Wölfe

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Quatschki
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Sa 18. Aug 2018, 18:30

Ebiker hat geschrieben:(18 Aug 2018, 16:45)

Diebstahl ist ein anderes Thema, Schutzmaßnahmen vor Wölfen wurden ja ergriffen, haben aber bis auf spezielle Hunde alle versagt.

Weil es nur passiver Schutz ist.
Du könntest auch dein Haus gegen Einbrecher verriegeln und verrammeln. Wenn die Täter spitzkriegen, dass weder Du noch die Polizei oder Justiz ihnen auch nur ein Haar krümmen darf, würden sie mit der Zeit immer dreister und frecher, werden deine Schlösser knacken und werden dich ausnehmen, bis es nichts mehr zu holen gibt.
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Re: Wölfe

Beitragvon Ebiker » Sa 18. Aug 2018, 18:37

So ist es. Schutzgebiete meinetwegen aber sobald ein Wolf seine Nase rausstreckt bekommt er ne Ladung auf den Pelz
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Sa 18. Aug 2018, 18:45

Quatschki hat geschrieben:(18 Aug 2018, 18:30)

Weil es nur passiver Schutz ist.
Du könntest auch dein Haus gegen Einbrecher verriegeln und verrammeln. Wenn die Täter spitzkriegen, dass weder Du noch die Polizei oder Justiz ihnen auch nur ein Haar krümmen darf, würden sie mit der Zeit immer dreister und frecher, werden deine Schlösser knacken und werden dich ausnehmen, bis es nichts mehr zu holen gibt.


Diese Feststellung geht aber an der von Ebiker vorbei. Er sagt ja auch, daß bisher keine einfache Schutzmaßnahme gegen Wolfsangriffe auf Herdenvieh nachhaltig gegriffen hat... bis auf Herdenschutzhunde. Das ist auch kein passiver Schutz... die gehen in Imponiergehabe über, und wenn das nicht reicht, dann kommt der Angriff auf den Räuber. Das sind sehr kräftige große Hunde, die in Teamarbeit gegen Räuber antreten. Liest sich sehr spannend, die Sache mit Herdenschutzhunden und Hütehunden.
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Re: Wölfe

Beitragvon Ebiker » Sa 18. Aug 2018, 18:47

Nur sind diese Herdenschutzhunde auch nicht grad billig im Unterhalt und dafür gibts keine Zuschüsse.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Sa 18. Aug 2018, 20:11

Ebiker hat geschrieben:(18 Aug 2018, 18:47)

Nur sind diese Herdenschutzhunde auch nicht grad billig im Unterhalt und dafür gibts keine Zuschüsse.
Das zu lösen wäre kein Problem,
wenn die Hunde denn machen dürften, was sie machen sollen. Aber laut Tierschutzgesetz (zumindest in BaWü) dürfen die Hunde nicht ohne Schäfer über Nacht alleine bei der Herde bleiben, brauchen eine Hütte und einen Liegeplatz, der nicht direkt auf dem Boden ist. Nicht, dass die Hunde eine Hütte nutzen würden oder es sie stört, nachts alleine zu bleiben. Es geht um das Tierwohl - in diesem Fall das der Hunde.
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Di 9. Okt 2018, 15:06

Herde mit 140 Mutterschafen angegriffen.
40 tot, 80 vermißt.
https://www.mdr.de/sachsen/bautzen/goer ... y-100.html

Die Moorschnucken-Herde gehörte zu einem Projekt, mit dem man die friedliche Koexistenz zwschen Wolf und Schaf beweisen wollte:

https://www.foerderverein-oberlausitz.d ... Itemid=161

Einer der wichtigsten Brennpunkte ist dabei die Akzeptanz des Wolfes (Lupus lupus), der seit einigen Jahren wieder in das Gebiet des Biosphärenreservates und die umliegenden Region zurückgekehrt und in Ausbreitung begriffen ist. Große Skepsis machte sich zunächst in der Bevölkerung und insbesondere bei den Landnutzern breit. Verluste von Schafen, insbesondere durch falsche Haltungsmaßnahmen begünstigt, führten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Naturschützern und Landnutzern. Mitten im Bestandsgebiet des Daubaner Rudels gelegen, praktiziert der Förderverein Landschaftspflege mit Moorschnucken und Burenziegen und greift damit ganz praktisch einen der größten Brennpunkte auf.
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Re: Wölfe

