Türkei und Zypern

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Kohlhaas
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Kohlhaas » Sa 20. Jul 2019, 13:22

Cobra9 hat geschrieben:(20 Jul 2019, 09:49)

Die Gewässer rund um Zypern sind nicht die türkische Küste. Die Gasfelder liegen deutlich südlich von Zypern in der Hauptsache.

Siehe Karte des Standart

https://www.derstandard.de/story/200010 ... mittelmeer

Rechtlich gesehen hat die Türkei kaum Chancen.
Wem gehört Zyperns 200-Meilen-Zone? Aus Sicht der UN-Seerechtskonvention Unclos ist die Antwort klar: Sie gehört Zypern.

Das sehen die andere Staaten ähnlich die mit Zypern zusammen eine Ausbeutung forcieren. Israel, Ägypten haben schon eine Konfrontation mit einer türkischen Fregatte gehabt. Aber nicht nachgegeben. Die Türkei beansprucht auch Bohegebiete anderer Staaten.

Natürlich will niemand eine militärische Lösung. Aber die Türkei kann nicht Ansprüche stellen ohne Grundlage in unverschämter Höhe und glauben allein militärisch mit Kanonenbootpolitik was zu lösen. Auf ihre Rechte zur Ausbeutung werden andere Staaten sicher nicht verzichten und Drohungen sehen bsp. Ägypten oder Israel mehr als gelassen gegenüber.

Mittlerweile haben einige Staaten ihre Präsenz rund um Zypern deutlich erhöht. Show of Force. Die Türkei sollte ihre Ansprüche auf die Realität mal hin überprüfen, dann in Verhandlungen treten.

Oder es wird weiter eine Eskalation erstmal politisch und diplomatisch geben. Die Türkei lernt derzeit nur dazu wenn es harte Maßnahmen wohl gibt. Unverständlich.


Die Karte in dem von Dir verlinkten Beitrag macht deutlich, warum die EU relativ gelassen und moderat auf die Entsendung türkischer Bohrschiffe reagiert. Diese Schiffe sind ja bestenfalls am Rand der vermuteten Erdgasfelder unterwegs. Hinzu kommt noch, dass Sondierungsbohrungen recht einfach vorgenommen werden können. Wenn die Türkei allerdings versuchen würde, in dem Gebiet tatsächlich Gas zu fördern, dann wäre dazu ein ganz anderer Aufwand nötig, der sich auch einfacher unterbinden ließe. Der Konflikt scheint sowohl für die Türkei als auch für die EU eher symbolische Bedeutung zu haben: Erdogan spielt sich mal wieder als Verteidiger der Türken in aller Welt auf, die EU stellt sich demonstrativ hinter ihr Mitglied Zypern.

Ob internationale Gerichte indes eine 200-Meilen Zone Zyperns anerkennen würden, ist jedoch nicht sicher. Das hängt davon ab, wie die Stellung Zyperns gedeutet würde: Eigenständiger Staat oder Teil des EU-Gebiets?

Unabhängig von all diesen Punkten: Natürlich wird es keinen militärischen Konflikt zwischen der Türkei und der EU geben. Da erübrigt es sich, darüber zu spekulieren, ob zum Beispiel die F35 der Türkei hier einen Vorteil verschafft hätten. Abgesehen davon, dass man die Tarnkappen-Eigenschaften dieses Flugzeugs nicht überbewerten sollte. In Militärkreisen ist durchaus umstritten, ob die Tarnung ein nennenswerter Vorteil ist. Nicht ohne Grund haben sich einige Golfstaaten entschieden, statt der F35 den Eurofighter zu beschaffen.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Cobra9 » Sa 20. Jul 2019, 14:02

Kohlhaas hat geschrieben:(20 Jul 2019, 13:22)

Die Karte in dem von Dir verlinkten Beitrag macht deutlich, warum die EU relativ gelassen und moderat auf die Entsendung türkischer Bohrschiffe reagiert. Diese Schiffe sind ja bestenfalls am Rand der vermuteten Erdgasfelder unterwegs. Hinzu kommt noch, dass Sondierungsbohrungen recht einfach vorgenommen werden können. Wenn die Türkei allerdings versuchen würde, in dem Gebiet tatsächlich Gas zu fördern, dann wäre dazu ein ganz anderer Aufwand nötig, der sich auch einfacher unterbinden ließe. Der Konflikt scheint sowohl für die Türkei als auch für die EU eher symbolische Bedeutung zu haben: Erdogan spielt sich mal wieder als Verteidiger der Türken in aller Welt auf, die EU stellt sich demonstrativ hinter ihr Mitglied Zypern.

