Elektroautos

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Teeernte
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Do 26. Sep 2019, 09:40

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(26 Sep 2019, 05:43)

Wer zahlt Maut auf deutschen Autobahnen?


LKW gestaffelt... nach Gewicht, Achszahl (Weniger Achsen- mehr Gewicht auf dem Reifen wird belohnt...) und Schadstoffklasse.

Leider fehlt da "RICHTIG" Maut für Schwertransport .... die die Strassen zerbröseln.... hier kann jeder LAndkreis selbst die Genehmigung schreiben.

https://www.toll-collect.de/de/toll_col ... arife.html
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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TheManFromDownUnder
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Re: Elektroautos.

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 26. Sep 2019, 09:48

Teeernte hat geschrieben:(26 Sep 2019, 09:40)

LKW gestaffelt... nach Gewicht, Achszahl (Weniger Achsen- mehr Gewicht auf dem Reifen wird belohnt...) und Schadstoffklasse.

Leider fehlt da "RICHTIG" Maut für Schwertransport .... die die Strassen zerbröseln.... hier kann jeder LAndkreis selbst die Genehmigung schreiben.

https://www.toll-collect.de/de/toll_col ... arife.html


Das muss ein Riesengeschaeft sein!Sind mindestens ein paar Kilometer an LKW schoen aufgereiht auf der rechtsn Seite vorbeigefahren. Auf der anderen Autobahnseite Horizont zu Horizont nur LKW. Unsere Thai Freunde waren so erstaunt das sie das mit dem Handy filmten.
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jack000
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Re: Elektroautos.

Beitragvon jack000 » Do 26. Sep 2019, 15:55

firlefanz11 hat geschrieben:(18 Sep 2019, 10:27)

Ich rate mal wo der Bossel massiv investiert hat... :D Wird ihm und armen Full-E Jüngern wie Dir aber nichts nützen. Zeit für einen Realitätscheck...

Thema Brensstoffzelle:


und:


Thema Wasserstoffwirtschaft:

https://www.handelsblatt.com/unternehme ... CeSDHD-ap4

Das Thema Brennstoffzelle ist in der Tat noch lange nicht tot:

Nathalie: Supersportwagen mit 300 km/h, >€400.000, ohne Benzin & Riesen-Batterie

Nathalie ist nach drei Minuten voll. Und läuft danach bis zu 850 Kilometer weit. Denn Nathalie ist ein Elektro-Sportwagen mit Brennstoffzelle. Aus Ingolstadt. Aber nicht von Audi.

Nathalie ist ein Supersportwagen, der seine Kraft nicht aus einem V6 oder V8 mit vielen Litern Hubraum holt und auch nicht eine viele Hundert Kilogramm schwere Riesen-Batterie über dem Bodenblech durch die Gegend fährt – wie es beim zugegebenermaßen recht gelungenen Tesla der Fall ist. Stattdessen fährt Nathalie mit Methanol, genauer gesagt: Mit dem aus einer Methanol-Brennstoffzelle gewonnenen Strom.

Nathalie ist laut Hersteller Gumpert Aiways Automobile GmbH über 300 Kilometer pro Stunde schnell, beschleunigt in sagenhaften 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und schlägt damit locker den nagelneuen Porsche Taycan. Nathalie lässt sich anders als jedes derzeit verfügbare Elektro-Auto in nur drei Minuten wieder auf volle Reichweite bringen, sofern Sie eine Methanol-Tankstelle finden. Und sofern man den Tritt auf das „Gaspedal“ zügelt und nur mit 80 km/h des Weges schleicht, soll Nathalie mit einer Tankfüllung bis zu 850 Kilometer weit kommen. Im nicht näher beschriebenen Eco-Modus soll sie sogar bis zu 1200 Kilometer mit einer Tankladung schaffen. Allerdings wäre man dann vermutlich mit einem Fahrrad schneller unterwegs…

https://mobil.pcwelt.de/news/Nathalie-S ... K9EIrKe0Lo

Solange Elektroautos den Nachteil mit den langen Ladezeiten haben, werden die sich auch nicht durchsetzen.
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
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unity in diversity
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Re: Elektroautos.

