Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jan 2021, 00:07

Die "Welt" klärt über die Cancel Culture im Mittelalter auf, obwohl die Aufklärung doch an ihr Ende gelangt sei, wie ein Bundeskulturminister a. D. jüngst anmerkte.

Egal, worum geht es?

Um 1300 gerät Dante Alighieri zwischen die Fronten der unversöhnlichen Guelfi und Ghibellinen. Geldstrafe und Gericht akzeptiert er nicht, weshalb 1302 das Todesurteil durch Verbrennen erfolgt. Florenz sieht er nie wieder, der Scheiterhaufen bleibt ihm dafür erspart.
Im Exil schreibt Dante dann die berühmte "Göttliche Komödie".

https://www.welt.de/kultur/literarische ... hieri.html

Dantes Hauptwerk zählt heute zum Literaturkanon.

Was sagt uns das - geht vor die Tore und schreibt eure Hauptwerke?
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Stoner
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Stoner » Do 7. Jan 2021, 13:41

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jan 2021, 00:07)

Was sagt uns das - geht vor die Tore und schreibt eure Hauptwerke?


In globalen Zeiten gibt's kein "vor den Toren" mehr. :|

Darauf baut ja Cancel Culture.

Man kann höchstens überlegen, in welchem der Dante'schen Höllenkreise die Cancler am besten aufgehoben wären.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon BlueMonday » Do 7. Jan 2021, 14:47

Stoner hat geschrieben:(07 Jan 2021, 13:41)

In globalen Zeiten gibt's kein "vor den Toren" mehr. :|

Darauf baut ja Cancel Culture.

Man kann höchstens überlegen, in welchem der Dante'schen Höllenkreise die Cancler am besten aufgehoben wären.


Ach, wir leben auch in Zeiten, in denen ständig neue Räume geschaffen werden und die alten, etablierten Räume zunehmend bröckeln und zerfallen.

"Temporäre autonome Zonen", etwa der "Salon":

"Die höchste Form menschlicher Gesellschaft in der existierenden Ordnung ist im Salon zu finden. In den eleganten und vornehmen Zusammenkünften der aristokratischen Klassen gibt es keine impertinente Einmischung der Gesetzgebung. Die Individualität jedes Einzelnen wird respektiert. Der Umgang ist daher gänzlich frei. Konversation ist stetig, brillant und abwechslungsreich. Gruppen werden nach Anziehung gebildet. Sie lösen sich stets wieder auf und bilden sich auf die gleiche subtile und alles durchdringende Weise wieder neu. Gegenseitige Achtung durchdringt alle Klassen, und die perfekteste Harmonie, die je in komplexen menschlichen Beziehungen erreicht wurde, ist just unter den Bedingungen zu finden, die Gesetzgeber und Staatsmänner als Bedingungen unvermeidlicher Anarchie und Unordnung fürchten. Wenn es überhaupt Etikette gibt, sind sie lediglich ein Hinweis auf Prinzipien, die jede und jeder einzelne für sich akzeptiert hat. Ist es nicht vorstellbar, daß aller zukünftiger Fortschritt der Menschlichkeit, mit all den unzähligen Elementen der Entwicklung, die sich gegenwärtig auftun, die Gesellschaft im Allgemeinen und in allen ihren Relationen nicht diesen hohen Grad der Perfektion erreichen werden, den bestimmte Gesellschaftsteile unter bestimmten Umständen bereits erreicht haben? Nehmen wir an, der Umgang im Salon sei durch eine spezifische Gesetzgebung reguliert. Lassen wir die Zeit, die jeder Gentleman mit einer Lady sprechen darf, gesetzlich fixiert, die Sitzhaltung oder die Art des Stehens genauestens reguliert, die Themen, über die sie sprechen dürfen, den Tonfall und die jeweiligen Gesten sorgfältig festgelegt sein. Und dies alles unter dem Vorwand, Durcheinander und die Beeinträchtigung der Privilegien und Rechte jedes einzelnen verhindern zu wollen. Läßt sich dann irgendetwas besser Kalkuliertes oder Sicheres vorstellen, um gesellschaftlichen Umgang in intolerable Sklaverei und hoffnungslose Konfusion zu verwandeln?"


https://en.wikipedia.org/wiki/Temporary_Autonomous_Zone

"The book describes the socio-political tactic of creating temporary spaces that elude formal structures of control."
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon aleph » Sa 16. Jan 2021, 04:36

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(18 Dec 2020, 13:39)

Bleiben Sie mir vom Leib mit ihren daherfantasierten Unterstellungen und der darauf fußenden, unerhörten Schwachsinns"logik", wer mir jetzt widerspricht, gehört zu denen, die Ausschwitz leugnen.

