Elektroautos.

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Gruwe
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Gruwe » So 15. Sep 2019, 17:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Sep 2019, 16:19)

Akkus sind alle zu schwer. Ich weiß dass z.B. an Redux-Flow gearbeitet wird. Aber diese Akkus sind alle zu schwer.

Lithium-Ionen sind für Kurzstrecken innerorts durchaus brauchbar wenn man die nachts aufladen kann. Auf einem Betriebshof gut machbar. Diese E-Autos für DHL oder den Elektriker lassen sich auch abschreiben. Da sehe ich durchaus eine Zukunft.
Nur der typische Autofahrer hat eben andere Probleme die einfach nicht gelöst sind. Und darum kauft kaum ein Privatmann das E-Auto.


Ich frag dich nach Festkörperakkus umd du antwortest mir mit der Trivialität, dass Flussbatterien für mobile Anwendungen zu schwer sind. Was soll ich mit dieser Antwort?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Gruwe » So 15. Sep 2019, 17:26

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Sep 2019, 17:09)

Kontext, Compadre. Die Rede war von 1 MILLIARDE eAuto bis 2030.


Ich hab nix von 1 Mrd. gesagt. 1 Mrd. macht vis 2030 auch eher wenig Sinn...gibt ja weltweit ohnehin nur gut 1 Mrd. Fahrzeuge.
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Tom Bombadil
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Sep 2019, 18:18

Gruwe hat geschrieben:(15 Sep 2019, 17:26)

Ich hab nix von 1 Mrd. gesagt.

Nochmal: Kontext! Gib dir Mühe, irgendwann klappt es :thumbup:
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Alter Stubentiger » So 15. Sep 2019, 18:38

Gruwe hat geschrieben:(15 Sep 2019, 17:25)

Ich frag dich nach Festkörperakkus umd du antwortest mir mit der Trivialität, dass Flussbatterien für mobile Anwendungen zu schwer sind. Was soll ich mit dieser Antwort?


Auch nur Lithium-Ionen oder?
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Wolfgang Anger » So 15. Sep 2019, 22:17

Unfassbar: 42 kWh Energieaufwand für sechs Liter Diesel?


Einbeziehung der sogenannten „Bereitstellungsvorketten“

Burkert, der unter anderem Chefredakteur des Fachmagazins „Krafthand“ – dem Fachmagazin für das Kraftfahrtzeughandwerk – war, ist also kein Branchenfremder. In einem Kommentar zur Ifo-Studie ist der den ganz langen Weg gegangen und hat auch noch die sogenannte „Graue Energie“ mit einbezogen. Das bedeutet, er hat nach aufwändiger Recherche eine energiebezogene Analyse unter Berücksichtigung der sogenannten „Bereitstellungsvorketten“ unternommen.

Beim Diesel (und natürlich auch bei Benzinern) kommen da so interessante Energiefresser wie der spezifische Energieaufwand für Erdölförderung, Transport des Erdöls zu Raffinerien, Transport des Erdöls per Pipeline, der Energieaufwand für das Raffinieren und natürlich der Transport zur Tankstelle zum Zuge.
42 kWh Energieaufwand bevor 1 km gefahren wurde …

Wir machen es kurz: Sechs Liter Diesel (und soviel benötigt ein Mittelklassediesel im Schnitt für 100 km) verursachen bei Einbeziehung des obigen „grauen“ Energieaufwands immerhin schon 42 kWh Stromverbrauch – noch BEVOR der Diesel irgendeinen km gefahren ist. Mit 42 kWh fährt der Kona unseres Redakteurs im „Creep“-Modus immerhin 320 km weit. 42 kWh haben nach dem Energiemix in Deutschland von 2017 darüber hinaus einen CO2-Anteil von 20,54 kg. Mithin müsste man beim Diesel diese 20,54 kg zu jeden 100 km Fahrt hinzurechnen. Unfassbar.


https://e-engine.de/unfassbar-42-kwh-en ... er-diesel/

Im Sommer fahren wir mit 42 kWh ca. 400km weit!
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 15. Sep 2019, 22:28

