Lügenpresse oder Realitätspresse

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Selina
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Selina » Sa 1. Dez 2018, 15:12

Otto.F. hat geschrieben:(01 Dec 2018, 13:57)

Ersichtlich wird dies im Umgang mit Gewalt. Es werden nahezu nur Verbrechen von Flüchtlingen gezeigt, von deutschen nahezu nichts mehr.
Selbst wenn wieder einer wie neulich Kind, Frau und dessen Lebenspartner ums Eck bringt, ist es nur eine kleine Meldung.
Alle 2 Tage bringt irgendein versoffenes Schwein seine Partnerin, Ehefrau um. Keine dauerhetze.

Medien rennen auch nur dem Geld nach und Flüchtlinge bringen gerade am meisten.

Es ist ganz klar rechts und nicht links.

Sehen die Rechtsextremen natürlich anders, was in der Natur der Sache liegt. Rechts ist nie Rechts genug.


Ist auch immer wieder hübsch, wie die getroffenen Hunde sofort bellen. Das Gefährliche an diesem Medien-Rechtsruck ist der schleichende Vorgang: Hier mal ein Gauland-Interview, da mal ein Strunz-Kommentar, dort mal ein Reporter, der relativiert "alles gar nicht so schlimm, was sich in der sächsischen Stadt abspielt. Das sind alles trauernde und besorgte Bürger", da mal ein journalistisches Geplänkel über "Volk" und "Heimat", dort mal eins über "kulturelle Identität" und über "verfehlte Integration" etcpp. So, dass es nicht gar so sehr auffällt, so Tröpfchen für Tröpfchen, immer rein in die Gehirne. Auch hier wieder deutliche Parallelen...
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Vongole
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Vongole » Sa 1. Dez 2018, 18:07

Selina hat geschrieben:(01 Dec 2018, 15:12)

Ist auch immer wieder hübsch, wie die getroffenen Hunde sofort bellen. Das Gefährliche an diesem Medien-Rechtsruck ist der schleichende Vorgang: Hier mal ein Gauland-Interview, da mal ein Strunz-Kommentar, dort mal ein Reporter, der relativiert "alles gar nicht so schlimm, was sich in der sächsischen Stadt abspielt. Das sind alles trauernde und besorgte Bürger", da mal ein journalistisches Geplänkel über "Volk" und "Heimat", dort mal eins über "kulturelle Identität" und über "verfehlte Integration" etcpp. So, dass es nicht gar so sehr auffällt, so Tröpfchen für Tröpfchen, immer rein in die Gehirne. Auch hier wieder deutliche Parallelen...


Eine deutliche Parallele zum ewigen Lamento über die "linksgrün versiffte" Presse zeigt auch dein Post.
Was du als Rechtsruck bezeichnest, nennt man für gewöhnlich Meinungsfreiheit, auch bei Journalisten.
Gerade dadurch zeichnet sich eine freie Presse aus.
Otto.F.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Otto.F. » Sa 1. Dez 2018, 22:01

Selina hat geschrieben:(01 Dec 2018, 15:12)

Ist auch immer wieder hübsch, wie die getroffenen Hunde sofort bellen. Das Gefährliche an diesem Medien-Rechtsruck ist der schleichende Vorgang: Hier mal ein Gauland-Interview, da mal ein Strunz-Kommentar, dort mal ein Reporter, der relativiert "alles gar nicht so schlimm, was sich in der sächsischen Stadt abspielt. Das sind alles trauernde und besorgte Bürger", da mal ein journalistisches Geplänkel über "Volk" und "Heimat", dort mal eins über "kulturelle Identität" und über "verfehlte Integration" etcpp. So, dass es nicht gar so sehr auffällt, so Tröpfchen für Tröpfchen, immer rein in die Gehirne. Auch hier wieder deutliche Parallelen...

Vollkommen richtig. Es ist eben freie Presse und so wundert es nicht, das diese verkaufen was sich am besten verkaufen lässt. Leider ist es vielen Medienhäusern egal was, solange der Preis stimmt.
So werden wie am Beispiel häusliche Gewalt und die Morde an 147 Frauen kurzerhand verschwiegen und jeder kleine Ausrutscher eines Flüchtlings groß verbreitet, weil es wie in einer Popsoap viel genutzt wird.

