Linker Antisemitismus

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Tom Bombadil
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Re: Die Antisemiten von "Die Linke"

Beitragvon Tom Bombadil » So 27. Jan 2019, 10:11

Weltregierung hat geschrieben:(27 Jan 2019, 09:51)

Inwiefern wird denn z.B. der hier exemplarisch dargestellte Fall von linkem Antisemitismus verharmlost?

Wenn ich bei google news 'linke antisemitische Karikatur' eingebe, bekomme ich genau eine Melsung zu dem Thema, den hier bereits verlinkten Artikel. Ob das Medienecho bei der AfD auch so gering gewesen wäre? Ich wage das zu bezweifeln. Aber man erfährt, dass der Zeichner mindestens zweier antisemitischer Karikaturen mit einem Preis geehrt wird. Läuft in Deutschland :thumbup:
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Re: Die Antisemiten von "Die Linke"

Beitragvon Weltregierung » So 27. Jan 2019, 10:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Jan 2019, 10:11)

Wenn ich bei google news 'linke antisemitische Karikatur' eingebe, bekomme ich genau eine Melsung zu dem Thema, den hier bereits verlinkten Artikel. Ob das Medienecho bei der AfD auch so gering gewesen wäre? Ich wage das zu bezweifeln. Aber man erfährt, dass der Zeichner mindestens zweier antisemitischer Karikaturen mit einem Preis geehrt wird. Läuft in Deutschland :thumbup:


Das ist natürlich alles sehr bedauerlich, dass es mal wieder eine schlimme Ungleichbehandlung der AfD geben könnte, aber leider keine Antwort auf meine Frage.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » So 27. Jan 2019, 10:24

Es geht nicht um die "schlimme Ungleichbehandlung der AfD", sondern dass linker Antisemitismus bei weitem nicht diese Resonanz hervorruft, obwohl er kein Deut besser ist als rechter Antisemitismus.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Weltregierung » So 27. Jan 2019, 10:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Jan 2019, 10:24)

Es geht nicht um die "schlimme Ungleichbehandlung der AfD", sondern dass linker Antisemitismus bei weitem nicht diese Resonanz hervorruft, obwohl er kein Deut besser ist als rechter Antisemitismus.


Welche Resonanz denn? Für die AfD sitzt immer noch ein lupenreiner Antisemit im Landtag von Baden-Württemberg im Landtag. Interessiert auch keine Sau. Aber wie dem auch sei, ich hatte nach Verharmlosung gefragt.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » So 27. Jan 2019, 10:34

Weltregierung hat geschrieben:(27 Jan 2019, 10:29)

Welche Resonanz denn?

Eben, sie ist in den Medien bis auf einen Artikel in der Welt nicht vorhanden.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Weltregierung » So 27. Jan 2019, 10:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Jan 2019, 10:34)

Eben, sie ist in den Medien bis auf einen Artikel in der Welt nicht vorhanden.


Und wenn irgendein AfD-Ortsverband mal wieder ekelhaften Hass auf seine Facebookseite reiert, gibt es eine größere Resonanz?
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon imp » So 27. Jan 2019, 10:44

Eine kurze Zeit online verfügbare Karikatur, die umgehend interne Kritik bekam und deren antisemitischen Teil auch die einstellende Teilgruppe einsieht und nicht zu rechtfertigen versucht, schafft es nicht in die Tagesschau am Tag, an dem die AfD eine Kampagne gegen eine Frau lostritt, die fast im Holocaust gestorben wäre. Klarer Fall von Lügenpresse. Ich finde das Bild indiskutabel - wie auch sonst jeden A. Bisweilen erscheinen mir einige Akteure hier etwas unauthentisch in ihrem Eifer. Ich kann nicht so genau bestimmen, wie das kommt.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » So 27. Jan 2019, 10:46

Weltregierung hat geschrieben:(27 Jan 2019, 10:36)

Und wenn irgendein AfD-Ortsverband mal wieder ekelhaften Hass auf seine Facebookseite reiert, gibt es eine größere Resonanz?

Das können wir gerne am aktuellen Beispiel durchexerzieren, wenn dann auch nur ein Artikel in der Presse erscheint, leiste ich Abbitte.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon keinproblem » So 27. Jan 2019, 12:21

Vongole hat geschrieben:(19 Dec 2017, 18:15)

In der Linkspartei kocht mal wieder die Debatte über Antisemitismus und "Israelkritik" hoch.