Gruwe hat geschrieben:(15 Sep 2019, 17:24)

Wen interessiert das Hundertfache?
Es wird jetzt begonnen und es wird - allein schon aufgrund der Produktionskapazitäten - in keinem Ortsnetz dieses Landes 100 eAutos geben.
Ist es im Rahmen dieser Diskussion nicht mal möglich, eine dynamische Komponente zu integrieren? Die Kritik von dir beruht ja stets darauf, weil beim aktuellen Stand etwas nicht möglich ist, dies generell offenbar nicht umsetzbar sei, gleichzeitig setzt du aber eine eAuto-Quote an, die wir vielleicht 2050 erreichen können!

Verstehst auch du, dass umter diesen Umständen eine Diskussion mit dir wenig Sinn macht!


Richtig - im Moment interessiert das gar keinen. Weil keiner eine E-Dose kauft - stellt man keine Kapazität zur verfügung und baut lieber ein paar Suv mehr - die reissenden Absatz - in STÜCKZAHLEN - haben.

Dynamisch Ladeinfrastruktur errichten ?

Normalerweise errichtet doch DER , der den Strom verkaufen will - die Säule......oder DER - der die Autos verhökern will.... >> und nicht noch mal extra der Kunde.

Nur der Stromverkäufer will eine SICHERE Auslastung - eine Abnahmezusage. Die kannst Du ihm auch nicht eben. Unternehmerisches Risiko ? - EBEN - DESHALB BAUEN DIE NICHT !!

Wieviel meinst Du kostet so eine Ladesäule ? 100 m Kabel..... neuer Anschluss an der Strasse...Erdarbeiten.... extra Zähler....und die Säule.
(Betriebskosten...extra..)

Die Leute werden sich eine E-Dose kaufen - wenn es sich lohnt - und gut bedienbar ist.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 15. Sep 2019, 22:37

Wolfgang Anger hat geschrieben:(15 Sep 2019, 22:17)

Unfassbar: 42 kWh Energieaufwand für sechs Liter Diesel?


Einbeziehung der sogenannten „Bereitstellungsvorketten“

Burkert, der unter anderem Chefredakteur des Fachmagazins „Krafthand“ – dem Fachmagazin für das Kraftfahrtzeughandwerk – war, ist also kein Branchenfremder. In einem Kommentar zur Ifo-Studie ist der den ganz langen Weg gegangen und hat auch noch die sogenannte „Graue Energie“ mit einbezogen. Das bedeutet, er hat nach aufwändiger Recherche eine energiebezogene Analyse unter Berücksichtigung der sogenannten „Bereitstellungsvorketten“ unternommen.

Beim Diesel (und natürlich auch bei Benzinern) kommen da so interessante Energiefresser wie der spezifische Energieaufwand für Erdölförderung, Transport des Erdöls zu Raffinerien, Transport des Erdöls per Pipeline, der Energieaufwand für das Raffinieren und natürlich der Transport zur Tankstelle zum Zuge.
42 kWh Energieaufwand bevor 1 km gefahren wurde …

Wir machen es kurz: Sechs Liter Diesel (und soviel benötigt ein Mittelklassediesel im Schnitt für 100 km) verursachen bei Einbeziehung des obigen „grauen“ Energieaufwands immerhin schon 42 kWh Stromverbrauch – noch BEVOR der Diesel irgendeinen km gefahren ist. Mit 42 kWh fährt der Kona unseres Redakteurs im „Creep“-Modus immerhin 320 km weit. 42 kWh haben nach dem Energiemix in Deutschland von 2017 darüber hinaus einen CO2-Anteil von 20,54 kg. Mithin müsste man beim Diesel diese 20,54 kg zu jeden 100 km Fahrt hinzurechnen. Unfassbar.


https://e-engine.de/unfassbar-42-kwh-en ... er-diesel/

Im Sommer fahren wir mit 42 kWh ca. 400km weit!


Willst Du Strom vorgerechnet bekommen ? in Euro ? Planung ....Kabel, Verlegung...Windrad...Umspannwerk..... - bevor nur eine Kilowattstunde ins Auto tröpfelt - bist Du einen Kleinwagen je Abnehmer los...
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Re: Elektroautos.

Beitragvon fresh_ » So 15. Sep 2019, 22:43

Wolfgang Anger hat geschrieben:(15 Sep 2019, 10:08)

Wenn in Kanada durch das Ausspülen von Ölsand Milliarden Liter TATSÄCHLICHES Trinkwasser verseucht werden, ist das okay; wenn in der Atacamawüste in einem SALZsee ungenießbares, VERSALZTES Grundwasser für Lithium hochgepumpt wird, um es dann wieder versickern zu lassen, ist DAS dagegen Zerstörung der Umwelt und Vergeudung von Grundwasser?

Lithium ist ebenfalls nicht selten, es reicht für alle Autos weltweit für die nächsten 200 Jahre, nur die Abbaukapazitäten müssen noch ausgebaut werden, wenn die E-Mobilität mehr Fahrt aufnimmt. Übrigens ist im Benzin auch Lithium als Additiv drinnen genauso wie in euerem Handyakkus, Laptopakkus, Keramik, Fensterscheiben usw. und Kobalt in den gehärteten Stählen im Auto oder in euerem Werkzeugkasten und in der Ölraffinerie wird Kobalt dazu verwendet, Öl zu entschwefeln, damit das Benzin nicht nach faulen Eiern stinkt. Im Verbrenner-Katalysator sind dagegen die seltenen Elemente Platin bzw. Palladium und Rhodium und Cer drin und diese lösen sich sogar mit der Zeit (bis zu 50% des Materials) und verpesten unsere Umwelt. Außerdem findet man im Verbrennungsmotor Yttrium in den Zündkerzen. Was den Abbau der Rohstoffe angeht: Ja, es ist nicht sauber, genauso wie die Ölförderung und das Raffinieren des Benzins, die Akkus können jedoch im Gegensatz zu Benzin recycelt werden.



Beides ist nicht gut für die Umwelt, weder Öl Förderung noch der Lithium abbau. Beides geht auf die Unwelt. Menschen/Tiere verlieren ihren Lebensraum ect. Mich kotzt es einfach nur an das Lithium und E Autos als so "grün" verkauft werden. Das ist definitiv nicht der Fall. Die Akkus werden Momentan so Recycelt: ein Großteil wied einfach verbrannt. Ganz einfach ist das, ab in den Offen damit. Man dreht sich im Kreis was den Umweltschutz betrifft.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon John Galt » So 15. Sep 2019, 22:50

Wolfgang Anger hat geschrieben:(15 Sep 2019, 09:14)

Lange Lieferzeiten im Bereich von über 12 Monaten sagen etwas anderes.

http://www.ev-volumes.com/wp-content/up ... 2-2018.png

Der exponentielle Hochlauf der Elektromobilität.

Ob mit oder ohne dir.
Er läuft.


Hauptsächlich getrieben von den Chinesen, die 80% Kohlestrom haben der 5 cent pro Kohlewattstunde kostet. Die Ökobilanz dort sieht dank Elektromobilität noch katastrophaler aus als bevor. Der Auspuff sitzt halt am Kohlekraftwerk und nicht mehr am Auto.

Dort geht es lediglich darum, die Ölimporte zu verringern, nicht um Ökofirlefanz.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Atue001 » So 15. Sep 2019, 23:40

Es werden nicht von heute auf morgen 1 Mrd. fahrzeuge auf e-mobilität umgestellt. Zu Lithium-Batterien gibt es ausserdem fast marktreife Alternativen, die schon in den nächsten Jahren einen wahren Schub an Innovationen bringen werden. Nahezu marktreif sind beispielsweise Batterien auf Basis Graphen, Feststoffbatterien (Link: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/feststoffbatterien-nachfolger-lithium-ionen-elektroauto/), Magnesiumbatterien oder auch die Protonenbatterien, die in Australien erforscht werden, und die auf Basis von Kohlenstoff und Wasser arbeiten.
Darüber hinaus steht dann noch das Brennstoffzellenauto auf der Tagesordnung - in 10 Jahren wird auch das marktreif sein.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » So 15. Sep 2019, 23:43