Beitragvon Lomond » Do 23. Mai 2019, 04:41

Vorschlag zur Güte:

Es gibt doch so viele Veganer in Deutschland, die es todschick finden, vegan zu leben.
Und die auch ihre Hunde und Katzen vegan ernähren.

Die sollen die Wölfe doch mal überzeugen, dass es schick und cool und angesagt ist, vegan zu leben.
Die Wölfe sind doch gelehrige Tiere, und werden mit Freuden auf vegane Ernährung umstellen.

Problem gelöst!
Non enim propter gloriam, divicias aut honores pugnamus set propter libertatem solummodo quam Nemo bonus nisi simul cum vita amittit.
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Re: Wölfe

Beitragvon unity in diversity » Do 23. Mai 2019, 05:05

Lomond hat geschrieben:(23 May 2019, 04:41)

Vorschlag zur Güte:

Es gibt doch so viele Veganer in Deutschland, die es todschick finden, vegan zu leben.
Und die auch ihre Hunde und Katzen vegan ernähren.

Die sollen die Wölfe doch mal überzeugen, dass es schick und cool und angesagt ist, vegan zu leben.
Die Wölfe sind doch gelehrige Tiere, und werden mit Freuden auf vegane Ernährung umstellen.

Problem gelöst!

Wölfe sind Rudeltiere.
Wenn man den Alfa missioniert, macht das ganze Rudel mit, oder es wählt ein neues Leittier.
Man muß aber bei einer erfolgreichen Missionierung beachten, daß Fleisch eine höhere Energiedichte hat als Gras. Die Wölfe schreiten daher zum Verdrängungskampf gegen das angestammte Weidevieh. Das bringt neue Probleme, weil man sich entscheiden muß, welche Art gefördert, oder dezimiert werden soll.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Wölfe

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 23. Mai 2019, 08:29

H2O hat geschrieben:(15 Aug 2018, 22:19)
... Fast könnte man auf den Gedanken kommen, daß die kapitalintensive industrielle Landwirtschaft sich diese Räuber bestellt hat, so zu sagen als moralische Rechtfertigung ihres Frevels.


Diese von Ihnen erwähnte, kapitalintensive, industrielle (Massentierhaltung besonders unter "tierischen" oder besser gesagt unmenschlichen Bedingungen) entstand erst, als in D der letzte Wolf
damals sicher auch unter Ihrem Triumphgeheul oder christlichem Erlösungsseufzer (Gott sei Dank!) ausgerottet war. Hätten sie dunnemals gelebt.

Mehr gibt es zu dem polarisierenden und dämonisierendem Populismuspropaganda gegen den Wolf in Deutschland, den Sie hier eifrig betreiben, nicht zu sagen. Schade eigentlich, Ihr Wolfsschaden...Letzterer dürfte seine Ursachen in frühkindlicher katholischer Christianisierung und Domestizierung des heutigen Herrn H2O haben, der mit der besonders dem Christentum essentiell innewohnenden Herrenmenschideologie gegenüber der Natur und anderen Lebewesen noch nie Probleme hatte, um sich gotterlaubt die restliche Natur untertan zu machen, wie es ihm passt. Eine religiöse Ideologie, die nur ein Lebensrecht kennt, das der überlegenen Spezies des homo rapiens...ähm...sapiens.

Weiter so. Herzlichen Glückwunsch.

PS: In Costa Rica hacken die spanisch-katholischen Nachfahren als heutige Einwohner des Landes auch jede Schlange kurz und klein, wo sie sie sehen oder finden. Als ich dort war, erzählte man mir an der Bar, dass ein eingewanderter Schweizer Notar und Rechtsanwalt von einer Giftschlange gebissen wurde, und dachte, es sei etwas anderes gewesen, weil er nur ein kleines Bissloch in der Ferse hatte. War wohl doch eine Lanzenotter oder eine "Biss töten Stier"...
Jedenfalls war er nicht mehr zu retten und verstarb asbaldigst. Okay, er lachtsche besoffen von der örtlichen Bar nachhause, nachts mit Taschenlampe, dafür ohne Gummistiefel quer durch das hohe Gras vor seiner etwas abgelegenen
Latifundie. Der Mann lebte zwar schon lange Zeit dorten, und wusste sicher auch, dass es abends (spät. ab 18 Uhr ist es dunkel, wirkliche Jahreszeitenunterschiede gibt da nicht) riskant ist, im hohen Gras oder im Dschungel spazieren zu gehen. Denn da ist alles, was Fangzähne oder Krallen hat, unterwegs. Den Jaguar, den die indigenen Ureinwohner verehrten und respektierten, haben die hispanischen Nachfahren auch schon bis auf ein paar wenige Expemplare ausgerottet. Ein sehr scheuer Jäger, der Menschen meidet und eine großartige, auch unter Raubkatzen einmalige Beutetechnik hat: Er tötet sehr human und schnell mit einem gezielten Biss in den Kopf.

Unser Dchungelguide war dagegen recht angesäuert, dass wir einfach keine Schlange bei unserer Tour zu Gesicht bekamen. Keine wollte uns als Beute. Weder zarte Damenbeine oder stramme Ochsenwadeln :D waren ihnen angenehm.
Okay, es war auch eine Tour bei Tageslicht. Aber, wie der Zufall wollte, griff ich beim Aufstieg durch einen sehr steilen Waldanstieg gottseidank nicht an den nächstbesten Gestrüppast, um mich beim Hochkraxeln mit den Gummistiefeln gegen ein Abrutschen zu sichern. Ich sah instinktiv vorher hin, wohin ich greifen wollte. Und was war da? - Ein wunderschöne, knallgelbe Lanzenotter, die sich friedlich um einen sattgrünen, etwas stärkeren Zweig gewickelt hatte und dort Siesta hielt. Ich dachte zuerst gar nicht an eine Schlange, nochdazu an eine knallgelbe. Aber es war eine und als ich Tom, unserem Guide zurief, guck'mal, da ist eine Schlange, keine Ahnung, welche, kam er freudestrahlend abwärts hin zu mir und sagte, dass das eine Lanzenotter sei. Und diese Schlange identisch ein oder zwei Kilometer weiter grau-weiss und nicht gelb sein könne, aufgrund der sagenhaften Biodiversität, die der costaricanische Dschungel hervorbringt, zumindest in den paar vom Raubtier Mensch noch nicht durch Baumabholzung oder pestizidverspritzte Bananenplantagen untertan gemachten Quadratkilometern eines milliionenjahrealten Regenwaldes. Auf eine Obstplantage sahen wir auf einer kleinen, gerodeten Obstbaumwiese dann noch ein solches graugezeichnetes Lanzenotterexemplar. Tom sagte, das sei seine Bank für alle Fälle, wenn sich bei einer Tour kein Schwein, also keine Schlange etc. blicken lässt. Sie, diese graue Lanzenotter sei eine treue Seele, auf die man sich verlassen könne. Sie schlief da eingerollt und bestens getarnt in einer breiteren Astgabel des Obstbaumes in ca.
1.2m Höhe den Schlaf der Gerechten. Wenn man nicht genau hinsah, konnte man das auch für eine Haufen Vogelscheisse halten oder eine knollenartige Ausformung des Obstbaums.

Tom meinte es dann besonders gut und fummelte mit einem längeren Zweig vor ihrem ziemlich dreieckigen Schädel herum, in der Hoffnung, sie würde dann mal kurz fauchen und uns ihre wunderschönen Zähnchen zeigen. Aber die war gottseidank zu faul und wir ohnehin höchst zufrieden. Dem Chico, der die Plantage betreibt, legte er dann in ein kleines Holzkästchen seiner Werkzeughütte etwas Geld. Denn das stellte sicher, dass er die Schlange nicht als für den Menschen gefährlichen Naturmüll betrachtete, die seinen Äpfeln und der Ernte im Wege lag, und sie entsprechend sofort mit der Machete zerhackte, sondern als willkommene, zusätzliche Einnahmequelle ansah.

Tom erzählte, dieser Kleinstplantagenbesitzer würde zur Obsternte diese treue Lanzenotter sogar mit einem Ast zum nahegelegenen Dschungel tragen, damit er die Äpfel ungestört ernten könne. Und sich freue, dass sie nicht beleidigt darüber sei und einfach wiederkomme, hin zu ihrem sonnigen Rastplatz auf der Apfelbaumgabel.

Aber stellt euch mal vor, Lanzenottern in Deutschland an einem Tomatenstrauch. Ich sag nur eins: Sofort zerhacken oder drei Mungos kaufen. Vielleicht mögen die ja nicht nur Kobras, sondern auch Lanzenottern, die übrigens ein sehr interessantes Gift haben, das nicht sofort Atemlähmung und Herzstillstand verursacht, sondern gewebezersetzend wirkt. Damit die Schlange sozusagen nach dem Biss der Beute und dem Warten bis zum Tod diese schon ein bisschen mürbe hat, um sie dann schneller verschlingen zu können. Während des Beuteverschlingens ist sie nämlich einige Zeit völlig wehrlos. Worauf wiederum nur andere warten... :D
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Re: Wölfe

Beitragvon unity in diversity » Do 23. Mai 2019, 15:36

Wenn man immer 10 % der Weideviecher als Tribut an die Wölfe in die freie Wildnis entläßt, sollte Frieden herrschen.
Daraus werden Wildrinder, Wildpferde, Wildschafe, Wildziegen und natürlich wildes Weißvieh, Enten, Gänse, Hühner, für die Jungwölfe.
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Re: Wölfe

Beitragvon H2O » Do 23. Mai 2019, 17:30

unity in diversity hat geschrieben:(23 May 2019, 15:36)

Wenn man immer 10 % der Weideviecher als Tribut an die Wölfe in die freie Wildnis entläßt, sollte Frieden herrschen.
Daraus werden Wildrinder, Wildpferde, Wildschafe, Wildziegen und natürlich wildes Weißvieh, Enten, Gänse, Hühner, für die Jungwölfe.


Guter Vorschlag; in Kürze haben wir dann Wölfe in in großen Rudeln, bestens versorgt von wohlmeinenden "Landwirten". Es ist wie es ist: Wildschweine und Rehe vermehren sich durch günstige Bedingungen, und das machen die Wölfe und Bären dann auch. Man muß sie nur gewähren lassen. Die greifen sich auf jeden Fall die leichtere Beute... die Tiere sind ja nicht völlig irre.

Und wir Bewohner dieses Landes ziehen in die Städte und bauen rund um diese Städte herum hohe Zäune, bärensicher und wolfsicher. Aus meiner Sicht sind da etliche Zeitgenossen ziemlich durchgeknallt. Quälhaltung von Nutzvieh zulassen, und da, wo Nutzvieh halbwegs artgerecht gehalten werden könnte, sorgen dann Wölfe (und in den Pyrenäen auch Bären) für das notwendige natürliche Gleichgewicht. Aus meiner Sicht ein bösartiger Plan zur Förderung der industrialisierten Landwirtschaft durch kapitalkräftige Investoren. Denen macht dieses Theater kaum zu schaffen... ok, die Wildschweine nerven...

