Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

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odiug
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon odiug » Di 23. Feb 2021, 13:32

Skeptiker hat geschrieben:(23 Feb 2021, 13:00)

Hat Sarrazin Korrelationen oder Kausalitäten thematisiert? Sehr gerne wird die Korrelation links als Kausalität hochdiffamiert um sich über wirkliche Ursachen keine Gedanken mehr machen zu müssen.

Finde ich ja lustig,dass jetzt Sarrazin hier zum Thema wird ... war aber irgendwie zu erwarten :p
Allein schon seine "kulturgeschichtliche Einführung" in "Deutschland schafft sich ab" ist eine Ansammlung von Vorurteilen, Stereotypen, Falschaussagen und simplen Irrtümern, dass selbst sehr konservative Historiker des 19ten Jahrhunderts sich über Sarrazins Blödsinn echauffiert hätten.
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Zunder
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Zunder » Di 23. Feb 2021, 13:36

Soweit ich weiß wurde Sarrazins Buch über die angebliche Selbstabschaffung Deutschlands bislang nicht verbrannt.
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odiug
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon odiug » Di 23. Feb 2021, 13:59

Zunder hat geschrieben:(23 Feb 2021, 13:36)

Soweit ich weiß wurde Sarrazins Buch über die angebliche Selbstabschaffung Deutschlands bislang nicht verbrannt.

Soweit mir bekannt, wurde noch gar kein Buch verbrannt.
Man mag ja die political correct Edition diverser Klassiker in Film Theater und Literatur für völlig daneben halten ... aber diese Editionen bedeuten ja nicht, dass die Klassiker im original nicht mehr erhältlich sind.
Du musst die PC Version nicht kaufen, anschauen oder besuchen ...du kannst es aber trotzdem machen :p
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Keoma
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Keoma » Di 23. Feb 2021, 14:15

odiug hat geschrieben:(23 Feb 2021, 13:59)

Soweit mir bekannt, wurde noch gar kein Buch verbrannt.
Man mag ja die political correct Edition diverser Klassiker in Film Theater und Literatur für völlig daneben halten ... aber diese Editionen bedeuten ja nicht, dass die Klassiker im original nicht mehr erhältlich sind.
Du musst die PC Version nicht kaufen, anschauen oder besuchen ...du kannst es aber trotzdem machen :p


Und ich kann das Umschreiben von Klassikern auf PC- Kompatibilität auch als komplett schwachsinnig ansehen.
Das letzte Positive, das aus den USA herübergeschwappt ist, war wohl der Rock'n Roll.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon BlueMonday » Di 23. Feb 2021, 14:46

Skeptiker hat geschrieben:(22 Feb 2021, 18:49)

Du hast ein Bild von Rechten, welches 50 Jahre hinterherhinkt, oder heute eher im Rechtsextremismus anzutreffen ist. Was du da beschreibst ist keine Lebenswirklichkeit mehr.


Das ist eher das Bild der traditionellen Gesellschaftsverbesserer via Staatseingegriff in das natürliche Geschehen. Die werte Sozialdemokratie hat sich da auch hervorgetan (Eugenik, "Soziale Hygiene", Grotjahn). Jemand wie Sarrazin steht wohl in dieser überkommenen sozialdemokratischen Tradition.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon tarkomed » Mi 24. Feb 2021, 10:03

Skeptiker hat geschrieben:(22 Feb 2021, 18:49)

Du hast ein Bild von Rechten, welches 50 Jahre hinterherhinkt, oder heute eher im Rechtsextremismus anzutreffen ist. Was du da beschreibst ist keine Lebenswirklichkeit mehr.

Die Übergriffigkeit linksidentitärer Kreise, ist dagegen hochaktuell und gewinnt an Einfluss.

Warum sollte ich differenzierter bei der Unterscheidung zwischen Rechten und Rechten vorgehen als es du in deinem Beitrag bei der Zuordnung zu den Gesellschaftslinken getan hast und gerade wieder tust? Nach deiner Methode wird jeder, der sich gegen Rassismus einsetzt sofort ein Linker, denn diese lassen sich leichter bekämpfen, notfalls mithilfe des Staates.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon PersonalFreedom » Mi 24. Feb 2021, 15:06

tarkomed hat geschrieben:(24 Feb 2021, 10:03)
Warum sollte ich differenzierter bei der Unterscheidung zwischen Rechten und Rechten vorgehen als es du in deinem Beitrag bei der Zuordnung zu den Gesellschaftslinken getan hast und gerade wieder tust? Nach deiner Methode wird jeder, der sich gegen Rassismus einsetzt sofort ein Linker, denn diese lassen sich leichter bekämpfen, notfalls mithilfe des Staates.


Sagen wir, jeder versteht ja schon etwas anderes unter Rassismus. Die einen werden schon getriggert, wenn Aldi eine böse benannte Sauce im Regal hat und beginnen einen Shitstorm. Das mag man noch ignorierenswert finden, kann aber bei anderer Gemengelage den Job kosten.

Dass der Staat und die Presse momentan eher im Sinne der Linken agieren, ist mein Gefühl als "Neutraler" schon länger. Es ist dieselbe Art der Spießigkeit, nur die Maximen sind andere. Statt Patriotismus, Gottesfürchtigkeit, Fleiß, Tüchtigkeit und Bescheidenheit (konservativ) sind es jetzt "Vielfalt", "Antirassismus", "Feminismus" und und und...

Genau wie die zuerst genannten per se erst einmal nicht schlecht, aber in ihrem Namen kann man Unfug installieren wie eine Frauenquote, das einer typischerweise linken Klientel anstrengungslos den Zugang zu selbstverständlich nur angenehmen Macht- und Verdienstpositionen verschafft. Zumeist sind das Leute, die es ohne solche Instrumente aus gutem Grunde nicht schaffen. Chancengleichheit mit Ergebnisgleichheit zu verwechseln oder damit durchsetzen zu wollen, ist ein typisches linkes und sehr unfaires Ideengebilde.

Alles niederzuschreien, was man irgendwie als Rassismus brandmarkt ist auch kein "Einsetzen gegen Rassismus", sondern es ist reines "Virtue Signalling", das lautstarke Zurschaustellen der eigenen guten Gesinnung. Schon Jesus Christus sagte dazu: "Amen, ich sage Euch, sie haben ihren Lohn bereits bekommen." (Gemeint waren Leute, die plakativ an der Straße beten und alle Regeln sichtbar und pingelig einhielten, nur um dafür bewundert zu werden.)

Zu linken Bücherverbrennungen: hier müssen wir zwei Arten unterscheiden. Detonierende Minen, die jemanden sofort als "rechtsradikal" brandmarken, wie etwa schon das laute(re) Nachdenken, ob der ein oder andere Satz von Sarrazin wohl stimmen mag.
Und "Cleaning", also das Ersetzen von "Negerkönig" durch "Südseekönig" in vertrauten Märchen. Fängt jetzt mit bösen Begriffen an, führt aber vereinzelt schon zu Änderungen der Handlung im Sinne von Feminismus etwa...
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon PersonalFreedom » Mi 24. Feb 2021, 15:14

BlueMonday hat geschrieben:(23 Feb 2021, 14:46)
Das ist eher das Bild der traditionellen Gesellschaftsverbesserer via Staatseingegriff in das natürliche Geschehen. Die werte Sozialdemokratie hat sich da auch hervorgetan (Eugenik, "Soziale Hygiene", Grotjahn). Jemand wie Sarrazin steht wohl in dieser überkommenen sozialdemokratischen Tradition.


Das erläutern Sie gerne etwas näher, es interessiert mich.

Bezogen auf ein anderes Thema (Wohneigentum, EFH) habe ich neulich einen sehr treffenden Kommentar zum Bestreben der Grünen gegen Einfamilienhäuser gelesen.

Dort hieß es, dass es bei Politik bzw. Macht immer darum geht, die Umwelt möglichst den eigenen Vorlieben anzupassen. Nur in meiner Wohnung kann ich das als Einzelner. Derjenige nannte als Beispiel, dass es ihm in den Mietwohnungen immer auf den Nerv ging, von rauchenden Nachbarn belästigt zu werden. Kann ich bestätigen, wenn es wärmer wird und man das Fenster auflässt, gibt es immer einen, dessen Qualmschwaden einen nachts wecken.
Verbieten kann das nicht einmal der Hauseigentümer. Die einzige Option ist ein Einfamilienhaus, aus dem derjenige so etwas komplett verbannen konnte.

Im Staat ist es in größerem Maßstab genauso. Unsere gewohnte Lebensart, Interaktionsweisen, auf die wir uns verlassen können, werden durch (zu viele) Fremde in Frage gestellt. Wenn ich in Berlin durch ein typisches Einwandererviertel laufe, sind die Läden anders dekoriert, die Leute verhalten sich anders und sind für mich fremdartig gekleidet. Mir fiel dort vor allem auf, dass auf jedem Balkon eine hässliche Sat-Schüssel ohne Sinn für Ästhetik angeflanscht war und die Kabel baumelten. Daneben Wäscheleinen. Ein herrlicher Anblick. In unserer Kultur unüblich, daher in den Satzungen *aller* Mietwohnungen, die ich je bewohnt habe, ausdrücklich nicht erlaubt.

