Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

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conny2
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon conny2 » Fr 6. Jan 2012, 21:17

Liegestuhl » Fr 6. Jan 2012, 20:57 hat geschrieben:
Du behauptest, dass Jordanien den Anspruch auch nach dem Krieg noch an die PLO weitergeben kann. Krieg bedeutet einen Bruch des Waffenstillstand. Das solltest du wissen. Stell dich also bitte nicht dumm!
Ihre Ahnungslosigkeit ist atemberaubend. Wo steht denn, dass das Rhodos-Abkommen durch einen (notabene: einen) Bruch des Waffenstillstandes ungültig wurde? Richtig ist, dass Jordanien nach dem Krieg von 1967 dieselben Ansprüche als Gebietsherr über das Westjordanland hatte wie zuvor. Es war deshalb nicht gehindert, sie an die PLO abzutreten. Die Besetzung des Westjordanlandes durch Israel ändert daran überhaupt nichts. Dessen ungeachtet: Selbst wenn das Abkommen durch den Krieg von 1967 ungültig geworden wäre, was nicht der Fall ist, stünde das Westjordanland gleichwohl jedenfalls nicht Israel zu sondern immer noch den Menschen, die dort leben und das originäre Recht haben, dort mit ihrer Bevölkerungsmehrheit einen Staat auszurufen. Dies sind die Palästinenser. Israel dagegen ist es als bloßer Besatzungsmacht nicht erlaubt, seine Staatsbürger dort anzusiedeln bzw. deren Ansiedelung zu unterstützen.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon Liegestuhl » Fr 6. Jan 2012, 21:38

conny2 » Fr 6. Jan 2012, 22:17 hat geschrieben:Wo steht denn, dass das Rhodos-Abkommen durch einen (notabene: einen) Bruch des Waffenstillstandes ungültig wurde?

Das Abkommen von Rhodos ist ein Waffenstillstandsabkommen. Wenn es im Krieg immer noch gelten würde, wäre es ein Kriegsabkommen. Du hast den Text des Abkommens offensichtlich noch nicht einmal gelesen. Das Abkommen bezeichnet sich selber als provisorisches Mittel, um den Frieden zu gewährleisten.

Richtig ist, dass Jordanien nach dem Krieg von 1967 dieselben Ansprüche als Gebietsherr über das Westjordanland hatte wie zuvor.

Richtig ist, dass Jordanien überhaupt keinen Anspruch erworben hat. Du kannst mir gerne die Stelle im Abkommen zeigen, wo der Anspruch einer Gebietshoheit vergeben wird. Aber daran scheitert es bei dir schon. Für jemanden, der fortlaufend mit seinen überdurchschnittlichem Intellekt hausieren geht, offenbart sich diesbezüglich ein sehr schwaches Bild.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon conny2 » Sa 7. Jan 2012, 17:01

Liegestuhl » Fr 6. Jan 2012, 21:38 hat geschrieben:Das Abkommen von Rhodos ist ein Waffenstillstandsabkommen. Wenn es im Krieg immer noch gelten würde, wäre es ein Kriegsabkommen. Du hast den Text des Abkommens offensichtlich noch nicht einmal gelesen. Das Abkommen bezeichnet sich selber als provisorisches Mittel, um den Frieden zu gewährleisten.


Richtig ist, dass Jordanien überhaupt keinen Anspruch erworben hat. Du kannst mir gerne die Stelle im Abkommen zeigen, wo der Anspruch einer Gebietshoheit vergeben wird. Aber daran scheitert es bei dir schon. Für jemanden, der fortlaufend mit seinen überdurchschnittlichem Intellekt hausieren geht, offenbart sich diesbezüglich ein sehr schwaches Bild.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon USA TOMORROW » Sa 7. Jan 2012, 17:03

conny2 » 7. Jan 2012, 17:01 hat geschrieben:Ich nehme Sie nicht mehr für voll, User Liegestuhl. Gehaben Sie sich wohl.

