Meine zugegebenermaßen provokante These:

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Papaloooo
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Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Papaloooo » So 28. Apr 2019, 21:22

Fußballfans schmücken sich gern mit fremden Lorbeeren:
Sie schreiben sich selbst Tore zu, für die sie keinerlei Beitrag geleistet haben!
Ausrufe wie "wir haben gewonnen" sind sachlich völlig falsch, wenn man selbst nicht mitgespielt hat.
Ich möchte behaupten, dass Leute die im Leben eigene Erfolge vorweisen können, es weniger nötig haben, um Erfolge zu jubeln, die sie selbst nicht erbracht haben.

p.s. gilt natürlich auch für andere Sportarten aber bei Fußball fällt es besonders auf.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Alpha Centauri » So 28. Apr 2019, 21:28

Papaloooo hat geschrieben:(28 Apr 2019, 21:22)

Fußballfans schmücken sich gern mit fremden Lorbeeren:
Sie schreiben sich selbst Tore zu, für die sie keinerlei Beitrag geleistet haben!
Ausrufe wie "wir haben gewonnen" sind sachlich völlig falsch, wenn man selbst nicht mitgespielt hat.
Ich möchte behaupten, dass Leute die im Leben eigene Erfolge vorweisen können, es weniger nötig haben, um Erfolge zu jubeln, die sie selbst nicht erbracht haben.


Und ist dass irgendwie relevant ob nun selbst erbracht oder nicht, Herr Leistungsideologe??? So ein Käse
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Ein Terraner » So 28. Apr 2019, 23:14

Papaloooo hat geschrieben:(28 Apr 2019, 21:22)

Fußballfans schmücken sich gern mit fremden Lorbeeren:
Sie schreiben sich selbst Tore zu, für die sie keinerlei Beitrag geleistet haben!
Ausrufe wie "wir haben gewonnen" sind sachlich völlig falsch, wenn man selbst nicht mitgespielt hat.
Ich möchte behaupten, dass Leute die im Leben eigene Erfolge vorweisen können, es weniger nötig haben, um Erfolge zu jubeln, die sie selbst nicht erbracht haben.

p.s. gilt natürlich auch für andere Sportarten aber bei Fußball fällt es besonders auf.

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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Papaloooo » Mo 29. Apr 2019, 07:36

Alpha Centauri hat geschrieben:(28 Apr 2019, 21:28)


Hallo, bitte nicht Dinge ins Zitat rein nehmen die ich nicht gesagt habe, das verfälscht meine Nachricht.
Aber zu deiner Antwort:
Relevant oder nicht, es stimmt eben nicht, wenn sie dann herumrrufen "wir haben gewonnen", denn das haben sie nicht, das haben andere!
Es stimmt ja auch nicht wenn ich mich von Nachbars großes Haus hinstelle und anderen sage: "das habe ich gemacht", nur weil ich diesen Menschen bewundern sollte.

Und dann ist doch berechtigt, sich (bzw andere) zu fragen: warum machen Menschen so etwas?

Und das wäre ja meine Frage, und der Diskussionsgegenstand dieses Threads.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Billie Holiday » Mo 29. Apr 2019, 07:41

Papaloooo hat geschrieben:(28 Apr 2019, 21:22)

Fußballfans schmücken sich gern mit fremden Lorbeeren:
Sie schreiben sich selbst Tore zu, für die sie keinerlei Beitrag geleistet haben!
Ausrufe wie "wir haben gewonnen" sind sachlich völlig falsch, wenn man selbst nicht mitgespielt hat.
Ich möchte behaupten, dass Leute die im Leben eigene Erfolge vorweisen können, es weniger nötig haben, um Erfolge zu jubeln, die sie selbst nicht erbracht haben.

p.s. gilt natürlich auch für andere Sportarten aber bei Fußball fällt es besonders auf.


Ja, offenbar. Und?
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Adam Smith » Mo 29. Apr 2019, 07:48

Keinerlei Beitrag ist verkehrt. Ohne die Fans wären die Einnahmen der Vereine deutlich geringer.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Billie Holiday » Mo 29. Apr 2019, 07:57

Adam Smith hat geschrieben:(29 Apr 2019, 07:48)

Keinerlei Beitrag ist verkehrt. Ohne die Fans wären die Einnahmen der Vereine deutlich geringer.


