Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon imp » Di 4. Dez 2018, 16:21

Vongole hat geschrieben:(04 Dec 2018, 16:10)

Immer wieder faszinierend zu beobachten, wie in den Augen einiger hier der Terror gegen Israel lediglich dazu dient, von der isr. Regierung abzulenken.
Was sind schon Bombenangriffe gegen Netanjahus Verfehlungen, genau, King Kong, das ist die Message.

Im Spiegel steht es doch etwas anders als du es hier wiedergibst. Die "israelischen Kommentatoren" werden dort nicht so dargestellt, als sähen sie die Schuld am Konflikt mit Hizbullah bei Netanjahu.

Dass es angesichts mehrer Verfahren auch Kritik am MP gibt, der wiederholt auch Ministerämter selbst führt, wäre hier nicht anders.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Di 4. Dez 2018, 16:22

Vongole hat geschrieben:(04 Dec 2018, 16:10)

Immer wieder faszinierend zu beobachten, wie in den Augen einiger hier der Terror gegen Israel lediglich dazu dient, von der isr. Regierung abzulenken.
Was sind schon Bombenangriffe gegen Netanjahus Verfehlungen, genau, King Kong, das ist die Message.


Das sagen u.a. die israelische Opposition. Und die Medien. Das die hektische Aktivität gerade jetzt kommt, wo Netanjahu - zum wiederholten Male - eine Anklage zu befürchten hat. Das ist ein alter Klassiker.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 1. Mär 2019, 14:59

Netanjahu versprach trotz Hexenjagd auf ihn, den Bürgern Israels noch Jahre als Ministerpräsident erhalten bleiben zu dürfen, können, müssen.

Israels Premier droht Anklage

- Netanjahu spricht von "Hexenjagd"

Noch 40 Tage bis zur Parlamentswahl in Israel. Benjamin Netanjahu würde gerne Regierungschef bleiben, doch nun droht ihm eine Anklage wegen Korruption. Eine "Hexenjagd", findet er.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/ne ... n-100.html


Netanjahu soll zurücktreten

Israels Opposition: Bereiten Sie der "Schmach der Nation" ein Ende

https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... tritt.html


Dabei hat Bibi über Jahre mit eindrucksvollen Powerpointpräsentationen darstellen wollen, wie unerlässlich er für die Sicherheit Israels ist. Er hofft sicherlich, daß die Bürger Israels dies zu schätzen wissen! Das hat er bei einer Rede klar gemacht. Es hänge vom Wähler ab... Wenn Netanjahu einen harten Kern ähnlich wie Trump hat, könnte dies gelingen. Die juristische Abwicklung kann noch dauern, bis dahin könnte er nochmals wiedergewählt werden.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » So 3. Mär 2019, 13:21

Thema "Pflicht" und "Führungsqualitäten".

2008 hat Netanjahu Premier Olmert, der unter Beschuß stand, aufgefordert er müsse Zurücktreten. Das gehöre sich so und zudem wäre ein Staatsführer, der so unter Druck stehe der Versuchung erlegen könne um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen "alles mögliche" anzustellen. Ganz Unrecht hatter er ja nicht.

Israel im Jahr 2008. Gegen Ehud Olmert, damals Premierminister, wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Ein gewisser Benjamin Netanyahu - damals in der Opposition - fordert vehement Olmerts Rücktritt.

"Er steckt bis zum Hals in den Ermittlungen", sagte Netanyahu vor mehr als zehn Jahren. "Dadurch besitzt Olmert kein moralisches oder politisches Mandat mehr, um wichtige Entscheidungen für den Staat Israel zu treffen", so Netanyahu. "Denn es besteht der nicht unbegründete Verdacht, dass er seine Entscheidungen basierend auf sein persönliches Überleben in der Politik und nicht auf das nationale Interesse treffen wird."

https://www.tagesschau.de/ausland/netanyahu-241.html


Gilt natürlich nicht für ihn.

Mit Benjamin Netanjahu in den Abgrund

Israels Premier drohen Machtverlust und eine lange Haftstrafe. Das macht ihn gefährlich. Er diskreditiert Staat und Demokratie und tut sich mit Faschisten zusammen.