Es ist schon erstaunlich, wieviel Blödsinn man in zwei Sätzen bündeln kann. Es geht im übrigen um ein Grundprinzip, zu dem auch Grenzbetrachtungen gehören und diese einschließen. Sie können Ihre Rosinenpickerei durch das Ofenrohr nicht so schwerwiegender Fälle, gerne weiterführen. Bittschön. Aber mir ist dafür die Zeit zu schade. Gell.

Er hat schon recht. Das Beispiel, das du geschilderst hast, war ja gerade keine politische Diskussion mit Argumenten für und wider zu einem politischen Thema. Das gehörte wohlwollend betrachtet zu Verschwörungstheorien und Propaganda. Im Gegensatz zu einigen anderen glaube ich, dass dir das passiert ist (einen bösen witz dazu verkneife ich mir daher), aber ich kann auch nicht beim besten Willen erkennen, was das mit debattenkultur zu tun hat. Es sieht so aus, als wolltest du beeindrucken und sprachlos machen.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Keinen_Faschismus! » Sa 16. Jan 2021, 07:49

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 Jan 2021, 00:07)
Dantes Hauptwerk zählt heute zum Literaturkanon.

Was sagt uns das - geht vor die Tore und schreibt eure Hauptwerke?

Viele Schriftsteller die für ihre Schriften zu Lebzeiten verfolgt werden, sind später berühmt, oft bis zur Verklärung.

Schriftsteller können sich also glücklich schätzen, wenn sie entsprechend gemaßregelt werden, da das ihren Ruhm nach einem politischen Umschwung nur steigert.

Da gibt es also keinen Grund für intellektuelle Schreiberlinge sich darüber zu beschweren.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 16. Jan 2021, 09:53

aleph hat geschrieben:(16 Jan 2021, 04:36)

Er hat schon recht. Das Beispiel, das du geschilderst hast, war ja gerade keine politische Diskussion mit Argumenten für und wider zu einem politischen Thema. Das gehörte wohlwollend betrachtet zu Verschwörungstheorien und Propaganda. Im Gegensatz zu einigen anderen glaube ich, dass dir das passiert ist (einen bösen witz dazu verkneife ich mir daher), aber ich kann auch nicht beim besten Willen erkennen, was das mit debattenkultur zu tun hat. Es sieht so aus, als wolltest du beeindrucken und sprachlos machen.


Wer ist "er"?

Offen gesagt, ist mir egal, ob Sie mir das gerade noch glauben. Wie großzügig. ;)

Was soll das werden, wenn auch merkwürdig spät?
Unterstellende "Russia Today-Faktenanalyse" in der x-ten Variante zu meiner Person?

Was das Threadthema selbst, Debattenkultur, Meinungsunterdrückung im besonderen, angeht, bleibe ich bei meiner Haltung und Sichtweise, dass meine Grenzbetrachtungen und -ziehungen notwendig und auch angebracht sind. I.e. die diskussionslose Ablehnung gewisser "Meinungen, besser gesagt Meinungslügen der übelsten Art". Selbst wenn diese glaubwürdig als "ehrliche Meinung" erkennbar seien. Und nach Auffassung der so formulierten und angedienten "Richtlinie für Debattenkultur" des Users Skeptiker, auch geführt werden sollten...oder müssten?

Eine Richtlinie und Vorgabe für Debattenkultur, die ich ablehne und auf die ich mich explizit bezogen hatte in meiner Gegenargumentation in der Sache. Wie Sie das im übrigen aus dem von Ihnen benutzten Zitat eines meiner Beiträge, entnehmen könnten: In der Sache darin "gipfelnd", entsprechenden Grenzziehungen und -betrachtungen in Diskussionen über Meinungsfreiheit und "Debattenkultur" sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum für obligatorisch zu halten.

So sehe ich das- auch nach ihrer Antwort - weiterhin. Sowohl den privaten als auch den öffentlichen Raum betreffend. Die Forenleitug im übrigen auch.

Ich sehe hier nirgends den Ansatz, dass man bereit sei, die shoalüge, sei es auch aus reiner Neugier, zu erforschen, wie so eine Nazilügenmeinung zustande kommen konnte, auch nur ansatzweise diskutieren zu wollen oder zu "müssen". Ich bin also in Ihren Augen nur einer, der sich wichtig machen wollte, "beeindrucken und sprachlos machen" im Sinn hatte, wie Sie sagen. - Aha.

Trifft das dann auch auf die Boardverantwortlichen dieses Forums zu? Die möglicherweise genau wie ich, nur beeindrucken oder sprachlos machen wollen? Weil sie ebenso wie ich, eindeutige Grenzziehungen für Debattenkultur und Meinungsfreiheit für notwendig ansehen, und jemanden, der die shoa als Lüge bezeichnet, oder auch andere, üble, Hetze verbreitet, nicht dulden? Folgerichtig, m.M.n. mit ziemlich geradem Rückkgrat - ohne weitere Diskussionen und meist nach mehrfacher (wollwollender) Aufforderung zur Unterlassung - diese Meinungen unterbinden, solche Spreader des schieren Ungeistes rauswerfen aus dem Forum.

