Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

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frems
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon frems » So 5. Mai 2019, 09:55

Nightrain hat geschrieben:(05 May 2019, 09:52)

Die verlinkten Beiträge wiederholen nur erneut den Unsinn. Höhere Ausgaben sind überhaupt kein Indikator dafür, dass auch mehr CO2 verbraucht wird. Der Reiche Single in seinem Apartment zahlt vielleicht die doppelte Miete, aber verheizt dafür nur 1/4 der Menge, wie der Arbeitslose in seiner kleinen ungedämmten Altbauwohnung mit Ölofen und Warmwasserboiler.
Bei Ernährung und Bekleidung das gleiche Spiel. Menschen, die hochwertige CO2-freundliche Kleidung aus regionaler Produktion kaufen werden an den Pranger gestellt und ermahnt weniger zu konsumieren. Vielleicht doch lieber die 5€ Sneaker bei Kik kaufen?

Aber eines könnte die CO2 Steuer schon aufzeigen: "finanzschwache" Menschen konsumieren derzeit unverantwortlich Billigprodukte mit mschlechter CO2-Bilanz. Da wäre es Zeit, dass diese den Konsum weiter einschränken und auf weniger und dafür hochwertige Waren umsteigen. :p

Du ignorierst eben den entscheidenden Punkt, den ich verlinkt hatte: arme Leute konsumieren weniger. Sie haben gar nicht erst so viel Wohnraum, so viele Fahrzeuge, so viele Fernreisen, so viel Kleidung zuhause wie Menschen, die etwas Ordentliches gelernt haben. Es ist nur Dein unbelegter Glaube, dass die Menschen unabhängig vom Einkommen gleich viel konsumieren und sich dieser Konsum lediglich in Qualität und Preis unterscheidet. Aber genau das wird von wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » So 5. Mai 2019, 10:17

Trotzdem trifft jede zusätzliche Besteuerung arme Menschen ungleich härter als Reiche. Man kann natürlich den Realist2001 geben und alle Armen verachten, ändert aber auch nichts.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Kael » So 5. Mai 2019, 10:26

frems hat geschrieben:(05 May 2019, 07:09)

13km pro Strecke sind aber wirklich wenig, vor allem wenn entspannte Wege ohne viel Verkehr zur Verfügung stehen. Alternativ gönnt man sich ein (S-)Pedelec, um auch im Sommer schweißfrei auf der Arbeit zu erscheinen. Das erklärt aber auch, warum der Durchschnitts-Pkw nur so wenige Kilometer im Alltag zurücklegt, wenn aus Faulheit selbst Kurzstrecken mit der Dreckschleuder zurückgelegt werden.


Es heißt ÖPNV und CO2. Der Bindestrich kommt zum Wort Steuer, sprich, CO2-Steuer. Genau genommen müsste die 2 noch runtergesetzt sein, aber das macht die Software des Forums nicht mit. So wird aus der FH keine Uni.

Wer sich selbst von einem Pkw abhängig macht, sollte die Schuld nicht bei anderen suchen. Das ist nur eine billige Ausrede.



Wer sich vom ÖPNV abhängig macht sollte die Schuld nicht bei anderen Suchen. Das ist nur eine billige Ausrede.


So viele 'Steuern' und Co die in letzter Zeit gefordert werden sorgen nur dafür das sich die 'ärmeren Menschen' immer weniger leisten können. Könnte ja gern die CO2 Steuer für mich bezahlen wenn ihr so viel Geld über habt. 40-50% des Gehalts sind ja schon weg.

Bezahlt eure CO2 Steuer aber hört auf anderen Menschen unnötige Dinge vorschreiben zu wollen.


Du ignorierst eben den entscheidenden Punkt, den ich verlinkt hatte: arme Leute konsumieren weniger. Sie haben gar nicht erst so viel Wohnraum, so viele Fahrzeuge, so viele Fernreisen, so viel Kleidung zuhause wie Menschen, die etwas Ordentliches gelernt haben. Es ist nur Dein unbelegter Glaube, dass die Menschen unabhängig vom Einkommen gleich viel konsumieren und sich dieser Konsum lediglich in Qualität und Preis unterscheidet. Aber genau das wird von wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt.