Beitragvon unity in diversity » Fr 27. Sep 2019, 01:05

jack000 hat geschrieben:(26 Sep 2019, 15:55)

Das Thema Brennstoffzelle ist in der Tat noch lange nicht tot:


https://mobil.pcwelt.de/news/Nathalie-S ... K9EIrKe0Lo

Solange Elektroautos den Nachteil mit den langen Ladezeiten haben, werden die sich auch nicht durchsetzen.

Die Masse des Akkus, von 300-700 kg, will auch bewegt werden. Das verbraucht den Großteil der gespeicherten Energie. Dagegen wiegen die 1 bis vier Mitfahrer vergleichsweise weniger, oder gleich viel.
Ein voller Benzintank bringt es auf 50-70 kg.
Ein E-Road Train muß einen Akkuwagen hinter sich herziehen, der allein 80% der gespeicherten Energie frisst.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon firlefanz11 » Fr 27. Sep 2019, 19:40

Wolfgang Anger hat geschrieben:(24 Sep 2019, 12:34)
In 10 Jahren darfst du in x Ländern keinen Verbrennungsmotor mehr anmelden.
Verboten!

Währenddessen denkt man in China schon wieder einen Schritt weiter... Neben der Abkehr von Full-E in Richtung Brennstoffzelle sieht es parallel dazu so aus:
Motorenentwickler-Legende Professor Friedrich Indra verriet jüngst, dass China auch auf CO2-neutrale Kraftstoffe setzt. Man habe dort gerade „begonnen, mit Hilfe von Entwicklungsdienstleistern ganz neue Verbrennungsmotoren zu entwickeln”, so der bestens vernetzte Ingenieur.
Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Fr 27. Sep 2019, 20:22

firlefanz11 hat geschrieben:(27 Sep 2019, 19:40)

Währenddessen denkt man in China schon wieder einen Schritt weiter... Neben der Abkehr von Full-E in Richtung Brennstoffzelle sieht es parallel dazu so aus:


Wenn Sie so wollen, dann stellt VW CNG-Fahrzeuge seit Jahren her. Den VW-Motoren wird es gleichgültig sein, ob es sich dabei um fossiles Methangas, um Biogas oder um synthetisches Methangas handelt. Man muß eben "nur" einen kostengünstigen Weg zur Erzeugung synthetischen Methans oder gar Methanols finden.
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Klopfer
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Klopfer » So 29. Sep 2019, 19:27

H2O hat geschrieben:(27 Sep 2019, 20:22)

Wenn Sie so wollen, dann stellt VW CNG-Fahrzeuge seit Jahren her. Den VW-Motoren wird es gleichgültig sein, ob es sich dabei um fossiles Methangas, um Biogas oder um synthetisches Methangas handelt. Man muß eben "nur" einen kostengünstigen Weg zur Erzeugung synthetischen Methans oder gar Methanols finden.

Das wäre Irrsinn, zB aus der vorhandenen Energieform Elektrizität mit viel Aufwand die Energieform Gas herzustellen nur um am sterbenden Verbrennerprinzip festzuhalten.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » So 29. Sep 2019, 21:40

Klopfer hat geschrieben:(29 Sep 2019, 19:27)

Das wäre Irrsinn, zB aus der vorhandenen Energieform Elektrizität mit viel Aufwand die Energieform Gas herzustellen nur um am sterbenden Verbrennerprinzip festzuhalten.


So ist das wesentliche Argument für die endzeitliche Einführung von Batteriefahrzeugen aufgebaut.

Aber ich gebe zu bedenken, daß CNG-Fahrzeuge ohne besondere technische Klimmzüge schon heute 300 km Reichweite bieten, und daß die Erweiterung auf Lastkraftwagen im Fernverkehr nahe liegt. Auf dem Gebiet wird bisher keine wirklich CO2-neutrale Lösung angeboten. Biogas gibt es auch noch; das könnte man verwenden, anstatt es in Gasturbinen in Strom um zu formen. Oder Biodiesel für landwirtschaftliche Nutzmaschinen... warum nicht?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alster » Mo 30. Sep 2019, 11:09

Klopfer hat geschrieben:(29 Sep 2019, 19:27)

Das wäre Irrsinn, zB aus der vorhandenen Energieform Elektrizität mit viel Aufwand die Energieform Gas herzustellen nur um am sterbenden Verbrennerprinzip festzuhalten.