Das hat also alles nichts mit Debattenkultur oder der Diskussions gemäß des Threadthemas zu tun? Nun ja, wie Sie meinen...
Was sollte ich dazu noch weiter sagen?

Meine Empfehlung, statt küchenpsychologischen "milderen" Unterstellungen wäre es hilfreicher, sich den Ausgangspunkt meiner Einlassungen. i.e. die Richtlinie für Debattenkultur, die der User Skeptiker einstellte, in ihrer tatsächlichen Konsequenz zu durchdenken und was das letztendlich für Folgen hätte. Für mich eben solche, die man - kurz und bündig zusammengefasst - mit dem Öffnen der Büschse der Pandora bezeichnen könnte.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 16. Jan 2021, 10:21

Keinen_Faschismus! hat geschrieben:(16 Jan 2021, 07:49)

Viele Schriftsteller die für ihre Schriften zu Lebzeiten verfolgt werden, sind später berühmt, oft bis zur Verklärung.

Schriftsteller können sich also glücklich schätzen, wenn sie entsprechend gemaßregelt werden, da das ihren Ruhm nach einem politischen Umschwung nur steigert.

Da gibt es also keinen Grund für intellektuelle Schreiberlinge sich darüber zu beschweren.

Doch, gerade im Exil oder in der Bohème wird über alles geschrieben.

Was der Skandal für den Schauspieler ist, ist die Verbannung für den Schriftsteller.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Stoner » Sa 16. Jan 2021, 10:46

Keinen_Faschismus! hat geschrieben:(16 Jan 2021, 07:49)


Da gibt es also keinen Grund für intellektuelle Schreiberlinge sich darüber zu beschweren.


Übrigens: Das hier Hervorgehobene ist typischer Goebbels-Sprech.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Billie Holiday » Sa 16. Jan 2021, 11:12

Stoner hat geschrieben:(16 Jan 2021, 10:46)

Übrigens: Das hier Hervorgehobene ist typischer Goebbels-Sprech.


Das hat der user mit Bedacht so geschrieben. :)
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Papaloooo » Sa 16. Jan 2021, 16:06

Stoner an keinen Faschismus hat geschrieben:(16 Jan 2021, 10:46)

Übrigens: Das hier Hervorgehobene ist typischer Goebbels-Sprech.

Ja das ist doch immer so:
Man kann so weit nach links gehen, bis man hintenrum wieder rechts rauskommt.
Nicht umsonst bilden Randgruppen von Antifa bis Reichsbürger momentan einen Schulterschluss,
wenn es um den Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen geht.
Das ist Kapitalismus:
Man kauft Dinge, die man nicht braucht von Geld, das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.

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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon streicher » So 17. Jan 2021, 22:07

DarkLightbringer hat geschrieben:(01 Jan 2021, 19:20)

Die unterschiedlichen Ansichten werden öfters in den Parlamenten beraten.
Wenn das irgendwann nicht mehr der Fall sein sollte, dann haben die Republikgegner gewonnen.
Eigentlich meintest du wohl "Demokratiegegner", denn es gibt Republiken, in denen unterschiedliche Meinungen in Parlamenten nicht wirklich geäußert werden dürfen oder tatsächlich keine wirkliche Debatte stattfindet, die VR zum Beispiel würde ich dazu zählen.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon DarkLightbringer » So 17. Jan 2021, 22:18

streicher hat geschrieben:(17 Jan 2021, 22:07)

Eigentlich meintest du wohl "Demokratiegegner", denn es gibt Republiken, in denen unterschiedliche Meinungen in Parlamenten nicht wirklich geäußert werden dürfen oder tatsächlich keine wirkliche Debatte stattfindet, die VR zum Beispiel würde ich dazu zählen.

So ist es gemeint, in der Tat. Ich verwende "Republik" synonym für das hiesige, demokratische System.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon aleph » Do 28. Jan 2021, 11:27

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Jan 2021, 09:53)
Wer ist "er"?


Wer ist er? Keine Ahnung, frag ihn. Soll ich jetzt noch Deine Maus halten und Dir zeigen, wen Du zitiert hast?

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Jan 2021, 09:53)
So sehe ich das- auch nach ihrer Antwort - weiterhin. Sowohl den privaten als auch den öffentlichen Raum betreffend. Die Forenleitug im übrigen auch.


Niemand hat gefordert, dass Du Deine Haltung überdenken oder gar ändern solltest, ich schon gleich gar nicht. Nicht nur die Forenleitung, nahezu alle User hier lehnen Antisemitismus ab und möchten nicht, dass man mit Antisemiten hier diskutieren sollte, das ist also kein Alleinstellungsmerkmal von Dir.