Sowas nennt man dann wohl Kapitulation. :D
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon riverpirate » Sa 7. Jan 2012, 17:08

usaTomorrow » Sa 7. Jan 2012, 17:03 hat geschrieben:Sowas nennt man dann wohl Kapitulation. :D

Nein, das nennt man bei uns in Deutschland

Der Klügere gibt nach ! :thumbup:
Erstaunlich und beachtenswert,das conny überhaupt so viel Geduld aufgebracht hat.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon conny2 » Sa 7. Jan 2012, 19:06

usaTomorrow » Sa 7. Jan 2012, 17:03 hat geschrieben:Sowas nennt man dann wohl Kapitulation. :D
Sie, User usaTomorrow, nehme ich auch nicht für voll.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon Liegestuhl » Sa 7. Jan 2012, 20:03

conny2 » Sa 7. Jan 2012, 18:01 hat geschrieben:Ich nehme Sie nicht mehr für voll, User Liegestuhl. Gehaben Sie sich wohl.


Von welcher Vertragspartei hat Jordanien diesen Anspruch auf die, deiner Meinung nach völkerrechtskonforme, Gebietshoheit über das Westjordanland denn erhalten?

Dir fehlt die juristische Vorbildung, Conny!
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon Liegestuhl » Sa 7. Jan 2012, 20:06

usaTomorrow » Sa 7. Jan 2012, 18:03 hat geschrieben:Sowas nennt man dann wohl Kapitulation. :D


Ich fürchte, es ist nur eine Sache der Zeit, bevor Conny, wider besseren Wissens, mit dem gleichen Unsinn von vorne beginnt. Möglicherweise in einem anderen Forum.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon zollagent » Sa 7. Jan 2012, 20:25

riverpirate » Sa 7. Jan 2012, 18:08 hat geschrieben:Nein, das nennt man bei uns in Deutschland

Der Klügere gibt nach ! :thumbup:
Erstaunlich und beachtenswert,das conny überhaupt so viel Geduld aufgebracht hat.

Daß er so viel klüger gewesen sei, hat er aber erstaunlich gut verborgen. Behauptungen aufstellen und dann nicht liefern, das zeugt wahrlich nicht von Klugheit.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon riverpirate » Sa 7. Jan 2012, 20:29

zollagent » Sa 7. Jan 2012, 20:25 hat geschrieben:Daß er so viel klüger gewesen sei, hat er aber erstaunlich gut verborgen. Behauptungen aufstellen und dann nicht liefern, das zeugt wahrlich nicht von Klugheit.

Würde eher sagen es zeugt nicht für Klugheit, die eindeutigen Quellen und Aussagen von Conny zu verstehen. Aber Ihr könnt nichts dafür, da auf diesem Auge blind und diesem Ohr taub. es gibt nur ein viva Israel und sonst nichts.
War mit Talback das selbe, hat einer Wissen von der Materie, muß er mundtot und lächerlich gemacht werden.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon zollagent » Sa 7. Jan 2012, 21:42

riverpirate » Sa 7. Jan 2012, 21:29 hat geschrieben:Würde eher sagen es zeugt nicht für Klugheit, die eindeutigen Quellen und Aussagen von Conny zu verstehen. Aber Ihr könnt nichts dafür, da auf diesem Auge blind und diesem Ohr taub. es gibt nur ein viva Israel und sonst nichts.
War mit Talback das selbe, hat einer Wissen von der materie, muß er mundtot und lächerlich gemacht werden.

Diese "eindeutigen Quellen" gaben aber seine Behauptungen nicht her. DU NIX AHNUNG! Nur so ein gaaaaaaanz kleines bißchen Restantisemitismus von vor dem Krieg.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon riverpirate » So 8. Jan 2012, 08:44

DU NIX AHNUNG!
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon zollagent » So 8. Jan 2012, 10:22

riverpirate » So 8. Jan 2012, 09:44 hat geschrieben:DU NIX AHNUNG!

Wer abschreibt und kopiert, ist kein Original! :D
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon conny2 » So 8. Jan 2012, 13:18

Liegestuhl » Sa 7. Jan 2012, 20:03 hat geschrieben:Von welcher Vertragspartei hat Jordanien diesen Anspruch auf die, deiner Meinung nach völkerrechtskonforme, Gebietshoheit über das Westjordanland denn erhalten?
Diese Frage ist so krumm und schief gestellt, dass der grobe Unverstand des Fragenstellers schreiend zu Tage tritt.