Vor einer Woche schrieb Christian Bommarius einen Leitartikel in der FR: Antisemitismus ist eine deutsche Tradition",
und bezog sich namentlich auf Dieter Dehm.
http://www.fr.de/politik/meinung/leitar ... -a-1406646

Die Linke meint, dem "in weiten Teilen unangemessenen Ton des Artikels" widersprechen zu müssen.
http://www.fr.de/politik/linkspartei-de ... -1410869-0

Ungewöhnlicher Einsatz der linksorientierten FR, die mehr duch sog. israelkritische Berichterstattung von Inge Günther auffällt, und empörte Leserbriefe
oder Online-Kommentare dazu gerne nicht veröffentlicht.

Dieter Dehm wegen einem einzigen Satz ohne den Zusammenhang aus einer Rede jetzt mit allen möglichen kruden Einstellungen gemein machen zu wollen finde ich irgendwie fies. Habe mal ein wenig nach dem Zitat gesucht und bin auf einen Artikel der taz gekommen, die meint das wäre von 2009. Diese Fährte hat mir bis dato aber auch noch nichts gebracht.
Wenn du mit Bommarius konform gehst bzgl. Dieter Dehm hast du aber sicher die ganze Rede irgendwo zum nachlesen/hören, oder?
User die eine dieser Taktiken nutzen - bitte ignoriert mich, danke. https://www.docdroid.net/mYU2VhX/die-17 ... manten.pdf
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Vongole » So 27. Jan 2019, 14:52

Vielleicht wäre es möglich, gerade am heutigen Tag nicht darüber zu diskutieren, ob nun rechter oder linker Antisemitismus schlimmer ist,
oder ob es in der Linken überhaupt Antisemiten gibt.

Für die, denen dieser Post nichts sagt:

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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Senexx » So 27. Jan 2019, 21:59

Linker Antisemitismus wird meist unter den Teppich gekehrt.
Ich verwende niemals "copy+paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon jack000 » So 27. Jan 2019, 23:19

Vongole hat geschrieben:(27 Jan 2019, 14:52)
oder ob es in der Linken überhaupt Antisemiten gibt.

Sollte das nicht diskutiert werden?
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Wolverine » Mo 4. Feb 2019, 13:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Jan 2019, 10:24)

Es geht nicht um die "schlimme Ungleichbehandlung der AfD", sondern dass linker Antisemitismus bei weitem nicht diese Resonanz hervorruft, obwohl er kein Deut besser ist als rechter Antisemitismus.


Das war schon immer so. Alle, die nicht im Verdacht standen Nazis zu sein konnten sich eine unverschämte "Israelkritik" durchaus erlauben. Man wird ja wohl noch sagen dürfen.......
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Wolverine » Mo 4. Feb 2019, 13:13

jack000 hat geschrieben:(27 Jan 2019, 23:19)

Sollte das nicht diskutiert werden?


Dass es den linken Antisemitismus gibt, muss nicht diskutiert werden. Den gab es immer.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 8. Apr 2019, 11:53

Senexx hat geschrieben:(27 Jan 2019, 21:59)

Linker Antisemitismus wird meist unter den Teppich gekehrt.

Wird er das wirklich?

Ich habe vor einigen Tagen etwas über die schottische Pop-Ikone Annie Lennox gelesen ... nicht, weil ich irgendetwas mit dem 80iger Jahre Zeug von Eurythmics anzufangen wüsste sondern weil es um ihr soziales Engagement bei Oxfam und vor allem auch bei der BDS-Boykott-Kampagne gegen Israel geht.

Das Pop-Magazin "Fluter" schrieb dazu 2017:

Die Eiferer aus der Pop-Prominenz waren nicht die ersten Musiker, die sich der umstrittenen Kampagne angeschlossen haben. In den vergangenen Jahren solidarisierten sich schon Annie Lennox und Brian Eno mit dem BDS. Und so unterschiedliche Stars wie Devendra Banhart, Carlos Santana, Vanessa Paradis und Stevie Wonder sagten bereits ihre Bühnenshows ab. Der Israel-Boykott ist im Pop-Jetset offenbar ein Accessoire, das man zur Schau trägt wie ein neues Vivienne-Westwood-Oberteil. Aber warum machen sich Musiker zu Steigbügelhaltern dieser Kampagne?
https://www.fluter.de/bds-kampagne-israel-radiohead

Das solidarische Eintreten für vermeintliche Underdogs ist für ein linkes Zusammengehörigkeitsgefühl essenziell. Das Problem ist nur: Die sogenannten nationalen Befreiuungsbewegungen als klassische Repräsentanten von Underdog-Gruppen sind heute samt und sonders und ohne Ausnahme nichts anderes als maffiöse Gangsterorganisationen und die "nationalen Befreiungen" sind heute Geschäftsmodelle. Wir sehen es gerade aktuell in Algerien. Die Diktatoren, Autokraten und Verbrecher kommen aus Organisationen und Parteien, die sich nach wie vor so wie "FLN" (Nationale Befreiungsfront) nennen und die Hamas oder die Fraktionen der PLO machen da keine Ausnahme.

Aber noch immer geistert da so etwas wie ein linkes Eintreten für die "Entrechteten" herum. Das eigentliche Kernproblem liegt meiner Ansicht nach darin, dass die "Entrechtung" nur noch systemisch und nicht nach Gruppen zu fassen ist. Linke Popkultur im Westen funktioniert aber noch immer durch Solidarisierung mit benennbarenn Gruppen. Mit Rastalocken, Palästinensertüchern oder CheGuevara-Plakaten. So als würden bei den politischen Machtspielen Fußballvereine gegeneinander antreten und man für die einen und gegen die anderen sein könnte.

Das gilt aber letztendlich auch für Israel selbst. Fast genau an dem Tag, als in Europa über den Ausschluss der ungarischen Fidesz-Partei in der EVP u.a. und vor allem wegen einer antisemitischen staatlichen Plakatkampagne verhandelt wurde, eröffnete der ungarische Außenminister in Anwesenheit des israelischen Ministerpräsidenten feierlich und mit großer Zustimmung eine Handelsvertretung in Jerusalem. Als ausdrückliches Solidaritätsbekenntnis zum Staat Israel und zur Politik seiner aktuellen Regierung. Auch hier tut man besser daran, die politischen Machtspiele verstehen als Fan von irgendwas und irgendwem sein zu wollen.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 9. Apr 2019, 09:59

Vongole hat geschrieben:(27 Jan 2019, 14:52)

Vielleicht wäre es möglich, gerade am heutigen Tag nicht darüber zu diskutieren, ob nun rechter oder linker Antisemitismus schlimmer ist,
oder ob es in der Linken überhaupt Antisemiten gibt.

Für die, denen dieser Post nichts sagt:

#WeRemember
https://www.instagram.com/explore/tags/weremember/


Was schlimmer ist? Darüber braucht man nicht zu diskutieren. Antisemitismus ist nicht links oder rechts. Wer auch immer einen inneren Feind sucht bedient sich des Antisemitismus. Man kann das Spiel natürlich auch umdrehen. Wenn der innere Feind "die Linke" sein soll kann man denen pauschal Antismitismus vorwerfen. Letztlich geht es immer darum den politischen Feind zu dämonisieren und zu vereinheitlichen damit die eigenen Anhänger ein klares Feindbild vermittelt werden kann.

Wenn jemand die linke Ideologie ablehnt sollte er als Demokrat nicht auf eine Stereotyp wie "Antisemitismus" zurückgreifen. Schon bei den Rechten sind nicht alles Antisemiten. Schon gar nicht die israelische Rechte.
Wie würdest du eigentlich die Form der aktuellen Wahlwerbung in Israel einordnen? (Wäre vielleicht ein dankbares Thema für einen Extrastrang?)
Der Link zu Instagramm sagt mir gar nichts. Was soll der ausdrücken?
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Wolverine » Di 9. Apr 2019, 10:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Apr 2019, 11:53)

Wird er das wirklich?....
.


Ja, auch von der gesamten Gesellschaft. Man vergleiche nur die Gewalt in Hamburg mit der Gewalt in Chemnitz. Die Ausschreitungen in Hamburg waren wesentlich schlimmer und gewalttätiger, aber es gab kaum Diskussionen darüber.
Nach Chemnitz stand die Existenz der Demokratie in Frage. Wenn die AfD sich zu Rechtsextremisten bekennt ist das der Weltuntergang. Bekennt sich die Linke zu den Gewalttätern von Hamburg so ist das in den Augen der Bürger normal. Das liegt unter anderem daran, dass die linken Idioten gerne die Autos von reichen Menschen anzünden. Das macht doch jeden Neider glücklich, oder?
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon schokoschendrezki » Di 9. Apr 2019, 10:22

Wolverine hat geschrieben:(09 Apr 2019, 10:08)

Ja, auch von der gesamten Gesellschaft.

Wirklich? Deshalb habe ich ja auch die Passage aus dem Fluter-Magazin zitiert und zitiere sie nochmals:
Der Israel-Boykott ist im Pop-Jetset offenbar ein Accessoire, das man zur Schau trägt wie ein neues Vivienne-Westwood-Oberteil.

Und "Fluter", wohlgemerkt, ist das kostenlose Jugendmagazin einer so drögen Staatsbehörde wie der "Bundeszentrale für politische Bildung".

Ich halte, wie schon geschrieben, "linken Antisemitismus" vor allem für ein bestenfalls naives, in der Regel aber wohlkalkuliertes Eintreten für angebliche Underdogs und angebliche "nationale Befreiuungsbewegungen". Mit der für jedermann nunmehr offensichtlich gewordenen Tatsache, dass es sich auch beim "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" in Venezuela nicht um die "gerechte Sache" irgendeines Volks sondern schlicht um eine Verbrecherklicke handelt, hat auch bei dem einen letzten aus dem evangelisch-linken Bereich, den ich kenne, ein Umdenken eingesetzt.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Tom Bombadil » Di 9. Apr 2019, 10:33

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Apr 2019, 10:22)

Ich halte, wie schon geschrieben, "linken Antisemitismus" vor allem für ein bestenfalls naives, in der Regel aber wohlkalkuliertes Eintreten für angebliche Underdogs und angebliche "nationale Befreiuungsbewegungen".

So relativiert man Rassismus.
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Re: Linker Antisemitismus

Beitragvon Wolverine » Di 9. Apr 2019, 10:35

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Apr 2019, 10:22)

Wirklich? Deshalb habe ich ja auch die Passage aus dem Fluter-Magazin zitiert und zitiere sie nochmals:

Und "Fluter", wohlgemerkt, ist das kostenlose Jugendmagazin einer so drögen Staatsbehörde wie der "Bundeszentrale für politische Bildung".

Ich halte, wie schon geschrieben, "linken Antisemitismus" vor allem für ein bestenfalls naives, in der Regel aber wohlkalkuliertes Eintreten für angebliche Underdogs und angebliche "nationale Befreiuungsbewegungen". Mit der für jedermann nunmehr offensichtlich gewordenen Tatsache, dass es sich auch beim "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" in Venezuela nicht um die "gerechte Sache" irgendeines Volks sondern schlicht um eine Verbrecherklicke handelt, hat auch bei dem einen letzten aus dem evangelisch-linken Bereich, den ich kenne, ein Umdenken eingesetzt.


Ich sehe es immer noch so. Wenn linke Kritik an Israel üben ist das in der Gesellschaft lange nicht so schlimm, als wenn es rechte täten. Die SPD, die Linke, alles was irgendwie links auf der Fahne stehen hat, übt "Kritik" an Israel, die sich bei näherer Betrachtung als lupenreiner Antisemitismus herausstellt. Die meisten Antisemiten in Deutschland findet man unter linken, allein deshalb weil der Mainstream links-grün dominiert ist. Die "Palästinenser" sind keine Freiheitskämpfer, sondern bewaffnete Terroristen und die kämpfen nicht gegen Unterdrückung sondern für die Vernichtung Israels ( ich meine natürlich nur die bekannten Terrorgruppen, nicht die Bevölkerung in den AG.) Die Terroristen wollen eine gut funktionierende Demokratie in Israel gegen ein Kalifat - Diktat aus der Vorzeit der Aufklärung austauschen und das ist alles öffentlich. Wer solche Leute unterstützt hat entweder nicht mehr alle Tassen im Schrank oder ist ein Antisemit.
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