Elektroautos

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Tom Bombadil
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » So 20. Okt 2019, 11:41

H2O hat geschrieben:(20 Oct 2019, 11:36)

Sind an der Stelle denn auf beiden Seiten nur Hornochsen am Werk?

Man kann jedenfalls nicht sagen, dass Hydro nicht gewarnt hätte: https://rp-online.de/nrw/staedte/greven ... d-34880935
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odiug
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Re: Elektroautos

Beitragvon odiug » So 20. Okt 2019, 12:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2019, 11:23)

Ja, das stellen sich die Manager und Inhaber von Unternehmen in den energieintensiven Branchen auch anders vor, als laufend vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Konsequenz: https://rp-online.de/nrw/staedte/greven ... d-45750691

An der Energiewende oder dem noch gar nicht stattgefundenen Kohleausstieg liegt das sicherlich nicht.
Es liegt vielmehr daran: https://www.finanzen.net/rohstoffe/aluminiumpreis
Die Preise für Aluminium fallen weltweit.
Mit Trumps Zöllen auf chinesischen Stahl und auch Aluminium schwemmen die Chinesen mit ihrer Überproduktion den Weltmarkt ... besonders die EU.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/zo ... a-109.html
Das ist der Grund für die Verluste von Hydro und die Sparmaßnahmen, weil den EEG Zuschlag zahlt dieses Unternehmen sowieso nicht und durch den niedrigen Industriestrompreis durch die EEG profitiert Hydro sogar von der Energiewende.
Der Rest ist das übliche Gejammere eines Managers, der es mal wieder versäumt hat auf veränderte Marktbedingungen angemessen zu reagieren und jetzt die Angestellten und Arbeiter die Zeche zahlen lässt.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » So 20. Okt 2019, 12:28

Der Preis muss die Kosten decken und wenn das nicht mehr möglich ist, weil die Energiekosten steigen und darüberhinaus auch noch Kosten wegen der Zwangstrennung vom Stromnetz anfallen, dann muss so ein Unternehmen eben da Kosten einsparen, wo es möglich ist. Dass du jetzt die Manager anklagst, die auf die veränderten Marktbedingungen reagieren, ist nicht logisch.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Dark Angel » So 20. Okt 2019, 12:30

pLenarum hat geschrieben:(20 Oct 2019, 10:25)

Das Topic heißt eben nicht infrastrukturelle Probleme bei 100% Elektrifizierung des individuellen Straßenverkehrs. Das hast du es für dich selbst so auserkoren. Hier können sehr wohl alle Facetten des Themas besprochen werden. Weder stehe ich für die Forderungen der Grünen noch habe ich irgendeine 100% Elektrifizierung gefordert. Aber wenn du es gerne wissen möchtest, unter Beachtung der aktuellen technischen Möglichkeiten, erachte ich eine gewisse Elektrifizierung in Städten/Ballungsgebieten als sinnvoll. Von daher bist du die Person, die ein Strohmann aufstellt.

Es geht in diesem Thread um Elektroautos/Elektromobilität und beides funktioniert ohne ein, entsprechend ausgelegtes, Stromnetz nicht.

pLenarum hat geschrieben:(20 Oct 2019, 10:25)Lieferst du bitte eine Quelle dafür nach, dass das Stromnetz schon heute an seinen Grenzen stößt. Der aktuelle Konsens lautet eher dahingehend, dass unser Stromnetz eine Elektrifizierung von +-30% aushält. link

Du hättest deinen eigenen Link mal sehr genau durchlesen und vor allem verstehen sollen!
Darin geht es NICHT um eine Beschreibung des IST-Zustandes des deutschen Stromnetzes, sondern um Modelle, Simulationen und Prognosen.
In deinem Link heißt es u.a.

