Schüler gegen den Religionsunterricht

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unity in diversity
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon unity in diversity » Mo 2. Dez 2019, 01:22

Ein Terraner hat geschrieben:(02 Dec 2019, 01:00)

Über die Richtung lässt sich streiten, aber für die Bewegung ist sie definitiv nicht notwendig. Die Welt ist voller Beispiele.

Richtig, damit bilden die Geisteswissenschaften den moralischen Kompaß, was MINT wohin bewegen soll. Dazu kann auch Religionsgeschichte beitragen, als Bestandteil des Ethikunterrichtes.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Alana4
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Alana4 » Mo 2. Dez 2019, 04:14

unity in diversity hat geschrieben:(02 Dec 2019, 01:22)

l......Dazu kann auch Religionsgeschichte beitragen, als Bestandteil des Ethikunterrichtes.

Richtig! Und zwar ganz genau so und keinesfalls umgekehrt.
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Alster
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Alster » Mo 2. Dez 2019, 15:01

Alana4 hat geschrieben:(01 Dec 2019, 15:35)

Och, dass Christentum ist mehr als nur diese zweierverbindung.
Es hat sich im Zuge der Christianisierung der Welt (im weitesten Sinne "Eroberung") alles einverleibt, was ihm begegnet ist. Es hat die Traditionen und Rituale der unterschiedlichsten Völker benutzt, missbraucht, umgedeutet, neu benannt, zur eigenen Geschichte gemacht. Genau betrachtet, ist das "Christentum" von A bis Z zusammengeklaut.
Aber es sei wohl einen zugestanden: clever gemacht haben sie es.
Zwar unanständig, hinterhältig und sogar grausam rigoros.... aber durchaus auf lange Strecken erfolgreich.
Aber irgendwann geht alles mal zu Ende. Kann und wird auch dauern. Immerhin...... Wenn Schüler in D. Wollen, dass dieser komische religionsunterricht aus den Lehrplänen verschwindet, dann 8st das doch sehr zu begrüßen.

Mit Christentum als Zweierverbindung (jüdisch + griechisch-römisch) meine ich das NT.
Alles weitere (indigene Elemente in Südamerika, deutsche Christen im 3. Reich etc.) sind lokal und zeitlich begrenzte Phänomene, die nicht als integraler Bestandteil des Christentums zu deuten sind.

Edith:
- es gibt keine Religion ohne ihre Vorgängerreligion(en)
- copyright Verletzungen haben in der religiösen Lehre nicht dieselbe Bedeutung wie in der Industrieproduktion
Zuletzt geändert von Alster am Di 3. Dez 2019, 07:05, insgesamt 1-mal geändert.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Alster » Mo 2. Dez 2019, 15:04

Alpha Centauri hat geschrieben:(01 Dec 2019, 21:27)

Und ideengeschichtlich, ein Abklatsch der Philosophie Platons ( Zwei Welten Theorie, der Körper - "GEIST" Dualismus usw.).

Hinzufügen würde ich hier auch die Geschichte von der Hinrichtung des Religionsstifters (Jesus <-> Sokrates)
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon BenJohn » Sa 14. Dez 2019, 18:37

Ich bin Christ. Meine Kinder gehen auf eine christliche Privatschule. Da ist der Religionsunterricht Pflicht. Also vom Staat vorgegeben.
Wenn es nach mir geht könnte der Religionsunterricht allerdings abgeschafft werden und mit etwas Sinvollerem wie Mathe, Physik, Deutsch etc. ersetzt werden.

Religion ist Privatsache.
Für manche Linken ist einer schon rechtsradikal, wenn er nur pünktlich zur Arbeit kommt. Heiner Geißler
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 14. Dez 2019, 19:48

BenJohn hat geschrieben:(14 Dec 2019, 18:37)

Ich bin Christ. Meine Kinder gehen auf eine christliche Privatschule. Da ist der Religionsunterricht Pflicht. Also vom Staat vorgegeben.
Wenn es nach mir geht könnte der Religionsunterricht allerdings abgeschafft werden und mit etwas Sinvollerem wie Mathe, Physik, Deutsch etc. ersetzt werden.