Die rechten Flennkappen treiben dieses perverse Tun stets voran und beschuldigen diese Medien trotzdem der Lüge und der Falschberichterstattung.

Im Prinzip will man die Medien dazu treiben, Fakenews in deren Sinn zu betreiben und leider machen einige da mit.

Ein Spott für die Opfer deutscher Täter. Da sieht man auch deutlich wofür die rechtsextremen Kämpfen. Für eine Ideologie und nie dem Menschen.

Hoffe die Medien kriegen sich wieder ein und berichten gleichmäßig und nicht der Geldgier und irgendwelchen Verkaufszahlen.
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McKnee
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon McKnee » Sa 1. Dez 2018, 22:04

Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Selina
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Selina » Sa 1. Dez 2018, 23:03

Vongole hat geschrieben:(01 Dec 2018, 18:07)

Eine deutliche Parallele zum ewigen Lamento über die "linksgrün versiffte" Presse zeigt auch dein Post.
Was du als Rechtsruck bezeichnest, nennt man für gewöhnlich Meinungsfreiheit, auch bei Journalisten.
Gerade dadurch zeichnet sich eine freie Presse aus.


Nein, der Rechtsruck in den Medien hat natürlich nichts mit schlichter Wahrung der Meinungsfreiheit zu tun. Siehe der Text, den ich weiter oben verlinkte und auf den sich alles Folgende bezog. Ginge es hier um bloße Meinungsfreiheit, dann wäre ja alles gut. Hier gehts um eine gezielte Stimmungsverschiebung Richtung rechts (Nationalismus, kulturelle Identität, Fremdenfeindlichkeit, Deutschtümelei, Aufgabe und Bekämpfung der 68er Errungenschaften), was zum Teil durch die Medien einfach so mitgemacht wird aus Auflagen- und Quotengründen und was aber auch auf vielfältige Weise bewusst befördert wird. Wird anschaulich beschrieben im Text von Georg Seeßlen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Brainiac » Sa 1. Dez 2018, 23:05

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McKnee
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon McKnee » Sa 1. Dez 2018, 23:40

Vongole hat geschrieben:(01 Dec 2018, 18:07)
Was du als Rechtsruck bezeichnest, nennt man für gewöhnlich Meinungsfreiheit, auch bei Journalisten.
Gerade dadurch zeichnet sich eine freie Presse aus.


Ich bin froh, dass sich zunehmend eine neutrale Sprache in der Berichterstattung etabliert. Leider wird noch zu wenig zwischen Bericht und Kommentar differenziert und das eine geht in dem anderen auf.

Aber auch in der Wahrnehmung und der Reizüberflutung geht da schon einiges durcheinander was freie Presse und ideologisierte Medien angeht. Viele Menschen hinterfragen leider nicht die Quelle ihrer Information. Das Internet ist hier Fluch und Segen zugleich.

Aber kein Medium kann und darf uns das selbstständige Denken abnehmen.

Als Presse würde ich allerdings nur das Medium bezeichnen, das unabhängig berichtet, egal welcher couleur, aber unabhängig von Organisationen immanenten Programmen.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon van Kessel » So 2. Dez 2018, 00:10

Hey "Selina"](01 Dec 2018, 23:03)
... und Bekämpfung der 68er Errungenschaften), was zum Teil durch die Medien einfach so mitgemacht wird aus Auflagen- und Quotengründen und was aber auch auf vielfältige Weise bewusst befördert wird. Wird anschaulich beschrieben im Text von Georg Seeßlen.
was hat oder haben die 68-er denn 'errungen'? Wenn 'etwas' erreicht wurde, so ist es inzwischen durch die 'Reaktion' wieder rückgängig gemacht worden und schlimmer als früher, als wir uns auf die Straßenbahnschienen setzten, um die Fahrpreiserhöhung rückgängig zu machen.

Die Franzosen, ja die haben den de Gaulle schon damals in Schrecken versetzt, sodass er nach Baden-Baden 'fuhr', um den Sturm auszusitzen. In Deutschland findet schon lange nichts mehr statt und eine Presse kämpft nicht mit (oder um) eine Politik, sondern mit dem Internet und abnehmenden Abonnenten. Wann regt sich jetzt mal Jemand auf, wenn die BW nur bedingt verteidigungsbereit ist? Damals wackelte die Republik als F.J. Strauß den Spiegel 'in die Mangel nahm' als sie solcherlei veröffentlichten'?

