LKW-Transporte und die Folgen

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 86259
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Do 4. Jul 2019, 10:24

Elser hat geschrieben:(18 Jun 2019, 13:26)

Du kannst oder willst es nicht begreifen - was? Anhand der uns drohenden Umweltprobleme ist die Nachfrage nach Lohnstückkosten einfach idiotisch. Es ist damit zu rechnen dass, auf Grund unseres Umweltverhaltens, schon sehr bald Menschen und andere Mitgeschöpfe elendig verrecken (z.B. verhungern) werden. Wenn es so weit ist, steigen Deine tatsächlichen Transportkosten für den jetzigen Transportunfug ins uferlose; vom Elend der Kreaturen mal ganz abgesehen. Du kommst mir vor wie ein Verdurstender in der Wüste, der sich Gedanken über die seine Kadaverbeseitigung macht. Was soll die unsinne Nachfrage nach Lohnstückkosten? Was muß das muß und was dann (wegen Deiner Lohnstückkosten :rolleyes: ) nicht mehr geht, geht halt nicht mehr. Was hast denn Du da für'ne Blockade?

Elser


Was möchtest du denn? Auch wenn du alle Erzeugnisse theiretisch in einem Umkreis von 200 km ansiedelst wird es Transporte geben.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
Elser
Beiträge: 2290
Registriert: Fr 25. Jan 2013, 09:14

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Elser » Do 4. Jul 2019, 13:11

Alexyessin hat geschrieben:(04 Jul 2019, 10:24)

Was möchtest du denn? Auch wenn du alle Erzeugnisse theiretisch in einem Umkreis von 200 km ansiedelst wird es Transporte geben.


Ich sag's ja - Du kannst oder willst nicht bereifen. Du diskutierst längst an dem bereits geschriebenen vorbei und fängst die Dinge immer wieder von vorne an. Aber bitte - wenn es den sein muss - noch einmal von vorn.

Ich möchte dass der LKW-Transport deutlich zurückgfahren wird, weil er, so wie er sich z.Zt. darstellt, eine Extrembelastung für unser Öko- und Infra-System ist. Das es dabei zu irgentwelchen momentanen Komforteinschränkungen und/oder höheren Kostenbelastungen kommen könnte, streite ich nicht ab. Es erscheint mir aber, angesichts der ökologischen Probleme die, zum Beispiel, durch die Klimaerwärmung auf uns zukommen, als absolut vernachlässigbar. Die Probleme (auch Kosten) die uns durch die zu erwartende Ökoprobleme drohen werden, so meine und die Meinung der meisten Wissenschafter, WESENTLICH höher sein. Außerdem halte ich selbst die kurzfristigen zu erwartenden Problem für nicht so relevant, wie sie uns von der, von diesem Transportwahnsinn provitiernden Industrie und Ihren pöstchenheischenden Polit-Hündchen, angekündigt werden. Viele Dinge die durch unser Land gekarrt weden, müssten es nicht, wenn die örtlichen Strukturen nicht vorher, genau durch diesen Transportwahnsinn, zerschlagen worden wären. Als ein besonders augenfälliges Beispiel nannte ich die Molkerreinen die eingingen WEIL Großbetriebe sie, durch ihre (zu) billigen Transporte, verdrängt haben. Wenn wir hierfür die tatsächlichen Kosten, die durch Öko- und Strukturschäden, entstehen berechnen würden, würde sich diese Transport nicht lohnen. Also sollten wir schleunigst Maßnahmen ergreifen, um diesen Quatsch zu beenden.

Anders ausgedrückt - Würde man in Deine, ach so geliebten, Lohnstückkosten jene Kosten mit einberechnen, die der Gesellschaft durch Krankenversorgung, ökologische Folgekosten und immerwährenden Wiederaufbau zerstörter Infrastuktur anfallen, könstest Du Deine Lohnstückkostenberechnung IN DIE TONNE KLOPPEN!!!!! Jetzt verstanden ? Also - Vorfahrt für Vernuft und nicht für unsinnigen und auch noch schädlichen LKW-Transport-Schwachsinn.

Elser
Ger9374

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Ger9374 » Do 4. Jul 2019, 13:25

Elser hat geschrieben:(04 Jul 2019, 13:11)

Ich sag's ja - Du kannst oder willst nicht bereifen. Du diskutierst längst an dem bereits geschriebenen vorbei und fängst die Dinge immer wieder von vorne an. Aber bitte - wenn es den sein muss - noch einmal von vorn.

Ich möchte dass der LKW-Transport deutlich zurückgfahren wird, weil er, so wie er sich z.Zt. darstellt, eine Extrembelastung für unser Öko- und Infra-System ist. Das es dabei zu irgentwelchen momentanen Komforteinschränkungen und/oder höheren Kostenbelastungen kommen könnte, streite ich nicht ab. Es erscheint mir aber, angesichts der ökologischen Probleme die, zum Beispiel, durch die Klimaerwärmung auf uns zukommen, als absolut vernachlässigbar. Die Probleme (auch Kosten) die uns durch die zu erwartende Ökoprobleme drohen werden, so meine und die Meinung der meisten Wissenschafter, WESENTLICH höher sein. Außerdem halte ich selbst die kurzfristigen zu erwartenden Problem für nicht so relevant, wie sie uns von der, von diesem Transportwahnsinn provitiernden Industrie und Ihren pöstchenheischenden Polit-Hündchen, angekündigt werden. Viele Dinge die durch unser Land gekarrt weden, müssten es nicht, wenn die örtlichen Strukturen nicht vorher, genau durch diesen Transportwahnsinn, zerschlagen worden wären. Als ein besonders augenfälliges Beispiel nannte ich die Molkerreinen die eingingen WEIL Großbetriebe sie, durch ihre (zu) billigen Transporte, verdrängt haben. Wenn wir hierfür die tatsächlichen Kosten, die durch Öko- und Strukturschäden, entstehen berechnen würden, würde sich diese Transport nicht lohnen. Also sollten wir schleunigst Maßnahmen ergreifen, um diesen Quatsch zu beenden.

Anders ausgedrückt - Würde man in Deine, ach so geliebten, Lohnstückkosten jene Kosten mit einberechnen, die der Gesellschaft durch Krankenversorgung, ökologische Folgekosten und immerwährenden Wiederaufbau zerstörter Infrastuktur anfallen, könstest Du Deine Lohnstückkostenberechnung IN DIE TONNE KLOPPEN!!!!! Jetzt verstanden ? Also - Vorfahrt für Vernuft und nicht für unsinnigen und auch noch schädlichen LKW-Transport-Schwachsinn.

Elser



Ich habe glaube ich ihr ansinnen verstanden.
Das beinhaltet dann eine Logistik die klar herausrechnet welcher Produkte günstiger und ökologisch nachhaltig im nahbereich
zum konsumenten gelangen sollten.Sehr anspruchsvoll!
Ger9374

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Ger9374 » Do 4. Jul 2019, 13:32

Die freiwilligen ansätze der einzelnen handelsketten wie Frisch aus ihrer Region ect. gehen da ja in die richtung.Der begriff Region natürlich schwammig.Der Markt spiegelt das wider was der Verbraucher will, das bestimmt den Wareneinkauf, hier ist der richtige ansatz. Damit könnte man den grössten Irsinn von Transporten etwas beeinflussen.
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 34392
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Do 4. Jul 2019, 13:57

Alexyessin hat geschrieben:(04 Jul 2019, 10:24)

Was möchtest du denn? Auch wenn du alle Erzeugnisse theiretisch in einem Umkreis von 200 km ansiedelst wird es Transporte geben.

Ja, aber dann nur die, die sinnvoll sind wenn die Kosten für Transporte steigen. Abgesehen davon wird die CO2-Debatte an den Transporten nicht vorbei gehen.
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 86259
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Do 11. Jul 2019, 15:10

jack000 hat geschrieben:(04 Jul 2019, 13:57)

Ja, aber dann nur die, die sinnvoll sind wenn die Kosten für Transporte steigen. Abgesehen davon wird die CO2-Debatte an den Transporten nicht vorbei gehen.


Natürlich nicht. Ich habe überhaupt nichts dagegen, das die CO2 Debatte auch auf den Transport kommt - nur bitte nicht wieder zu Lasten der im Transport angestellten Menschen. Das hatten wir nämlich bei der Maut.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 34392
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Di 25. Aug 2020, 19:02

Informativer Beitrag zum Thema:


Die üblichen Themen:
- LKW-Wände auf Autobahnen
- 37% Leerfahrten
- Ausbeutung osteuropäischer Arbeitnehmer
- Fragwürdige Fahrten durch ganz Europa
- Zu lasche Strafen bei Vergehen
- Tausendfach höhere Schäden an Strassen durch LKW verglichen mit PKW
- Wer betrügt hat Vorteile
- Fahrer unter hohem Druck, werden genötigt Regeln zu missachten
- Bahn nicht attraktiv genug

=> Es hat sich also bisher nichts an diesem uralten Thema geändert und es ist keine Besserung in Sicht. Hat die Politik hier versagt?
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 86259
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Di 25. Aug 2020, 19:06

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:02)

Informativer Beitrag zum Thema:


Die üblichen Themen:
- LKW-Wände auf Autobahnen
- 37% Leerfahrten
- Ausbeutung osteuropäischer Arbeitnehmer
- Fragwürdige Fahrten durch ganz Europa
- Zu lasche Strafen bei Vergehen
- Tausendfach höhere Schäden an Strassen durch LKW verglichen mit PKW
- Wer betrügt hat Vorteile
- Fahrer unter hohem Druck, werden genötigt Regeln zu missachten
- Bahn nicht attraktiv genug

=> Es hat sich also bisher nichts an diesem uralten Thema geändert und es ist keine Besserung in Sicht. Hat die Politik hier versagt?


Natürlich. Der Weg auf die Schiene ist von der Union nur nicht nur ungewollt sondern wird massiv behindert. Das ist doch nichts neues.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
naddy
Beiträge: 2589
Registriert: Mo 18. Mär 2019, 11:50

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon naddy » Di 25. Aug 2020, 19:14

Alexyessin hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:06)

Natürlich. Der Weg auf die Schiene ist von der Union nur nicht nur ungewollt sondern wird massiv behindert. Das ist doch nichts neues.


War vermutlich auch schon 1967 während der ersten GroKo in Kiesingers Kabinett der Fall. Jedenfalls ließ sich der Leber-Plan schon damals nicht durchsetzen.

Waren das noch Zeiten, als die SPD tatsächlich noch eine Partei mit Programm war. :D
"Das gefährliche an der Dummheit ist, daß sie die dumm macht, die ihr begegnen." (Sokrates).
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 34392
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Di 25. Aug 2020, 19:15

Alexyessin hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:06)

Natürlich. Der Weg auf die Schiene ist von der Union nur nicht nur ungewollt sondern wird massiv behindert. Das ist doch nichts neues.

Da ist wohl was dran:
http://www.klimaretter.info/mobilitaet/ ... ie-strasse
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 25528
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Teeernte » Di 25. Aug 2020, 19:18

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:02)

Informativer Beitrag zum Thema:

=> Es hat sich also bisher nichts an diesem uralten Thema geändert und es ist keine Besserung in Sicht. Hat die Politik hier versagt?


...eigentlich NICHT . Es wird Billigst Ware bewegt - mit einer hoher Sicherheit (für die Ware).

Ja guuuut - ohne richtigem Umweltschutz - und Ohne ECHTE Strassenbauumlage auf LKW.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 34392
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Di 25. Aug 2020, 19:21

Teeernte hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:18)
...eigentlich NICHT .

Wie wäre es mit LKW-Maut stark erhöhen?

Es wird Billigst Ware bewegt - mit einer hoher Sicherheit (für die Ware).

Wieso ist das sicherer für die Ware? Hier in der Region Stuttgart kracht es fast jeden Tag mit LKWs. Bei Bahn passiert sowas so gut wie nie:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 736d6.html
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 86259
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Di 25. Aug 2020, 19:26

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:21)

Wie wäre es mit LKW-Maut stark erhöhen?



Wird nichts bringen. LKW ist halt in D flexibel. Eben weil es viele Bahnstrecken gar nicht mehr gibt.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 34392
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Di 25. Aug 2020, 19:58

Alexyessin hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:26)

Wird nichts bringen. LKW ist halt in D flexibel. Eben weil es viele Bahnstrecken gar nicht mehr gibt.

Nun, die letzte Meile wird i.d.R. beim LKW bleiben, aber in anderen Ländern geht es doch auch:
https://www.youtube.com/watch?v=tFrbVAK ... .be&t=4867
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 25528
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Teeernte » Di 25. Aug 2020, 20:03

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:58)

Nun, die letzte Meile wird i.d.R. beim LKW bleiben, aber in anderen Ländern geht es doch auch:
https://www.youtube.com/watch?v=tFrbVAK ... .be&t=4867


Erst wenn die Schiene auch bei "Bedarf" fährt - bei gleichen Kosten - wird es interessant.

Im Moment gibt die Bahn vor - wann wohin gefahren wird.

Abbau der Strecken und ICE und Güterbahn auf dem selben Gleis führen zu knapper Schiene
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 86259
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Di 25. Aug 2020, 20:25

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2020, 19:58)

Nun, die letzte Meile wird i.d.R. beim LKW bleiben, aber in anderen Ländern geht es doch auch:
https://www.youtube.com/watch?v=tFrbVAK ... .be&t=4867


Ja, andere Länder haben aber...................... nicht seit 25 Jahren ihr Schienensystem logistisch verlottern lassen.

Anderes Beispiel Jack, Schwergut. Musst du Genehmigungen machen. In JEDER Genehmigung steht im Formblatt ob ein Transport über andere Verkehrsträger ( Schiff, Bahn ) nicht in Frage kommt. Und stell dir vor? Mir wurde noch nie eine Genehmigung abgelehnt, egal wie breit, hoch, schwer das Teil war. Gut, bei 430 cm Höhe hast ein Problem mit den Brücken. Aber sonst?
Ein bekannter Hersteller von Brauereisilos mit dem Sitz an einem großen deutschen Fluß ( also wirklich ein Binnenschifffahrtsweg ) verschickt natürlich gerne Trümmer mit 350 Breite oder 400 höhe. Meinst du, das muss aufs Schiff? Nein..................das fährt der LKW.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
Ein Terraner
Beiträge: 14219
Registriert: Sa 7. Mai 2016, 19:48
Wohnort: München

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Aug 2020, 20:46

Ein RoRo System, 8 Gleise jeweils von Süd nach Nord und von West nach Ost und in der Mitte ein entsprechendes Drehkreuz.
Benutzeravatar
jack000
Beiträge: 34392
Registriert: So 1. Jun 2008, 18:21
Wohnort: Stuttgart

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon jack000 » Di 25. Aug 2020, 20:47

Alexyessin hat geschrieben:(25 Aug 2020, 20:25)

Ja, andere Länder haben aber...................... nicht seit 25 Jahren ihr Schienensystem logistisch verlottern lassen.

Anderes Beispiel Jack, Schwergut. Musst du Genehmigungen machen. In JEDER Genehmigung steht im Formblatt ob ein Transport über andere Verkehrsträger ( Schiff, Bahn ) nicht in Frage kommt. Und stell dir vor? Mir wurde noch nie eine Genehmigung abgelehnt, egal wie breit, hoch, schwer das Teil war. Gut, bei 430 cm Höhe hast ein Problem mit den Brücken. Aber sonst?
Ein bekannter Hersteller von Brauereisilos mit dem Sitz an einem großen deutschen Fluß ( also wirklich ein Binnenschifffahrtsweg ) verschickt natürlich gerne Trümmer mit 350 Breite oder 400 höhe. Meinst du, das muss aufs Schiff? Nein..................das fährt der LKW.