Stimmt - Arme Menschen sind schon wirklich erbärmlich. Legen wir ihnen noch mehr auf die Schulter. Großes Kino.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » So 5. Mai 2019, 10:30

Kael hat geschrieben:(04 May 2019, 09:51)
Eine Wohnung in der Stadt -> Zu teuer
Bezahlbare Wohnung -> Auto 20minuten zur Uni entfernt
Mit dem Bus/Bahn zur Uni? -> ohne 'Verzögerungen: 2h Bus/Bahnfahrt

Dann studierst Du an der falschen Uni.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Kael » So 5. Mai 2019, 10:33

Alster hat geschrieben:(05 May 2019, 10:30)

Dann studierst Du an der falschen Uni.


Das ist in fast allen Städten so.

Wohnungen in München gehen über 1000€
Berlin ebenfalls
in Aachen zahlst du für 10qm ca. 500-600€
Von den anderen Unistädten ganz zu schweigen.

Entweder man kommt auf eine Warteliste und hat GLück bei über 400 Warteplätzen ein Zimmer zu bekommen oder aber man zieht in die Vorstadt - wo du zwar 15+ km zur Uni fahren musst, aber du hast bezahlbaren Wohnraum
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon frems » So 5. Mai 2019, 10:41

Kael hat geschrieben:(05 May 2019, 10:26)

Wer sich vom ÖPNV abhängig macht sollte die Schuld nicht bei anderen Suchen. Das ist nur eine billige Ausrede.

Bloß beschweren sich hier gerade nicht ÖPNV-Nutzer, sondern Leute, die sich einen miserablen Wohnort aussuchen und dann so tun, als sei der Pkw alternativlos, obwohl sie sich selbst dafür entschieden haben.

So viele 'Steuern' und Co die in letzter Zeit gefordert werden sorgen nur dafür das sich die 'ärmeren Menschen' immer weniger leisten können. Könnte ja gern die CO2 Steuer für mich bezahlen wenn ihr so viel Geld über habt. 40-50% des Gehalts sind ja schon weg.

Bezahlt eure CO2 Steuer aber hört auf anderen Menschen unnötige Dinge vorschreiben zu wollen.

Du scheiterst also nicht nur einfachsten Statistiken, sondern auch am Leseverständnis. Erstens bin ich eine Einzelperson und zweitens habe ich keine CO2-Steuer gefordert, sondern nur ein paar Märchen widerlegt.

Stimmt - Arme Menschen sind schon wirklich erbärmlich. Legen wir ihnen noch mehr auf die Schulter. Großes Kino.

Wenn ich darauf verweise, dass sie weniger konsumieren, gilt dies als erbärmlich? Herje, aus welcher Kultur stammst Du denn? In einem verlinkten Modell wären ärmere Personen übrigens sogar netto Profiteure, aber wenn man so emotional aufgewühlt ist und Sachlichkeit einem eh fremd ist, dann geht das im Eifer des Gefechts schon mal unter.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon frems » So 5. Mai 2019, 10:44

Kael hat geschrieben:(05 May 2019, 10:33)

Das ist in fast allen Städten so.

Wohnungen in München gehen über 1000€
Berlin ebenfalls
in Aachen zahlst du für 10qm ca. 500-600€
Von den anderen Unistädten ganz zu schweigen.

Entweder man kommt auf eine Warteliste und hat GLück bei über 400 Warteplätzen ein Zimmer zu bekommen oder aber man zieht in die Vorstadt - wo du zwar 15+ km zur Uni fahren musst, aber du hast bezahlbaren Wohnraum

https://news.immowelt.de/n/2187-unistae ... aedte.html

An welcher "Uni" arbeitet man eigentlich immer nur mit frei erfundenen Zahlen und recherchiert nie? :?:
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » So 5. Mai 2019, 11:39

frems hat geschrieben:(05 May 2019, 10:41)

... Leute, die sich einen miserablen Wohnort aussuchen ...

Es kann sich aber nicht jeder seinen Wohnort aussuchen, wie er will.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon frems » So 5. Mai 2019, 11:49

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 May 2019, 11:39)

Es kann sich aber nicht jeder seinen Wohnort aussuchen, wie er will.

