Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

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Alster
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Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Do 4. Apr 2019, 11:20

Würde eine drastische Besteuerung fossiler Brenstoffe für den Individualverkehr einen tatsächlichen Beitrag zum Klimasschutz leisten?
Meine Antwort hierzu ist positiv.

VW brachte vor 20 Jahren den Lupo 3l TDI auf den Markt und schob Prototypen mir Verbräuchen von 1-2 l/100km nach. Dass sich diese nicht durchsetzen konnten ist allein dem Underpricing im Brennstoffbereich geschuldet.
Zuletzt geändert von Alster am Do 4. Apr 2019, 11:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Alster
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Do 4. Apr 2019, 11:26

Zu meinem Vorschlag der erhöhten Besteuerung von Autotreibstoff schreibt der user:
John Galt hat geschrieben:(03 Apr 2019, 16:55)

Märchengeschichte. Die Steuerungswirkung ist egal wie hoch man die Steuer setzt sehr gering, weil es sich eben um eine unelastische Nachfrage handelt.

Selbst wenn der Liter 10 Euro kostet muss man trotzdem zur Arbeit, Supermarkt und zur Familie fahren.

Dummerweise wird sowas immer noch als Allheilmittel von den ökonomisch ahnungslosen Klimahysterikern verkauft.


Das ist eine krasse Fehleinschätzung. Die Nachfrage ist sogar seeehr elastisch. Das 1-3l Auto ist längst (seit 20 Jahren) Stand der Technik und setzt sich nur deshalb nicht durch, weil der Benzin/Diesel Preis zu gering ist.
Wir könnten die avisierten 30% CO2 Reduktion im Verkehr längst haben.

Das ist nicht gewollt. Fazit: Einen menschengemachten Klimaschutz wird es nicht geben.
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Tom Bombadil
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Do 4. Apr 2019, 11:30

Der User wird gebeten, seinen Eingangsbeitrag auszukleiden und selber auch eine Antwort auf die Frage zu geben, um minimalen Ansprüchen an die Strangeröffnung zu genügen.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Ein Terraner » Do 4. Apr 2019, 11:33

Der Preis ist nicht zu gering, der ist so hoch wie selten zuvor.

Aber kurz zu deinem Plan, das wäre A einfach nur der Tod für die Deutsche Wirtschaft da die Steuern nur für Deutschland gelten würden und sich die restliche Welt einen Grinst. Und B würde das einfach nur die breite Bevölkerung treffen die Finanziell nicht sehr gut aufgestellt ist, den Unternehmen mit großen Fuhrparks, Speditionen etc.. dürfte das recht egal sein. Die würden vermutlich eigenen Tankstellen bauen und den Sprit aus einem EU Nachbarland einfahren.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Nightrain » Do 4. Apr 2019, 23:20

Es gibt ja zwei Möglichkeiten. Entweder man besteuert fossile Brennstoffe immer höher, damit Alternativen im Vergleich günstiger werden oder man setzt gesetzliche Fristen für Verbote.

Mir schein die Politik derzeit lieber auf letzteres zu setzen, wie man auch bei der anstehenden Umstellung sämtlicher Heizungen in Deutschland auf Strom sieht. Da setzt man dann einfach gesetzlich fest, dass Neu- und Ersatzheizungen ab 2030 zwingend mit Strom laufen müssen und nicht mit Gas-, Öl- oder Pellets.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon McKnee » Fr 5. Apr 2019, 07:32

Ich habe diese Logik noch nie verstanden.

Haut dem Verbraucher in die Fresse, damit die Wirtschaft mit möglichen und angemessen Maßnahmen reagiert?! Wollte mir schon mal jemand als Förderprojekt für e-Fahrzeuge erläutern. Der Verbraucher muss leiden, damit die Hersteller reagieren.

MIr fallen da andere, geeignete Maßnahmen ein.
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Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 5. Apr 2019, 08:18

McKnee hat geschrieben:(05 Apr 2019, 07:32)

Ich habe diese Logik noch nie verstanden.

Weil diese "Logik" in einer Marktwirtschaft nichts zu suchen hat. Wenn man Nachfrage nach einem Produkt erzeugen will, dann muss man dafür sorgen, dass es ein tolles Produkt ist (oder zumindest wie ein tolles Produkt rüberkommt -> Apple) und alle es haben wollen.

Mit Sanktionen für alle Verbraucher erzeugt man nur Unmut und Unwillen, wie man in Frankreich bei den Gelbwesten sehr schön sehen konnte, wo genau dieser Vorstoß "höhere Besteuerung fossiler Brennstoffe" die Proteste und Krawalle auslöste. Irgendwann passiert das dann auch mal in Deutschland, nur dass der Michel dann deutlich gründlicher aufräumt.

