Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Kritikaster » So 17. Feb 2019, 10:58

Skeptiker hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:38)

Gute Frage! Bei Schulschwänzern an der Eisdiele wird die Polizei m.E. typischerweise einschreiten. Nun findet öffentliches Schulschwänzen statt, und die Polizei sichert die Demo ab.

Ich denke es läuft darauf hinaus, dass mit dem Recht auf Demonstrationsfreiheit entgegengehalten würde. Würde es das aber auch bei einer fiktiven "Kinderpegida"?

Ja, natürlich würde damit versucht, gegen zu halten. Das zöge m.E. bloß nicht.

Eine Demonstration, zumal wenn wiederkehrend, lässt sich auch außerhalb der Zeiten durchführen, in denen Anwesenheitspflicht in der Schule besteht. Damit wäre das Demonstrationsrecht nicht verletzt.

Es steht allerdings zu befürchten, dass es Teilen derjenigen, die hinter dieser Instrumentalisierung der Schüler stecken, für ihre politische Agenda entgegen käme, wenn wirksame Maßnahmen zur Durchsetzung der Schulpflicht ergriffen würden.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Sören74 » So 17. Feb 2019, 11:01

Kritikaster hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:58)

Es steht allerdings zu befürchten, dass es Teilen derjenigen, die hinter dieser Instrumentalisierung der Schüler stecken, für ihre politische Agenda entgegen käme, wenn wirksame Maßnahmen zur Durchsetzung der Schulpflicht ergriffen würden.


Wo findet denn eine Instrumentalisierung der Schüler statt?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Skeptiker » So 17. Feb 2019, 11:02

Misterfritz hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:32)
Die meisten Politiker (das sind nun mal die auf den kommunalen Ebenen), machen das in ihrer Freizeit.
Ich finde es prinzipiell ja gut, wenn sich Jugendliche für Politik interessieren und sich engagieren. Hier befürchte ich aber, dass das ganze mehr Event-Charakter hat und die wenigsten Schüler sich darüber Gedanken machen, was sie selbst bei sich ändern könnten.

Schau Dir mal den Jungen im Video des Eingangsbeitrages an (ab 0:25). Der macht auf mich nicht den Eindruck, dass die Sorge um die Zukunft in da hingetrieben hat und er eisern jede Strafe auf sich nehmen wird … . Sorry, aber der geht dahin weil die anderen das auch tun und hätte er Strafe zu erwarten, dann säße der sicherlich in der Schule und würde lernen.

Bei Jugendlichen ab ca. 14 könnte ich mir Eigenantrieb vorstellen. Keine Kinder tun schlicht das was man ihnen sagt. Mich interessiert eben WER es ihnen sagt. Ist es Leon aus der 5. Klasse, oder ist es Reinhold, der seit der Rente mehr Zeit hat sich politisch zu engagieren.

Mit den Ausnahmen ist es eben teuflisch. Gesteht man dem einen was zu, dann wird es schwer dem anderen was abzulehnen.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Skeptiker » So 17. Feb 2019, 11:05

Kritikaster hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:58)
Ja, natürlich würde damit versucht, gegen zu halten. Das zöge m.E. bloß nicht.

Eine Demonstration, zumal wenn wiederkehrend, lässt sich auch außerhalb der Zeiten durchführen, in denen Anwesenheitspflicht in der Schule besteht. Damit wäre das Demonstrationsrecht nicht verletzt.

Es steht allerdings zu befürchten, dass es Teilen derjenigen, die hinter dieser Instrumentalisierung der Schüler stecken, für ihre politische Agenda entgegen käme, wenn wirksame Maßnahmen zur Durchsetzung der Schulpflicht ergriffen würden.

Genau das ist der Grund. Man will die Bilder nicht und lässt es daher laufen. Es läuft aber nur, weil Schulleitungen Sanktionsfreiheit signalisieren.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Ein Terraner » So 17. Feb 2019, 11:22

Skeptiker hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:05)

Genau das ist der Grund. Man will die Bilder nicht und lässt es daher laufen. Es läuft aber nur, weil Schulleitungen Sanktionsfreiheit signalisieren.

Kannst du das auch nur ansatzweise belegen?
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Kritikaster » So 17. Feb 2019, 11:25

Skeptiker hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:05)

Genau das ist der Grund. Man will die Bilder nicht und lässt es daher laufen. Es läuft aber nur, weil Schulleitungen Sanktionsfreiheit signalisieren.

Womit wir wieder bei meiner Eingangsforderung angekommen wären: Überall dort, wo sie das nachweisbar tun, gehören sie samt unterstützender Lehrerschaft aus dem Schuldienst entfernt.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon unity in diversity » So 17. Feb 2019, 11:29

Misterfritz hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:32)

Die meisten Politiker (das sind nun mal die auf den kommunalen Ebenen), machen das in ihrer Freizeit.
Ich finde es prinzipiell ja gut, wenn sich Jugendliche für Politik interessieren und sich engagieren. Hier befürchte ich aber, dass das ganze mehr Event-Charakter hat und die wenigsten Schüler sich darüber Gedanken machen, was sie selbst bei sich ändern könnten.

Nach jeder gewöhnlichen Demo gleicht die Demostrecke einer Müllhalde.
Genau an dieser Stelle können SchülerInnen eine Vorbildwirkung für Erwachsene entfalten.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon unity in diversity » So 17. Feb 2019, 11:34

Kritikaster hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:25)

Womit wir wieder bei meiner Eingangsforderung angekommen wären: Überall dort, wo sie das nachweisbar tun, gehören sie samt unterstützender Lehrerschaft aus dem Schuldienst entfernt.

Immer diese Besitzstandswahrer und damit meine ich jetzt nicht das Lehrpersonal.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Misterfritz » So 17. Feb 2019, 11:35

unity in diversity hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:29)

Nach jeder gewöhnlichen Demo gleicht die Demostrecke einer Müllhalde.
Genau an dieser Stelle können SchülerInnen eine Vorbildwirkung für Erwachsene entfalten.
Das meinte ich nicht, sondern selbstverständlicher "Luxus", der Energie und Ressourcen verbraucht.
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Skeptiker » So 17. Feb 2019, 11:38

Ein Terraner hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:22)
Kannst du das auch nur ansatzweise belegen?


Die Bildungssenatorin von Berlin, Sandra Scheeres, bewertet die Schüler-Demonstration in der Hauptstadt positiv. Zwar gelte die Schulpflicht, die Schulen könnten jedoch im Kontext von Projekten mit dem Thema umgehen. Klimaschutz und globale Erwärmung seien im Rahmenlehrplan Berlin-Brandenburgs enthalten.

Am wahrscheinlichsten ist es, dass Lehrkräfte und Schulleitungen in Ländern, in denen diese Option zulässig ist, entweder mit Verständnis für die Demonstranten oder mit Erziehungsmaßnahmen (wie dem „Nachsitzen“) reagieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fridays_F ... eutschland

In Berlin suggeriert die Bildungssenatorin den Schulleitungen schon einen Workaround. Von der ist wohl kein "Law and Order" zu erwarten. Wenn andere Schulleitungen, wie in anderen Ländern, schon von vorherein milde signalisieren, dann ist das eben eine klare Ansage, dass keine ernsthafen Konsequenzen folgen werden.

Glaubst Du der Junge bei Sekunde 25 ginge zur Demo, wenn der Familie 5000€ Strafgeld ernsthaft drohen würde? Der macht das was Papa sagt - und Papa geht kein Risiko ein.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon unity in diversity » So 17. Feb 2019, 11:39

Misterfritz hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:35)

Das meinte ich nicht, sondern selbstverständlicher "Luxus", der Energie und Ressourcen verbraucht.

Umweltschutz aus Armut ist kein Thema, mit dem heutzutage noch jemand hinter dem Ofen vorgelockt werden kann.
Es geht um den verantwortungsbewußten Gebrauch.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Marmelada » So 17. Feb 2019, 11:39

Kritikaster hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:24)

Nun wäre ich nicht so respektlos, Schüler mit einem solchen Anliegen gleich als "krank" zu bezeichnen, aber jeder das ihre. :rolleyes:

Im übrigen ist das ein Pseudoargument, denn wirklich unvermeidbare Ausfallzeiten wegen gesundheitlicher Probleme werden durch diese Schulschwänzerei ja nicht ersetzt, sondern kommen noch oben drauf.
:dead:

Ich habe nicht das Anliegen als krank beschrieben, sondern wollte Ihnen begreiflich machen, wie das Nacharbeiten vor sich geht. Eben genauso, wie wenn man wegen Krankheit fehlt. Ich hoffe, das ist nun klar.

Da bin ich mal gespannt, wie nahe liegendes politisches Handeln von Dir wohl bewertet würde, wenn man die Teilnahme am Unterricht mit Zwangsmitteln durchsetzte. Mit solchen Aussagen und Forderungen sollten Schüler also sehr vorsichtig sein! Bedauerlich übrigens, dass mündige Erwachsene das offenbar nicht erkennen und den Kindern diese potentiellen Kehrseiten solcher Medaillen klar zu machen vergessen.
Die Schüler wissen selbst, was sie tun und ebenso sich kundig zu machen. Siehe "Rechtliches"

Die Heidelberger Schüler haben auch schon ihre Erfahrungen mit "Maßnahmen" gesammelt, als die zweite Demo auf Initiative von Schulleitern verboten wurde. Besondere Empörung hat dabei hervorgerufen, dass seitens der Schulleitungen im Vorfeld keinerlei Gespräch zur Lösungsfindung gesucht wurde. Das ganze hat Eskalationspotenzial und es wäre an den ach so klugen Erwachsenen, sich weniger auf Eskalation und mehr auf Lösungsfindung zu konzentrieren.

