Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Watchful_Eye
Moderator
Beiträge: 3089
Registriert: Sa 7. Jun 2008, 12:13
Kontaktdaten:

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Watchful_Eye » Mi 7. Nov 2018, 14:08

Diese Israelkritikerin sitzt übrigens jetzt im Repräsentantenhaus :? :

"Israel has hypnotized the world, may Allah awaken the people and help them see the evil doings of Israel. #Gaza #Palestine #Israel"

https://twitter.com/IlhanMN/status/269488770066313216
"In a world where I feel so small, I can't stop thinking big." (Rush - Caravan)

Mod im Feedback- und Asienforum.
Benutzeravatar
Vongole
Vorstand
Beiträge: 6196
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Vongole » Mi 7. Nov 2018, 15:49

Watchful_Eye hat geschrieben:(07 Nov 2018, 14:08)

Diese Israelkritikerin sitzt übrigens jetzt im Repräsentantenhaus :? :


https://twitter.com/IlhanMN/status/269488770066313216


Die Dame ist bekannt, ist nicht ihr erster "kritischer" Ausfall, rund um Bernie Sanders tummeln sich so einige Israelhasser.

Der GOP-Kandidat Mike Harris hat auch einen Friedensplan für Israel, Juden und Muslime sollen zum Christentum konvertieren. :rolleyes:
https://www.haaretz.com/us-news/gop-can ... -1.6618083
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 4781
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum
Wohnort: 8010

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Fuerst_48 » So 25. Nov 2018, 22:23

Vongole hat geschrieben:(07 Nov 2018, 15:49)

Die Dame ist bekannt, ist nicht ihr erster "kritischer" Ausfall, rund um Bernie Sanders tummeln sich so einige Israelhasser.

Der GOP-Kandidat Mike Harris hat auch einen Friedensplan für Israel, Juden und Muslime sollen zum Christentum konvertieren. :rolleyes:
https://www.haaretz.com/us-news/gop-can ... -1.6618083

Falls dieser Mike Harris das ernst meint, sollte man ihm einen wirklich guten Psychiater empfehlen.
bennyh

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon bennyh » Mo 26. Nov 2018, 01:11

Fuerst_48 hat geschrieben:(25 Nov 2018, 22:23)

Falls dieser Mike Harris das ernst meint, sollte man ihm einen wirklich guten Psychiater empfehlen.

Ich nehme an, er ist eher auf Stimmenjagd.
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 4781
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum
Wohnort: 8010

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 26. Nov 2018, 09:57

Auch das ist ein lächerliches Unterfangen.
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 13377
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Es ist Zeit fuer eine Pause.

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon imp » Do 29. Nov 2018, 07:53

Vongole hat geschrieben:(07 Nov 2018, 15:49)

Die Dame ist bekannt, ist nicht ihr erster "kritischer" Ausfall, rund um Bernie Sanders tummeln sich so einige Israelhasser.

Der GOP-Kandidat Mike Harris hat auch einen Friedensplan für Israel, Juden und Muslime sollen zum Christentum konvertieren. :rolleyes:
https://www.haaretz.com/us-news/gop-can ... -1.6618083

In der Szene der Liberals gehören bestimmte Positionen fast immer dazu: Pro Frauenrechte, Pro Integration con Schwarzen und anderen Gruppen, Pro LGBT, Pro Palästinenserstaat, Kritik an Polizeigewalt. Anders als in Europa gibt es weniger logische Zusammenhänge zwischen den Positionen bei den einzelnen Themen. Es ist viel weniger Ismus dabei, viel mehr ebenfalls fragwürdige Klempnerei. Das halten sie wohl für pragmatisch dort.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 11655
Registriert: So 7. Jul 2013, 20:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Wolverine » Di 15. Jan 2019, 12:01

Zum Siedlungsbau im WJL gibt es einen älteren, sehr interessanten Strang mit dem "Darf Israel in...........siedeln, oder so ähnlich.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 37134
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 12:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Liegestuhl » Di 15. Jan 2019, 13:42

Wolverine hat geschrieben:(15 Jan 2019, 12:01)

Zum Siedlungsbau im WJL gibt es einen älteren, sehr interessanten Strang mit dem "Darf Israel in...........siedeln, oder so ähnlich.


Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

viewtopic.php?f=12&t=24191

:)
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 11655
Registriert: So 7. Jul 2013, 20:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Wolverine » Di 15. Jan 2019, 13:44

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Jan 2019, 13:42)

Darf Israel in Cisjordanien, Gazaa etc. siedeln.

http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=12&t=24191

:)


Ah, ja. Danke Dir. :)
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 4781
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum
Wohnort: 8010

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Fuerst_48 » Do 17. Jan 2019, 17:06

Vongole hat geschrieben:(07 Nov 2018, 15:49)

Die Dame ist bekannt, ist nicht ihr erster "kritischer" Ausfall, rund um Bernie Sanders tummeln sich so einige Israelhasser.

