Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Cobra9 » Di 17. Mär 2020, 11:59

Senexx hat geschrieben:(17 Mar 2020, 11:43)

Kurzarbeiter müssen das.

Die Herren Profis arbeiten kurz oder gar nicht. Wenn die Verträge nicht sauber gestrickt sind, zeigt das die Amateuerhaftigkeit in den Clubs.



:rolleyes:

Informationen wie, was Kurzarbeitergeld angeht lies mal nach.

Das ist durchaus möglich das auch Fussball da aufspringen tut. Aber das ist kompliziert.

Die Herren haben eben Rechte wie Jedermann wo Arbeitnehmer ist. Aber grundsätzlich wie soll der Gehaltsverzicht die Clubs langfristig retten?

Komm erzähl dein Konzept
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Cobra9 » Di 17. Mär 2020, 12:06

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 11:56)

Also mal abgesehen vom Ton, senexx, was willst du da anderes erwarten, kann ein Arbeitgeber jederzeit, wenn die Insolvenz droht, Kurzarbeit über seine Arbeitnehmer verhängen.
Die Frage ist dann aber, ob der Steuerzahler für 60% der Fußballspielergehälter aufkommen soll ?


Wenn die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden ist das kein Problem. Auch keine moralische Frage.

Diverse Profis anderer Sportarten haben es schon in Anspruch genommen. Die Problematik ist aber das ein gewisser Verzicht auf Gehalt nicht das Problem löst das fast jedem Profi Club massiv Geld fehlt aus fehlenden Einnahmen resultierend.


Bayern München kann sowas wahrscheinlich 4,5 Monate verkraften. Aber nicht der Eishockey DEL Ligist Augsburg.

Dss zieht sich durch verschiedene Sportarten.

Ein Verzicht auf Gehalt ist keine Lösung um Pleiten zu verhindern.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon odiug » Di 17. Mär 2020, 12:08

Cobra9 hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:06)

Wenn die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden ist das kein Problem. Auch keine moralische Frage.

Diverse Profis anderer Sportarten haben es schon in Anspruch genommen. Die Problematik ist aber das ein gewisser Verzicht auf Gehalt nicht das Problem löst das fast jedem Profi Club massiv Geld fehlt aus fehlenden Einnahmen resultierend.


Bayern München kann sowas wahrscheinlich 4,5 Monate verkraften. Aber nicht der Eishockey DEL Ligist Augsburg.

Dss zieht sich durch verschiedene Sportarten.

Ein Verzicht auf Gehalt ist keine Lösung um Pleiten zu verhindern.

Das mag ja sein ... nur gilt: das Kurzarbeitergeld dient dazu, finanzielle Härten von Arbeitnehmern abzuwenden.
Es dient nicht dazu, den 'Lebensstandard von Millionären zu sichern.
Aber die Diskussion ist eh müßig, wenn ich nochmals darüber nachdenke, weil Kurzarbeit nur für fest Angestellte gezahlt wird.
Und Sportler sind nicht fest Angestellt.
Sie würden eher unter die bereits beschlossene Hilfe für Solo Selbstständige fallen.
Zuletzt geändert von odiug am Di 17. Mär 2020, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon BenJohn » Di 17. Mär 2020, 12:12

https://www.welt.de/sport/fussball/arti ... tugal.html

Ronaldo funktioniert seine Hotels zu "Corona-Kliniken" um.

Ärzte, Pflegepersonal und Ausrüstung geht auf seine Kosten.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon odiug » Di 17. Mär 2020, 12:13

BenJohn hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:12)

https://www.welt.de/sport/fussball/arti ... tugal.html

Ronaldo funktioniert seine Hotels zu "Corona-Kliniken" um.

Ärzte, Pflegepersonal und Ausrüstung geht auf seine Kosten.