Eine Analyse von Richard C. Schneider, Tel Aviv


In einer normalen Demokratie wäre alles ganz anders. Doch was ist in diesen Tagen in Israel noch normal? Die Reaktion des amtierenden Premiers Benjamin Netanjahu war eindeutig: Er werde auf keinen Fall zurücktreten – die Anklageerhebung gegen ihn sei ein Komplott seiner politischen Gegner, der Linken, wie er behauptete, der Medien, ja überhaupt aller, die nicht wirklich begreifen wollen, dass er und nur er der einzig wahre und richtige Führer Israels ist, denn er habe vor, dem israelischen Volk noch "viele Jahre zu dienen".


Er beschimpfte die Polizei, die Staatsanwaltschaft, einfach alle staatlichen Institutionen, die in die Untersuchungen involviert waren. Er versuchte die Glaubwürdigkeit der Behörden öffentlich zu untergraben, in Zeiten gefährdeter Demokratien wie unter Viktor Orbán in Ungarn oder in Jarosław Kaczyńskis Polen, ein gefährliches Spiel – von Netanjahu aber durchaus beabsichtigt.


Damit sieht sich das Land in einer noch nie dagewesenen Situation: Ein unter Anklage geratener Premier stellt sich zur Wahl. Wie gesagt, in einer Demokratie würde ein Amtsträger normalerweise sein Amt ruhen lassen, um es nicht zu beschädigen und sich auf seine Verteidigung zu konzentrieren.


Doch derselbe Benjamin Netanjahu hatte als Führer der Opposition seinen Vorgänger im Amt des Premiers, Ehud Olmert, aufgefordert, sofort sein Amt niederzulegen, als der Staat Anklage gegen diesen erhob. Wegen weitaus geringerer Verfehlungen als jetzt bei Netanjahu übrigens. Olmert dankte selbstverständlich ab, wurde später verurteilt und musste ins Gefängnis, wie auch schon ein Staatspräsident, ein Oberrabbiner, Wirtschaftstycoons und andere Personen des öffentlichen Lebens. Meistens ging es dabei um Betrug, im Fall von Staatspräsident Katzav um Vergewaltigung und sexuelle Nötigung.

Es hat etwas von schwarzem Humor, wenn Israelis auf das Funktionieren ihrer Demokratie hinweisen und aufzählen, wie viele Politiker in den letzten Jahren im Knast gelandet sind. Aber es zeigt natürlich, wie porös das demokratische System in Israel geworden ist, zumal unter der nun bereits zehn Jahre andauernden Herrschaft Netanjahus.


Netanjahu würde erpressbar

Bereits vor der Anklage wurde deutlich, dass der Premier bereit ist, den Staat, die Demokratie mit sich in den Abgrund zu reißen.


Hatte Netanjahu doch selbst messerscharf bei Olmert analysiert?

Einerseits wird Netanjahu im Falle eines Wahlsieges alles dafür tun, dass er auf keinen Fall ins Gefängnis muss. Er wird also Gesetze verabschieden wollen, die das aktuelle Recht biegen, die verhindern, dass ein amtierender Premier überhaupt angetastet werden kann. Andererseits wird ihn das erpressbar machen, all seine potenziellen Koalitionspartner wissen, dass sie es mit einem angeschlagenen Mann zu tun haben und ihn erpressen können, um ihre politischen Ziele zu erreichen.


Am 9. April geht es also um mehr als um die Frage, ob die Israelis Benny Gantz oder Benjamin Netanjahu als neuen Premier haben wollen. Die wirkliche Frage lautet: Was für einen Staat wollen die Israelis? Nicht mehr. Nicht weniger.

https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... ettansicht


Netanjahu ist ja nicht erst seit 10 Jahren Premier. Von 1996 bis 1999 war er es auch schon. 14 Jahre insgesamt. Er hatte viel mehr Zeit Politikstrukturen zu formen, denn ein Trump. Aber eine "heilige Pflicht" hindert ihn an so manchem.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 4. Mär 2019, 11:28

Die Person Netanjahu ist die eine Sache. Der Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit, auf den es in dieser Sache ja ankommt, die andere. Er wurde seinerzeit von Netanjahu selbst vorgeschlagen. Nun läuft das Verfahren aber dennoch weiter. Einerseits. Andererseits wurden einige Vorwürfe der Ermittler von Mandelblit nicht in das Verfahren übernommen, so dass auch von einer "Hexenjagd" nicht die Rede sein kann. Die meisten Kommentare sehen daher vor allem erstmal ein sehr gut funktionierendes Rechtssystem.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Gutmensch1 » Di 12. Mär 2019, 14:31

King Kong 2006 hat geschrieben:(04 Dec 2018, 16:22)

Das sagen u.a. die israelische Opposition. Und die Medien. Das die hektische Aktivität gerade jetzt kommt, wo Netanjahu - zum wiederholten Male - eine Anklage zu befürchten hat. Das ist ein alter Klassiker.