"In Momenten hoher Gleichzeitigkeit wird das Ortsnetz zum Engpass, da es derzeit auf diese zusätz- liche Belastung nicht ausgelegt ist. Die Gefahr: Es kommt zu einer erheblichen Überschreitung der maximalen Ortsnetz-kapazität und dadurch zu einem Ausfall der Stromversorgung."

und

"Unter den Voraussetzungen der aktuell bestehenden Netzstrukturen und der regu- latorischen Gegebenheiten wird mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit das Niederspannungsnetz ab einer Elektro-mobilitätsquote von 30 Prozent flächen-deckend überlastet sein. Je nachdem, welche Prognose man zugrunde legt, wird diese Quote in einem Zeitfenster zwischen 2025 und 2040 erreicht werden."


Damit bestätigst du meine Aussage indirekt, lieferst selbst den Link dazu!
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Re: Elektroautos

Beitragvon H2O » So 20. Okt 2019, 12:32

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2019, 11:41)

Man kann jedenfalls nicht sagen, dass Hydro nicht gewarnt hätte: https://rp-online.de/nrw/staedte/greven ... d-34880935


Warnen kann nun wirklich jeder; das machen Sie und ich hier den ganzen Tag; völlig risikolos und unverbindlich. Aber in gemeinsamer Verantwortung zusammen arbeiten mit dem Ziel, die bestmögliche Lösung zu finden, das wäre unter dem Strich wohl vernünftiger, wenn man politisch einerseits und wirtschaftlich andererseits Verantwortung trägt. Aus der Ferne schwer zu bewerten!
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Re: Elektroautos

Beitragvon Dark Angel » So 20. Okt 2019, 12:44

H2O hat geschrieben:(20 Oct 2019, 12:32)

Warnen kann nun wirklich jeder; das machen Sie und ich hier den ganzen Tag; völlig risikolos und unverbindlich. Aber in gemeinsamer Verantwortung zusammen arbeiten mit dem Ziel, die bestmögliche Lösung zu finden, das wäre unter dem Strich wohl vernünftiger, wenn man politisch einerseits und wirtschaftlich andererseits Verantwortung trägt. Aus der Ferne schwer zu bewerten!

Was Dir da vorschwebt nennt sich Zentralverwaltungswirtschaft.
Was da am Ende herauskommt, müsste das Beispiel des "real existierenden Sozialismus" in den Staaten des Ostblocks doch (eigentlich) auch dem Allerletzten eindrucksvoll vor Augen geführt haben.

Um so unverständlicher ist es, dass es immer noch Träumer gibt, die dieses Modell favorisieren und als Lösung aller Probleme betrachtet.

Hier bestätigt sich mal wieder das Sprichwort:
"Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt." (Mohandas Karamchand Gandhi)
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Re: Elektroautos

Beitragvon odiug » So 20. Okt 2019, 12:46

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2019, 12:28)

Der Preis muss die Kosten decken und wenn das nicht mehr möglich ist, weil die Energiekosten steigen und darüberhinaus auch noch Kosten wegen der Zwangstrennung vom Stromnetz anfallen, dann muss so ein Unternehmen eben da Kosten einsparen, wo es möglich ist. Dass du jetzt die Manager anklagst, die auf die veränderten Marktbedingungen reagieren, ist nicht logisch.

Was für ein höherer Industriestrompreis :?:
https://de.statista.com/statistik/daten ... seit-1995/
Was letzteres betrifft: die EU hat auf das Dumping der Chinesen viel zu schwach reagiert.
Mit ein Grund, warum das so ist, sind die unsinnigen Handelskriege von Trump, die einen Spalt in die Front gegen Chinas permanente Verletzung der WTO Handelsregeln trieb.
Insofern war meine alleinige Zuspitzung auf die Manager etwas unfair, weil es ist auch ein Versagen der internationalen Politik gegenüber China.
Das hat aber nix, aber auch rein gar nix mit der Energiewende zu tun.
Das gesagt: es gehört auch zur Aufgabe des Management, politische Unwägbarkeiten mit zu berücksichtigen, wie ein Unternehmen sich aufstellen soll, das in einem internationalen Markt handelt.
Und da hat das Management offensichtlich versagt.
Zuletzt geändert von odiug am So 20. Okt 2019, 12:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » So 20. Okt 2019, 12:52

H2O hat geschrieben:(20 Oct 2019, 12:32)

Aber in gemeinsamer Verantwortung zusammen arbeiten mit dem Ziel, die bestmögliche Lösung zu finden, das wäre unter dem Strich wohl vernünftiger, wenn man politisch einerseits und wirtschaftlich andererseits Verantwortung trägt.

