Der Fall (von) El-Hassan (?)

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Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Skeptiker » Mo 13. Sep 2021, 19:58

Der WDR hat Nemi El-Hassan als neue Quarks-Moderatorin ausgewählt.

Nun kommt heraus, dass El-Hassan sich 2014 an einem Al-Quds-Marsch beteiligt hat.

Aus dem gleichen Jahr dieser Poetry Beitrag (ab 10:15)

Eine Bewertung dazu auf Twitter:
https://twitter.com/johannesboie/status ... 51648?s=20

Aus einem offenen Brief der Werteinitiative - jüdisch-deutsche Positionen e.V. an den WDR:
Sehr geehrte Damen und Herren, mit großer Irritation haben wir zur Kenntnis genommen, dass die neue Moderatorin Ihres renommierten Wissenschaftsmagazins „Quarks“, Nemi El-Hassan, 2014 am antisemitischen Al-Quds-Marsch teilgenommen hat. Wie weitere Bilder belegen, war sie fest in die Demonstration eingebunden und hat auch aktiv Parolen gerufen.

Der Al-Quds-Marsch ist die größte regelmäßig stattfindende antisemitische Demonstration in Deutschland. Die Anmelder der Demonstration werden vom Verfassungsschutz aufgrund ihrer Nähe zur Hisbollah beobachtet. Am Al-Quds-Tag 2014 wurden Fahnen der Terrororganisation Hisbollah offen gezeigt. Schwer vorstellbar, dass Nemi El-Hassan das entgangen ist. Zudem rief eine 20-köpfige Personengruppe aus der Versammlung heraus einer Gruppe mit Israelfahnen geschlossen „Sieg Heil“ zu.

Schon zuvor ist El-Hassan durch fehlende Distanz zu Islamisten aufgefallen. In einem Interview mit der „taz“ führt sie aus, dass ihre Gemeinde einmal im Jahr eine Fahrt nach Hamburg zur „Blauen Moschee“ organisiert. Hinter dem blumigen Begriff „Blaue Moschee“ verbirgt sich das „Islamische Zentrum Hamburg“ (IZH). Das Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg hat vor kurzem bestätigt, dass das IZH einen Außenposten des iranischen Mullah-Regimes darstellt und aus dem Büro des iranischen Revolutionsführers Khamenei dirigiert wird.

El-Hassan verliert in dem Interview kein Wort darüber, dass im IZH Islamisten und Anhänger der Hisbollah ein- und ausgehen. Im Interview führt sie hingegen weiter aus: „Was ich dort erlebt habe, hat mich emotional sehr berührt. Die Menschen, die so sehr ins Gebet vertieft waren. Und alle waren so nett zueinander. Danach habe ich begonnen, mich mit dem Islam zu befassen, und bin jeden Freitag nach Berlin gefahren, um einen Islamkurs zu besuchen. Zwei Jahre später, in der 13. Klasse, war ich für das Kopftuch bereit.“

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung ist Nemi El-Hassan mit einer gefälligen Interpretation des Wortes „Dschihad“ aufgefallen. Wie dies in Verbindung mit ihrer Teilnahme am antisemitischen Al-Quds-Marsch vereinbar ist, erschließt sich nicht. Schließlich sind es in Gaza und auch im Libanon durchaus dschihadistische Gruppierungen, die Terror gegen Israel ausführen. Deren Sympathisanten wiederum nehmen am Al-Quds-Marsch in Berlin teil.

Die Rolle des Fernsehens bei der Frage der Integration ist als sehr hoch zu bewerten. Diversität, auch bei den ModeratorInnen, ist wichtig, gerade als positive Identifikationsmöglichkeit in einer (post-)migrantischen Gesellschaft. Dafür sollten jedoch Vorbilder genutzt werden, die weder in einem zweifelhaften Verhältnis zu Islamisten stehen noch aktiv an einer als alljährliches Sammelbecken von Antisemiten unterschiedlicher Couleur zu trauriger Berühmtheit gelangten Hassdemonstration teilgenommen haben.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... n-WDR.html

Quarks ist zwar ein Wissenschaftsmagazin, aber es finden sich dort durchaus auch politische Aussagen. Interessanterweise auch zu extremen Meinungen: https://www.quarks.de/gesellschaft/psyc ... ch-sagbar/

Mittlerweile hat El-Hassan den WDR über ihre Aktivitäten berichtet. Der befindet sich mit ihr in Gesprächen - Ende noch offen.