Nach Art. 38 Abs. 1 des Statuts des Internationalen Gerichtshofs gehören zu den formellen Rechtsquellen des Völkerrechts u.a. die internationalen Übereinkünfte allgemeiner oder besonderer Natur, in denen von den streitenden Staaten ausdrücklich anerkannte Regeln festgelegt sind.

Dazu gehört fraglos auch diese Übereinkunft:

http://unispal.un.org/UNISPAL.NSF/0/F03 ... 3B00608D34

Und wenn nun Israel und Jordanien ein völkerrechtlich fraglos verbindliches Abkommen schließen, mit dem Inhalt, dass Jordanien und Israel beiderseits eine Linie akzeptieren, welche das Westjordanland und Israel von einander trennt (die sog. Green Line) und sich gegenseitig verpflichten, sich vom jeweiligen Territoriums aus nicht anzugreifen, dann setzt dies selbst für Dummköpfe gedanklich voraus, dass Israel westlich dieser Line die Gebietshoheit hat und Jordanien östlich davon - denn anderenfalls wäre das ganze Abkommen für die Katze, weil keine Seite für die Einhaltung des Abkommens garantieren könnte.

Dass das Rhodos-Abkommen nur bis zu einer endgültigen Einigung gelten sollte, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings haben sich Israel und Jordanien in ihrem völkerrechtlich verbindlichen Friedensvertrag vom 26.10.1994 in der Tat anders geeinigt, nämlich so, dass der Fluss Jordan die Grenze zwischen Israel und Jordanien bildet. Dies jedoch ausdrücklich mit folgender Maßgabe:

"This line is the administrative boundary between Jordan and the territory which came under Israeli military government control in 1967. Any treatment of this line shall be without prejudice to the status of that territory.”


S. den Annex I zum Friedensvertrag vom 26.10.1994:

http://www.kinghussein.gov.jo/peace_annexIa.html

Diese von Israel ausdrücklich akzeptierte Einschränkung wäre gänzlich unverständlich, wenn User Liegestuhl & Konsorten mit ihrer aus der Luft gegriffenen Behauptung Recht hätten, dass Jordanien in Bezug auf das Westjordanland nie irgendwelche Rechte, namentlich nie die Gebietshoheit gehabt habe. Denn wozu hätten Jordanien und Israel in diesem Falle vereinbaren sollen, dass die durch den Jordan gebildete Linie ohne Präjudiz in Bezug auf den Status des Westjordanlandes sei? Wenn Jordanien am Westjordanland keine Rechte gehabt hätte, hätte man doch einfach gesagt: Die Grenze zwischen Israel und Jordanien ist der Jordan - und Punkt. Das hat man aber nicht. Und wissen Sie weshalb, Herr Liegestuhl? Richtig: Weil sich beide Seiten - auch Israel - der Tatsache bewusst sind, dass bezüglich des Westjordanlandes noch etwas zu regeln ist, was aber, wie gesagt, nicht der Fall wäre, wenn Jordanien keine Rechte am Westjordanland gehabt hätte. Und woraus könnte es diese Rechte herleiten, Herr Liegestuhl, wenn nicht aus seinen 1948 getätigten Eroberungen in Verbindung mit dem Rhodos-Abkommen?

Liegestuhl » Sa 7. Jan 2012, 20:03 hat geschrieben:Dir fehlt die juristische Vorbildung, Conny!
Das nicht, Herr Liegestuhl. Aber ich werde mir in der Tat abgewöhnen müssen, mit blutigen Dilettanten wie mit Ihnen & Konsorten über Völkerrechtsfragen zu diskutieren. Denn Ihnen mangelt es dafür nicht nur am elementarsten Wissen sondern auch am notwendigen Verstand. Und dann haben solche Diskussionen einfach keinen Sinn.

PS:
Die Frage, weshalb Israel die von ihm im Krieg von 1948 eroberten Gebiete annektieren durfte und Jordanien nicht, haben Sie immer noch nicht beantwortet. Und dafür, dass die internationale Gemeinschaft - zu der doch wohl auch die arabischen Staaten gehören - seit 1952 die Geltung des israelischen Rechts in den Gebieten anerkenne, die Israel 1948 eroberte, haben Sie auch noch keinen Beweis geliefert, denn die Formulierung aus WIKIPEDIA, mit der Sie geglänzt haben, bezieht sich ja nur auf Westjerusalem.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon Liegestuhl » So 8. Jan 2012, 14:20

conny2 » So 8. Jan 2012, 14:18 hat geschrieben:Und wenn nun Israel und Jordanien ein völkerrechtlich fraglos verbindliches Abkommen schließen, mit dem Inhalt, dass Jordanien und Israel beiderseits eine Linie akzeptieren, welche das Westjordanland und Israel von einander trennt (die sog. Green Line) und sich gegenseitig verpflichten, sich vom jeweiligen Territoriums aus nicht anzugreifen, dann setzt dies selbst für Dummköpfe gedanklich voraus, dass Israel westlich dieser Line die Gebietshoheit hat und Jordanien östlich davon - denn anderenfalls wäre das ganze Abkommen für die Katze, weil keine Seite für die Einhaltung des Abkommens garantieren könnte.


Du bist nun schon mehrfach aufgefordert worden, aufzuzeigen, wo in diesem Vertrag denn nun dieser Anspruch verankert ist. Ein gegenseitiges Versprechen sich nicht anzugreifen, bedeutet nicht die Gewährleistung eines Anspruches auf Gebietshoheit. Israel kann Jordanien einen solchen Anspruch nicht geben. Ebenso wie Jordanien Israel keinen Anspruch auf Territorium vergeben kann, das ihnen überhaupt nicht gehört.

Dir fehlt die juristische Vorbildung, conny!
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon conny2 » So 8. Jan 2012, 19:43

Liegestuhl » So 8. Jan 2012, 14:20 hat geschrieben:
Du bist nun schon mehrfach aufgefordert worden, aufzuzeigen, wo in diesem Vertrag denn nun dieser Anspruch verankert ist. Ein gegenseitiges Versprechen sich nicht anzugreifen, bedeutet nicht die Gewährleistung eines Anspruches auf Gebietshoheit. Israel kann Jordanien einen solchen Anspruch nicht geben. Ebenso wie Jordanien Israel keinen Anspruch auf Territorium vergeben kann, das ihnen überhaupt nicht gehört.
Angenommen, Herr Liegestuhl, Sie streiten sich mit ihrem Nachbarn darüber, ob die Wiese neben Ihrem Haus ihm oder ihnen gehört. Da sich das aufgrund der besonderen Verhältnisse anhand der Flurkarte und des Grundbuchs nicht klar ermitteln lässt und Sie sich deswegen mit ihrem Nachbarn ordentlich gezofft haben, ziehen Sie beide einvernehmlich eine weiße Linie quer über die Wiese und erklären beiderseits feierlich in einem Übereinkommen: Ich greife dich nicht an wo du bist und du greifst mich nicht an, wo ich bin. Das Wort "Gebietshoheit" wird dabei nicht verwendet. Haben Sie und Ihr Nachbar dann, weil dieses Wort im Text der Übereinkunft nicht vorkommt, mit Rosinen gehandelt oder haben Sie und Ihr Nachbar beiderseits anerkannt, dass Sie gegenüber dem Nachbarn diesseits der Linie das Sagen haben und der Nachbar jenseits (oder umgekehrt), m.a.W.: dass Sie diesseits der Linie Gebietsherr sind und er jenseits?

Liegestuhl » So 8. Jan 2012, 14:20 hat geschrieben:Dir fehlt die juristische Vorbildung, conny!
Ihnen, Herr Liegestuhl, fehlt nicht nur jedwede juristische Vorbildung sondern darüber hinaus auch noch das absolute Minimum an Intelligenz, das man zum Mitreden bei solchen Themen nunmal braucht - und was etwas heißen will. Denn wäre die Wiese im vorerwähnten Beispiel keine Wiese sondern ein Sandkasten, bin ich sicher, dass zwei darin spielende Kleinkinder im Alter so um zwei Jahre locker verstehen würden, dass jedes Kind in seinem Bereich diesseits oder jenseits der Linie das Sagen bzw. "die Hoheit" hat. Für einen Liegestuhl ist das aber offensichtlich zu hoch.

PS:
Die Frage, weshalb Israel die von ihm im Krieg von 1948 eroberten Gebiete annektieren durfte und Jordanien nicht, haben Sie immer noch nicht beantwortet. Und dafür, dass die internationale Gemeinschaft - zu der doch wohl auch die arabischen Staaten gehören - seit 1952 die Geltung des israelischen Rechts in den Gebieten anerkenne, die Israel 1948 eroberte, haben Sie auch noch keinen Beweis geliefert, denn die Formulierung aus WIKIPEDIA, mit der Sie geglänzt haben, bezieht sich ja nur auf Westjerusalem.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon Liegestuhl » Mo 9. Jan 2012, 03:14

conny2 » So 8. Jan 2012, 20:43 hat geschrieben:Angenommen, Herr Liegestuhl, Sie streiten sich mit ihrem Nachbarn darüber, ob die Wiese neben Ihrem Haus ihm oder ihnen gehört. Da sich das aufgrund der besonderen Verhältnisse anhand der Flurkarte und des Grundbuchs nicht klar ermitteln lässt und Sie sich deswegen mit ihrem Nachbarn ordentlich gezofft haben, ziehen Sie beide einvernehmlich eine weiße Linie quer über die Wiese und erklären beiderseits feierlich in einem Übereinkommen: Ich greife dich nicht an wo du bist und du greifst mich nicht an, wo ich bin. Das Wort "Gebietshoheit" wird dabei nicht verwendet. Haben Sie und Ihr Nachbar dann, weil dieses Wort im Text der Übereinkunft nicht vorkommt, mit Rosinen gehandelt oder haben Sie und Ihr Nachbar beiderseits anerkannt, dass Sie gegenüber dem Nachbarn diesseits der Linie das Sagen haben und der Nachbar jenseits (oder umgekehrt), m.a.W.: dass Sie diesseits der Linie Gebietsherr sind und er jenseits?

Ich habe dann mit Gewalt die Gebietshoheit erworben. Ich habe aber keinen Anspruch darauf erworben, den ich gegenüber Dritten geltend machen kann. Von wem soll ich den Anspruch denn erworben haben? Ich kann mit meinen Nachbarn keinen Vertrag zu Lasten Dritter machen. Und genau das wäre dein Abkommen von Rhodos, so wie du es laienhaft interpretierst. Israel und Jordanien würden sich in diesem Fall gegenseitig einen Anspruch auf Gebietshoheit auf fremdes Eigentum zusprechen.

Dir fehlt die juristische Vorbildung. Das ist mehr als offensichtlich.
Zuletzt geändert von Liegestuhl am Mo 9. Jan 2012, 03:28, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon conny2 » Mo 9. Jan 2012, 08:54

Liegestuhl » Mo 9. Jan 2012, 03:14 hat geschrieben:Ich habe dann mit Gewalt die Gebietshoheit erworben. Ich habe aber keinen Anspruch darauf erworben, den ich gegenüber Dritten geltend machen kann. Von wem soll ich den Anspruch denn erworben haben? Ich kann mit meinen Nachbarn keinen Vertrag zu Lasten Dritter machen. Und genau das wäre dein Abkommen von Rhodos, so wie du es laienhaft interpretierst. Israel und Jordanien würden sich in diesem Fall gegenseitig einen Anspruch auf Gebietshoheit auf fremdes Eigentum zusprechen.
Sie reden daran vorbei, dass lediglich Israel und Jordanien um das Gebiet des Westjordanlandes gekämpft hatten. Im Westjordanland standen bei Kriegsende jordanische Truppen. Außer Israel und Jordanien gab es nach dem Ende des britischen Mandats auch keinen souveränen Staat, der Anspruch auf das Westjordanland erhob. Das Abkommen hat zum Inhalt, dass jede Seite die von ihr im Krieg von 1948 eroberten Gebiete - bis zu einer anderen Regelung - behalten solle. Da Jordanien das Westjordanland erobert hatte, ist kein vernünftiger Zweifel daran möglich, dass Jordanien dort die Gebietshoheit ausübte, ebenso wie Israel in den von ihm eroberten Gebietsteilen die Gebietshoheit ausübte, denn anderenfalls hätte keine Seite dafür garantieren können, dass die jeweils andere nicht angegriffen würde.

Die Vereinten Nationen waren mit dem Abkommen einverstanden.

http://unispal.un.org/UNISPAL.NSF/0/F03 ... 3B00608D34

Oder steht da etwas davon, dass die UN etwas gegen das Abkommen habe?

Liegestuhl » Mo 9. Jan 2012, 03:14 hat geschrieben:Dir fehlt die juristische Vorbildung. Das ist mehr als offensichtlich.
Ist ja gut, User Liegestuhl. Was kümmert es die Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt?
Zuletzt geändert von conny2 am Mo 9. Jan 2012, 09:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon zollagent » Mo 9. Jan 2012, 09:17

conny2 » So 8. Jan 2012, 20:43 hat geschrieben:Angenommen, Herr Liegestuhl, Sie streiten sich mit ihrem Nachbarn darüber, ob die Wiese neben Ihrem Haus ihm oder ihnen gehört. Da sich das aufgrund der besonderen Verhältnisse anhand der Flurkarte und des Grundbuchs nicht klar ermitteln lässt und Sie sich deswegen mit ihrem Nachbarn ordentlich gezofft haben, ziehen Sie beide einvernehmlich eine weiße Linie quer über die Wiese und erklären beiderseits feierlich in einem Übereinkommen: Ich greife dich nicht an wo du bist und du greifst mich nicht an, wo ich bin. Das Wort "Gebietshoheit" wird dabei nicht verwendet. Haben Sie und Ihr Nachbar dann, weil dieses Wort im Text der Übereinkunft nicht vorkommt, mit Rosinen gehandelt oder haben Sie und Ihr Nachbar beiderseits anerkannt, dass Sie gegenüber dem Nachbarn diesseits der Linie das Sagen haben und der Nachbar jenseits (oder umgekehrt), m.a.W.: dass Sie diesseits der Linie Gebietsherr sind und er jenseits?

Ihnen, Herr Liegestuhl, fehlt nicht nur jedwede juristische Vorbildung sondern darüber hinaus auch noch das absolute Minimum an Intelligenz, das man zum Mitreden bei solchen Themen nunmal braucht - und was etwas heißen will. Denn wäre die Wiese im vorerwähnten Beispiel keine Wiese sondern ein Sandkasten, bin ich sicher, dass zwei darin spielende Kleinkinder im Alter so um zwei Jahre locker verstehen würden, dass jedes Kind in seinem Bereich diesseits oder jenseits der Linie das Sagen bzw. "die Hoheit" hat. Für einen Liegestuhl ist das aber offensichtlich zu hoch.

PS:
Die Frage, weshalb Israel die von ihm im Krieg von 1948 eroberten Gebiete annektieren durfte und Jordanien nicht, haben Sie immer noch nicht beantwortet. Und dafür, dass die internationale Gemeinschaft - zu der doch wohl auch die arabischen Staaten gehören - seit 1952 die Geltung des israelischen Rechts in den Gebieten anerkenne, die Israel 1948 eroberte, haben Sie auch noch keinen Beweis geliefert, denn die Formulierung aus WIKIPEDIA, mit der Sie geglänzt haben, bezieht sich ja nur auf Westjerusalem.

Konkludente Überlassungen aufgrund solcher Vereinbarungen kennt das Völkerrecht nicht, Conny!
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Re: Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

Beitragvon conny2 » Mo 9. Jan 2012, 10:37

zollagent » Mo 9. Jan 2012, 09:17 hat geschrieben:Konkludente Überlassungen aufgrund solcher Vereinbarungen kennt das Völkerrecht nicht, Conny!
Ach was. Gucken Sie doch nur mal hier:

http://books.google.de/books?id=tVEGBQd ... nt&f=false

Oder googeln Sie mal unter dem Begriffspaar "Völkerrecht" und "konkludent". Aber davon abgesehen folgt aus dem Abkommen von Rhodos jedenfalls eines nicht: Nämlich dass das Westjordanland Israel zustehen und Jordanien dort nichts zu bestellen haben sollte. Und das ist es doch, was User Liegestuhl und Konsorten der Userschaft nahe zu bringen suchen. Oder etwa nicht? Und wenn Jordanien je irgendwelche Rechte am Westjordanland hatte, dann stehen sie infolge der Abtretung an die PLO jetzt den Palästinensern zu - und nicht Israel.
Zuletzt geändert von conny2 am Mo 9. Jan 2012, 10:51, insgesamt 2-mal geändert.

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