Lügenpresse oder Realitätspresse

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JJazzGold
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon JJazzGold » Fr 31. Aug 2018, 19:56

yogi61 hat geschrieben:(31 Aug 2018, 19:51)

Man muss da auch nicht hyperventilieren. Journalist haben immer schon indirekt auch Politik gemacht. Ist auch nicht weiter schlimm.


Die Einwirkung verdünnt sich ohnehin mit der Bandbreite.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Neandertaler » Fr 31. Aug 2018, 22:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(31 Aug 2018, 18:59). Das unsere Presse den Politikern gegenüber willfährig wäre ist ebenfalls völlig aus der Luft gegriffen. Es sind schon viele deutsche Politker über die Presse zu Fall gekommen. Eine willfährige Presse findest du in der Türkei und in Russland.

Ich habe ja manchmal eher denn Eindruck unsere Politiker sind der Presse willfährig.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Kritikaster » Sa 1. Sep 2018, 03:21

MäckIntaier hat geschrieben:(31 Aug 2018, 20:47)

Wo kein Wert ist, entsteht logischerweise auch kein Mehrwert, könnte eine mögliche Entgegnung lauten.

Ja, könnte sie, wenngleich das nichts an der argumentativen Armut der von der Teilnahme ausgeschlossenen Dampfplauderer änderte.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon omegaunion » Sa 1. Sep 2018, 07:37

Es kommt gar nicht mal so sehr darauf an was die Presse schreibt, sondern wie.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Bartleby » Sa 1. Sep 2018, 10:38

Kritikaster hat geschrieben:(01 Sep 2018, 03:21)

Ja, könnte sie, wenngleich das nichts an der argumentativen Armut der von der Teilnahme ausgeschlossenen Dampfplauderer änderte.


Würde man mindestens +1 benötigen, um einen Wert zu haben, und alles darüber hinaus wäre Mehrwert, dann spielt für einen Betrachter alles unter +1 keine Rolle mehr, wenn Inhalt das Kriterium für die Wertermittlung ist. Der Demokratie und dem Ruf der Medien stünde es gut zu Gesicht, wenn man Talkshows abschaffen würde. "Lügenpresse" ist ganz bestimmt ein nah an einer Verschwörungstheorie konstruierter Begriff, aber Talkshows mag man getrost und verschwörungstheorienfrei ein reines Verblödungs- und Täuschungsformat nennen. Der Ort für politische Auseinandrsetzung wäre das Parlament, Aufgabe des Fernsehens ist nicht, die Auseinandersetzung vom Plenum des Bundestages ins Fernsehstudio zu verlagern, sondern wäre die kritische Hinterfragung dessen, worum gestritten wird.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Wähler » Sa 1. Sep 2018, 10:54

MäckIntaier hat geschrieben:(01 Sep 2018, 10:38)
"Lügenpresse" ist ganz bestimmt ein nah an einer Verschwörungstheorie konstruierter Begriff, aber Talkshows mag man getrost und verschwörungstheorienfrei ein reines Verblödungs- und Täuschungsformat nennen. Der Ort für politische Auseinandrsetzung wäre das Parlament, Aufgabe des Fernsehens ist nicht, die Auseinandersetzung vom Plenum des Bundestages ins Fernsehstudio zu verlagern, sondern wäre die kritische Hinterfragung dessen, worum gestritten wird.

Es gibt auch gute Talkshows wie den Presseclub. Weniger wäre hier allerdings mehr. Es ist die Frage, ob sich die vielen unterschiedlichen neuen Milieus und Sozialbewegungen auch im Bundestag repräsentativ widerspiegeln. Die Parteienlandschaft ist bekanntlich im Umbruch. Social Media beeinflusst die Politische Kultur zur Zeit stärker, als die alten langweiligen Talksshow-Formate.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Sa 1. Sep 2018, 11:31

Wie die Medien die Menschen manipulieren ist auch an folgendem Beispiel zu erkennen. Man hat ja nach den Demonstrationen in Chemnitz ständig davon gesprochen, "dass die Demokratie in Gefahr ist". Erklärt hat man das nicht, sondern nur diese Phrasen reingeworfen.

Anscheinend hat es gewirkt. Laut einer ZDF-Umfrage sehen jetzt 75% der Bürger die "Demokratie in Gefahr". Wieviele der 75% können ihre Entscheidung auch begründen?

https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... ratie.html

Ich denke, hier im Forum sind auch viele, die bei der Umfrage zu den 75% gehören. Kann mir mal von jemand von denen im Detail erklären, wie gerade Chemnitz die Demokratie gefährdet? Sind Bestandteile der Demokratie bald nicht mehr vorhanden, also keine Meinungsfreiheit mehr, keine freien Wahlen mehr..usw ?