Skeptiker hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:34)

Du scheinst ja Kontakte zu den Organisatoren zu haben. Wie alt sind die eigentlich? Und wie alt sind die Schüler die da mitlaufen?
Ich habe Kontakt zur Heidelberger Gruppe. Intitiiert wurde sie von Elftklässlern. Selber war ich noch auf keiner Demo dabei, aber würde sagen, die Teilnehmer stammen großteils aus dem Oberstufenbereich.

Ich würde gerne ein Gefühl dafür bekommen ob das eine Aktion von Kindern ist, oder ob man die Kinder nur vorschickt. Wenn da "Die Linke" schon am Ende mitläuft, dann kann man ja auch mal die Frage stellen wie sich die ganze Demo organisiert.
Meines Erachtens handelt es sich um Jugendliche. Ich konnte niemanden ausmachen, der ihnen etwas einflüstert. Die Linke lief in Tom Bombadils Stadt mit, in Heidelberg sind Parteien unerwünscht, weil die Schüler sich von niemandem vereinnahmen lassen wollen. Auch diesen Standpunkt haben sie selbständig entwickelt, die kleinen Racker.

Misterfritz hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:32)

Die meisten Politiker (das sind nun mal die auf den kommunalen Ebenen), machen das in ihrer Freizeit.
Klimapolitik wird federführend von Berufspolitikern gestaltet. Deshalb ist Greta Thunberg auch nicht vor ihrem Gemeinderat aufgetreten, sondern auf dem internationalen Klimagipfel.

OFFENER BRIEF
#DieZukunftSindWir


Ich finde es prinzipiell ja gut, wenn sich Jugendliche für Politik interessieren und sich engagieren. Hier befürchte ich aber, dass das ganze mehr Event-Charakter hat und die wenigsten Schüler sich darüber Gedanken machen, was sie selbst bei sich ändern könnten.
Tatsächlich ist es genau umgekehrt. Diejenigen, die sich nicht für Klima- und Umweltpolitik interessieren, nehmen auch nicht an den Demos teil. Die haben keinen Bock, für etwas, das sie nicht interessiert, Organisationsarbeit zu leisten, durch die Kälte zu latschen, in der Kälte zu stehen, Konflikte mit Schule und Eltern zu riskieren und obendrein in der Freizeit Schulstoff nachzuarbeiten. Das Event eventet sich nämlich nicht von selbst und geht mit Schwierigkeiten einher.

Mein ganz persönlicher Kontakt ist jetzt auf Vegetarismus umgestiegen und animiert die Eltern dazu, im verpackungsfreien Laden einzukaufen.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Teeernte » So 17. Feb 2019, 11:42

Skeptiker hat geschrieben:(17 Feb 2019, 10:34)

Du scheinst ja Kontakte zu den Organisatoren zu haben. Wie alt sind die eigentlich? Und wie alt sind die Schüler die da mitlaufen?


Wie oft hast Du ein Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft in München aufgemacht ....als Kind ?? ( mit nur 2en und Nullen ? ...eine Wunsch Nummer zum Spenden )

...das ist die grüne Jugend..?? ( ...Nicht zuletzt sind in vier Monaten Kommunal- und Europawahlen. Und diese Proteste sind eine grandiose Grundlage für eine hohe Wahlbeteiligung!...) http://gjbb.de/2019/01/30/gruene-jugend ... delfingen/
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Kritikaster » So 17. Feb 2019, 11:44

unity in diversity hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:34)

Immer diese Besitzstandswahrer und damit meine ich jetzt nicht das Lehrpersonal.

Dann ist unklar, wovon Du sprichst.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon MoOderSo » So 17. Feb 2019, 11:45

Hybride Kriegsführung treibt Schüler auf die Straße
Merkel sagte, sie sei dabei durchaus bereit, harte Positionen gegenüber Russland zu beziehen. Sie zeigte sich besorgt über die Ausnutzung der Möglichkeiten hybrider Kriegsführung durch Russland, aber auch durch jemanden wie Steve Bannon. Die Freitagsproteste deutscher Schüler sind aus Merkels Sicht auch Ergebnis hybrider Kriegsführung. So begrüßenswert die Einmischung der Schülerinnen und Schüler zu dem Thema sei, ist eine solch massive und plötzliche Bewegung nicht anders zu erklären.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 11091.html

Steckt etwa der Russisch-Leistungskurs hinter den Demos? :D
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon unity in diversity » So 17. Feb 2019, 11:50

Kritikaster hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:44)

Dann ist unklar, wovon Du sprichst.