Wie hat die Kommission „Wachstum, Struktur und Beschäftigung“ denn auf das Papier der Hydro reagiert?

@odiug: das Diagramm ist blockiert. Ist die Gewerkschaft glaubwürdiger als die bösen Manager: https://www.igbce.de/vanity/renderDownl ... 174/170120 ? Seite 8.
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Re: Elektroautos

Beitragvon odiug » So 20. Okt 2019, 13:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2019, 12:52)

Wie hat die Kommission „Wachstum, Struktur und Beschäftigung“ denn auf das Papier der Hydro reagiert?

@odiug: das Diagramm ist blockiert. Ist die Gewerkschaft glaubwürdiger als die bösen Manager: https://www.igbce.de/vanity/renderDownl ... 174/170120 ? Seite 8.

Tja ... Statistika ... da kommt das vor.
Du müsstest wahrscheinlich erst deine Cookies löschen, dann würde es vielleicht funzen, ist aber den Aufwand nicht wert und du verlierst dadurch vielleicht wichtige Einstellungen auf den von dir genutzten Webseiten ... also tu das nicht.
Was stimmt, ist, dass der Industriestrompreis mit EEG in den letzten Jahren stieg.
Aber Hydro zahlt keine EEG und ohne EEG sank der Strompreis, dank der Energiewende und davon profitierte Hydro im Vergleich.
Die letzte Spalte gilt für Hydro:
https://www.stromauskunft.de/gewerbestr ... trompreis/
Die Aluminiumindustrie war immer schon von der EEG ausgenommen, weil die Produktion von Aluminium ein Stromfresser ist.
Wir subventionieren also Hydro mit unsrer EEG.
Das wurde in der Sendung : "Die Anstalt", die ich dir ja schon mal verlinkt habe auf humoristische Weise erklärt ... genau darum ging es.
Hydro ist einer der großen Profiteure der Energiewende.
Die Gründe für deren Probleme sind ganz wo anders zu suchen.
Zuletzt geändert von odiug am So 20. Okt 2019, 13:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » So 20. Okt 2019, 13:13

Dann lügt die Gewerkschaft?

odiug hat geschrieben:(20 Oct 2019, 13:05)

Die letzte Spalte gilt für Hydro

Woher weißt du das?

Wir subventionieren also Hydro mit unsrer EEG.

Ihr subventioniert die EE-Betreiber mit zig Milliarden Euro.

Hydro ist einer der großen Profiteure der Energiewende.

Jau, ganz besonders wenn wieder mal der Strom abgeschaltet wird.

Die Sendung "Anstalt" lag leider völlig falsch, das hatten wir bereits diskutiert.
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Re: Elektroautos

Beitragvon odiug » So 20. Okt 2019, 13:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2019, 13:13)

Dann lügt die Gewerkschaft?


Woher weißt du das?

Die Sendung "Anstalt" lag leider völlig falsch, das hatten wir bereits diskutiert.

Weil die Aluminiumindustrie schon immer von der EEG ausgenommen war.
Schon seit Einführung des EEG.
Siehe oben ... ich hab das ergänzt.#
Und nein ... was da gesagt wurde ist leider nicht falsch, sondern du willst einfach nicht zuhören.
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Re: Elektroautos

Beitragvon pLenarum » So 20. Okt 2019, 13:25

Dark Angel hat geschrieben:(20 Oct 2019, 12:30)
Darin geht es NICHT um eine Beschreibung des IST-Zustandes des deutschen Stromnetzes, sondern um Modelle, Simulationen und Prognosen.