Das ist aber lieb von Ronaldo ... und hilft ihm sicher, sein Image als Steuersünder ein bisschen zu polieren.
Die Frage ist auch, woher kommen denn die Ärzte und Krankenschwestern für seinen PR Gag ?
Hoffentlich wirbt er keine aus öffentlichen Krankenhäusern ab :rolleyes:
Das ist mal wieder ein Beispiel für eine Nulllösung eines Egomanen.
Zuletzt geändert von odiug am Di 17. Mär 2020, 12:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Cobra9 » Di 17. Mär 2020, 12:14

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:08)

Das mag ja sein ... nur gilt: das Kurzarbeitergeld dient dazu, finanzielle Härten von Arbeitnehmern abzuwenden.
Es dient nicht dazu, den 'Lebensstandard von Millionären zu sichern.


Sind Profifußball Spieler von München als Arbeitnehmer rechtlich anders zu sehen als Arbeitnehmer eines Drittligisten. :?

Nehmen Wir Oberhausen. Arbeitnehmer is Arbeitnehmer.


Ich glaube nicht unbedingt das Du rechtlich richtig liegen tust.

https://www.arbeitsrechte.de/kurzarbeit ... setzungen/


Mir wäre jetzt nicht bekannt das die Gehälter eine Grundlage für die Gewährung ist.

Gut ob man sich den Ruf als Profi versaut ist dann die Moral.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon BenJohn » Di 17. Mär 2020, 12:15

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:13)

Das ist aber lieb von Ronaldo ... und hilft ihm sicher, sein Image als Steuersünder ein bisschen zu polieren.


Er spendet auch sonst sehr viel Geld.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon odiug » Di 17. Mär 2020, 12:17

Cobra9 hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:14)

Sind Profifußball Spieler von München als Arbeitnehmer rechtlich anders zu sehen als Arbeitnehmer eines Drittligisten. :?

Nehmen Wir Oberhausen. Arbeitnehmer is Arbeitnehmer.


Ich glaube nicht unbedingt das Du rechtlich richtig liegen tust.

https://www.arbeitsrechte.de/kurzarbeit ... setzungen/


Mir wäre jetzt nicht bekannt das die Gehälter eine Grundlage für die Gewährung ist.

Gut ob man sich den Ruf als Profi versaut ist dann die Moral.

Wie oben bereits ergänzt, Sportler sind keine Arbeitnehmer, sondern Freischaffende.
Und Kurzarbeitergeld beträgt 60% des Lohns.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon odiug » Di 17. Mär 2020, 12:21

BenJohn hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:15)

Er spendet auch sonst sehr viel Geld.

Muss er ja auch, sonst wirkt sich das schlecht auf seine Sozialprognose aus und nix war es mit der Bewährung.
Und wie bereits oben geschrieben: das Problem sind nicht fehlende Gelder ... das Problem sind fehlende Ärzte, Krankenschwestern und Pflegepersonal.
Eine solche Aktion zieht also Personal von anderer Stelle ab,. wo sie vielleicht dringender benötigt werden.
Das ist ein Nullsummenspiel, mit der ein Egomane sich ein wenig positive PR erschwindelt ... mehr nicht
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Senexx » Di 17. Mär 2020, 12:24

Fussballprofis sind Arbeitnehmer.
Niemals "copy+paste". ALLES selbst verfasst.
Trollposts, ad-personam und Spam werden ignoriert.
Nieder mit dem Extremismus: Wider SED, AfD und Grüne!
Was kümmert es eine Eiche, wenn sich... kratzt?
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon odiug » Di 17. Mär 2020, 12:29

Senexx hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:24)

Fussballprofis sind Arbeitnehmer.

Stimmt sogar ... ich dachte echt, sie wären eher als Solo Freischaffende nach dem Arbeitsrecht einzuordnen.
Sind sie aber gar nicht :eek:
https://www.der-betrieb.de/interview/ar ... ifussball/
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Cobra9 » Di 17. Mär 2020, 12:31

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:17)

Wie oben bereits ergänzt, Sportler sind keine Arbeitnehmer, sondern Freischaffende.
Und Kurzarbeitergeld beträgt 60% des Lohns.



Das ist falsch mein Lieber!