Bin mal auf eure Fakten gespannt.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon JJazzGold » Sa 1. Sep 2018, 12:31

Das schreibt die internationale Presse bezüglich der Vorkommnisse in Sachsen. In Auszügen

Die Times of Israel geht auf die Sonderrolle von Sachsen ein: Besonders das Bundesland sei ein "Zentrum für die hasserfüllte Opposition gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Entscheidung von 2015, die Grenzen offen zu halten." Die Hauptstadt Dresden sei schon lange die "Ikone für Neonazis" gewesen, die dort an die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnerten. "Später wurde die Stadt zum Geburtsort für Pegida."

Der britische Guardian geht auf den Haftbefehl gegen einen der mutmaßlichen Messerstecher von Chemnitz ein, der im Internet kursiert. "Das Leak befeuert vorhandene Befürchtungen über gute Beziehungen zwischen Sachsens Polizei, der Antieinwanderungspartei Alternative für Deutschland und den Pegida-Demonstranten, was zu dem Spitznamen Pegizei geführt hat."

Die Affäre habe Spannungen über die Migrationspolitik in Deutschland wiederbelebt, nachdem vor drei Jahren etwa eine Million Flüchtlinge kam, schreibt die französische Tageszeitung Le Monde. "In Sachsen, einer Region mit gerade mal 4,4 Prozent Migranten, beklagt die türkische Gemeinde die pogromartige Stimmung."

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... xtremismus
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffhausen » Sa 1. Sep 2018, 13:05

omegaunion hat geschrieben:(01 Sep 2018, 07:37)

Es kommt gar nicht mal so sehr darauf an was die Presse schreibt, sondern wie.
Bewusst manipulativ, steuern und auch hetzerisch wenn es nur die falsche Moral betrifft.

Ich finde nicht, dass es drauf ankommnt, wie die Presse schreibt, sondern wie jeder einzelne damit umgeht.

Wer Manipulation unterstellt, der ist in meinen Augen manipulierbar.

Wer Meinungsbeeinflußung unterstellt, hat meiner Meinung nach selbst keine eigene Meinung.

Wer Hetze unterstellt, ist aus meiner Sicht selbst der Hetze schuldig.

So erfahre ich es u. a. hier im Forum immer wieder auf's Neue. Man sollte ja eigentlich meinen, dass diejenigen, die "Lügenpresse" unterstellen, gemeinte Medien der Logik halber verweigen/ablehnen und sich Alternativen suchen. Stattdessen scheinen "Lügenpresse"-Überzeugte mit die eifrigsten Konsumenten eben dieser Medien zu sein. Quasi wie wenn ein überzeugter Nichtraucher eine Kippe nach der anderen qualmt, und tatsächlich meint, er könne damit Raucher zu Nichtrauern machen.

Und ganz wichtig zu erwähnen finde ich ist, dass "Lügenpresse" ja nur einen Bruchteil der insgesamten Medienberichterstattung betrifft; ganz bestimmte Themen wie bspw. Flüchtlings- und EU-Politik oder das mediale Meinungsbild über Trump und Putin. In persönlichen Gesprächen mit "Lügenpresse"-Überzeugten habe ich mal wissen wollen, ob die Berichterstattungen der Medien über die Türkei/Erdogan auch "Lügenpresse" seien, bzw. von der Merkel höchstpersönlich vorgegeben. Da hat man mir den Vogel gezeigt und seltsamerweise urplötzlich die "freie und unabhängige" Presse in Deutschland gehuldigt. Das hat mich doch sehr verwundert - da doch die deutsche Flüchtlingskrise und der Konflikt zwischen Deutschland und der Türkei längere Zeit parallel abliefen. Das heißt also, wenn bspw. auf einer Zeitungsseite über beide Themen berichtet wurde - der erste erzählt bspw. grundweg positiv über den gesellschaftlichen Willen zur Flüchtlingsintegration und der zweite erzählt bspw. grundweg negativ über den Demokratie-Zerfall in der Türkei und seine Folgen, dann ist der erste gelogen, weil inszeniert und manipulativ und der zweite wahr, weil frei und unabhängig. Versteh' ich nicht. Hat mir bislang auch niemand erklären können. :s
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffhausen » Sa 1. Sep 2018, 13:23

sunny.crockett hat geschrieben:(01 Sep 2018, 11:31)


Bin mal auf eure Fakten gespannt.

