Elektroautos

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Tom Bombadil
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Do 5. Dez 2019, 19:18

H2O hat geschrieben:(05 Dec 2019, 15:11)

Die Regeln wurden ordnungsgemäß eingehalten.

Die Regeln, die man sich in Maastricht gegeben hat, wurden und werden laufend gebrochen und auch die Regeln von Dublin wurden und werden gebrochen, nur durch einen juristischen Winkelzug gedeckt. Da wurde sehr viel Porzellan zerschlagen. Und je mehr Geld man ins System pumpt, umso größer wird nach dem Crash der Katzenjammer.
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Re: Elektroautos

Beitragvon H2O » Do 5. Dez 2019, 19:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Dec 2019, 19:14)

Welcher Plan und wo wurde der vorgestellt und ausführlich erklärt?


Wir haben doch festgestellt, daß niemand einen klaren Mobilitätsplan verfolgt. Weder die Hersteller, noch die Stromversorger, noch unsere Bundesregierung. Zumutungen ohne Plan und Zeitrahmen für den Mobilitätssektor kann niemand vermitteln.

Das sagt doch auch schon die Tatsache, daß trotz gesteigerter Zuschüsse zum Erwerb der Stromer nicht gerade der große Ansturm auf diese Schnäppchen losbricht.

So kommt es wohl, daß jeder Betroffene glaubt, das alles irgendwie so weiter geht wie bisher, bis der Bruch unvermeidlich ist. "Eine Million Ladestationen mehr bis 2025 (SPD)...". "Eine Million Ladestationen bis 2030 (CDU)"... kann man googeln. Das sind Versprechungen, keine Pläne!
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Tom Bombadil
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Do 5. Dez 2019, 19:36

Und wann wird dann der Plan vorgestellt? Vor der nächsten Bundestagswahl, damit der Bürger auch die Partei wählen kann, deren Plan ihm am besten gefällt?
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Re: Elektroautos

Beitragvon fresh_ » Do 5. Dez 2019, 19:54

H2O hat geschrieben:(05 Dec 2019, 19:34)

Wir haben doch festgestellt, daß niemand einen klaren Mobilitätsplan verfolgt. Weder die Hersteller, noch die Stromversorger, noch unsere Bundesregierung. Zumutungen ohne Plan und Zeitrahmen für den Mobilitätssektor kann niemand vermitteln.

Das sagt doch auch schon die Tatsache, daß trotz gesteigerter Zuschüsse zum Erwerb der Stromer nicht gerade der große Ansturm auf diese Schnäppchen losbricht.

So kommt es wohl, daß jeder Betroffene glaubt, das alles irgendwie so weiter geht wie bisher, bis der Bruch unvermeidlich ist. "Eine Million Ladestationen mehr bis 2025 (SPD)...". "Eine Million Ladestationen bis 2030 (CDU)"... kann man googeln. Das sind Versprechungen, keine Pläne!



Das wird noch viele viele Jahre dauern bis hier ein halbwegs funktionierendes Netzwerk aufgebaut wird. Die Politik labert nur, tut aber nix bzw. tut das was die Autolobby will. Ganz einfach. Am Ende werden wir gezwungen diesen Elektromist zu kaufen.
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Re: Elektroautos

Beitragvon H2O » Do 5. Dez 2019, 20:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Dec 2019, 19:36)

Und wann wird dann der Plan vorgestellt? Vor der nächsten Bundestagswahl, damit der Bürger auch die Partei wählen kann, deren Plan ihm am besten gefällt?