Wie ist die Meinung der Foristen zu dieser Angelegenheit? Jugendsünde? Verjährt? Private Angelegenheit? Untragbar?
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Zunder » Mo 13. Sep 2021, 21:02

Kommt der antisemitische Dreck von einer Muslima, fällt die Empörung leicht.
Bei einer rechten Blondine aus Österreich klappt das nicht so gut.

Alles in Allem halte ich (Eckhart) [Nemi El-Hassan] für sehr mutig mit (ihrem Ansatz Kabarett) [ihrer Slam-Poetry] in dieser Zeit. Gerade der Tabubruch will heute gewagt sein, weil er typischerweise an der Grenze zur Vereinnahmung durch Braune liegt. Genau diese Gratwanderung wagt sie, während ein Großteil nur die Dummheit der Menschen und Politiker aufgrund mangelnder Hingabe für das so empfundene Gute in der Welt thematisieren.
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 7#p4803747

Der Antisemitismus scheint ja wohl längst wieder gesellschaftsfähig geworden zu sein - sofern er nicht aus dem gegnerischen Lager kommt. Dann wird er für die eigene Agenda instrumentalisiert. Von links wie von rechts.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Skeptiker » Mo 13. Sep 2021, 21:31

Zunder hat geschrieben:(13 Sep 2021, 21:02)
Kommt der antisemitische Dreck von einer Muslima, fällt die Empörung leicht.
Bei einer rechten Blondine aus Österreich klappt das nicht so gut.

Alles in Allem halte ich (Eckhart) [Nemi El-Hassan] für sehr mutig mit (ihrem Ansatz Kabarett) [ihrer Slam-Poetry] in dieser Zeit. Gerade der Tabubruch will heute gewagt sein, weil er typischerweise an der Grenze zur Vereinnahmung durch Braune liegt. Genau diese Gratwanderung wagt sie, während ein Großteil nur die Dummheit der Menschen und Politiker aufgrund mangelnder Hingabe für das so empfundene Gute in der Welt thematisieren.
https://www.politik-forum.eu/viewtopic. ... 7#p4803747

Der Antisemitismus scheint ja wohl längst wieder gesellschaftsfähig geworden zu sein - sofern er nicht aus dem gegnerischen Lager kommt. Dann wird er für die eigene Agenda instrumentalisiert. Von links wie von rechts.

Zitiere doch ruhig GANZ. Du tust so, als wenn ich Antisemitimus feiere, dabei geht aus dem selben Beitrag hervor, dass es eben KEIN Antisemitismus ist.
Skeptiker hat geschrieben:(16 Aug 2020, 21:20)
Vielleicht bin ich auch einfach ein Kulturbanause, aber wo findet man den rassistische und antisemitische Comedy? Die Szene war mir bislang entgangen.

Du meinst doch nicht etwa Lisa Eckhart? Sorry, aber hast du dir das schonmal angeschaut? Was soll daran denn Schenkelklopfer-Ebene sein? Sie ist hochgradig provokant bis an die Schmerzgrenze - und klar, da gibt es Leute deren Schmerzgrenze ist halt niedriger als die der anderen.

Alles in Allem halte ich Eckhart für sehr mutig mit ihrem Ansatz Kabarett in dieser Zeit. Gerade der Tabubruch will heute gewagt sein, weil er typischerweise an der Grenze zur Vereinnahmung durch Braune liegt. Genau diese Gratwanderung wagt sie, während ein Großteil nur die Dummheit der Menschen und Politiker aufgrund mangelnder Hingabe für das so empfundene Gute in der Welt thematisieren. Welcher Kabarettist begibt sich denn heute ernsthaft in unruhiges Fahrwasser aufgrund seiner auf der Bühne geäußerten Thesen? Da kann ich weit und breit vor allem Nuhr und Eckhart sehen. Man möge mich korrigieren.


