Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

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Wird es in einigen Jahrzehnten Frieden in Israel, Palästina und den Nachbarn geben ?

ja, sie werden irgendwie eine Lösung finden
47
28%
nein, das geht noch ewig so weiter
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72%
 
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Saxon
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Saxon » Do 25. Apr 2019, 21:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Apr 2019, 18:47)

Die waren mit dem Atomabkommen in greifbarer Nähe. Denn der Iran hat gute Gründe sich wirtschaftlich zu entwickeln. Aber jetzt ist wohl erstmal wieder alles beim alten.Da dürften die USA und die Saudis aufatmen. Das treibt schließlich den Ölpreis hoch was beide ja wollen.


Na ja das Abkommen war ne gute Idee zum Anfang. Aber echt gestoppt hätte der Iran sein Programm glaube ich nicht. Jetzt ist es eh vertan alles.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Liegestuhl » Do 25. Apr 2019, 21:45

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Apr 2019, 18:44)

Israel. Ist dass eine Frage?


Ja. Für mich ist das größte Opfer die palästinensische Zivilgesellschaft. Die Israelis leiden zwar, aber können mit dem Status quo ungleich besser leben.

Warum kommt von dort kaum etwas?
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Bobo » Fr 26. Apr 2019, 11:01

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Apr 2019, 16:57)

Vor allem hat Israel übersehen dass es solche Dauerkonflikte wie mit der Hamas in verschiedener Ausprägung immer wieder vorkommen. Manche wie in Kurdistan gehen immer weiter. Auch nach Jahrzehnten ist keine Ende abzusehen. Andere Konflikte konnten durchaus beendet werden wie in Nordirland. Das ist für mich ein Ergebnis guter Diplomatie und großer Nervenstärke. Und es hat gezeigt dass der erste Schritt immer von der Seite ausgehen muß die eigentlich Opfer des Terrors ist. Das macht die Sache so schwer. Aber es ist möglich. Heute will keiner die alten Zeiten zurück in Nordirland. Und Splittergruppen wie die "new IRA" haben keinerlei Rückhalt mehr in der Bevölkerung. Das ist natürlich ein harter, langer Weg. Und die Narben dort sind immer noch nicht verheilt.

Meinst du London wäre heute sicherer wenn man weiter versucht hätte den Frieden in Nordirland militärisch zu erzwingen?



Du meinst, es gäbe in Israel auch nur einen Bürger oder Politiker, der die Gründe für die Terroranschläge gegen ihr Land weder kennen noch richtig beurteilen? Wie man weiß wurde die Hamas auch in Europa, also auch in Deutschland, als islamistische Terrorgruppe eingestuft. Und genauso agiert sie auch. Trotzdem fließen jährlich horende europäische Steuergelder in die Taschen der Terrorgruppen, und du sieht die diplomatischen Versäumnisse bei den Israelis? Was du Dauerkonflikt nennst, nenne ich islamistischen Dauerterror, maßgeblich von der EU mitfinanziert. Wenn ich recht informiert bin werden die Zahlungen als humanitäre Hilfe deklariert. Wenn das nicht zynisch ist. Muss man den angeblich aufgeklärten Gesellschaften dieser Welt wirklich erklären, dass die sogenannte humanitäre Hilfe für anerkannte Terrorgruppen aktiv zur Ermordung von Juden und zur Delegitimierung ihres Staates Israel beiträgt -, nur weil die Waffen- und Sprengstofflieferanten ihre Rechnungen nicht direkt ins EU-Parlament schicken?

Die DAUER im DAUER - Konflikt hat Israel nicht zu verantworten. Die Verantwortung dafür trägt vor allem auch die EU! Sie sorgt mit Steuergeldern dafür, dass den Terrorgruppen das überaus wichtige Geld für ihre Hassverbrechen nicht ausgeht. Oder hältst du die Unterbrechung des Geldflusses in Terrorkassen nicht für ein probates diplomatisches Instrument? Israel ist nicht Nordirland! Es herrscht kein Krieg in Israel, sondern Dauerterror gegen die bloße Existenz Israels! Einen weiteren Krieg hätten Israels Gegner längst ... du weißt schon. Wie gehabt.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon bennyh » Fr 26. Apr 2019, 14:23

Liegestuhl hat geschrieben:(25 Apr 2019, 21:45)
Warum kommt von dort kaum etwas?