Religion ist Privatsache.


Absolut statt Religion was vernünftiges , Philosophie oder Astronomie.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon BenJohn » Sa 14. Dez 2019, 19:59

Alpha Centauri hat geschrieben:(14 Dec 2019, 19:48)

Absolut statt Religion was vernünftiges , Philosophie oder Astronomie.


An so etwas habe ich jetzt nicht gerade gedacht.
Für manche Linken ist einer schon rechtsradikal, wenn er nur pünktlich zur Arbeit kommt. Heiner Geißler
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Liberty » Sa 14. Dez 2019, 20:32

BenJohn hat geschrieben:(14 Dec 2019, 18:37)
Religion ist Privatsache.


Bildung allerdings auch.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon unity in diversity » So 15. Dez 2019, 04:43

Liberty hat geschrieben:(14 Dec 2019, 20:32)

Bildung allerdings auch.

Vernünftige Bildung ist in öffentlichem Interesse.
Breitenbildung an der Sekundarschule soll die Grundlagen für Tiefenbildung an weiterführenden Schulen liefern. Mit Spezialisierungslaufbahn für einen direkten Berufseinstieg, oder als Vorbereitung auf den Besuch einer Fachhochschule oder Universität.
Religionsunterricht kann dabei durchaus als Start in eine Kirchenkarriere brauchbar sein.
Das kann für jede Religion fakultativ angeboten werden, eventuell kostenpflichtig?
Nur wer dafür bezahlen muß, offenbart sein unerschütterliches Interesse und damit seinen starken, steifen, festen und unbiegsamen Glauben, mit dem er uns alle in eine helle und lichte Zukunft führen wird.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Misterfritz » So 15. Dez 2019, 09:54

Liberty hat geschrieben:(14 Dec 2019, 20:32)

Bildung allerdings auch.
Nein, Bildung ist keine Privatsache.
Die Gesellschaft hat ein Interesse daran, dass der Mensch gebildet wird.
Schon aus diesem Grund haben wir Schulpflicht.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Liberty » So 15. Dez 2019, 16:18

unity in diversity hat geschrieben:(15 Dec 2019, 04:43)
Vernünftige Bildung ist in öffentlichem Interesse.


Und welche objektiven Massstäbe gibt es für eine "vernünftige Bildung"? Gibt es dafür überhaupt einen objektiven Massstab?
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Ein Terraner » So 15. Dez 2019, 16:41

Liberty hat geschrieben:(15 Dec 2019, 16:18)

Und welche objektiven Massstäbe gibt es für eine "vernünftige Bildung"? Gibt es dafür überhaupt einen objektiven Massstab?


Also alles oberhalb der Kompetenzen die im Aluhut Thread präsentiert werden, würde ich jetzt mal als objektiv Vernünftig empfinden. :?
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon unity in diversity » Mo 16. Dez 2019, 01:55

Liberty hat geschrieben:(15 Dec 2019, 16:18)

Und welche objektiven Massstäbe gibt es für eine "vernünftige Bildung"? Gibt es dafür überhaupt einen objektiven Massstab?

Lebenstüchtigkeit könnte so ein objektiver Maßstab sein.
Die Absolventen der Schulen sollen eigenständig und eigenverantwortlich leben können.
Für ihre Mißerfolge und Missetaten sollen sie nicht die Götter verantwortlich machen.
Es liegt halt nicht in der Hand der Götter, vielmehr ist jeder selber seines Glückes Schmied.
Gesellschaft ist Menschenwerk und kein von oben übergeholfenes Schicksal.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Umetarek » Mo 16. Dez 2019, 06:56

unity in diversity hat geschrieben:(16 Dec 2019, 01:55)

Lebenstüchtigkeit könnte so ein objektiver Maßstab sein.
Die Absolventen der Schulen sollen eigenständig und eigenverantwortlich leben können.
Für ihre Mißerfolge und Missetaten sollen sie nicht die Götter verantwortlich machen.
Es liegt halt nicht in der Hand der Götter, vielmehr ist jeder selber seines Glückes Schmied.
Gesellschaft ist Menschenwerk und kein von oben übergeholfenes Schicksal.