Was du betreibst, lieber Zunder, ist übelste Diffamierung - schon angefangen mit der Benennung "rechte Blondine" für Eckhart. Ich verteidige Judenhass NIRGENDWO! Derartige Unterstellungen verbitte ich mir! Ist Eckhard auf eine Demo mitgelaufen und hat "Sieg Heil" zu Leuten mit israelischer Fahne geschrien, so wie es auf der Demo passiert ist, bei der El-Hassan mitmachte? Glaubst du ich würde soetwas verteidigen, oder möchtest du einfach nur hinterfotzig diesen Eindruck vermitteln?

Lieber Zunder, ich halte deine Beiträge für übelstes Pharisäertum. Wo hast du dich denn z.B. schonmal emphatisch dem realen Leid der Palästinensern gegenüber gezeigt? Aber theatralisch angebliche doppelte Standards bei Anderen herbeiphantasieren :rolleyes:
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Zunder » Mo 13. Sep 2021, 22:09

Natürlich bist du kein Antisemit.
Du begrüßt nur den Tabubruch, daß endlich mal jemand sagt, den Juden ginge es um Reparationen, daß jemand den Antisemitismus zum Witz degradieren will, daß den Juden angeblich erlaubt wäre, Weiber "aufzugreifen", und den ganzen antisemitischen Rotz.

Emphatisch zeige ich mich hier nirgends. Was ist denn das für eine alberne als Frage getarnte Forderung.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Skeptiker » Mo 13. Sep 2021, 22:35

Zunder hat geschrieben:(13 Sep 2021, 22:09)
Natürlich bist du kein Antisemit.
Du begrüßt nur den Tabubruch, daß endlich mal jemand sagt, den Juden ginge es um Reparationen, daß jemand den Antisemitismus zum Witz degradieren will, daß den Juden angeblich erlaubt wäre, Weiber "aufzugreifen", und den ganzen antisemitischen Rotz.

Weisst du was, mit jemandem, der nicht den Unterschied zwischen einer Demo mit Rufen wie „Juden ins Gas“ auf der einen Seite, und provokativem Kabarett gegen JEDEN, auch gegen Juden, auf der anderen Seite erkennt, brauche ich mich nicht über Antisemitismus zu unterhalten.
Emphatisch zeige ich mich hier nirgends. Was ist denn das für eine alberne als Frage getarnte Forderung.

Niemand braucht irgendjemandem gegenüber emphatisch sein. Du darfst auch gerne mit vollem Herzen auf einer Seite des Konfliktes dort stehen. Aber menschlich brauchst du nicht über andere Menschen richten, insbesondere zum Thema Doppelmoral, wenn dein Klagen immer nur ein Opfer kennt.

Beschimpfe ruhig weiter alles und jeden als Antisemit, der nicht schnell genug auf die Bäume kommt. Wer dich kennt, der weiss es zu nehmen :rolleyes:
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Zunder » Mo 13. Sep 2021, 23:51

Skeptiker hat geschrieben:(13 Sep 2021, 22:35)

Wer dich kennt, der weiss es zu nehmen :rolleyes:

Dann bist du ja schon mal raus.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Sören74 » Mo 13. Sep 2021, 23:57

Skeptiker hat geschrieben:(13 Sep 2021, 22:35)

Weisst du was, mit jemandem, der nicht den Unterschied zwischen einer Demo mit Rufen wie „Juden ins Gas“ auf der einen Seite, und provokativem Kabarett gegen JEDEN, auch gegen Juden, auf der anderen Seite erkennt, brauche ich mich nicht über Antisemitismus zu unterhalten.