Kinder sind jetzt auch nicht so die Gruppe an Autofahrern, um die es geht.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Nightrain » So 5. Mai 2019, 12:07

frems hat geschrieben:(05 May 2019, 09:55)

Du ignorierst eben den entscheidenden Punkt, den ich verlinkt hatte: arme Leute konsumieren weniger. Sie haben gar nicht erst so viel Wohnraum, so viele Fahrzeuge, so viele Fernreisen, so viel Kleidung zuhause wie Menschen, die etwas Ordentliches gelernt haben. Es ist nur Dein unbelegter Glaube, dass die Menschen unabhängig vom Einkommen gleich viel konsumieren und sich dieser Konsum lediglich in Qualität und Preis unterscheidet. Aber genau das wird von wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt.


Von welchen wissenschaftlichen Untersuchungen denn? Wie ich schon geschrieben habe ist es absoluter Unsinn Konsum an den €-Ausgaben festzumachen, wenn es einem um den CO2-Verbrauch geht. Der reiche konsumiert vielleicht das vierfache an € für das Handy aber der Co2-Verbrauch ist identisch. Das eine Handy hat einfach nur 800€ gekostet, während das andere 200€ gekostet hat. Viel drastischer ist es bei den Lebensmitteln. Ich kaufe regionales Biofleisch zum dreifachen Preis der Discounterware der Alg2 Familie von gegenüber, das dann auch noch vorher 1500km quer durch Europa gekarrt wurde. Meine 150qm Wohnung wird komplett mit Ökostrom geheizt, gegenüber steht die 20 Jahre alte Ölheizung im ungedämmten Sozialbau und erzeugt die dreifachen Nebenkosten.

Bei den Elektroartikeln geht es weiter. Hier stehen A++ und A+++ Geräte. Gegenüber steht der Klasse D Kühlschrank und der Warmwasserboiler für die Dusche.

Und genau das fehlt auch bei den Statistiken des Umweltbundesamtes sehr auffällig. Es wird zwar behauptet, dass der Energieverbrauch bei höherem Einkommen höher liegt aber dazu gibt es keine echten Zahlen, die genau das belegen. Ich würde die völlig unzulässige Schlussfolgerung, dass erhöhe Euroausgaben gleichzusetzen sind mit erhöhen CO2-Verbrauch schon eher als "unbelegten Gauben" bezeichnen.

Bei den Euroausgaben kann man ja durchgehen.
3x Kosten für Nahrungsmittel: aber Essen werden alle gleich viel. Die Wohlhabenden können sich aber regionale, hochwertige Produkte leisten (oder Prestigeprodukte mit identischer CO2-Bilanz aber höherem Preis)
2x Bekleidung/Schuhe: warum sollten die höheren Kosten mehr Kleidung bedeuten? 4x gute und haltbare Schuhe für 250€ kosten mehr als 30 mal 10€ KiK Schuhe, die man halbjährlich wegwirft...
1,5x Wohnen/Energie/Instandhaltung: ziemlich nutzlos, weil man die Miete und die Energiekosten zusammenwirft. Ich behaupte einfach mal, dass die Miete bei hohem Einkommen weit über dem 1,5-fachen der Geringverdiener liegt. Das würde dann bedeuten, dass zum Ausgleich die Geringverdiener weit mehr an Energie verpulvern durch miese Dämmung, alte Ölheizungen und schlechte Elektrogeräte.

Mal ganz provokant:
Geringverdiener sind derzeit in Deutschland die eigentlichen Umweltschweine, weil die besonders umweltschädlichen Discounterwaren viel zu billig sind für den CO2-Verbrauch. Das günstige Fleisch bei Aldi und co. von sonstwo gehört massiv verteuert, denn eigentlich müsste sogar das regionale Ökofleisch aufgrund der guten CO2-Bilanz billiger sein. Das gleiche trifft sowohl für alte Autos mit hohem Kraftstoffverbrauch als auch schlechte Wohnungen mit hohem Energieverbrauch zu.
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » So 5. Mai 2019, 12:46

frems hat geschrieben:(05 May 2019, 11:49)

Kinder sind jetzt auch nicht so die Gruppe an Autofahrern, um die es geht.

Du meinst ernsthaft, jeder Erwachsene kann sich den Wohnort aussuchen, der ihm gefällt?
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon frems » So 5. Mai 2019, 12:52

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 May 2019, 12:46)

Du meinst ernsthaft, jeder Erwachsene kann sich den Wohnort aussuchen, der ihm gefällt?

Auch ein Arbeitsloser kann an einer S-Bahnstation leben. Mag nicht das gewünschte Szeneviertel sein, ok, aber sonst so? Sucht man sich n Job in der Pampa und lebt selbst weit weg, sodass nur der Pkw halbwegs angemessene Fahrzeiten bietet, sollte man sich nicht anschließend beschweren. Wenn ich hier was von 13 km lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Selbst mit einem einfachen Pedelec dauert das als untrainierter Mensch eine halbe Stunde. Das ist nun wirklich nicht unverhältnismäßig viel.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » So 5. Mai 2019, 12:57

frems hat geschrieben:(05 May 2019, 12:52)

Auch ein Arbeitsloser kann an einer S-Bahnstation leben.

Besonders wenn es in der Stadt keine S-Bahn gibt... Soll er dann in eine andere Stadt ziehen? Und finanziert der Arbeitslose dann den Umzug an einen anderen Ort, näher an die ÖPNV ran?

Wenn ich hier was von 13 km lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Das sind hausgemachte Probleme, die es selbstverständlich auch gibt, aber das ist nicht durchgehend der Fall.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Kael » So 5. Mai 2019, 15:13

Und wenn Gemüse und Fleisch teurer wird - Tja... Er kann ja Kuchen essen!
Oder er soll ich einen botanischen Garten anlegen wo er selbst sein Gemüse baut!
Ach nein...er hat ja nur eine 20qm Wohnung und nur 3 Fenster... Aber so eine Fensterbank reicht bestimmt aus um genug Kartoffeln, Reis und Kohl zu produzieren!


Es wird von den Leuten eine flexibitlität und mobilität gefordert.
Also...verteuern wir mal die Mobilität!
Auto? Brauchst du nicht! Du hast ja Füße...
Dein potentieller Arbeitsplatz? -> 30km weit weg.
Die Wohnung in der nähe des Arbeitsplatzes? -> 800€ kalt(Natürlich ist es in der Stadt)
Dann kommen bald noch de E-Auto-Sachen in der Stadt. Also werden sich 'Autostädte' VOR den Städten entwickeln wo dann auf ÖPNV umgestiegen wird und das Auto steht den ganzen Tag vor der Stadt rum.
Vergessen wir nicht! - Dadurch das du umsteigen musst und die Busse/Bahnen etc. nur alle 30 bis 60 Minuten vorfahren und dann auch im Stadtverkehr immer halten müssen + die STraßen dann mit E-Mini-Autos vollgekleistert sind verlängert sich die normalerweise 20 minütige Autofahrt auf satte 40 bis 60 Minuten!
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alter Stubentiger » So 5. Mai 2019, 16:12

frems hat geschrieben:(05 May 2019, 07:09)

13km pro Strecke sind aber wirklich wenig, vor allem wenn entspannte Wege ohne viel Verkehr zur Verfügung stehen. Alternativ gönnt man sich ein (S-)Pedelec, um auch im Sommer schweißfrei auf der Arbeit zu erscheinen. Das erklärt aber auch, warum der Durchschnitts-Pkw nur so wenige Kilometer im Alltag zurücklegt, wenn aus Faulheit selbst Kurzstrecken mit der Dreckschleuder zurückgelegt werden.

Ich denke du hast keine Ahnung wieviele Kilometer ich täglich zu Fuß zurücklege und wieviele Treppen ich steige. Wer bist du dass du anderen Faulheit vorwerfen kannst?
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Kael » So 5. Mai 2019, 16:40

Abgesehen davon das viele Strecken auch nicht aus Faulheit sondern aus Zeitersparnis zurückgelegt werden.

Bei 10km bin ich mit dem Auto in 10 Minuten vor Ort.
Zu Fuß bist du 2 Stunden unterwegs. (Schrittgeschwindigkeit wird laut Wiki mit 3,6km/h definiert)
Mit nem Fahrrad... ca. ne halbe Stunde.