Dass wir Schweinefleisch essen, St. Martin feiern, Mädchen und Jungs gemeinsam turnen und schwimmen etc. sind typische Konflikte mit genau einer Einwanderergruppe und jeder hier weiß jetzt, von welcher ich spreche - wieso wohl?
Diese reklamiert für sich nämlich jetzt nicht nur Duldung ihrer "Macken" sondern eine Umgestaltung des öffenltichen Raums in ihrem Sinne. Da finde ich es legitim, dagegen zu sein und es ist auch nicht "rechtsradikal", weil man nirgendwo fordert, diese Leute alle zu erschießen.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon tarkomed » Mi 24. Feb 2021, 16:13

PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 15:06)
Sagen wir, jeder versteht ja schon etwas anderes unter Rassismus. Die einen werden schon getriggert, wenn Aldi eine böse benannte Sauce im Regal hat und beginnen einen Shitstorm. Das mag man noch ignorierenswert finden, kann aber bei anderer Gemengelage den Job kosten.

Nein, sagen wir nicht. Du sagst es und das muss deshalb noch lange nicht stimmen. Was Rassismus ist, das weiß jeder, der es wissen will. Du scheinst nur das wissen zu wollen, was dir in den Kram passt.

PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 15:06)
Dass der Staat und die Presse momentan eher im Sinne der Linken agieren, ist mein Gefühl als "Neutraler" schon länger. Es ist dieselbe Art der Spießigkeit, nur die Maximen sind andere. Statt Patriotismus, Gottesfürchtigkeit, Fleiß, Tüchtigkeit und Bescheidenheit (konservativ) sind es jetzt "Vielfalt", "Antirassismus", "Feminismus" und und und...

Nach dem hier, dich als Neutralen zu titulieren, ist schon mal sehr kulant dir gegenüber. Ich bringe diese Kulanz nicht auf.

PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 15:06)
Genau wie die zuerst genannten per se erst einmal nicht schlecht, aber in ihrem Namen kann man Unfug installieren wie eine Frauenquote, das einer typischerweise linken Klientel anstrengungslos den Zugang zu selbstverständlich nur angenehmen Macht- und Verdienstpositionen verschafft. Zumeist sind das Leute, die es ohne solche Instrumente aus gutem Grunde nicht schaffen. Chancengleichheit mit Ergebnisgleichheit zu verwechseln oder damit durchsetzen zu wollen, ist ein typisches linkes und sehr unfaires Ideengebilde.

Was ich immer wieder interessant finde ist, dass ihr zwar den Islam bekämpft, aber sobald es um Frauenquote und ähnliches geht, seid ihr von religiös verblendeten Muslimen kaum zu unterscheiden. Die Frauenquote ist euch genauso wie ihnen ein Dorn im Auge.

PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 15:06)
Alles niederzuschreien, was man irgendwie als Rassismus brandmarkt ist auch kein "Einsetzen gegen Rassismus", sondern es ist reines "Virtue Signalling", das lautstarke Zurschaustellen der eigenen guten Gesinnung. Schon Jesus Christus sagte dazu: "Amen, ich sage Euch, sie haben ihren Lohn bereits bekommen." (Gemeint waren Leute, die plakativ an der Straße beten und alle Regeln sichtbar und pingelig einhielten, nur um dafür bewundert zu werden.)

Wenn du dich sogar auf Jesus berufst, dann scheint deine Interpretation des Begriffs Rassismus auch aus der Zeit zu stammen.

PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 15:06)
Zu linken Bücherverbrennungen: hier müssen wir zwei Arten unterscheiden. Detonierende Minen, die jemanden sofort als "rechtsradikal" brandmarken, wie etwa schon das laute(re) Nachdenken, ob der ein oder andere Satz von Sarrazin wohl stimmen mag.

Sarazins Bücher werden, wie du siehst, munter weiterverkauft und es besteht keine Gefahr für sie verbrannt zu werden, außer wenn sie von einem aus Versehen gekauft werden und dieser sie aus purem Entsetzen verbrennt. Manche reagieren eben emotional spontan, da kann man nix machen… :D
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon PersonalFreedom » Mi 24. Feb 2021, 18:14

tarkomed hat geschrieben:(24 Feb 2021, 16:13)

Nein, sagen wir nicht. Du sagst es und das muss deshalb noch lange nicht stimmen. Was Rassismus ist, das weiß jeder, der es wissen will. Du scheinst nur das wissen zu wollen, was dir in den Kram passt.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Du und ich dieselbe Definition oder Liste aufführen, wenn wir darum gebeten werden?

