Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

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Aldemarin
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Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Aldemarin » Mo 3. Feb 2020, 19:02

Warum wird denn nicht bei der Entwicklung von Autos auf deren "Stadtgerechtigkeit" nicht höchsten Wert gelegt? Deutsche Autoentwickler müßten doch wissen, wie eng es manchmal in unseren Städten zugeht und da sollten Autos einen möglichst kleinen Wendekreis haben und nicht größer als unbedingt nötig. Warum tut man sich damit so schwer?
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Quatschki
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Quatschki » Mo 3. Feb 2020, 19:04

Aldemarin hat geschrieben:(03 Feb 2020, 19:02)

Warum wird denn nicht bei der Entwicklung von Autos auf deren "Stadtgerechtigkeit" nicht höchsten Wert gelegt? Deutsche Autoentwickler müßten doch wissen, wie eng es manchmal in unseren Städten zugeht und da sollten Autos einen möglichst kleinen Wendekreis haben und nicht größer als unbedingt nötig. Warum tut man sich damit so schwer?

Das frage ich mich auch immer.
Zumal es in anderen Ländern noch enger zugeht.
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Teeernte
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Teeernte » Mo 3. Feb 2020, 19:39

Ähmmm....

Ein nicht ganz ernst zunehmender Beitrag..

Das haben wir immer schon so gemacht...

Was hat das Space Shuttle mit einem Pferdearsch zu tun?

Für Züge in den USA gilt die standardisierte Spurweite (Abstand der Schienen) von 4 Fuss und 8,5 Inch (...). Das ist - auch für amerikanische Verhältnisse - eine übertrieben krumme Zahl.
Warum wurde diese Spurweite gewählt? Nun, so hat man sie in England gebaut und die Engländer errichteten auch die ersten Schienen in den USA. Warum die Engländer so bauten? Weil die ersten Zuggleise in England von denselben Leuten gebaut wurden, die auch den Vorgänger des Zuges: die Trambahn bauten. Und diese Spurweite hatte die schon.
Warum wurde dann damals schon diese Spurweite verwendet? Weil die Menschen, die Trambahnen zusammenschraubten, dafür die Spannvorrichtungen und die Werkzeuge einsetzten, die sie schon zum Wagenbau hatten - und der Radabstand der Wagen hatte nun mal dieses Maß.
Ok. Warum hatten die Wägen diesen besonders merkwürdigen Radabstand? Nun, einige der alten, langen Fernstraßen in England hatten tief eingefahrene Furchen in eben diesem Abstand. Und wer baute diese alten, zerfurchten Straßen? Das Römische Imperium baute die ersten Fernstraßen in Europa (und England) für seine Legionen.
Die Straßen wurden seitdem immer weiter benutzt. Und die tiefen Spur-Rillen in den Straßen? Römische Kriegs-(Triumph)Wagen formten die ersten Furchen, und weil sie für das imperiale Rom hergestellt wurden, hatten alle den gleichen Radabstand. Man tat gut daran, sich an diesen Radabstand zu halten, wenn man nicht riskieren wollte, seine Wagenräder zu zerschleißen.
Die Standard-Spurweite von 4 Fuss und 8,5 Inch in den Vereinigten Staaten ist also direkt auf die Breite der römischen Kriegswagen zurückzuführen.
Also, das nächste mal, wenn Ihnen eine Spezifikation in die Hand gegeben wird, und Sie Sich wundern, welcher Pferdearsch sich das ausgedacht hat, könnten Sie genau richtig liegen(!), denn: Imperiale Römische Kriegs-(Triumph)wagen waren gerade breit genug, um die Hinterteile zweier Kriegspferde unterbringen zu können.
Und jetzt kommt das Space Shuttle ins Spiel: Wenn ein Space Shuttle auf der Startrampe steht, sieht man zwei große Booster-Raketen, die an den Seiten des Haupttanks befestigt sind. Das sind 'Solid Rocket Boosters' oder SRBs. SRBs werden von Thiokol in einer Fabrik in Utah produziert. Die Ingenieure, die die SRBs entworfen haben, hätten sie lieber etwas dicker gemacht - doch die SRBs mussten mit dem Zug aus der Fabrik zur Startrampe transportiert werden. Die Zugstrecke zur Rampe führt aber durch einen Tunnel. Und der ist kaum breiter als die Zuggleise. Und diese wiederum sind - wie Sie wissen - kaum breiter als die Hintern zweier Pferde.
Also: ein wichtiges Design-Element des Space Shuttles, das wohl eines der fortgeschrittensten Transportmittel der Welt ist, wurde vor über 2000 Jahren durch die Breite eines Pferdearsches festgelegt.