Einen Beitrag zum Klimaschutz würde so etwas in Deutschland sowieso nicht leisten, dazu ist der Ausstoß in Deutschland viel zu gering (weltweit gesehen), der Klimawandel geht ungebremst weiter, egal ob der Sprit in Deutschland 0,50 € oder 5,- € pro Liter kostet, das wäre höchstens das Feigenblättchen, mit dem die Politik so eine Maßnahme verhüllen wollen würde.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Quatschki » Fr 5. Apr 2019, 08:53

Außerdem sind die übrigen verbauten Rohstoffe auch fossil, bei ihrer Gewinnung werden enorme Abraummengen bewegt und für ihre Herstellung enorme Energiemengen verbraucht.
Die ganzen Bleche, Kunststoffteile, Gummi, Aluminium(!)
ganz zu schweigen von Lithium.

In der Gesamtbilanz am Besten ist ein Auto, das lange genutzt wird und immer wieder repariert kann, so wie die alten US-Straßenkreuzer auf Kuba, obwohl die 20 Liter schlucken.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon H2O » Fr 5. Apr 2019, 09:27

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Apr 2019, 08:18)
...

...

Einen Beitrag zum Klimaschutz würde so etwas in Deutschland sowieso nicht leisten, dazu ist der Ausstoß in Deutschland viel zu gering (weltweit gesehen), der Klimawandel geht ungebremst weiter, egal ob der Sprit in Deutschland 0,50 € oder 5,- € pro Liter kostet, das wäre höchstens das Feigenblättchen, mit dem die Politik so eine Maßnahme verhüllen wollen würde.


Sie wiederholen gebetsmühlenartig, daß unser Bemühen allein nichts bewirken kann. Das ist ja einsehbar, wenn auch unvernünftig. Das Gute Beispiel zählt und eine Überzeugungskraft, die weitere Partner zum Mitmachen bewegen kann. Wenn sich wie beim Beamtenmikado alle Beteiligten nur umschauen, wer sich nun zuerst bewegt, dann rollt nach meiner Überzeugung unsere Kutsche immer schneller auf den Abgrund zu.

Wenn wir auf Dauer allein bleiben mit unserem Guten Willen, dann haben wir etwas länger Opfer gebracht als andere, die sich auf das Beobachten verlegt haben. Diese Dummheit halte ich für erträglich angesichts der Folgen, die sich drohend auftürmen. Vorsichtshalber würde ich mich auch nicht darauf hinaus reden, daß niemand mit hoher Treffsicherheit das Ausmaß der Klimaveränderung vorher sagen kann. Denn auch das ist ja richtig, aber die Hoffnung auf glimpfliche Folgen wohl ebenso unvernünftig wie das tatenlose Beobachten.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon H2O » Fr 5. Apr 2019, 09:43

Quatschki hat geschrieben:(05 Apr 2019, 08:53)

Außerdem sind die übrigen verbauten Rohstoffe auch fossil, bei ihrer Gewinnung werden enorme Abraummengen bewegt und für ihre Herstellung enorme Energiemengen verbraucht.
Die ganzen Bleche, Kunststoffteile, Gummi, Aluminium(!)
ganz zu schweigen von Lithium.

In der Gesamtbilanz am Besten ist ein Auto, das lange genutzt wird und immer wieder repariert kann, so wie die alten US-Straßenkreuzer auf Kuba, obwohl die 20 Liter schlucken.


Genau das wird in sehr vielen Bereichen sichtbar: Die praktische Unmöglichkeit für technische Laien, die vielen kleinen Helferlein im Haushalt instand zu halten, Verschleißteile erneuern zu können, technische Verbesserungen nachrüsten zu können. Ehe man einen Katalysator nachrüstet, bieten Hersteller und Staat für Neubeschaffung hohe Preisnachlässe. Die dabei verbrauchte Umwelt kostet ja nichts. In diesem Sinne sind "Reparaturcafés" eine vernünftige Einrichtung, die preisgünstige Nutzungsdauer von Kleingeräten und "Weißer Ware" erheblich zu verlängern.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon H2O » Fr 5. Apr 2019, 09:59

Alster hat geschrieben:(04 Apr 2019, 11:20)

Würde eine drastische Besteuerung fossiler Brenstoffe für den Individualverkehr einen tatsächlichen Beitrag zum Klimasschutz leisten?
Meine Antwort hierzu ist positiv.

VW brachte vor 20 Jahren den Lupo 3l TDI auf den Markt und schob Prototypen mir Verbräuchen von 1-2 l/100km nach. Dass sich diese nicht durchsetzen konnten ist allein dem Underpricing im Brennstoffbereich geschuldet.