Ob internationale Gerichte indes eine 200-Meilen Zone Zyperns anerkennen würden, ist jedoch nicht sicher. Das hängt davon ab, wie die Stellung Zyperns gedeutet würde: Eigenständiger Staat oder Teil des EU-Gebiets?

Unabhängig von all diesen Punkten: Natürlich wird es keinen militärischen Konflikt zwischen der Türkei und der EU geben. Da erübrigt es sich, darüber zu spekulieren, ob zum Beispiel die F35 der Türkei hier einen Vorteil verschafft hätten. Abgesehen davon, dass man die Tarnkappen-Eigenschaften dieses Flugzeugs nicht überbewerten sollte. In Militärkreisen ist durchaus umstritten, ob die Tarnung ein nennenswerter Vorteil ist. Nicht ohne Grund haben sich einige Golfstaaten entschieden, statt der F35 den Eurofighter zu beschaffen.



Wie geschrieben ist rechtlich eigentlich geklärt das die Türkei im.Unrecht ist. Die zuständige Un Kommission war deutlich. Die größten Felder liegen wie Du richtig sagst nicht in der Nähe der Türkei.

Bei den größten Feldern müssen sich einige Staaten den Kuchen teilen. Was die auch tun. Aber so idiotisch dort zu bohren wp Israel, Ägypten. Zypern zusammen fördern
ist nicht mal Erdogan. Ägypten und Israel sind auch nicht zimperlich.

Stealth Eigenschaften sind ein Faktor. Wichtiger ist aber die Bewaffnung. Mittlerweile gibts Luft Boden Raketen die mehr Reichweite haben als eine S400.

Die Fighter feuern aus der Distanz....boom
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Audi » Sa 20. Jul 2019, 15:04

Cobra9 hat geschrieben:(20 Jul 2019, 14:02)

Wie geschrieben ist rechtlich eigentlich geklärt das die Türkei im.Unrecht ist. Die zuständige Un Kommission war deutlich. Die größten Felder liegen wie Du richtig sagst nicht in der Nähe der Türkei.

Bei den größten Feldern müssen sich einige Staaten den Kuchen teilen. Was die auch tun. Aber so idiotisch dort zu bohren wp Israel, Ägypten. Zypern zusammen fördern
ist nicht mal Erdogan. Ägypten und Israel sind auch nicht zimperlich.

Stealth Eigenschaften sind ein Faktor. Wichtiger ist aber die Bewaffnung. Mittlerweile gibts Luft Boden Raketen die mehr Reichweite haben als eine S400.

Die Fighter feuern aus der Distanz....boom

Eine gestaffelte Luftabwehr die vernetzt ist kann diese L-B Raketen abfangen. Dann nix boom. Ich sehe die türkische Möglichkeit einfach nicht. Und die Reichweite über 400 km gibt es seit den 80er wichtiger ist die Reaktionszeit und die Präzision der Sams. Ich Frage mich nur wie die Türkei es technisch in die aktive Luftverteidigung einbindet. Wie die awacs damit kommunizieren usw....
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Cobra9 » Sa 20. Jul 2019, 17:23

Audi hat geschrieben:(20 Jul 2019, 15:04)

Eine gestaffelte Luftabwehr die vernetzt ist kann diese L-B Raketen abfangen. Dann nix boom. Ich sehe die türkische Möglichkeit einfach nicht. Und die Reichweite über 400 km gibt es seit den 80er wichtiger ist die Reaktionszeit und die Präzision der Sams. Ich Frage mich nur wie die Türkei es technisch in die aktive Luftverteidigung einbindet. Wie die awacs damit kommunizieren usw....



Die S400 der Türkei werden nicht in die NATO Systeme eingebunden. Das lehnen die NATO Staaten geschlossen ab. Außerdem ist das S400 eh inkompatibel.

In eine vernetzte Verteidigung wird es die Systeme nicht innerhalb der NATO geben. Ob die Türkei da Möglichkeiten schafft muss man abwarten.

Was neue Waffen angeht. Es gibt sehr wohl die Möglichkeiten auch gestaffelte, vernetzte Luftabwehr zu überwinden. Allerdings verfügen relativ wenig Staaten noch darüber. Die neuen Modelle aus den Usa stehen bsp. der Türkei nicht mehr zur Verfügung.