Das liegt vor allem daran, dass die Araber voller Hass sind. Sie hassen die Israelis mehr als dass sie ihre eigenen Kinder lieben, wie Golda Meir einmal richtig sagte. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Außerdem liegt es daran, dass die EU die Araber der Westbank und Gazas massiv finanziell schmiert, damit sie den Terror aufrecht erhalten und ja nicht von der Maximalforderung - das gesamte Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan - abweichen.
Außerdem verdienen sich Selbstmordattentäter mit terroristischen Anschlägen eine goldene Nase. Dementsprechend ist es erstrebenswerter, seinen Lebensunterhalt mittels Selbstmordanschlägen zu bestreiten als in Frieden zu investieren.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Apr 2019, 15:12

bennyh hat geschrieben:(26 Apr 2019, 14:23)

Das liegt vor allem daran, dass die Araber voller Hass sind.
Vor allem halten die Araber zusammen. Als Antwort auf Israels geminderte Steuerabführung an die Autonomiebehörde in Höhe von 138 Mio $ (https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... erroristen) gibt es jetzt von der Arabischen Liga 100 Mio $ pro Monat (https://www.aljazeera.com/news/2019/04/ ... 27770.html) Wird man ja sehen ob Israel und die USA mit der ständigen weiteren Eskalation und dem Recht des Stärkeren am Ende tatsächlich siegreich bleibt.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Fr 26. Apr 2019, 15:18

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 15:12)

Vor allem halten die Araber zusammen. Als Antwort auf Israels geminderte Steuerabführung an die Autonomiebehörde in Höhe von 138 Mio $ (https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... erroristen) gibt es jetzt von der Arabischen Liga 100 Mio $ pro Monat (https://www.aljazeera.com/news/2019/04/ ... 27770.html) Wird man ja sehen ob Israel und die USA mit der ständigen weiteren Eskalation und dem Recht des Stärkeren am Ende tatsächlich siegreich bleibt.


Du findest es also in Ordnung, dass die PLO mit Steuergeldern Terroristen bezahlt, statt sie der pal. Bevölkerung zugute kommen zu lassen?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Fr 26. Apr 2019, 15:40

Care about Gaza? Blame Hamas.

If you ask why such hardships exist in Gaza, the answer will almost always be the same: the Israelis.

Really? The Arabs in Israel generally live normal lives and, in many cases, thrive. In fact, Arab citizens of Israel live freely compared with Arabs in many other countries in the region. The Palestinians in the West Bank are largely progressing in stable cities and communities. Educated workers are finding jobs (though there is much room for improvement — something the Trump administration has tried to help Palestinians with, only to be blocked by the Palestinian Authority). Trade both with Israel and abroad is providing employment and possibilities. Infrastructure has progressively improved. Power is available 24 hours every day in most communities.
Why are others moving forward while Gaza sinks further into despair and disrepair? Because Hamas, the de facto ruler of the Gaza Strip, has made choices. Hamas professes violence and the destruction of Israel as a method of gaining a better life for Palestinians. This “defense” of Palestinians has led to the problems experienced today: a decimated economy, hundreds killed in violence each year and one of the highest unemployment rates in the world. Hamas is to blame for Gaza’s situation.