Unsere Presse ist weder eine der Lügen, noch eine der Realität; sie ist schlicht gezähmt worden durch die finanziellen Bedingungen ihrer Verlage. Sie fährt auf Kante und hat keine staatstragende Funktion mehr, weil die Bürger tiefschürfende Analysen nicht mehr interessieren. Frittenbude statt 4-Gänge-Menü-.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » So 2. Dez 2018, 09:58

Selina hat geschrieben:(01 Dec 2018, 23:03)

Nein, der Rechtsruck in den Medien hat natürlich nichts mit schlichter Wahrung der Meinungsfreiheit zu tun. Siehe der Text, den ich weiter oben verlinkte und auf den sich alles Folgende bezog. Ginge es hier um bloße Meinungsfreiheit, dann wäre ja alles gut. Hier gehts um eine gezielte Stimmungsverschiebung Richtung rechts (Nationalismus, kulturelle Identität, Fremdenfeindlichkeit, Deutschtümelei, Aufgabe und Bekämpfung der 68er Errungenschaften), was zum Teil durch die Medien einfach so mitgemacht wird aus Auflagen- und Quotengründen und was aber auch auf vielfältige Weise bewusst befördert wird. Wird anschaulich beschrieben im Text von Georg Seeßlen.


Seit 40 Jahren ruckt es nun nach rechts in diesem Land. So weit, dass das Rechte jetzt nach der zweiten Erdumrundung wieder einträchtig neben einem ganz speziellen Links steht, das seinen Standort immer beibehalten hat. Und das mag der Grund sein, dass sich das dauerruckende Rechts und das standorttreue Links in ihrer deutschesten aller möglichen Deutschwelten ähneln wie eineiige Zwillinge, die sich aus tiefster Seele ob ihrer Ähnlichkeit hassen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Otto.F. » So 2. Dez 2018, 11:13

Tja. 80% Linke und 20% Rechte und blablabla.
Ein Land voller Kinder kann man da nur sagen.

Nur sind es ein paar Ultralinke und 15% Ultrarechte die diesen Kindergarten spielen. Der größte Teil ist Demokratisch und interessiert sich nicht für dieses Geheule.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » So 2. Dez 2018, 11:20

Otto.F. hat geschrieben:(02 Dec 2018, 11:13)

Tja. 80% Linke und 20% Rechte und blablabla.
Ein Land voller Kinder kann man da nur sagen.

Nur sind es ein paar Ultralinke und 15% Ultrarechte die diesen Kindergarten spielen. Der größte Teil ist Demokratisch und interessiert sich nicht für dieses Geheule.


Das unbestimmte bzw. abstrakte Demokratische enthält in stattlicher, nicht exakt zu beziffernder Größenordnung das fatale politische Element des Infantilen, das dem Realpolitischen ebenso schadet wie Links- und Rechtsphantastisches.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Selina » So 2. Dez 2018, 11:54

MäckIntaier hat geschrieben:(02 Dec 2018, 09:58)

Seit 40 Jahren ruckt es nun nach rechts in diesem Land. So weit, dass das Rechte jetzt nach der zweiten Erdumrundung wieder einträchtig neben einem ganz speziellen Links steht, das seinen Standort immer beibehalten hat. Und das mag der Grund sein, dass sich das dauerruckende Rechts und das standorttreue Links in ihrer deutschesten aller möglichen Deutschwelten ähneln wie eineiige Zwillinge, die sich aus tiefster Seele ob ihrer Ähnlichkeit hassen.