Mit Sicherheit wird aber Russlands sich irgendwann drauf einstellen. Die Türkei aber bsp. hat da weniger Möglichkeiten.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Audi » Sa 20. Jul 2019, 19:47

So ist es unter den gegebenen Umständen sehe ich für die s-400 wenig Sinn in den türkischen Streitkräften. Aber wer weiß warum und weshalb
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Senexx » Di 23. Jul 2019, 14:28

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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Cobra9 » Di 23. Jul 2019, 14:57

Senexx hat geschrieben:(23 Jul 2019, 14:28)

Erdogan droht Zypern mit Gewalt.

https://www.tz.de/politik/tuerkei-erdog ... 50502.html



Erdogan droht gerne und viel. Aber auch in der Türkei weiß man das ein Angriff auf Zypern oder militärische Maßnahmen mit größter Wahrscheinlichkeit zum Krieg führen mit Griechenland sowie den anderen Schutzmächten.

Zypern unterhält mit einigen Staaten ein Verteidigungsbündnis. Zumal die Türkei sich ruinieren würde.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon imp » Do 25. Jul 2019, 09:38

Audi hat geschrieben:(20 Jul 2019, 15:04)

Eine gestaffelte Luftabwehr die vernetzt ist kann diese L-B Raketen abfangen. Dann nix boom. Ich sehe die türkische Möglichkeit einfach nicht. Und die Reichweite über 400 km gibt es seit den 80er wichtiger ist die Reaktionszeit und die Präzision der Sams. Ich Frage mich nur wie die Türkei es technisch in die aktive Luftverteidigung einbindet. Wie die awacs damit kommunizieren usw....

Ich denke nicht, dass die Einbindung in Altsysteme sehr lange ein praktisches Problem bleiben wird.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Kohlhaas » Do 8. Aug 2019, 17:32

Weiter geht es mit den Provokationen:

https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... inweg.html

Mittlerweile gibt es drei türkisches Bohrschiffe, ein viertes soll im August hinzukommen. Begleitet von türkischen Kriegsschiffen. Dem Bericht zufolge bohrt die Türkei nun auch südlich von Zypern.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon tabernakel » Mo 19. Aug 2019, 11:11

Kohlhaas hat geschrieben:(08 Aug 2019, 17:32) Mittlerweile gibt es drei türkisches Bohrschiffe, ein viertes soll im August hinzukommen. Begleitet von türkischen Kriegsschiffen. Dem Bericht zufolge bohrt die Türkei nun auch südlich von Zypern.
Erdogan weiss dass nur eine Europäische Flotte seine probebohrungen aufhalten könnte. Und er weiss dass diese nicht existiert; die deutschen U-Boote konnten bei der letzten Provokation Ende 2017 wegen Ersatzteilmangel nicht mal auslaufen. Wer's mit sich machen lässt wird die Folgen tragen müssen, alles was Erdogan riskiert sind (vielleicht) weitere Sanktionen ...
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon H2O » Fr 23. Aug 2019, 08:29

tabernakel hat geschrieben:(19 Aug 2019, 11:11)

Erdogan weiss dass nur eine Europäische Flotte seine probebohrungen aufhalten könnte. Und er weiss dass diese nicht existiert; die deutschen U-Boote konnten bei der letzten Provokation Ende 2017 wegen Ersatzteilmangel nicht mal auslaufen. Wer's mit sich machen lässt wird die Folgen tragen müssen, alles was Erdogan riskiert sind (vielleicht) weitere Sanktionen ...


Zypern könnte seine guten Beziehungen zu Rußland nutzen und diesen Partner um Schutz seiner Hoheitsgebiete bitten. In Syrien entfaltet das doch Wirkung.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Rio » Fr 23. Aug 2019, 08:37

H2O hat geschrieben:(23 Aug 2019, 08:29)

Zypern könnte seine guten Beziehungen zu Rußland nutzen und diesen Partner um Schutz seiner Hoheitsgebiete bitten. In Syrien entfaltet das doch Wirkung.


Klingt schön und gut.
Aber Russland macht sich nichts aus Freundschaft oder gute Beziehungen - die haben eigene knallharte Interessen und waren diesen immer Standhaft ergeben,wie ihrem Militärstützpunkt in Syrien der ihnen Zugang zum Mittelmeer gibt.
Weiß man in Zypern oder sonst bei Russlandnahen Freunden - umsonst gibts nichts von den Russen.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon imp » Fr 23. Aug 2019, 08:47

H2O hat geschrieben:(23 Aug 2019, 08:29)

Zypern könnte seine guten Beziehungen zu Rußland nutzen und diesen Partner um Schutz seiner Hoheitsgebiete bitten. In Syrien entfaltet das doch Wirkung.

