Lügenpresse oder Realitätspresse

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Keoma
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Keoma » Mi 26. Jun 2019, 09:59

Uffhausen hat geschrieben:(26 Jun 2019, 04:24)

Und daraus belegt sich auch, dass diese links orientierten Journalisten die Medien mit entsprechender politischer Propaganda verseuchen um die Menschen zu manipulieren - oder ist dass nur eine ungesicherte Behauptung, die nur angebracht erscheint, weil sie zufälligerweise dazu "passt"? Anbei: Inwiefern "passt"? Wie ein Puzzle-Teil zum anderen "passt", oder "passt" es grade nur in die politische Stimmung Deutschlands - oder "passt" das vielleicht nur einigen moralapostolischen Wutbürgern in ihre Scheinargumente-Sammlung? :s

Sei 's drum. Selbst wenn es "passt" wie die Faust auf's Auge, fehlt zur endgültigen Beweisführung von "linksgrünversifften" Medien immer noch der Beleg für die ABSICHT, sowie für den ERFOLG - in beiden Fällen VON LINKSGRÜNER PROPAGANDA!

Der Beleg für mehrheitlich linksorientierte Journalisten und dem hier immer wieder aufgeführten Verweis, dass der Mensch nun mal beeinflussbar ist und somit für Propaganda jedweder Art anfällig, REICHT NICHT ENDGÜLTIG AUS! Ansonsten müsste es auch als endgültiger Beweis ausreichen, dass jemand ein hundsgemeiner Nazi ist, nur weil er bei der AfD sein Wahlkreuz gesetzt hat. Oder jemand ein demokratiefeindlicher Extremist, nur weil er muslimischen Glaubens ist. Oder Frauen beschränkter als Männer nur weil es das sexistische Klischee so vorschreibt. Die Liste ließe sich ewig fortsetzen.

Und komme mir jetzt bitte keiner mit Äpfeln und Birnen. Das wäre dann nur ein offensichtliches Ausweichmanöver.

Und dann gäbe es ja noch quasi das Gegenteil von "linksgrünversifft" - nämlich "rechtsbraunverseucht". Wie steht's denn damit? Der (lückenhaften und somit bislang UNGLAUBWÜRDIGEN!) Logik gemäß "linksgrünversiffter" Medienpropaganda, müsste dann doch auch eine "rechtsbraunverseuchte" Medienpropaganda existieren. Oder ist die in Deutschland politisch immer stärker werdende AfD, der zunehmende Rechtspopulismus in Europa, der weltweit ansteigende Antisemitismus usw. = ist das nicht Realität, sondern ALLES nur absichtliche und erfolgreiche linksgrüne Medienpropaganda??? :?:


Erstens verwende ich den Begriff "linksgrünversifft" nicht, wen es ein Irrtum ist anstatt eines Unterstellungsversuches lassen wir es dabei.
Zweitens wurde es schon wiederholt belegt, dass Medien durch eine gezielte Berichterstattung versucht haben, die Leser quasi zu erziehen.
Natürlich gibt es auch rechtslastige Medien.
Aber die Mehrheit ist andersrum gestrickt, kommt natürlich auch auf die Themen an.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 10:01

ThorsHamar hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:33)

In diese Reihe gehört auch der Umgang mit der AfD und das Stürzen auf jeden Fehler einer ziemlich neuen, ich sage mal; "Amateur"- Partei.
Erinnert mich an die Berichterstattung der damaligen CDU und SPD Medien über die Grünen und hier in Berlin die AL in den 80ern, bevor diese lernten, wie man als Partei stromlinienförmiger wird.


In dem Fall wird sich noch zeigen müssen, ob die AfD "angepasster" wird. In meinen Augen hat sie sich über die Jahre immer weiter radikalisiert. Die Grünen wären daran in ihren Anfangsjahren beinahe gescheitert. Davon abgesehen, natürlich stürzt man sich auf die Fehler der Parteien, gerade der AfD. Die AfD liegt eben nicht im Mainstream und wird deshalb kritisch beäugt. Das ist in der Kultur und Wirtschaft auch nicht viel anders.

ThorsHamar hat geschrieben:Die "Berichterstattung" zu Chemnitz war eine journalistische Katastrophe. Ich erwähne hier jetzt nur die manipulative Bildauswahl zur "Menschenjagd" ....