Aus Deinem Beitrag spricht, dass Du - wie alle Linken - glaubst, die einzig selig machende Definition hast, der sich alle zu fügen hätten, sonst sei man ein Rechter oder jedenfalls sehr böse. Das zeigt Deine Reaktion auf den nächsten Abschnitt.


Nach dem hier, dich als Neutralen zu titulieren, ist schon mal sehr kulant dir gegenüber. Ich bringe diese Kulanz nicht auf.


Ich finde rechte wie linke Ideologien gleichermaßen gefährlich. Die linken perfider, weil sie von den Handelnden gerne als Altruismus missverstanden werden.


Was ich immer wieder interessant finde ist, dass ihr zwar den Islam bekämpft, aber sobald es um Frauenquote und ähnliches geht, seid ihr von religiös verblendeten Muslimen kaum zu unterscheiden. Die Frauenquote ist euch genauso wie ihnen ein Dorn im Auge.


Wo der Islam zu sagen hat, geht es weniger um Quoten sondern eher darum ohne Betäubung die Klitoris rausgeschnitten zu bekommen. Oder als eine von vier Sklavinnen dem Pascha zu dienen.
Ich mag diese Religion zugegeben nicht sonderlich und will auf ihre Gläubischen in meinem Land auch keinerlei Rücksicht nehmen müssen.
Aber das heißt nicht, dass ich Lager bauen will oder was Leute wie Du dann gerne unterstellen.

Frauenquoten lehne ich ab, weil sie schlicht unfair sind. Chancengleichheit ist nicht Ergebnisgleichheit. Auch das wird von Linken chronisch ignoriert.


Wenn du dich sogar auf Jesus berufst, dann scheint deine Interpretation des Begriffs Rassismus auch aus der Zeit zu stammen.


Das Zitat bezog sich auf Pharisäer. Leute, die gerne zur Schau stellen wie gut und brav sie doch sind und dass Sie das richtige glauben.
Es geht ihnen wie bei den meisten PC-Twitterbrüllern nicht darum, ( ungefragt) im Namen einer benachteiligten Gruppe zu sprechen, sondern allen zu zeigen was sie doch für feine Menschen seien.


Sarazins Bücher werden, wie du siehst, munter weiterverkauft und es besteht keine Gefahr für sie verbrannt zu werden, außer wenn sie von einem aus Versehen gekauft werden und dieser sie aus purem Entsetzen verbrennt. Manche reagieren eben emotional spontan, da kann man nix machen… :D[/quote]
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon tarkomed » Do 25. Feb 2021, 11:43

PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 18:14)
Wie wahrscheinlich ist es, dass Du und ich dieselbe Definition oder Liste aufführen, wenn wir darum gebeten werden?

Aus Deinem Beitrag spricht, dass Du - wie alle Linken - glaubst, die einzig selig machende Definition hast, der sich alle zu fügen hätten, sonst sei man ein Rechter oder jedenfalls sehr böse. Das zeigt Deine Reaktion auf den nächsten Abschnitt.

Du scheinst nicht nur den Rassismus, sondern jede andere Definition nach deinem Geschmack umzubiegen. Woran hast du bei mir eine linke Einstellung festmachen können? Nur weil sie nicht deiner entspricht?
Dir scheint wichtig zu sein, deinem Feindbild einen Namen zu geben, aber ich stehe dafür nicht zur Verfügung.
PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 18:14)
Ich finde rechte wie linke Ideologien gleichermaßen gefährlich. Die linken perfider, weil sie von den Handelnden gerne als Altruismus missverstanden werden.

Dann bediene nicht ihre Parolen. Wenn du dem Staat und der Presse unterstellst, sie würden im Sinne der Linken agieren, dann genügt deine Selbsteinschätzung als "Neutraler" nicht für andere und auch nicht für mich. Wenn dich dann auch Vielfalt, Antirassismus und Feminismus stören, dann fällt es anderen und mir leicht, dich einzuordnen und das geht, ohne selbst links zu sein. Es genügt, im 21. Jahrhundert angekommen zu sein.
PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 18:14)
Wo der Islam zu sagen hat, geht es weniger um Quoten sondern eher darum ohne Betäubung die Klitoris rausgeschnitten zu bekommen. Oder als eine von vier Sklavinnen dem Pascha zu dienen.