Mal abgesehen davon, dass einige Fußballfans weitaus primitiver sind als die Summe aller Handball- oder Eishockeyfans, finde ich es völlig ok, sich als Fan mit seiner Mannschaft zu identifizieren und diese zu unterstützen. Die Mehrheit geht nach Hause und ist sich bewußt, dass sie selbst nichts zum Erfolg beigetragen haben und sind zuhause wieder normal.
Allen Fans eigene Erfolglosigkeit zu unterstellen bringt vermutlich bloß dem Strangersteller ein Gefühl von Überlegenheit, müßte aber mal näher untersucht werden, sollte es jemanden interessieren.
Ich hab früher gern unsere Handballjungs angefeuert und hatte auch ein Gefühl von Gruppenzugehörigkeit und „wir“, was aber zuhause dann schnell wichtigeren Dingen untergeordnet wurde. :x
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Adam Smith » Mo 29. Apr 2019, 08:06

Manche identifizieren sich auch mit dem Staat oder der Religion. Manche mit der Partei oder einem Forum. Manche mit dem Kommunismus und wiederum andere mögen Russland nicht. Sind sogar überzeugt davon, dass der Gegner der Stasi angehören muss. Selber ist man natürlich vollkommen vernünftig.

Solange sich die Begeisterung im normalen Bereich bewegt ist das ja OK.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Papaloooo » Mo 29. Apr 2019, 08:27

Billie Holiday hat geschrieben:(29 Apr 2019, 07:57)

Mal abgesehen davon, dass einige Fußballfans weitaus primitiver sind als die Summe aller Handball- oder Eishockeyfans, finde ich es völlig ok, sich als Fan mit seiner Mannschaft zu identifizieren und diese zu unterstützen. Die Mehrheit geht nach Hause und ist sich bewußt, dass sie selbst nichts zum Erfolg beigetragen haben und sind zuhause wieder normal.
Allen Fans eigene Erfolglosigkeit zu unterstellen bringt vermutlich bloß dem Strangersteller ein Gefühl von Überlegenheit, müßte aber mal näher untersucht werden, sollte es jemanden interessieren.
Ich hab früher gern unsere Handballjungs angefeuert und hatte auch ein Gefühl von Gruppenzugehörigkeit und „wir“, was aber zuhause dann schnell wichtigeren Dingen untergeordnet wurde. :x

Nun, von eine Absolutheit habe ich ja nicht erhoben, wenn ich schrieb: "es weniger nötig haben, um Erfolge [anderer] zu jubeln".
Und ja mag sein, dass ich mich da unbewusst "besser" fühle,
vor allen Dingen ist mir aber diese extreme Identifikation fremd.

Aber Gegenfrage: ist es denn nicht auch bei Fußballfans so,
dass sie sich mit "ihrer Mannschaft" der "anderen Mannschaft" überlegen fühlen?
Und ist nicht die Enttäuschungshaltung nach dem ausbleibenden Sieg der "eigenen Mannschaft"
her Hauptgrund für den Vandalismus nach dem Spiel?
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Billie Holiday » Mo 29. Apr 2019, 08:36

Papaloooo hat geschrieben:(29 Apr 2019, 08:27)

Nun, von eine Absolutheit habe ich ja nicht erhoben, wenn ich schrieb: "es weniger nötig haben, um Erfolge [anderer] zu jubeln".
Und ja mag sein, dass ich mich da unbewusst "besser" fühle,
vor allen Dingen ist mir aber diese extreme Identifikation fremd.

Aber Gegenfrage: ist es denn nicht auch bei Fußballfans so,
dass sie sich mit "ihrer Mannschaft" der "anderen Mannschaft" überlegen fühlen?
Und ist nicht die Enttäuschungshaltung nach dem ausbleibenden Sieg der "eigenen Mannschaft"
her Hauptgrund für den Vandalismus nach dem Spiel?


Mag sein.
Ich bin nur mit einer Handvoll Fußballfans befreundet, die allesamt nach dem Spiel gesittet nach Hause fahren und eine evtl. Enttäuschung gut verarbeiten, ohne U- und S-Bahnen auseinanderzunehmen oder Unbeteiligte zu Brei zu schlagen.

Bei den anderen primitiven Affen kommen wohl unterschiedliche Beweggründe zusammen. Vor etlichen Jahren hat mal im TV ein Fußballfan gesagt, sollte seine Mannschaft absteigen, würde er sich das Leben nehmen. Nun denn....

Man muß sich nicht besser fühlen, es reicht, dass man sich darin wohlfühlt, anders zu sein. :cool:
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Liegestuhl » Mo 29. Apr 2019, 09:08

Papaloooo hat geschrieben:(28 Apr 2019, 21:22)

Fußballfans schmücken sich gern mit fremden Lorbeeren:
Sie schreiben sich selbst Tore zu, für die sie keinerlei Beitrag geleistet haben!
Ausrufe wie "wir haben gewonnen" sind sachlich völlig falsch, wenn man selbst nicht mitgespielt hat.
Ich möchte behaupten, dass Leute die im Leben eigene Erfolge vorweisen können, es weniger nötig haben, um Erfolge zu jubeln, die sie selbst nicht erbracht haben.

p.s. gilt natürlich auch für andere Sportarten aber bei Fußball fällt es besonders auf.


Wenn man sich gerne mit den Erfolgen anderer schmücken will, dann wird man Anhänger von Bayern München, Borussia Dortmund oder irgendeinem anderen sinnlosen Bundesliga-Kommerzunternehmen. Mit Fansein hat das Ganze jedoch nicht viel zu tun.

