Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

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HugoBettauer

Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon HugoBettauer » Di 9. Apr 2013, 22:43

Pachuchel » Di 9. Apr 2013, 21:35 hat geschrieben:
Das ist sachlich nicht richtig.

Du bist so eine Art Theoretiker?
Ich berichte aus der Praxis. Taxifahrer stellen die Teile ab, weil sie so schnell kaputtgehen.
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Pachuchel
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Pachuchel » Di 9. Apr 2013, 23:09

SoleSurvivor » Di 9. Apr 2013, 22:43 hat geschrieben:Du bist so eine Art Theoretiker?
Ich berichte aus der Praxis. Taxifahrer stellen die Teile ab, weil sie so schnell kaputtgehen.


Du berichtest immer aus der Praxis. :D
Das scheint sich wie ein roter Faden durch dein Leben zu ziehen.
Nur damit wir uns verstehen.
BMW und Mercedes bieten eine Start/Stop Funktion in ihren Modellen an, weil sie nichts bringen und " sie so schnell kaputt gehen " ? :D

Laut Schätzung des ADAC können solche Systeme zwischen 2 und 3 Prozent Kraftstoff einsparen, laut BMW im reinen Stadtverkehr deutlich mehr. Siemens hat bei einem Vergleich zweier Systeme im gleichen Versuchsfahrzeug Einsparungen von 4 bis 7 % ermittelt.

Es ist die Unfähigkeit einiger, neuen Techniken gegenüber offen zu sein.
Die ihr Leben lang den gleichen Scheiß erzählen, weil sie es vor 20 Jahren mal so gelernt haben.
Um beim Thema zu bleiben.
Der Einsatz von modernen Kraftfahrzeugen verbunden mit sinnvollen technischen Einrichtungen, ein ökologisches Bewusstsein und einem intelligenten Fahrzeugführer, sind die besten Vorraussetzungen , um neue Umgehungsstrassen und Staus zu vermeiden.
Natürlich würde ich mich über Quellenangaben freuen, die etwas anderes dokumentieren.
Ein Link z.B., der dokumentiert, das die Start/ Stop Automatik unsinnig ist.
Danke im Vorraus. :D
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Pachuchel » Di 9. Apr 2013, 23:25

Die ECO Start-Stopp-Funktion reduziert Kraftstoffverbrauch und Emissionen durch automatisches Abschalten des Motors bei Standzeiten (zum Beispiel bei Stau oder an Ampeln). Bei Fahrzeugen mit ECO Start-Stopp-Funktion wird anstelle des Anlassers ein Startergenerator verbaut. Über eine intelligente Regelungselektronik liefert der Startergenerator die elektrische Energie für das Bordnetz und im Startermodus das notwendige Drehmoment zum Starten des Motors.

Quelle : http://www.mercedes-benz.de/content/ger ... nment.html

Effektiv Kraftstoff sparen: Die Auto Start Stop Funktion schaltet den Motor bei kurzzeitigem Fahrzeugstopp, z.B. an der Ampel, vorübergehend ab und vermeidet damit überflüssigen Kraftstoffverbrauch.

Das Prinzip ist einfach: Wenn der Motor nicht läuft, kann er auch keinen Kraftstoff verbrauchen. Die Auto Start Stop Funktion schaltet den Motor daher ab, sobald er nicht gebraucht wird.
Dazu genügt es, z.B. im Stau oder bei Stop-and-go-Bedingungen in den Leerlauf zu schalten und den Fuß von der Kupplung zu nehmen. Eine Anzeige ("Start Stop") im Info Display signalisiert, dass die Funktion aktiv ist. Zur anschließenden Weiterfahrt brauchen Sie nur den Gang einzulegen. Der Motor startet unmittelbar nach Betätigung der Kupplung, und Ihre Fahrt kann schnell und ohne Verzögerung fortgesetzt werden.
Fahrkomfort und Fahrzeugsicherheit werden durch die Auto Start Stop Funktion nicht beeinträchtigt. So wird die Funktion nicht ausgeführt, wenn der Motor noch nicht die optimale Betriebstemperatur erreicht hat, wenn sich das Innenraumklima nicht im gewünschten Bereich befindet, die Batterieladung nicht ausreichend ist oder der Fahrer die Lenkung betätigt.
Dazu verknüpft eine zentrale Steuereinheit alle relevanten Sensoren, den Anlasser und den Batterie-Generator und startet den Motor gegebenenfalls auch während eines Stopps, falls dies aus Komfort- oder Sicherheitsgründen erforderlich sein sollte, zum Beispiel beim Anrollen des Fahrzeugs, bei Beschlagbildung auf der Windschutzscheibe oder bei zu geringem Batterieladezustand.
Zugleich erkennt das System, ob Sie nur kurzfristig halten oder ob die Fahrt beendet wurde. Werden bei abgestelltem Motor das Gurtschloss, die Fahrertür oder die Motorhaube geöffnet, bleibt ein automatischer Neustart aus. Darüber hinaus kann die Auto Start Stop Funktion jederzeit auch manuell mittels Tastendruck deaktiviert werden.
Bei konsequenter Anwendung erweist sich die Auto Start Stop Funktion als eine sehr effiziente Maßnahme zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und zur Verringerung des CO2-Ausstoßes.