Davor werden sich Politiker hüten; die haben keinen ernsthaften Mobilitätsplan. Die wollen etwas mit Schiene, Wasserstoff und Batteriefahrzeugen machen. Das werden sie mit bunten Bildern beschreiben. Mittelplanung über Jahrzehnte? Konzeptplanung über Jahrzehnte? Das wird ein Ding wie BER! Da müßte vernünftigerweise ein professionelles Projektmanagement mit einem Plan beauftragt werden, den es dann abarbeiten kann. So etwas geht mitsamt Risikomanagement, weil heute noch niemand sagen kann, welche Lösung in 30, 40 Jahren die Nase vorn haben wird. Aber Projekte über Jahrzehnte passen nicht zu Parlamenten, die im Abstand von 4 Jahren Kurswechsel vornehmen.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Do 5. Dez 2019, 20:29

H2O hat geschrieben:(05 Dec 2019, 20:18)

Davor werden sich Politiker hüten; die haben keinen ernsthaften Mobilitätsplan.

Dann verstehe ich diese Aussage von dir nicht: "Ganz demokratisch darüber befinden, nachdem der Plan ausführlich erklärt und vorgestellt wurde."
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Re: Elektroautos

Beitragvon H2O » Do 5. Dez 2019, 20:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Dec 2019, 20:29)

Dann verstehe ich diese Aussage von dir nicht: "Ganz demokratisch darüber befinden, nachdem der Plan ausführlich erklärt und vorgestellt wurde."


Stimmt schon; der Plan müßte sein, um Zumutungen erklären zu können. So rasseln wir eben dort hinein, bis es dann doch endlich einen gibt.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Orbiter1 » Do 5. Dez 2019, 20:49

H2O hat geschrieben:(05 Dec 2019, 20:43)

Stimmt schon; der Plan müßte sein, um Zumutungen erklären zu können. So rasseln wir eben dort hinein, bis es dann doch endlich einen gibt.
Das Bundesumweltamt hat doch heute bereits eine Art Teilplan vorgestellt.

"Dem Positionspapier zufolge müsste zum Erreichen der Klimaziele die Steuer auf Diesel - der bislang steuerlich begünstigt wird - bis 2030 um gut 70 Cent auf 1,19 Euro je Liter steigen, Benzin würde um 47 Cent teurer. Diese Erhöhung soll in zwei Etappen erfolgen. Außerdem muss laut Positionspapier die Maut für Lkw stark steigen und auf Autobahnen rasch ein Tempolimit von 120 km/h eingeführt werden." Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/umweltb ... e-101.html

Zumindest bei den Zumutungen sind Fortschritte erkennbar. Der Rest kommt sicher auch noch.
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Re: Elektroautos

Beitragvon H2O » Do 5. Dez 2019, 20:55

Orbiter1 hat geschrieben:(05 Dec 2019, 20:49)

Das Bundesumweltamt hat doch heute bereits eine Art Teilplan vorgestellt.

"Dem Positionspapier zufolge müsste zum Erreichen der Klimaziele die Steuer auf Diesel - der bislang steuerlich begünstigt wird - bis 2030 um gut 70 Cent auf 1,19 Euro je Liter steigen, Benzin würde um 47 Cent teurer. Diese Erhöhung soll in zwei Etappen erfolgen. Außerdem muss laut Positionspapier die Maut für Lkw stark steigen und auf Autobahnen rasch ein Tempolimit von 120 km/h eingeführt werden." Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/umweltb ... e-101.html

Zumindest bei den Zumutungen sind Fortschritte erkennbar. Der Rest kommt sicher auch noch.


Ja, diese Meldung habe ich auch verfolgt. Wurde gleich in einen Zusammenhang mit dem SPD-Parteitag und der GroKo gebracht. Denn die sozialen Folgen sind doch die eigentliche Zumutung. Davon gar nichts. Einen solchen Plan (Teilplan) bekomme ich in 2 Stunden zusammen, nach den vielen Beiträgen hier. Wird der Bundestag ihn beschließen und ausfüllen? Wohl kaum. Da sitzen 709 Abgeordnete und beschließen und erarbeiten ... was?
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Do 5. Dez 2019, 21:08

Ja, das sind natürlich die allerbesten Pläne: einfach den Menschen noch mehr Geld aus der Tasche ziehen. Benzin 47 Cent teurer? Fahr ich halt in Luxemburg tanken.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Teeernte » Fr 6. Dez 2019, 07:02

Orbiter1 hat geschrieben:(05 Dec 2019, 20:49)

Das Bundesumweltamt hat doch heute bereits eine Art Teilplan vorgestellt.