Der GOP-Kandidat Mike Harris hat auch einen Friedensplan für Israel, Juden und Muslime sollen zum Christentum konvertieren. :rolleyes:
https://www.haaretz.com/us-news/gop-can ... -1.6618083

Findet sich für den (seltsamen) Vogel kein Therapeut?
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 11655
Registriert: So 7. Jul 2013, 20:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Wolverine » Fr 18. Jan 2019, 13:14

Fuerst_48 hat geschrieben:(17 Jan 2019, 17:06)

Findet sich für den (seltsamen) Vogel kein Therapeut?


Das größte Problem ist der Antisemitismus innerhalb der UN. Dort werden völkerrechtswidrige Handlungen terroristischer Gruppen mit erhobenem Zeigefinger kommentiert, während man Israel gleichzeitig Kriegsverbrechen vorwirft, wenn sie ihr Recht auf Landesverteidigung ausüben. In solchen Fällen hilft nur das finanzielle Aushungern der Terrorgruppen. Aber das wird nicht passieren. Wie viele Hundert Mio. die EU schon an die PLO geliefert hat in der Gewissheit, dass damit die Renten von Märtyrer-Angehörigen bezahlt werden und der größte Anteil des Geldes in den Terrorismus versickert vermag ich nicht zu beurteilen, aber es ist definitiv falsch. Hier ist das größte Übel die Unkenntnis über die Mandatszeit und die Negierung der Verweigerungshaltung der Araber, egal zu welcher Zeit.
nietoperz
Beiträge: 423
Registriert: Fr 4. Jan 2019, 14:36

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon nietoperz » Fr 18. Jan 2019, 13:27

Wolverine hat geschrieben:(18 Jan 2019, 13:14)

Das größte Problem ist der Antisemitismus innerhalb der UN. Dort werden völkerrechtswidrige Handlungen terroristischer Gruppen mit erhobenem Zeigefinger kommentiert, während man Israel gleichzeitig Kriegsverbrechen vorwirft, wenn sie ihr Recht auf Landesverteidigung ausüben. In solchen Fällen hilft nur das finanzielle Aushungern der Terrorgruppen. Aber das wird nicht passieren. Wie viele Hundert Mio. die EU schon an die PLO geliefert hat in der Gewissheit, dass damit die Renten von Märtyrer-Angehörigen bezahlt werden und der größte Anteil des Geldes in den Terrorismus versickert vermag ich nicht zu beurteilen, aber es ist definitiv falsch. Hier ist das größte Übel die Unkenntnis über die Mandatszeit und die Negierung der Verweigerungshaltung der Araber, egal zu welcher Zeit.


Man sollte sich in die Angelegenheiten des Nahen Ostens nicht einmischen, gemäß der bekannten Startrek-Direktive, dass jegliche Einflußnahme auf fremde Kulturen zu unterbleiben hat. Palästinenser und Israelis müssen das unter sich ausmachen. Erst wenn dort Frieden herrscht, dürfen sie wieder Kontakt zu uns aufnehmen. Ich glaube auch, dass der Konflikt nur deshalb so langlebig ist, weil er immer wieder vom Westen befeuert wird.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Beiträge: 7954
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 18. Jan 2019, 14:37

Dieser Strang hat das Thema: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

nietoperz hat geschrieben:(18 Jan 2019, 13:27)

Man sollte sich in die Angelegenheiten des Nahen Ostens nicht einmischen, gemäß der bekannten Startrek-Direktive, dass jegliche Einflußnahme auf fremde Kulturen zu unterbleiben hat.

Die oberste Direktive bezieht sich auf fremde Voelker, die auf ANDEREN Planeten leben. Die westl. Staaten, Israel & pal AutonomieGebiete existieren auf DEMSELBEN Planeten - der Erde. Und sie sind auch keine fremden Spezies. :|

Kein Raumschiff darf sich in die natürliche Entwicklung von außerirdischem Leben oder Gesellschaften einmischen.
Die Oberste Direktive untersagt es, sich in die Entwicklung anderer Spezies einzumischen und regelt die Kontaktaufnahme zu anderen Völkern, insbesondere der Präwarp-Zivilisationen. [Also Zivilisationen, die noch keine Warp-Technologie besitzen]

Palästinenser und Israelis müssen das unter sich ausmachen.

Der Meinung kann man sein

Erst wenn dort Frieden herrscht, dürfen sie wieder Kontakt zu uns aufnehmen.

:?:

Ich glaube auch, dass der Konflikt nur deshalb so langlebig ist, weil er immer wieder vom Westen befeuert wird.

Nie was von den Einmischungen der arab. Liga und des Irans gehoert?