Quelle : http://www.bmw.com/com/de/insights/tech ... ction.html

Probleme, die in Bezug mit dieser Automatik entstehen, hängen immer mit der Unfähigkeit seines Benutzers zusammen.
Die Unfähigkeit, Betriebsanweisungen zu lesen und die Unfähigkeit, neue Technologien zu akzeptieren.
Was ich nicht verstehe, benutze ich auch nicht. :D
HugoBettauer

Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon HugoBettauer » Do 11. Apr 2013, 11:30

Pachuchel » Di 9. Apr 2013, 22:09 hat geschrieben:
Du berichtest immer aus der Praxis. :D


Nicht immer. Manche Debatten sind dazu nicht geeignet.

Das scheint sich wie ein roter Faden durch dein Leben zu ziehen.
Nur damit wir uns verstehen.
BMW und Mercedes bieten eine Start/Stop Funktion in ihren Modellen an, weil sie nichts bringen und " sie so schnell kaputt gehen " ?


Die bieten solche Automatik an, weil sie Autos verkaufen wollen. Wie es um die Lebensdauer solcher Funktionen bestellt ist, ist ein ganz anderes Thema. Zahlreiche Taxifahrer machen sie genau dort aus, wo es zu sehr häufigem Start/Stop kommen würde. Damit ist nicht gesagt, dass eine solche Ausschaltfunktion grundsätzlich immer untauglich ist.

Deine ganze Argumentation schlingert immer knapp am gesagten vorbei. Dass Stop-And-Go kein Beitrag zur Umwelt ist, sollte dir auch dann aufgehen, wenn in einer idealen Welt Stopautomatiken technisch robust sind, wenn sie nicht witterungsbedingt entscheiden, den Motor anzulassen. Auch wenn sich alle vorbildlich verhalten, gibt es Stellen, wo viele Autos häufig durchmüssen. Da muss die Straße eben das auch hergeben. Häufiges Beschleunigen und Bremsen versauen dir jede Berechnung.

Das heißt nicht, dass überall neu mit Beton und Asphalt Flächen versiegelt werden müssen. Aber manchmal schon.
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon jack000 » Do 11. Apr 2013, 11:40

Pachuchel » Di 9. Apr 2013, 21:08 hat geschrieben:
Wartende Fahrzeuge erzeugen deutlich weniger Schadstoffe , weil der Motor im Leerlaufmodus Kraftstoff verbrennt.

...
Ein moderner, durchschnittlicher Verbrennungsmotor ( 100 PS ), verbraucht bei 800 Umdrehungen/min pro Stunde ca. 0,2 bis 0,5 l pro Stunde.
Bei ca. 70 km/h auf einer Umgehungsstrasse ( außerhalb geschlossener Ortschaften ) ca. 5 bis 6 L pro 100 km.


http://www.burningshadow.dk/Galleries/F ... epalm3.jpg

ja und ? Das Fahrzeug muss doch trotzdem auch noch vorwärtskommen. Man kann doch nicht ein stehendes Auto mit einem fahrenden vergleichen.
Bezogen auf eine gleiche Strecke ist der Schadstoffausstoss bei Stop and Go-Verkehr natürlich viel höher.

Mit einer Start/Stop Automatik dezimiert sich dieser Wert natürlich.

Minimal. Der Mehrverbrauch durch Stop and Go liegt bei 20-30%. Die Einsparung durch Start-Stopp Automatik liegt unter 5%:
http://www.daserste.de/information/ratg ... e-102.html
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Tantris » Do 11. Apr 2013, 11:47

jack » Do 11. Apr 2013, 11:40 hat geschrieben:
http://www.burningshadow.dk/Galleries/F ... epalm3.jpg

ja und ? Das Fahrzeug muss doch trotzdem auch noch vorwärtskommen. Man kann doch nicht ein stehendes Auto mit einem fahrenden vergleichen.
Bezogen auf eine gleiche Strecke ist der Schadstoffausstoss bei Stop and Go-Verkehr natürlich viel höher.


Minimal. Der Mehrverbrauch durch Stop and Go liegt bei 20-30%. Die Einsparung durch Start-Stopp Automatik liegt unter 5%:
http://www.daserste.de/information/ratg ... e-102.html


Für den stadtverkehr sind verbrennungsmotoren eh nur bedingt geeignet.
HugoBettauer

Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon HugoBettauer » Do 11. Apr 2013, 12:51

Tantris » Do 11. Apr 2013, 10:47 hat geschrieben:
Für den stadtverkehr sind verbrennungsmotoren eh nur bedingt geeignet.

Das stimmt zwar, aber auch Überlandfahrzeuge müssen erst mal aus der Stadt raus. Man kann hier einwenden, dass es auch tolle Hybride gibt. Die gibt es, je nach Überland-Anteil ist aber das Mitführen von zwei Antriebsaggregaten eine signifikante, unnötige Gewichtssteigerung.
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Pachuchel » Do 11. Apr 2013, 22:41

SoleSurvivor » Do 11. Apr 2013, 11:30 hat geschrieben:
Nicht immer. Manche Debatten sind dazu nicht geeignet.



Die bieten solche Automatik an, weil sie Autos verkaufen wollen. Wie es um die Lebensdauer solcher Funktionen bestellt ist, ist ein ganz anderes Thema. Zahlreiche Taxifahrer machen sie genau dort aus, wo es zu sehr häufigem Start/Stop kommen würde. Damit ist nicht gesagt, dass eine solche Ausschaltfunktion grundsätzlich immer untauglich ist.

Deine ganze Argumentation schlingert immer knapp am gesagten vorbei. Dass Stop-And-Go kein Beitrag zur Umwelt ist, sollte dir auch dann aufgehen, wenn in einer idealen Welt Stopautomatiken technisch robust sind, wenn sie nicht witterungsbedingt entscheiden, den Motor anzulassen. Auch wenn sich alle vorbildlich verhalten, gibt es Stellen, wo viele Autos häufig durchmüssen. Da muss die Straße eben das auch hergeben. Häufiges Beschleunigen und Bremsen versauen dir jede Berechnung.

Das heißt nicht, dass überall neu mit Beton und Asphalt Flächen versiegelt werden müssen. Aber manchmal schon.


Na , da rudert aber einer zurück . :D
Die Start/ Stop Automatik spart effektiv Kraftstoff.
Wenn der Fahrzeugführer diese intelligente Technik zielorientiert anwenden kann.
Kann er das nicht, bleibt auch der Spareffekt aus.
Verbrennungsmotoren können auch effektiv im Stadtverkehr arbeiten, wenn der Fahrer, ökologische geschult, sein Fahrzeug bewegen kann.
Kauft er sich ein sparsames Kfz, fährt er mit dem richtigen Reifendruck, verzichtet er auf unnützen Ballast im Fz., schaltet er frühzeitig in den nächst höheren Gang, nutzt er die Schubabschaltung und in Gefällen den Leerlauf , vermeidet er Kurzstreckenfahrten und arbeitet mit der Start/Stop Automatik, dann arbeitet auch ein Verbrennungsmotor relativ günstig.
Das gilt für Taxifahrer ebenso , wie für alle anderen Fahrer.
Das eigentliche Problem liegt aber darin, das man lieber PS-starke Autos fährt und über die hohen Sprit Preise motzt.
Problemlösungen ergeben sich aber nur für den intelligenten Fahrer.
;)
HugoBettauer

Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon HugoBettauer » Fr 12. Apr 2013, 00:43

Pachuchel » Do 11. Apr 2013, 21:41 hat geschrieben:Die Start/ Stop Automatik spart effektiv Kraftstoff.


Und geht schnell kaputt, wenn man sie im stop & go verwendet.

Kann er das nicht, bleibt auch der Spareffekt aus.

Wenn es nicht zu kalt ist.

Verbrennungsmotoren können auch effektiv im Stadtverkehr arbeiten, wenn der Fahrer, ökologische geschult, sein Fahrzeug bewegen kann.

Und die Straße frei ist.

Kauft er sich ein sparsames Kfz, fährt er mit dem richtigen Reifendruck, verzichtet er auf unnützen Ballast im Fz., schaltet er frühzeitig in den nächst höheren Gang, nutzt er die Schubabschaltung und in Gefällen den Leerlauf , vermeidet er Kurzstreckenfahrten und arbeitet mit der Start/Stop Automatik,

Dann hilft eine Ausfallstraße an der richtigen Stelle immer noch, sinnlos verblasene Antriebsenergie zu vermeiden.
Auch bei richtigem Reifendruck ist durchfahren sparsamer als vieles anfahren und bremsen.

Problemlösungen ergeben sich nicht, wenn man am Problem vorbeischwafelt. Wenn das Problem ist, dass die Straße für den Verkehr nicht ausreicht, dann hilft der Reifendruck auch nicht weiter.
Daylight

Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Daylight » Fr 12. Apr 2013, 01:20

jack » Sa 6. Apr 2013, 19:52 hat geschrieben:Es gibt in vielen deutschen Städten und Gemeinden Probleme durch eine sehr hohe Belastung mit Strassenverkehr. Die Menschen fahren von A-B und müssen dabei durch C. in C ist die Verkehrsbelastung sehr hoch obwohl Die Menschen aus C gar nicht die Verursacher sind.

Die Lösung: Der Bau einer Entlastungsstrasse für C
Das Problem: Es gibt Gegner von Entlastungsstrassen

Beispiel:
http://www.bund-rems-murr.net/index.php?id=154
http://www.bund-rems-murr.net/fileadmin ... 112_WE.pdf

Wie schnell zu bemerken ist, sind die Ausreden der Gegner ziemlich fadenscheinig, gar egoistisch. Trotzdem gelingt es denen im Beispiel wie auch bundesweit an zig Standorten Entlastungsstrassen zu verhindern.

Die Gegner haben gemeinsam, dass diese häufig in verkehrsberuhigten Gegenden wohnen aber mit ihren Autos bei anderen auf total überlasteten Strassen vorbeifahren wo zwischen Haus und Strasse allenfalls noch 1m Gehweg sich befindet.

Wie kann man die Gegner von Entlastungsstrassen stoppen?

Die Frage müßte besser lauten: wie können wir den Individualverkehr durch struktur-politische Massnahmen und Projekte reduzieren helfen und ÖV-Projekte weiter voran treiben, anstatt hohe Steuermittel weiterhin in völlig unnötige und umweltzerstörende Straßen-und Tiefbaumassnahmen zu investieren und später instandhalten zu müssen, auf überteuerten Trassen, wo außerhalb der Rush­hour alle halbe Stunde mal ein CO²-speiender Dieselmotor entlang rast, die vermeintliche Bequemlichkeit des Einzelnen im wahrsten und jedwedem Sinne zu "befördern".
Zuletzt geändert von Daylight am Fr 12. Apr 2013, 01:22, insgesamt 2-mal geändert.
HugoBettauer

Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon HugoBettauer » Fr 12. Apr 2013, 08:00

Daylight » Fr 12. Apr 2013, 00:20 hat geschrieben:Die Frage müßte besser lauten: wie können wir den Individualverkehr durch struktur-politische Massnahmen und Projekte reduzieren helfen und ÖV-Projekte weiter voran treiben, anstatt hohe Steuermittel weiterhin in völlig unnötige und umweltzerstörende Straßen-und Tiefbaumassnahmen zu investieren und später instandhalten zu müssen, auf überteuerten Trassen, wo außerhalb der Rush­hour alle halbe Stunde mal ein CO²-speiender Dieselmotor entlang rast, die vermeintliche Bequemlichkeit des Einzelnen im wahrsten und jedwedem Sinne zu "befördern".


Es gibt genug Innerortsteile von Bundesstraßen, wo ganztags die LKWs an der Doppelverglasung vorbeisprinten. Da wäre an vielen Stellen eine neue Streckenführung ein echter Komfortgewinn für die Dörfler und Kleinstädter. Förderung von ÖV-Systemen ist wichtig, jedoch sehe ich auf absehbare Zeit nicht, dass Menschen in Randlagen ohne Auto sinnvoll am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Auf dem Land ist das eigene Kfz oft schon Einstellungsvoraussetzung.
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon jorikke » Fr 12. Apr 2013, 08:54

Daylight » Fr 12. Apr 2013, 00:20 hat geschrieben:Die Frage müßte besser lauten: wie können wir den Individualverkehr durch struktur-politische Massnahmen und Projekte reduzieren helfen und ÖV-Projekte weiter voran treiben, anstatt hohe Steuermittel weiterhin in völlig unnötige und umweltzerstörende Straßen-und Tiefbaumassnahmen zu investieren und später instandhalten zu müssen, auf überteuerten Trassen, wo außerhalb der Rush­hour alle halbe Stunde mal ein CO²-speiender Dieselmotor entlang rast, die vermeintliche Bequemlichkeit des Einzelnen im wahrsten und jedwedem Sinne zu "befördern".



Durch Stellungnahmen dieser Art wird bedauerlicherweise der Umweltschutzgedanke ad absurdum geführt.
Allzu leicht werden die Protagonisten von an sich unterstützungswürdigen Vorhaben in die Schublade von Politspinnern gesteckt.
...und schon wieder ein Eigentor.
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Pachuchel » Fr 12. Apr 2013, 20:00

SoleSurvivor » Fr 12. Apr 2013, 00:43 hat geschrieben:
Und geht schnell kaputt, wenn man sie im stop & go verwendet.


Wenn es nicht zu kalt ist.


Und die Straße frei ist.


Dann hilft eine Ausfallstraße an der richtigen Stelle immer noch, sinnlos verblasene Antriebsenergie zu vermeiden.
Auch bei richtigem Reifendruck ist durchfahren sparsamer als vieles anfahren und bremsen.

Problemlösungen ergeben sich nicht, wenn man am Problem vorbeischwafelt. Wenn das Problem ist, dass die Straße für den Verkehr nicht ausreicht, dann hilft der Reifendruck auch nicht weiter.


Ich bin auf eure unsinnige Aussage, das Verbrennungsmotoren nicht effektiv arbeiten, mit Beispielen eingegangen, die das Gegenteil definieren. Lies mal deine eigenen Beiträge. ;)
Aber so ist das hier. :D
Immer schön irgend etwas behaupten und dann auf Gegenargumente nicht eingehen.
Und Ausfallstraßen wären nicht nötig, wenn wir alle unser Mobilitätsverhalten, kritisch hinterfragen würden.
Man kann sein Leben eben auch so einrichten, das man nicht so stark von einem KFZ abhängig ist.
Keine langen Wege fahren muss, öffentliche Verkehrsmittel benutzt und auch mal auf das Auto verzichtet.
In einer vier köpfigen Familie müssen keine 4 Autos vor der Tür stehen und die Produkte des täglichen Gebrauchs können aus regionalen Betrieben stammen.
Was Du nicht verstehst, ist, das so ein Leben funktioniert.
Es ist die Unfähigkeit, alte Verhaltensweisen zu hinterfragen und durch neue zu ersetzen.
So beseitigt man nicht die Ursachen, sondern beschäftigt sich immer nur mit den Auswirkungen.
Und das ist der eigentliche Unterschied zwischen uns.
Ich habe die Ursachen bekämpft, in dem ich mich von der Abhängigkeit von Kfz befreit habe und du denkst nur über die Auswirkungen nach und forderst mehr Strassen.
Ich wohne auch in einer Großstadt und die täglichen Staus gehen mir mit Verlaub am Arsch vorbei. :D
Ich habe mir einen Job gesucht, den ich bequem mit dem Fahrrad erreichen kann und notfalls auch zu Fuß.
Ja, ja ich weis.
Das kann nicht jeder.
Das können eben nur die, die cleverer sind, als die meisten Anderen. :D
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Pachuchel » Fr 12. Apr 2013, 20:09

jorikke » Fr 12. Apr 2013, 08:54 hat geschrieben:

Durch Stellungnahmen dieser Art wird bedauerlicherweise der Umweltschutzgedanke ad absurdum geführt.
Allzu leicht werden die Protagonisten von an sich unterstützungswürdigen Vorhaben in die Schublade von Politspinnern gesteckt.
...und schon wieder ein Eigentor.


Das eigentliche Eigentor definiert sich in der Unfähigkeit, die Tragweite des Beitrages von Daylight zu verstehen.
Ist wie in der Atomkraft Problematik.
Früher wurden Atomkraftgegner vermöbelt, heute haben wir die " Energiewende ".
Und die unterstützen selbst die politischen Kräfte, die die Gegner der Atompolitik früher vermöbeln liessen. :D
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Antisozialist » Fr 12. Apr 2013, 21:53

Pachuchel » Fr 12. Apr 2013, 20:00 hat geschrieben:
Ich bin auf eure unsinnige Aussage, das Verbrennungsmotoren nicht effektiv arbeiten, mit Beispielen eingegangen, die das Gegenteil definieren. Lies mal deine eigenen Beiträge. ;)
Aber so ist das hier. :D
Immer schön irgend etwas behaupten und dann auf Gegenargumente nicht eingehen.
Und Ausfallstraßen wären nicht nötig, wenn wir alle unser Mobilitätsverhalten, kritisch hinterfragen würden.
Man kann sein Leben eben auch so einrichten, das man nicht so stark von einem KFZ abhängig ist.
Keine langen Wege fahren muss, öffentliche Verkehrsmittel benutzt und auch mal auf das Auto verzichtet.
In einer vier köpfigen Familie müssen keine 4 Autos vor der Tür stehen und die Produkte des täglichen Gebrauchs können aus regionalen Betrieben stammen.
Was Du nicht verstehst, ist, das so ein Leben funktioniert.
Es ist die Unfähigkeit, alte Verhaltensweisen zu hinterfragen und durch neue zu ersetzen.
So beseitigt man nicht die Ursachen, sondern beschäftigt sich immer nur mit den Auswirkungen.
Und das ist der eigentliche Unterschied zwischen uns.
Ich habe die Ursachen bekämpft, in dem ich mich von der Abhängigkeit von Kfz befreit habe und du denkst nur über die Auswirkungen nach und forderst mehr Strassen.
Ich wohne auch in einer Großstadt und die täglichen Staus gehen mir mit Verlaub am Arsch vorbei. :D
Ich habe mir einen Job gesucht, den ich bequem mit dem Fahrrad erreichen kann und notfalls auch zu Fuß.
Ja, ja ich weis.
Das kann nicht jeder.
Das können eben nur die, die cleverer sind, als die meisten Anderen. :D


Arbeitsplätze verteilen sich aber nicht über die Fläche, sondern entstehen eher zentral. Wenn dann jeder arbeitsplatznah wohnen würde, entstünde ein enormes Mietpreisgefälle. Auf dem Land gebe es dann leerstehende Ein- oder Zweifamilienhäuser ohne Ende, während sich in den Dienstleistungs- und Industriezentren viele kleine und trotzdem teure Wohnungen übereinander türmen würden.
Pudding: "Sollte ein Sklavenhalter versuchen bei uns in der Ferttigung Werbung für seine Sklavenhaltung zu machen würde er einen Unfall haben."
Rofandolit

Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Rofandolit » Fr 12. Apr 2013, 22:01

Das Hauptproblem, was den Ausbau von bspw. Ortsumgehungsstraßen verhindert, ist in 1. Linie der in BRD teils völlig überzogene Umweltschutz(!)
Es werden bei den Baumaßnahmen exorbitante Anforderungen gestellt (weil bspw. ein Lurch im Baufeld entdeckt) und demzufolge Ausgleichsmaßnahmen gefordert, oder die Trassenführung komplett verlegt werden muss.
Dies führt wiederrum zu deutlichen Kostenerhöhungen sowie jahrelanger Planungen und Verzögerungen.
Auch wir hier in unserer Region warten mitunter schon 20 Jahre auf diverse Straßenbauprojekte, doch es tut sich nichts!
Hätte der BUND in manchen Dingen weniger die Hand im Spiel, dann wäre vielen Bürgern schneller und besser geholfen!
Rofandolit

Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Rofandolit » Fr 12. Apr 2013, 22:10

Im übrigen, was die Verkehrsursache an sich angeht, gebe ich euch in puncto Arbeitsweg vollkommen recht!
Ich erinnere mich an früheren Zeiten, an denen die meisten Menschen ihre Arbeit im Ort hatten (ich habe heute noch das Glück).
Doch heutzutage fahren die meisten 30-50 km auf einer Strecke! Zudem kommen immer mehr Berufspendler zum Einsatz.
Es ist also kein Wunder dass die Fahrzeugfrequenz nicht mehr abnehmen wird, sondern im Gegenteil zunimmt.
Aber dem entgegen zu wirken, ist wieder eine andere Geschichte;
Meine Devise: Bildet Fachkräfte aus, die ihr Lokal braucht, und holt sie euch nicht aus der Ferne!!!
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Pachuchel » Fr 12. Apr 2013, 22:15

Antisozialist » Fr 12. Apr 2013, 21:53 hat geschrieben:
Arbeitsplätze verteilen sich aber nicht über die Fläche, sondern entstehen eher zentral. Wenn dann jeder arbeitsplatznah wohnen würde, entstünde ein enormes Mietpreisgefälle. Auf dem Land gebe es dann leerstehende Ein- oder Zweifamilienhäuser ohne Ende, während sich in den Dienstleistungs- und Industriezentren viele kleine und trotzdem teure Wohnungen übereinander türmen würden.


Warum verteilen sich Arbeitsplätze nicht über die Fläche ?
Ursache und Auswirkung .
Deine Thesen sind Auswirkungen eines erlernten , definierten Verhaltens.
Das diese Entwicklung nicht mehr auf zu halten ist, ist unstrittig. ;)
Aber nicht mein Problem.
Verstehst Du das ?
Ich habe diese Problematik für mich gelöst.
Nicht mit Hilfe einer höheren Macht oder einer Aussenwirkung.
Sondern auf der Basis eines selbst bestimmten Lebens. :D
Die Fähigkeit, die jedem Menschen gegeben ist.
Stellt sich doch nur die Frage, ob man diese Fähigkeit wahr nehmen kann.
Oder : Nehmen sie ihr Leben in die eigene Hand. ;)
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Antisozialist » Fr 12. Apr 2013, 23:35

Pachuchel » Fr 12. Apr 2013, 22:15 hat geschrieben:
Warum verteilen sich Arbeitsplätze nicht über die Fläche ?
Ursache und Auswirkung .
Deine Thesen sind Auswirkungen eines erlernten , definierten Verhaltens.
Das diese Entwicklung nicht mehr auf zu halten ist, ist unstrittig. ;)
Aber nicht mein Problem.
Verstehst Du das ?
Ich habe diese Problematik für mich gelöst.
Nicht mit Hilfe einer höheren Macht oder einer Aussenwirkung.
Sondern auf der Basis eines selbst bestimmten Lebens. :D
Die Fähigkeit, die jedem Menschen gegeben ist.
Stellt sich doch nur die Frage, ob man diese Fähigkeit wahr nehmen kann.
Oder : Nehmen sie ihr Leben in die eigene Hand. ;)


Menschen ballen sich an bestimmten Orten, um arbeitsteiliges Wirtschaften bei niedrigen Mobilitätskosten zu ermöglichen.
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Re: Verhinderung des Baus von Entlastungsstrassen

Beitragvon Pachuchel » Sa 13. Apr 2013, 15:07

Antisozialist » Fr 12. Apr 2013, 23:35 hat geschrieben:
Menschen ballen sich an bestimmten Orten, um arbeitsteiliges Wirtschaften bei niedrigen Mobilitätskosten zu ermöglichen.


Und deshalb stehen sie in Staus und fordern immer mehr Strassen, um dann dort in Staus zu stehen.
Ich überhole sie dann mit meinem Fahrrad , winke Ihnen freundlich zu und singe laut den Klassiker
" Rollin' home, rollin' home ...." :D

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