Atue001 hat geschrieben:(15 Sep 2019, 23:40)

Es werden nicht von heute auf morgen 1 Mrd. fahrzeuge auf e-mobilität umgestellt. Zu Lithium-Batterien gibt es ausserdem fast marktreife Alternativen, die schon in den nächsten Jahren einen wahren Schub an Innovationen bringen werden. Nahezu marktreif sind beispielsweise Batterien auf Basis Graphen, Feststoffbatterien (Link: https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/feststoffbatterien-nachfolger-lithium-ionen-elektroauto/), Magnesiumbatterien oder auch die Protonenbatterien, die in Australien erforscht werden, und die auf Basis von Kohlenstoff und Wasser arbeiten.
Darüber hinaus steht dann noch das Brennstoffzellenauto auf der Tagesordnung - in 10 Jahren wird auch das marktreif sein.


Eben....es gibt auch Benziner und Diesel. :D :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Sep 2019, 23:50

Atue001 hat geschrieben:(15 Sep 2019, 23:40)

Es werden nicht von heute auf morgen 1 Mrd. fahrzeuge auf e-mobilität umgestellt.

An deiner Prognose "1 Milliarde eAutos bis 2030" wirst du dich messen lassen müssen :D
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Atue001 » Mo 16. Sep 2019, 00:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(15 Sep 2019, 23:50)

An deiner Prognose "1 Milliarde eAutos bis 2030" wirst du dich messen lassen müssen :D


Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass das Wachstum von 60% für die nächsten 11 Jahre bleibt. Ich hatte auch schon geschrieben, dass das wohl nicht ganz so kommt. aber 600-800 Millionen e-Fahrzeuge halte ich durchaus für realistisch. Wobei die Frage ist, ob Brennstoffzellenautos bis dahin einen relevanten Marktanteil haben werden - Brennstoffzellenautos zähle ich in diesem Sinne mit zu den e-Autos.

Knapp 9-10 Millionen e-Autos für 2020 halte ich schon mal für sehr realistisch. Lass uns diese Prognose doch nächstes Jahr nachprüfen! Stichtag: 31.12.2020 - e-Autos weltweit.
Und - lass uns Ende des Monats darüber diskutieren, wie es in Deutschland weitergeht - bis dahin sollten die Beschlüsse des Klimakabinetts vorliegen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mo 16. Sep 2019, 10:05

jack000 hat geschrieben:(13 Sep 2019, 21:38)

Sicherlich ist der Preis ein Thema, was erstmal abschreckend wirkt aber dafür spart man deutlich an laufenden Kosten. Bei der Reichweite wird bei E-Autos aber noch mehr gelogen als beim Verbrauch bei Benzin-Fahrzeugen.
Den ZOE kenne ich als Vorgängermodell und da stand im Display 128km als Reichweite (Allerdings war der 1-2 Jahre alt). Ich bin den nur 1 mal gefahren, aber schon etwas mulmig da ich eine Strecke von knapp 100 km/h zurücklegen musste bis ich an der nächsten Zapfsäule war.

M.E. ist aber nicht mal die Reichweite das wirkliche Thema, sondern die Geschwindigkeit des Aufladens und die Verfügbarkeit von E-Tankmöglichkeiten.
=> Denn die Hauptgründe für das nicht kaufen eines E-Autos ist die Angst irgendwo liegen zu bleiben oder durch lange Ladezeiten bei wichtigen Terminen Zeit zu verlieren.


Genau diese Gedanken gingen mir auch durch den Kopf, als ich mich dazu durchrang, Batterieautos gut zu finden. Denn man muß schon sagen, daß der Ersatz unserer heutigen Verbrenner so richtig derzeit allenfalls mit Brennstoffzellen und Wasserstoff zu unerschwinglichen Preisen gelingt... oder mit TESLA Batterieautos der teuren Sorte. Also unter 75.000 € ist da nichts zu wollen. Für Otto-Normalverbraucher unerschwinglich... vielleicht eines Tages als Gebrauchtfahrzeug, wobei wir nichts von der Lebensdauer dieser Fahrzeuge und ihrer (auch im Wasserstofffahrzeug) verbauten Batterien wissen. Nach Größenordnung 6 Jahren ist die Batterie fällig nach augenblicklichen Berichten.

Man darf auch nicht vergessen, daß das RENAULT ZOE-Konzept so erschwinglich aussieht, weil die Batterie gemietet wird... monatlich bei "normaler" Nutzung 100 €. Dafür hat man mit der Batterie nichts mehr "am Hut". Aber >1.000 € Batteriemiete im Jahr sind auch nicht lustig. Ok. man gönnt sich ja sonst nix! :)

Was mich in dem ADAC-Bericht etwas aufgerichtet hatte, das war die Ankündigung, daß infolge des Wettbewerbs neuer Marktteilnehmer RENAULT nun seinen Stromer mit mehr Batteriekapazität aufwerten wolle, die dann 390 km Reichweite zuläßt... unter genormten Bedingungen. Na, dann will ich bis zum Beweis des Gegenteils an 300 km glauben. Und da liegt eben meine sehr persönliche Grenze für die Zumutbarkeit als Allgemeinfahrzeug (nicht nur "Cityflitzer").

VW kommt mit seinem Konzept i3 wohl auch in diese Reichweitenklasse. Der Preis "unter 30.000 €" paßt rein zufällig zur jüngst festgelegten Obergrenze der staatlichen Förderung des Kaufs solcher Neufahrzeuge. :D Ist also haarscharf kalkuliert, ähm, der Gesetzgeber und die Autoindustrie stimmen sich da sehr gut ab. ;)

Mit ZOE ist der i3 dann doch vergleichbar, weil man die Batterie des i3 mit erwirbt, also die monatliche Belastung durch Batteriemiete zunächst einmal entfällt. In 6 Jahren kommt dann höchstwahrscheinlich die peinliche Überraschung mit dem Batterieaustausch des i3 plus Werkstattkosten für 6.000 €. Vermutlich wird es aber eine Garantie geben (müssen), daß die Batterie diese 6 Jahre tatsächlich erreicht ohne erheblich Einbuße.

Ich bin froh, daß mein LUPO 3L noch läuft und läuft und läuft, aber wenn ich mich doch zu einem anderen Neufahrzeug entschließen müßte, dann eben nur für einen solchen Stromer. Der Gesetzgeber will es so. Mit etwas Glück hat RENAULT bis dahin den ZOE gründlich überarbeitet und verbessert, was ja mit "Horizont 2 Jahre" angekündigt ist.
Zuletzt geändert von H2O am Mo 16. Sep 2019, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon JJazzGold » Mo 16. Sep 2019, 10:14

H2O hat geschrieben:(16 Sep 2019, 10:05)

Genau diese Gedanken gingen mir auch durch den Kopf, als ich mich dazu durchrang, Batterieautos gut zu finden. Denn man muß schon sagen, daß der Ersatz unserer heutigen Verbrenner so richtig derzeit allenfalls mit Brennstoffzellen und Wasserstoff zu unerschwinglichen Preisen gelingt... oder mit TESLA Batterieautos der teuren Sorte. Also unter 75.000 € ist da nichts zu wollen. Für Otto-Normalverbraucher unerschwinglich... vielleicht eines Tages als Gebrauchtfahrzeug, wobei wir nichts von der Lebensdauer dieser Fahrzeuge und ihrer (auch im Wasserstofffahrzeug) verbauten Batterien wissen. Nach Größenordnung 6 Jahren ist die Batterie fällig nach augenblicklichen Berichten.

