Elektroautos

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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 1. Okt 2019, 16:09

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(01 Oct 2019, 02:26)

Das ist gut moeglich, allein daran das E-Mobilitaet Elektrizitaet braucht, die erstmal produziert werden muss und in euren Breitengraden gibt es nicht genug Sonne und Wind (es sei den ihr pflastert das Land mit diesen haesslichen Windmuehlen zu) um gesteigernden Elektrizitaetsbedarf nach Abschaltung von Kohlekraftwerken zu bewerkstelligen.

Bei uns scheitert E-Mobilitaet an den weiten Entfernungen.

Natuerlich koennte man A-Strom in Erwaegung ziehen aber das ist eine no-go-zone obwohl CO2 neutral.

Atomstrom ist ohne Subventionen seeeeeeeehr teuer. Darum ist der staatliche französische Energiekonzern verschuldet bis über die Ohren verschuldet.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 1. Okt 2019, 16:12

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Oct 2019, 11:42)

An solchen Anmerkungen merkt man, wie komplex das Problem von CO2-Emissionen ist und wie wenig es in seiner Tragweite von den Meisten verstanden wir. Carsharing ist natürlich nicht umweltfeindlicher als Privatbesitz. Denn am meisten CO2 verursacht ein KFZ bei der Herstellung und nicht beim Fahren. Man muss ein Auto schon extrem lange fahren, bevor es durch Fahren mehr CO2 verursacht als durch seine Produktion. Das ist übrigens auch der Grund, warum die als Ökoprämie verkaufte Abwrackprämie tatsächlich keine Ökoprämie war. Denn hier wurden noch fahrbereite Fahrzeuge verschrottet und dafür neue produziert und gekauft. Sinnvoller wäre es gewesen, die Fahrzeuge noch solange zu fahren, bis sie tatsächlich kaputt sind.

Die möglicherweise auftretenden Zubringerwege beim Carsharing sind in diesem Zusammenhang nebensächlich. Denn der Vorteil geringerer CO2-Belastung entsteht dadurch, dass es die Autos besser genutzt werden und weniger stehen. Insgesamt also weniger Fahrzeuge benötigt und produziert werden und dadurch in der Produktion weniger CO2 emittiert wird. Dies gilt umso mehr, je geringer der Verbrauch der Fahrzeuge ist. Und zu Ende gedacht, in einer Welt in der es praktisch kaum mehr private Fahrzeuge sondern vor allem Carsharing gäbe, spielen Zubringerwege überhaupt keine Rolle mehr. Denn dann gehe ich aus dem Haus und benutze das nächste Auto, das an der Straße steht.

Das wird meines Erachtens auch die Zukunft sein. Denn schon heute ist gerade bei jungen Leuten, der Wunsch nach einem eigenen Auto nicht mehr so stark ausgeprägt, wie das noch vor 30 oder 40 Jahren war. Auch das Geschäftsmodell der Automobilfirmen wird sich dahingehend entwickeln nicht mehr nur Autos zu verkaufen, sondern durch entsprechende Nutzungsangebote Geld zu verdienen.

Das ist Wunschdenken.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Elser » Di 1. Okt 2019, 16:22

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Oct 2019, 11:42)

An solchen Anmerkungen merkt man, wie komplex das Problem von CO2-Emissionen ist und wie wenig es in seiner Tragweite von den Meisten verstanden wir. Carsharing ist natürlich nicht umweltfeindlicher als Privatbesitz. Denn am meisten CO2 verursacht ein KFZ bei der Herstellung und nicht beim Fahren. Man muss ein Auto schon extrem lange fahren, bevor es durch Fahren mehr CO2 verursacht als durch seine Produktion. Das ist übrigens auch der Grund, warum die als Ökoprämie verkaufte Abwrackprämie tatsächlich keine Ökoprämie war. Denn hier wurden noch fahrbereite Fahrzeuge verschrottet und dafür neue produziert und gekauft. Sinnvoller wäre es gewesen, die Fahrzeuge noch solange zu fahren, bis sie tatsächlich kaputt sind.




Tja - wenn das dann so ist....... Jetzt würde auch ich gerne nach der Quelle fragen. Hast Du da eine?

Elser
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Re: Elektroautos.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 1. Okt 2019, 16:26

jorikke hat geschrieben:(01 Oct 2019, 16:02)

Der Wunsch nach einem eigenen Auto ist bei jungen Menschen noch genauso groß wie vor 30/40 Jahren. Es werden allerdings von den Jüngeren weniger Autos gekauft, schlicht, weil die Kohle fehlt. Früher studierten etwa 10%, heute knapp 50 % aller Nachwachsenden. Deshalb verschiebt sich das Alter bis zum eigenen Einkommen nach hinten, was sich natürlich in der Statistik niederschlägt. Da aber noch immer die KFZ Zulassungen zunehmen, ist leicht zu erkennen, der Wunsch nach einem eigenen PKW hat nicht nachgelassen sondern die Realisierbarkeit hat sich aus monetären Gründen lediglich nach hinten verschoben.
Leicht zu erkennen, warum nur wird die Mär vom fehlenden Autowunsch noch immer verbreitet ?



Bergisch Gladbach - Das eigene Auto für junge Erwachsene einst vieles: Freiheit, Unabhängigkeit, irgendwie auch Coolness. Die aktuellsten "heißen Dinger" am Markt waren bekannt - der persönliche Traumwagen Teilen der Ü18-Bevölkerung oft ein paar Überstunden oder eine Verkürzung der Urlaubsreise wert.

Heute verliert das Auto zunehmend den Kontakt zur Jugend. Die 18- bis 25-Jährigen interessieren sich deutlich weniger für Pkw als ihre Vorgängergenerationen – vor allem, wenn sie in der Stadt leben.....


Lediglich 55 Prozent der jungen Erwachsenen halten nach der repräsentativen Befragung einen eigenen Pkw für „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Bei den Stadtbewohnern unter 25 Jahren sinkt der Wert auf 36 Prozent. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung halten 73 Prozent den Privatwagen für besonders wichtig.

An Stelle des eigenen Autos nutzen junge Stadtbewohner zunehmend den ÖPNV oder Carsharing-Dienste. Sie stehen der Studie zufolge alternativen Mobilitätskonzepten viel aufgeschlossener gegenüber als andere Altersgruppen. Das gilt für autonome Fahrfunktionen ebenso wie für Robo-Taxis und App-basierte Fahrdienste.....


Dass die emotionale Bindung der Jugend bereits seit Jahren sinkt, macht die Studie an einem Vergleich der „Verzichtsbereitschaft“ fest. So waren 2010 beispielsweise noch 46 Prozent der Unter-25-Jährigen bereit, bei Urlaubsreisen kürzer zu treten, um sich ein Auto leisten zu können. Heute sind es nur 27 Prozent, in der Stadt gar nur 22 Prozent.

In Zukunft wird sich die Mobilität in Deutschland stark wandeln. Aktuell werden noch praktisch sämtliche Pkw-Kilometer mit dem eigenen, selbst gefahrenen Auto zurückgelegt. Der Studie zufolge dürfte der Wert bis 2030 auf rund 60 Prozent sinken. Die übrigen knapp 40 Prozent übernehmen dann autonome Autos, On-Demand-Fahrdienste und Carsharing-Fahrzeuge.


https://www.motor-talk.de/news/das-auto ... 27116.html

Und natürlich ist das (noch) vornehmlich ein städtisches Phänomen. Auf dem Land sieht das noch anders aus. Aber wir reden ja auch nicht davon, dass morgen alles anders ist. Aber mal über die nächsten 30 Jahre gedacht, denke ich werden wir hier auch einen deutlichen Wandel erleben.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Okt 2019, 16:46

Das widerspricht aber der These von Jorikke nicht unbedingt.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 1. Okt 2019, 16:50

Elser hat geschrieben:(01 Oct 2019, 16:22)

Tja - wenn das dann so ist....... Jetzt würde auch ich gerne nach der Quelle fragen. Hast Du da eine?