"Dem Positionspapier zufolge müsste zum Erreichen der Klimaziele die Steuer auf Diesel - der bislang steuerlich begünstigt wird - bis 2030 um gut 70 Cent auf 1,19 Euro je Liter steigen, Benzin würde um 47 Cent teurer. Diese Erhöhung soll in zwei Etappen erfolgen. Außerdem muss laut Positionspapier die Maut für Lkw stark steigen und auf Autobahnen rasch ein Tempolimit von 120 km/h eingeführt werden." Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/umweltb ... e-101.html

Zumindest bei den Zumutungen sind Fortschritte erkennbar. Der Rest kommt sicher auch noch.


Na mal sehen welche Partei damit zur Wahl punkten will.. und mit DEM Programm unter 5 % abschliessen möchte.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Elektroautos

Beitragvon H2O » Fr 6. Dez 2019, 19:10

Teeernte hat geschrieben:(06 Dec 2019, 07:02)

Na mal sehen welche Partei damit zur Wahl punkten will.. und mit DEM Programm unter 5 % abschliessen möchte.


Ja, da muß ich Ihnen Recht geben: So darf man politische Entscheidungen nicht verkleiden. Da muß den betroffenen Menschen Punkt für Punkt auch mit erwarteten Nebenwirkungen jede Maßnahme erläutert werden. Das Umweltbundesamt ist ja eine technisch aufgebaute Behörde... die können so etwas Politisches vermutlich nicht. Da muß die Ministerin erst einmal die Botschaft übersetzen, und der Punkt "Gerechtigkeit" darf dabei nicht zu kurz kommen. Nur dann kann man gutwillige Opferbereitschaft erhoffen.

Wohl nahezu jeder von uns hat ja verstanden, daß wir so nicht weitermachen dürfen. Ich meine, daß Ehrlichkeit nicht schadet, wenn ... siehe oben!
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Re: Elektroautos

Beitragvon Adam Smith » Fr 6. Dez 2019, 19:18

H2O hat geschrieben:(06 Dec 2019, 19:10)

Ja, da muß ich Ihnen Recht geben: So darf man politische Entscheidungen nicht verkleiden. Da muß den betroffenen Menschen Punkt für Punkt auch mit erwarteten Nebenwirkungen jede Maßnahme erläutert werden. Das Umweltbundesamt ist ja eine technisch aufgebaute Behörde... die können so etwas Politisches vermutlich nicht. Da muß die Ministerin erst einmal die Botschaft übersetzen, und der Punkt "Gerechtigkeit" darf dabei nicht zu kurz kommen. Nur dann kann man gutwillige Opferbereitschaft erhoffen.

Wohl nahezu jeder von uns hat ja verstanden, daß wir so nicht weitermachen dürfen. Ich meine, daß Ehrlichkeit nicht schadet, wenn ... siehe oben!


In Frankreich haben ja Spinner erfolgreich gegen eine Erhöhung protestiert. Da können wir ja dankbar sein, dass wir einem Kind folgen.
In Frankreich haben Proteste gegen eine Erhöhung der Spritsteuern das ganze Land erfasst. Die Regierung geht gegen die Blockierer vor. Was steckt dahinter?


https://www.tagesspiegel.de/politik/str ... 59138.html

Dahinter steckt rein gar nichts. Nur wenn wir Autos anzünden, dann bin ich besser dran. Außer natürlich mein eigenes Auto ist betroffen.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
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Re: Elektroautos

Beitragvon H2O » Fr 6. Dez 2019, 19:26

Adam Smith hat geschrieben:(06 Dec 2019, 19:18)

In Frankreich haben ja Spinner erfolgreich gegen eine Erhöhung protestiert. Da können wir ja dankbar sein, dass wir einem Kind folgen.

