taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Kritikaster » Mo 29. Jun 2020, 08:55

JJazzGold hat geschrieben:(29 Jun 2020, 08:33)

Nein, das würdest du nicht, denn dann würdest du dich auf denselben “Niwo“-Level begeben, wie diese rotzige taz Göre. ;)
Das haben wir doch nicht nötig.
Selbstverständlich nimmt die Polizei ihre Aufgabe wahr auch diejenigen Bürger zu schützen, die sie als gesellschaftlichen Abfall bezeichnet. Das fällt unter, den Bürger vor sich selbst schützen. Was als Nebeneffekt, da um den Schutz gefleht wurde, eine von schallenden Gelächter begleitete Blamage bedeutet, die Seehofer mit seiner Anzeige nicht zu 10% erreicht hätte.

Alles richtig, wie ich ja auch schon schrieb.

Es gibt nur immer wieder Gelegenheiten, bei denen - vermutlich nicht nur mir allein - im ersten Moment 2. Mose 21,24 in den Sinn kommt. Allerdings folgt dann recht schnell die Besinnung auf das modernere Mt 5,1–7.28f. ;)
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon McKnee » Mo 29. Jun 2020, 09:02

Maxxy01 hat geschrieben:(29 Jun 2020, 07:35)

Sie müssen dieser kommunistischen Unperson helfen, wenn auch wohl eher zähneknirschend, sonst machen sie sich strafbar.


Danke für den wertvollen Hinweis :D
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon McKnee » Mo 29. Jun 2020, 09:14

Billie Holiday hat geschrieben:(29 Jun 2020, 07:22)

Die Polizisten dürfen ihr nichts husten.
Besagte „Journalistin“ wird diese schon auf ihre Pflichten aufmerksam machen und auf ihre eigenen Rechte pochen. Mit schnarrender, nörgeliger Stimme, heruntergezogenen Mundwinkeln und in die Hüften gestemmte Fäuste.


Nein, mit hoch erhobenem Haupt. Und einem breiten Grinsen

Wir wissen zu wenig über die Bedrohungen, um das beurteilen zu können.

Entgegen einer Behauptung hier, machen sich die Polizisten (die Polizei kann es ja nicht) nicht grundsätzlich strafbar, wenn sie keine Schutzmaßnahmen durchführen. Strafbar würden sie sich machen, wenn sie die Bedrohungstaten und ggfs anderen Straftaten nicht verfolgen würden.

Es besteht kein grundsätzlicher Anspruch auf "Personenschutz" durch die Polizei. Wie ich sagte, dazu wissen wir zu wenig über die Hintergründe.

Ihr wird es evtl stinken :D , weil die Polizei ihr ganz konkrete Anweisungen und Verhaltensregeln erteilt. Hält sie sich nicht daran, ist sie schneller raus, als sie drin war.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Sungawakan » Mo 29. Jun 2020, 09:19

Kritikaster hat geschrieben:(29 Jun 2020, 06:42)

Darf man in Corona-Zeiten schreiben: "Der würde ich was husten"?


Nur denken. :D
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Cobra9 » Mo 29. Jun 2020, 09:27

McKnee hat geschrieben:(28 Jun 2020, 20:37)

Ein Zeichen und der nötige Anspruch, dass sie es nicht tun


Richtig. Aber ich finde es eben respektlos solche Artikel zu verfassen und dann kommt so eine Person an mit der Bitte um Schutz.

Ganz klar die Polizei muss und wird jeden schützen wo es sein muss. Aber irgendwie hält sich mein Verständnis für solche Artikel in Grenzen.

Ich sag nicht das alles gut ist. Aber ich selbst muss anerkennen die Polizei tut je Bundesland sehr viel und es gibt in der großen Mehrheit richtig anständige Polizisten.

Ich sehe es grundsätzlich so. Wer nicht nach dem Grundgesetz, unseren Werten usw. Leben kann darf keine Uniform anziehen. Egal ob Polizei oder Bundeswehr usw.