Worum es Skeptiker vielleicht geht ist, dass man diskutieren kann, solange prüfbare Argumente und Fakten genannt werden. Ein Beispiel dafür wäre das, wenn ein Antisemit behauptet, ein Jude hätte dies oder jenes Schlimmes gesagt. Dann kann man das überprüfen. Ich hatte neulich einen Fall, dass der angeblich zitierte Jude gar nicht existierte. Er wurde mitsamt seiner Aussage erfunden. Ich persönlich äußere mich nicht wegen dem Antisemiten, sondern für unbedarfte Leute, die das lesen und nicht wissen, was da Sache ist und eventuell verführt werden könnten. Da ist es gut, mit Informationen entgegen zu halten.

Ich persönlich habe schon mit vielen Antisemiten diskutiert und kann bestätigen, dass sie oft gar nicht bereit sind, sich auf Argumente einzulassen und ihre Sicht der Dinge zu überdenken. Oft geht es ihnen nur darum, ihre Sichtweisen weiter zu verbreiten und man ist dann der Dumme, der auf ihr Spiel eingeht. Daher ist die Haltung durchaus nachvollziehbar, dass man ihnen keine Plattform bieten möchte. Bei Deinem geschilderten Fall kam offenbar ein Dialog gar nicht erst zu Stande, daher hast Du auch keine andere Wahl gehabt. Wenn es in einem öffentlichen Gebäude oder im Freien geschehen wäre, hättest Du Dich da nur entfernen können, um der Propaganda zu entkommen. Die Situation ist also hier nicht anwendbar, weil eine Debatte gar nicht zustande gekommen ist. Eine Meinung ist es auch nicht. Es steckt vielleicht eine Meinung dahinter, aber eine politische Aussage an sich ist noch keine Meinung.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 28. Jan 2021, 16:40

aleph hat geschrieben:(28 Jan 2021, 11:27)
...nahezu alle User hier lehnen Antisemitismus ab und möchten nicht, dass man mit Antisemiten hier diskutieren sollte, das ist also kein Alleinstellungsmerkmal von Dir.


Ihre Feststellung, ich hätte hier ein Alleinstellungsmerkmal für mich reklamiert, ist einfach nur
Unterstellungsfantasie der geistig schlichten Art.

Zum Sachverhalt hatte ich mich schon explizit geäussert. Lesen Sie es einfach nochmal nach. Wenn nicht, auch gut. :rolleyes:
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon BlueMonday » Do 28. Jan 2021, 18:55

Papaloooo hat geschrieben:(16 Jan 2021, 16:06)

Nicht umsonst bilden Randgruppen von Antifa bis Reichsbürger momentan einen Schulterschluss,
wenn es um den Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen geht.


Wo hast du das her? Antifa gg Conona-Maßnahmen? Mir sind da nur Gegendemos gegen Querdenkerdemos bekannt. AntiAntiAntifa, irgendwann kommen sie bei Angela als Antifaikone heraus... Logische Konsquenz, wenn der Feind "Merkel muss weg!" skandiert.
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Schnitter » Do 28. Jan 2021, 18:59

BlueMonday hat geschrieben:(28 Jan 2021, 18:55)

Wo hast du das her? Antifa gg Conona-Maßnahmen? Mir sind da nur Gegendemos gegen Querdenkerdemos bekannt. AntiAntiAntifa, irgendwann kommen sie bei Angela als Antifaikone heraus... Logische Konsquenz, wenn der Feind "Merkel muss weg!" skandiert.


Ich hoffe der/die nächste deutsche Bundeskanzler/-in hat einen sehr langen Namen am besten Doppelnamen.

Dann verdrehen sich die neurechten Wutzwerge auf ihren Idiotenmärschen beim Kreischen die Zunge :p
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Re: Debattenkultur, Meinungsunterdrückung, Gender und Verwandtes

Beitragvon Papaloooo » Do 28. Jan 2021, 20:29

BlueMonday hat geschrieben:(28 Jan 2021, 18:55)

Wo hast du das her? Antifa gg Conona-Maßnahmen? Mir sind da nur Gegendemos gegen Querdenkerdemos bekannt. AntiAntiAntifa, irgendwann kommen sie bei Angela als Antifaikone heraus... Logische Konsquenz, wenn der Feind "Merkel muss weg!" skandiert.

Also bei uns hier haben die alles voll plakatiert.
Ich habe einen ganzen Haufen von diesen Plakaten direkt vor der Haustüre an Verteilerkästen, Straßenschotterkästen etc schon entfernt, jedesmal stand unten drauf Antifa und jedes Mal ging es gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen.
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