Die Araber und der Nahostkonflikt

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tabernakel
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon tabernakel » So 3. Jun 2018, 16:57

DarkLightbringer hat geschrieben: Die UNRWA leistet Bildungspolitik und Fürsorge, der Gazastreifen wird ohne Grundversorgung nicht auskommen. Mag sein, dass sich das zum Tummelplatz für Agenten anbietet, entscheidend ist jedoch die Eindämmung des Irans.
Die UNRWA leistet nur deshalb Bildungspolitik weil Hamas und Fatah gerne die Gelder die sie sonst für Schulen ausgeben müssten lieber in Terror investieren. Zumal "Bildungspolitik" bei den UNRWA-Schulen so Sachen wie Karten ohne Israel drauf einschließt, so besehen dient die UNRWA auch direkt den nationalistischen Zielen von Fatah und Hamas ...

Und im Gazastreifen gibt es, auch aufgrund der Hilfslieferungen, spannenderweise ein großes Angebot an Waren. Woran es mangelt sind eher Jobs ausserhalb der Hamas, und damit an Kaufkraft. Solange Hamas und ihre Terrorbrüder dafür sorgen dürfen dass das so bleibt wird sich auch nix dran ändern, mit oder ohne UNRWA.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » So 3. Jun 2018, 17:04

DarkLightbringer hat geschrieben:(03 Jun 2018, 15:28)

Sowas wird immer untersucht. Das grundsätzliche Problem bei Kriegen ist, es besteht immer ein Risiko.
Die Garantie auf einen perfekt chirurgischen Eingriff gibt es in dem Sinn nicht.


Natürlich besteht ein Risiko für die eigenen Leute, wenn man sie in terroristische Angriffe schickt, schert die Hamas aber nicht.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » So 3. Jun 2018, 17:43

Vongole hat geschrieben:(03 Jun 2018, 17:04)

Natürlich besteht ein Risiko für die eigenen Leute, wenn man sie in terroristische Angriffe schickt, schert die Hamas aber nicht.

Die "eigenen Leute" war in diesem Fall ein 21jaehriges Mädchen, welches kurz vor ihrem Tod der New York Times gesagt haben soll, dass sie mit ihrem freiwilligen Einsatz eine Nachricht an die Welt schicken wolle: "Ohne Waffen kann man alles erreichen."

Natürlich wäre sie ohne ihr Bedürfnis, sich in die Gefahrenzone zu begeben und Leben zu retten, selbst noch am Leben. Ich weitere mich jedoch standhaft, mir einreden zu lassen, dass alle Palästinenser, die getötet werden, entweder selbst Terroristen oder zumindest indoktrinierte Marionetten der Hamas sind.

Am Schwarzen Meer sind 10 junge Israelis ertrunken, die auf ihren ersten Militäreinsatz vorbereitet wurden. Sagt man da auch: " Risiko...hätten sie nicht, wären sie nicht..."?

Es ist einfach nur traurig, was da passiert. Israelische und palästinensische Mütter....sie alle weinen um ihre Kinder.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » So 3. Jun 2018, 18:14

Hier mal eine andere Version als die "Die Hamas schickt ihre eigenen Leute in den Tod:

"Israelische Sprecher machten die Hamas für die Ereignisse am Freitag verantwortlich. Die Islamisten leisteten den Demonstranten logistische Hilfe und entsandten ihre Führer zu den Kundgebungen. Doch tatsächlich hat sie die Proteste nicht selbst organisiert. Fotos machen das deutlich. Im Meer der Flaggen fand sich keine einzige Fahne der islamistischen Terrororganisation.

Dies war eine Vorgabe der Organisatoren der Proteste gewesen, die sich nicht als Hamas-Mitglieder verstehen. Sie wollten „keine Konfrontation mit Israel, sondern der Welt endlich klarmachen, dass wir hier wie in einem großen Gefängnis leben, das unerträglich geworden ist“, sagte ein Mitglied des leitenden Komitees der israelischen Tageszeitung „Ha’aretz“."

Der ganze Artikel ist lesenswert.
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... essen.html
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » So 3. Jun 2018, 18:23

think twice hat geschrieben:(03 Jun 2018, 17:43)

Die "eigenen Leute" war in diesem Fall ein 21jaehriges Mädchen, welches kurz vor ihrem Tod der New York Times gesagt haben soll, dass sie mit ihrem freiwilligen Einsatz eine Nachricht an die Welt schicken wolle: "Ohne Waffen kann man alles erreichen."

Natürlich wäre sie ohne ihr Bedürfnis, sich in die Gefahrenzone zu begeben und Leben zu retten, selbst noch am Leben. Ich weitere mich jedoch standhaft, mir einreden zu lassen, dass alle Palästinenser, die getötet werden, entweder selbst Terroristen oder zumindest indoktrinierte Marionetten der Hamas sind.