Man darf auch nicht vergessen, daß das RENAULT ZOE-Konzept so erschwinglich aussieht, weil die Batterie gemietet wird... monatlich bei "normaler" Nutzung 100 €. Dafür hat man mit der Batterie nichts mehr "am Hut". Aber >1.000 € Batteriemiete im Jahr sind auch nicht lustig. Ok. man gönnt sich ja sonst nix! :)

Was mich in dem ADAC-Bericht etwas aufgerichtet hatte, das war die Ankündigung, daß infolge des Wettbewerbs neuer Marktteilnehmer RENAULT nun seinen Stromer mit mehr Batteriekapazität aufwerten wolle, die dann 390 km Reichweite zuläßt... unter genormten Bedingungen. Na, dann will ich bis zum Beweis des Gegenteils an 300 km glauben. Und da liegt eben meine sehr persönliche Grenze für die Zumutbarkeit als Allgemeinfahrzeug (nicht nur "Cityflitzer").

VW kommt mit seinem Konzept i3 wohl auch in diese Reichweitenklasse. Der Preis "unter 30.000 €" paßt rein zufällig zur jüngst festgelegten Obergrenze der staatlichen Förderung des Kaufs solcher Neufahrzeuge. :D Ist also haarscharf kalkuliert, ähm, der Gesetzgeber und die Autoindustrie stimmen sich da sehr gut ab. ;)

Mit ZOE ist der i3 dann doch vergleichbar, weil man die Batterie des i3 mit erwirbt, also die monatliche Belastung durch Batteriemiete zunächst einmal entfällt. In 6 Jahren kommt dann höchstwahrscheinlich die peinliche Überraschung mit dem Batterieaustausch des i3 plus Werkstattkosten für 6.000 €. Vermutlich wird es aber eine Garantie geben (müssen), daß die Batterie diese 6 Jahre tatsächlich erreicht ohne erheblich Einbuße.

Ich bin froh, daß mein LUPO 3L noch läuft und läuft und läuft, aber wenn ich mich doch zu einem anderen Neufahrzeug entschließen müßte, dann eben nur für einen solchen Stromer. Der Gesetzgeber will es so.


Noch will es der Gesetzgeber so nicht und es ist fraglich, ob der Gesetzgeber Tankstellenbesitzer dazu zwingen kann, ausschließlich Kapazitäten für Stromfresser vorzuhalten. Bei den meisten dürfte es ohnehin am benötigten Platz scheitern. Insofern sehe ich die massive Subvention der Stromer, wie auch die Drohung nur als Anzeiger für Menschen, bei denen ohnehin der Neukauf auf eines Autos ansteht, um damit ggfls auf halbwegs akzeptable Verkaufszahlen, explizit bei VW zu kommen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mo 16. Sep 2019, 10:41

JJazzGold hat geschrieben:(16 Sep 2019, 10:14)

Noch will es der Gesetzgeber so nicht und es ist fraglich, ob der Gesetzgeber Tankstellenbesitzer dazu zwingen kann, ausschließlich Kapazitäten für Stromfresser vorzuhalten. Bei den meisten dürfte es ohnehin am benötigten Platz scheitern. Insofern sehe ich die massive Subvention der Stromer, wie auch die Drohung nur als Anzeiger für Menschen, bei denen ohnehin der Neukauf auf eines Autos ansteht, um damit ggfls auf halbwegs akzeptable Verkaufszahlen, explizit bei VW zu kommen.


Na ja, der Gesetzgeber will VW den Weg in die elektrische Zukunft ebnen. Wer das nicht erkennt... und 2030 ist ohnehin Schluß mit Verbrennern fossiler Kraftstoffe. Die 35 g CO2/100 km "Flottenverbrauch" wird wohl niemand auf die Reihe bringen; auch kein Hybrid-Fahrzeug. Dann kommt ein ansonsten nüchterner Techniker ins Nachdenken über die künftige Entwicklung seines fahrbaren Untersatzes. Diesen Aspekt sollten Sie mit bedenken, wenn Sie in gewohnter Weise vom Leder ziehen.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon Teeernte » Mo 16. Sep 2019, 10:57

H2O hat geschrieben:(16 Sep 2019, 10:41)

Na ja, der Gesetzgeber will VW den Weg in die elektrische Zukunft ebnen..