Elser


Ökonomischer und ökologischer Unsinn
Umwelt: Offiziell hieß die Abwrackprämie „Umweltprämie“. Die deutschen Medien bewiesen einen guten Riecher, als sie diesem von Bundesregierung ersonnenen Begriff keine Chance gaben und die Subventionen konsequent nach dem benannten, was sie war: Eine banale Förderung des Abwrackens.

Denn für die Umwelt brachte die Prämie nichts, wie in einer Studie des Bundesumweltministeriums herausstellte. Die neuen Autos waren schadstoffärmer als die alten. Dem steht aber gegenüber, dass die Herstellung eines Autos mehr Energie braucht, als der Betrieb. Ein Auto früher als nötig zu verschrotten, ist deshalb unsinnig. Die Bilanz des Umweltministeriums: „Zur CO2-Minderung des Pkw-Verkehrs tragen die neuen Pkw kaum bei.“


https://www.wiwo.de/unternehmen/abwrack ... 07118.html
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Atue001 » Mi 2. Okt 2019, 00:43

Elser hat geschrieben:(01 Oct 2019, 10:45)

Es wird Dich vielleicht verblüffen, aber manchmal reicht tatsächlich ein gutes Vorstellungvermögen. Das die Autos immer dort stehen, wo man sie gerade gebraucht werden, dürfte nicht immer der Fall sein. Also müssen Sie "verbracht" werden. Das sind zusätzliche Wege die mit diesen Autos zurückgelegt werden müssen. Zusätzliche Wege = erhöhte Umweltbelastung. Ist mit Miet-E-Rollern u.ä. Fahrzeugen übrigens nicht anders. Gestern sah ich im TV einen Typen, der 2 (!) E-Roller mit einem großen Transporter einsammelte, Zuhause auflud und dann wieder zu einem zentralen Abholort brachte. Absoluter Umweltblösinn.

Elser


Es mag dich vielleicht verblüffen - wenn du durch Car Sharing Millionen Fahrzeuge einsparst, dann sparst du auch jede Menge CO2 ein, weil diese Millionen Fahrzeuge nicht produziert werden müssen. Dass man dafür andere Fahrzeuge effizienter nutzt, als dass man sie über weite Teile ungenutzt Freiflächen belegen lässt, die man eigentlich für Grünflächen, Fahradwege und vieles anderes gut gebrauchen könnte - weist klar darauf hin, dass Car Sharing anders als von dir vermutet kein Problem darstellt, sondern Teil der Lösung sein wird.

Deine Vorstellung mag anders sein - sie wird deshalb aber nicht richtig.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 2. Okt 2019, 08:07

Das Schöne an der Demokratie ist ja das Wahlrecht, das nicht nur an der Wahlurne in Anspruch genommen werden kann, sondern auch bei der Art der Fortbewegung. Daher steht es jedem frei zu wählen, ob er ein eigenes Auto haben möchte oder bei Carsharing mitmacht.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Atue001 » Mi 2. Okt 2019, 23:59

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Oct 2019, 08:07)

Das Schöne an der Demokratie ist ja das Wahlrecht, das nicht nur an der Wahlurne in Anspruch genommen werden kann, sondern auch bei der Art der Fortbewegung. Daher steht es jedem frei zu wählen, ob er ein eigenes Auto haben möchte oder bei Carsharing mitmacht.


Dem stimme ich zu - wobei auch hier der Staat lenkend die entsprechenden Märkte mit beeinflussen kann. WENN (wie ich behaupte) mit Car Sharing CO2 gespart werden kann, und die Klimaziele besser erreicht werden können, kann der Staat mittels geeigneter Anreize den Kauf eines eigenen Autos verteuern, und Carsharing geeignet preiswerter machen... das geht beispielsweise auch über den CO2-Zertifikatshandel, aber nur dann relevant, wenn die Tonne CO2 auch wirklich was kostet, und nicht nur symbolisch mit 10€ die Tonne bepreist wird.
Andere Maßnahmen die heute schon in der Stadt wirken sind die Verknappung von Parkmöglichkeiten - bei gleichzeitiger Bevorzugung von CarSharing-Fahrzeugen.