Am Schwarzen Meer sind 10 junge Israelis ertrunken, die auf ihren ersten Militäreinsatz vorbereitet wurden. Sagt man da auch: " Risiko...hätten sie nicht, wären sie nicht..."?

Es ist einfach nur traurig, was da passiert. Israelische und palästinensische Mütter....sie alle weinen um ihre Kinder.

Da hast du sicherlich recht. Der erstere Fall wird ja auch untersucht, der Fall mit den ertrunkenen Israelis ist mir zwar nicht bekannt, wird aber bestimmt auch untersucht.

Was hier in Deutschland fehlt, das ist vielleicht eher die Untersuchung dessen, wie wir uns zum Terrorismus positionieren wollen.

Der in Berlin aufgewachsene und ehemalige Armeesprecher der IDF, Arye Shalicar, sagt:
Deutschland (und seine Leitmedien) sollte sich ganz klar zu Israel und den Menschen im Gazastreifen bekennen und einen härteren Ton gegenüber den islamo-faschistischen Terroristen der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Jihad anschlagen.
https://www.nwzonline.de/meinung/jerusa ... 85284.html
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 3. Jun 2018, 18:54

Weia, weil keine Hamas-Fahnen zu sehen waren, hat die Hamas das Spektakel auch nicht inszeniert. Sowas tut ja schon beim lesen weh.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » So 3. Jun 2018, 19:00

think twice hat geschrieben:(03 Jun 2018, 18:14)

Hier mal eine andere Version als die "Die Hamas schickt ihre eigenen Leute in den Tod:

"Israelische Sprecher machten die Hamas für die Ereignisse am Freitag verantwortlich. Die Islamisten leisteten den Demonstranten logistische Hilfe und entsandten ihre Führer zu den Kundgebungen. Doch tatsächlich hat sie die Proteste nicht selbst organisiert. Fotos machen das deutlich. Im Meer der Flaggen fand sich keine einzige Fahne der islamistischen Terrororganisation.

Dies war eine Vorgabe der Organisatoren der Proteste gewesen, die sich nicht als Hamas-Mitglieder verstehen. Sie wollten „keine Konfrontation mit Israel, sondern der Welt endlich klarmachen, dass wir hier wie in einem großen Gefängnis leben, das unerträglich geworden ist“, sagte ein Mitglied des leitenden Komitees der israelischen Tageszeitung „Ha’aretz“."

Der ganze Artikel ist lesenswert.
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... essen.html


Keine Ahnung, woher der Autor des Artikels seine Informationen hat, ich vermute, mehr oder weniger bei der Haaretz abgeschrieben.
Egal, sie stehen in krassen Widerspruch zu den eigenen Aussagen der Hamas.
https://bazonline.ch/ausland/naher-oste ... y/20741607

Gewaltfreie Demonstrationen sind nicht das Ding der Radikal-Islamisten. Eine ihrer zentralen Persönlichkeiten, Mahmoud al-Zahar, gab diese Woche in einem Interview mit dem Nachrichtensender Al Jazeera zu Protokoll, dass sich die Hamas nicht einem «friedlichen Widerstand» verschrieben habe. Im Gegenteil: Die Option des bewaffneten Kampfes gegen Israel werde für die Hamas «immer wichtiger». «Wenn die Hamas von einem ‹friedlichen Widerstand› spricht, täuschen wir das Publikum», sagt al-Zahar, einer der Gründer der radikal-islamischen Bewegung. Und stolz fügt er hinzu: Hinter den Zivilisten würden «militärische Kräfte» der Hamas stehen.


Ich habe absichtlich eine neutrale Quelle verlinkt, israelischen Quellen wirst du ja kaum Glauben schenken.
Dieser vermutlich auch nicht, aber hier lesen ja auch noch andere mit.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » So 3. Jun 2018, 20:01

Vongole hat geschrieben:(03 Jun 2018, 19:00)

Keine Ahnung, woher der Autor des Artikels seine Informationen hat, ich vermute, mehr oder weniger bei der Haaretz abgeschrieben.
Egal, sie stehen in krassen Widerspruch zu den eigenen Aussagen der Hamas.
https://bazonline.ch/ausland/naher-oste ... y/20741607



Ich habe absichtlich eine neutrale Quelle verlinkt, israelischen Quellen wirst du ja kaum Glauben schenken.
Dieser vermutlich auch nicht, aber hier lesen ja auch noch andere mit.

Keine Ahnung, woher der der Autor von bazonline seine Informationen hat, er wird sich ja kaum mit einem Hamas-Fuehrer persönlich unterhalten haben.

Hältst du "Die Welt" für keine seriöse Quelle?