Profisportler gerade im Bereich von Mannschaftssport gelten in der Regel als Arbeitnehmer.


Grundsätzlich kann auch die Ausübung von Sport Gegenstand eines Dienstverhältnisses sein. Soweit ein Berufssportler seine Tätigkeit nicht selbstständig ausübt, ist er als Arbeitnehmer anzusehen. Erhält ein Sportler im Zusammenhang mit seiner sportlichen Betätigung Zahlungen, die nicht nur unwesentlich höher sind, als die ihm hierbei entstandenen Aufwendungen, ist der Schluss gerechtfertigt, dass der Sport nicht mehr aus reiner Liebhaberei, sondern auch um des Entgelts willen betrieben wird. Steht die Erzielung von Einkünften im Vordergrund, ist zu unterscheiden zwischen Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit nach § 19 EStG und Einkünften aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG.

Fußballspieler werden beispielsweise als Arbeitnehmer i. S. d. § 19 EStG behandelt. Entschädigungen der Lizenzspieler der Bundesliga einschließlich Hand- und Treuegeld sind Arbeitslohn. Fußballtrainer sind Arbeitnehmer, wenn sie für mindestens eine Spielzeit verpflichtet werden. Soziale Abgaben muss beispielsweise dann der Club teilweise übernommen haben.

Das trifft ebenfalls auf Eishockey, Basketball usw. zu.
Außerdem sind diese Spieler an Weisungen gebunden usw.

Was anderes sind oft Einzelsportler. Beispielsweise bei dem Berufsboxer. Hier Ist meistensdie Vergütung eines Berufsboxers vom Ausgang des Wettkampfs abhängig, Sponsoren und trägt er deshalb ein höheres unternehmerisches Risiko, ist er als Gewerbetreibender i. S. d. § 15 EStG einzustufen.

Er erhält keine fortlaufenden Zahlungen von einem Verein, Club. Kann auch treiben was er will





Profisportler zwischen Arbeitsrecht und Unternehmertum : ein Beitrag zum Arbeitnehmerbegriff am Beispiel des Berufsfußballer


Autor: Menke, Johan-Michel
Veröffentlicht: Hamburg: Kovač (Verlag), 2006, 339 S.
Dokumententyp: Dissertation
Sprache: Deutsch
ISBN: 3830023758, 9783830023753


https://www.caspers-mock.de/publikation ... ortler.htm
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Cobra9 » Di 17. Mär 2020, 12:32

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:29)

Stimmt sogar ... ich dachte echt, sie wären eher als Solo Freischaffende nach dem Arbeitsrecht einzuordnen.
Sind sie aber gar nicht :eek:
https://www.der-betrieb.de/interview/ar ... ifussball/



Hör auf. Ich habe es auch nicht genau gewusst bevor ich es lernen musste
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Kritikaster » Di 17. Mär 2020, 12:36

Umverteilungsdiskussionen sollen in Ordnung sein, wenn es Fußballer betrifft?

Das sind ja geradezu sozialistische Denkansätze, denen ich allein schon deshalb nichts abgewinnen kann.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon odiug » Di 17. Mär 2020, 12:43

Kritikaster hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:36)

Umverteilungsdiskussionen sollen in Ordnung sein, wenn es Fußballer betrifft?

Das sind ja geradezu sozialistische Denkansätze, denen ich allein schon deshalb nichts abgewinnen kann.

Umverteilungsdiskussionen sind immer dann in Ordnung, wenn die Kluft zwischen den "Have and Havenot" nicht mehr mit Leistung zu rechtfertigen ist.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Cobra9 » Di 17. Mär 2020, 12:46

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:43)

Umverteilungsdiskussionen sind immer dann in Ordnung, wenn die Kluft zwischen den "Have and Havenot" nicht mehr mit Leistung zu rechtfertigen ist.