Es tut sich was in Sachen der Fehlerkorrektur bei der Polizei
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon McKnee » Mo 29. Jun 2020, 10:07

Cobra9 hat geschrieben:(29 Jun 2020, 09:27)

Richtig. Aber ich finde es eben respektlos solche Artikel zu verfassen und dann kommt so eine Person an mit der Bitte um Schutz.

Ganz klar die Polizei muss und wird jeden schützen wo es sein muss. Aber irgendwie hält sich mein Verständnis für solche Artikel in Grenzen.

Ich sag nicht das alles gut ist. Aber ich selbst muss anerkennen die Polizei tut je Bundesland sehr viel und es gibt in der großen Mehrheit richtig anständige Polizisten.

Ich sehe es grundsätzlich so. Wer nicht nach dem Grundgesetz, unseren Werten usw. Leben kann darf keine Uniform anziehen. Egal ob Polizei oder Bundeswehr usw.

Es tut sich was in Sachen der Fehlerkorrektur bei der Polizei


Respektlosigkeit begegnet man, indem man Respekt zeigt.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon JJazzGold » Mo 29. Jun 2020, 10:13

Kritikaster hat geschrieben:(29 Jun 2020, 08:55)

Alles richtig, wie ich ja auch schon schrieb.

Es gibt nur immer wieder Gelegenheiten, bei denen - vermutlich nicht nur mir allein - im ersten Moment 2. Mose 21,24 in den Sinn kommt. Allerdings folgt dann recht schnell die Besinnung auf das modernere Mt 5,1–7.28f. ;)


Ich bin sicher, dass sich viele Leser zumindest das Schmunzeln nicht verkneifen konnten, als sie von dem Ersuchen um Polizei Schutz und -beratung gelesen haben. Das ist menschlich. Wer Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Ging mir genauso und dazu stehe ich auch. :D
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Moses » Mo 29. Jun 2020, 10:28

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 10:07)

Respektlosigkeit begegnet man, indem man Respekt zeigt.

Es ist immer ein guter Ansatz, wenn man gegenüber denen die einen klein machen wollen Größe zeigt.
Respekt.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Cobra9 » Mo 29. Jun 2020, 10:36

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 10:07)

Respektlosigkeit begegnet man, indem man Respekt zeigt.



Das ist richtig. Aber trotzdem würde mir Respekt schwer fallen für die Dame. Gleichwohl den Job würde ich machen mit Sorgfalt und mir eben privat denken die mag ich nicht.

Ich weiß die Arbeit von Feldjäger und Polizisten im Alltag ist nicht vergleichbar. Aber ich denke auch wenn man jemanden nicht respektiert oder Abneigung hegt, jeder der seine Verpflichtungen usw. Ernst nimmt wird seine Aufgabe professionell machen.

Meine Meinung
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon McKnee » Mo 29. Jun 2020, 11:38

Cobra9 hat geschrieben:(29 Jun 2020, 10:36)

Das ist richtig. Aber trotzdem würde mir Respekt schwer fallen für die Dame. Gleichwohl den Job würde ich machen mit Sorgfalt und mir eben privat denken die mag ich nicht.

Ich weiß die Arbeit von Feldjäger und Polizisten im Alltag ist nicht vergleichbar. Aber ich denke auch wenn man jemanden nicht respektiert oder Abneigung hegt, jeder der seine Verpflichtungen usw. Ernst nimmt wird seine Aufgabe professionell machen.

Meine Meinung


Das sind die Anforderungen des Jobs.

Ich würde mich nie über andere Berufsgruppen respektlos äußern, erwarte dies aber auch von ihnen. Eine deutliche Klarstellung bestimmter Fakten hat nichts mit Respektlosigkeit zu tun.

Bestell mal schöne Grüße ;)
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon McKnee » Mo 29. Jun 2020, 11:40

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 11:38)

Das sind die Anforderungen des Jobs.

Ich würde mich nie über andere Berufsgruppen respektlos äußern, erwarte dies aber auch von ihnen. Eine deutliche Klarstellung bestimmter Fakten hat nichts mit Respektlosigkeit zu tun.