Wird man sowieso müssen, da Klimaneutrale Elektrizität ohne mächtige Speichertechnologien nicht auskommt. Das wird dann auch über H2, CH4 etc. gehen.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Klopfer » Mo 30. Sep 2019, 12:17

Alster hat geschrieben:(30 Sep 2019, 11:09)

Wird man sowieso müssen, da Klimaneutrale Elektrizität ohne mächtige Speichertechnologien nicht auskommt. Das wird dann auch über H2, CH4 etc. gehen.

Darauf würde ich nicht wetten, geschweige denn etwas darin investieren.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alster » Mo 30. Sep 2019, 17:09

Klopfer hat geschrieben:(30 Sep 2019, 12:17)

Darauf würde ich nicht wetten, geschweige denn etwas darin investieren.

Welche Alternativen gibts denn?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Elser » Mo 30. Sep 2019, 19:46

Alter Stubentiger hat geschrieben:(20 Sep 2019, 16:50)

Wenn die Autobauer nicht wollen und die Hälfte der Bevölkerung nicht können wegen zu kleinem Budget bleiben nur 3 Möglichkten:
1. Öffentliche Verkehrmittel und Car-Sharing bzw Scooter-Sharing bzw. E-Bike.
2. Leasing-Modelle oder sonstige Finanzierung
3. Start-Ups rollen den Markt mit einfachen und billigen Modellen auf. Die Autobauer werden dann aufs Premium-Segment reduziert.


Das Sharing von Kfz ist Blödsinn da noch umweltfeindlicher als Privatbesitz. Die Autos machen immer unnötige Zubringerwege

Leasing ist die teuerst Art ein Fahrzeug zu bezahlen. Lasst Euch da nichts vormachen.

Start-Ups sind leider nicht in der Lage Großserien herzurstellen und werden daher immer zu teuer sein.

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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 30. Sep 2019, 20:29

Elser hat geschrieben:(30 Sep 2019, 19:46)

Das Sharing von Kfz ist Blödsinn da noch umweltfeindlicher als Privatbesitz. Die Autos machen immer unnötige Zubringerwege

Leasing ist die teuerst Art ein Fahrzeug zu bezahlen. Lasst Euch da nichts vormachen.

Start-Ups sind leider nicht in der Lage Großserien herzurstellen und werden daher immer zu teuer sein.

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Also wird die Elektromobilität krachend scheitern.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Atue001 » Mo 30. Sep 2019, 22:49

Elser hat geschrieben:(30 Sep 2019, 19:46)

Das Sharing von Kfz ist Blödsinn da noch umweltfeindlicher als Privatbesitz. Die Autos machen immer unnötige Zubringerwege

Leasing ist die teuerst Art ein Fahrzeug zu bezahlen. Lasst Euch da nichts vormachen.

Start-Ups sind leider nicht in der Lage Großserien herzurstellen und werden daher immer zu teuer sein.

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Hast du für die abenteuerliche Behauptung zum Carsharing einen passenden Link? Oder sind das deine unreflektierten Selbsterkenntnisse?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 1. Okt 2019, 02:19

Atue001 hat geschrieben:(30 Sep 2019, 22:49)

Hast du für die abenteuerliche Behauptung zum Carsharing einen passenden Link? Oder sind das deine unreflektierten Selbsterkenntnisse?


Ist zwar nicht addressert, aber ich gebe meinen Senf dazu.

Car Sharing ist fuer mich keine Option! Ich will fahren wenn ich es will und wann ich es will und zwar von zu Hause dorthin wo ich hin fahren will oder muss.

Und ausserdem fahre ich das Auto das mir gefaellt.

Bike Sharing in der Innenstadt ist ok falls man zu Fuss gehen scheut, aber ansonsten benutze ich lieber mein eigenes Rad ohne E-Antrieb.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 1. Okt 2019, 02:26

Alter Stubentiger hat geschrieben:(30 Sep 2019, 20:29)

Also wird die Elektromobilität krachend scheitern.


Das ist gut moeglich, allein daran das E-Mobilitaet Elektrizitaet braucht, die erstmal produziert werden muss und in euren Breitengraden gibt es nicht genug Sonne und Wind (es sei den ihr pflastert das Land mit diesen haesslichen Windmuehlen zu) um gesteigernden Elektrizitaetsbedarf nach Abschaltung von Kohlekraftwerken zu bewerkstelligen.

Bei uns scheitert E-Mobilitaet an den weiten Entfernungen.

Natuerlich koennte man A-Strom in Erwaegung ziehen aber das ist eine no-go-zone obwohl CO2 neutral.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Elser » Di 1. Okt 2019, 10:45

Atue001 hat geschrieben:(30 Sep 2019, 22:49)

Hast du für die abenteuerliche Behauptung zum Carsharing einen passenden Link? Oder sind das deine unreflektierten Selbsterkenntnisse?



Es wird Dich vielleicht verblüffen, aber manchmal reicht tatsächlich ein gutes Vorstellungvermögen. Das die Autos immer dort stehen, wo man sie gerade gebraucht werden, dürfte nicht immer der Fall sein. Also müssen Sie "verbracht" werden. Das sind zusätzliche Wege die mit diesen Autos zurückgelegt werden müssen. Zusätzliche Wege = erhöhte Umweltbelastung. Ist mit Miet-E-Rollern u.ä. Fahrzeugen übrigens nicht anders. Gestern sah ich im TV einen Typen, der 2 (!) E-Roller mit einem großen Transporter einsammelte, Zuhause auflud und dann wieder zu einem zentralen Abholort brachte. Absoluter Umweltblösinn.

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Re: Elektroautos.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 1. Okt 2019, 11:42

Elser hat geschrieben:(30 Sep 2019, 19:46)

Das Sharing von Kfz ist Blödsinn da noch umweltfeindlicher als Privatbesitz. Die Autos machen immer unnötige Zubringerwege



An solchen Anmerkungen merkt man, wie komplex das Problem von CO2-Emissionen ist und wie wenig es in seiner Tragweite von den Meisten verstanden wir. Carsharing ist natürlich nicht umweltfeindlicher als Privatbesitz. Denn am meisten CO2 verursacht ein KFZ bei der Herstellung und nicht beim Fahren. Man muss ein Auto schon extrem lange fahren, bevor es durch Fahren mehr CO2 verursacht als durch seine Produktion. Das ist übrigens auch der Grund, warum die als Ökoprämie verkaufte Abwrackprämie tatsächlich keine Ökoprämie war. Denn hier wurden noch fahrbereite Fahrzeuge verschrottet und dafür neue produziert und gekauft. Sinnvoller wäre es gewesen, die Fahrzeuge noch solange zu fahren, bis sie tatsächlich kaputt sind.

Die möglicherweise auftretenden Zubringerwege beim Carsharing sind in diesem Zusammenhang nebensächlich. Denn der Vorteil geringerer CO2-Belastung entsteht dadurch, dass es die Autos besser genutzt werden und weniger stehen. Insgesamt also weniger Fahrzeuge benötigt und produziert werden und dadurch in der Produktion weniger CO2 emittiert wird. Dies gilt umso mehr, je geringer der Verbrauch der Fahrzeuge ist. Und zu Ende gedacht, in einer Welt in der es praktisch kaum mehr private Fahrzeuge sondern vor allem Carsharing gäbe, spielen Zubringerwege überhaupt keine Rolle mehr. Denn dann gehe ich aus dem Haus und benutze das nächste Auto, das an der Straße steht.