Es ist eher ein alter Hut, dass die maßvolle und vor allem notwendige Reaktion Israels auf Angriffe der Palästinenser oder der Hisbollah als politisches Ablenkungsmanöver missdeutet wird, um den amtierenden Präsidenten zusätzlich zu den ohnehin im Raum liegenden Anklagen als rücksichslosen Menschen, der über Leichen geht, zu diskreditieren. Wenn Netanjahu was verbrochen hat, hilft ihm weder eine Wiederwahl noch sonst etwas, er wird verurteilt, wenn ihm die Schuld nachgewiesen wird. Der Rechtsstaat in Israel funktioniert gut, ganz im Gegensatz zu den islamisch geprägten, rechtlosen Willkür-Diktaturen in Nahost.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 15:16

Gutmensch1 hat geschrieben:(12 Mar 2019, 14:31)

Es ist eher ein alter Hut, dass die maßvolle und vor allem notwendige Reaktion Israels auf Angriffe der Palästinenser oder der Hisbollah als politisches Ablenkungsmanöver missdeutet wird, um den amtierenden Präsidenten zusätzlich zu den ohnehin im Raum liegenden Anklagen als rücksichslosen Menschen, der über Leichen geht, zu diskreditieren. Wenn Netanjahu was verbrochen hat, hilft ihm weder eine Wiederwahl noch sonst etwas, er wird verurteilt, wenn ihm die Schuld nachgewiesen wird. Der Rechtsstaat in Israel funktioniert gut, ganz im Gegensatz zu den islamisch geprägten, rechtlosen Willkür-Diktaturen in Nahost.

Netanyahu wäre nicht der erste dem der Prozess gemacht wird. Bei aller Verbundenheit zu Israel betrachte ich die Rechtsstaatlichkeit als das höchste Gut, dem sich auch die Mächtigen selbst in Israel zu unterwerfen haben. Da hält kein arabischer Staat mit, was dies anbelangt. In Israel gibt es auch arabische Richter, ein Umstand der in einer islamischen Diktatur unvorstellbar wäre.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Vongole » Di 12. Mär 2019, 17:27

Gutmensch1 hat geschrieben:(12 Mar 2019, 14:31)

Es ist eher ein alter Hut, dass die maßvolle und vor allem notwendige Reaktion Israels auf Angriffe der Palästinenser oder der Hisbollah als politisches Ablenkungsmanöver missdeutet wird, um den amtierenden Präsidenten zusätzlich zu den ohnehin im Raum liegenden Anklagen als rücksichslosen Menschen, der über Leichen geht, zu diskreditieren. Wenn Netanjahu was verbrochen hat, hilft ihm weder eine Wiederwahl noch sonst etwas, er wird verurteilt, wenn ihm die Schuld nachgewiesen wird. Der Rechtsstaat in Israel funktioniert gut, ganz im Gegensatz zu den islamisch geprägten, rechtlosen Willkür-Diktaturen in Nahost.


Mal gucken, was den "Israelkritikern" einfällt, sollte das Bündnis zwischen Benny Gantz und Yair Lapid die kommenden Wahlen gewinnen.
Ich könnte mir vorstellen, dass dann mangels vorgeschobenem Feindbild die ganze Wahrheit hinter so mancher Kritik hervor schaut.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Mär 2019, 19:17

Gutmensch1 hat geschrieben:(12 Mar 2019, 14:31)

Es ist eher ein alter Hut, dass die maßvolle und vor allem notwendige Reaktion Israels auf Angriffe der Palästinenser oder der Hisbollah als politisches Ablenkungsmanöver missdeutet wird, um den amtierenden Präsidenten zusätzlich zu den ohnehin im Raum liegenden Anklagen als rücksichslosen Menschen, der über Leichen geht, zu diskreditieren. Wenn Netanjahu was verbrochen hat, hilft ihm weder eine Wiederwahl noch sonst etwas, er wird verurteilt, wenn ihm die Schuld nachgewiesen wird. Der Rechtsstaat in Israel funktioniert gut, ganz im Gegensatz zu den islamisch geprägten, rechtlosen Willkür-Diktaturen in Nahost.


Würde mich wundern, wenn Bibi in den Knast geht.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » So 17. Mär 2019, 18:49

Taktische Manöver? Ist in Wirklichkeit Netanjahu Herausforderer eine Gefährdung für Israel und gar nicht Bibi? Wenn dem so sein sollte, müsste Gantz natürlich aufgeben.

Handy des Netanjahu-Herausforderers wurde gehackt. Der Premier wirft seinem Opponenten Erpressbarkeit vor

Im israelischen Wahlkampf geht es im Endspurt immer rauer zu. Einem Fernsehbericht zufolge soll das Mobiltelefon des Kandidaten Benny Gantz vor einigen Wochen vom iranischen Geheimdienst gehackt worden sein. Der größte Rivale von Premier Benjamin Netanjahu sieht sich nun mit Vorwürfen konfrontiert, er könnte erpressbar sein – womöglich mit privaten Videos. Gantz will sich das nicht bieten lassen – und hat den Generalstaatsanwalt nun um eine Untersuchung des Falls gebeten.

Seinen Anlauf nahm der Skandal mit einem Bericht des israelischen Senders Arutz 12 am Donnerstagabend: Darin hieß es, dass der israelische Geheimdienst Shin Bet den Politikneuling und früheren Generalstabschef bereits vor einigen Wochen über den Hackerangriff informiert habe. Teheran sei nun im Besitz all seiner persönlichen wie beruflichen Daten, die auf dem Gerät gespeichert waren – ein mögliches Sicherheitsrisiko.


Mitarbeiter Netanjahus im Verdacht

Es war eine Steilvorlage für Spekulationen. Ausgerechnet zu jener Zeit, als zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf Tel Aviv abgefeuert wurden, beschäftigte sich das Land plötzlich auch mit der Frage, mit welchem brisanten Material der Iran Gantz schon bald erpressen könnte. Einige fragten sich außerdem, wer dem Journalisten Amit Segal die Infos über den Hackerangriff wohl zugesteckt hatte.


Der Iran solle Herausforderer General Gantz unterstützen.

Unterstützung Irans?

Auch Gantz' politischer Partner Lapid zweifelt nicht daran, dass "Bibi" Netanjahu hinter dem Spin steckt: "Dass Bibi sensible Materialen nutzt, um zu versuchen, Gantz zu diffamieren, zeigt, dass er Angst vor ihm hat. Zu Recht", schrieb er auf Twitter. Netanjahu selbst leugnet, etwas davon gewusst zu haben. Das Thema Iran griff seine Likud-Partei dennoch auf und wirft den Blauweißen nun vor, vom Iran – dem Erzfeind Israels – unterstützt zu werden. Gantz und Lapid versuchten, davon abzulenken, dass der Iran sie unterstütze. In dem Video ist eine Radioaufnahme zu hören, in der es heißt: "Gantz ist eine Alternative." Angeblich stammt sie aus dem Iran.

https://derstandard.at/2000099702336/De ... ches-Video


Ist General Gantz total im Gegensatz zu Bibi ein Sicherheitsrisiko?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Vongole » So 17. Mär 2019, 19:06

Armer King Kong, lauter Sicherheitsrisiken, und keiner nimmt Dich ernst. :D
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » So 17. Mär 2019, 20:08

Vongole hat geschrieben:(17 Mar 2019, 19:06)

Armer King Kong, lauter Sicherheitsrisiken, und keiner nimmt Dich ernst. :D


Keine Sorge, Bibi spricht unentwegt von Gefahren. Das nimmst du doch ernst? Wenn mal wieder von einer Bedrohung für Israel “die Rede“ ist? :cool:
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Di 19. Mär 2019, 19:37

Das ist Chuzpe? Zweistaatenlösung, Trump, Rechtsstaatliches Verständnis in Israel und Wahlkampf. Ist dieser Werbeslogan die Stilblüte dieses brisanten Gemisches?