Ich gehöre nicht zu den 75%.

Aber ich empfinde es halt höchst fragwürdig, dass Menschen ausschließlich wegen eines Mordes durch einen Flüchtling an einem Deutschen in Rage geraten und ggf. auf die Straße gehen, die Sicherheit in Deutschland bezweifeln, rechtslastige Parteien wählen, gegen Presse und Medien hetzen und diverse Verschwörungstheorien anzetteln usw.

Ein Mord von einem Deutschen an einem Deutschen würde nie und nimmer auch nur ansatzweise ein derartiges Gedöns verursachen - WARUM? Weil man hinterher nicht sagen kann "Hätte die Merkel nicht und dann könnte der Mensch noch leben"? Also ist Mord nicht gleich Mord, es gibt Unterschiede. Wenn man einem Mord nicht der Merkel in die Schuhe schieben kann, ist er nichts wert. Dann ist auch der Ermordete nichts wert. Traurige Entwicklung. Armes Deutschland.

Nein, die Demokratie sehe ich nicht in Gefahr - aber die gesellschaftliche Moral ist nur noch zum kotzen! :dead:
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Bartleby » Sa 1. Sep 2018, 13:26

Uffhausen hat geschrieben:(01 Sep 2018, 13:05)

Ich finde nicht, dass es drauf ankommnt, wie die Presse schreibt, sondern wie jeder einzelne damit umgeht.

Wer Manipulation unterstellt, der ist in meinen Augen manipulierbar.



Das würde eine Sprachbeherrschung voraussetzen, die 95 % der Bevölkerung nicht haben. Denn um zu erkennen, was manipulaitv ist oder nicht, müsste man jeden Sachverhalt ziemlich genau verstehen, um feststellen zu können, ob Begriffe angemessen oder unangemessen gesetzt sind. Angesichts dessen, was Aufgabe der Presse wäre, dürfte dort keiner schreiben, der nicht zu den 5 % gehört. Doch gehören fast alle Journalisten den 95 % an, gehen also überwiegend gedankenlos mit Sprache um und sind sich nicht im Klaren, welcher Ausdruck wertend ist und welcher nicht. Davon abgesehen, dass der Superlativ sich immer am besten verkauft.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Uffhausen » Sa 1. Sep 2018, 13:38

MäckIntaier hat geschrieben:(01 Sep 2018, 13:26)

Das würde eine Sprachbeherrschung voraussetzen, die 95 % der Bevölkerung nicht haben. Denn um zu erkennen, was manipulaitv ist oder nicht, müsste man jeden Sachverhalt ziemlich genau verstehen, um feststellen zu können, ob Begriffe angemessen oder unangemessen gesetzt sind. Angesichts dessen, was Aufgabe der Presse wäre, dürfte dort keiner schreiben, der nicht zu den 5 % gehört. Doch gehören fast alle Journalisten den 95 % an, gehen also überwiegend gedankenlos mit Sprache um und sind sich nicht im Klaren, welcher Ausdruck wertend ist und welcher nicht. Davon abgesehen, dass der Superlativ sich immer am besten verkauft.

Hm. Gehöre ich dann zu den 5%, weil ich mich nicht von Superlativen beeinflußen lasse?

Obgleich ich sie nicht gezielt suche und folglich erkenne - ich bin schlicht dazu erzogen worden, mir meine eigene Meinung zu etwas zu bilden.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon omegaunion » Sa 1. Sep 2018, 14:23

Uffhausen hat geschrieben:(01 Sep 2018, 13:05)

Ich finde nicht, dass es drauf ankommnt, wie die Presse schreibt, sondern wie jeder einzelne damit umgeht.

Wer Manipulation unterstellt, der ist in meinen Augen manipulierbar.

Wer Meinungsbeeinflußung unterstellt, hat meiner Meinung nach selbst keine eigene Meinung.

Wer Hetze unterstellt, ist aus meiner Sicht selbst der Hetze schuldig.



Und wer Diebstahl erkennt ist selber ein Dieb? Das Prinzip des Moralausgleiches, bei dem eine Krähe der anderen kein Auge auspickt funktionert gewiss in der Politik, sollte aber nicht Maßstab einer Gesellschaft sein.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Sa 1. Sep 2018, 15:22

Uffhausen hat geschrieben:(01 Sep 2018, 13:23)

Ich gehöre nicht zu den 75%.

Aber ich empfinde es halt höchst fragwürdig, dass Menschen ausschließlich wegen eines Mordes durch einen Flüchtling an einem Deutschen in Rage geraten und ggf. auf die Straße gehen, die Sicherheit in Deutschland bezweifeln, rechtslastige Parteien wählen, gegen Presse und Medien hetzen und diverse Verschwörungstheorien anzetteln usw.

Ein Mord von einem Deutschen an einem Deutschen würde nie und nimmer auch nur ansatzweise ein derartiges Gedöns verursachen - WARUM? Weil man hinterher nicht sagen kann "Hätte die Merkel nicht und dann könnte der Mensch noch leben"? Also ist Mord nicht gleich Mord, es gibt Unterschiede. Wenn man einem Mord nicht der Merkel in die Schuhe schieben kann, ist er nichts wert. Dann ist auch der Ermordete nichts wert. Traurige Entwicklung. Armes Deutschland.

Nein, die Demokratie sehe ich nicht in Gefahr - aber die gesellschaftliche Moral ist nur noch zum kotzen! :dead:


Natürlich gibt es auch Morde von Deutschen an Deutschen, allerdings sind die Morde von Flüchtlingen von der Brutalität erheblich kritischer zu sehen. Grundlose Morde waren in Deutschland sehr selten, jetzt wird wie in Chemnitz oder auch dem dem Arzt in seiner Praxis oder der Frau in Düsseldorf oder von Mia ohne Skupel direkt in der Öffentlichkeit einfach auf jemanden eingestochen. Dazu morden Flüchtlinge statistich etwa 7x so oft wie ein Durchschnittsbürger. Dazu gibt es sicher auch mehr Meldungen von Straftaten durch Migranten, weil das organisierte Verbrechen (Räuberbanden, Zwangsprostitution, Schutzgeld etc.) fast ausschließlich in der Hand von kriminellen Ausländergruppen oder Clans ist.

Ich finde die gesellschaftliche Moral in dem Sinne auch zum kotzen, wenn sich seit 2-3 Jahren Angriffe auf Sanitäter, Feuerwehrleute häufen. Wenn man sich nicht mal auf die Seite von Lebensrettern stellen darf, weil die Täter meist Migranten sind und die andere kulturelle Lebensweisen haben, ist das für mich komplett unverständlich.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 15:44

Uffhausen hat geschrieben:(01 Sep 2018, 13:05)

Ich finde nicht, dass es drauf ankommnt, wie die Presse schreibt, sondern wie jeder einzelne damit umgeht.

Wer Manipulation unterstellt, der ist in meinen Augen manipulierbar.

Wer Meinungsbeeinflußung unterstellt, hat meiner Meinung nach selbst keine eigene Meinung.

Wer Hetze unterstellt, ist aus meiner Sicht selbst der Hetze schuldig.

So erfahre ich es u. a. hier im Forum immer wieder auf's Neue. Man sollte ja eigentlich meinen, dass diejenigen, die "Lügenpresse" unterstellen, gemeinte Medien der Logik halber verweigen/ablehnen und sich Alternativen suchen. Stattdessen scheinen "Lügenpresse"-Überzeugte mit die eifrigsten Konsumenten eben dieser Medien zu sein. Quasi wie wenn ein überzeugter Nichtraucher eine Kippe nach der anderen qualmt, und tatsächlich meint, er könne damit Raucher zu Nichtrauern machen.

Und ganz wichtig zu erwähnen finde ich ist, dass "Lügenpresse" ja nur einen Bruchteil der insgesamten Medienberichterstattung betrifft; ganz bestimmte Themen wie bspw. Flüchtlings- und EU-Politik oder das mediale Meinungsbild über Trump und Putin. In persönlichen Gesprächen mit "Lügenpresse"-Überzeugten habe ich mal wissen wollen, ob die Berichterstattungen der Medien über die Türkei/Erdogan auch "Lügenpresse" seien, bzw. von der Merkel höchstpersönlich vorgegeben. Da hat man mir den Vogel gezeigt und seltsamerweise urplötzlich die "freie und unabhängige" Presse in Deutschland gehuldigt. Das hat mich doch sehr verwundert - da doch die deutsche Flüchtlingskrise und der Konflikt zwischen Deutschland und der Türkei längere Zeit parallel abliefen. Das heißt also, wenn bspw. auf einer Zeitungsseite über beide Themen berichtet wurde - der erste erzählt bspw. grundweg positiv über den gesellschaftlichen Willen zur Flüchtlingsintegration und der zweite erzählt bspw. grundweg negativ über den Demokratie-Zerfall in der Türkei und seine Folgen, dann ist der erste gelogen, weil inszeniert und manipulativ und der zweite wahr, weil frei und unabhängig. Versteh' ich nicht. Hat mir bislang auch niemand erklären können. :s