https://www.nytimes.com/2019/04/22/opin ... srael.html

Ist natürlich nur eine Meinung, die hier geäußert wird, aber vielleicht sollten sich die "Israel-Kritiker" doch einmal fragen, was die Menge der durchaus starken arabischen Staaten daran hindert,
ihren Brüdern und Schwestern im Gaza beim Aufbau eines funktionierenden Staatswesens zu helfen.
Könnte es vielleicht daran liegen, dass diese Staaten erkannt haben, dass unter einer Terror-Regierung Gaza immer das bleiben wird, was es ist, ein failed state?
Könnte es daran liegen, dass immer mehr arab. Staaten die Nase voll haben von Organisationen, die Wasser predigen, aber Wein trinken, Terror und Unruhe weltweit exportieren?
Könnte es daran liegen, dass arab. Staaten erkennen, dass Israel ein weit verlässlicherer Partner in Nahost sein könnte als eine egoistische Terror-Organisation, der es nicht um die eigenen Leute geht, sondern einzig
allein um die Vernichtung Israels, und die zum Frieden nirgendwo beitragen will?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Apr 2019, 15:54

Vongole hat geschrieben:(26 Apr 2019, 15:18)

Du findest es also in Ordnung, dass die PLO mit Steuergeldern Terroristen bezahlt, statt sie der pal. Bevölkerung zugute kommen zu lassen?
Das finde ich so wenig in Ordnung wie die immer stärkere Besiedlung des Westjordanlandes durch Israel. Die Verwendung der Steuergelder die der Palästinensischen Autonomiebehörde zustehen wird sanktioniert, wer sanktioniert den vom UNO-Sicherheitsrat verurteilten Siedlungsbau?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Fr 26. Apr 2019, 16:13

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2019, 15:54)

Das finde ich so wenig in Ordnung wie die immer stärkere Besiedlung des Westjordanlandes durch Israel. Die Verwendung der Steuergelder die der Palästinensischen Autonomiebehörde zustehen wird sanktioniert, wer sanktioniert den vom UNO-Sicherheitsrat verurteilten Siedlungsbau?


Wo steht denn, dass das Westjordanland, insbesondere die Zone C, judenfrei zu sein hat? Hat sich das Narrativ, dass Araber und Juden nicht gemeinsam leben, arbeiten und aufbauen könnten, schon dermaßen fest
in den Köpfen etabliert? Es funkioniert doch auch in Israel, also warum nicht auch im Westjordanland?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 16:22

Vongole hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:13)

Wo steht denn, dass das Westjordanland, insbesondere die Zone C, judenfrei zu sein hat? Hat sich das Narrativ, dass Araber und Juden nicht gemeinsam leben, arbeiten und aufbauen könnten, schon dermaßen fest
in den Köpfen etabliert? Es funkioniert doch auch in Israel, also warum nicht auch im Westjordanland?


So gut wie Judenfrei ist Jordanien sowie Syrien. Israel sorgt dafür, dass sowohl Juden als auch Araber gemeinsam leben können. Woanders ist das ja nicht möglich.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 26. Apr 2019, 16:32

Saxon hat geschrieben:(25 Apr 2019, 21:27)

Na ja das Abkommen war ne gute Idee zum Anfang. Aber echt gestoppt hätte der Iran sein Programm glaube ich nicht. Jetzt ist es eh vertan alles.


Der Iran hat sein Programm gestoppt. Das hat die internationale Atomenergiebehörde immer wieder bestätigt. Die waren ja auch immer wieder da.
Aber Israel und Trump sind eben der Meinung dass mehr Konfrontation der Sicherheit Israels dienen würde. Und die Sicherheit Israels ist ja nicht verhandelbar. Die Kriegsrethoriker aller Seiten folgen da ihrer eigenen Logik. Und jetzt drängen im Iran wieder die nach vorne die da nicht zurückstehen wollen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 16:40

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:32)

Der Iran hat sein Programm gestoppt. Das hat die internationale Atomenergiebehörde immer wieder bestätigt. Die waren ja auch immer wieder da.
Aber Israel und Trump sind eben der Meinung dass mehr Konfrontation der Sicherheit Israels dienen würde. Und die Sicherheit Israels ist ja nicht verhandelbar. Die Kriegsrethoriker aller Seiten folgen da ihrer eigenen Logik. Und jetzt drängen im Iran wieder die nach vorne die da nicht zurückstehen wollen.


Dem Iran geht es mehr um Saudi-Arabien und dem IS als um Israel. Trump betrachtet die Wirtschaft und hier kaufen die Saudis sehr viele Waffen von den USA. Saudi-Arabien gibt mehr Geld für die Verteidigung aus als Russland (dieses hauptsächlich in den USA). Und Russland war ja in dieser Hinsicht immer der Gegner schlechthin. Ohne Saudi-Arabien würde Trump vermutlich nichts gegen den Iran haben.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 26. Apr 2019, 16:52

Liegestuhl hat geschrieben:(25 Apr 2019, 21:45)

Ja. Für mich ist das größte Opfer die palästinensische Zivilgesellschaft. Die Israelis leiden zwar, aber können mit dem Status quo ungleich besser leben.

Warum kommt von dort kaum etwas?

In Russland erhob Stalin den Terror gegen die eigene Bevölkerung zur Staatsdoktrin. Und das funktionierte bis zu seinem Tod. Um zu verstehen warum solche Systeme so oft und solange funktionieren muß man sich mal ernsthaft mit dem Wirken solcher Systeme im Inneren auseinandersetzen. Es gibt in Gaza zwar kein Gulag-System aber die grundlegenden Mechanismen der Unterdrückung werden dort so gut umgesetzt dass die Bevölkerung viel zu viel Angst vor der Hamas hat.

Die irrige Vorstellung man müsse den wirtschaftlichen Druck gegen die Bevölkerung in solchen Systemen nur lange genug erhöhen und sie würde die Tyrannen stürzen ist grundfalsch. In der alten BRD hat man da eine andere Politik gemacht. Man hat die Ost-Diktaturen umarmt. "Wandel durch Annäherung". Es gab wirtschaftliche Zusammenarbeit und sogar Kredite aus dem Westen. Dadurch konnten die Ostdiktaturen keinen ausländischen Feind mehr glaubhaft darstellen. Es wurde zwar vom kapitalistischen Ausland und der historischen Überlegenheit des Sozialismus gefaselt in der Propaganda. Aber es hat keiner mehr geglaubt. Und so verfaulten die Machtstrukturen im Inneren und der Ostblock brach fast geräuschlos zusammen.

So funktioniert intelligente Politik. Aber heute kennen viele Politiker, nicht nur im nahen Osten, nur noch primitive Konfrontationspolitik....und stärken so Organisationen wie die Hamas. Die haben dann ganz leichtes Spiel Israel als Buhmann zu präsentieren. Und der Volkszorn richtet sich dann eben gegen Israel.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 16:56

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:52)

So funktioniert intelligente Politik. Aber heute kennen viele Politiker, nicht nur im nahen Osten, nur noch primitive Konfrontationspolitik....und stärken so Organisationen wie die Hamas. Die haben dann ganz leichtes Spiel Israel als Buhmann zu präsentieren. Und der Volkszorn richtet sich dann eben gegen Israel.


Schon. Nur würde die Hamas halt mit dem Geld nur Waffen kaufen. Lösen dürfte sich das Problem erst dann, wenn Juden in Gaza leben könnten (das können Juden nicht). Also wenn die Situation sich im Nahen Osten insgesamt ändert.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 26. Apr 2019, 16:58

Adam Smith hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:40)

Dem Iran geht es mehr um Saudi-Arabien und dem IS als um Israel. Trump betrachtet die Wirtschaft und hier kaufen die Saudis sehr viele Waffen von den USA. Saudi-Arabien gibt mehr Geld für die Verteidigung aus als Russland (dieses hauptsächlich in den USA). Und Russland war ja in dieser Hinsicht immer der Gegner schlechthin. Ohne Saudi-Arabien würde Trump vermutlich nichts gegen den Iran haben.

Glaube ich nicht. Iran ist aus innenpolitischen Gründen für die jetzige israelische Politikerkaste als Gegner nicht verzichtbar. Und weil auch in Amerika viele Juden wohnen ist die Politik Israels auch für amerikanische Politiker wie Trump so wichtig. Er meint die jüdischen Wähler in Amerika so auf seine Seite ziehen zu können. Aber das Wichtigste bleibt für ihn neben den Waffendeals mit den Saudis (da hast du recht) auch ein Ölpreis der ohne den Großproduzenten Iran schön nach oben geht. Gut für die Saudis. Gut für Amerika. Und America first!
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Apr 2019, 16:59

Vongole hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:13)

Wo steht denn, dass das Westjordanland, insbesondere die Zone C, judenfrei zu sein hat? Hat sich das Narrativ, dass Araber und Juden nicht gemeinsam leben, arbeiten und aufbauen könnten, schon dermaßen fest in den Köpfen etabliert? Es funkioniert doch auch in Israel, also warum nicht auch im Westjordanland?
Sie meinen der UNO-Sicherheitsrat kennt sich im Gegensatz zu ihnen nicht so recht aus bei der Siedlungspolitik der Israelis? Oder wie kommt der sonst zu der Verurteilung und zur x-fachen Forderung keine weiteren Siedlung zu bauen?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Saxon » Fr 26. Apr 2019, 17:00

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:32)

Der Iran hat sein Programm gestoppt. Das hat die internationale Atomenergiebehörde immer wieder bestätigt. Die waren ja auch immer wieder da.
Aber Israel und Trump sind eben der Meinung dass mehr Konfrontation der Sicherheit Israels dienen würde. Und die Sicherheit Israels ist ja nicht verhandelbar. Die Kriegsrethoriker aller Seiten folgen da ihrer eigenen Logik. Und jetzt drängen im Iran wieder die nach vorne die da nicht zurückstehen wollen.



Die Überwachung des Programms ist ein Problem. Der Iran bestimmt wann, wie und muss immer Tage vorher informiert werden. Wirkungsvolle Kontrollen sehen anders aus.

Israel müsste eine Regelung für den Umgang mit dem Iran finden. Im Gegenzug könnte der Iran seine Unterstützung der Hamas runterfahren.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Apr 2019, 17:04

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:58)

Glaube ich nicht. Iran ist aus innenpolitischen Gründen für die jetzige israelische Politikerkaste als Gegner nicht verzichtbar. Und weil auch in Amerika viele Juden wohnen ist die Politik Israels auch für amerikanische Politiker wie Trump so wichtig. Er meint die jüdischen Wähler in Amerika so auf seine Seite ziehen zu können. Aber das Wichtigste bleibt für ihn neben den Waffendeals mit den Saudis (da hast du recht) auch ein Ölpreis der ohne den Großproduzenten Iran schön nach oben geht. Gut für die Saudis. Gut für Amerika. Und America first!


Es gibt wesentlich mehr lateinamerikanische Wähler als jüdische Wähler in den USA. 2% dürften für Trump jetzt nicht entscheidend sein. Ein hoher Ölpreis ist für die USA eher schlecht. Aus dem Grund dürftest du eher wenig Ahnung haben.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 26. Apr 2019, 17:06

Adam Smith hat geschrieben:(26 Apr 2019, 16:56)

Schon. Nur würde die Hamas halt mit dem Geld nur Waffen kaufen. Lösen dürfte sich das Problem erst dann, wenn Juden in Gaza leben könnten (das können Juden nicht). Also wenn die Situation sich im Nahen Osten insgesamt ändert.

Es geht nicht nur um Geld. Die BRD hat sich ganz bewußt als Freund der Völker im Osten präsentiert. Was denkst du wie viele Alt-Nazis und Nationalisten diese Politik nicht verstanden und die Willy Brand als Vaterlandsverräter bezeichnet haben? Israel muß sich ganz anders präsentieren um auch positiv wahrgenommen zu werden. Dazu braucht es nicht mal so viel Geld. Es ist eine politische Frage. Und in der Knesset sitzen eben Leute die ganz andere Vorstellungen von Politik haben.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Julian » Fr 26. Apr 2019, 17:06

Vongole hat geschrieben:(24 Apr 2019, 18:46)

Beim Thema Israel ist doch wirklich nichts zu dämlich, als dass es hier nicht gepostet werden muss. :rolleyes:


Das haben Sie ja sicher nicht auf meinen Beitrag bezogen. :)
Victrix causa deis placuit, sed victa Catoni

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