Ein Hauch von "Faschismus" umweht Israels Justizministerin

Israels rechte Ministerin Ajelet Schaked trägt Parfüm auf und verspricht eine Justizreform, die das Oberste Gericht schwächen soll

Auf den ersten Blick könnte man meinen, Israels bisherige Justizministerin Ayelet Shaked habe das Berufsfeld gewechselt und ein Parfum auf den Markt gebracht: Aufnahmen in edlen Grautönen zeigen die Co-Anführerin der Partei "Die Neue Rechte", wie sie sich die Haare zurechtmacht, Ohrringe ansteckt und sich einen Duft an den Hals sprüht. Er heißt: "Faschismus". Es handelt sich um Wahlwerbung: Die rechte Politikerin wirbt für ihr Ziel einer "justiziellen Revolution", wie schriftlich in dem Video eingeblendet wird. Der Oberste Gerichtshof soll geschwächt, sein "Aktionismus" reduziert werden.


Am Ende parfümiert sich Shaked mit "Faschismus" ein und sagt: "Für mich riecht das eher nach Demokratie."


Shaked wehrt sich Kritik bekam Ayelet Shaked für ihre Drohung von Rechtsexperten des Landes: Dorit Beinisch, ehemalige Vorsitzende des Obersten Gerichts, warf der Justizministerin Demagogie vor und sprach von einem "mangelnden Verständnis, was Demokratie bedeutet". Gegen Kritik dieser Art versucht sich Shaked nun mit ihrem Wahlvideo und dem "Faschismusparfum", das doch eigentlich nach Demokratie rieche, zur Wehr zu setzen.

derstandard.at/2000099816497/Ein-Hauch-von-Faschismus-umweht-Israels-Justizministerin


Israelische Hardlinerin provoziert mit Wahlwerbung

Liberale sehen deshalb im Gericht eine Bastion zur Verteidigung von religiösem Pluralismus, bürgerlichen Freiheiten und den Rechten der Palästinenser. Seine Unabhängigkeit sei Garant dafür, dass Israels Demokratie nicht zu einer „Tyrannei der Mehrheit“ werde.

Schaked spricht vom „Putsch“ gegen die Demokratie

Doch dieser juristische Aktivismus verwandelte das Gericht in den Augen der israelischen Rechten in das größte Hindernis auf ihrem Weg zur Herrschaft. „Der Oberste Gerichtshof ist Israels stärkster politischer Akteur“, sagte Justizministerin Schaked am Montag in einer Rede vor Studenten.

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... rfuem.html


Faschismus riecht eher nach Demokratie? Spitzenanalytiker werden argumentieren, das es sich ja um Parfüm handelt. Dennoch ist das starker Tabak bzw. Tobak, um bei Duftnoten zu bleiben. Wenn eine rechte Politikern sich mit Faschismus einnebelt und dabei nur Demokratie verspürt, hat das schon eine Aussagekraft.

Beeindruckend ist wie ich finde eher die Direktheit. Es ist neben Trump und einigen Kreisen in Europa wohl en vogue geworden mit Stilmitteln zu arbeiten, die vor Jahrzehnten no go´s waren. Oder eben Anti-Demokraten vorbehalten waren. Aber binnen 24 h hatten immerhin 250 000 Klicks auf ihrer Facebookseite stattgefunden.

Shaked selbst ist der Netanjahu nicht geheuer, sie unterstellt ihm, er wäre nicht vertrauensvoll genug in Sachen Zweistaatenlösung. Er könne dem US-Druck dafür womöglich nicht standhalten.

Netanjahu (falls er gewinnt) würde Gantz in sein Kabinett aufnehmen und dann Trumps Peaceproject of the Century umsetzen. Die Zweistaatenlösung.... Auch da wäre Netanjahu nicht vertrauenswürdig.
Was er heute sagt und morgen macht. Da hat sie recht. Er hatte einst gesagt, er würde nie einem Terroristen die Hand schütteln. Gemeint war Arafat. Im Kontext der Friedensbemühungen zwischen den Nobelpreisträgern (inklusive dem ermordeten Rabin). Kurze Zeit später war Netanjahu in Regierungsverantwortung. Er hat die Hand Arafats geschüttelt. Nicht sprichwörtlich, sondern ganz real.