Ich fand die damalige Diskussion über die Deutung des Begriffs "Menschenjagd" ziemlich albern. Da würde auch mächtig Wortklauberei betrieben. Kann mir gut vorstellen, dass Dir diese kleinkarierte Auseinandersetzung über Worte und Wortbedeutungen gefallen hat. ;) Letztlich waren sich aber alle einig, was die Neonazis in Chemnitz da veranstaltet haben, war einfach unterirdisch.

ThorsHamar hat geschrieben:Zusammenfassung:
Ich sehe eine stete, subtile bis freche Manipulation durch linke Journalisten, welche imho verantwortungslos die Demokratie erheblich beschädigen.


Ich sehe es nicht so. Aber das ist ja das gute an der Demokratie, dass man das anders sehen darf, ohne sich dabei die Köpfe einzuschlagen. :)

ThorsHamar hat geschrieben:Es hat hier ja keinen Sinn, aber ich tue es trotzdem:
Ich kenne einige Journalisten persönlich ....


Ist doch nichts schlechtes. ;) Ich habe zwei ehemalige Journalisten im unmittelbaren Bekanntenkreis.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 10:07

Keoma hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:59)

Zweitens wurde es schon wiederholt belegt, dass Medien durch eine gezielte Berichterstattung versucht haben, die Leser quasi zu erziehen.


Das würde einen Vorsatz voraussetzen. Wo hat man diesen nachgewiesen? Ich kann mir vorstellen, dass manche glauben, dass Zeitungen sie erziehen wollen. Nur glaube ich nicht, dass sich ein Journalist hinsetzt und sich fragt, wie kann ich heute das Volk umerziehen. Wie schon mehrfach geschrieben wurde "gezielte Berichterstattung" ist vom Grundgesetz gedeckt. Eine Zeitung darf parteiisch sein. Das hat dann zwar nichts mehr mit guten Journalismus zu tun, aber legitim wäre es schon.

Keoma hat geschrieben:Natürlich gibt es auch rechtslastige Medien.
Aber die Mehrheit ist andersrum gestrickt, kommt natürlich auch auf die Themen an.


Vor der eigentlichen Frage drückt man sich hier. Wieso gibt es denn so wenige "rechtslastige" Medien? Könnte es nicht einfach daran liegen, dass der Bedarf dafür wenig ausgeprägt ist?
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon ThorsHamar » Mi 26. Jun 2019, 10:15

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 10:01)

In dem Fall wird sich noch zeigen müssen, ob die AfD "angepasster" wird. In meinen Augen hat sie sich über die Jahre immer weiter radikalisiert. Die Grünen wären daran in ihren Anfangsjahren beinahe gescheitert. Davon abgesehen, natürlich stürzt man sich auf die Fehler der Parteien, gerade der AfD. Die AfD liegt eben nicht im Mainstream und wird deshalb kritisch beäugt. Das ist in der Kultur und Wirtschaft auch nicht viel anders.



Ich fand die damalige Diskussion über die Deutung des Begriffs "Menschenjagd" ziemlich albern. Da würde auch mächtig Wortklauberei betrieben. Kann mir gut vorstellen, dass Dir diese kleinkarierte Auseinandersetzung über Worte und Wortbedeutungen gefallen hat. ;) Letztlich waren sich aber alle einig, was die Neonazis in Chemnitz da veranstaltet haben, war einfach unterirdisch.



Ich sehe es nicht so. Aber das ist ja das gute an der Demokratie, dass man das anders sehen darf, ohne sich dabei die Köpfe einzuschlagen. :)



Ist doch nichts schlechtes. ;) Ich habe zwei ehemalige Journalisten im unmittelbaren Bekanntenkreis.


Der erste Teil meines Postings, also der erklärende Teil, war bei Dir wohl nicht sichtbar? :cool:
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Keoma » Mi 26. Jun 2019, 10:19

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 10:07)

Das würde einen Vorsatz voraussetzen. Wo hat man diesen nachgewiesen? Ich kann mir vorstellen, dass manche glauben, dass Zeitungen sie erziehen wollen. Nur glaube ich nicht, dass sich ein Journalist hinsetzt und sich fragt, wie kann ich heute das Volk umerziehen. Wie schon mehrfach geschrieben wurde "gezielte Berichterstattung" ist vom Grundgesetz gedeckt. Eine Zeitung darf parteiisch sein. Das hat dann zwar nichts mehr mit guten Journalismus zu tun, aber legitim wäre es schon.