Bestell mal schöne Grüße ;)


PS
ich habe vollste Hochachtung für Feldjäger. Aber sie haben nun mal ein anderes Anforderungsprofil, Möglichkeiten und andere Klienten. Außer, dass ihnen die Kundschaft die Zelle vollkotzt, gibt es nicht so viele Parallelen.

Aber ich erwarte auch von Feldjägern Respekt, wenn sie selber welchen erwarten
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 29. Jun 2020, 11:43

jack000 hat geschrieben:(28 Jun 2020, 21:12)

Oder sich wenigstens entschuldigen. Aber das wird niemals passieren, das entspricht nicht dem Charakter von das Autor-/in.


Vergiss es, sie ist eine Rassistin unter anderen Vorzeichen
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Cobra9 » Mo 29. Jun 2020, 12:13

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 11:38)

Das sind die Anforderungen des Jobs.

Ich würde mich nie über andere Berufsgruppen respektlos äußern, erwarte dies aber auch von ihnen. Eine deutliche Klarstellung bestimmter Fakten hat nichts mit Respektlosigkeit zu tun.

Bestell mal schöne Grüße ;)



Wir brauchen eine lebendige Medienwelt. Aber der Artikel war etwas drüber und die Auswirkungen merkt die Autorin selbst jetzt.

Morddrohungen usw. gehen deutlich zu weit. Bei aller Kritik an der Dame. Sie wollte polarisieren. Ich finde ihre Aussagen so nicht klug. Aber Gott mein im damaligen Beruf Soldat war ich auch schon als Mörder, Abschaum und was weiß ich bezeichnet worden.

Aber die Fehlerkultur ist mir in Deutschland zu wenig insgesamt und ne Diskussion ist selten möglich
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Cobra9 » Mo 29. Jun 2020, 12:29

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 11:40)

PS
ich habe vollste Hochachtung für Feldjäger. Aber sie haben nun mal ein anderes Anforderungsprofil, Möglichkeiten und andere Klienten. Außer, dass ihnen die Kundschaft die Zelle vollkotzt, gibt es nicht so viele Parallelen.

Aber ich erwarte auch von Feldjägern Respekt, wenn sie selber welchen erwarten



Ich sagte es ja. Viel Gemeinsamkeiten im Alltag gibt es nicht, obwohl ne gewisse Vergleichbarkeit bei der Ausbildung gegeben ist. Mehr aber tatsächlich nicht. Nur ein bi mehr ist der Dienst schon. Je nach Standort usw.

Aber die Polizei ist im Inland tatsächlich dem richtig harten Part ausgesetzt und ich will nicht tauschen wirklich.


Du Ich begegne jedem Menschen solange mit Respekt wie man mich auch entsprechend behandelt. Ich mach auch meinen Job immer 100% unabhängig wer Kunde ist.


Ich finde die Aussagen der Autorin aber drüber, aber Sie wollte eben polarisieren und ging den Zacken zu weit. Grundsätzlich gehört für mich kein Mensch auf den Müll. Jeder sollte eine gewisse minimum Behandlung haben.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon unity in diversity » Mo 29. Jun 2020, 15:25

Wer so dumm/dreist „polarisiert“, nimmt das Risiko in Kauf, daß bei noch Dümmeren jede Hemmschwelle fällt. Die dürfen dann jeden entsorgen, der sie mal schief angeschaut hat.
Nicht nur den einen, der das getan hat, sondern prophylaktisch die ganze Gruppe gleich mit.
Der Verdacht genügt, er könne mal schief schauen.
Willkommen in der Barbarei.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Vongole » Mo 29. Jun 2020, 16:23

JJazzGold hat geschrieben:(29 Jun 2020, 10:13)

Ich bin sicher, dass sich viele Leser zumindest das Schmunzeln nicht verkneifen konnten, als sie von dem Ersuchen um Polizei Schutz und -beratung gelesen haben. Das ist menschlich. Wer Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Ging mir genauso und dazu stehe ich auch. :D

Geschmunzelt habe ich weniger, eher bitter gegrinst. Der ganze Vorgang zeigt doch nur auf, wie weit wir als Gesellschaft mit dem Recht auf Meinungsfreiheit gekommen sind: Wir verlieren immer mehr Maß und Ziel.