Es geht doch nicht um sowas Kindergartenmäßiges wie "Linke und Rechte hassen sich". Es geht darum, dass der Rechtsruck, der seit einigen Jahren andauert und sich vertieft, die Welt kälter, egozentrischer, nationalistischer, fremdenfeindlicher, kriegerischer, düsterer und unfreundlicher macht. "Klein, aber mein" ist die Devise, Abschottung wird ausgerufen. Noch gibt es Mehrheiten, die diesen rechtsnationalen faschistoiden Zirkus nicht mitspielen, aber wie lange noch. Diese existenzielle Verschiebung der Koordinaten hat mit dem üblichen Links-Rechts-Gerede nicht viel zu tun. Wenn sich die Welt perspektivisch immer weiter ins Dunkle entwickelt, wo der menschliche Anteil am Klimawandel geleugnet wird, wo der andersdenkende und anderslebende Nachbar ein Feind ist, wo Rassismus, Biologismus und Kulturalismus die bevorzugten Ideologien sind, wird das in der Konsequenz für alle von Nachteil sein, egal, welcher Couleur. Ich setze jedoch immer noch auf die Vernunft der meisten Menschen, die diese furchtbare unmenschliche Vision nicht Wirklichkeit werden lassen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon MäckIntaier » So 2. Dez 2018, 12:08

Subjektiven Visionen ist mit Vernunft nicht beizukommen. Muss man auch nicht.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Fuerst_48 » So 2. Dez 2018, 13:15

MäckIntaier hat geschrieben:(02 Dec 2018, 12:08)

Subjektiven Visionen ist mit Vernunft nicht beizukommen. Muss man auch nicht.

Nicht jede subjektive Vision ist unvernünftig. Aber sehr viele gehören ins Wolkenkuckucksheim!
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Der Fall Claas Relotuis und seine Folgen: Ist der SPIEGEL am Ende?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 19. Dez 2018, 14:30

Beim Spiegel gibt es aktuell einen handfesten Skandal: Der Spiegel-Redakteur Claas Relotius, ein preisgekrönter Journalist, hat zahlreiche von ihm verfasste Artikel gefälscht. Den Personen, denen er in seinen Reportagen begegnet sein will, hat er nie getroffen (Quelle). Und er war nicht nur für den Spiegel aktiv, sondern querbeet durch alle möglichen Gazetten mit unterschiedlichster politischer Ausrichtung.
Rechtspopulisten und Islamisten werden sich jetzt die Hände reiben. Für beide ist das ein Sechser im Lotto. Doch es gibt noch eine andere Brisanz: wenn niemand niemandem mehr glauben kann und mag, werden wichtige Meldungen in Zukunft kaum noch Beachtung finden. Man glaubt sie einfach nicht. In Krisenzeiten - zum Beispiel bei Naturkatastrophen - kann das verheerende Folgen haben, die viele Menschenleben kosten wird.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon relativ » Mi 19. Dez 2018, 14:35

Otto.F. hat geschrieben:(01 Dec 2018, 22:01)

Vollkommen richtig. Es ist eben freie Presse und so wundert es nicht, das diese verkaufen was sich am besten verkaufen lässt. Leider ist es vielen Medienhäusern egal was, solange der Preis stimmt.
So werden wie am Beispiel häusliche Gewalt und die Morde an 147 Frauen kurzerhand verschwiegen und jeder kleine Ausrutscher eines Flüchtlings groß verbreitet, weil es wie in einer Popsoap viel genutzt wird.

Die rechten Flennkappen treiben dieses perverse Tun stets voran und beschuldigen diese Medien trotzdem der Lüge und der Falschberichterstattung.

Im Prinzip will man die Medien dazu treiben, Fakenews in deren Sinn zu betreiben und leider machen einige da mit.

Ein Spott für die Opfer deutscher Täter. Da sieht man auch deutlich wofür die rechtsextremen Kämpfen. Für eine Ideologie und nie dem Menschen.

Hoffe die Medien kriegen sich wieder ein und berichten gleichmäßig und nicht der Geldgier und irgendwelchen Verkaufszahlen.

Direkt würde ich jetzt nicht sagen, aber bei bestimmten Dingen betreiben die Medien das Framing (denkt man an Flüchtling , denkt man an Terror Verbrechen) was sich die rechte Knallerbande so wünscht. Die Bild Zeitung ist für diese Entwicklung das Beste Beispiel.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Der Fall Claas Relotuis und seine Folgen: Ist der SPIEGEL am Ende?