Und Sie dachten, ein Pferdearsch wäre nicht wichtig!!!
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon JJazzGold » Mo 3. Feb 2020, 19:44

Aldemarin hat geschrieben:(03 Feb 2020, 19:02)

Warum wird denn nicht bei der Entwicklung von Autos auf deren "Stadtgerechtigkeit" nicht höchsten Wert gelegt? Deutsche Autoentwickler müßten doch wissen, wie eng es manchmal in unseren Städten zugeht und da sollten Autos einen möglichst kleinen Wendekreis haben und nicht größer als unbedingt nötig. Warum tut man sich damit so schwer?



Gibt es doch, Smart, Fiat 500, Mini Cooper, Twingo...
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Tom Bombadil » Di 4. Feb 2020, 10:18

Aldemarin hat geschrieben:(03 Feb 2020, 19:02)

Warum wird denn nicht bei der Entwicklung von Autos auf deren "Stadtgerechtigkeit" nicht höchsten Wert gelegt?

Jeder Hersteller hat auch kleine, wendige Autos im Angebot, die Kunden wollen aber lieber dicke, fette Karren fahren.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Teeernte » Di 4. Feb 2020, 10:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Feb 2020, 10:18)

Jeder Hersteller hat auch kleine, wendige Autos im Angebot, die Kunden wollen aber lieber dicke, fette Karren fahren.


Dienstwageneffekt >> Dienstwagen (Ohne Mehrwert) in Höhe des Brutto - Jahresverdienstes.

Das geht meistens ab 60.000 los- such da mal einen kleinWagen.... (ein teueres Fahrrad gibt es auf Wunsch EXTRA - und macht den Kohl auch nicht mehr fett)

Standardfarbe , Standardausstattung.

....und komm jetzt nicht mit nem Taschenlampenauto.

MANN® muss einen SUV kaufen - damit das Geld alle wird !!

Was "verdient" mein Nachbar ? >> Auto - Listenpreis ohne Märchen...

aaaaaaaha.
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon schokoschendrezki » Di 4. Feb 2020, 14:56

Aldemarin hat geschrieben:(03 Feb 2020, 19:02)

Warum wird denn nicht bei der Entwicklung von Autos auf deren "Stadtgerechtigkeit" nicht höchsten Wert gelegt? Deutsche Autoentwickler müßten doch wissen, wie eng es manchmal in unseren Städten zugeht und da sollten Autos einen möglichst kleinen Wendekreis haben und nicht größer als unbedingt nötig. Warum tut man sich damit so schwer?


Ich will mich nicht über Verkehrssysteme in der Fläche auslassen ... aber wirklich "stadtgerecht" kann nur ein gut ausgebautes System an öffentlichen Verkehrsmitteln plus unmotorisierter Individualverkehr sein. Alles andere ist früher oder später eine Plage und disfunktional. Einfache Rechnung genügt. Verdichtung nimmt überall zu.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Tom Bombadil » Di 4. Feb 2020, 15:26

Wozu braucht man in einer Stadt eigentlich öffentliche Verkehrsmittel? Man kann doch zu Fuß gehen oder das Rad nehmen, das würde auch massenhaft Straßenfläche, die man dann bebauen kann, einsparen.
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Teeernte » Di 4. Feb 2020, 15:34

schokoschendrezki hat geschrieben:(04 Feb 2020, 14:56)

Ich will mich nicht über Verkehrssysteme in der Fläche auslassen ... aber wirklich "stadtgerecht" kann nur ein gut ausgebautes System an öffentlichen Verkehrsmitteln plus unmotorisierter Individualverkehr sein. Alles andere ist früher oder später eine Plage und disfunktional. Einfache Rechnung genügt. Verdichtung nimmt überall zu.