In Syrien wird viel geschossen. In Zypern sind die Menschen, trotz aller Probleme, über Jahrzehnte dahin gekommen, dass kaum mehr geschossen wird. Da ist es vielleicht nicht so populaer, immer mehr Waffen hinzuschaffen.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon H2O » Fr 23. Aug 2019, 08:50

Rio hat geschrieben:(23 Aug 2019, 08:37)

Klingt schön und gut.
Aber Russland macht sich nichts aus Freundschaft oder gute Beziehungen - die haben eigene knallharte Interessen und waren diesen immer Standhaft ergeben.
Weiß man in Zypern oder sonst bei Russlandnahen Freunden - umsonst gibts nichts von den Russen.


Warum auch; man könnte den Russen doch einige Stützpunkte gleich neben den britischen Stützpunkten anbieten und ein Recht auf EU-Pässe andienen. An der Ausbeutung der Bodenschätze könnte man sie auch beteiligen. Ziemlich ideenlos, die Zyprioten.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon H2O » Fr 23. Aug 2019, 08:53

imp hat geschrieben:(23 Aug 2019, 08:47)

In Syrien wird viel geschossen. In Zypern sind die Menschen, trotz aller Probleme, über Jahrzehnte dahin gekommen, dass kaum mehr geschossen wird. Da ist es vielleicht nicht so populaer, immer mehr Waffen hinzuschaffen.


Man könnte mit einer diplomatischen Note zugunsten der souveränen Rechte Zyperns beginnen. Als nächstes entsendet man einen oder zwei Kreuzer mit Begleitschiffen, die in zyprischen Häfen versorgt werden können. Man könnte einen russischen Flugplatz anlegen. Gleich den großen Knüppel, das muß nicht sein. Vielleicht kommen zuvor auch die Europäer in Trab und machen dieser türkischen Provokation ein Ende... wer weiß.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Rio » Fr 23. Aug 2019, 08:59

H2O hat geschrieben:(23 Aug 2019, 08:50)

Warum auch; man könnte den Russen doch einige Stützpunkte gleich neben den britischen Stützpunkten anbieten und ein Recht auf EU-Pässe andienen. An der Ausbeutung der Bodenschätze könnte man sie auch beteiligen. Ziemlich ideenlos, die Zyprioten.


Lässt sich leicht sagen. Da werden aber noch ein paar Nationen noch ein Wörtchen mitzureden haben.
Kein Zypriot ist so realitätsfern , um sich den Feind Türkei weg zu halten,die Freunde Europas zu verjagen , und noch dazu die Russen ins Haus zu holen.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon H2O » Fr 23. Aug 2019, 09:09

Rio hat geschrieben:(23 Aug 2019, 08:59)

Lässt sich leicht sagen. Da werden aber noch ein paar Nationen noch ein Wörtchen mitzureden haben.
Kein Zypriot ist so realitätsfern , um sich den Feind Türkei weg zu halten,die Freunde Europas zu verjagen , und noch dazu die Russen ins Haus zu holen.


Tja, was tut man nicht alles, um sich einen übermächtigen Gegner vom Leibe zu halten? Welche Nation hat in Zypern denn ein Wörtchen mit zu reden? Die türkische? Wer noch? Die UNFICYP... die läßt doch gewähren... Welche Freunde Europas verjagen sie damit? Ein Wecksignal hat noch nie geschadet.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon imp » Fr 23. Aug 2019, 09:26

H2O hat geschrieben:(23 Aug 2019, 08:53)

Man könnte mit einer diplomatischen Note zugunsten der souveränen Rechte Zyperns beginnen. Als nächstes entsendet man einen oder zwei Kreuzer mit Begleitschiffen, die in zyprischen Häfen versorgt werden können. Man könnte einen russischen Flugplatz anlegen. Gleich den großen Knüppel, das muß nicht sein. Vielleicht kommen zuvor auch die Europäer in Trab und machen dieser türkischen Provokation ein Ende... wer weiß.

Man musz sich doch nicht provoziert fuehlen von Probebohrungen. Das Ergebnis kann gemeinsam genutzt werden, egal wie es ausfaellt. Sowohl die EU als auch Russland wuenschen sich ein konstruktives Verhaeltnis zur Tuerkei und zu beiden Inselgemeinwesen auf Zypern, wobei die EU den Rechtsstandpunkt teilt, dass eines davon praktisch nicht zur EU gehoert, das andere aber theoretisch die ganze Insel abdecken sollte.