Ja, natürlich Prognosen, Modelle und Simulationen. Was denn sonst? Nasenfaktor?

Dark Angel hat geschrieben:In deinem Link heißt es u.a.

"In Momenten hoher Gleichzeitigkeit wird das Ortsnetz zum Engpass, [/u][/b]"

und

,,,ab einer Elektro-mobilitätsquote von 30 Prozent flächen-deckend überlastet sein."


Damit bestätigst du meine Aussage indirekt, lieferst selbst den Link dazu!
So etwas nennt man ein klassisches Eigentor!


Die Undifferenzierte, nicht nachgewiesene Behauptung "Ortsnetze laufen HEUTE am Rande ihrer Kapazität" wird durch diese Publikation nicht bestärkt, sondern entkräftet. Die von dir Zitierten passagen werden im Zusammenhang des Szenarios genannt. Eine Behauptung meinerseits, dass aktuelle Stromnetz würde 100% elektrifizierung verkraften wurde nie getätigt. Daher kann es kein EIgentor sein. Kann eine Offenbarung der Fakten überhaupt ein Eigentor sein?
Nichts ist eindeutig. Verallgemeinerungen sind Lügen. Alle Verallgemeinerungen sind falsch, diese eingeschlossen.
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Re: Elektroautos

Beitragvon odiug » So 20. Okt 2019, 13:25

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2019, 13:13)

Dann lügt die Gewerkschaft?


Woher weißt du das?


Ihr subventioniert die EE-Betreiber mit zig Milliarden Euro.


Jau, ganz besonders wenn wieder mal der Strom abgeschaltet wird.

Die Sendung "Anstalt" lag leider völlig falsch, das hatten wir bereits diskutiert.

https://www.isi.fraunhofer.de/content/d ... aerkte.pdf
Innerhalb der gewählten Vergleichsgrundlage lag der deutsche Strompreis für große energieintensive Industrien mit 4,7ct/kWh für 2012 im Mittelfeld der Strompreise in den untersuchten Regionen

Hydra, das als Aluminiumproduzent schon bei Einführung des EEG von den Abgaben befreit wurde, zahlt im internationalen Vergleich eben keinen erhöhten Stompreis.
Diese Behauptung stimmt einfach nicht und daher ist das EEG auch nicht der Grund für deren Schwierigkeiten !
Der Grund liegt im internationalen Aluminiumpreis und der wird von den chinesischen Dumping nach unten getrieben.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » So 20. Okt 2019, 13:48

odiug hat geschrieben:(20 Oct 2019, 13:15)

Siehe oben ... ich hab das ergänzt.#

Wo steht da, wie viel Hydro für den Strom bezahlt? Das Diagramm nennt Zahlen von 2014, das ist jetzt 5 Jahre her, die Gewerkschaft nennt aktuellere Zahlen von 2018. Auf Seite 9 sieht man auch den internationalen Vergleich. Wer weiß, was solche Unternehmen in China für den Strom zahlen müssen.

Und nein ... was da gesagt wurde ist leider nicht falsch, sondern du willst einfach nicht zuhören.

Die Schlussfolgerung ist falsch, die Unternehmen zahlen einfach nur den Marktpreis - ermittelt an der Strombörse - für den Strom, weil das für die EE-Betreiber aber nicht wirtschaftlich ist und man damit erst recht keinen Gewinn machen kann, muss der Michel das Portemonnaie aufmachen und die EE-Betreiber subventionieren.

odiug hat geschrieben:(20 Oct 2019, 13:25)

Diese Behauptung stimmt einfach nicht...

Wer sollte denn so eine Behauptung aufgestellt haben? Ich jedenfalls nicht.

...und daher ist das EEG auch nicht der Grund für deren Schwierigkeiten !