Inzwischen setzen sich aber doch Einsichten durch, daß das Thema Wolf in unserer hochgradig genutzten Landschaft ohne Sinn und Verstand angegangen wurde.
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Do 23. Mai 2019, 20:17

H2O hat geschrieben:(23 May 2019, 17:30)

Guter Vorschlag; in Kürze haben wir dann Wölfe in in großen Rudeln, bestens versorgt von wohlmeinenden "Landwirten". Es ist wie es ist: Wildschweine und Rehe vermehren sich durch günstige Bedingungen, und das machen die Wölfe und Bären dann auch. Man muß sie nur gewähren lassen. Die greifen sich auf jeden Fall die leichtere Beute... die Tiere sind ja nicht völlig irre.

Und wir Bewohner dieses Landes ziehen in die Städte und bauen rund um diese Städte herum hohe Zäune, bärensicher und wolfsicher. Aus meiner Sicht sind da etliche Zeitgenossen ziemlich durchgeknallt. Quälhaltung von Nutzvieh zulassen, und da, wo Nutzvieh halbwegs artgerecht gehalten werden könnte, sorgen dann Wölfe (und in den Pyrenäen auch Bären) für das notwendige natürliche Gleichgewicht. Aus meiner Sicht ein bösartiger Plan zur Förderung der industrialisierten Landwirtschaft durch kapitalkräftige Investoren. Denen macht dieses Theater kaum zu schaffen... ok, die Wildschweine nerven...

Inzwischen setzen sich aber doch Einsichten durch, daß das Thema Wolf in unserer hochgradig genutzten Landschaft ohne Sinn und Verstand angegangen wurde.
Dann findest Du sicherlich auch ok, dass man in Botswana wieder Elefanten abschiessen darf.
https://www.spiegel.de/panorama/gesells ... 68820.html
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Re: Wölfe

Beitragvon Bielefeld09 » Do 23. Mai 2019, 20:57

Vielleicht sollte man nicht generalisieren,
sondern problemorientiert schauen.
Zäune und Hütehunde sind eine Antwort,
Verbisse durch Wölfe erträglich und finanzierbar,
darüber hinausgehend sind eben auch Abschüsse möglich.
Wäre das nicht eine Lösung?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Do 23. Mai 2019, 20:59

Misterfritz hat geschrieben:(23 May 2019, 20:17)

Dann findest Du sicherlich auch ok, dass man in Botswana wieder Elefanten abschiessen darf.
https://www.spiegel.de/panorama/gesells ... 68820.html

Als Deutschland eine Bevölkerungsdichte wie Botswana hatte, lebten hier auch noch Bären und riesige Auerochsen und Wisente in den Wäldern.
Hätte man sich damals vor über 1000 Jahren entschieden, wirklich großzügige Reservate (5000km²+) einzurichten, statt die Wälder zu roden für Äcker und für ein dichtes Netz aus Dörfern und Städten, dann könnten diese Tierarten heute noch problemlos in unserem Land leben.
In so großer Zahl, dass man pro Jahr auch eine gewisse Anzahl erlegen kann ohne Auswirkungen für den Bestand.
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Re: Wölfe

Beitragvon Misterfritz » Do 23. Mai 2019, 21:17

Quatschki hat geschrieben:(23 May 2019, 20:59)

Als Deutschland eine Bevölkerungsdichte wie Botswana hatte, lebten hier auch noch Bären und riesige Auerochsen und Wisente in den Wäldern.
Hätte man sich damals vor über 1000 Jahren entschieden, wirklich großzügige Reservate (5000km²+) einzurichten, statt die Wälder zu roden für Äcker und für ein dichtes Netz aus Dörfern und Städten, dann könnten diese Tierarten heute noch problemlos in unserem Land leben.
In so großer Zahl, dass man pro Jahr auch eine gewisse Anzahl erlegen kann ohne Auswirkungen für den Bestand.
Es gibt doch kaum Wölfe bei uns.
Man würde die wenigen "Problemwölfe" sicherlich auch gezielt vertreiben können.
Aber Wölfe rufen immer noch - unbegründete - Ängste vor. Wölfe meiden Menschen, wo immer sie können. Und Schafe kann man ersetzen.