Ganz so isses nu auch wieder nicht, Schicksalsschläge lassen sich trotz aller Lebenstüchtigkeit nicht vermeiden, auch Kriege und Katastrophen lassen sich davon nicht beeindrucken.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Alana4 » Mo 16. Dez 2019, 07:07

Umetarek hat geschrieben:(16 Dec 2019, 06:56)

Ganz so isses nu auch wieder nicht, Schicksalsschläge lassen sich trotz aller Lebenstüchtigkeit nicht vermeiden, auch Kriege und Katastrophen lassen sich davon nicht beeindrucken.


Richtig. Aber für nichts davon müssen wir "Götter" bemühen. Weder als Ursache noch zur Bewältigung.
Wer seines Gottes Hilfe benötigt, möge sie sich holen. Nicht in der Schule, sondern in der Kirche.
Die Bewältigung von Schicksal, Krieg und Katastrophen ist allerdings am besten noch mit Lebenstüchtigkeit zu schaffen, mit Tatkraft. Wer nur sitzt, betet und heult, bewältigt gar nichts.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Umetarek » Mo 16. Dez 2019, 07:43

Alana4 hat geschrieben:(16 Dec 2019, 07:07)

Richtig. Aber für nichts davon müssen wir "Götter" bemühen. Weder als Ursache noch zur Bewältigung.
Wer seines Gottes Hilfe benötigt, möge sie sich holen. Nicht in der Schule, sondern in der Kirche.
Die Bewältigung von Schicksal, Krieg und Katastrophen ist allerdings am besten noch mit Lebenstüchtigkeit zu schaffen, mit Tatkraft. Wer nur sitzt, betet und heult, bewältigt gar nichts.

Das wollte ich damit auch nicht zum Ausdruck bringen ;)
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Liberty » Mo 16. Dez 2019, 13:08

unity in diversity hat geschrieben:(16 Dec 2019, 01:55)
Lebenstüchtigkeit könnte so ein objektiver Maßstab sein.
Die Absolventen der Schulen sollen eigenständig und eigenverantwortlich leben können.


Die Lebensgestaltung ist aber immer individuell und damit auch die dazu benötigte (oder eben nicht benötigte) Bildung.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Alana4 » Mo 16. Dez 2019, 15:19

Liberty hat geschrieben:(16 Dec 2019, 13:08)

Die Lebensgestaltung ist aber immer individuell und damit auch die dazu benötigte (oder eben nicht benötigte) Bildung.


Die Lebensgestaltung ist weniger "individuell" als so mancher glaubt.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon BenJohn » Mo 16. Dez 2019, 15:26

Alana4 hat geschrieben:(16 Dec 2019, 07:07)

Richtig. Aber für nichts davon müssen wir "Götter" bemühen. Weder als Ursache noch zur Bewältigung.
Wer seines Gottes Hilfe benötigt, möge sie sich holen. Nicht in der Schule, sondern in der Kirche.
Die Bewältigung von Schicksal, Krieg und Katastrophen ist allerdings am besten noch mit Lebenstüchtigkeit zu schaffen, mit Tatkraft. Wer nur sitzt, betet und heult, bewältigt gar nichts.


In der Regel heulen ja die, die an nichts glauben. Die, die an Gott glauben, heulen nicht.

Auf dem Sterbebett wird das auch oft deutlich. Da fällt den Leuten plötzlich ein, dass man es vielleicht doch mal mit beten versuchen könnte.
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Re: Schüler gegen den Religionsunterricht

Beitragvon Ein Terraner » Mo 16. Dez 2019, 15:41

BenJohn hat geschrieben:(16 Dec 2019, 15:26)

In der Regel heulen ja die, die an nichts glauben. Die, die an Gott glauben, heulen nicht.

Auf dem Sterbebett wird das auch oft deutlich. Da fällt den Leuten plötzlich ein, dass man es vielleicht doch mal mit beten versuchen könnte.


Danke für deine Weisheiten, stellst du den Löffel dann wieder in die Spülmaschine ?

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