Mannnnn- deshalb hast Du jede Menge Einpendlerautos !

Die Strassenbahn (EIN ELEKTRISCH BETRIEBENES GEFÄHRT) - in anderen Gegenden wegen der Förderung auch S-Bahn, U-Bahn genannt - fährt meistens bis an die Stadtgrenze.

1000 m weiter in den nächsten ORT ? Nur wenn der sich eingemeinden lässt !

Im Dorf nebenan geht der Bus in die entfernte Kreisstadt - nicht in die Schlafstädte um die Grosstadt.

Fahren zuviel Busse - muss man schnell Schranken für die Bahn bauen - damit der Bus lange stehen kann...
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon imp » Di 4. Feb 2020, 19:07

Aldemarin hat geschrieben:(03 Feb 2020, 19:02)

Warum wird denn nicht bei der Entwicklung von Autos auf deren "Stadtgerechtigkeit" nicht höchsten Wert gelegt? Deutsche Autoentwickler müßten doch wissen, wie eng es manchmal in unseren Städten zugeht und da sollten Autos einen möglichst kleinen Wendekreis haben und nicht größer als unbedingt nötig. Warum tut man sich damit so schwer?

Es gibt kleinere Autos. Für viele sind sie nicht praktisch, nicht erstrebenswert, nicht das was sie kaufen. Warum soll man ein Auto kaufen, in das der wöchentliche Getränkeverbrauch nicht kastenweise reinpasst?
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Aldemarin » Di 4. Feb 2020, 21:16

Warum kein SUV mit Allradlenkung und leichter Kunststoff- oder Aluminiumkarosserie? Dann kann auch der Motor kleiner gebaut werden, was wiederum ein unnötig großes Fahrzeug vermeidet. Alternativ kann man ja auch an der Leistung sparen. Früher hatten die Autos auch weniger PS...
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon imp » Di 4. Feb 2020, 21:34

Aldemarin hat geschrieben:(04 Feb 2020, 21:16)

Warum kein SUV mit Allradlenkung und leichter Kunststoff- oder Aluminiumkarosserie? Dann kann auch der Motor kleiner gebaut werden, was wiederum ein unnötig großes Fahrzeug vermeidet. Alternativ kann man ja auch an der Leistung sparen. Früher hatten die Autos auch weniger PS...

Da machst du einen Denkfehler. Ältere Motoren mit weniger Leistung waren nicht unbedingt kleiner. Sie waren auch nicht unbedingt leichter. Vor allem haben sie oft mehr verbraucht als moderne Motoren.
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon schokoschendrezki » Do 6. Feb 2020, 10:04

Teeernte hat geschrieben:(04 Feb 2020, 15:34)

Mannnnn- deshalb hast Du jede Menge Einpendlerautos !

Die Strassenbahn (EIN ELEKTRISCH BETRIEBENES GEFÄHRT) - in anderen Gegenden wegen der Förderung auch S-Bahn, U-Bahn genannt - fährt meistens bis an die Stadtgrenze.

1000 m weiter in den nächsten ORT ? Nur wenn der sich eingemeinden lässt !

Im Dorf nebenan geht der Bus in die entfernte Kreisstadt - nicht in die Schlafstädte um die Grosstadt.

Fahren zuviel Busse - muss man schnell Schranken für die Bahn bauen - damit der Bus lange stehen kann...