Der Islam ist in grauer Vergangenheit steckengeblieben, – das gilt eigentlich für alle Religionen – aber wir hier in Europa haben uns nach der Aufklärung von dieser Vergangenheit losgesagt. Der Islam muss erst in der Gegenwart ankommen, aber deine Positionierung gegen den Feminismus und der Frauenquote ist ein Rückschritt zurück in die Mitte des letzten Jahrhunderts.
Das mit der Klitoris Beschneidung ist im Übrigen viel älter als der Islam und die Sklaverei hat in unserer Kulturregion auch eine lange Tradition.
PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 18:14)
Ich mag diese Religion zugegeben nicht sonderlich und will auf ihre Gläubischen in meinem Land auch keinerlei Rücksicht nehmen müssen.
Aber das heißt nicht, dass ich Lager bauen will oder was Leute wie Du dann gerne unterstellen.

Das würde dir nicht gutbekommen, wenn du dich an diese Gläubigen heranwagen würdest, denn das würde gegen unsere Verfassung verstoßen und dann wäre es egal, was Leute wie ich davon halten.
PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 18:14)
Frauenquoten lehne ich ab, weil sie schlicht unfair sind. Chancengleichheit ist nicht Ergebnisgleichheit. Auch das wird von Linken chronisch ignoriert.

Es ist auch möglich durch Wahrung der Chancengleichheit, die Frauenquote trotzdem durchzusetzen und das fordern nicht die Linken, sondern die Demokratie des 21. Jahrhunderts. Es ist auch eine längst überwundene Einstellung, dass Frauen nicht die gleiche Qualifikation und Eignung für Führungspositionen vorweisen können wie Männer.

PersonalFreedom hat geschrieben:(24 Feb 2021, 18:14)
Das Zitat bezog sich auf Pharisäer. Leute, die gerne zur Schau stellen wie gut und brav sie doch sind und dass Sie das richtige glauben.
Es geht ihnen wie bei den meisten PC-Twitterbrüllern nicht darum, ( ungefragt) im Namen einer benachteiligten Gruppe zu sprechen, sondern allen zu zeigen was sie doch für feine Menschen seien.

Ich weiß, worauf sich das Zitat bezog, aber der Zusammenhang mit dem Thema war nicht erkennbar. Wenn das ein Versuch war, alle die sich gegen Rassismus einsetzen, als Pharisäer abzustempeln, den Schuh wollte ich mir nicht aufschwätzen lassen.
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon PersonalFreedom » Do 25. Feb 2021, 17:00

tarkomed hat geschrieben:(25 Feb 2021, 11:43) Du scheinst nicht nur den Rassismus, sondern jede andere Definition nach deinem Geschmack umzubiegen. Woran hast du bei mir eine linke Einstellung festmachen können? Nur weil sie nicht deiner entspricht? Dir scheint wichtig zu sein, deinem Feindbild einen Namen zu geben, aber ich stehe dafür nicht zur Verfügung.


Eine simple Einordnung wie "links" oder "links der Mitte" wird nie jeder einzelnen Überzeugung gerecht. Aber es gibt sich wiederholende Muster, wie z.B. Migration immer befürworten, Rücksicht auf die Kultur Zugewanderter über die auf die eigene, Quotenfrauen, Alimentierung, Genderismus, ..., die sich vor allem in dem Spektrum finden, das gemeinhin "links" genannt wird.
Genau wie die plane Ablehnung von Fremdem, Gewaltbereitschaft gegenüber ihnen, usw. Merkmale dessen sind, was man "rechts" nennt.

Wer selbst sehr weit links steht, wird schon denjenigen als "Rasisst" beschimpfen, der in der Kantine sein Schweineschnitzel essen will. Wer sehr weit rechts steht, beschimpft - etwa jemanden wie mich - als "linksgrünversifft", wenn er die Aufnahme von Flüchtlingen vorbehaltlich einer Registrierung und einer Perspektive für die Wiederausreise nach dem Krieg grundsätzlich befürwortet.

Dann bediene nicht ihre Parolen. Wenn du dem Staat und der Presse unterstellst, sie würden im Sinne der Linken agieren, dann genügt deine Selbsteinschätzung als "Neutraler" nicht für andere und auch nicht für mich.


Sprich Du dann bitte auch nur für Dich selbst!
Ganz generell gilt: doch der Staat gibt Geld aus für heutige unnötige Frauenförderung, die zulasten meiner Karriereaussichten geht, aber mein Geld verschwendet. Und bei vielen Medien bemerke ich eine inhaltliche Positionierung vor allem in die linke Richtung.
Spiegel online z.B. wurde nicht nur von mir, sondern auch von einem Uni-Projekt schon in die linke Filterblase gestellt, weil dort entsprechend agiert wird.

