Die Mär von der verbotenen Israelkritik

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Liegestuhl
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Liegestuhl » Do 13. Aug 2015, 22:49

jellobiafra » Do 13. Aug 2015, 22:30 hat geschrieben:Das bedeutet ja nichts anderes. als, dass jeder der Israel verteidigt grundsätzlich unter dem gleichen Antisemitismusverdacht steht, wie derjenige der Israel kritisiert.
.


Interessanterweise kommen die Leute, die so etwas behaupten, alle aus der gleichen politischen Ecke.

Ich denke mir dann meinen Teil! Daher ist es wohl besser, wenn du den Begriff einfach nicht mehr nutzt. Ich werde ihn auch weiterhin nutzen. Ich möchte ja nicht mit diesen Leuten auf einer Stufe stehen. Du darfst auch gerne die Antisemitismuskeule schwingen. Das macht mir nichts. Viel Spaß!

:) :) :)
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Tom Bombadil
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 14. Aug 2015, 09:37

LOL, es wird immer irrer. Wer also Antisemitismus anspricht und anprangert, ist in Wahrheit selber der Antisemit? Verrückt :cool:
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon SID77 » Fr 14. Aug 2015, 09:51

Tom Bombadil » Fr 14. Aug 2015, 09:37 hat geschrieben:LOL, es wird immer irrer. Wer also Antisemitismus anspricht und anprangert, ist in Wahrheit selber der Antisemit? Verrückt :cool:


Das ist das "haltet-den-Dieb"-Verhalten des Diebes.
Gerade Deutsche, die viel über Antisemitismus reden, kommen mir höchst verdächtig vor.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon HugoBettauer » Fr 14. Aug 2015, 10:58

jellobiafra » Do 13. Aug 2015, 20:48 hat geschrieben:Ist der Begriff "Alibi-Jude" antisemitisch?

Die Frage ist immer, wozu du ihn brauchst. Ist es zentral für die Wirkung eines Zitates, dass der Sprecher Jude sei? Dann ist es möglicherweise ein sachlich schwaches Zitat, das vor allem aus emotionalen Gründen angebracht wird.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Wolverine » Fr 14. Aug 2015, 11:01

SID77 » Fr 14. Aug 2015, 08:51 hat geschrieben:
Das ist das "haltet-den-Dieb"-Verhalten des Diebes.
Gerade Deutsche, die viel über Antisemitismus reden, kommen mir höchst verdächtig vor.


Es ist wesentlich einfacher. Von Antisemiten oder Antizionisten, was eigentlich keinen Unterschied macht, denn der eine lehnt die Juden ab, der andere Israel, also die Zuflucht der Juden, was im Ergebnis dann wieder gleich ist, wird gerne z.B. die Antizionistin E. Hecht - Gallinski zitiert. Deren verbale Ausfälle gegen Israel könnten glatt aus dem Mund eines rechts-oder linksextremen Idioten stammen. So etwas nennt man dann einen Alibi-Juden. Juden, die Israel verkaufen würden und kein gutes Wort an Israel lassen und trotzdem Juden sind. Gips nich? Oh, doch. Mehr als man glaubt.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon DukeDuck » Fr 14. Aug 2015, 17:46

es gibt ja auch antizionist. Vollidioten, die offen verzapfen, wenn man FÜR Israel ist, dann ist man Antisemit, weil man dadurch die angeblichen Verbrechen der Zionisten den Juden unterjubelt.
Echt kein Witz: man kann nach deren wirrer Logik als wahrer Freund der Juden nur Israel ablehnen. Also mit den Antisemiten D'Accord sein, um kein Antisemit zu sein.
Diese selbst gesteckte log. Falle verarbeiten diese Hohlköpfe nicht, und verpesten somit jegliche sachliche Diskussion über Nahost mit Ihrer Geistesschwäche. Schaut Euch einfach hier um!
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon SID77 » Fr 14. Aug 2015, 17:58

Wolverine » Fr 14. Aug 2015, 11:01 hat geschrieben:So etwas nennt man dann einen Alibi-Juden. Juden, die Israel verkaufen würden und kein gutes Wort an Israel lassen und trotzdem Juden sind. Gips nich? Oh, doch. Mehr als man glaubt.


Das entzieht sich meiner Kenntnis. Aber aus irgendeinem Grund müssen diese Leute ja enttäuscht über Israel sein. Jüdische Antisemiten sind doch ein Widerspruch. Ein Jude, der aus irgendeinem Grund plötzlich Antisemit wird, wird wohl die längste Zeit Jude gewesen sein. Zum Beispiel wird er die Religion wechseln.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Wolverine » Sa 15. Aug 2015, 01:07

DukeDuck » Fr 14. Aug 2015, 16:46 hat geschrieben:es gibt ja auch antizionist. Vollidioten, die offen verzapfen, wenn man FÜR Israel ist, dann ist man Antisemit, weil man dadurch die angeblichen Verbrechen der Zionisten den Juden unterjubelt.
Echt kein Witz: man kann nach deren wirrer Logik als wahrer Freund der Juden nur Israel ablehnen. Also mit den Antisemiten D'Accord sein, um kein Antisemit zu sein.
Diese selbst gesteckte log. Falle verarbeiten diese Hohlköpfe nicht, und verpesten somit jegliche sachliche Diskussion über Nahost mit Ihrer Geistesschwäche. Schaut Euch einfach hier um!


Also ich kenn da mehrere........ :D
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon bennyh » Sa 15. Aug 2015, 05:42

Es ist doch im Grunde ganz einfach: wer Israel kritisiert, tut dies, weil er antisemitisch ist. Ansonsten kann es dafür eigentlich gar keinen anderen Grund geben, wie Wolverine etwa ganz richtig festgestellt hat.
Das lässt sich logischerweise aber natürlich selbstverständlich nicht mit der Kritik an anderen Staaten vergleichen. Wenn beispielsweise Russland zu Recht für seine Aggression gegenüber der Ukraine kritisiert wird, hat dies natürlich nichts mit Russophobie zu tun. Das wäre ja auch absurd. Als vor etwas mehr als 10 Jahren die USA insbesondere für den Irakkrieg kritisiert wurden, war dies ja auch kein Ausdruck von Antiamerikanismus, sondern sachliche Kritik, oder etwa nicht?
Ganz anders ist es logischerweise mit der Kritik an Israel. Es bedarf keiner Erklärung, warum diese lediglich Ausdruck antisemitischer Resentiments und primitivem Hass auf Juden ist.

Es ist auch völliger Unsinn zu behaupten, es dürfe keine Kritik an Israel geäußert werden, mit anderen Worten, Israelkritik sei "verboten". Es ist lediglich eine Frage der Sachlichkeit bzw. Unsachlichkeit.
Um das mal an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wenn man zum Beispiel äußert, die israelische Regierung sei zu leichtsinnig, weil sie beispielsweise jetzt wieder 1000 Tonnen Zement in den Gazastreifen lässt (http://www.timesofisrael.com/israel-let ... into-gaza/), wobei ja wohl klar sein sollte, dass dieser lediglich durch Hamas für den Bau von Bunkern und anderen militärischen Gebäuden eingesetzt wird, ist das zum Beispiel sachliche Kritik. Sachliche Kritik ist zum Beispiel auch, dass der israelische Geheimdienst, als er versuchte, Khaled Meshaal zu neutralisieren, Gift verwendete, wodurch es möglich war, das Gegengift zu erpressen, sodass er leider heute noch am Leben ist. Hätte der Mossad damals z.B. eine Pistole, Sprengstoff oder ähnliches eingesetzt, wäre das zum Beispiel nicht passiert. Es ist also alles eine Frage von Sachlichkeit.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon jellobiafra » Sa 15. Aug 2015, 09:29

Mir geht es primär um die Wortwahl. Wenn jemand unter dem Vorwand Israel zu verteidigen Juden beleidigt, dann darf man durchaus einmal genauer hinschauen. Geht es ihm nun primär darum Israel zu verteidigen oder Juden zu beleidigen? Der Begriff Alibi-Jude hat für mich einen antisemitischen Beigeschmack, weil der darin enthaltene Vorwurf illoyal dem eigenen Land gegenüber zu sein (hier Israel), oder absichtlich mit dem Feind zusammen zu arbeiten zum uralten Repertoire antisemitischer Vorwürfe gehört.

Aus der Antisemitismusforschung wissen wir, dass unter denjenigen die Israel kritisieren und denjenigen, die das nicht tun, antisemitische Einstellungen ähnlich stark vertreten sind.

Dass man sich immer für Israel einsetzt, ist noch lange kein Beweis dafür, dafür dass man kein Antisemit ist.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon DukeDuck » Sa 15. Aug 2015, 17:52

SID77 » Fr 14. Aug 2015, 16:58 hat geschrieben:
Das entzieht sich meiner Kenntnis. Aber aus irgendeinem Grund müssen diese Leute ja enttäuscht über Israel sein. Jüdische Antisemiten sind doch ein Widerspruch. Ein Jude, der aus irgendeinem Grund plötzlich Antisemit wird, wird wohl die längste Zeit Jude gewesen sein. Zum Beispiel wird er die Religion wechseln.


na ja : es gibt diesen ultraorthodoxen Verein Naturei Karta, die sogar mit Rechtsextremen paktiert.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon ThorsHamar » Sa 15. Aug 2015, 18:15

DukeDuck » vor 20 Minuten hat geschrieben:
na ja : es gibt diesen ultraorthodoxen Verein Naturei Karta, die sogar mit Rechtsextremen paktiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Moishe_Friedman


Rechtsextreme Zionisten gibt es ebenso .... so what ....
Zuletzt geändert von ThorsHamar am Sa 15. Aug 2015, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 15. Aug 2015, 18:21

jellobiafra » Sa 15. Aug 2015, 09:29 hat geschrieben:Der Begriff Alibi-Jude...

...wurde gewählt, weil Antisemiten gerne Juden zitieren, um dem Vorwurf des Antisemitismus zu entgehen, der Jude dient lediglich als Alibi im Sinne einer Schutzbehauptung "Seht her, sogar ein Jude sagt das!" für den Antisemiten. Der Antisemit hofft, man würde seinen billigen Trick nicht durchschauen und zudem lebt er ja in der paranoiden Vorstellung, Juden dürften nicht kritisiert werden, deswegen ist er stark überrascht, wenn es dann doch Kritik hagelt.
Zuletzt geändert von Tom Bombadil am Sa 15. Aug 2015, 18:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon ThorsHamar » Sa 15. Aug 2015, 21:02

Tom Bombadil » Heute 17:21 hat geschrieben:...wurde gewählt, weil Antisemiten gerne Juden zitieren, um dem Vorwurf des Antisemitismus zu entgehen, der Jude dient lediglich als Alibi im Sinne einer Schutzbehauptung "Seht her, sogar ein Jude sagt das!" für den Antisemiten. Der Antisemit hofft, man würde seinen billigen Trick nicht durchschauen und zudem lebt er ja in der paranoiden Vorstellung, Juden dürften nicht kritisiert werden, deswegen ist er stark überrascht, wenn es dann doch Kritik hagelt.


.... wurde erfunden, um sich den Argumenten gar nicht erst stellen zu müssen.
"Alibijude" ist nämlich hauptsächlich eine Diffamierung des zitierten Juden selbst!
Diese Vogel - Strauss - Nummer gipfelt dann in der Totaldiffamierung als "selbsthassender Jude".
Dieser billige Trick macht es möglich, Kritik generell abzuschmettern.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon jellobiafra » So 16. Aug 2015, 00:25

Tom Bombadil » Sa 15. Aug 2015, 18:21 hat geschrieben:...wurde gewählt, weil Antisemiten gerne Juden zitieren, um dem Vorwurf des Antisemitismus zu entgehen, der Jude dient lediglich als Alibi im Sinne einer Schutzbehauptung "Seht her, sogar ein Jude sagt das!" für den Antisemiten. Der Antisemit hofft, man würde seinen billigen Trick nicht durchschauen und zudem lebt er ja in der paranoiden Vorstellung, Juden dürften nicht kritisiert werden, deswegen ist er stark überrascht, wenn es dann doch Kritik hagelt.


Das war vielleicht mal so. Wenn heute von einem "Alibi-Juden" die Rede ist, wird diesem immer eine aktive Rolle zugewiesen. Das kann man nach kurzem Googeln feststellen. Häufig wird ihm sogar ein besonderes Sendungsbewusstsein unterstellt. Der user ThorsHamar hat recht:
"Alibijude" ist nämlich hauptsächlich eine Diffamierung des zitierten Juden selbst!
Zuletzt geändert von jellobiafra am So 16. Aug 2015, 00:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Tom Bombadil » So 16. Aug 2015, 10:11

Das ist falsch, ich weiß sehr wohl selber, warum ich dieses Wort in welcher Bedeutung genutzt habe, nicht google. Aber wenn mich Anti"zionisten" Antisemit nennen wollen, dann sollen sie das ruhig tun, darüber lache ich nur.
Zuletzt geändert von Tom Bombadil am So 16. Aug 2015, 10:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Brimborium » So 16. Aug 2015, 10:54

Warum gibt es nicht die Begriffe
Frankreichkritik
Deutschlandkritik
Polenkritik
Burkina Faso Kritik
Nigeriakritik?
Atheist

Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Atheist » So 16. Aug 2015, 14:15

Brimborium » So 16. Aug 2015, 10:54 hat geschrieben:Warum gibt es nicht die Begriffe
Frankreichkritik
Deutschlandkritik
Polenkritik
Burkina Faso Kritik
Nigeriakritik?


Weil solche politischen Kampfbegriffe nicht nötig sind, um die Kritik der nationalistisch bedingten Missstände an vorbenannten Staaten zu erleichtern oder zu erschweren. Man äußert die Kritik und gut ist's. Im Falle Israels haben aber sowohl Teile der Kritiker als auch Teile der Nichtkritiker/Verteidiger ein außerordentliches Interesse daran, auf das Geäußerte fördernd oder hemmend rhetorisch einzuwirken.
Zuletzt geändert von Atheist am So 16. Aug 2015, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Wolverine » So 16. Aug 2015, 14:16

Tom Bombadil » Sa 15. Aug 2015, 17:21 hat geschrieben:...wurde gewählt, weil Antisemiten gerne Juden zitieren, um dem Vorwurf des Antisemitismus zu entgehen, der Jude dient lediglich als Alibi im Sinne einer Schutzbehauptung "Seht her, sogar ein Jude sagt das!" für den Antisemiten. Der Antisemit hofft, man würde seinen billigen Trick nicht durchschauen und zudem lebt er ja in der paranoiden Vorstellung, Juden dürften nicht kritisiert werden, deswegen ist er stark überrascht, wenn es dann doch Kritik hagelt.


Natürlich. No doubt 'bout.
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Re: Die Mär von der verbotenen Israelkritik

Beitragvon Wolverine » So 16. Aug 2015, 14:18

Brimborium » So 16. Aug 2015, 09:54 hat geschrieben:Warum gibt es nicht die Begriffe
Frankreichkritik
Deutschlandkritik
Polenkritik
Burkina Faso Kritik
Nigeriakritik?


Weil "Israelkritik" in der Praxis eine Schutzbehauptung für ungezügelten Antisemitismus ist. Wer Israel dafür "kritisiert", dass sie ihr Selbstverteidigungsrecht in Anspruch nehmen, wenn sie von Terroristen angegriffen werden, der hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Genau derjenige kritisiert nämlich nicht die Ham - Ass für deren Aggression.

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