Und das nicht nur zur Weihnachtszeit...

Nun ja, es genügt schon, sich des eigenen Verstands zu bedienen. Wenn Greta nachhelfen muß, dann ist das ein sehr bedenkliches Reifezeugnis.

https://www.tagesspiegel.de/politik/str ... 59138.html

Dahinter steckt rein gar nichts. Nur wenn wir Autos anzünden, dann bin ich besser dran. Außer natürlich mein eigenes Auto ist betroffen.

Wenn man den Artikel durchliest, verfällt man allmählich in Kopfschütteln! Tolle Vermittlung einer sehr ernsten Lage!
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 6. Dez 2019, 23:21

Diverser Spam musste in die Ablage befördert werden. Bitte beim Thema bleiben.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Orbiter1 » Sa 7. Dez 2019, 08:37

H2O hat geschrieben:(06 Dec 2019, 19:26)

Nun ja, es genügt schon, sich des eigenen Verstands zu bedienen. Wenn Greta nachhelfen muß, dann ist das ein sehr bedenkliches Reifezeugnis.
Es geht doch um Folgendes. Deutschland hat sich dazu verpflichtet klimaschädliche Gase bis zum Jahr 2030 um 55% zu reduzieren. Ausgangsbasis ist dabei das Jahr 1990. Bis 2014 konnten 28% eingespart werden. Der Beitrag des Bereichs Verkehr war dabei im Gegensatz zu allen anderen Bereichen (Energiewirtschaft, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft) nahezu Null. Um die angestrebten Zahlen in Summe zu erreichen muss auch der Verkehr bis 2030 liefern. Bis dahin ist ein Rückgang von ca 40% gefordert, sonst ist das Gesamtziel unerreichbar. Das Bundesumweltamt hat nun ganz konkrete Maßnahmen genannt (Diesel 70 Cent, Benzin 47 Cent teurer, Abschaffung Pendlerpauschale, Einführung Tempolimit) um diesen Rückgang möglich zu machen. Alles schreit nun "Geht nicht!". Wie sieht denn die Alternative aus um den 40% Rückgang zu erreichen? Hat jemand einen besseren Vorschlag?
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Re: Elektroautos

Beitragvon H2O » Sa 7. Dez 2019, 08:49

Orbiter1 hat geschrieben:(07 Dec 2019, 08:37)

Es geht doch um Folgendes. Deutschland hat sich dazu verpflichtet klimaschädliche Gase bis zum Jahr 2030 um 55% zu reduzieren. Ausgangsbasis ist dabei das Jahr 1990. Bis 2014 konnten 28% eingespart werden. Der Beitrag des Bereichs Verkehr war dabei im Gegensatz zu allen anderen Bereichen (Energiewirtschaft, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft) nahezu Null. Um die angestrebten Zahlen in Summe zu erreichen muss auch der Verkehr bis 2030 liefern. Bis dahin ist ein Rückgang von ca 40% gefordert, sonst ist das Gesamtziel unerreichbar. Das Bundesumweltamt hat nun ganz konkrete Maßnahmen genannt (Diesel 70 Cent, Benzin 47 Cent teurer, Abschaffung Pendlerpauschale, Einführung Tempolimit) um diesen Rückgang möglich zu machen. Alles schreit nun "Geht nicht!". Wie sieht denn die Alternative aus um den 40% Rückgang zu erreichen? Hat jemand einen besseren Vorschlag?


Da mißverstehen Sie meinen Beitrag: Natürlich sind die genannten Einsparungen unvermeidlich, wenn wir die Klimafrage ernsthaft betrachten. Allerdings sind Zweifel erlaubt, ob uns die Preiserhöhungen auch nur annähernd dem Ziel näher bringen. Tatsächlich sind Treibstoffkosten in vielen Bereichen als notwendige Betriebsausgaben geltend zu machen; nur bei den Pendlern soll das also nicht mehr gelten?

Die Ministerin muß also verschärft auf die sozialpolitische Wirkung der Vorschläge eingehen und Änderungen vornehmen, die offenkundige soziale Härten abmildern... ohne das Ziel der CO2-Einsparung vorhersehbar zu verfehlen. Mich wundert, daß das UBA an der Ministerin vorbei mit solchen Vorschlägen in die laufende politische Diskussion eingreifen darf. Das muß doch soziale Unruhe stiften!
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 7. Dez 2019, 10:04

Mit dem Geld, dass diese "Einsparung" den Bürger kosten würde, könnte man zum Beispiel die größten Braunkohlekraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzen. Ohne nachzurechnen: ich bin mir sicher, dass der Effekt größer wäre und es für die Bürger billiger würde. On top könnte man dann auch noch Power2Gas-Anlagen bauen, um von Putin unabhängiger zu werden. Dafür bräuchte man aber fähige Politiker, die einen vernünftigen Masterplan entwerfen und diesen dann auch umsetzen, und die sich dann auch gegen Nimbys durchsetzen können, indem man denen das exzessive Klagerecht wegnimmt.

Ich hab mich doch noch entschieden, mal kurz zu recherchieren:
2017 wurden 25,7 Mrd. Liter Benzin und ca. 21 Mrd Liter Diesel verbraucht, und das nur bei PKW und Kombis. Das bedeutet, der Staat würde PRO JAHR beim Diesel 14,7 Mrd. Euro und beim Benzin ca. 12,1 Mrd Euro zusätzlich einnehmen, zusammen also fast 27 Mrd €. Ein Megawatt Kapazität scheint bei einem Gaskraftwerk 1 Mio € Baukosten zu verursachen, das heißt, man könnte mit diesen Mehreinnahmen 27.000 MW Kraftwerksleistung aus Gaskraftwerken installieren, man bräuchte aber "nur" 21.200 MW. DAS wäre mal ein echter Beitrag zum Klimaschutz, der ca. 30% CO2-Ausstoß bei der Stromproduktion vermeiden würde, und nicht den Leuten immer mehr Geld abzuziehen wie ein Wegelagerer, um sie zu einer Verhaltensänderung zu zwingen, die für viele Bürger überhaupt nicht machbar ist. Aber gut, bei der deutschen "Energiewende" geht es ja auch nicht um Klimaschutz, da geht es nur um's Geld und solange der Michel das mit sich machen lässt, solange wird weiter gemolken.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Orbiter1 » Sa 7. Dez 2019, 10:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Dec 2019, 10:04)

Mit dem Geld, dass diese "Einsparung" den Bürger kosten würde, könnte man zum Beispiel die größten Braunkohlekraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzen. Ohne nachzurechnen: ich bin mir sicher, dass der Effekt größer wäre und es für die Bürger billiger würde.
Ein Vorschlag, das ist schon mal positiv! Der Bereich Verkehr muss die klimaschädlichen Gase von 2014 aus gerechnet bis 2030 um 40% reduzieren, bei der Energiewirtschaft sind es 50%. Möglicherweise eignet sich ihr Vorschlag um das dort absehbare Desaster (nur minimaler Ausbau der Erneuerbaren Energien, s. Windenergie) zu vermeiden, das Problem der 40%-Reduzierung im Verkehrsbereich lässt sich damit aber wohl nicht lösen.
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Re: Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 7. Dez 2019, 11:22

Welches "Problem der 40%-Reduzierung im Verkehrsbereich"? Diese Problem ist eine Chimäre der Politik, um den Menschen in Deutschland noch mehr Geld abzupressen. Der CO2-Ausstoß des deutschen Verkehrs ist für das Klima komplett irrelevant.
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