impera" und/oder "panem et circensis".

In einer Demokratie haben sich die Volksvertreter nach dem Souverän zu richten, zu seinem Wohle zu agieren, nicht anders herum.


Diese "FDGO" besteht im Kern aus Folgendem:
1 das Recht des Volkes, die Staatsgewalt in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung auszuüben und die Volksvertretung in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl zu wählen,
2 die Bindung der Gesetzgebung an die verfassungsmäßige Ordnung und die Bindung der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung an Gesetz und Recht,
3 das Recht auf Bildung und Ausübung einer parlamentarischen Opposition,
4 die Ablösbarkeit der Regierung und ihre Verantwortlichkeit gegenüber der Volksvertretung,
5 die Unabhängigkeit der Gerichte,
6 der Ausschluss jeder Gewalt- und Willkürherrschaft und
7 die im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechte.
(wikipedia)
Für wichtig im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion halte ich insbesondere Punkt 4: "Die Ablösbarkeit der Regierung und ihre Verantwortlichkeit gegenüber der Volksvertretung"

Die fdgo der Bundesrepublik spiegelt die Grundordnung in Form einer repräsentativen Demokratie wieder. Das heißt, die Regierung ist nicht etwa dem Volk sondern den (demokratisch gewählten) Volksvertretern gegenüber verantwortlich. Und das hat auch seinen Sinn. Irgendetwas brüllen und verlangen kann jeder. Ob nun "Steuern runter" oder "Ausländer raus". Verantworten muss sich dafür niemand. Es gibt keine Wahl der Staatsbürger über die Staatsbügerlichkeit anderer Staatsbürger. Volksvertreter dagegen müssen gewählt bzw, wiedergewählt werden.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Dark Angel » Do 12. Sep 2019, 14:32

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Sep 2019, 14:06)

Diese "FDGO" besteht im Kern aus Folgendem:
(wikipedia)

Für wichtig im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion halte ich insbesondere Punkt 4: "Die Ablösbarkeit der Regierung und ihre Verantwortlichkeit gegenüber der Volksvertretung"

Die fdgo der Bundesrepublik spiegelt die Grundordnung in Form einer repräsentativen Demokratie wieder. Das heißt, die Regierung ist nicht etwa dem Volk sondern den (demokratisch gewählten) Volksvertretern gegenüber verantwortlich. Und das hat auch seinen Sinn. Irgendetwas brüllen und verlangen kann jeder. Ob nun "Steuern runter" oder "Ausländer raus". Verantworten muss sich dafür niemand. Es gibt keine Wahl der Staatsbürger über die Staatsbügerlichkeit anderer Staatsbürger. Volksvertreter dagegen müssen gewählt bzw, wiedergewählt werden.

Stell Dir vor, ich weiß woraus der Kern der FDGO besteht.
Und stell Dir weiter vor, ich weiß sogar, welche Aufgaben eine parlamentarische Opposition hat.
DU brauchst mir das nicht erklären!
IN einer Demokratie (FDGO) sind BEIDE Regierung UND Parlament dem Souverän verpflichtet bzw Rechenschaft pflichtig.
Kontrollorgan - DASS dies auch eingehalten wird, ist die parlamentarische Opposition - zumindest sollte sie das sein.
Dieser Kontrollpflicht kommt die parlamentarische Opposition zunehmend NICHT nach, sondern sie bestimmt die Richtung der Regierungsentscheidungen, stellt Forderungen - ohne Wählerauftrag - und die Regierung beeilt sich, diesen Forderungen nachzukommen.
Und genau da liegt das Problem, dass sich Regierung und Parlament zunehmend von demokratischen Prizipien verabschieden und diese durch Verbote, Regulierungswut, Vorschriften und Bevormundung des Souveräns ersetzen - bis hinein in dessen Privatsphäre.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 12. Sep 2019, 15:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Sep 2019, 14:06)

Das heißt, die Regierung ist nicht etwa dem Volk sondern den (demokratisch gewählten) Volksvertretern gegenüber verantwortlich.