Es wird wohl immer so sein, dass es Menschen gibt, die Kabarettprogramme 1:1 als Meinung des Autors verstehen. Oder eben glauben, wenn man den identischen Satz auf eine Theaterbühne oder auf einer Demonstration sagt, bedeuten sie auch dasselbe.

Ich habe mal ein sehr interessantes Interview mit Heinz Becker gesehen. Der berichtete davon, dass er gerne im ganzen Bundesgebiet auftritt, aber nicht (mehr) im Saarland. Weil es nicht wenige Saarländer gibt, die glauben, Heinz Becker will den Saarländer als hinterwäldlerisch, provinziell und leicht rassistisch darstellen. Er hat es aufgeben zu erklären, dass Heinz Becker eine Kunstfigur auf der Bühne ist, die all unsere Schwächen vereint und deshalb einen Saarländer spielt, weil er selbst Saarländer ist und so am Besten die Figur darstellen kann. Wäre er Hesse, würde er die Figur als Hesse anlegen oder als Sachse, wenn er selbst in Sachsen aufgewachsen wäre.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Liegestuhl » Di 14. Sep 2021, 08:28

Ein Kommentar von Arye Sharuz Shalicar in der Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/news/ne ... -li.182711
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Keoma » Di 14. Sep 2021, 09:26

Zunder hat geschrieben:(13 Sep 2021, 22:09)

Natürlich bist du kein Antisemit.
Du begrüßt nur den Tabubruch, daß endlich mal jemand sagt, den Juden ginge es um Reparationen, daß jemand den Antisemitismus zum Witz degradieren will, daß den Juden angeblich erlaubt wäre, Weiber "aufzugreifen", und den ganzen antisemitischen Rotz.

Emphatisch zeige ich mich hier nirgends. Was ist denn das für eine alberne als Frage getarnte Forderung.


Bin etwas überrascht, dass du den Unterschied nicht erkennst.
Oder magst du die Lasselsberger einfach nicht?
Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen. (Dostojewski)
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Vongole » Di 14. Sep 2021, 17:02

Liegestuhl hat geschrieben:(14 Sep 2021, 08:28)

Ein Kommentar von Arye Sharuz Shalicar in der Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/news/ne ... -li.182711

Auf den Punkt gebracht!
Ich halte Frau El-Hassans Distanzierung nur bedingt für glaubhaft, nachdem ich dieses Statement las:
„Keinesfalls habe ich während der Demo antisemitische Parolen von mir gegeben, noch Menschen jüdischen Glaubens körperlich angegriffen.“
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 08436.html

Wer sich offensichtlich begeistert mit einer Demo identifiziert, auf der u.a. "Juden ins Gas" gerufen wird, muss nicht laut mitschreien, der zeigt auch so, wofür er steht.
Die Dame hat sich als Journalistin disqualifiziert, jedenfalls für ein seriöses Medium.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon JJazzGold » Di 14. Sep 2021, 17:09

Vongole hat geschrieben:(14 Sep 2021, 17:02)

Auf den Punkt gebracht!
Ich halte Frau El-Hassans Distanzierung nur bedingt für glaubhaft, nachdem ich dieses Statement las:

Wer sich offensichtlich begeistert mit einer Demo identifiziert, auf der u.a. "Juden ins Gas" gerufen wird, muss nicht laut mitschreien, der zeigt auch so, wofür er steht.
Die Dame hat sich als Journalistin disqualifiziert, jedenfalls für ein seriöses Medium.



Dann passt sie ja sowohl zum WDR, als auch zu Quarks.

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Vongole » Di 14. Sep 2021, 17:22

JJazzGold hat geschrieben:(14 Sep 2021, 17:09)


Dann passt sie ja sowohl zum WDR, als auch zu Quarks.