Die Energiewende ist Schuld daran, dass energieintensive Unternehmen immer öfter von Netz genommen werden. Glaubst du eigentlich, das würde keine Kosten verursachen? 2018 wurde den Aluminumhütten 78mal der Saft abgedreht, mit einer Vorwarnzeit von 15 Minuten. Was meinst du passiert dann mit dem Aluminium, Stahl, Glas etc. dass da gerade im Schmelzofen ist?

Der Grund liegt im internationalen Aluminiumpreis und der wird von den chinesischen Dumping nach unten getrieben.

Trotzdem müssen die Unternehmen darauf reagieren und ihre Kosten senken.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Dark Angel » So 20. Okt 2019, 14:38

pLenarum hat geschrieben:(20 Oct 2019, 13:25)

Ja, natürlich Prognosen, Modelle und Simulationen. Was denn sonst? Nasenfaktor?



Die Undifferenzierte, nicht nachgewiesene Behauptung "Ortsnetze laufen HEUTE am Rande ihrer Kapazität" wird durch diese Publikation nicht bestärkt, sondern entkräftet. Die von dir Zitierten passagen werden im Zusammenhang des Szenarios genannt. Eine Behauptung meinerseits, dass aktuelle Stromnetz würde 100% elektrifizierung verkraften wurde nie getätigt. Daher kann es kein EIgentor sein. Kann eine Offenbarung der Fakten überhaupt ein Eigentor sein?

Ich habe kein Wort von "am Rande ihrer Kapazität" geschrieben, sondern:

a) weil das gesamte Leitungsnetz über einen Zeitraum von X Jahren "gewachsen" ist und bereits heute vielerorts an seine Grenzen stößt"

Was mit "an seine Grenzen stoßen" gemeint ist, bitte HIER, HIER und HIER nachlesen!

Tatsache IST, dass Netzbetreiber immer häufiger regulierend eingreifen müssen (zeitweiliges Abschalten von Großverbrauchern), um Spannungsspitzen und Spannungsabfälle zu vermeiden und damit (auch) eine Blackout zu verhindern.
BEIDES - Spannungsspitzen und Spannungabfälle führen zur Notabschaltung von Generatorblöcken in Kraftwerken.
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Re: Elektroautos

Beitragvon odiug » So 20. Okt 2019, 14:54

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Oct 2019, 13:48)

Wo steht da, wie viel Hydro für den Strom bezahlt? Das Diagramm nennt Zahlen von 2014, das ist jetzt 5 Jahre her, die Gewerkschaft nennt aktuellere Zahlen von 2018. Auf Seite 9 sieht man auch den internationalen Vergleich. Wer weiß, was solche Unternehmen in China für den Strom zahlen müssen.
Weil alle Aluminiumhersteller in Deutschland von den Abgaben zum EEG ausgenommen sind ... alle ... auch Hydro.

Die Schlussfolgerung ist falsch, die Unternehmen zahlen einfach nur den Marktpreis - ermittelt an der Strombörse - für den Strom, weil das für die EE-Betreiber aber nicht wirtschaftlich ist und man damit erst recht keinen Gewinn machen kann, muss der Michel das Portemonnaie aufmachen und die EE-Betreiber subventionieren.
Der Marktpreis ist seit dem Ausbau der regenerierbaren Energien durch die Überproduktion gefallen und nicht gestiegen.
Auch das haben wir schon diskutiert: Deutschland produziert viel zu viel Strom.

Wer sollte denn so eine Behauptung aufgestellt haben? Ich jedenfalls nicht.
Liest du die Artikel die du verlinkst, oder genügt dir die Überschrift :?:

Die Energiewende ist Schuld daran, dass energieintensive Unternehmen immer öfter von Netz genommen werden. Glaubst du eigentlich, das würde keine Kosten verursachen? 2018 wurde den Aluminumhütten 78mal der Saft abgedreht, mit einer Vorwarnzeit von 15 Minuten. Was meinst du passiert dann mit dem Aluminium, Stahl, Glas etc. dass da gerade im Schmelzofen ist?
Die Stromausfälle sind seit Einführung des EEG faktisch gesunken und Deutschland steht im internationalen Vergleich sehr gut da.
https://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Re ... rafik.html
Schuld sind auch nicht die Windanlagen für die Stromausfälle, sondern meist Störungen im Netz, sprich Sturmschäden und veraltete Infrastruktur und ähnliches.
Außerdem müssen auch konventionelle Kraftwerke gewartet werden, was auch in einzelnen Regionen zu Beschränkungen führen kann.
Ein Aluminiumwerk hat den Stromverbrauch von einer Großstadt und ist von daher immer davon betroffen, wenn der Stromverbrauch begrenzt werden muss, was auch vor der Energiewende nichts ungewöhnliches war.
Das ist Teil des Geschäfts, nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt.
Die Alternative wäre Haushalte oder gar Krankenhäuser abzuschalten.

Trotzdem müssen die Unternehmen darauf reagieren und ihre Kosten senken.

Ja ... stimmt ... dann sollen die das machen.
Hab ich kein Problem damit, nur mach nicht das EEG dafür verantwortlich, wenn die Abgaben des EEG die Firma gar nicht betrifft.
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Re: Elektroautos

Beitragvon odiug » So 20. Okt 2019, 15:03

Dark Angel hat geschrieben:(20 Oct 2019, 14:38)

Ich habe kein Wort von "am Rande ihrer Kapazität" geschrieben, sondern:

a) weil das gesamte Leitungsnetz über einen Zeitraum von X Jahren "gewachsen" ist und bereits heute vielerorts an seine Grenzen stößt"

Was mit "an seine Grenzen stoßen" gemeint ist, bitte HIER, HIER und HIER nachlesen!

Tatsache IST, dass Netzbetreiber immer häufiger regulierend eingreifen müssen (zeitweiliges Abschalten von Großverbrauchern), um Spannungsspitzen und Spannungsabfälle zu vermeiden und damit (auch) eine Blackout zu verhindern.
BEIDES - Spannungsspitzen und Spannungabfälle führen zur Notabschaltung von Generatorblöcken in Kraftwerken.

Ja ... daran ist auch die Überproduktion von Strom in Deutschland schuld.
Polen sperrt ja seine Stromnetze schon für deutschen Exportstrom, weil die das gar nicht aufnehmen können.
Ich gebe sogar Tom in einem Punkt recht: die Energiewende in Deutschland macht nur in einem gesamteuropäischen Kontext Sinn.
Deutschland sollte von daher im Rahmen der EU viel mehr auf ein koordiniertes Vorgehen drängen.
Tut diese Regierung aber nicht.
Daher sollte man sie auch abwählen.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Dark Angel » So 20. Okt 2019, 16:43

odiug hat geschrieben:(20 Oct 2019, 15:03)

Ja ... daran ist auch die Überproduktion von Strom in Deutschland schuld.
Polen sperrt ja seine Stromnetze schon für deutschen Exportstrom, weil die das gar nicht aufnehmen können.
Ich gebe sogar Tom in einem Punkt recht: die Energiewende in Deutschland macht nur in einem gesamteuropäischen Kontext Sinn.
Deutschland sollte von daher im Rahmen der EU viel mehr auf ein koordiniertes Vorgehen drängen.
Tut diese Regierung aber nicht.
Daher sollte man sie auch abwählen.

Nicht die Überproduktion von Strom ist schuld, sondern dass Strom (Wind und Solar) vorranig dann produziert wird, a) wenn weniger gebraucht wird b) Strom (noch) nicht gespeichert werden kann.
Da Strom aus erneuerbaren Energien aber vorrangig eingespeist und abgenommen werden muss, führt das dazu, dass konvetionelle Kraftwerkblöcke herunter gefahren werden müssen, was allerdings nur im begrenzten Rahmen möglich ist.
Die "deutsche Energiewende" macht auch gesamteuropäisch keinen Sinn bzw wenig Sinn, weil die "Lastverteilung" in Europa inetwa gleich ist. Das Problem würde dadurch nicht gelöst, sondern nur verlagert.
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Re: Elektroautos

Beitragvon odiug » So 20. Okt 2019, 17:07

Dark Angel hat geschrieben:(20 Oct 2019, 16:43)

Nicht die Überproduktion von Strom ist schuld, sondern dass Strom (Wind und Solar) vorranig dann produziert wird, a) wenn weniger gebraucht wird b) Strom (noch) nicht gespeichert werden kann.
Da Strom aus erneuerbaren Energien aber vorrangig eingespeist und abgenommen werden muss, führt das dazu, dass konvetionelle Kraftwerkblöcke herunter gefahren werden müssen, was allerdings nur im begrenzten Rahmen möglich ist.
Die "deutsche Energiewende" macht auch gesamteuropäisch keinen Sinn bzw wenig Sinn, weil die "Lastverteilung" in Europa inetwa gleich ist. Das Problem würde dadurch nicht gelöst, sondern nur verlagert.

Die Überproduktion ist ein Grund von vielen für Engpässe im Stromnetz ... nicht der alleinige, nicht einmal einer der Größten, aber eben auch ein Grund ... daher schrieb ich ja auch "auch".
Und eine europäisch besser vernetzte Energiepolitik löst eben schon einen ganzen Haufen von Problemen, von der höheren Versorgungssicherheit der regenerativen Energieerzeuger bis hin zur Vermeidung von Stromspitzen in einzelnen Ländern.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » So 20. Okt 2019, 17:41

odiug hat geschrieben:(20 Oct 2019, 14:54)

Weil alle Aluminiumhersteller in Deutschland von den Abgaben zum EEG ausgenommen sind ... alle ... auch Hydro.

Wer hatte behauptet, Hydro müsste EEG-Umlage zahlen? Dann wären die schon längst weg aus Deutschland.

Der Marktpreis ist seit dem Ausbau der regenerierbaren Energien durch die Überproduktion gefallen und nicht gestiegen.

Also lügt die Gewerkschaft mit ihrer Broschüre?

Auch das haben wir schon diskutiert: Deutschland produziert viel zu viel Strom.

Nur kann man diesen Strom eben nicht speichern, deswegen verschenkt man den ins Ausland und muss noch Geld oben drauf legen. Und wenn der Strom dann knapp ist, muss man ihn teuer im Ausland kaufen. Und noch laufen ja die AKW und KohleKW, am 31.12.2019 geht das nächste AKW vom Netz.

Liest du die Artikel die du verlinkst, oder genügt dir die Überschrift

In welchem Artikel wird das EEG verantwortlich gemacht?

Die Stromausfälle sind seit Einführung des EEG faktisch gesunken und Deutschland steht im internationalen Vergleich sehr gut da.

Es geht nicht um Stromausfälle, sondern darum dass energieintensive Unternehmen von Netz genommen werden, wenn der Strom knapp zu werden droht.

Ein Aluminiumwerk hat den Stromverbrauch von einer Großstadt und ist von daher immer davon betroffen, wenn der Stromverbrauch begrenzt werden muss, was auch vor der Energiewende nichts ungewöhnliches war.

Die Zahl der Stromabschaltungen nimmt zu.

Die Alternative wäre Haushalte oder gar Krankenhäuser abzuschalten.

Die Alternative wäre, immer ausreichend Strom zu produzieren. Geht halt nur mit Wind und Sonne nicht und die oft angepriesenen Speichertechniken gibt es auch immer noch nicht, im Bau ist auch nix, zumindest keine großen Anlagen.

...nur mach nicht das EEG dafür verantwortlich, wenn die Abgaben des EEG die Firma gar nicht betrifft.

Wo habe ich das getan? Ich mache die stümperhafte Energiewendenpolitik dafür verantwortlich.
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