Auch mit solchen Maßnahmen bleibt der Einzelne frei darin, sich auf diese einzulassen oder auch nicht - aber die Lenkungswirkung entsteht dennoch.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Do 3. Okt 2019, 00:39

Man benachteiligt mit solchen Maßnahmen halt nur auch eine ganze Masse an Menschen und dann müssen wieder Entlastungen her, damit die Maßnahme nicht als grundgesetzwidrig eingestuft wird.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Atue001 » Do 3. Okt 2019, 01:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Oct 2019, 00:39)

Man benachteiligt mit solchen Maßnahmen halt nur auch eine ganze Masse an Menschen und dann müssen wieder Entlastungen her, damit die Maßnahme nicht als grundgesetzwidrig eingestuft wird.


Warum sollte es grundgesetzwidrig sein, wenn der Gesetzgeber Maßnahmen ergreift, die Klimaziele zu erreichen, zu denen sich Deutschland verpflichtet hat?
Solange die Förderung von CarSharing nicht übertrieben wird, spricht da wenig dagegen.
Ein harmloser Ansatz könnte sein, mit CO2-Zertifikatshandel zu beginnen - allerdings bei vernünftigen Preisen deutlich oberhalb von 30€.
Allein das würde schon der CarSharing-Industrie Auftrieb geben.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 3. Okt 2019, 05:50

Atue001 hat geschrieben:(03 Oct 2019, 01:09)

Warum sollte es grundgesetzwidrig sein, wenn der Gesetzgeber Maßnahmen ergreift, die Klimaziele zu erreichen, zu denen sich Deutschland verpflichtet hat?
Solange die Förderung von CarSharing nicht übertrieben wird, spricht da wenig dagegen.
Ein harmloser Ansatz könnte sein, mit CO2-Zertifikatshandel zu beginnen - allerdings bei vernünftigen Preisen deutlich oberhalb von 30€.
Allein das würde schon der CarSharing-Industrie Auftrieb geben.


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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 3. Okt 2019, 09:04



Dem kann jeder mitdenkende Mensch sofort zustimmen. Aber diese Beschreibung gilt hier und heute. Was wird sein, wenn unsere Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden konnte? Dann ist das Einsparen von CO2 im Kreislauf der Erzeugung und des Verbrauchs ein Nullsummenspiel. Natürlich gilt weiterhin, daß die beste Energie jene ist, die man gar nicht erst verbraucht. Aber unter der Überschrift "CO2-Einsparung aus fossilen Brennstoffen" kann der Verzicht auf das eigene (Elektro-) Fahrzeug zugunsten von car-sharing dann wohl nicht "verkauft" werden.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Do 3. Okt 2019, 10:37

H2O hat geschrieben:(03 Oct 2019, 09:04)

Was wird sein, wenn unsere Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden konnte?

Das ist ja eine wunderbare Zukunftsvision, es gibt nur anscheinend keinen Plan, wie das geschehen soll. Es gibt ja mW. noch nichtmal einen Plan, wie die 9 GW Kraftwerkskapazität, die bis 2022 wegfallen, mit EE ersetzt werden sollen. Da verlässt man sich wohl auf noch zu bauende Gaskraftwerke und das Ausland.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Do 3. Okt 2019, 10:44

Atue001 hat geschrieben:(03 Oct 2019, 01:09)

Warum sollte es grundgesetzwidrig sein...