Edit: Es wäre sicherlich sinnvoll, die bestehenden Tierschutzgesetze so zu ändern, dass Hütehunde dauerhaft 24 Stunden am Tag bei der Herde bleiben dürfen. Dafür wurden sie gezüchtet und genau das wollen diese Hunde auch - auch nicht, nachts im Haus des Schäfers sein.
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Re: Wölfe

Beitragvon Bielefeld09 » Do 23. Mai 2019, 21:26

Quatschki hat geschrieben:(23 May 2019, 20:59)

Als Deutschland eine Bevölkerungsdichte wie Botswana hatte, lebten hier auch noch Bären und riesige Auerochsen und Wisente in den Wäldern.
Hätte man sich damals vor über 1000 Jahren entschieden, wirklich großzügige Reservate (5000km²+) einzurichten, statt die Wälder zu roden für Äcker und für ein dichtes Netz aus Dörfern und Städten, dann könnten diese Tierarten heute noch problemlos in unserem Land leben.
In so großer Zahl, dass man pro Jahr auch eine gewisse Anzahl erlegen kann ohne Auswirkungen für den Bestand.

Hätte, hätte und hat man nicht.
Ein wenig mehr Gegenwartsbezug wäre diesem Thema sicherlich zuträglicher.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Do 23. Mai 2019, 22:16

Bielefeld09 hat geschrieben:(23 May 2019, 21:26)

Hätte, hätte und hat man nicht.
Ein wenig mehr Gegenwartsbezug wäre diesem Thema sicherlich zuträglicher.

Wir könnten ja unsere künftige Einwohnerzahl auf naturverträgliche, nachhaltige Größenordnungen zurückführen. Bei einer Geburtenrate von 1,5 passiert das automatisch.
Aber ihr wollt ja lieber "Replacement Migration", um Bevölkerungsrückgang durch Einwanderer aufzufüllen...
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Re: Wölfe

Beitragvon Bielefeld09 » Do 23. Mai 2019, 22:38

Quatschki hat geschrieben:(23 May 2019, 22:16)

Wir könnten ja unsere künftige Einwohnerzahl auf naturverträgliche, nachhaltige Größenordnungen zurückführen. Bei einer Geburtenrate von 1,5 passiert das automatisch.
Aber ihr wollt ja lieber "Replacement Migration", um Bevölkerungsrückgang durch Einwanderer aufzufüllen...

Ich versuche Sie ernst zu nehmen,
aber erklären Sie doch bitte den Zusammenhang
zwischen Wölfen und "Replacement Migration".
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Wölfe

Beitragvon Quatschki » Do 23. Mai 2019, 23:55

Bielefeld09 hat geschrieben:(23 May 2019, 22:38)

Ich versuche Sie ernst zu nehmen,
aber erklären Sie doch bitte den Zusammenhang
zwischen Wölfen und "Replacement Migration".

Ich wollte nur den grundsätzlichen Zielkonflikt andeuten zwischen "Wir brauchen Zuwanderung" und "Wir brauchen Platz für die Wildnis"...
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Re: Wölfe

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 24. Mai 2019, 00:10

Quatschki hat geschrieben:(23 May 2019, 23:55)

Ich wollte nur den grundsätzlichen Zielkonflikt andeuten zwischen "Wir brauchen Zuwanderung" und "Wir brauchen Platz für die Wildnis"...

Ach was,
und nun sollen auch noch die Wölfe für so einen Fake Dreck herhalten?
Sie haben doch sicherlich mehr Geist.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p

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