Beitragvon McKnee » Mi 19. Dez 2018, 20:22

sünnerklaas hat geschrieben:(19 Dec 2018, 14:30)

Beim Spiegel gibt es aktuell einen handfesten Skandal: Der Spiegel-Redakteur Claas Relotius, ein preisgekrönter Journalist, hat zahlreiche von ihm verfasste Artikel gefälscht. Den Personen, denen er in seinen Reportagen begegnet sein will, hat er nie getroffen (Quelle). Und er war nicht nur für den Spiegel aktiv, sondern querbeet durch alle möglichen Gazetten mit unterschiedlichster politischer Ausrichtung.
Rechtspopulisten und Islamisten werden sich jetzt die Hände reiben. Für beide ist das ein Sechser im Lotto. Doch es gibt noch eine andere Brisanz: wenn niemand niemandem mehr glauben kann und mag, werden wichtige Meldungen in Zukunft kaum noch Beachtung finden. Man glaubt sie einfach nicht. In Krisenzeiten - zum Beispiel bei Naturkatastrophen - kann das verheerende Folgen haben, die viele Menschenleben kosten wird.


Hab ich gerade erst in den Nachrichten gehört.

Ich glaube, dass der Spiegel mit der Veröffentlichung gut beraten ist und der Schaden sich in Grenzen halten wird.

Für diese Entscheidung des Spiegels meine Hochachtung. Sie ist so erfreulich, wie der Vorgang nachdenklich stimmt. Mir sind ein paar Manipulationen bekannt, die leider nie öffentlich wurden und die mein Vertrauen nachteilig beeinflußt haben.

Ich sehe aber in den Medien einen der wichtigsten Bestandteile einer Demokratie, der mit sehr viel Macht ausgestattet ist, mehr, als jeder politische Einfluß - vor allem, glaubt man dem, was Putin in verschiedenen Ländern im ZUsammenhang mit Wahlen veranlasst und manipuliert haben soll.

Der Spiegel hat sich dieser Angelegenheit bisher verantwortungsvoll gestellt. Ich hoffe, es täuscht nicht und bleibt so.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Quatschki » Mi 19. Dez 2018, 21:32

Karl May wäre beim "Spiegel" auch groß raus gekommen mit seinen Reportagen aus den Krisengebieten. Der hatte auch ein gutes Gespür dafür, was Redaktion und Publikum gerne hören und glauben wollen.
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Otto.F. » Do 20. Dez 2018, 00:02

Quatschki hat geschrieben:(19 Dec 2018, 21:32)

Karl May wäre beim "Spiegel" auch groß raus gekommen mit seinen Reportagen aus den Krisengebieten. Der hatte auch ein gutes Gespür dafür, was Redaktion und Publikum gerne hören und glauben wollen.

Immerhin haben diese aber den Mum es zu gestehen, das ein Wirrkopf seine eigenen Realitäten malt.
Andere Lügen am laufenden Band und werden dafür bejubelt. Da weiß ich nicht wenn ich peinlicher find. Die Propagandablätterschreiber oder den Jubelnden?
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Cat with a whip
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Re: Lügenpresse oder Realitätspresse

Beitragvon Cat with a whip » Do 20. Dez 2018, 00:33

Beim Spiegel sind noch andere krumme Vögel am zwitschern, damit die Auflage stimmt. Dazu gehört auch Axel Bojanowski, der gerne polemisiert und Fakten hindreht um Zweifel an den Aussagen der Klimawissenschaft zu betonen, damit auch der Leugner des Klimawandels seine Machwerke mit einen genüsslichen Zungenschnalzer absegnen kann. Wie manipulativ dabei Bojanowski vorgeht fällt den wenigsten Laien auf, da er recht geschickt vorgeht.
Der ist ein weiteres Beispiel fuer eine nicht greifende Ethikrichtlinie beim Spiegel.

Es gibt aber zum Glück Leute due dem nachgehen. Vom Spiegel selbst bisher keine Konsequenzen, nach Jahren.

https://mobile.twitter.com/rahmstorf/st ... 5167452161
http://www.pik-potsdam.de/~stefan/bojanowski.html

https://m.heise.de/forum/Telepolis/Komm ... 7045/show/

http://scienceblogs.de/primaklima/2014/ ... rschlagen/
https://scilogs.spektrum.de/klimalounge ... lgern-sie/
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum

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