Ich bin ein immer noch glücklicher Besitzer eines LUPO 3L TDI; seit 19 Jahren! Aber zur Ehenrettung der Verbraucher muß ich Ihrer Einschätzung entgegen halten, daß der Kleinstwagen durch Gewichtsersparnis (Aluminium, Magnesium anstelle von Stahl) auf geringsten Verbrauch getrimmt worden ist. Damals kostete die Grundausstattung des VW Lupo 3L TDI etwa 28.000 DM; kaum in Reichweite für die Menge der Käufer in einer Zeit, als sich der Standard VW Lupo TDI mit 4 l/100 km für annähernd den halben Preis erwerben ließ.

Den sparsamen VW LUPO 3 L TDI hat VW nach einer Versuchsserie von 60.000 Stück in 2005 aus der Produktion genommen. Damit war trotz hoher Verkaufspreise kein Gewinn zu erwirtschaften.

Dem ist nun noch hinzu zu setzen, daß für ein alleinstehendes Rentnerehepaar das Platzangebot des Fahrzeugs ganz ordentlich ist. Für eine Familie mit 2 Kindern völlig unbrauchbar, nicht nur wegen des viel zu hohen Kaufpreises (den ich ja begründet habe!). Mit meiner Technikbegeisterung habe ich mit dem Fahrzeug aus der Rückschau das große Los gezogen. Der beste VW, der je gebaut wurde!
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Alster » Fr 5. Apr 2019, 10:10

Ein Terraner hat geschrieben:(04 Apr 2019, 11:33)Der Preis ist nicht zu gering, der ist so hoch wie selten zuvor.

Dass der Preis historisch gesehen viel zu hoch ist


Ein Terraner hat geschrieben:(04 Apr 2019, 11:33) das wäre A einfach nur der Tod für die Deutsche Wirtschaft da die Steuern nur für Deutschland gelten würden und sich die restliche Welt einen Grinst.

Wieso denn das? Wenn ein Land Importprodukte höher besteuert, grinst die Welt normalerweise nicht, sondern schreit Zeter und Mordio. Auch ist nicht nachvollziehbar wieso dieses Minimum an Protektionismus unsere Wirtschaft schädigen könnte. Weniger Geld nach Saudi Arabien heißt weniger Geld für den Terror, und schädigt damit unsere Waffenexporte oder wie hast Du das gemeint?



Ein Terraner hat geschrieben:(04 Apr 2019, 11:33)den Unternehmen mit großen Fuhrparks, Speditionen etc.. dürfte das recht egal sein. Die würden vermutlich eigenen Tankstellen bauen und den Sprit aus einem EU Nachbarland einfahren.

Einfuhrsteuern bei gleichzeitiger Zulassung von Schmuggel durch große Unternehmen wäre natürlich selten dämlich, wer macht denn sowas?
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon H2O » Fr 5. Apr 2019, 10:12

McKnee hat geschrieben:(05 Apr 2019, 07:32)

Ich habe diese Logik noch nie verstanden.

...

MIr fallen da andere, geeignete Maßnahmen ein.


Bitte heraus damit; wer weiß, wie vielen Leuten Sie damit aus der Seele sprechen oder sie zum Handeln veranlassen!
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Ein Terraner » Fr 5. Apr 2019, 10:34

Alster hat geschrieben:(05 Apr 2019, 10:10)

Wieso denn das? Wenn ein Land Importprodukte höher besteuert, grinst die Welt normalerweise nicht, sondern schreit Zeter und Mordio. Auch ist nicht nachvollziehbar wieso dieses Minimum an Protektionismus unsere Wirtschaft schädigen könnte. Weniger Geld nach Saudi Arabien heißt weniger Geld für den Terror, und schädigt damit unsere Waffenexporte oder wie hast Du das gemeint?


Einfuhrsteuern bei gleichzeitiger Zulassung von Schmuggel durch große Unternehmen wäre natürlich selten dämlich, wer macht denn sowas?


Dir ist klar das Deutschland sozusagen das Zentrum des europäischen Binnenmarkts ist, so mit zollfreien Güterverkehr zwischen den einzelnen Ländern der EU ? :?
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 5. Apr 2019, 11:18

Ein Terraner hat geschrieben:(04 Apr 2019, 11:33)

Die würden vermutlich eigenen Tankstellen bauen und den Sprit aus einem EU Nachbarland einfahren.


Das ist ja nicht erlaubt. Wäre ja auch Steuerhinterziehung.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Ein Terraner » Fr 5. Apr 2019, 11:31

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(05 Apr 2019, 11:18)

Das ist ja nicht erlaubt. Wäre ja auch Steuerhinterziehung.