Nein, soweit würde ich nicht gehen. Es gibt in fast allen seriösen Medien Tendenzen, Antisemitismus kleinzureden, auch/oder wenn es um Israel geht, da sticht der WDR nicht heraus.
Sollte er Frau El-Hassan allerdings einstellen, dann stimme ich dir zu.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon JJazzGold » Di 14. Sep 2021, 17:31

Vongole hat geschrieben:(14 Sep 2021, 17:22)

Nein, soweit würde ich nicht gehen. Es gibt in fast allen seriösen Medien Tendenzen, Antisemitismus kleinzureden, auch/oder wenn es um Israel geht, da sticht der WDR nicht heraus.
Sollte er Frau El-Hassan allerdings einstellen, dann stimme ich dir zu.


Das meinte ich allgemeiner, auf den Pleiten, Pech und Pannen bezogenen Sender WDR.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt

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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Zweifeler » Di 14. Sep 2021, 19:06

Die Dame wurde vorest geparkt, semi-gecancelt. Sprich man lässt erstmal Gras über die Sache wachsen.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon jack000 » Di 14. Sep 2021, 21:09

Vongole hat geschrieben:(14 Sep 2021, 17:22)

Nein, soweit würde ich nicht gehen. Es gibt in fast allen seriösen Medien Tendenzen, Antisemitismus kleinzureden, auch/oder wenn es um Israel geht, da sticht der WDR nicht heraus.
Sollte er Frau El-Hassan allerdings einstellen, dann stimme ich dir zu.

Der WDR hat das doch nur zurückgestuft, weil medial da inzwischen zu viel Gegenwind kommt. Anfangs hatten die auch nach Bekanntwerden der Teilnahme kein Problem damit. Somit lässt das auch Rückschlüsse über die Geisteshaltung des WDRs zu, auch wenn die das Ganze nun komplett sein lassen.

Schade um die hübsche, kluge Frau, aber sie ist daher auch intelligent genug zu wissen, woran sie da Teil genommen hat.
Natürlich stellt sich auch die Frage, wieso so eine Demo in Deutschland überhaupt erlaubt ist. Aber das ist ein anderes Thema.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Keoma » Mi 15. Sep 2021, 07:49

jack000 hat geschrieben:(14 Sep 2021, 21:09)

Der WDR hat das doch nur zurückgestuft, weil medial da inzwischen zu viel Gegenwind kommt. Anfangs hatten die auch nach Bekanntwerden der Teilnahme kein Problem damit. Somit lässt das auch Rückschlüsse über die Geisteshaltung des WDRs zu, auch wenn die das Ganze nun komplett sein lassen.

Schade um die hübsche, kluge Frau, aber sie ist daher auch intelligent genug zu wissen, woran sie da Teil genommen hat.
Natürlich stellt sich auch die Frage, wieso so eine Demo in Deutschland überhaupt erlaubt ist. Aber das ist ein anderes Thema.


Na, besonders klug ist man in meinen Augen nicht, wenn man als Frau auf den Islam hineinfällt.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon relativ » Mi 15. Sep 2021, 08:12

Vongole hat geschrieben:(14 Sep 2021, 17:02)

Auf den Punkt gebracht!
Ich halte Frau El-Hassans Distanzierung nur bedingt für glaubhaft, nachdem ich dieses Statement las:

Wer sich offensichtlich begeistert mit einer Demo identifiziert, auf der u.a. "Juden ins Gas" gerufen wird, muss nicht laut mitschreien, der zeigt auch so, wofür er steht.
Die Dame hat sich als Journalistin disqualifiziert, jedenfalls für ein seriöses Medium.

Ich sehe das auch so und dies gilt für mich für alle Personen mit extremen Gedankengängen. Solche dürfen wir uns nicht in die Bildungs und Aufklärungsinstitutionen holen, wenn dies bekannt wird, selbst wenn diese Personen abschwören, sollte dies erstmal ordenlich überprüft werden ob sie dies auch wirklich ernst meinen. D.h. da sollten schon längjährige Taten die "Jugendsünden" vergessen lassen.
Natürlich hat jeder eine 2 .Chance verdient wenn er es denn ernst meint, aber es muss ja nicht gerade dort sein, wo staatlich Meinungsbildung und Aufklärung betrieben wird, von der Politik mal ganz zu schweigen.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon Stoner » Mi 15. Sep 2021, 09:13

relativ hat geschrieben:(15 Sep 2021, 08:12)

Natürlich hat jeder eine 2 .Chance verdient wenn er es denn ernst meint, aber es muss ja nicht gerade dort sein, wo staatlich Meinungsbildung und Aufklärung betrieben wird, von der Politik mal ganz zu schweigen.