Früher hat man dem Staat ganz zurecht Verhalten zugunsten reaktionären Gedankengutes unterstellt. Ich bestreite nicht, dass das teils bis heute nachwirkt. Homosexuelle können bis heute noch nicht genauso heiraten wie Heterosexuelle und nach wie vor ist das Abtreibungsrecht auf einer Moralvorstellung aufgebaut, die so nicht mehr in der Bevölkerung verankert ist.
Im Ethik- wie im Rundfunkrat sind nach wie vor die Kirchen vertreten, diese Gremien geben Ausschlag für wichtige Entscheidungen und sind nicht durch Wahlen legitimiert!

Wenn dich dann auch Vielfalt, Antirassismus und Feminismus stören, dann fällt es anderen und mir leicht, dich einzuordnen und das geht, ohne selbst links zu sein. Es genügt, im 21. Jahrhundert angekommen zu sein.


Noch einmal, sprich nur für Dich und behaupte nichts, was ich so nicht geschrieben habe. Du gibst wieder, was Du (falsch) verstanden hast.
"Im 21. Jahrhunder angekommen sein" wird gerne von der Sorte FFF-Kindern ausgespuckt, die gleichzeitig "System Change" auf der Jacke stehen haben. "Rechts" oder "Neutral" sind die bestimmt nicht.

Feminismus und Antirassismus stören mich nicht. Mich stört, was in deren Namen beschlossen wird und die Cancel Culture, die sich dafür im Netz entwickelt hat. Es findet kein sachlicher Diskurs mehr statt, sondern er wird von Brüllaffen niedergeschrieben.

Der Islam ist in grauer Vergangenheit steckengeblieben, – das gilt eigentlich für alle Religionen – aber wir hier in Europa haben uns nach der Aufklärung von dieser Vergangenheit losgesagt. Der Islam muss erst in der Gegenwart ankommen,

Diese Aussage hielten viele für sehr rassistisch. Dieselben Leute fordern, dass Kantinen das Schweinefleisch streichen, aus Rücksicht auf diese zugewanderte und - da stimme ich zu - oft vorgestrig gelebte Religion.

aber deine Positionierung gegen den Feminismus und der Frauenquote ist ein Rückschritt zurück in die Mitte des letzten Jahrhunderts.


Das ist eben Bullshit. Vielmehr ist Dein Befürworten einer solchen Quote ein Zeichen dafür, dass Du offenbar viel weiter links stehst als Dir bewusst ist. Aber "nicht einordnen lassen" ist ja auch "irgendwie cool". Das gibt sich, wenn / falls man erwachsen wird und eben merkt, dass Leistung und Qualität nichts sind, was man formal festlegen kann.

Das mit der Klitoris Beschneidung ist im Übrigen viel älter als der Islam und die Sklaverei hat in unserer Kulturregion auch eine lange Tradition.


Und Du bist wirklich so naiv zu glauben, die gäbe es nicht mehr, weil wir sie nicht sehen? Die Beschneidung ist hierzulande inzwischen illegal. Ich muss keine Religiösen importiert wissen, die dafür eintreten, das wieder zu ändern.

Das würde dir nicht gutbekommen, wenn du dich an diese Gläubigen heranwagen würdest, denn das würde gegen unsere Verfassung verstoßen und dann wäre es egal, was Leute wie ich davon halten.


Sehe ich genauso, ich fordere es ja nicht. Der Vorwurf kommt aber immer von Deinesgleichen. Siehe oben!

Es ist auch möglich durch Wahrung der Chancengleichheit, die Frauenquote trotzdem durchzusetzen

Nein, das ist nicht möglich. Mathematisch schon nicht.

und das fordern nicht die Linken, sondern die Demokratie des 21. Jahrhunderts.

Sachlich falsch. Es fordern nur linke Parteien und da die CDU auf diese Position mittlerweile teilweise eingeschwenkt ist, ist unter anderem die AfD nicht nur im extremen Spektrum veranktert wie es vorher die NPD war.

Es ist auch eine längst überwundene Einstellung, dass Frauen nicht die gleiche Qualifikation und Eignung für Führungspositionen vorweisen können wie Männer.


Das behauptet auch niemand, ganz besonders nicht ich. Dass sie diese bevorzugt bekommen sollen, ist ein - typisch linker - Fehlschluss. Das Ziel muss es sein, dass ein Individuum keine Hindernisse in den Weg bekommt, nur weil es männlich oder weiblich ist. Eine Frauenquote steht dem diametral entgegen.

Ich weiß, worauf sich das Zitat bezog, aber der Zusammenhang mit dem Thema war nicht erkennbar.

Man muss schon sehr, sehr, sehr blind sein, um das nicht zu erkennen.