Da hast du einen nicht zu verstehenden Widerspruch herausgearbeitet. Hut ab.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 15:48

MäckIntaier hat geschrieben:(01 Sep 2018, 13:26)

Das würde eine Sprachbeherrschung voraussetzen, die 95 % der Bevölkerung nicht haben. Denn um zu erkennen, was manipulaitv ist oder nicht, müsste man jeden Sachverhalt ziemlich genau verstehen, um feststellen zu können, ob Begriffe angemessen oder unangemessen gesetzt sind. Angesichts dessen, was Aufgabe der Presse wäre, dürfte dort keiner schreiben, der nicht zu den 5 % gehört. Doch gehören fast alle Journalisten den 95 % an, gehen also überwiegend gedankenlos mit Sprache um und sind sich nicht im Klaren, welcher Ausdruck wertend ist und welcher nicht. Davon abgesehen, dass der Superlativ sich immer am besten verkauft.

Letztlich beschreibst du hier in gestelzter Sprache eine Lügenpresse die lügt weil sie einfach zu doof ist. Deine Sprachbeherrschung ist beeindruckend. Das was du daraus machst eher zweifelhaft. ch werde mein SPON-Abo nicht kündigen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 15:50

sunny.crockett hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:22)

Natürlich gibt es auch Morde von Deutschen an Deutschen, allerdings sind die Morde von Flüchtlingen von der Brutalität erheblich kritischer zu sehen. Grundlose Morde waren in Deutschland sehr selten, jetzt wird wie in Chemnitz oder auch dem dem Arzt in seiner Praxis oder der Frau in Düsseldorf oder von Mia ohne Skupel direkt in der Öffentlichkeit einfach auf jemanden eingestochen. Dazu morden Flüchtlinge statistich etwa 7x so oft wie ein Durchschnittsbürger. Dazu gibt es sicher auch mehr Meldungen von Straftaten durch Migranten, weil das organisierte Verbrechen (Räuberbanden, Zwangsprostitution, Schutzgeld etc.) fast ausschließlich in der Hand von kriminellen Ausländergruppen oder Clans ist.

Ich finde die gesellschaftliche Moral in dem Sinne auch zum kotzen, wenn sich seit 2-3 Jahren Angriffe auf Sanitäter, Feuerwehrleute häufen. Wenn man sich nicht mal auf die Seite von Lebensrettern stellen darf, weil die Täter meist Migranten sind und die andere kulturelle Lebensweisen haben, ist das für mich komplett unverständlich.

Keine Quellen?
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 15:57

yogi61 hat geschrieben:(31 Aug 2018, 19:51)

Man muss da auch nicht hyperventilieren. Journalist haben immer schon indirekt auch Politik gemacht. Ist auch nicht weiter schlimm.

Auch bei der Watergate oder Spiegel-Affäre wurde letztlich Politik gemacht. Und die welche die anprangerten waren am Ende zu Recht die Verlierer. Franz-Josef Strauss und Nixon wurden zurückgetreten. Alles wegen der Lügenpresse! Sowas aber auch....
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon sunny.crockett » Sa 1. Sep 2018, 16:03

MäckIntaier hat geschrieben:(01 Sep 2018, 13:26)

Das würde eine Sprachbeherrschung voraussetzen, die 95 % der Bevölkerung nicht haben. Denn um zu erkennen, was manipulaitv ist oder nicht, müsste man jeden Sachverhalt ziemlich genau verstehen, um feststellen zu können, ob Begriffe angemessen oder unangemessen gesetzt sind. Angesichts dessen, was Aufgabe der Presse wäre, dürfte dort keiner schreiben, der nicht zu den 5 % gehört. Doch gehören fast alle Journalisten den 95 % an, gehen also überwiegend gedankenlos mit Sprache um und sind sich nicht im Klaren, welcher Ausdruck wertend ist und welcher nicht. Davon abgesehen, dass der Superlativ sich immer am besten verkauft.


Die Medien wissen genau was sie machen und wie sie manipulieren. Man muss nicht jeden Sachverhalt genau verstehen, sondern meist nur logisch denken und eine minimale Intelligenz haben. Ein paar Beispiele der letzten Jahre:

Vorstandsboss Zetsche, dessen Aussagen, genau diese Flüchtlinge braucht er in seiner Firma, wurde in den Medien verbreitet. Mit nur wenig Intelligenz würde man sich fragen, woher diese Flüchtlinge ihre Kompetenzen im der Automobilindustrie herhaben sollen. Vielleicht von dem berühmten afghanischen Auto-Konzern....?
Und genau so kam es, nach 2 Jahren Flüchtlingszuwanderung hatte er genau NULL Flüchtlinge eingestellt. Ob jetzt welche bei Daimler fest angestellt sind, weiß ich nicht.

Oder damals, als die Grenze in Idomeni geschlossen wurde, beklagte man sich in der Presse, dass die Flüchtlinge "an der Weiterreise nach Europa gehindert werden". Ich glaube, jeder Sonderschüler müsste wissen, dass Griechenland schon Europa ist. Die etwas Intelligenteren hätten noch bemerkt, dass die Flüchtlinge eigentlich mit Gewalt aus der EU (Griechenland) in ein Nicht-EU-Land (Mazedonien) ausreisen wollten. Die Medien wollten einfach verschleiern, dass die Flüchtlinge in die Länder ziehen wollen, wo es die besten Leitungen gibt.

Dann hielt sich lange Zeit das Märchen vom "Wirtschaftswunder durch Flüchtlinge". Auch hier müsste man mit etwas logischem Denken darauf kommen, das es ein wirtschaftliches Desaster ist, wenn man vom Konsum der Flüchtlinge nur 19% MwST zurückbekommt, aber 100% vorher gezahlt hat. Oder wenn der Staat wegen Flüchtlingen mehr Personal aufbaut, diese zu 100% zahlt und dann 30-40% durch Einkommenssteuer zurückbekommt.

Könnte noch jede Menge dieser eigentlich sofort offensichtlichen Manipulationen durch die Medien aufzählen. Die Journalisten wissen in den Fällen sehr genau, was sie da machen. Ziel ist einfach die Oberflächlichkeit der Bürger auszunutzen, die sich meist nur kurz informieren. Beliebtes Mittel ist auch, dass die Schlagzeile dann nicht mehr mit dem folgenden Text zusammenpasst. Damit manipuliert man schon diejenigen, die eine Zeitung nur "überfliegen". Beispiel bei Stern-Online nach Beginn der Demos in Chemnitz. Da titelte man sowas wie: "Rechter Aufmarsch, Polizei trennt Gruppierungen, ein Toter". Der Eindruck entstand, den Toten hat es beim Rechten Aufmarsch gegeben. Aufgelöst hat der Stern das dann im Artikel ganz unten im letzten Absatz, den schätzungsweise der Großteil der Leser gar nicht mehr mitbekommen hat.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 1. Sep 2018, 16:06

sunny.crockett hat geschrieben:(31 Aug 2018, 20:39)

Du meinst, die AfD ist keine Demokratische Partei? Dann bist du leider falsch gewickelt, oder du willst einfach Spam verbreiten.

Was meinst du mit "schon genug" ? Dass die AfD nicht in Talkshows eingeladen wird, obwohl sie demokratisch als drittstärkste Partei in den Bundestag eingezogen ist? So z.b. bei den 4 großen Polit-Talkshows beim Thema "Koalitionsstreit in der Union". Die AfD war da 0x zu Gast, die Grünen 4x und die Linke 3x.

Die AfD ist immer wieder in der Tagesschau oder auch bei Formaten wie ZAPP präsent. Da hat letztens der Gauland erklärt dass die AfD bei wichtigen Themen z.B. der Rente keine Position und kein Programm hat. Worüber soll man sich also mit der AfD unterhalten? Immer nur über Flüchtlinge und Flüchtlinge und Flüchtlinge die Deutschland fluten und alles messern was nicht bei drei auf den Bäumen ist? Die haben ja sonst kein anderes Thema. Es gibt keinen Grund diesen Leuten eine weitere Plattform für ihre Propaganda zu bieten. Die machen sich ja ohnehin schon auf Facebook und Twitter breit und betreiben ein eigenes Fernsehen. Da allerdings findet man genau die Art von Journalismus die AfD-Anhänger als Lügenpresse bezeichnen.
http://afd-tv.de/
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