Das Problem in einer Stadt wie Berlin ist, dass die großen sternförmig aufs Zentrum zulaufenden Straßen-Magistralen trotz der P+R-Plätze an den peripheren Stadt- und Regionalbahnhöfen genauso chronisch verstopft sind wie die Stadtbahnen und Regionalbahnen selbst. Und die Verstopfungen nehmen weiterhin permanent zu. Genau wie auch die Bebauungsdichte in der Stadt. Stadtplaner können sicherlich Überschlagsrechnungen machen. In die die durchschnittliche Zahl von Mitfahrern pro Auto, die maximale Durchlasskapazität soundsovielspuriger Straßen, die vorzuhaltenden Innenstadtparkflächen, die Arbeitsmarktentwicklungen usw. usf. eingeht. Ich kann mir aber auch beim allerbesten Willen nicht vorstellen, dass das Konzept "motorisierter Individualverkehr als Schwerpunkt" auch nur irgendwie eine Zukunftsfähigkeit in einer Metropolregion haben kann. Egal ob Verbrennungsmotor, elektrisch, mini oder SUV. Ich bin auch bei SHaring-Konzepten und erst recht beim autonomen Fahren skeptisch. Es kann kein wirklich stadtgerechtes Auto geben. Das Ergebnis wird Verkehrschaos und Kampf um jeden Quadratmeter sein.

Für die Bahn dagegen gilt das Paradox, das ich in jüngerer Zeit schon öfter gehört habe: Ihr Problem ist, dass sie zu erfolgreich ist. Sprich: Trotz teils katastrophaler Bedingungen wollen (zumindest in Metropolregionen) immer mehr Leute mit der Bahn statt mit dem Auto fahren. Verständlich. Unverständlich ist, dass aus dieser gewaltigen zumindest potenziellen Nachfrage so wenig Angebot wird. Es könnte - neben dem normalen Sitz- und Sehplatz - (teuer) vermietbare Computerarbeitsplätze oder sogar rollende Besprechungsräume und ähnliches in Regionalzügen geben.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Do 6. Feb 2020, 10:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon schokoschendrezki » Do 6. Feb 2020, 10:10

Quatschki hat geschrieben:(03 Feb 2020, 19:04)

Das frage ich mich auch immer.
Zumal es in anderen Ländern noch enger zugeht.

Richtig. Und in Europa betrifft das allen voran Städte wie London, Kopenhagen, Amsterdam und vor allem Paris. Und da heißt es inzwischen: Radikal umdenken. Aber nicht bei den Antriebsarten oder der Bauart von Fahrzeugen sondern beim grundsätzlichen städteplanerischen Konzept.

Verkehrskollaps: Umdenken in London und Paris

Europas Metropolen kämpfen mit rigorosen Mitteln gegen die Blechlawine auf ihren Straßen. Dabei sind die Konzepte verschieden. London setzt auf die City-Maut 2.0, Paris aufs Fahrrad.
https://www.3sat.de/gesellschaft/makro/verkehrskollaps-umdenken-in-london-und-paris-100.html
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Quatschki » Do 6. Feb 2020, 10:26

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Feb 2020, 10:10)

Richtig. Und in Europa betrifft das allen voran Städte wie London, Kopenhagen, Amsterdam und vor allem Paris. Und da heißt es inzwischen: Radikal umdenken. Aber nicht bei den Antriebsarten oder der Bauart von Fahrzeugen sondern beim grundsätzlichen städteplanerischen Konzept.

Ich dachte eher an die kleinen, engen Städte Italiens, Osteuropas oder des Balkans mit ihren mittelalterlichen Straßennetzen, in denen die immer breiteren Limousinen und SUV's oft hilflos herumrangieren, von Navigationssystemen in die Irre geführt, weil sie die entscheidenden 5cm zu breit sind...
In den tollen Metropolen mit ihren Metronetzen und Radschnellwegen leben nicht mal 10% der europäischen Bevölkerung.
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Re: Autogrechte Stadt? - Stadtgerechte Autos!

Beitragvon Aldemarin » Mi 12. Feb 2020, 14:15

Warum eigentlich nicht mehr Autotransportzüge? Elektroautos könnten in diesen Zügen sogar während der Fahrt sogar aufgeladen werden. Um das schnelle Be- und Entladen derartiger Züge zu ermöglichen, wäre es unter Umständen auch sinnvoll Autos zu bauen, die leicht mit Verladekränen auf die Züge gesetzt werden könnten, damit das Be- und Entladen schneller geht als durch reines Fahren auf die Waggons.

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