Aber selbst ein Verzicht ist nicht einfach vom Profi machbar. Jeder Profi hat in der ersten Liga auch wieder Verträge wie mit Beratung, Privat Trainer.....
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Kritikaster » Di 17. Mär 2020, 13:10

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 12:43)

Umverteilungsdiskussionen sind immer dann in Ordnung, wenn die Kluft zwischen den "Have and Havenot" nicht mehr mit Leistung zu rechtfertigen ist.

Der Markt bestimmt den Preis. Kann man aus Gründen nicht mögen, ist aber so. Deswegen überraschte mich weniger diese Strangeröffnung als solche, sondern vor allem, durch wen sie erfolgte.

Wenn also solche Gehälter gezahlt werden, steht denen in der "Wertschöpfungskette" ein entsprechender Gegenwert gegenüber. Die Millionen kommen also irgendwo wieder rein.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon odiug » Di 17. Mär 2020, 13:19

Kritikaster hat geschrieben:(17 Mar 2020, 13:10)

Der Markt bestimmt den Preis. Kann man aus Gründen nicht mögen, ist aber so. Deswegen überraschte mich weniger diese Strangeröffnung als solche, sondern vor allem, durch wen sie erfolgte.

Wenn also solche Gehälter gezahlt werden, steht denen in der "Wertschöpfungskette" ein entsprechender Gegenwert gegenüber. Die Millionen kommen also irgendwo wieder rein.

Ist nicht so.
Und man kann die "Wertschöpfung" von vielem in Zweifel ziehen.
Ich bin einfach der Überzeugung, dass Sinn, Zweckmäßigkeit, Nutzen und Allgemeinwohl zentrale Begriffe von Wertschöpfung sind.
Und wenn man diese Definition annimmt, fällt vieles, was der freie Markt so treibt, durchs Raster.
Würde der "freie Markt" derzeit herrschen, dann würden Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal und selbst Putzpersonal in Krankenhäusern Fußballspielergehälter beziehen und Fußballspieler auf Harz IV Niveau vegetieren.
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon Kritikaster » Di 17. Mär 2020, 13:55

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 13:19)

Ist nicht so.
Und man kann die "Wertschöpfung" von vielem in Zweifel ziehen.
Ich bin einfach der Überzeugung, dass Sinn, Zweckmäßigkeit, Nutzen und Allgemeinwohl zentrale Begriffe von Wertschöpfung sind.
Und wenn man diese Definition annimmt, fällt vieles, was der freie Markt so treibt, durchs Raster.
Würde der "freie Markt" derzeit herrschen, dann würden Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal und selbst Putzpersonal in Krankenhäusern Fußballspielergehälter beziehen und Fußballspieler auf Harz IV Niveau vegetieren.

Ja, es gibt unterschiedliche Sichtweisen, und das ist auch gut so. Den Begriff "Wertschöpfung" stellte ich nicht grundlos in "". ;)

Ich stimme Dir in so weit zu, als Dein Verweis auf medizinische Tätigkeiten eine tendenzielle Berechtigung besitzt. Aber auch diese Personen haben ihre Verträge unter ihnen bekannten Bedingungen geschlossen. Hat auch was mit Planungssicherheit zu tun.Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du oder ich wünschten, deren Gehälter und Löhne mögen im umgekehrten Fall gekürzt werden.

Sollte sich eine Solidaritätsbewegung unter den Fußballprofis bilden mit dem im Strangtitel genannten Ziel, fände ich das nicht schlecht. Und letztlich muss den Großverdienern ja selbst daran gelegen sein, dass die Vereine weltweit überleben. Wir reden schließlich nicht von einem regional begrenzten Phänomen. Wer hat schon ein Interesse daran, den Ast abzusägen, auf dem er sitzt?
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Re: Sollen Fußballmillionäre mit Gehaltsverzicht Clubs retten?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 17. Mär 2020, 14:06

odiug hat geschrieben:(17 Mar 2020, 13:19)


Würde der "freie Markt" derzeit herrschen, dann würden Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal und selbst Putzpersonal in Krankenhäusern Fußballspielergehälter beziehen und Fußballspieler auf Harz IV Niveau vegetieren.


Warum sollte das so sein?
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)

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