Es ist nicht erlaubt im EU Ausland zu kaufen bzw. zu tanken ?
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Quatschki » Fr 5. Apr 2019, 12:01

H2O hat geschrieben:(05 Apr 2019, 09:59)

Ich bin ein immer noch glücklicher Besitzer eines LUPO 3L TDI; seit 19 Jahren! Aber zur Ehenrettung der Verbraucher muß ich Ihrer Einschätzung entgegen halten, daß der Kleinstwagen durch Gewichtsersparnis (Aluminium, Magnesium anstelle von Stahl) auf geringsten Verbrauch getrimmt worden ist. Damals kostete die Grundausstattung des VW Lupo 3L TDI etwa 28.000 DM; kaum in Reichweite für die Menge der Käufer in einer Zeit, als sich der Standard VW Lupo TDI mit 4 l/100 km für annähernd den halben Preis erwerben ließ.

Den sparsamen VW LUPO 3 L TDI hat VW nach einer Versuchsserie von 60.000 Stück in 2005 aus der Produktion genommen. Damit war trotz hoher Verkaufspreise kein Gewinn zu erwirtschaften.

Dem ist nun noch hinzu zu setzen, daß für ein alleinstehendes Rentnerehepaar das Platzangebot des Fahrzeugs ganz ordentlich ist. Für eine Familie mit 2 Kindern völlig unbrauchbar, nicht nur wegen des viel zu hohen Kaufpreises (den ich ja begründet habe!). Mit meiner Technikbegeisterung habe ich mit dem Fahrzeug aus der Rückschau das große Los gezogen. Der beste VW, der je gebaut wurde!

Was bringt es, den letzten Liter Einsparung herauszuholen, wenn sich der Fahrzeugpreis verdoppelt? Irgendwelche superleichten Karbonautos, die extra Vorkehrungen brauchen, damit der Wind sie nicht von der Brücke weht?
Das Geld ist doch dann an anderer Stelle besser investiert?
Nicht der relative Spritverbrauch des einzelnen Fahrzeuges, sondern der absolute Gesamtflottenverbrauch aller Fahrzeuge ist das, was zählt!
Und da gibt es viele Möglichkeiten, durch Wegeoptimierung und Fahrtenvermeidung oder andere Mobilitäts- und Logistikkonzepte ungleich mehr zu sparen, als durch Herumbasteleien der Autoindustrie.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon H2O » Fr 5. Apr 2019, 12:27

Quatschki hat geschrieben:(05 Apr 2019, 12:01)

Was bringt es, den letzten Liter Einsparung herauszuholen, wenn sich der Fahrzeugpreis verdoppelt? Irgendwelche superleichten Karbonautos, die extra Vorkehrungen brauchen, damit der Wind sie nicht von der Brücke weht?
Das Geld ist doch dann an anderer Stelle besser investiert?
Nicht der relative Spritverbrauch des einzelnen Fahrzeuges, sondern der absolute Gesamtflottenverbrauch aller Fahrzeuge ist das, was zählt!
Und da gibt es viele Möglichkeiten, durch Wegeoptimierung und Fahrtenvermeidung oder andere Mobilitäts- und Logistikkonzepte ungleich mehr zu sparen, als durch Herumbasteleien der Autoindustrie.


An diese Technik gehen Sie mir zu abwertend heran. Als Privatmann fährt man vielleicht 10.000 bis 20.000 km im Jahr. Sagen wir 15.000. In 20 Jahren 300.000 km. Dann hätte dieses Leichtfahrzeug (übrigens: Vorzügliche Straßenlage!) 3.000 l Diesel eingespart (1l /100 km). Das ist doch schon ganz anständig etwas, oder?

Vor allem ist das sofort verfügbar; nicht könnte, würde, möchte... und es ist auch meins, höchstpersönlich. Vermutlich hält es auch länger als 20 Jahre: Kein Rost, auf der Hebebühne alljährlich eine Freude! Ein echter Gegenwert für das angelegte Geld. Allmählich wird es allerdings schwer, Ersatzteile zu finden. Vielleicht auf dem Schrottplatz?
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 5. Apr 2019, 12:49

H2O hat geschrieben:(05 Apr 2019, 09:27)

Sie wiederholen gebetsmühlenartig, daß unser Bemühen allein nichts bewirken kann.

Weil es Fakt ist, während das von dir gebetsmühlenartig vorgetragene "gute Beispiel" lediglich ein unbelegter Wunschtraum ist.
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Re: Hohe Besteuerung fossiler Brennstoffe

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 5. Apr 2019, 13:00

Ein Terraner hat geschrieben:(05 Apr 2019, 11:31)

Es ist nicht erlaubt im EU Ausland zu kaufen bzw. zu tanken ?


Nö, nur das was du im Tank hast.
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