Also nochmal: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?
Stell deinen Beitrag in diesen Zusammenhang, dann bist du hier richtig.
• Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 11655
Registriert: So 7. Jul 2013, 20:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Wolverine » Fr 18. Jan 2019, 16:14

Israel ist ein demokratischer Staat. Israel entspricht allgemein den Wertvorstellungen einer Demokratie. Kritik an der Politik Israels wird in hohem Maße analog zu anderen Demokratien ausgesprochen - wohlgemerkt unter Auslassung der besonderen Situation in der sich Israel befindet - um unverhohlen seinen latenten Antisemitismus auszuleben. Dabei nutzt man das Deckmäntelchen des Antizionismus um sich selbst eine Berechtigung für diese Art von "Kritik" zu verschaffen.
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 4781
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum
Wohnort: 8010

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Fuerst_48 » Fr 18. Jan 2019, 17:27

Wolverine hat geschrieben:(18 Jan 2019, 13:14)

Das größte Problem ist der Antisemitismus innerhalb der UN. Dort werden völkerrechtswidrige Handlungen terroristischer Gruppen mit erhobenem Zeigefinger kommentiert, während man Israel gleichzeitig Kriegsverbrechen vorwirft, wenn sie ihr Recht auf Landesverteidigung ausüben. In solchen Fällen hilft nur das finanzielle Aushungern der Terrorgruppen. Aber das wird nicht passieren. Wie viele Hundert Mio. die EU schon an die PLO geliefert hat in der Gewissheit, dass damit die Renten von Märtyrer-Angehörigen bezahlt werden und der größte Anteil des Geldes in den Terrorismus versickert vermag ich nicht zu beurteilen, aber es ist definitiv falsch. Hier ist das größte Übel die Unkenntnis über die Mandatszeit und die Negierung der Verweigerungshaltung der Araber, egal zu welcher Zeit.

Das ist mit einer Gründe, warum man sich so zäh auf einen (möglichen) Friedensvertrag zubewegt.
Wobei ich Israel schon verstehe, dass sie sich nicht mit Terroristen an den Verhandlungstisch setzen, die als Prämisse die Vernichtung Israels im Sinn haben !!
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 14315
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 16:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon schokoschendrezki » So 20. Jan 2019, 00:09

Ganz klar zeigt sich berechtigte Kritik an der Politik der israelischen Regierung anhand der Beziehungen Israels zu Osteuropa. Im Juli 2018 war Netanjahu zu Besuch in Budapest. Ein Freundschaftsbesuch. Und das Statement lautete:
Ich definiere Partner anhand gemeinsamer Werte. Wer unsere Werte teilt, ist ein potenzieller Partner.“ Die Antwort: Israel und die Visegrád-Staaten Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei verfolgen gemeinsame Interessen.

So absurd es auch klingen mag: Diese "gemeinsamen Interessen" schließen offen antisemitische Kampagnen ein, Gegen Soros. Man muss die israelische Regierung Netanjahus kritisieren, weil sie antisemitistische Bestrebungen unterstützt. Ich bin mir der Paradoxie einer solchen Behauptung durchaus bewusst. Auch der verstorbene Lech Kaczynski bezeichnete sich als großen Freund Israels und war es auch und beide Kaczynskis stehen doch einem offen und unverholen antisemtisch-katholischem Hetzsender wie Radio Marya nahe. Man darf sich nicht alles erzählen lassen sondern mit dem Finger direkt auf die verlogenen Allianzen zeigen.

Dass in dem einen Land Europas, wo man meint verrückt werden zu müssen, weil es Staatskampagnen mit offen antisemitischen Plakaten gibt ,., ausgerechnet ein israelischer Premier als "Freund" anreist ... bitte, Die Welt ist offensichtlich aus den Fugen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Vongole
Vorstand
Beiträge: 6196
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Vongole » So 20. Jan 2019, 02:15

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Jan 2019, 00:09)

Ganz klar zeigt sich berechtigte Kritik an der Politik der israelischen Regierung anhand der Beziehungen Israels zu Osteuropa. Im Juli 2018 war Netanjahu zu Besuch in Budapest. Ein Freundschaftsbesuch. Und das Statement lautete:

So absurd es auch klingen mag: Diese "gemeinsamen Interessen" schließen offen antisemitische Kampagnen ein, Gegen Soros. Man muss die israelische Regierung Netanjahus kritisieren, weil sie antisemitistische Bestrebungen unterstützt. Ich bin mir der Paradoxie einer solchen Behauptung durchaus bewusst. Auch der verstorbene Lech Kaczynski bezeichnete sich als großen Freund Israels und war es auch und beide Kaczynskis stehen doch einem offen und unverholen antisemtisch-katholischem Hetzsender wie Radio Marya nahe. Man darf sich nicht alles erzählen lassen sondern mit dem Finger direkt auf die verlogenen Allianzen zeigen.