Zum Leben mit dem Verein gehört auch das Leiden mit dem Verein und das wird bei vielen Anhängern schnell abgeschaltet, wenn es sportlich mal nicht mehr läuft.

Wirf einfach mal einen Blick in das sportliche Jammertal der unteren Ligen! Dort gibt es auch Fans. Wenn die ihren eigenen mangelnden Erfolg durch die atemberauschenden Erfolge ihrer Lieblingskicker kompensieren wollen, dann müssen die irgendetwas falsch gemacht haben.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Liegestuhl » Mo 29. Apr 2019, 12:22

Billie Holiday hat geschrieben:(29 Apr 2019, 07:57)

Mal abgesehen davon, dass einige Fußballfans weitaus primitiver sind als die Summe aller Handball- oder Eishockeyfans, ...


Ja, solche Fußballfans gibt es. Es gibt aber zum Glück auch Fußballfans, die unfassbar geil sind und mit denen ein gemeinsames Fußballerlebnis einen Riesenspaß macht.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Billie Holiday » Mo 29. Apr 2019, 12:25

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Apr 2019, 12:22)

Ja, solche Fußballfans gibt es. Es gibt aber zum Glück auch Fußballfans, die unfassbar geil sind und mit denen ein gemeinsames Fußballerlebnis einen Riesenspaß macht.


Deshalb gibt es Wörter wie „einige“, „manche“, „viele“, „wenige“..... :x um nicht „alle“ benutzen zu müssen. :rolleyes:
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon becksham » Mo 29. Apr 2019, 12:28

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Apr 2019, 12:22)

Ja, solche Fußballfans gibt es. Es gibt aber zum Glück auch Fußballfans, die unfassbar geil sind und mit denen ein gemeinsames Fußballerlebnis einen Riesenspaß macht.

In Havelse? :D
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Ein Terraner » Mo 29. Apr 2019, 12:37

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Apr 2019, 09:08)

Wenn man sich gerne mit den Erfolgen anderer schmücken will, dann wird man Anhänger von Bayern München, Borussia Dortmund oder irgendeinem anderen sinnlosen Bundesliga-Kommerzunternehmen. Mit Fansein hat das Ganze jedoch nicht viel zu tun.


Für selektive Wahrnehmung hast du ja echt ein Faible, wie passt in deine Logik jetzt ein Verein der erfolgreich wird ? Und hast du deine Theorie schon mal mit Fans von Bayern oder Dortmund erörtert ?
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Liegestuhl » Mo 29. Apr 2019, 13:26

becksham hat geschrieben:(29 Apr 2019, 12:28)

In Havelse? :D


Nee, da hat man nur einige Pflegefälle.

Ich hatte am Samstag aber eine Menge Spaß mit einer Osnase.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Liegestuhl » Mo 29. Apr 2019, 13:29

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Apr 2019, 12:37)

Für selektive Wahrnehmung hast du ja echt ein Faible, wie passt in deine Logik jetzt ein Verein der erfolgreich wird ?

Ja, ein Verein darf auch erfolgreich werden.
Und hast du deine Theorie schon mal mit Fans von Bayern oder Dortmund erörtert ?


Ja, habe ich.

Passend dazu übrigens dieser Klassiker:

http://www.taz.de/!1323248/

Passt übrigens genauso zu den Kommerzfans der Borussia.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Ein Terraner » Mo 29. Apr 2019, 13:37

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Apr 2019, 13:29)

Ja, ein Verein darf auch erfolgreich werden.


Aber Fan eines erfolgreichen Vereins sein hat doch deiner Meinung nach nichts mehr mit Fansein zu tun, sollte man sich da dann nicht nach einen weniger erfolgreichen Verein umsehen ?
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Liegestuhl » Mo 29. Apr 2019, 13:41

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Apr 2019, 13:37)

Aber Fan eines erfolgreichen Vereins sein hat doch deiner Meinung nach nichts mehr mit Fansein zu tun, sollte man sich da dann nicht nach einen weniger erfolgreichen Verein umsehen ?


Du kannst dir gerne mal die Entwicklung einer Fanszene vom Amateurbereich bis in den Profibereich anschauen und analysieren, wie sie sich entwickelt. Fortuna Düsseldorf hat da ein großartig negatives Beispiel gegeben.
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Re: Meine zugegebenermaßen provokante These:

Beitragvon Ein Terraner » Mo 29. Apr 2019, 13:44

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Apr 2019, 13:41)

Du kannst dir gerne mal die Entwicklung einer Fanszene vom Amateurbereich bis in den Profibereich anschauen und analysieren, wie sie sich entwickelt. Fortuna Düsseldorf hat da ein großartig negatives Beispiel gegeben.


Nein, ich mag kein Fußball. Viel zu langweilig und der Fanatismus geht mir auf den Zeiger, viel zu religiös.
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