Das ist eine interessante Auffassung. Dass ein Sender wie der WDR "staatlich Meinungsbildung und Aufklärung" betreibt, hätte man eigentlich eher von ÖR-Kritikern erwartet.

Zu hoffen bliebe, dass der Bürger mindestens von staatlicher Meinungsbildung im ÖR-Fernsehen verschont bleibt. Wobei dazu gehören würde, politischen und religiösen Aktivisten - und El-Hassan wird bei Wiki u.a. als muslimische Aktivistin geführt - keine Plattform zu bieten. Aber solche Wünsche werden wohl fromme bleiben, der Journalismus ist längst eine Domäne von Aktivisten.

Was für ein Glück, möchte man da sagen, wenn jemand mal in seiner Jugend zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war und wenigstens so dann ferngehalten werden kann. Hätte sie an dem Tag keine Zeit gehabt, wäre sie mit der gleichen Einstellung jetzt eine staatliche Meinungsbildnerin und Aufklärerin.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon relativ » Mi 15. Sep 2021, 09:24

Stoner hat geschrieben:(15 Sep 2021, 09:13)

Das ist eine interessante Auffassung. Dass ein Sender wie der WDR "staatlich Meinungsbildung und Aufklärung" betreibt, hätte man eigentlich eher von ÖR-Kritikern erwartet.
Das ist sogar seine Aufgabe , erstaunlich das du dies nicht weisst.

Zu hoffen bliebe, dass der Bürger mindestens von staatlicher Meinungsbildung im ÖR-Fernsehen verschont bleibt. Wobei dazu gehören würde, politischen und religiösen Aktivisten - und El-Hassan wird bei Wiki u.a. als muslimische Aktivistin geführt - keine Plattform zu bieten. Aber solche Wünsche werden wohl fromme bleiben, der Journalismus ist längst eine Domäne von Aktivisten.
Ich weiss nicht was du wieder darunter verstehen willst, aber jede Aufklärung, News, Info ect. führt auch zur Meinungsbildung, egal wer das Medium betreibt. Also staatliche Aufgabe der Aufklärung, nicht zu verwechseln mit staatlicher Propaganda.

Was für ein Glück, möchte man da sagen, wenn jemand mal in seiner Jugend zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war und wenigstens so dann ferngehalten werden kann. Hätte sie an dem Tag keine Zeit gehabt, wäre sie mit der gleichen Einstellung jetzt eine staatliche Meinungsbildnerin und Aufklärerin.
Nunja es ist Fakt, daß die meisten Jungendlichen auch mal Mist machen/bauen. Davon kann sich wohl kaum jemand frei sprechen. Das sich Einstellungen auch ändern können sollte auch kein Geheimnis sein. Also kein Grund jede Person gleich über den selben Kamm zu scheren.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Der Fall (von) El-Hassan (?)

Beitragvon busse » Mi 15. Sep 2021, 09:39

relativ hat geschrieben:(15 Sep 2021, 09:24)

Nunja es ist Fakt, daß die meisten Jungendlichen auch mal Mist machen/bauen. Davon kann sich wohl kaum jemand frei sprechen. Das sich Einstellungen auch ändern können sollte auch kein Geheimnis sein. Also kein Grund jede Person gleich über den selben Kamm zu scheren.


Stimmt da hast du wirklich recht. Nur gilt das nicht bei z.B. AfD Mitglieder die irgendwann mal irgendwo mitgelatscht sind und nach "rbb Recherche" damit als ganz Verabscheuungswürdig sind. Natürlich ganz im Sinne der "Aufklärung" wurde das jetzt kurz vor den Wahlen platziert, also es gibt natürlich keinen Grund.
busse

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