Art. 3 Abs. 1. Wenn der Staat Maßnahmen trifft, die einen großen Teil der Bevölkerung stark benachteiligt, muss er einen Ausgleich schaffen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 3. Okt 2019, 10:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Oct 2019, 10:37)

Das ist ja eine wunderbare Zukunftsvision, es gibt nur anscheinend keinen Plan, wie das geschehen soll. Es gibt ja mW. noch nichtmal einen Plan, wie die 9 GW Kraftwerkskapazität, die bis 2022 wegfallen, mit EE ersetzt werden sollen. Da verlässt man sich wohl auf noch zu bauende Gaskraftwerke und das Ausland.


Das werden wir beiden wohl ohne Panik ab zu warten haben. Bisher sind von der Bundesnetzagentur keine Tatarenmeldungen verbreitet worden. Beim Stichwort "Gaskraftwerke" denke ich auch an synthetisch erzeugtes Methangas, das Zeiten zwischen Sonnenschein und Wind überbrücken hilft... nicht heute oder morgen, aber in vielleicht 15 oder 20 Jahren. Nichts spricht in Europa gegen eine umfassende Vernetzung der Regionen, die sich gegenseitig stützen, wenn es regional einmal knapp wird mit der Energieversorgung.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Do 3. Okt 2019, 11:01

H2O hat geschrieben:(03 Oct 2019, 10:53)

Das werden wir beiden wohl ohne Panik ab zu warten haben.

Ich habe sowieso keine Panik :cool: Ich finde es aber ziemlich wagemutig, eine "Energiewende" in einer der größten Volkswirtschaft auf der Welt ohne detaillierten Plan anzugehen. Selbst mit Plan geht in Deutschland ja schon vieles in die Hose, dann wird das ohne Plan wohl im kompletten Desaster enden.

Nichts spricht in Europa gegen eine umfassende Vernetzung der Regionen, die sich gegenseitig stützen, wenn es regional einmal knapp wird mit der Energieversorgung.

Jau, und dann kann man sich auch wunderbar als CO2-Musterknabe hinstellen, wenn man den dreckigen Kohlestrom aus Polen importiert. Super Sache :thumbup:
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 3. Okt 2019, 13:31

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Oct 2019, 11:01)

Ich habe sowieso keine Panik :cool: Ich finde es aber ziemlich wagemutig, eine "Energiewende" in einer der größten Volkswirtschaft auf der Welt ohne detaillierten Plan anzugehen. Selbst mit Plan geht in Deutschland ja schon vieles in die Hose, dann wird das ohne Plan wohl im kompletten Desaster enden.

Auch das komplette Desaster werde ich sehr gelassen abwarten... in Pommern :D Nein, viel zu ängstlich; wir schaffen das!
Jau, und dann kann man sich auch wunderbar als CO2-Musterknabe hinstellen, wenn man den dreckigen Kohlestrom aus Polen importiert. Super Sache :thumbup:

Das kann nicht auf Dauer funktionieren; dann gibt es aus der EU Wind von vorn. Die CO2-Neutralität darf auch an anderen EU-Partnern nicht vorbei gehen. Ich selbst arbeite daran, daß ich möglichst wenig Netzstrom verwenden muß, schon weil er hier viel zu oft ausfällt.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Do 3. Okt 2019, 13:34

H2O hat geschrieben:(03 Oct 2019, 13:31)

Auch das komplette Desaster werde ich sehr gelassen abwarten... in Pommern :D

Eben :cool:

Nein, viel zu ängstlich; wir schaffen das!

Durchhalteparolen ersetzen auch keinen vernünftigen Plan.

Das kann nicht auf Dauer funktionieren;

Womit wir wieder beim Masterplan "Energiewende" wären.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Do 3. Okt 2019, 14:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Oct 2019, 13:34)

Eben :cool:

Na ja, fiel mir gerade noch ein! :D


Durchhalteparolen ersetzen auch keinen vernünftigen Plan.

Womit wir wieder beim Masterplan "Energiewende" wären.

Den gibt es ja, und der wird politisch und technisch abgearbeitet. Insgesamt aber nicht ehrgeizig genug. Das läßt sich ändern, wenn entsprechende Mehrheiten gewonnen werden können.

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