Das wird meines Erachtens auch die Zukunft sein. Denn schon heute ist gerade bei jungen Leuten, der Wunsch nach einem eigenen Auto nicht mehr so stark ausgeprägt, wie das noch vor 30 oder 40 Jahren war. Auch das Geschäftsmodell der Automobilfirmen wird sich dahingehend entwickeln nicht mehr nur Autos zu verkaufen, sondern durch entsprechende Nutzungsangebote Geld zu verdienen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » Di 1. Okt 2019, 11:56

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Oct 2019, 11:42)

Denn schon heute ist gerade bei jungen Leuten, der Wunsch nach einem eigenen Auto nicht mehr so stark ausgeprägt, wie das noch vor 30 oder 40 Jahren war.

Aber sobald die jungen Leute eine eigene Familie gründen, ist der Wunsch nach einem eigenen Auto wieder stark ausgeprägt. Das mag sich ändern, wenn jederzeit ein kindertaugliches Auto auf Zuruf zur Verfügung steht, aber soweit ist man ja noch nicht. Und für viele Menschen ist das Auto auch immer noch ein Statussymbol, oftmals im Job aber auch im privaten Bereich. Und was passiert in den Ländern, die noch viel Aufholbedarf haben? Verzichten die auf solche Symbole des neuen Wohlstands und nutzen Carsharing?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon jorikke » Di 1. Okt 2019, 16:02

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Oct 2019, 11:42)

An solchen Anmerkungen merkt man, wie komplex das Problem von CO2-Emissionen ist und wie wenig es in seiner Tragweite von den Meisten verstanden wir. Carsharing ist natürlich nicht umweltfeindlicher als Privatbesitz. Denn am meisten CO2 verursacht ein KFZ bei der Herstellung und nicht beim Fahren. Man muss ein Auto schon extrem lange fahren, bevor es durch Fahren mehr CO2 verursacht als durch seine Produktion. Das ist übrigens auch der Grund, warum die als Ökoprämie verkaufte Abwrackprämie tatsächlich keine Ökoprämie war. Denn hier wurden noch fahrbereite Fahrzeuge verschrottet und dafür neue produziert und gekauft. Sinnvoller wäre es gewesen, die Fahrzeuge noch solange zu fahren, bis sie tatsächlich kaputt sind.

Die möglicherweise auftretenden Zubringerwege beim Carsharing sind in diesem Zusammenhang nebensächlich. Denn der Vorteil geringerer CO2-Belastung entsteht dadurch, dass es die Autos besser genutzt werden und weniger stehen. Insgesamt also weniger Fahrzeuge benötigt und produziert werden und dadurch in der Produktion weniger CO2 emittiert wird. Dies gilt umso mehr, je geringer der Verbrauch der Fahrzeuge ist. Und zu Ende gedacht, in einer Welt in der es praktisch kaum mehr private Fahrzeuge sondern vor allem Carsharing gäbe, spielen Zubringerwege überhaupt keine Rolle mehr. Denn dann gehe ich aus dem Haus und benutze das nächste Auto, das an der Straße steht.

Das wird meines Erachtens auch die Zukunft sein. Denn schon heute ist gerade bei jungen Leuten, der Wunsch nach einem eigenen Auto nicht mehr so stark ausgeprägt, wie das noch vor 30 oder 40 Jahren war. Auch das Geschäftsmodell der Automobilfirmen wird sich dahingehend entwickeln nicht mehr nur Autos zu verkaufen, sondern durch entsprechende Nutzungsangebote Geld zu verdienen.


Der Wunsch nach einem eigenen Auto ist bei jungen Menschen noch genauso groß wie vor 30/40 Jahren. Es werden allerdings von den Jüngeren weniger Autos gekauft, schlicht, weil die Kohle fehlt. Früher studierten etwa 10%, heute knapp 50 % aller Nachwachsenden. Deshalb verschiebt sich das Alter bis zum eigenen Einkommen nach hinten, was sich natürlich in der Statistik niederschlägt. Da aber noch immer die KFZ Zulassungen zunehmen, ist leicht zu erkennen, der Wunsch nach einem eigenen PKW hat nicht nachgelassen sondern die Realisierbarkeit hat sich aus monetären Gründen lediglich nach hinten verschoben.
Leicht zu erkennen, warum nur wird die Mär vom fehlenden Autowunsch noch immer verbreitet ?

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