"Gantz is crawling towards Netanyahu like he crawled towards Hamas," they said. "As we said a while ago, a moment after the elections, Gantz will crawl into Netanyahu's government, on the silver platter of US President Donald Trump's 'deal of the century.'"

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/260578


Gräbt sie mit dieser Drohkulisse nicht Wähler von Bibi ab? Hilft dagegen nur Faschismus, Kampf gegen das Oberste Gericht? Also, der Duft?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 23. Mär 2019, 11:03

Wahlkampfhilfe für Netanjahu? Trump wird ja von seinem Schwiegersohn Jared Kushner in Nahostfragen strategisch beraten. Dieser und seine Familie haben ja bekanntlich gute Kontakte zur Familie Netanjahu. Erwartungsgemäß bedankt sich jetzt Netanjahu bei Trump, der sich gut beraten vom Schwiegersohn, zu dieser Erkenntnis der Souveränität durchringen konnte.

Das größte Wahlkampfgeschenk für Netanjahu


Blaupause für andere Fälle von Annexionen?

Einen dringenden Grund, die Annexion der Golanhöhen jetzt anzuerkennen, gibt es abgesehen vom Wahltermin nicht. Keine Weltmacht drängte Israel zur Rückgabe der Golanhöhen an Syrien. Eine formale Anerkennung der israelischen Souveränität verstieße nicht zuletzt gegen die einstimmig und auch von Amerika mit verabschiedete Resolution 497 des UN-Sicherheitsrats. Während sich Völkerrechtler fassungslos fragen, welche politischen Konsequenzen sich aus dem Tweet Trumps überhaupt und auch in Bezug auf Annexionen in anderen Teilen der Welt ergeben, freuten sich israelische Politiker aus nahezu allen Lagern.


Den Gewinn aber kann Netanjahu allein beanspruchen. Ein größeres Wahlkampfgeschenk konnte ihm Trump kaum machen. Dem Ministerpräsidenten stehen Anklagen in drei Korruptionsfällen bevor, und just in den vergangenen Tagen häuften sich Medienberichte über Netanjahus Verkauf von Aktien einer Firma, an der auch sein Cousin beteiligt war und die ein kleiner Zulieferer von Thyssen-Krupp ist. Ende dieser Woche wird der israelische Ministerpräsident zur Jahrestagung der konservativen Israel-Lobby Aipac nach Washington reisen und am Montag im Weißen Haus empfangen – just zu jener Uhrzeit, während der Netanjahus Herausforderer Benny Gantz seine Aipac-Rede halten wird.

Der Besuch des amerikanischen Außenministers Mike Pompeo in dieser Woche in Israel folgte auch keinem anderen Zweck als Netanjahus Wahlkampf.

https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 01620.html


Jubel in Israel nach US-Ankündigung zu Golanhöhen

Premier Netanjahu und Opposition danken Trump Am meisten dürfte sich Benjamin Netanjahu über Donald Trumps Ankündigung gefreut haben, die Golanhöhen als Teil Israels anzuerkennen. Schließlich steckt der Regierungschef mitten im Wahlkampf, wird demnächst in drei Korruptionsfällen angeklagt und kämpft um sein politisches Überleben. Der Tweet des US-Präsidenten vom Freitag kommt einem Wahlkampfgeschenk gleich: Netanjahu kann ihn als politischen Erfolg verbuchen


Die "neue Rechte" in Israel ist dies allerdings nicht genug.

"Neue Rechte" will mehr

Auch die Partei Die Neue Rechte begrüßte die Ankündigung Trumps, warnte aber, dass im Gegenzug nicht das Westjordanland aufgegeben werden dürfe. Sie riefen Netanjahu auf, seine "Zustimmung zur Errichtung Palästinas in seiner Bar-Ilan-Rede für null und nichtig" zu erklären. Der Premier hatte 2009 einer Zweistaatenlösung zugestimmt.

derstandard.at/2000100061924/Jubel-in-Israel-nach-US-Ankuendigung-zu-Golanhoehen


Grundsätzlich ist zu erwarten, daß der Golan nicht mehr an Syrien zurückgeht. Da spielen auch keinerlei Friedensabkommen eine Rolle. Das der Golan zurückgegeben wird, ist noch unrealistischer als eine Zweistaatenlösung. Trump verkündet sein Statement in dieser Zeit wohl vornehmlich für den Wahlkampf Netanjahus.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon tabernakel » Sa 13. Apr 2019, 18:27

King Kong 2006 hat geschrieben:(23 Mar 2019, 11:03)Die "neue Rechte" in Israel ist dies allerdings nicht genug.

Naja, war wohl nicht alles was ihr nicht genug war. Die "neue Rechte" hat sich schwupps in die Ex-Rechte verwandelt, weil sie (knapp) an der 3.25% Hürde scheiterte ... vermissen werde ich Bennett sicherlich nicht.

King Kong 2006 hat geschrieben:Grundsätzlich ist zu erwarten, daß der Golan nicht mehr an Syrien zurückgeht. Da spielen auch keinerlei Friedensabkommen eine Rolle. Das der Golan zurückgegeben wird, ist noch unrealistischer als eine Zweistaatenlösung.
Die US-Anerkennung war auch ohne vorgebliche Wahlkampfhilfe der richtige Schritt. Syrien hatte das Gebiet vor dem 6-Tage Krieg jahrelang zum massenhaften Beschuss Israelischer Städte mittels Artillerie genutzt, und alle Gelegenheiten die Gegend zurück zu verhandeln danach ausgelassen. Und sie damit spätestens mit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien schlicht verkackt.
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon King Kong 2006 » Do 16. Mai 2019, 17:52

tabernakel hat geschrieben:(13 Apr 2019, 18:27)

Naja, war wohl nicht alles was ihr nicht genug war. Die "neue Rechte" hat sich schwupps in die Ex-Rechte verwandelt, weil sie (knapp) an der 3.25% Hürde scheiterte ... vermissen werde ich Bennett sicherlich nicht.

Die US-Anerkennung war auch ohne vorgebliche Wahlkampfhilfe der richtige Schritt. Syrien hatte das Gebiet vor dem 6-Tage Krieg jahrelang zum massenhaften Beschuss Israelischer Städte mittels Artillerie genutzt, und alle Gelegenheiten die Gegend zurück zu verhandeln danach ausgelassen. Und sie damit spätestens mit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien schlicht verkackt.


Dort wird jetzt "Trumpville" errichtet.

Coming Soon to the Golan: Trumpville

https://www.breakingisraelnews.com/1269 ... rumpville/
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon imp » Do 16. Mai 2019, 19:20

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 May 2019, 17:52)

Dort wird jetzt "Trumpville" errichtet.

Denen ist schon klar, dass die Syrer sich das eines Tages wieder holen werden?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon tabernakel » So 19. Mai 2019, 01:33

imp hat geschrieben:(16 May 2019, 19:20) Denen ist schon klar, dass die Syrer sich das eines Tages wieder holen werden?

Wenn die Syrer noch mehr Territorium beim nächsten Versuch Israel auszulöschen verlieren wollen, bitte sehr ...
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Bobo » So 19. Mai 2019, 14:04

King Kong 2006 hat geschrieben:(12 Oct 2015, 16:56)

Da der originale Thread aus unerklärlichen Gründen verschwunden ist, hier der Nachfolger. Falls ersterer wieder auftauchen sollte, was ich bezweifle, kann man diesen ja integrieren.

Netanjahu hat etwas interessantes gesagt.



Zur Zeit flammt - wieder einmal - der palästinenisch-israelische Konflikt in Tote und Verletzte auf. In diesem Kontext spricht Netanjahu davon, daß dies nicht in Frustration zu suchen wäre, also auch in seiner Verhandlungstrategie in dieser Frage, sondern durch Antisemitismus. Das Argument des Atomkrieges mit dem Iran, um die Verhandlungen zu "dehnen", wird immer schwerer.

Natürlich gibt es Antisemitismus, aber Netanjahu negiert mit dieser seiner Aussage komplett, daß es einen anderen Grund für den Konflikt gäbe oder auch andere Gründe. Der Kampf um Land und Autonomie. Das gibt es weltweit. Auch wo gar keine Juden leben. Es gibt eigentlich kein Problem, außer dem Antisemitismus. Keine Frustration, keine gescheiterten Verhandlungen seit Jahrzehnten und nicht erfüllte Versprechungen bzw. Ziele. Alles im grünen Bereich. Offenbar sind das alles reine Antisemiten, völlig losgelöst, abstrakt, vom palästinensisch-israelischen Konflikt. Daran kann es nicht liegen... ? :rolleyes:


Der Kampf gegen Israel ist de facto der Kampf gegen die Juden. Nicht gegen blonde, rothaarige, gelbe, grüne oder weiße Menschen, sondern gegen die Ungläubigen, in dem Fall die Juden! Daran kann es keinen begründbaren Zweifel geben. Wer die vorspiegelt, sollte seine Motivation offenlegen und nicht auf hinterfurzige Vergleiche zu anderen Konflikten in der Welt suchen. Sämtliche bisherigen Kriege gegen Israel liefen auf die Auslöschung des Staates sowie auf die Tötung und /oder Vertreibung der Juden hinaus! Wenn du das infrage stellst, dann schreib es auch so!


Neben den Kriegen gegen Israel gab es seitens der arabisch-palästinensischen Terrorgruppen auch: :

Internationalen Terror, instruiert von islamistischen Terrorgruppen in Form von Flugzeugentführungen, Geiselnahmen mit Tötungen und Massenmord an völlig arglose Zivilisten weltweit praktiziert!. Die Grundlage dafür findet sich klipp und klar im Antisemitismus, der im übrigen in den Präambeln der Verantwortlichen Terrorgruppen schriftlich fixiert und für jeden nachzulesen ist. Dazu kommen die gebetsmühlenartig wiederholten Vernichtungsfantasien einschlägiger islamischer Regierungen, und die aktive Mitwirkung linker Terrorgruppen deutscher Herkunft! Alles mit dem Etappenziel, die attackierten Länder auf die Seite der arabischen Palästinenser zu zwingen, und dem Endziel, den Judenstaat auszulöschen.

Dieser Krieg hat seit der Staatsgründung bis heute nie aufgehört! Sobald man sich das vergegenwärtigt hat, deutete sich der bösartige Charakter deiner Fragestellung an. Du suchst offenbar nach Verbündete im Geiste, die bereit sind, die bisherige Leidensgeschichte Israels auszublenden, um so mithilfe absurder Rosinenpickereien die Täter – Opferrollen kurzerhand neu zuzuordnen. Da rate ich, Finger weg! Solche hinterfurzigen Versuche der Geschichtsverdrängung erfordern für mein Verständnis das Bekenntnis zu den oben erwähnten Präambeln islamistischer Terrorgruppen oder mindestens die Leugnung ihrer Existenz als Grundlage der Angriffe gegen Israel. Wer in dem Argument, denken ja nicht alle arabischen Palästinenser in Gaza so, eine Hintertür wähnt, mag bezüglich der Denkweisen richtig liegen, sollte sich aber hüten, diese zur Mehrheit zu erklären, bevor es eine Grundlage für eine solch unbegründete Spekulation gibt.
Es ist nicht am Gewinner eines Krieges, sich Bedingungen vom Angreifer diktieren zu lassen! Es ist am Verlierer, der in dem Fall auch Aggressor war und ist. Doch dazu muss der sich seiner Situation erst einmal in voller Härte bewusst werden! Und das erfordert schonungslose Offenheit aller, die sich dazu zu Wort melden und den Stopp aller Hilfen, die sie vor den Härten und Nachteilen bewahren, welche bisher alle Kriegstreiber samt Gefolge im Laufe der Weltgeschichte erfahren mussten – mit Ausnahme derer, die seit mehr als siebzig Jahren versuchen, die Juden samt ihrem Staat auszulöschen. Und weil dieser Krieg schon mehr als ein halbes Jahrhundert vor einem Staatschef Netanjahu begonnen hat, fragte ich mich, welche Schuld du ihm mit der aberwitzigen Fragestellung wohl anlasten willst. Worüber wolltest du ursprünglich noch gleich diskutieren?
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Re: Bibi Netanjahus heilige Pflicht? Führungsqualitäten/Thread 2

Beitragvon Tom Bombadil » So 19. Mai 2019, 14:12

imp hat geschrieben:(16 May 2019, 19:20)

Denen ist schon klar, dass die Syrer sich das eines Tages wieder holen werden?

Werden sie nicht, die Annexion ist völkerrechtskonform, weil der Golan in einem Verteidigungskrieg erworben wurde und er für Israels Verteidigung überlebensnotwendig ist.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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