Der Gesetzgeber IST VW....
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Re: Elektroautos.

Beitragvon fresh_ » Mo 16. Sep 2019, 11:53

Teeernte hat geschrieben:(16 Sep 2019, 10:57)

Der Gesetzgeber IST VW....



Jep der Gesetzgeber ist VW. Die Macht der Automobilindustrie ist nicht zu unterschätzen. Klar wollen viele Herstelle jetzt viele Elektroautos verkaufen, die Politik tut mit ihrem nichtwissen alles dafür um die Elektroautos schönzureden. Ich bin auf den Tag gespannt , wenn die Bundesrepublik, schön Steurn fürs Batterieladen erheben wird , dann noch Steuern dafür das dadurch in Kraftwerken mehr Schadstoffe freigesetzt werden da man mehr Strom benötigt. Am Ende lädt man eine Batterie und zahlt dan dafür 60 Euro oder so. Die Menschheit ist so verblödet aber kein Wunder, die Medien tun alles dafür das es noch schlimmer wird.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon JJazzGold » Mo 16. Sep 2019, 11:56

H2O hat geschrieben:(16 Sep 2019, 10:41)

Na ja, der Gesetzgeber will VW den Weg in die elektrische Zukunft ebnen. Wer das nicht erkennt... und 2030 ist ohnehin Schluß mit Verbrennern fossiler Kraftstoffe. Die 35 g CO2/100 km "Flottenverbrauch" wird wohl niemand auf die Reihe bringen; auch kein Hybrid-Fahrzeug. Dann kommt ein ansonsten nüchterner Techniker ins Nachdenken über die künftige Entwicklung seines fahrbaren Untersatzes. Diesen Aspekt sollten Sie mit bedenken, wenn Sie in gewohnter Weise vom Leder ziehen.


Dass VW in marktwirtschaftlich bedenklicher Art gefördert werden soll, ist ja wohl kaum zu verkennen. Wer das immer noch nicht verstanden hat, der sollte sich das Datum der veröffentlichten Forderung von VW nach staatlicher, flächendeckender Etablierung von Stromzapfsäulen und die erst kürzlich erfolgte SPD Forderung nach einer Million Stromzapfsäulen ansehen.

Da auch das E-Auto in der Produktion nicht ohne CO2 Produktion auskommt, ist abzusehen, dass auch das E-Auto CO2 bepreist werden wird. Selbstverständlich nicht heute, sondern erst morgen, wenn der Großteil der Autobesitzer gezwungen wurde auf E-Auto umzusatteln und die Brennstoffzelle auf dem Weg ist flächendeckend vermarktet zu werden. Dann wird diese hoch subventioniert gefördert und das E-Auto mit zusätzlichen Steuern belegt und dann wird demgegenüber zu einem Zeitpunkt X auch wieder die Drohung eines gesetzlichen Verbots ausgestoßen werden.

Das ist auch der Zeitpunkt, an dem Ihre Nachfahren meinen Nachfahren wieder vorwerfen werden, “vom Leder zu ziehen“, wenn diese nur darauf hinweisen, dass staatlich gelenkt gekauft werden muss, sprich Planwirtschaft längst durch die Hintertür über ein beliebiges Thema Einzug gehalten hat.
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Re: Elektroautos.

Beitragvon H2O » Mo 16. Sep 2019, 11:57

Teeernte hat geschrieben:(16 Sep 2019, 10:57)

Der Gesetzgeber IST VW....


Wenn sich diese Sache auf die Zukunft richtet, dann ist das nicht unbedingt schlecht. Denn von den Ergebnissen dieses Konzerns leben hundertausende Mitbürger und dort wird auch ein Teil des Staatshaushalts erwirtschaftet. Natürlich nicht nur dort... und deshalb sind Daimler und BMW eben auch "die Regierung". Das alles wird überwölbt von den Interessen der EU-Partner, die sich ebenfalls in der Gestaltung der staatlichen Regelwerke niederschlagen.

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