Dazu kommt noch die 'Gewichtsersparnis' die man über den gesamten Weg zurücklegt. Transport in dem Fall z.B.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Teeernte » Do 16. Mai 2019, 13:23

frems hat geschrieben:(05 May 2019, 12:52)

Auch ein Arbeitsloser kann an einer S-Bahnstation leben. Mag nicht das gewünschte Szeneviertel sein, ok, aber sonst so? Sucht man sich n Job in der Pampa und lebt selbst weit weg, sodass nur der Pkw halbwegs angemessene Fahrzeiten bietet, sollte man sich nicht anschließend beschweren. Wenn ich hier was von 13 km lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Selbst mit einem einfachen Pedelec dauert das als untrainierter Mensch eine halbe Stunde. Das ist nun wirklich nicht unverhältnismäßig viel.


Pedelecs verdunsten ....ohne gesicherte Abstellfläche.

Polizei kapituliert vor massenhaftem Fahrraddiebstahl

340.000 Fahrraddiebstähle wurden 2014 in Deutschland erfasst. Die Diebe sind bandenmäßig organisiert und knacken jedes Schloss. Die Polizei hat weitgehend kapituliert – nur in Bayern nicht.


Doch je hipper das Radfahren wird, und je mehr sich die Deutschen dieses Hobby kosten lassen, desto attraktiver werden die Vehikel auch für Diebe: Im Schnitt verschwindet hierzulande alle 90 Sekunden ein Fahrrad. Im vergangenen Jahr registrierten Polizeibehörden rund 340.000 gestohlene Räder, fast zehn mal so viele wie gestohlene Autos und 7,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und wie jedes Jahr zwischen Mai und August, wenn die Temperaturen freundlich sind und selbst Bewegungsmuffel den Drahtesel aus der Garage holen, hat der Fahrradklau Hochsaison.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... stahl.html

Die Akkuflex knackt jedes Schloss... je teuerer >> um so schneller geklaut...

Ihr habt in Hamburg doch eine Brücke - wo es (fast) nur geklaute Fahrräder für nen Zwanni gibt...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Flaschengeist » Mo 24. Jun 2019, 17:37

Alster hat geschrieben:(04 Apr 2019, 11:20)

Würde eine drastische Besteuerung fossiler Brenstoffe für den Individualverkehr einen tatsächlichen Beitrag zum Klimasschutz leisten?
Meine Antwort hierzu ist positiv.

VW brachte vor 20 Jahren den Lupo 3l TDI auf den Markt und schob Prototypen mir Verbräuchen von 1-2 l/100km nach. Dass sich diese nicht durchsetzen konnten ist allein dem Underpricing im Brennstoffbereich geschuldet.





Kraftstoffe werden schon besteuert. Und zwar ordentlich!

Ich sage nur ÖKOsteuer, Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer. Aber den GRÜNEN recht das natürlich nicht.

Neben dem Verbrauch müssen Autos auch noch andere Vorgaben erfüllen. Vorgaben die gerne einmal dem Verbrauch erhöhen. Wie z.B. immer strenger Abgasnormen oder Crashnormen.
„Nur in Deutschland wird mir vorgeworfen, ich wäre deutschfreundlich“ :)

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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Mo 24. Jun 2019, 19:52

Flaschengeist hat geschrieben:(24 Jun 2019, 17:37)

Kraftstoffe werden schon besteuert. Und zwar ordentlich!

Ich sage nur ÖKOsteuer, Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer. Aber den GRÜNEN recht das natürlich nicht.

Neben dem Verbrauch müssen Autos auch noch andere Vorgaben erfüllen. Vorgaben die gerne einmal dem Verbrauch erhöhen. Wie z.B. immer strenger Abgasnormen oder Crashnormen.

Ich bin trotzdem für eine drastische einsparung und auch Verteuerung fossiler Brennstoffe.
Dass dieses Ziel gerade auch von Grünen und Umweltfuzzies gleichzeitig wieder sabotiert wird (z.B. durch NOx Hysterie, suboptimal gestalteten Atomausstieg und viele andere Spinnereien) steht auf einem anderen Blatt.
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon BingoBurner » Mo 24. Jun 2019, 22:10

Alster hat geschrieben:(24 Jun 2019, 19:52)

Ich bin trotzdem für eine drastische einsparung und auch Verteuerung fossiler Brennstoffe.
Dass dieses Ziel gerade auch von Grünen und Umweltfuzzies gleichzeitig wieder sabotiert wird (z.B. durch NOx Hysterie, suboptimal gestalteten Atomausstieg und viele andere Spinnereien) steht auf einem anderen Blatt.


Ein einziger Widerspruch...
Kommst sonst so klar soweit ?
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