Vor der eigentlichen Frage drückt man sich hier. Wieso gibt es denn so wenige "rechtslastige" Medien? Könnte es nicht einfach daran liegen, dass der Bedarf dafür wenig ausgeprägt ist?


Nein, natürlich kein Vorsatz, die schreiben nur ein paar zufällige Sätze.
Oj.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 11:35

ThorsHamar hat geschrieben:(26 Jun 2019, 10:15)

Der erste Teil meines Postings, also der erklärende Teil, war bei Dir wohl nicht sichtbar? :cool:


Doch, den habe ich mitbekommen. Ich wollte nur nicht alles kommentieren. ;)
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 11:36

Keoma hat geschrieben:(26 Jun 2019, 10:19)

Nein, natürlich kein Vorsatz, die schreiben nur ein paar zufällige Sätze.
Oj.


Ja was denn nun? Bei jemanden Vorsatz zu beweisen, ist alles andere als leicht.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 11:37

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:16)

*lach* Sehr schön. :)

Und wie soll sich dieses defiziteres Geschäftsmodell finanziell tragen? Das ginge nur mit Betrug der Werbekunden.

Entsprechend werden extrem Kosten bei den Zeitungen eingespart. Bekommst Du denn gar nichts mit?


Nein, ähmmm - Du bekommst nicht alle Fakten dazu zusammen. Parteispenden, Vergleiche, politische Einflissnahme....


Eins musst Du mir erklären - Du gehst Linksgrün vorgespannt beim Klimawandel vor....aber bei der Presse ist ALLES ANDERS - hier sind friedliche "Nachrichtenhändler am WERK ?
Erst gannnnnanz FERN in Nordkorea soll es ein paar Propagandisten geben ?

Der Werbekunde ist BESTANDTEIL des Systems - der "Sponsor" des Rennstalls. :D :D :D

Wo werden KOSTEN bei Zeitungen GESPART ? ? Eher doch an der Umwelt. Bedrucktes Papier - das am Abend das Geld nicht mehr WERT ist - im Computerzeitalter... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Selina » Mi 26. Jun 2019, 12:43

Interessante Studie zum Medien-Vertrauen der Deutschen. Die Polarisierung nimmt zu. Die einen vertrauen den Medien mehr als noch vor Jahren, die anderen weniger.

Zitat:

Die „Lügenpresse“-Debatte ist abgeflaut, aber ihre Spuren sind weiterhin sichtbar. Die neue „Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen“ zeigt dazu zwei Trends. Bei 44 Prozent der Bürger ist die Glaubwürdigkeit der Medien hoch. Das ist ein geringer Zuwachs im Vergleich mit 2017 (42 Prozent) und 2016 (41 Prozent) und ein großer zu 2015, als der Wert bei 28 Prozent lag. Andererseits, und darauf weisen die Forscher des Instituts für Publizistik an der Uni Mainz hin, „haben sich pausche Kritik und Polemik verfestigt“. Jeder vierte Bürger in Deutschland hält die Medien in Deutschland nicht für glaubwürdig und wirft ihnen gezielte Manipulation vor. Diese Entwicklung in Zahlen: 2018 22 Prozent, 2017 17 Prozent, 2016 22 Prozent, 2015 19 Prozent.

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 72144.html

Korrektur: Dieses "pausche" im Text soll sicher "pauschale" heißen.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Senexx » Mi 26. Jun 2019, 12:48

Ja, die Deutschen verstehen immer besser. Sie beginnen, die Lügenmedien zu entlarven.
Ich verwende niemals "copy+paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Nieder mit dem Extremismus: Wider SED, AfD und Grüne!
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 13:00

Teeernte hat geschrieben:(26 Jun 2019, 11:37)

Nein, ähmmm - Du bekommst nicht alle Fakten dazu zusammen. Parteispenden, Vergleiche, politische Einflissnahme....


Eins musst Du mir erklären - Du gehst Linksgrün vorgespannt beim Klimawandel vor....aber bei der Presse ist ALLES ANDERS - hier sind friedliche "Nachrichtenhändler am WERK ?
Erst gannnnnanz FERN in Nordkorea soll es ein paar Propagandisten geben ?

Der Werbekunde ist BESTANDTEIL des Systems - der "Sponsor" des Rennstalls. :D :D :D


Zum einen, ich glaube nicht, dass Zeitungen von Parteispenden leben. Da sind Parteien oft noch ärmer als Zeitungen. Viele parteieigene Zeitungen mussten ihre Ausgabe einstellen, weil es zum Verlustgeschäft wurden. Selbst der CSU-eigene Bayernkurier wird demnächst eingestellt.

Das mit Zeitungen auch hierzulande Propaganda gemacht wird, streitet niemand ab. Die Vorstellungen, dass Zeitungen nur da sind, um die Menschen zu erziehen und es um politische Macht geht und es völlig egal ist, wie viel Verlust Zeitungen machen, ist dagegen ziemlich absurd. Das Zeitungswesen ist ein kommerzielles Geschäft. Genauso wie der Büchermarkt oder das Filmwesen. Wenn es sich für einen Zeitungsverlag nicht rentiert, muss er entweder versuchen die Kosten zu senken, oder stellt die Zeitung ein.

Teeernte hat geschrieben:Wo werden KOSTEN bei Zeitungen GESPART ? ?


Ja wo denn wohl? Redaktionen werden zusammengelegt, aus Festanstellungen werden freie Mitarbeiter, Löhne gekürzt, Reportagen eingekauft, Seitenzahl verringert, Rationalisierung. Mach doch mal die Augen auf.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 13:02

Selina hat geschrieben:(26 Jun 2019, 12:43)

Interessante Studie zum Medien-Vertrauen der Deutschen. Die Polarisierung nimmt zu. Die einen vertrauen den Medien mehr als noch vor Jahren, die anderen weniger.

Zitat:

Die „Lügenpresse“-Debatte ist abgeflaut, aber ihre Spuren sind weiterhin sichtbar. Die neue „Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen“ zeigt dazu zwei Trends. Bei 44 Prozent der Bürger ist die Glaubwürdigkeit der Medien hoch. Das ist ein geringer Zuwachs im Vergleich mit 2017 (42 Prozent) und 2016 (41 Prozent) und ein großer zu 2015, als der Wert bei 28 Prozent lag. Andererseits, und darauf weisen die Forscher des Instituts für Publizistik an der Uni Mainz hin, „haben sich pausche Kritik und Polemik verfestigt“. Jeder vierte Bürger in Deutschland hält die Medien in Deutschland nicht für glaubwürdig und wirft ihnen gezielte Manipulation vor. Diese Entwicklung in Zahlen: 2018 22 Prozent, 2017 17 Prozent, 2016 22 Prozent, 2015 19 Prozent.

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 72144.html

Korrektur: Dieses "pausche" im Text soll sicher "pauschale" heißen.


....Linksgrüne AfD Vertreter vertrauen der Presse nicht... :D :D :D

Der harte Kern der Kritiker findet sich an den Rändern des politischen Links-Rechts-Spektrums. Sie sind formal weniger gebildet, politisch weniger interessiert und schauen mit größerer Sorge in ihre wirtschaftliche Zukunft als die Nutzer mit starkem Medienvertrauen.


Alles Die , die nicht lesen können..

Geschrieben von einem MEDIENForscher....
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 13:04

Selina hat geschrieben:(26 Jun 2019, 12:43)

Interessante Studie zum Medien-Vertrauen der Deutschen. Die Polarisierung nimmt zu. Die einen vertrauen den Medien mehr als noch vor Jahren, die anderen weniger.

Zitat:

Die „Lügenpresse“-Debatte ist abgeflaut, aber ihre Spuren sind weiterhin sichtbar. Die neue „Mainzer Langzeitstudie Medienvertrauen“ zeigt dazu zwei Trends. Bei 44 Prozent der Bürger ist die Glaubwürdigkeit der Medien hoch. Das ist ein geringer Zuwachs im Vergleich mit 2017 (42 Prozent) und 2016 (41 Prozent) und ein großer zu 2015, als der Wert bei 28 Prozent lag. Andererseits, und darauf weisen die Forscher des Instituts für Publizistik an der Uni Mainz hin, „haben sich pausche Kritik und Polemik verfestigt“. Jeder vierte Bürger in Deutschland hält die Medien in Deutschland nicht für glaubwürdig und wirft ihnen gezielte Manipulation vor. Diese Entwicklung in Zahlen: 2018 22 Prozent, 2017 17 Prozent, 2016 22 Prozent, 2015 19 Prozent.

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 72144.html

Korrektur: Dieses "pausche" im Text soll sicher "pauschale" heißen.


Danke für den Artikel. Ich kenne die Zahlen auch und hatte schon überlegt, diese mal reinzusetzen. Das Misstrauen gegenüber den (Massen-)Medien ist beiweiten nicht mehr so groß, wie manche meinen. Ich denke das hat auch damit zu tun, weil insbesondere Zeitungen mehr auf ihre eigene Vielfalt achten und man dazugelernt hat.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 13:07

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 13:00)

Zum einen, ich glaube nicht, dass Zeitungen von Parteispenden leben. Da sind Parteien oft noch ärmer als Zeitungen. Viele parteieigene Zeitungen mussten ihre Ausgabe einstellen, weil es zum Verlustgeschäft wurden. Selbst der CSU-eigene Bayernkurier wird demnächst eingestellt.

Das mit Zeitungen auch hierzulande Propaganda gemacht wird, streitet niemand ab. Die Vorstellungen, dass Zeitungen nur da sind, um die Menschen zu erziehen und es um politische Macht geht und es völlig egal ist, wie viel Verlust Zeitungen machen, ist dagegen ziemlich absurd. Das Zeitungswesen ist ein kommerzielles Geschäft. Genauso wie der Büchermarkt oder das Filmwesen. Wenn es sich für einen Zeitungsverlag nicht rentiert, muss er entweder versuchen die Kosten zu senken, oder stellt die Zeitung ein.



Ja wo denn wohl? Redaktionen werden zusammengelegt, aus Festanstellungen werden freie Mitarbeiter, Löhne gekürzt, Reportagen eingekauft, Seitenzahl verringert, Rationalisierung. Mach doch mal die Augen auf.



Du brauchst nicht versuchen meinen Text hier herumzudrehen. Ich hab nichts davon geschrieben - dass Zeitungen "Parteispenden" bekommen.

Eine Parteispende bekommt eine Partei So wie es das WORT PARTEISPENDE aussagt.

Eine Parteispende ist keine Spende an einen VERLEGER -

Ganz klar ....Kapitalismus (CO2) SCHLECHT - aber Papier bedruckt .....GUUUT - Weiter so auf dem bewährten Kurs.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffhausen » Mi 26. Jun 2019, 13:13

Keoma hat geschrieben:(26 Jun 2019, 09:59)
Zweitens wurde es schon wiederholt belegt, dass Medien durch eine gezielte Berichterstattung versucht haben, die Leser quasi zu erziehen.

Belegt inwiefern?

Dient lediglich ein persönlicher Eindruck als Beleg (z. B. weil ein Journalist, aus welchem Grund auch immer, eine anderslautende politische Meinung nicht anspricht oder diese negativiert, weswegen man davon ausgehen kann, dass...) oder dient ein unmissverständlicher Fakt als Beleg (z. B. ein Journalist bekennt sich öffentlich zum politischen linken Lager und dass er im Sinne und zum Zwecke linker Parteiideologie auch seine Arbeit ausführt)?

Wenn wir von letzterem ausgehen: Wie viele entsprechende "Geständnisse" von Journalisten liegen vor? Eins? Zwei? Mehr? Und deswegen schließt man auf ALLE (oder die Mehrheit)? Womit wir wieder bei persönlicher Eindruck ist nicht gleich unmissverständlicher Fakt wären.

Ich würde die Geschichte von linkspolitisch bestimmter und entsprechend propagantistischer Medienlandschaft, ja gerne glauben - aber sie ist mich, gemessen an der Schwere des Vorwurfs, allzu lückenhaft. Viel zu leicht kann hier genausogut rechtspolitische Stimmungsmache unterstellt werden = und genau DAS muss aus Gründen der Glaubwürdigkeit ausgeschlossen werden können. Ansonsten ist die Geschichte sozusagen aus der Vogelperspektive betrachtet, mehr als lächerlich, wenn nicht gar komplett idiotisch. Dann ist es nämlich nur ein (weiterer) Krampf-Kampf der politischen Ränder gegeneinander.

Vergleichsbeispiel: Es soll auch Belege dafür geben, dass einzelne AfD-Politiker die deutsche Medienlandschaft entsprechend ihrer Parteiideologie umformen wollen - und bei manchen erweckt das einen oder mehrere veschiedene Eindrücke = aber ist es deswegen gerechtfertigt, bzw. belegt, dass die AfD insgesamt (incl. ihrer Wählerschaft) der Pressefreiheit gegenüber feindlich aufgestellt ist? NEIN!


Natürlich gibt es auch rechtslastige Medien.
Aber die Mehrheit ist andersrum gestrickt, kommt natürlich auch auf die Themen an.

Dass du ansprichst, dass es natürlich auch auf die Themen ankommt, ist außerordentlich interessant - weil auch diesbezüglich noch so einiges an Belegen fehlt:

Sind die (mehrheitlichen) Medien denn komplett linkslastig - oder sind es doch nur einige (wenige) Medien-Themen, auf die der Propaganda-Vorwurf zutrifft? Und:

Sind die Journalisten, die sich zum linken Lager bekennen, denn auch alle in Themen-Ressorts tätig, wo linkspolitische Propaganda möglich und machbar ist?
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Selina » Mi 26. Jun 2019, 13:17

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 13:04)

Danke für den Artikel. Ich kenne die Zahlen auch und hatte schon überlegt, diese mal reinzusetzen. Das Misstrauen gegenüber den (Massen-)Medien ist beiweiten nicht mehr so groß, wie manche meinen. Ich denke das hat auch damit zu tun, weil insbesondere Zeitungen mehr auf ihre eigene Vielfalt achten und man dazugelernt hat.


Ja, vielleicht. Und das hängt auch damit zusammen, dass den "Lügenpresse"-Rufern das Futter ausgeht. 2015 ist eben lange vorbei ;)
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 13:19

Teeernte hat geschrieben:(26 Jun 2019, 13:07)

Du brauchst nicht versuchen meinen Text hier herumzudrehen. Ich hab nichts davon geschrieben - dass Zeitungen "Parteispenden" bekommen.

Eine Parteispende bekommt eine Partei So wie es das WORT PARTEISPENDE aussagt.

Eine Parteispende ist keine Spende an einen VERLEGER -


Und was sollte das dann mit: "Nein, ähmmm - Du bekommst nicht alle Fakten dazu zusammen. Parteispenden, Vergleiche, politische Einflissnahme...." Einfach nur mal in den Raum geworfen? Ich gebe offen zu, dass ich Dein Post mal frei interpretiert habe, weil mit unvollständigen Sätzen ist das schon ein weng schwer.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 13:32

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 13:19)

Und was sollte das dann mit: "Nein, ähmmm - Du bekommst nicht alle Fakten dazu zusammen. Parteispenden, Vergleiche, politische Einflissnahme...." Einfach nur mal in den Raum geworfen? Ich gebe offen zu, dass ich Dein Post mal frei interpretiert habe, weil mit unvollständigen Sätzen ist das schon ein weng schwer.


Eben Du bekommst die FAKTEN nicht zusammen.

Den kleinen Werbemittelverteiler hat man verknackt. Nicht den Verlag, den Verleger....der die KOSTEN des nicht erfolgten Druckes, der nicht erfolgten Verteilung als Kosten abgerechnet hat... und den Betrug der Werbeklienten des Erzeugnisses ...

Also - wenn Du mal einen ECHTEN Zeitungsfritzen triffst -..... frag mal nach dem Fall "Rosen" - das liegt bei JEDEM im Giftschrank. (mehrere Akten).

(Die Sendeanstalten haben die Dokumente auch ).
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Sören74 » Mi 26. Jun 2019, 17:08

Teeernte hat geschrieben:(26 Jun 2019, 13:32)

Den kleinen Werbemittelverteiler hat man verknackt.


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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Jun 2019, 17:12

Sören74 hat geschrieben:(26 Jun 2019, 17:08)

Wer ist man?


Der Richter.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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