Die Krux an dieser an sich tollen Sache ist nur, dass die angeblichen Vertreter des Volkes unter der Knute der jeweiligen Partei stehen und meistens so abstimmen, wie der Fraktionsführer das vorgibt. Damals™ war das noch nicht so schlimm, weil die Parteien untereinander deutlich schärfer abgegrenzt waren und man mit einem Wechsel der Stimme von zB. der CDU zur SPD auch tatsächlich eine andere Politik wählen konnte. Heute sieht das gänzlich anders aus, alles, was die vier nicht-radikalen Parteien anbieten, ist ein Brei, egal ob man Union, SPD, FDP oder Grüne wählt, die Politik ändert sich nur in Nuancen, was auch an der Macht der Lobbyisten/Wirtschaft liegt.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon Bielefeld09 » Do 12. Sep 2019, 15:24

Teeernte hat geschrieben:(12 Sep 2019, 10:08)

Du wolltest doch unbedingt telefonieren...

Ja der Regen ist schon lang durch .

Na ja, das war wieder zuwenig,
eigentlich wie so vieles hier,
nicht erwähnenswert. :D
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon schokoschendrezki » Do 12. Sep 2019, 15:39

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Sep 2019, 15:08)

Die Krux an dieser an sich tollen Sache ist nur, dass die angeblichen Vertreter des Volkes unter der Knute der jeweiligen Partei stehen und meistens so abstimmen, wie der Fraktionsführer das vorgibt. Damals™ war das noch nicht so schlimm, weil die Parteien untereinander deutlich schärfer abgegrenzt waren und man mit einem Wechsel der Stimme von zB. der CDU zur SPD auch tatsächlich eine andere Politik wählen konnte. Heute sieht das gänzlich anders aus, alles, was die vier nicht-radikalen Parteien anbieten, ist ein Brei, egal ob man Union, SPD, FDP oder Grüne wählt, die Politik ändert sich nur in Nuancen, was auch an der Macht der Lobbyisten/Wirtschaft liegt.


Die Wurzel des Problems läuft unter dem Kürzel TINA, there is no alternative, und geht im Ursprung auf die Ära Thatcher zurück. Die Vorstellung, es gäbe einen "zwingend zu beschreitenden Entwicklungsweg". In der Umbruchzeit der Wiedervereinigung auf dem Gebiet der Ex-DDR wurde dies in dem Spruch "Keine Experimente!" formuliert. In jedem Fall geht es darum: Die Zukunft ist nicht gestaltbar sondern du, wir müssen versuchen, "zukunftsgerecht" zu sein.

Und bezogen auf den Klimawandel heißt das: Der Klimawandel vollzieht sich ohnehin so wie er sich vollzieht. Pass dich an oder stirb. Politische Entscheidungen spielen keine Rolle.
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Re: 38 Grad und seit Monaten kein Regen

Beitragvon H2O » Do 12. Sep 2019, 17:21

Dark Angel hat geschrieben:(12 Sep 2019, 13:58)

...
Ein Parlamentarier hat nicht seinem Gewissen zu folgen, sondern dem Willen seiner Wähler.

Das ist ein grundlegendes Mißverständnis. Ein Abgeordneter ist allein seinem Gewissen verantwortlich, und der schlimmste Mißbrauch politischer Macht ist in kritischen Fragen der "Fraktionszwang". Sie reden sich etwas ein, das so nicht stimmt. Sie müssen diese Sonderlinge beim nächsten Mal ja nicht wieder wählen. Die Rache des kleinen Mannes eben, der "Denkzettel".
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Das tun Sie unablässig. Sprechen gewählten Abgeordneten ganz allgemein "Verantwortungsethik" ab, nennen Sie "Populisten", die aber keineswegs den Wählerwillen erfüllen... Nun ja, in meinem Alter gehe ich jetzt mit Altersmilde darüber hinweg.
...

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Na, Politik vom Feinsten, eben eine breite gesellschaftliche Diskussion; und am Ende sind sich alle irgendwie über Machbares einig, der Kassenwart nicht zu vergessen. Kompromiß nennt sich das. Wo ist jetzt Ihr Problem?

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