Immernoch?
Die Alternativlosen stehen im Fadenkreuz der Jugend, wird ja auch langsam Zeit!
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Ein Terraner » So 17. Feb 2019, 12:07

Skeptiker hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:38)

https://de.wikipedia.org/wiki/Fridays_F ... eutschland

In Berlin suggeriert die Bildungssenatorin den Schulleitungen schon einen Workaround. Von der ist wohl kein "Law and Order" zu erwarten. Wenn andere Schulleitungen, wie in anderen Ländern, schon von vorherein milde signalisieren, dann ist das eben eine klare Ansage, dass keine ernsthafen Konsequenzen folgen werden.

Glaubst Du der Junge bei Sekunde 25 ginge zur Demo, wenn der Familie 5000€ Strafgeld ernsthaft drohen würde? Der macht das was Papa sagt - und Papa geht kein Risiko ein.


Ok danke.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Umetarek » So 17. Feb 2019, 12:20

Ein Terraner hat geschrieben:(17 Feb 2019, 12:07)

Ok danke.

:D :D Das wäre für mich deeer Grund gewesen zu Demo zu gehen. Wahrscheinlich wäre ich so oder so gegangen, aber das hätte mich mit Sicherheit nicht abgehalten.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Tom Bombadil » So 17. Feb 2019, 12:35

Marmelada hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:39)

Die Linke lief in Tom Bombadils Stadt mit...

Hier laufen auch einige Studenten mit, auch der SDS ist leider mit dabei, dazu kommen noch "Hambacher Forst"-Typen, aber in der Masse sind es Schüler auch viele aus der Unterstufe. Ich würde mir wünschen, dass die Erwachsenen abziehen und die Schüler ihr Ding machen lassen, aber das wird wohl nicht passieren, im Gegenteil, wenn ich mir das hier so durchlese: https://www.sozialismus.info/2019/01/fr ... re-aachen/
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Schule schwänzen für's Klima. Positives Engagement oder politische Instrumentalisierung von Kindern?

Beitragvon Skeptiker » So 17. Feb 2019, 12:48

Sören74 hat geschrieben:(17 Feb 2019, 11:01)
Wo findet denn eine Instrumentalisierung der Schüler statt?

Siehe hier:
Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Feb 2019, 12:35)
Hier laufen auch einige Studenten mit, auch der SDS ist leider mit dabei, dazu kommen noch "Hambacher Forst"-Typen, aber in der Masse sind es Schüler auch viele aus der Unterstufe. Ich würde mir wünschen, dass die Erwachsenen abziehen und die Schüler ihr Ding machen lassen, aber das wird wohl nicht passieren, im Gegenteil, wenn ich mir das hier so durchlese: https://www.sozialismus.info/2019/01/fr ... re-aachen/

Ich zitiere mal aus dem verlinkten Artikel:
Die Demonstration verlief aber trotzdem lautstark und kämpferisch: man hörte Rufe wie zum Beispiel „What do we want? Climate Justice!“ oder „Hambi bleibt!“. Leider wurden die Forderungen kaum konkretisiert. So wurde lediglich der Wunsch nach einer anderen Klimapolitik gefordert, wie diese allerdings aussehen soll, wurde weder von den Teilnehmer*innen vor Ort, noch auf der bundesweiten Homepage erklärt.
Die Linksjugend [‚solid] Aachen hatte deshalb Vorschläge gemacht, um dem Wunsch nach einer anderen Politik Ausdruck zu verleihen, sie fordern:
-Kohleausstieg jetzt! Umschulung aller zur Zeit in der Kohleindustrie Angestellten in klimaneutrale Energiezweige, bei vollem Personal- und Lohnausgleich!
-Vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien!
-Ticketloser ÖPNV durch eine gestaffelte Finanzierung!
-Überführung der größten Energiekonzerne in Gemeineigentum unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch gewählte Vertreter*innen aus den Reihen der Beschäftigten, arbeitenden Bevölkerung unter Einbeziehung von Vertreter*innen von Verbraucher- und Umweltschutz-Organisationen!
-Entschädigungszahlungen der Konzerne unter Verrechnung erhaltener Subvention und Kosten der verursachten Umweltschäden!
-Demokratische Kooperation und nachhaltige Planung aller Energieerzeugungen entsprechend den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt!
Nur mithilfe vernünftig ausformulierten Forderungen und konkreten Ansätzen wird es möglich sein, noch mehr Menschen zu erreichen, da die bisherige unkonkrete Forderung der „Friday for Future“-Bewegung zwar jede*n anspricht, aber keine Lösung für die Probleme anbietet.


Aber klar, da will niemand Kinder instrumentalisieren. Es geht natürlich nur darum den Kindern zu helfen sich anständig zu artikulieren ... :rolleyes:

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