Wir koennen uns noch jahrelang unsere Quellen an den Kopf werfen, die Wahrheit wird -wie so oft- in der Mitte liegen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » So 3. Jun 2018, 20:10

Die Sache mit den 10 Schülern ist anscheinend aufgeklärt:

Bei der jüngsten Blitzflut ertranken zehn Jugendliche. Um weitere Tragödien zu verhindern, arbeiten Experten an einem Frühwarnsystem
Es ist ein besonderes Naturphänomen – und manchmal ein tödliches: die blitzartigen Fluten in der Wüste.
https://www.juedische-allgemeine.de/art ... w/id/31469

Dieses Unglück hat keinen spezifisch militärischen Hintergrund.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Fliege » So 3. Jun 2018, 20:11

Ich fürchte, wegen der Hamas und nur wegen der Hamas befindet sich zwischen Israel und der Hamas keine Mitte, so dass Israel ganz und gar die Mitte ist.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bleibtreu » So 3. Jun 2018, 20:32

Fliege hat geschrieben:(03 Jun 2018, 20:11)

Ich fürchte, wegen der Hamas und nur wegen der Hamas befindet sich zwischen Israel und der Hamas keine Mitte, so dass Israel ganz und gar die Mitte ist.

Das gilt fuer alle moerderischen TerrorKroeten, wie auch DAESH. Da kaeme allerdings kaum jemand auf so bizarre Sprueche - zwischen diesen und der offenen Welt liegt die Wahrheit auch nicht in der Mitte. Aber wenn es um Israel geht, sind selbst radikalste Extremisten und Moerder nicht so schlimm. DoppelStandards und Daemonisierung, wie ueblich. :dead:
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Fliege » So 3. Jun 2018, 21:25

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Jun 2018, 20:32)

Das gilt fuer alle moerderischen TerrorKroeten, wie auch DAESH. Da kaeme allerdings kaum jemand auf so bizarre Sprueche - zwischen diesen und der offenen Welt liegt die Wahrheit auch nicht in der Mitte. Aber wenn es um Israel geht, sind selbst radikalste Extremisten und Moerder nicht so schlimm. DoppelStandards und Daemonisierung, wie ueblich. :dead:

Warum insbesondere linke Intellektuelle und solche, die es werden wollen, gegen Israel hetzen, ist mir bisher eher schleierhaft geblieben. Doch könnte es sein, so meine zarte Vermutung, dass die Existenz und Fortexistenz Israels linksseitig als Angriff auf den Internationalismus aufgefasst wird, und zwar zurecht, denn Israel existiert nur deswegen fort, weil es nicht nach Appeasement lechzt, nicht die Waffen streckt und sich nicht dem feindlichen arabischen Umfeld ergibt, also der naiv-sozialistischen Friedenssehnsucht ("alle Menschen werden Brüder") gerade nicht auf den Leim geht?

Zudem:
Doppelstandards betreffs Israel sind (laut Politik-Forum-Standard: "Zusammengefasst sind es die drei Ds, die eine Unterscheidung zwischen sogenannter Israelkritik und einem antizionistischen Antisemitismus ermöglichen: Delegitimierung, Dämonisierung, doppelte Standards") kennzeichnend für Antisemitismus (also Juden- oder Israelhass).
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 3. Jun 2018, 23:12

think twice hat geschrieben:(03 Jun 2018, 20:01)

...die Wahrheit wird -wie so oft- in der Mitte liegen.

Bei der Hamas wohl eher nicht, die bleiben auch in Wahrheit eine Terrororganisation.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » So 3. Jun 2018, 23:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Jun 2018, 23:12)

Bei der Hamas wohl eher nicht, die bleiben auch in Wahrheit eine Terrororganisation.


bei der oscar-nominierten doku "shin beth - töte zuerst" deren trailer ich verlinkt hatte, sagt ein ex-direktor des shin beth, dass der terrorist des einen der freiheitskämpfer des anderen ist. ich weiß aber nicht mehr, welche organisation er angesprochen hat. jedenfalls hat er mit den (friedens)verhandlungen geführt.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » So 3. Jun 2018, 23:54

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(03 Jun 2018, 23:40)

bei der oscar-nominierten doku "shin beth - töte zuerst" deren trailer ich verlinkt hatte, sagt ein ex-direktor des shin beth, dass der terrorist des einen der freiheitskämpfer des anderen ist. ich weiß aber nicht mehr, welche organisation er angesprochen hat. jedenfalls hat er mit den (friedens)verhandlungen geführt.

Verschiedene Ex-Direktoren sagen Verschiedenes, so bald es um politisch-philosophische Betrachtungen geht.
Die Geheimdienstler sind keine Politiker, auch keine Philosophen oder Schriftsteller - die denken in pragmatischen strategischen und taktischen Bezügen, ähnlich wie Militärs.
Wenn man sie fragt, ob die Sonne schön ist, dann antworten sie genauso sinnig oder dusslig wie jeder Normalbürger.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mo 4. Jun 2018, 00:10

DarkLightbringer hat geschrieben:(03 Jun 2018, 23:54)

Verschiedene Ex-Direktoren sagen Verschiedenes, so bald es um politisch-philosophische Betrachtungen geht.
Die Geheimdienstler sind keine Politiker, auch keine Philosophen oder Schriftsteller - die denken in pragmatischen strategischen und taktischen Bezügen, ähnlich wie Militärs.
Wenn man sie fragt, ob die Sonne schön ist, dann antworten sie genauso sinnig oder dusslig wie jeder Normalbürger.

doch, die haben philosophen und ethiker in beratender funktion ohne weisungsbefugnis.
das problem is nur, dass viele entscheidungsträger sich nicht immer daran halten.
dann gibts natürlich auch auf israelischer seite leute, die sich radikalisiert haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6te_zuerst


Eines der übergeordneten Themen des Filmes ist die Rechtmäßigkeit und ethische Rechtfertigung der Okkupation der Palästinensergebiete, der Einsatz von Folter an palästinensischen Gefangenen, die ethische Rechtfertigung sogenannter gezielter Tötungen und das Töten bzw. Verletzen von Unbeteiligten bei derartigen Aktionen.

Die Ereignisse, über die der Film berichtet, werden mit Archivaufnahmen und computeranimierten Szenen illustriert. Im Wesentlichen ist der Film in sieben Teile gegliedert:

* Keine Strategie, nur Taktiken: Hier wird die Rolle beschrieben, die der Shin Bet während des Sechs-Tage-Kriegs und der anschließenden Besetzung des Westjordanlandes, des Gazastreifens, der Golanhöhen und Ost-Jerusalems spielt.
* Vergiss die Moral: Über die Kav-300-Affäre im Jahre 1984, bei der zwei bereits gefangengenommene palästinensische Entführer von Agenten des Schin Bets ermordet wurden.[2]
* Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer: Über den Friedensprozess nach dem Oslo-Abkommen.
* Unser eigenes Fleisch und Blut: Über jüdischen Terrorismus der Untergrundbewegung des Gusch Emunim und die Ermordung von Jitzhak Rabin durch Jigal Amir.
* Der Sieg lässt dich leiden: Über Verhandlungen mit den Palästinensern während der Zweiten Intifada.
* Kollateralschaden: Über die Tötung Yahya Ayyashs und anderer Hamas-Aktivisten und die dabei zu Tode gekommenen Unbeteiligten.
* Der alte Mann am Ende des Ganges: Über das Infragestellen der eigenen Arbeit und dessen ethischen und strategischen Einfluss auf den Staat Israel.


außerdem scheint der job als direktor ziemlich anstrengend zu sein.
Zuletzt geändert von SpukhafteFernwirkung am Mo 4. Jun 2018, 00:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 4. Jun 2018, 00:18

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(04 Jun 2018, 00:10)

doch, die haben philosophen und ethiker in beratender funktion ohne weisungsbefugnis.

https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6te_zuerst

Jedenfalls ein interessanter Film und der Anspruch, die "moralischste Armee der Welt" zu sein ist sicherlich sehr ambitioniert.

Aber Hamas, Hisbollah usw. sind m. E. ziemlich eindeutig Terroristen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mo 4. Jun 2018, 00:22

DarkLightbringer hat geschrieben:(04 Jun 2018, 00:18)

Jedenfalls ein interessanter Film und der Anspruch, die "moralischste Armee der Welt" zu sein ist sicherlich sehr ambitioniert.

Aber Hamas, Hisbollah usw. sind m. E. ziemlich eindeutig Terroristen.
natürlich sind die hamas und hisbollahs terroristen, nur es gibt auch unter den israelis radikale.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 4. Jun 2018, 00:25

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(04 Jun 2018, 00:22)

natürlich sind die hamas und hisbollahs terroristen, nur es gibt auch unter den israelis radikale.

Klar, wo denn nicht ?
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » Mo 4. Jun 2018, 00:29

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(03 Jun 2018, 23:40)

bei der oscar-nominierten doku "shin beth - töte zuerst" deren trailer ich verlinkt hatte, sagt ein ex-direktor des shin beth, dass der terrorist des einen der freiheitskämpfer des anderen ist. ich weiß aber nicht mehr, welche organisation er angesprochen hat. jedenfalls hat er mit den (friedens)verhandlungen geführt.


Ich weiß zwar aus Erfahrung, dass es sinnlos ist, mit dir über Israel zu diskutieren, aber weißt du, was der große Unterschied zwischen Israel und der Hamas ist?
Israel nützt Waffen, um seine Menschen zu schützen. Die Hamas jedoch nutzt Menschen, um ihre Waffen zu schützen.

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