Dass in dem einen Land Europas, wo man meint verrückt werden zu müssen, weil es Staatskampagnen mit offen antisemitischen Plakaten gibt ,., ausgerechnet ein israelischer Premier als "Freund" anreist ... bitte, Die Welt ist offensichtlich aus den Fugen.


Aber nein, gar nicht. Es scheint einfach nicht in manche Köpfe zu wollen, dass es auf der ganzen Welt auch Juden gibt, die dem Staat Israel feindlich gegenüber stehen, warum auch immer.
Zu diesen Personen gehört Soros, indem er Organisationen unterstützt, die dem Staat schaden, unter anderem BDS.
https://www.nationalreview.com/2017/07/ ... riticized/

Der Unterschied zwischen Orban und Netanjahu besteht darin, dass Orban Soros ablehnt, weil der Jude ist, Netanjahu lehnt Soros aus den genannten Gründen ab, obwohl der Jude ist.
nietoperz
Beiträge: 423
Registriert: Fr 4. Jan 2019, 14:36

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon nietoperz » So 20. Jan 2019, 03:21

Vongole hat geschrieben:(20 Jan 2019, 02:15)

Aber nein, gar nicht. Es scheint einfach nicht in manche Köpfe zu wollen, dass es auf der ganzen Welt auch Juden gibt, die dem Staat Israel feindlich gegenüber stehen, warum auch immer.
Zu diesen Personen gehört Soros, indem er Organisationen unterstützt, die dem Staat schaden, unter anderem BDS.
https://www.nationalreview.com/2017/07/ ... riticized/

Der Unterschied zwischen Orban und Netanjahu besteht darin, dass Orban Soros ablehnt, weil der Jude ist, Netanjahu lehnt Soros aus den genannten Gründen ab, obwohl der Jude ist.


Für die Rechtsextremen im Internet, für AfD-Fanboys und Putin-Freunde, ist Soros ein rotes Tuch. Die Kombination Jude, dickes Bankkonto und Israelfeind stachelt ihren Hass erst richtig an. Leuten wie Zuckerberg (reicher Jude aber kein Insraelfeind), schlägt weniger Hass entgegen. Obwohl viele Rechte Antisemiten sind, finden sie offenbar sogenannte "Nestbeschmutzer" noch schlimmer.
Benutzeravatar
Vongole
Vorstand
Beiträge: 6196
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Vongole » So 20. Jan 2019, 03:33

nietoperz hat geschrieben:(20 Jan 2019, 03:21)

Für die Rechtsextremen im Internet, für AfD-Fanboys und Putin-Freunde, ist Soros ein rotes Tuch. Die Kombination Jude, dickes Bankkonto und Israelfeind stachelt ihren Hass erst richtig an. Leuten wie Zuckerberg (reicher Jude aber kein Insraelfeind), schlägt weniger Hass entgegen. Obwohl viele Rechte Antisemiten sind, finden sie offenbar sogenannte "Nestbeschmutzer" noch schlimmer.


Nein, das hat andere Gründe.
Nachdem die Welt "großzügigerweise" Israel nach der Shoah einen eigenen Staat zugestand, hat sich dieser Staat gefälligst wie das biblische "Licht unter den Völkern" zu verhalten.
Aber Staaten haben nunmal selten Freunde, sie haben Interessen, und der jüdische Staat muss leider froh um jeden Verbündeten in einer Welt voller Feinde sein.
Natürlich wird dieser hohe Maßstab nur an Israel gelegt, wenn z.B. Deutschland Erdogan mit militärischen Ehren und Geprotze empfängt, mit Putin Geschäfte macht etc.pp, interessiert das vielleicht wenige,
aber die öffentliche Empörung bleibt aus.
nietoperz
Beiträge: 423
Registriert: Fr 4. Jan 2019, 14:36

Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon nietoperz » So 20. Jan 2019, 04:37

Vongole hat geschrieben:Nein, das hat andere Gründe.
Nachdem die Welt "großzügigerweise" Israel nach der Shoah einen eigenen Staat zugestand, hat sich dieser Staat gefälligst wie das biblische "Licht unter den Völkern" zu verhalten.

Das mag eine generelle Forderung der Israelhasser sein, hat aber mit dem Hass auf Soros doch nichts zu tun. Wegen seiner Gegnerschaft zu Israel sollten die Rechten Soros eigentlich gern haben, aber es gibt Gründe die dies verhindern. Soros ist Philanthrop und unterstützt mit seinem Geld internationale Initiativen für Frieden und Völkerverständigung. Aus Sicht der Rechten outet sich Soros damit auch noch als Agent der "jüdischen Weltverschwörung". Jude, reich, antinationalistisch - für stramme Rechte gibt es nichts Schlimmeres.

Zurück zu „35. Israel & Palästina“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast