War's das für Stuttgart 21?

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 15886
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Teeernte » So 9. Sep 2018, 14:13

jack000 hat geschrieben:(09 Sep 2018, 11:05)

Ingenieurstechnisch ist das schon eine Herausforderung. Die Neubaustrecke nach Ulm steht auch gar nicht zur Diskussion. Es geht darum, dass es eine Schnapsidee ist den Bahnhof komplett unter die Erde zu legen.


Hängt vom "Verkehr" ab.

EKRG § 3 (3) ...durch den Bau von Überführungen...

in dem Gesetz sind auch die Kosten geregelt.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
jack000
Moderator
Beiträge: 28582
Registriert: So 1. Jun 2008, 17:21
Wohnort: Stuttgart

Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Di 18. Dez 2018, 18:40

- Kretschmann stellt den Volksentscheid in Frage
- Bei Stuttgart 21 sei alles eingetreten, was die Gegner befürchtet hatten
- Ein Märchen war: Die Bauarbeiten für den Tiefbahnhof und die Strecke würden sie kaum wahrnehmen, wenn alles fertig sei, werde der Hebel umgelegt
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... cf773.html
"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 44254
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » So 23. Dez 2018, 19:35

jack000 hat geschrieben:(18 Dec 2018, 18:40)

- Kretschmann stellt den Volksentscheid in Frage
- Bei Stuttgart 21 sei alles eingetreten, was die Gegner befürchtet hatten
- Ein Märchen war: Die Bauarbeiten für den Tiefbahnhof und die Strecke würden sie kaum wahrnehmen, wenn alles fertig sei, werde der Hebel umgelegt
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... cf773.html

Naja, was soll er als Grüner auch anderes sagen? Die Partei war ja im Ländle stets gegen das Eisenbahnprojekt. Wenn man politisch den Bau verzögert und immer neue Anforderungen stellt, gibt's das auch nicht für den Nulltarif. Bestelle ich mir beim Händler einen Porsche mit Standardausstattung und rufe zwei Tage später an, dass ich dann doch ein paar Extras wünsche, wird der Händler nicht nein sagen. Das kostet aber ein paar Euro extra und neue Lieferung kommt möglicherweise etwas später. Und was soll denn "alles" sein, was die Zukunftsgegner befürchtet haben? Gibt's da irgendeine Liste zum Abhaken? :?:
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6299
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 09:05

Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Sa 29. Dez 2018, 13:53

jack000 hat geschrieben:(18 Dec 2018, 18:40)

- Kretschmann stellt den Volksentscheid in Frage
- Bei Stuttgart 21 sei alles eingetreten, was die Gegner befürchtet hatten
- Ein Märchen war: Die Bauarbeiten für den Tiefbahnhof und die Strecke würden sie kaum wahrnehmen, wenn alles fertig sei, werde der Hebel umgelegt
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... cf773.html


Ich bin sicher, Kretschmann stellt den Volksentscheid nicht in Frage, sondern hält ihn für akzeptiert und neben der Sachentscheidung für ein Mittel des Zusammenhalts, der letztlich die Spaltung in der Gesellschaft überwunden hat.
Kretschmann, der mit den Grünen jahrelang für Volksentscheide gekämpft hat und die Hürden für weitere Volksentscheide abgesenkt hat, müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, würde er diese, nur will die Grünen beim ersten Test, der Stgt.21 Abstimmung, eine bittere politische Niederlage einstecken mussten, jetzt wieder in Frage stellen. Das steht er durch, auch wenn der 17.Besserwisser ihn wohl immer noch nervt.
sünnerklaas
Beiträge: 2799
Registriert: Do 10. Aug 2017, 14:41

Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon sünnerklaas » Sa 29. Dez 2018, 15:16

jorikke hat geschrieben:(29 Dec 2018, 13:53)

Ich bin sicher, Kretschmann stellt den Volksentscheid nicht in Frage, sondern hält ihn für akzeptiert und neben der Sachentscheidung für ein Mittel des Zusammenhalts, der letztlich die Spaltung in der Gesellschaft überwunden hat.
Kretschmann, der mit den Grünen jahrelang für Volksentscheide gekämpft hat und die Hürden für weitere Volksentscheide abgesenkt hat, müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, würde er diese, nur will die Grünen beim ersten Test, der Stgt.21 Abstimmung, eine bittere politische Niederlage einstecken mussten, jetzt wieder in Frage stellen. Das steht er durch, auch wenn der 17.Besserwisser ihn wohl immer noch nervt.


Soweit ich mich erinnern kann, wurden die Fragen beim Volksentscheid so formuliert, dass es auf jeden Fall ein JA gab. Die damalige Koaliion hatte dabei meiner Erinnerung nach nur begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten, da auch die Oppositionsparteien und das Landtagspräsidium ein erhebliches Mitspracherecht hatten. Und den Landtagspräsidenten stellte seinerzeit die CDU.

Hinzu kam die Befürchtung, Ba-Wü könne an einem Scheitern von S21 und den daraus resultierenden Schadensersatzzahlungen schweren finanziellen Schaden erleiden. Die freiwerdenden Bahnflächen waren de fakto ja bereits verkauft.
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6299
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 09:05

Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Sa 29. Dez 2018, 15:32

sünnerklaas hat geschrieben:(29 Dec 2018, 15:16)

Soweit ich mich erinnern kann, wurden die Fragen beim Volksentscheid so formuliert, dass es auf jeden Fall ein JA gab. Die damalige Koaliion hatte dabei meiner Erinnerung nach nur begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten, da auch die Oppositionsparteien und das Landtagspräsidium ein erhebliches Mitspracherecht hatten. Und den Landtagspräsidenten stellte seinerzeit die CDU.

Hinzu kam die Befürchtung, Ba-Wü könne an einem Scheitern von S21 und den daraus resultierenden Schadensersatzzahlungen schweren finanziellen Schaden erleiden. Die freiwerdenden Bahnflächen waren de fakto ja bereits verkauft.


…"das es auf jeden Falls ein ja gab."
Das ist natürlich vollkommen unsinnig. Die Fragestellung war nicht ganz glücklich und hätte tatsächlich bei Einigen Verwirrung auslösen können. Die Befürworter mussten "Nein" ankreuzen, die Gegner "Ja." Das ist in der Tat recht unglücklich. Da sich aber die Presse ausführlich darüber mokiert hatte, wusste am Tag der Abstimmung jeder Bescheid.
Mir gefällt dein letzter Absatz. Da Stgt.21 nicht scheiterte, heißt das im Umkehrschluss, für Land und Stadt war es letztlich ein Bombengeschäft.
scc
Beiträge: 26
Registriert: Sa 2. Feb 2019, 19:53

Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon scc » So 3. Feb 2019, 01:51

Es braucht Wohnungen für Reiche, dort wo jetzt der Bahnhof ist, und es wird Wohnungen für Reiche geben. Das ist so sicher wie damals die Mauer in der DDR.

Zurück zu „41. Verkehrswesen - Fahrzeuge - Logistik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast