Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

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Soll es ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben?

ja
71
53%
nein
56
42%
weiß nicht/Enthaltung
7
5%
 
Abstimmungen insgesamt: 134
Atue001
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Atue001 » Do 23. Jul 2020, 01:02

Versuchen wir nochmals das SINN-Argument:

Welchen Vorteil KANN ein Autofahrer ganz realistisch auf deutschen Straßen zu welchen auch noch so idealisierten aber realitätsnahen Bedingungen erzielen, wenn man ohne Tempolimit unterwegs ist?

Der (minimale) Zeitgewinn - das zeigen Experimente immer wieder - ist faktisch allenfalls auf sehr langen und selten gefahrenen Strecken eine relevante Größe - und dem Zeitgewinn steht der größere Streß und damit die notwendigen längeren Erholungsphasen gegenüber.

Der Energieaufwand für höhere Geschwindigkeiten ist enorm - der Zeitgewinn ist bestenfalls linear, faktisch regelmäßig aber deutlich geringer wegen der konkreten Verkehrssituation. Energetisch aber fließen höhere Geschwindigkeiten mindestens quadratisch und gerade nicht linear in die Bilanz ein. Die Kosten-Nutzen-Bilanz spricht also bei höheren Geschwindigkeiten mehr und mehr dagegen, diese zu ermöglichen.

Dazu kommt: Gut fließender Verkehr erfordert entweder deutlich überdimensionierte Straßen - oder ein möglichst gleichmäßiges Tempo aller am Verkehr teilnehmenden. Insbesondere hohe Tempounterschiede zwischen den Verkehrsteilnehmern sind volkswirtschaftlich ziemlich teuer.

So gesehen können wir gerne auf ein Tempolimit verzichten, wenn die Raser zukünftig die Kosten für unsere Autobahnen vollständig übernehmen! Wer sich das nicht leisten kann, soll halt 130 km/h als Tempolimit akzeptieren. Das ist ein vernünftiger Kompromiss!

Beim Straßenverkehr geht es nicht um den Egoismus einzelner Raser, sondern darum, wie man den für eine ganze Nation vernünftig und kosteneffizient organisiert. Um ein Tempolimit kommt man dabei nicht wirklich herum - alles andere ist Verschwendung von Steuergeldern.
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JJazzGold
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon JJazzGold » Do 23. Jul 2020, 07:46

Vongole hat geschrieben:(22 Jul 2020, 19:01)

Wie lustig, dass Du ausgerechnet Bremen erwähnst, liebe Jazz. :) Ja, Bremen hat eine Autobahn, u.a. die A1 in Teilstücken. Und schau mal, was da los ist:

"In Bremen wurde bereits 2008 auf allen Autobahnstrecken ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern eingeführt. Darüber hinaus sind die Autobahnabschnitte im Land Bremen weitestgehend mit einer Verkehrsbeeinflussungsanlage ausgestattet, die die Geschwindigkeit verkehrsabhängig steuert."
https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... n-100.html

Und die FDP in Bremen hat einen guten Kompromiss- Vorschlag dazu: "Auch für die FDP ist der Lärmschutz einer der Vorteile des Tempolimits. Allerdings sollten Wasserstoff- und Elektroautos laut dem umweltpolitschen Sprecher der Partei, Magnus Buhlert, auch schneller fahren dürfen."

Wie wär's, wir nehmen das Bremer Modell als Beispiel, allerdings mit Tempo 130, und ergänzen es um Nachtfahrtausnahmen mit der von Dir vorgeschlagenen digitalen Verkehrsregelung, plus Sonderregelung für E-Autos.
Und den Scheuer lassen wir außen vor. ;)

Hab einen schönen sonnigen Abend. :)


Danke und guten Morgen. :)

Eigentlich hatte ich Bremen im Zuge der immer klammen Kasse erwähnt. Insofern schon mal kein Bundesland, an dem man sich ein Beispiel nehmen sollte. ;)

Dass ein putzeliges Städtchen, das zu meinem Erstaunen tatsächlich über ein paar ebenso putzelige Stückchen Autobahn Anteil verfügt Lärmschutz in Betracht ziehen muss, das leuchtet mir ein. Nähme man Schallschutzmauern, sähe Bremen wahrscheinlich anteilig aus wie ein Gefängnis.

Nach meiner Erfahrung sind die Teilstücke AB, die zu und um die Städte führen ohnehin schon geschwindigkeitsbegrenzt. Das wird selbstverständlich so bleiben, auch nachts, und lässt sich ebenso digital, als auch mittels Schilderwald darstellen.

Da aber nicht ganz Deutschland eine Stadt ist, ist auch nicht überall städtischer Lärmschutz erforderlich und damit auch keine Reduzierung auf 80/100/120kmh, oder 130kmh.

Womit wir wieder bei meinem Lösungsvorschlag der situativ gezielten Geschwindigkeitsregelung mittels digitaler Übermittlung wären, einfach, schnell, informativ. ;)

Sonnigen Tag! :)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Wabschke » Fr 31. Jul 2020, 13:18

Atue001 hat geschrieben:(23 Jul 2020, 01:02)
Beim Straßenverkehr geht es nicht um den Egoismus einzelner Raser, sondern darum, wie man den für eine ganze Nation vernünftig und kosteneffizient organisiert.


Ab welcher Geschwindigkeit ist man denn ein Raser? 140 Km/h?

Und ist es egoistisch auf einer nahezu leeren Autobahnstrecke mal 160 zu fahren?
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Ein Terraner
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Ein Terraner » Fr 31. Jul 2020, 16:33

Atue001 hat geschrieben:(23 Jul 2020, 01:02)

Versuchen wir nochmals das SINN-Argument:

Welchen Vorteil KANN ein Autofahrer ganz realistisch auf deutschen Straßen zu welchen auch noch so idealisierten aber realitätsnahen Bedingungen erzielen, wenn man ohne Tempolimit unterwegs ist?

Da geht es ganz realistisch um Stunden.
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Teeernte
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » Fr 31. Jul 2020, 18:23

Atue001 hat geschrieben:(23 Jul 2020, 01:02)

Versuchen wir nochmals das SINN-Argument:.


Adrenalin !!!

Einmal ins Blut ausgeschüttet, vermittelt Adrenalin eine Herzfrequenzsteigerung, einen durch Blutgefäßverengung bewirkten Blutdruckanstieg und eine Bronchiolenerweiterung. Das Hormon bewirkt zudem eine schnelle Energiebereitstellung durch Fettabbau (Lipolyse) sowie die Freisetzung und Biosynthese von Glucose. Es reguliert die Durchblutung (Zentralisierung) und die Magen-Darm-Tätigkeit (Hemmung). Als Stresshormon ist es an der „Flucht- oder Kampfreaktion (fight-or-flight response)“ beteiligt.




Egoismus einzelner Raser ? Nö - ....das sind viele Leute - die noch unter einer Schrecksekunde reagieren.


Man sollte die Fahrerlaubnis "geschwindigkeitsabhängig" erhalten..
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » Fr 31. Jul 2020, 18:30

JJazzGold hat geschrieben:(23 Jul 2020, 07:46)

Danke und guten Morgen. :)

Eigentlich hatte ich Bremen im Zuge der immer klammen Kasse erwähnt. Insofern schon mal kein Bundesland, an dem man sich ein Beispiel nehmen sollte. ;)

Dass ein putzeliges Städtchen, das zu meinem Erstaunen tatsächlich über ein paar ebenso putzelige Stückchen Autobahn Anteil verfügt Lärmschutz in Betracht ziehen muss, das leuchtet mir ein. Nähme man Schallschutzmauern, sähe Bremen wahrscheinlich anteilig aus wie ein Gefängnis.

Nach meiner Erfahrung sind die Teilstücke AB, die zu und um die Städte führen ohnehin schon geschwindigkeitsbegrenzt. Das wird selbstverständlich so bleiben, auch nachts, und lässt sich ebenso digital, als auch mittels Schilderwald darstellen.

Da aber nicht ganz Deutschland eine Stadt ist, ist auch nicht überall städtischer Lärmschutz erforderlich und damit auch keine Reduzierung auf 80/100/120kmh, oder 130kmh.

Womit wir wieder bei meinem Lösungsvorschlag der situativ gezielten Geschwindigkeitsregelung mittels digitaler Übermittlung wären, einfach, schnell, informativ. ;)

Sonnigen Tag! :)



Wenn es um Lärmschutz geht - sollte LÄRM gemessen werden und die Geschwindigkeit auf einen PEGEL (LÄRM) eingestellt werden.

Digitales Anzeigefeld.

Der Bogen >> Lärm (durch autobahn) >> verbilligung des Baulandes >> Zuzug in Lärmgebiete sollte durch Festlegung >>KEINERLEI weiterer Lärmschutz <<< durchbrochen werden.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Calvadorius » Sa 1. Aug 2020, 00:34

Ein Terraner hat geschrieben:(31 Jul 2020, 16:33)

Da geht es ganz realistisch um Stunden.