Es ist nur drei Jahre her, da schrieb die TAZ über eine von Nazis bedrohte Gay pride-Demo in Bulgarien:
"Wenn heute Menschen ganz offen als Müll bezeichnet werden, wenn das Leben von Schwulen und Lesben von Neonazis bedroht wird, dann hat unsere Gesellschaft ein Problem."
https://taz.de/LGBT-Demonstration-in-Bu ... /!5419451/
Nun könnte man sagen, die TAZ misst mit zweierlei Maß, vielleicht ist dem auch so, aber ich sehe noch etwas anderes, nämlich eine durch die Jahre gesunkene Hemmschwelle in Meinungsäußerungen.
Heute gehen Richter hin und attestieren der einen Politikerin, dass sie es hinnehmen muss, als Fotze bezeichnet zu werden, der anderen, dass die gegen sie gerichtete permanente Hetze eines vorbestraften Rechtsradikalen
von der Meinungsfreiheit gedeckt ist. Keine der unsäglichen Meinungsäußerungen der letzten Jahre zur "Entsorgung" missliebiger PolitkerInnen, Peter Boehringers Ausfall über Merkel als "Dirne der Fremdmächte", der von einem Teil der Linke
geäußerte Wunsch, Reiche zu erschießen hat dazu geführt, dass ein Gericht es als das verurteilt hätte, was es ist, nämlich unsägliche Hetze mit dem Ziel, diese Menschen nicht nur verbal an den Pranger zu stellen, sondern sie zum Abschuss
freizugeben wie z.B. im Fall Walter Lübcke. Sollte der unsägliche Taz-Artikel zur Verletzung oder zum Tod eines Polizisten führen, würde es mich auch nicht wundern.
Inzwischen wird nun die Taz-Autorin bedroht, bis jetzt "nur" verbal, aber genau aus all den gerade genannten Gründen schmunzle ich deswegen nicht.

Letztes Jahr schrieb ich hier an anderer Stelle, und ich kann mich nur wiederholen:
"Eine Gesellschaft, die Meinungsfreiheit ohne Moral und Ethik praktiziert und akzeptiert, wird auch die Gesetzgebung entweder dahingehend aufweichen, Verstöße und Verbrechen in anderem Licht zu sehen und milder
zu beurteilen, oder sie wird dazu führen, dass wir drakonischere Strafen einführen müssen, weil eine derart entfesselte Gesellschaft nicht anders in den Griff zu bekommen ist.
Das Eine wie das Andere führt uns an Ende der Freiheit."


Ein Teil meiner Prophezeiung hat sich bereits teilweise erfüllt, die ganzen Anzeigen werden ins Leere laufen, denn die Aussagen der Kolumne sind von der Meinungs- und Pressefreiheit gedeckt.
Ich hoffe sehr, dass sich der zweite Teil nicht auch erfüllen wird, und wir als Gesellschaft statt dessen mal darüber nachdenken, was wir so alles hemmungslos meinen, äußern zu müssen.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Skeptiker » Mo 29. Jun 2020, 17:07

Vongole hat geschrieben:(29 Jun 2020, 16:23)
Vollzitat

Sehr richtig.

Da ich ja einer derjenigen bin, die hier ständig für Meinungsfreiheit eintreten, möchte ich dazu allerdings ergänzen wie ich die verstehe.

Unter Meinungsfreiheit verstehe ich die Freiheit ohne Gefahr von persönlichen Konsequenzen, sachlich seine Meinung vertreten zu dürfen.

Zu den Seiten hin wird diese Freiheit durch Gesetze beschränkt, die vor Hetze und Beleidigung schützen. Nach oben hin wird diese Freiheit allerdings legal durch den Grad der Fairness und der Diskussionskultur in der Gesellschaft begrenzt.

Gerichte scheinen die Meinungsfreiheit zu den Seiten zu verbreitern. Das sehe ich kontraproduktiv.
Ich möchte die Freiheit nach oben erweitern, indem wird anderen sachlichen Positionen in der Gesellschaft ebenfalls sachlich und konstruktiv, wenig feindselig gegenüberstehen.

Das sind vollkommen unterschiedliche Ansätze einer liberalen Gesellschaft. Die eine vergiftet den Diskurs und spaltet die Gesellschaft, die andere fördert den Diskurs und vereint auf Basis eines gesellschaftlichen Konsens der Dialogfähigkeit.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon McKnee » Mo 29. Jun 2020, 17:19

Cobra9 hat geschrieben:(29 Jun 2020, 12:13)

Aber Gott mein im damaligen Beruf Soldat war ich auch schon als Mörder, Abschaum und was weiß ich bezeichnet worden.



Mittlerweile ist es aber so weit, dass du oder deine Familie mit Drohgebärden aufgesucht wirst. Du findest eindeutige Zeichen an deiner Hauswand oder dem Briefkasten.

Man setzt Kopfgelder auf dich aus, bedroht dich. Initiiert irgendwelche Ermittlungen gegen dich.

Tagesgeschäft...aber wenn du das diskutierst oder es zu Übergriffen kommt, wird das Thema in Richtung Polizeigewalt abgelenkt und man begegnet einer Neigung zur Legitimierung der Gewalt gegen Polizisten. Auch in den Medien, wo man gerne unterschwellig die Notwehrsituation in den Mund gelegt bekommt...das lässt gerade ein wenig nach und insoweit muss man der TAZ vielleicht ein Stück weit dankbar sein.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Cobra9 » Mo 29. Jun 2020, 17:27

McKnee hat geschrieben:(29 Jun 2020, 17:19)

Mittlerweile ist es aber so weit, dass du oder deine Familie mit Drohgebärden aufgesucht wirst. Du findest eindeutige Zeichen an deiner Hauswand oder dem Briefkasten.

Man setzt Kopfgelder auf dich aus, bedroht dich. Initiiert irgendwelche Ermittlungen gegen dich.

Tagesgeschäft...aber wenn du das diskutierst oder es zu Übergriffen kommt, wird das Thema in Richtung Polizeigewalt abgelenkt und man begegnet einer Neigung zur Legitimierung der Gewalt gegen Polizisten. Auch in den Medien, wo man gerne unterschwellig die Notwehrsituation in den Mund gelegt bekommt...das lässt gerade ein wenig nach und insoweit muss man der TAZ vielleicht ein Stück weit dankbar sein.



Ich weiß und das tut mir leid für die Polizei. Es geht gar nicht bzw darf nicht sein das Familie, Menschen bedroht werden. Vor allem sich dagegen zu wehren ist schwer.
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Re: taz-Autorin: Polizisten auf dem Müll entsorgen

Beitragvon Trutznachtigall » Mo 29. Jun 2020, 17:28

Sungawakan hat geschrieben:(28 Jun 2020, 16:34)
Die Journalistin bat die Berliner Polizei jetzt um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch, um mit den zahlreichen Anfeindungen gegen ihre Person besser umgehen zu können.

Nein, das stimmt nicht. Es war NICHT Yaghoobifarah, die Kontakt zur Polizeit aufnahm, sondern Justiziariat und Redaktionsleitung der taz, und die taten das NICHT im Auftrag von Yaghoobifarah.

Die Autorin der umstrittenen "taz"-Kolumne "All cops are berufsunfähig" wird laut einem "Focus"-Bericht massiv bedroht. Die Chefredaktion der "taz" bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Sonntag in Berlin, dass Justiziariat und Redaktionsleitung Kontakt zur Berliner Polizei aufgenommen haben. Dies sei aber nicht wie in dem Magazinartikel dargestellt, im Auftrag von Hengameh Yaghoobifarah geschehen, betonte die Chefredaktion der "taz".
☸ڿڰۣ--ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣ--☸ڿڰۣڿڰۣ--☸☸ڿڰۣڿڰۣ
Dieser Beitrag dient nur zur Unterhaltung und soll niemanden in irgendeiner Art und Weise angreifen.

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