Wenn das ein Versuch war, alle die sich gegen Rassismus einsetzen, als Pharisäer abzustempeln, den Schuh wollte ich mir nicht aufschwätzen lassen.

Okay, Du bist wohl auf dem Auge sehr, sehr, sehr blind.
Das war weder gemeint, noch unmittelbar auf DIch bezogen.

Pharisäerhaftes Verhalten ist ebenjenes lautstarke Verhalten, bestimmten Unfug (wie Quotenfrauen) nur mitzumachen, um zu zeigen, dass man ja auf der ach so richtigen Seite steht. Dass man damit Menschen auf dieselbe Art und Weise unfair behandelt wie ehedem diese Gruppen, wird ignoriert.

Vor 60 Jahren haben Leute auch behauptet, andere seien "noch nicht im 20. Jahrhundert angekommen", weil sie ihre leninistischen Umsturzphantasien nicht teilten. Diese zweite Welle des Feminismus hatte aber immerhin noch eine Berechtigung, weil es damals noch darum ging, dass Frauen in der Ehe vergewaltigt werden durften oder ohne Erlaubnis des Mannes / Vaters nicht arbeiten.
Heute kann eine Frau genauso Bundeskanzlerin, CxO, Generälin werden wie ein Mann gleichen Jahrgangs. Das ist gut so und das ist das Ziel.

Das heißt aber nicht, dass jede Frau das kann. Es kann auch nicht jeder Mann. Und die Erfolgskennzahl ist nicht eine 50-50-Proporzverteilung (linker Schwachsinn), sondern eben dieselben Voraussetzungen zum Erfolg. Erreichen muss es jeder einzelne selbst.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon tarkomed » Do 25. Feb 2021, 18:38

PersonalFreedom hat geschrieben:(25 Feb 2021, 17:00)
Noch einmal, sprich nur für Dich und behaupte nichts, was ich so nicht geschrieben habe. Du gibst wieder, was Du (falsch) verstanden hast.
"Im 21. Jahrhunder angekommen sein" wird gerne von der Sorte FFF-Kindern ausgespuckt, die gleichzeitig "System Change" auf der Jacke stehen haben. "Rechts" oder "Neutral" sind die bestimmt nicht.

Ich kann es mir leisten, nicht nur für mich zu sprechen, weil ich meine Meinungen in der Mehrheit in Deutschland wiederfinde. Das kannst du wohl von dir nicht behaupten. Wenn du überall nur Linke siehst und sogar FFF für dich auch links steht, dann schau dich mal um, wo du dann stehst. Das sind doch Teenager, die ihre Zukunft in Gefahr sehen. Ist die ganze Welt nach links gerückt? Denn es herrscht ein weltweiter Konsens, dass der Klimawandelt mit allen verfügbaren Mitteln bekämpft werden muss.

PersonalFreedom hat geschrieben:(25 Feb 2021, 17:00)
Feminismus und Antirassismus stören mich nicht. Mich stört, was in deren Namen beschlossen wird und die Cancel Culture, die sich dafür im Netz entwickelt hat. Es findet kein sachlicher Diskurs mehr statt, sondern er wird von Brüllaffen niedergeschrieben.

Zumindest hier im Forum ist mir allerdings nur ein lautes Geschrei gegen Cancel Culture aufgefallen und – siehe Threadtitel – irrsinnige Behauptungen, dass Bücherverbrennungen wegen Cancel Culture bevorstehen. Das Ganze nur als durchsichtiger Versuch, den Kampf gegen Rassismus als Gefahr für unsere Kultur umzudeuten.
So, das muss jetzt genügen, denn wir sind weit ab vom Thema.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Keoma » Fr 26. Feb 2021, 07:21

tarkomed hat geschrieben:(25 Feb 2021, 18:38)

Ich kann es mir leisten, nicht nur für mich zu sprechen, weil ich meine Meinungen in der Mehrheit in Deutschland wiederfinde. Das kannst du wohl von dir nicht behaupten. Wenn du überall nur Linke siehst und sogar FFF für dich auch links steht, dann schau dich mal um, wo du dann stehst. Das sind doch Teenager, die ihre Zukunft in Gefahr sehen. Ist die ganze Welt nach links gerückt? Denn es herrscht ein weltweiter Konsens, dass der Klimawandelt mit allen verfügbaren Mitteln bekämpft werden muss.


Zumindest hier im Forum ist mir allerdings nur ein lautes Geschrei gegen Cancel Culture aufgefallen und – siehe Threadtitel – irrsinnige Behauptungen, dass Bücherverbrennungen wegen Cancel Culture bevorstehen. Das Ganze nur als durchsichtiger Versuch, den Kampf gegen Rassismus als Gefahr für unsere Kultur umzudeuten.
So, das muss jetzt genügen, denn wir sind weit ab vom Thema.


Mit deinen Meinungen, so wie ich das sehe, vertrittst du nur in der eigenen Filterblase eine Mehrheit.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 26. Feb 2021, 07:38

Keoma hat geschrieben:(26 Feb 2021, 07:21)

Mit deinen Meinungen, so wie ich das sehe, vertrittst du nur in der eigenen Filterblase eine Mehrheit.


Wenn man sich mal Kommentarspalten verschiedener Onlinemagazine durchliest, ist das tatsächlich nur ein Wunschtraum, mit der Mehrheitsmeinung zu schwimmen. Eine Einheitsmeinung erkenn ich nicht. Noch nichtmal in der TAZ sind sich die Leser immer einig.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Keoma » Fr 26. Feb 2021, 07:50

Billie Holiday hat geschrieben:(26 Feb 2021, 07:38)

Wenn man sich mal Kommentarspalten verschiedener Onlinemagazine durchliest, ist das tatsächlich nur ein Wunschtraum, mit der Mehrheitsmeinung zu schwimmen. Eine Einheitsmeinung erkenn ich nicht. Noch nichtmal in der TAZ sind sich die Leser immer einig.


Aber man kann sich selbst so schön auf die Schulter klopfen.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Billie Holiday » Fr 26. Feb 2021, 07:58

Keoma hat geschrieben:(26 Feb 2021, 07:50)

Aber man kann sich selbst so schön auf die Schulter klopfen.


Mag sein.
Ich guck vorher nicht, ob und wer meine Meinung teilt. Grundsätzlich stelle ich fest, dass es viele unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt und die Leute diese auch vertreten, ob nun Mainstream oder nicht. Nicht jeder hängt sein Mäntelchen nach dem Wind. Ist im privaten Umfeld aber auch kein Problem. Dass Promis und Politiker nicht drauflos reden, wie sie selbst denken, glaub ich gern. Manchem würde ich gern einen Oscar in die Hand drücken.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon busse » Fr 26. Feb 2021, 09:13

odiug hat geschrieben:(23 Feb 2021, 13:59)

Soweit mir bekannt, wurde noch gar kein Buch verbrannt.
Man mag ja die political correct Edition diverser Klassiker in Film Theater und Literatur für völlig daneben halten ... aber diese Editionen bedeuten ja nicht, dass die Klassiker im original nicht mehr erhältlich sind.
Du musst die PC Version nicht kaufen, anschauen oder besuchen ...du kannst es aber trotzdem machen :p


So weit wie mir bekannt ist war das in Deutschland eine burschenschaftliche Tradition um die Feinde der Demokratie die lodernen Feuer der Freiheit zu zeigen, deshalb gehörte der Zopf bei solchen Verbrennungen immer dazu.
Die Nazis haben das 1933 pervertiert, wie so vieles und nur daran erinnert man sich zurück.
Man muß ja keine Bücher verbrennen, was passiert sieht man ja allenthalben.
Man reinigt seine Verlage selber unter dem Druck von meist schwarmdigitalen Gruppen.
Glücklich kann der Autor sein der dann wirklich noch einen Verlag findet, wie letztens erst Monika Maron.
Ob die Klassiker dann irgendwann noch erhältlich sind außer dem Flohmarkt, entscheiden ganz andere und die haben eine völlig ideologische Verblendung, das Gefährliche ist die sitzen jetzt schon an den Schaltstellen der Medien. Man sieht es ja an den Genderquatsch und deren Äußerungen jetzt schon wo das hinführt.
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon tarkomed » Fr 26. Feb 2021, 09:36

Keoma hat geschrieben:(26 Feb 2021, 07:21)

Mit deinen Meinungen, so wie ich das sehe, vertrittst du nur in der eigenen Filterblase eine Mehrheit.

So ist es. Solange die Filterblase die größte ist in Deutschland und ich bei jedem Schritt meinen Meinungen begegne, dann sage ich mir: do bin i dahoam… :D
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Re: Stehen wir vor Bücherverbrennungen zwecks Antirassismus?

Beitragvon Keoma » Fr 26. Feb 2021, 09:44

tarkomed hat geschrieben:(26 Feb 2021, 09:36)

So ist es. Solange die Filterblase die größte ist in Deutschland und ich bei jedem Schritt meinen Meinungen begegne, dann sage ich mir: do bin i dahoam… :D


Und wie kommst du auf die Idee, dass gerade deine Filterblase die größte ist?
Dass man hauptsächlich Kontakte mit Gleichgesinnten pflegt, ist ja eine Binse.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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