Diese Aussage ist falsch.
Das wurde bereits in mehreren Tests nachgewiesen.

Und ja, auch wir haben die gleichen Erfahrungen gemacht:

Singen-Stuttgart-Heilbronn-Würzburg-Hannover-Bremerhaven
Das sind so übern Daumen 860 KM, oder so.

Unter vergleichbaren Verkehrsbedingungen:

Schnellstmöglich (jeweils natürlich der Verkehrssituation angepasst): 8h20´
So sind wir früher gefahren.
Da brauchten wir gut 1/2 Tankfüllung mehr Sprit, und die Fahrt war wirklich deutlich anstrengender.

Heute fließem wir im Verkehr mit.
Durchschnittlich sind das so 130 - 140 KM/h, bei Überholvorgängen auch mal 160 KM/h: 8h40´

Mehr Unterschied ist realistisch tatsächlich nicht drin.

Wenn man ehrlich ist, erlaubt auf der gesamten Distanz eigentlich bloß das Teilstück "Kreuz Walsrode" - "Bremen" durchgängig >180 KM/h, aber das sind keine 60 KM (< 0,7%) der Strecke.
Da holst Du nicht viel raus.
Und unsere Erfahrungen decken sich hier ziemlich genau mit diversen Versuchen.

Ganz ehrlich: das entspannteste Fahren findet auf geschwindigkeitsbegrenzten Strecken statt.
Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die in jedem Fall tödlich endet.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 1. Aug 2020, 00:41

Calvadorius hat geschrieben:(01 Aug 2020, 00:34)

Diese Aussage ist falsch


Nein die Aussage ist nicht falsch, sie trifft nur nicht auf alle zu. Nimm doch einfach mal einen Berufsfahrer der 5000 km im Monat runter reißt. München Leipzig hab ich locker mal Differenzen von einer Stunde, aber das läppert sich.

P.S. Und wenn du Wellness suchst, versuch es mal in einem Hotel und nicht auf der Autobahn.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Calvadorius » Sa 1. Aug 2020, 00:52

Wir haben für diese Strecke (Baustellen / Staus) auch mal 11h gebraucht.
Drum sprach ich von "vergleichbaren Verkehrsbedingungen".

Mit meinem alten Transit (Vmax =125 KM/h) hab ich (nachts) diese Distanz auch mal in 8h15´ geschafft.
:)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 1. Aug 2020, 00:55

Calvadorius hat geschrieben:(01 Aug 2020, 00:52)

Wir haben für diese Strecke (Baustellen / Staus) auch mal 11h gebraucht.
Drum sprach ich von "vergleichbaren Verkehrsbedingungen".

Mit meinem alten Transit (Vmax =125 KM/h) hab ich (nachts) diese Strecke auch mal in 8h15´ geschafft.
:)


Und ich Fahr die km in 6-7, also reden wir von Stunden. Danke für die Bestätigung.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Atue001 » Sa 1. Aug 2020, 23:08

Teeernte hat geschrieben:(31 Jul 2020, 18:23)

Adrenalin !!!





Egoismus einzelner Raser ? Nö - ....das sind viele Leute - die noch unter einer Schrecksekunde reagieren.


Man sollte die Fahrerlaubnis "geschwindigkeitsabhängig" erhalten..



Es gibt unbelehrbare, die das genau so sehen. Nur hat das nichts mit Sinn zu tun, wohl aber viel mit Egoismus.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Dieter.Raimann » So 2. Aug 2020, 02:39

Moses hat geschrieben:(15 Jul 2020, 08:42)

Wenn man die Augen schließt und alle Unfälle auf Autobahnen grundsätzlich Rasern zuschiebt (wobei ich mich dagegen verwahre jeden, der schneller als 130 fährt als Raser zu diffamieren) dann hast Du wohl Recht.
Dem ist aber nicht so, unkonzentrierter langsam Fahrer, die vor einem Spurwechsel vergessen in den Rückspiegel zu blicken sind auch für Fahrzeuge mit 130 auf der linken Spur ein ernsthaftes Problem, aber diese sind ja die guten, die langsam und umweltschonend dahin gurken, denen kann man keinen Vorwurf machen, oder doch?

Nein. Weil ist das falsch.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » So 2. Aug 2020, 11:40

Atue001 hat geschrieben:(01 Aug 2020, 23:08)

Es gibt unbelehrbare, die das genau so sehen. Nur hat das nichts mit Sinn zu tun, wohl aber viel mit Egoismus.


Mannnnn...Hast Du noch was ohne Propaganda ?

Die Piste wird für eine bestimmte BELASTBARKEIT und eine BESTIMMTE Vmax gebaut .

Alle unbeschilderten Kurven sind mit 250 kmh befahrbar. Darunter wird Beschildert...(Kurvenradius enger - oder ....bei Nässe greift die Oberfläche nicht)

Wer nur 90 fahren will ...oder gar nur 70 darf das .....sollte das aber eben NICHT auf der 3. Sprur !

Man muss nicht schnell fahren - aber auch nicht auf LANGSAM in der 3. bestehen - wenn es auch in der ersten geht !

Egoismus ist - wenn man die Fahrerlaubnis mit nachlassen der Reaktion nicht auch begrenzt.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » So 2. Aug 2020, 11:43

Calvadorius hat geschrieben:(01 Aug 2020, 00:34)



Ganz ehrlich: das entspannteste Fahren findet auf geschwindigkeitsbegrenzten Strecken statt.


250 kmh hinten in der Bahn ->> 1. Klasse.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Ein Terraner » So 2. Aug 2020, 14:15

Teeernte hat geschrieben:(02 Aug 2020, 11:40)

Die Piste wird für eine bestimmte BELASTBARKEIT und eine BESTIMMTE Vmax gebaut .


Deswegen sind auch die ganzen Bergstraßen durch Österreich nicht wirklich angenehm mit höherer Geschwindigkeit zu fahren. Selbst wenn man das dürfte würde ich es nicht machen, bei den ganzen engen Autobahnen und Landstraßen durch die Alpen wäre das einfach nur Selbstmord.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » So 2. Aug 2020, 14:28

Ein Terraner hat geschrieben:(02 Aug 2020, 14:15)

Deswegen sind auch die ganzen Bergstraßen durch Österreich nicht wirklich angenehm mit höherer Geschwindigkeit zu fahren. Selbst wenn man das dürfte würde ich es nicht machen, bei den ganzen engen Autobahnen und Landstraßen durch die Alpen wäre das einfach nur Selbstmord.


Aaaaach - mit Motorrad den Berg hoch - da geht der Hahn voll auf.

Aber natürlich sollte für den Kinderskihügel bergab ein Tempolimit gelten - ....auf der schwarzen Piste sollte man nur mit gutem Material - als Profi fahren.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Atue001 » So 2. Aug 2020, 22:54

Teeernte hat geschrieben:(02 Aug 2020, 11:40)

Mannnnn...Hast Du noch was ohne Propaganda ?

Die Piste wird für eine bestimmte BELASTBARKEIT und eine BESTIMMTE Vmax gebaut .

Alle unbeschilderten Kurven sind mit 250 kmh befahrbar. Darunter wird Beschildert...(Kurvenradius enger - oder ....bei Nässe greift die Oberfläche nicht)

Wer nur 90 fahren will ...oder gar nur 70 darf das .....sollte das aber eben NICHT auf der 3. Sprur !

Man muss nicht schnell fahren - aber auch nicht auf LANGSAM in der 3. bestehen - wenn es auch in der ersten geht !

Egoismus ist - wenn man die Fahrerlaubnis mit nachlassen der Reaktion nicht auch begrenzt.


Was genau hat Physik mit Propaganda zu tun?
Willst du ernsthaft behaupten, dass man in Deutschland auf den üblichen Strecken durch Geschwindigkeiten oberhalb von 130km/h relevante Zeitvorteile rausfahren kann? Versuche in der Praxis zeigen immer wieder, dass man von Hamburg bis München ganz real vielleicht eine Stunde rausholen kann, wenn man möglichst schnell fährt - gegenüber einem, der im Durchschnittsverkehr mitschwimmt. Nur - solche Strecken sind absolute Ausnahmen, werden real vor allem von LKWs gefahren, und die bitte, sollen sich doch wohl nicht auf Tempo 160km/h begeben?

Physik ist auch, dass der Energieverbrauch dramatisch zunimmt, je schneller man fährt. Physik und Chemie sind es, die bei den derzeitigen Verbrennern den CO2-Ausstoß regeln, der mit höheren Geschwindigkeiten dann auch deutlich steigt.

Physik und Betriebswirtschaft sind es, die klar zeigen, dass man Straßen, die man für Geschwindigkeiten von 250km/h baut, teurer machen muss, als Straßen, die man für niedrigere Belastungen ausweist.

Die Strömungstheorie sagt auch aus, dass die Verkehrsdichte vor allem dann sehr effizient ist, wenn die Geschwindigkeit der Teilnehmer möglichst nicht zu weit auseinander liegt.

Und wer unter all diesen Kriterien weiterhin darauf pocht, schneller fahren zu wollen - handelt vor allem Egoistisch. So einfach ist hier eine klare Beweisführung - denn wirklich sinnvoll ist das Einfordern dieses Rechts eben nicht. Die Volkswirtschaftlichen Kosten für dieses Recht sind deutlich höher, als wenn wir dieses Recht auf einen sinnvollen Wert begrenzen.

Oder bestreitest du all diese Fakten?
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Ein Terraner » So 2. Aug 2020, 22:55

Atue001 hat geschrieben:(02 Aug 2020, 22:54)

Was genau hat Physik mit Propaganda zu tun?
Willst du ernsthaft behaupten, dass man in Deutschland auf den üblichen Strecken durch Geschwindigkeiten oberhalb von 130km/h relevante Zeitvorteile rausfahren kann?


Ja, ist ohne Probleme möglich.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Ein Terraner » So 2. Aug 2020, 23:27

Atue001 hat geschrieben:(02 Aug 2020, 22:54)

Oder bestreitest du all diese Fakten?

Das sind keine Fakten das ist eine Mischung aus Cherrypickung und bloßen Behauptungen.

Physik ist auch, dass der Energieverbrauch dramatisch zunimmt, je schneller man fährt. Physik und Chemie sind es, die bei den derzeitigen Verbrennern den CO2-Ausstoß regeln, der mit höheren Geschwindigkeiten dann auch deutlich steigt.

Ja und weiter? Du kannst weder aktuelle Aussagekräftige Daten dazu liefern noch lassen die vorhandenen älteren Daten hier keinen Rückschluss zu auch nur ansatzweise eine umfangreiche CO² Reduzierung zu erreichen ist.

Physik und Betriebswirtschaft sind es, die klar zeigen, dass man Straßen, die man für Geschwindigkeiten von 250km/h baut, teurer machen muss, als Straßen, die man für niedrigere Belastungen ausweist.

Du willst also bei unserer eh schon schrottigen Infrastruktur noch mehr sparen? Und in wie weit verursacht jetzt ein Kurvenradius Kosten ? Dazu hätte ich jetzt auch gerne entsprechende Daten.

Die Strömungstheorie sagt auch aus, dass die Verkehrsdichte vor allem dann sehr effizient ist, wenn die Geschwindigkeit der Teilnehmer möglichst nicht zu weit auseinander liegt.

Auch ja da ist es mal wieder das gute alte Nagel-Schreckenberg Modell und seine vollkommene Ignoranz gegenüber der unterschiedlichen Beschaffenheit der Teilchen und den äußeren Einflüssen wie z.b. Zu- und Abfahrten und das dahinterliegende Grauen in form von Ampeln. Wenn du hier schon Physik schreist dann hör auf mit Cherrypicking. Eine Autobahn ist kein isoliertes System.

Die Volkswirtschaftlichen Kosten für dieses Recht sind deutlich höher, als wenn wir dieses Recht auf einen sinnvollen Wert begrenzen.

Und zu dieser Behauptung hätte ich jetzt auch gerne mal eine wissenschaftlich haltbare Quelle.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Atue001 » So 2. Aug 2020, 23:52

Ein Terraner hat geschrieben:(02 Aug 2020, 23:27)

Das sind keine Fakten das ist eine Mischung aus Cherrypickung und bloßen Behauptungen.


Ja und weiter? Du kannst weder aktuelle Aussagekräftige Daten dazu liefern noch lassen die vorhandenen älteren Daten hier keinen Rückschluss zu auch nur ansatzweise eine umfangreiche CO² Reduzierung zu erreichen ist.


Du willst also bei unserer eh schon schrottigen Infrastruktur noch mehr sparen? Und in wie weit verursacht jetzt ein Kurvenradius Kosten ? Dazu hätte ich jetzt auch gerne entsprechende Daten.


Auch ja da ist es mal wieder das gute alte Nagel-Schreckenberg Modell und seine vollkommene Ignoranz gegenüber der unterschiedlichen Beschaffenheit der Teilchen und den äußeren Einflüssen wie z.b. Zu- und Abfahrten und das dahinterliegende Grauen in form von Ampeln. Wenn du hier schon Physik schreist dann hör auf mit Cherrypicking. Eine Autobahn ist kein isoliertes System.


Und zu dieser Behauptung hätte ich jetzt auch gerne mal eine wissenschaftlich haltbare Quelle.


Sorry, was ich angesprochen habe ist simple Physik auf Mittelstufenniveau. Überfordert dich das schon so, dass ich das noch mit Quellen belegen muss?

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