Die Haltung beider Seiten ist verstaendlich, aber ist die Haltung "provoziert" zu sein auch in unserem besten Interesse?
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon Rio » Fr 23. Aug 2019, 09:43

H2O hat geschrieben:(23 Aug 2019, 09:09)

Tja, was tut man nicht alles, um sich einen übermächtigen Gegner vom Leibe zu halten? Welche Nation hat in Zypern denn ein Wörtchen mit zu reden? Die türkische? Wer noch? Die UNFICYP... die läßt doch gewähren... Welche Freunde Europas verjagen sie damit? Ein Wecksignal hat noch nie geschadet.


Ähmm ich rate dir nicht nur Berichte zur aktuellen Zypern Lage zu lesen sondern auch die lange Geschichte des Landes und die besteht nicht nur aus der Teilung der Insel. ;)
Wenn du Sie gelesen hast , wirst du merken das die Briten,als Kolonialmacht,das Land zivilisatorisch positiv geprägt und vorallem Griechenland,als gleiche Sprach-,Kultur & Glaubens- Nation,quasi als Bruderstaat, mehr mitzureden haben als du glaubst.

Mit den von dir genannten Vorschlag würde man beide mehr als verjagen, allen vorran Griechenland,das beste Beziehungen zur USA hat seit Jahrzehnten , da die Türkei wohl aus der NATO zu weit abdriftet.

Aber zum Glück ist keiner so realitätsfern in Zypern wie du , aber die sitzen auch nicht vor dem Bildschirm und bewerten die Lage,deshalb kein Vorwurf an dich.

Die wissen die Lage richtig einzuschätzen, was die Türkei macht , sind die üblichen Spielchen um Grenzen, die es im Mittelmeer schon fast 100 Jahre gibt. Das wissen die Griechen,Briten und zum Glück auch die Zyprioten, sonst würden Sie ja die Nummer Putins wählen.

Jeder weiss wie weit er gehen kann bevor es eskaliert sowohl die Türken,Zyprioten,Griechen,Briten.
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Re: Türkei und Zypern

Beitragvon H2O » Fr 23. Aug 2019, 10:04

Rio hat geschrieben:(23 Aug 2019, 09:43)

Ähmm ich rate dir nicht nur Berichte zur aktuellen Zypern Lage zu lesen sondern auch die lange Geschichte des Landes und die besteht nicht nur aus der Teilung der Insel. ;)
Wenn du Sie gelesen hast , wirst du merken das die Briten,als Kolonialmacht,das Land zivilisatorisch positiv geprägt und vorallem Griechenland,als gleiche Sprach-,Kultur & Glaubens- Nation,quasi als Bruderstaat, mehr mitzureden haben als du glaubst.

Mit den von dir genannten Vorschlag würde man beide mehr als verjagen, allen vorran Griechenland,das beste Beziehungen zur USA hat seit Jahrzehnten , da die Türkei wohl aus der NATO zu weit abdriftet.

Aber zum Glück ist keiner so realitätsfern in Zypern wie du , aber die sitzen auch nicht vor dem Bildschirm und bewerten die Lage,deshalb kein Vorwurf an dich.

Die wissen die Lage richtig einzuschätzen, was die Türkei macht , sind die üblichen Spielchen um Grenzen, die es im Mittelmeer schon fast 100 Jahre gibt. Das wissen die Griechen,Briten und zum Glück auch die Zyprioten, sonst würden Sie ja die Nummer Putins wählen.

Jeder weiss wie weit er gehen kann bevor es eskaliert sowohl die Türken,Zyprioten,Griechen,Briten.


Diese Deutung der Geschichte kommt mir arg einseitig vor. Ich weiß, daß Griechenland sehr gute Beziehungen zu Rußland unterhalten hat, schon weil Rußland ein Grenznachbar des Osmanischen Reichs war. Da müßte es mit dem Teufel zugehen, wenn sich ein solches Gefühl nicht vererbt, wenn die Bedrohungslage sich ähnelt. Stichwort Ägäis. Öl...

In den alten Zeiten gab es natürlich auch ein Deutsches Reich, das sich nun wieder mit dem Osmanischen Reich verbrüdert hatte... das Gefühl einer Schicksalsgemeinschaft bis in die jüngsten Zeiten, als sich türkische Gastarbeiter zu einer Parallelgesellschaft mit staatlicher Förderung durch Erdogan wandelten. Nun ist dieses Feuer erloschen.

Da ist gar nichts in Ordnung; die Türkei hat 80 000 (?) Anatolier in Nordzypern angesiedelt, um dort "genügend Masse" aufbieten zu können, und eine Armee mit 30 000 türkischen Soldaten sorgt dort für die gebotene Zurückhaltung gegenüber unserem NATO-Partner. Ironieklingel gefällig?

Alles nicht so einfach dort. Vor allem aber nicht "in Ordnung".

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