Da sieht man was hier falsch läuft und daher auch meine Frage nach dem Versagen der Politik. U.a. wurde vor über 30 Jahren der Cargo-Sprinter angepriesen, aber das Thema hat sich erledigt:
- es gab kaum verkehrspolitische Unterstützung für diese Art des Güterverkehrs
- die DB AG änderte ihr Gütertransport-Konzept noch während der Erprobungszeit zugunsten von anderen Langstreckenlösungen

https://de.wikipedia.org/wiki/CargoSprinter#Verbleib
DU30:
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 86259
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Alexyessin » Di 25. Aug 2020, 21:33

jack000 hat geschrieben:(25 Aug 2020, 20:47)

Da sieht man was hier falsch läuft und daher auch meine Frage nach dem Versagen der Politik. U.a. wurde vor über 30 Jahren der Cargo-Sprinter angepriesen, aber das Thema hat sich erledigt:

https://de.wikipedia.org/wiki/CargoSprinter#Verbleib


Ich hab doch gelernt bei der Bahntrans. Also der Zusammenschluß von DB AG und ThyssenHaniel. Das Konzept war weder durchdacht noch stand jemand wirklich dahinter. Geschichten könnte ich hier vom Besten geben. Da läufts da kalt an Buckel runter.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
Der Neandertaler
Beiträge: 1803
Registriert: Sa 12. Jul 2008, 03:48
Benutzertitel: Experimentální králíci

Re: LKW-Transporte und die Folgen

Beitragvon Der Neandertaler » Mi 2. Sep 2020, 12:33

Hallo Alexyessin.
Alexyessin hat geschrieben: Was möchtest du denn? Auch wenn du alle Erzeugnisse theiretisch in einem Umkreis von 200 km ansiedelst wird es Transporte geben.
Ich glaube nicht, daß Transporte etwas mit der Entfernung zu tun haben ... oder etwa mit Lohnstückkosten.
Da der Lkw nun mal der beste, weil billigste Lagerplatz ist, und Firmen (daher) sukzessive ihre Lagerkapazitäten eingeschränkt haben ... einschränken mußten - wobei es auch hierbei wohl weniger um's Geld geht, und nun nur noch einen kleinen Vorrat vorhalten können, ist es jedenfalls eine Frage von Huhn oder Ei.

Wenn etwa der Unternehmer sagt - egal welchen Wirtschaftsbetrieb Du nun heranziehen möchtest, daß die Produktionsbänder oder Produktionsstraßen stillstehen, wenn die Ware nicht bei Produktions- oder Arbeitsbeginn vor'm Werkstor steht, und die Bahn ja so unflexibel ist, ... so bleibt dem Absender ja nichts anderes übrig, als die Ware mit dem Lkw transportieren zu lassen.

Bahn unflexibel?
Das ist sie vielleicht auch deswegen, weil die Bahn erstens gewinnorientiert agieren muß - obwohl sie zwar immer noch bundeseigen ist. Und, zweitens, infolge dessen, vermeintlich unrentable Strecken stillgelegt hat. Da nun mal Personenverkehr Vorrang hat vor Güterverkehr, kann es vorkommen, daß der ein oder andere Güterwagon auf der Strecke stehen bleibt - im wahrsten Sinn des Wortes, weil entweder keine Zeit zur Beförderung bleibt oder schlicht kein Zug vorhanden ist.

Bei all der Problematik ist nun die Frage, wer daran die Schuld trägt? Der Absender, der die Ware nicht rechtzeitig versendet? Der Unternehmer, der die Ware nicht rechtzeitig bestellt? Oder doch der Kunde, der Ware ja zu jedem Zeitpunkt vorrätig sehen möchte, damit er zumindest die Möglichkeit hat, diese kaufen zu können.
Das gilt für Industrieprodukte genauso, wie für landwirtschaftliche Produkte also Lebensmittel - hier noch umso mehr, als daß sie ja frisch sein müssen.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste